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Lor dem Schied-, der Schulvorsteher- iibiguug gegen Rooop rstru Prozeß ist der Tchulvorstand unter- n unb der DttlföuV 1» Oritschuiivipetiot bereit- In zwei - Lehrer- Knoop i leilt worden, b
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da» Heil zahlloser Unterthanen, „tote gering auch die Gefahr sein mag*, keine Versuche tm Radfahren anzustellen. Ein Ponh'B'ergespann soll j-tzt die junge Königin trösten.
• Der amerikanische Oelkonig Rockefeller war ein ^liederliche» Bürschchen" und sein höchste» Streben tu seiner Jugend war Trapezturner im Circu» zu werden- und jetzt besitzt der Manu ein Vermögen von 40 000000 Dollar!
Universität- - Nachrichten.
— Aus Jena wird der „Voss. Ztg." berichtet: Die philosophische Facultät der hiesigen Uaioersilät bat den Pater LeontiuS Alishan von den Mechitaristen in Venedig, den Angesehensten unter den gelehrten Armeniern der Gegenwart, zu ihrem Ehrendoktor ernannt. Ein tüchtiger Geograph und Historiker aus Ä. RitterS Schule, hat der jetzt 77jähriae Pater in einer Reihe reich mit Urkunden und Illustrationen versehen r Werke die einzelnen Provinzen seines Vaterlandes und eben <0 das in der Kreuzsahrer- zeit von Armeniern beherrschte und bevölkerte Königreich CUtcien geschildert. Auf seinen wissenschaftliche., Reisen besuchte er Paris, London und Berlin. A. v. Humboldt, mit dem er befreundet war, wollte ihn bet Hose einfübren und dem König Friedlich Wilhelm IV. vorstellen, allein der bescheidene Grlehrte wich aus. Pater Alishan ist eine der pop lörsten Persönlichkeiten bet allen Armeniern, den
gregorianischen wie den katholischen. Er ist Dichter und als solcher sehr beliebt. Er hat auch Meisterwerke iremder Sprachen tn das Armenische übersetzt, so Schillers „Glocke".
— Heidelberg. An unterer Hochschule haben sich für das Winter-Semestcr 20 Damen tnscrtbut. davon 2 bet der naturwissenschaftlich mathematischen, 18 bet der philosophischen Facultät. Don Letzteren stammen 7 aus Baden, 11 aus anderen deutschen und außerdeutschen Ländern.
Literatur
— Unter der U berschrift: ,$it Eultursvfgaben leide« Nicht" schreibt die „Köln. Ztg." und andere sonst regierungsfreundliche Blätter: „Wte eS mit d r Wahrheit dieses Wortes für Preußen aussieht, dasü, mag die 1 achftebende Thatsache einen Beweis liefern. Vor etwa l*/i Jahren bot der damals noch lebende und inzwischen leider allzu früh verstorbene G.-b. Reg.-Rath Pros. Dr. Jürgen Bona Meyer seine wcrthvolle pädagogische Bibliothek — ein vollkommenes Muster tn thrrr Art — dem preußischen Unterrichts- minister unter der Bedingung an, daß die B'bltothek in einem eigenen Raume aufgestellt, den Studenten als „Präsenz-Bibliothek" nutzbar gemacht unb durch einen jährlichen Zuschuß von 300 bi? 400 Mk. für Neuanschaffungen erhallen bleiben solle. Diese Bibliothek sollte in dieser Verwendung an der Universität Bonn die Gründung eines pädagogischen Seminars — entsprechend dem philologi'chen
und theologischen — erleichtern und al» Seminarbibltothek gelten. Die Antwort des Ministers lautete, „er muss sich trU orienttren, ob eine solche E nrichtung an der Bonner U iv isilät zweckmäßig sei, und im Falle diese Frage bejah' werde, komme die wette, e Fraae, ob Mittel zu beschaffen wären." Mit bMem unbestimmten Bescheid mußte sich P,of. Meyer trotz aller Mühe die er sich gab, die Sache zu söidern, begnügen. In seinem h nterlassenen Testament hat er das Angebot unter denselben Bedingungen wiederhol,; seine Wtttwe hat dies dem Minister sofort mit der Bitte um schnellen unb bestimmten Bescheid mitgelhetlt, da ihr Haus verkauft werben solle und Unterhandlungen wegen der Bibliothek zu erwarten seien. Rach zweimonatigem Warten erfolgte ein ablehnender Bescheid; der Culturstaat Preußen hat also jährlich nicht 300 bis 400 Mk. übrig, um eine in ihrer Art unersctzl'che Bibliothek zusammen zu halten und eine für die Studenten unleugbar s hr nutzbringende Einrichtung zu schaffen. Das ist doch e ne lehr traur ge Thalsache, mit der sich hoffentlich das preußische Abgeordnetenhaus noch be- fchätttgen wird. Die Wittwe Meyers bat denn auch die Bibliothek veikiust (sie ging tn den Besitz bei I. Rtcker'ichen Buchhandlung in Gießen über); den Erlös ab-, bat sie, um dem Wollen ihres verstorbenen Mannes in anderer Weise gerecht zu werden, dem „Verband rheinisch west'ältscher Btldungsver-ine" überwiesen, die ihn zur Einrichtung von Wanderbüchereten, die den Namen „Jürgen Bona- Meyer-Bibltothck" tragen sollen, verwenden wird.
Bekanntmachung.
Aus der Friedrich Bücking'scheu Stiftung sind für das Jahr 1897 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen zu vergeben, und zwar zwei mit je löO Mk. und acht mit je 100 Mk.
Bewerbungen haben bis längstens 30. November d. Js. bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 2 — zu geschehen.
Gießen, den 10. November 1897.
Großherzoqlicke Bürgermeisterei Gießen.
_______________________I. B.: Wolff.___________________10493
BekaunnRachuug.
Aus der Minus Keil-Vogt-Stiftuug sind für das Jahr 1897 drei Gaben von je 70 Mk an drei in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerker oder deren Wittwen, evangelischer Confession, zu vergeben.
Bewerbungen haben bis längstens 30. November d. IS. bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 2 — zu geschehen.
Gießen, den 13. November 1897.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen __I. B.: Wolff.___________________10492
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar pro 1898/99 liegt acht Tage lang und zwar vom 18. bis einschließlich 25. November I. I. auf Großh. Bürgermeisterei-Bureau offen.
Mainzlar, 15. November 1897. 10541
Großh. Bürgermeisterei Mainzlar.
Koch. _____________
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Lollar pro 1898/99 liegt vom 18. bis 26. lfd. Mts. auf der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht offen.
Lollar, den 15. November 1897. 10535
Großh. Bürgermeisterei Lollar.
C Geißler._______________________
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für 1898/99 liegt vom 18. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Bureau offen.
Trohe, den 16. November 1897. 10536
Großh. Bürgermeisterei Trohe.
Schmidt.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für 1898/99 liegt vom 17. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht aller Interessenten offen.
Heuchelheim, 15. November 1897. 10546
Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim.
__________________Kreiling._________________________
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Grünberg pro 1898/99 liegt vom 18. d. Mls. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf d-'m Bürgermeisterei-Bureau offen.
Grünberg, am 15. November 1897. 10547
Großh. Bürgermeisterei Grünberg.
Zimmer___________________
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Langd pro 1898/99 liegt vom 19. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen.
Langd, den 15. November 1897. 10548
Großh. Bürgermeisterei Langd.
_____Ronthaler______________________
Reichhaltiger Journallesezirkel
von Mk. 1— ab.
Journale nach eigener Auswahl.
Nur gut erhaltene Hefte. — Prospecte gratis. 324 Ferber’sche Univ.-Buch-, Kunst-, Musikalien- Giessen. Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II.
Verein Jugendfreund.
Wie in früheren Jahren so gestatten wir uns auch diesmal wieder die Bitte an die bekannte Mildthätigkeit der Einwohner Gießens, dieselbe wolle uns auch dieses Jahr wieder darin unterstützen, einer Anzahl Kinder unbemittelter hiesiger Familien eine Weihuachts- sreude zu bereiten.
Cigarrenabschnitte, Staniolkapseln und Geldbeiträge werden gerne in Empfang genommen von unseren Vorstandsmitgliedern: Buchbinder meister Bourgeois, Rechner Doering, Schlossermeister Dörr, Mon teur Friedrich, Friseur Gerhardt, Bibliothekscustos Heuser, Bildhauer Kalbfleisch, Verwalter Keller, Quästor Di big, Verwalter Schneider.
BehördlicheAnzeigen
Bekanntmachung.
Vom 22. November 1897 ob treten bei der Abfertigung deS Vieh-Eilgüter- und Güterverkehrs tn «letzen die folgenden Aenderungen ein:
Die bisherige Güterabfertigung der Oberhessischcn Bahn wird geschloffen.
Der ge-ammte ArachrHückgvtverkehr wird noch den neuen Schupperanlagen an der Westseite deS Bahnhofs verlegt.
Die Aufgabe unb Abnahme der Eilgüter erfolgt in dem südlichen Thetle deS bisherigen Güterschuppen? der Main« Weser-Bohn, die Abfertigung mit den Kassengeschäften im Stationsgebäude in dem Zimmer links vom Haupteingang.
Der Dtehverkehr w-rd nach der neuen Laderampe auf der Westseite des Bahnhofs oet legt, Abfertigung erfolgt tm Kassenlocal der neuen Güterabfertigung
In den bishertgen Freiladegleisen der Matn-Weser-Babn (neben der Anatomie) und der Oberhesstschen Bahn wird nur noch derjenige LadttNgOoerkehr bedient, welcher in dem neuen Fretladegleise (vor der RÜsing'schen Wirthichaft) noch nickt untergebracht werden kann. 10553
Frankfurt a. M., den 10. Novbr. 1897.
Königliche Eisenbahndirectton.
g Versteigerungen.
Mittwoch drn 1 DerrmbkrtI.,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Marti« Müller in Gießen an nachbenannten Immobilien gehörigen ideellen Hälften
Flur 17 Nr. 146"/ioo —144 gw Hofraithe in der Scheppeneck,
Flur 17 Nr. 146’8/100 _ 183 qm Grab, garten daselbst,
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. October 1897.
Großh OrtSgericht Gießen. I. A: Bogt.9727
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