Ausgabe 
16.10.1897 Erstes Blatt
 
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dürfen wir auf den Erfolg deS beiden Autoren mit Recht ge-

Wie im Juferatentheil ersichtlich,

neuesten Werke» dieser spannt sein.

** Steinl Satten.

finden Samstag Abend

an die Mitglieder de» Sprachverein» und de» Alldeutschen Verbände», die darin aufgeführten Gasthöfe vor anderen zu bevorzugen. E» heißt in dem Aufruf:Da» seit der Einigung Deutschland» mächtig erwachte Nationalgefühl hat sich schon seit einer Reihe von Jahren auch in sprachlicher Beziehung geäußert. Weitau» der größte Thetl aller Deutschgefiuntrn will, daß unsere herrliche Muttersprache von den fie ent- stellenden überflüssigen fremden Bestandtheilen befreit und dadurch in ihrer Kraft und Schönheit gefördert werde. Ge­werbetreibende, Gelehrte, Schriftsteller wetteifern mit vev Behörden in der Reinigung und Veredelung der deutschen Sprache. Zur Erreichung diese» hohen Ziele» können nun auch die Besitzer der Gasthöfe sehr viel bei­tragen, indem fie in ihren Häusern dem Deutschen den ihm gebührenden Ehrenplatz etnräumen. Für die Hoftafel Sr. Majestät de» Kaiser» und vieler Bundesfürsten, bei Fest- essen in allen Ständen werden die Speisezettel deutsch ab- gefaßt, und wenn auch der Verkehr von Ausländern in manchen Gasthöfeu dem Wirthe den Gebrauch fremder Sprachen aus geschäftlichen Gründen zur Pflicht macht, so muß ihm doch die Rückficht auf seine deutschen Gäste und auf seinen nattonalen Stolz gebieten, stet» der deutschen Sprache den Vorrang zu geben."

Mehrbelastung der landwirthschaftlichen Vereine zur Deckung de» erforderlichen Mehrbedarf» ist bei der Finanzlage ter landwirthschaftlichen Vereine ohne störende Schädigung der Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben unmöglich, ja e» ist absolut nothwendig, daß in dieser Beziehung eine ganz nam­hafte Entlastung eiutrete, damit die landwirthschaftlichen Provinzialvereiue endlich da» seit Jahrzehnten erstrebte Zir der Ermäßigung der Mitgliederbeiträge erreichen, wie fie an- gefichtS der gedrückten Lage der Landwirthschaft unump&ng* ltch ist, wenn nicht ein Mitgliederrückgang befürchtet werden soll. Mit Rücksicht auf die wichtige Stellung, die der La»des' auSschuß al» Vertreter der landwirthschaftlichen Vereine in

von 5000 Mk. Staatszuschuß ermöglichte Eiarichruug eine» selbstständigen Bureau» und Anstellung ein'» Geueralsecretäri

«ul dem Zuge gesprungen. Aus dem heute Nacht 1 Uhr 37 Min. durchpasfireuden Personenzuge ist bet Butz­bach ein auf der Fahrt nach seiner künftigen Garnison be. findlicher Rekrut gesprungen. Er wurde schwer verletzt.

* Hessischer Städtetag. Auf dem im nächsten Monat in Darmstadt tagenden hessischen Städtetag wird die Stadt Gießen vertreten sein durch Oberbürgermeister Gnauth, durch die Beigeordneten Wolff, Georgi und Grüne* berg, sowie durch die Stadtverordneten Dr. Gutfleisch und H eyligenstaedt.

«erztliche Ehrengerichte.' Die «erztekammer von Hessen-Nassau har in ihrer, am Dienstag in Frank­furt abgehaltenen Sitzung einstimmig beschlossen, den neuen Gesetzentwurf über ärztliche Ehrengerichte für unannehmbar zu erklären.

vollen Erfolg erzielte und das Publikum sich köstlich amüfirte. Ganz besonders hervorzuheben ist die feine Eleganz, die ge- schickte Ausführung der Experimente, sowie der humorvolle Vortrag, welcher lebhaftesten Beifall fand. Wir haben schon öfter» Gelegenheit gehabt, derartigen Soireen anzuwohneu, müssen jedoch gestehen, daß Herr van de Castell das bis jetzt Dagewesene vollständig in den Hintergrund stellt. Es ist schade, daß nicht Jedermann Gelegenheit geboten werden kann, diesen genialen Künstler in seinen wahrhaft phänome­nalen Leistungen zu bewundern.

Firma Stantien & Becker tu der Bernstein-Angelegenheit beim Kaiser vorstellig zu werden.

PUfen, 14. Oktober. Im Pilsener Kohlenbecken steht ein Ausstand der Bergarbeiter bevor.

Budapest, 14. Oktober. Rach Meldungen eine» hiesigen Blatte» au» Sofia wurde am 5. d. MtS. der motenegri- nifche Kronprätendent Bern Jvanovitsch dicht vor dem Hotel Odessa von fünf Männern überfallen, welche ihn ermorden wollten.

Rom, 14. Oktober. In officiellen Kreisen wird behauptet, daß König Meneltk dem Könige von Italien einen «rief geschrieben habe, in welchem er demselben seinen Besuch ftr 1899 ankündigt.

e* Wetterbericht. Die Depression im Norden verharrt noch immer in ihrer Stellung, hat fich aber etwas ab- geflacht. Dar zweite Minimum im Südwesten Irland» hat

hat fich durchaus bewährt. Der LandelauSschuß ist dadurch in die Lage gekommen, die gemeinsamen Angelegenheiten der drei landwirthschaftlichen Vereine de» Großherzogthum» in wirksamer Weise zu vertreten. Andererseits kann er seine Aufgabe als Betrath der Großherzogltchen Regierung in u» faffenderer Weise nachzukomwen. DaS Bedürfntß der Eai- Wickelung der derzeitigen Stellung de» LandeSaurschusses, welcher nunmehr zur besseren Verdeutlichung seiner Aufgabe die Bezeichnung LandwirthschaftSrath angenommen hat, wird von den landwirthschaftlichen Vereinen voll anerkannt, ti hat fich demgemäß auch eine immer stärkere Fühlungnahme der landwirthschaftlichen Vereine und de» Landesausschusses zur Förderung gemeinsamer Aufgaben geltend gemacht, die zu einer Verstärkung der Mitgliederzahl de» LandesauSschuffes durch Zuwahl einer größeren Zahl von Mitgliedern der landwirthschaftlichen Vereine geführt hat. Gleichzeitig wurde letztere bedingt durch die Zunahme der Thättgkeit und viel- seitigkeit der Aufgaben de» LandeSauSschusseS. Mit der Ver­mehrung der Thätigkeit de» LandeSauSschufleS sind auch die Aufwendungen desselben naturgemäß gestiegen und e» h,t sich gezeigt, daß die dem Landesausschuß bisher zur Verfügung gestandenen Mittel nicht ausreichen zur Erhaltung de» jetzig» UmfangS seiner Thätigkeit und zur Förderung seiner ferner» Entwickelung. Die Aufwendungen find insbesondere gestiegro durch: 1. die Vermehrung der Correspondenzthätigkeit des LandeSauSschusseS- 2. die Verstärkung der Mitgliederzahl uv» der Sommisfionen de» LandeSauSschufleS; 3. die häufiger nothwendig gewordene Abhaltung von CommisfionS- und Ge- sammtsitzungen- 4. die Mehraufwendung für die Bestellung eine» Generalsekretär»- 5. die Herau»gabe der hnbtoint schaftlichen Berein»zeitschrift und anderer Pnblicationen. Elm

hat, namentlich aber in Anbetracht de» Aotheil», welchen der LandeSauSschuß an der Förderung der regierungsseitigen

. ___ , ----------v-- I herzoglicher Regierung einnimmt, halten wir eine vermehrte

wandtheit auSsührte, mißlang, so daß der Künstler einen I staatliche Förderung seiner Wirksamkeit durch Bewilltgunc hn "" r nfA e*,UUe ' höherer Mittel für durchaus angezeigt und begründet.

Viehzählung. Am 1. December bl. I». findet eine Viehzählung im Großherzogthum statt. Diese Zählung wird diesmal nicht wie üblich durch »arten, die bei jeder Familie zur Bertheilung kommen, vorgeaommen werden. D>t Aufzeichnung de» in einer Gemeinde vorhandenen Viehes erfolgt durch sogenannte Bezirkslisten, deren Ausfüllung am 1. December durch den Zähler besorgt wird. Für jedes Hau» deS ZählbezirkS, in welchem Pferde, Rindvieh, Schase oder Schweine gehalten werden, ist eine Zeile der Bezirks- liste zum Einträgen bestimmt. Der Zähler selbst hat auf die Aufstellnng dieser Listen alle Sorgfalt zu verwenden.

Zur Befreiung der deutschen Sasthofsprache von un- nöthigen und unwürdigen Fremdwörtern ist ein Erfolg versprechender Schritt gethan worden. DerAllgemeine Deutsche Sprachverein", der mehr al» 13,000 Mitglieder ie allen Theilen deS Deutschen Reiche» und Oesterreich zählt, sowie der Altdeutsche verband mit mehr al» 11,000 Mit gliedern wollen in einer besonderen Beilage zu ihren Zeit­schriften eine Liste derjenigen Gasthöfe veröffentlichen, deren Besitzer fich bereit erklärt haben, überflüsfige fremde Wörter in ihren Häusern zu vermeiden und namentlich deutsch abge- faßte Speisekarten und Rechnungen zn führen. Den Gast- Hofbesitzern wird im Auftrage der Vorstände beider Vereine demnächst ein entsprechender Aufruf mit der Frage zugehen ob fie zu dieser Erklärung erbötig find und ob fie die Auf­nahme ihre» Hause» in diese Liste, die kostenlos geschieht, wünschen. Die Liste wird veröffentlicht werden mit der Bitte

Nom, 14. Oktober. Der Marineminister beabfichtigt, die ganze Flotte zu mobilisiren. Hieran sollen ins- gesammt 62 Panzer und 85 Kanonenboote theilnehmen. JRao glaubt die Mobilisirung in 48 Stunden perfect zu machen.

Paril, 14. October. Nachrichten aus Tonkin zufolge ist der französische DampferRaphael" infolge eine» Zusammenstoßes mit einer chinesischen Schaluppe gesunken, von 82 Paffagieren und 8 Mann Besatzung sind 30 ertrnnken.

Madrid, 14. October. Im Ministerrathe sconftatirte Sagasta eine erhebliche Besserung der spanisch- amerikanischen Beziehungen.

Madrid, 14. October. In dem Gefängnisse von Mont- juich wurden angeblich mehrere Anarchisten behufs Er­pressung von Geständnissen barbarisch gefoltert.

Loudon, 14. October. DieTime»" melden au» Kairo, daß die eghptische Eisenbahu-Verwaltung größere Bestellungen au fremde Firmen vergeben mußte und zwar infolge de» AnSstande» der englischen Arbeiter.

Loudon, 14. October.Daily Mail" meldet au» Kon­stantinopel, daß mehrere Tausend Soldaten fich in der Stadt befinden, welche stündlich ihre Entlassung erwarten. Die Soldaten bilden eine Gesahr für die öffentliche Ruhe und Ordnung. Es ist auch bereit» zu Ausschreitungen ge- ; kommen, ohne daß die Polizei bis jetzt etnzuschretten brauchte.

Sofia, 14. October. Die fünf verhafteten Personen, welche oa» Attentat auf den montenegrinischen Kron­prätendenten verübten, wußten infolge der Intervention deS rusfischen General-Consulat» freigelaffen werden.

Kaadia, 14. October. Ein türkischer, zu den Insurgenten desertirter Soldat wurde von einer englischen Patrouille durch Türken oder Insurgenten ermordet aufgefunden.

Kaudia, 14. October. Auch der türkische Gouverneur I berichtet über die schrecklich zunehmenden Erkrankungen I **ter dem türkischen Militär, von den Cordon bildenden Truppen liegen 270 im Lazareth fieberkrank schwer darnieder. Um dem Vieh Futter zu verschaffen, soll in der verwüsteten Umgebung KandiaS Wintersaat angesät werden. Infolge der immer mehr zunehmenden Roth der Bevölkerung I KandiaS und um einer Katastrophe im bevorstehenden Winter I zuvorzukommen, holt der englische Commandant Angebote von I Mehl-Lieferungen ein.

Betlta, 15. October. Wie da»Verl. Tagebl." erfährt, I wird der Reichstag in der ersten Woche de» December I zusammentreten.

Danzig, 15. October. Der RegierungS-Präsident theilte I den hiesigen Bernstein-Jnteres senten mit, Commerzten- rath Becker habe dem Handelsministerium erklärt, daß er I Me Danz'ger Filiale veranlassen werde, Rohbernstetn an die Jntereffeuten abzugeben.

WB- Naumburg. 15. October. Ein Militärzug mit Rekruten für daS Gardecorps lief gestern Abend auf einen I hn Bahnhof Naumburg haltenden Güterzug. Der Militärzug I blieb unbeschädigt, die sieben letzten leeren Wagen des Güter- I )ugeS wurden beschädigt, drei davon find entgleist. Die Schuld trägt der Locomotivführer des Militärzuges, welcher I da» Haltesignal nicht beachtete.

und Sonntag Nachmittag Vor­stellungen auf dem Gebiete der höheren Salon-Magie, Spiritismus, Gedankenübertragung rc. statt, veranstaltet von Prof. I. van de Castell, bekannt und ausgezeichnet als tüchtiger Prestidigitateur. Unter vielen, fich alle lobend aus- sprechenden Berichten sei mitgetheilt, was derFrkf. Gen.- Anz." darüber schreibt: Die Soiree des ausgezeichneten Royal- Illusionisten Prof, van de Castell, welche gestern Abend im lH

$od)f$en Conservatorium stattfand, hatte einen glänzenden ihren Interessen gegenüber Großherzoglicher Regierung tone Erfolg zu verzeichnen und fand vor sehr gut besetztem Hause l

ftatt, wie e« bei bim gnten Ros hilft« Künstlers borau«iu. L--------------- ...

Wen war. Keine» der originellen und unerklärlichen Expert- Aufgaben laodwirthschaftlicher Beziehung al» veirath Groß- mente, welche der Producirende mit bewundernswerter Ge- "

totales unb provinzielles.

Gießen, den 15. Oktober 1897.

«uszeichnungen. Se. König!. Hoheit der Groß- her zog habxn Allergnadigst geruht, den Vorarbeitern Georg Büttner und Johannes Georg Stuckert und dem Fabrik- arbeiter Johannes Müller in der chemischen Fabrik E. Merck ilLn rm^abt bae Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Arbeit", dem Forstwart Michael Appel zu Schotten aus Anlaß seines ftattgehabten 50 jährigen Dienst- jubiläums den Charakter alsFörster" zu verleihen.

I. Se. König!. Hoheit der Groß her zog

haben Allergnädigst geruht, den RegterungS-Asseffor Hermann cr QU* G^ßen zum zweiten Beamten bei der In- validttäls. und AltersverficherungSanstaltGroßherzogthum Hessen" zu ernennen.

** Ernennung Zum Vorfitzenden des Schiedsgerichts KJh Sektion VI der Hessen-Nassauifchen Baugewerks- Berufsgenoffenschaft, sowie zum Stellvertreter de» Vorfitzenden der Provinz Oberhessen gebildeten Schied». ?nb forstwirthschaftlichen BerufSgenoffen-

lÜr ha6 ^"^krzogthum Hessen ist der Großherzog. Uche Kret^amimann Ernst Boeckmann in Gießen er- nennt worden.

Jnsii^ersoualien. Durch Dersügung Großh. Mini- steriuwS der Justiz ist an Stelle de» verstorbenen Großh OberlandeSgerichtSratheS Holzapfel znm Mitglied der Commisfion, die mit der Berathung der landeSgesetzlichen AuSführungsvorschristen zum Bürgerlichen Gesetzbuch befaßt ist, der Großh. OberlandeSgerichtSrath Scriba in Darm- stadt ernannt worden.

ee Der Kaufmännische Bereis hat in Gemeinschaft mit dem hiesigen Orts-Gewerbeverein al» weiteren Vortragenden für da» Winterhalbjahr den Professor Dr. Frank-Gießen

Frautfnrter Pferdelotterie. Bei der vorgestrigen Ziehung der Pferdemarktlotterie fielen die ersten 5 0 Ge- Winne auf die folgenden Nummern, die wir ohne Gewähr mittheilen: LooSnummer 4332 (Gewinnnummer 41) 7335 (7) 7685 (47) 7718 (20) 14,521 (27) 16,324 (21) 16,883 (40) 19,961 (42) 22,052 (13) 23,456 (49) 26,730 (8) 30251 (22) 21,878 (39) 36 372 (24) 39,786 (23) 42,266 (17) 45,054 (38) 45,115 (1) 46,607 (4) 47,880 (26) 57,877 (37) 61,356 (50) 64,437 (3) 69,113 (36) 70 990 (46) 72,971 (35) 72,983 (33) 75,162 (9) 76,170 (18) 76,596 (48) 79,361 (43) 80,287 (30) 80,513 (32) 83,149 (34) 83,508 (10) 84 014 (45) 87,659 (14) 89,361 (6) 89,782 (6) 94,265 (44) 95,081 (28) 98,165 (29) 100,073 (12) 102,250 (31) 104,041 (16) 104,392 (19) 106,119 (15 106,206 (25) 106,663 (11) 107,201 (2).

M Sonderbare Postkarten. Man schreibt demMainzer Anz.": Dieser Tage ging die Mitteilung durch die Blätter, daß in Bayern die au» Holz gefertigten Postkarten nicht mehr befördert würden, sondern al» unbestellbar zurückgesendet werden würden. Diese Postkartenart ist thatsächlich zu einem Unfug auSgeartet, denn kürzlich erhielt das hiesige Postamt den Deckel einer großen Cigarrenkiste als Postkarte zur Beförderung. Die Poft hat sich auch ihre» Auftrage» entledigt (?) und dem Adressaten diePostkarte" zugeftellt- da» heißt doch mit der Poft einenUlk" treiben.

Erhöhung der Dotation bei hessische» Landwirtschaft!- rath! (Landelanlschuß). Die Abgeordneten HaaS (Offenbach) nnd Genoffen haben beantragt: Die Kammer wolle beschließen, daß die im Staatsbudget für 1897/1900 eingestellte Dotation de- . K*^.eanbMiltt|,ll,a,l,ro*66 (8onbc6aulf»uS) ton jährlich ba'gegtn leinen BhÄnigifc«*'"unter^glekbreiHeKBnnjint 5000 »k. auf jährlich 15000 ®lf. erhilht «erbe. In der (einer liefe bereit« vergrößert und m weiter gegen bm

I gewonnen. Derselbe wird dem vernehmen nach am 18. No- I Begründung heißt e» u. A.: Die mit Hilfe der Bewilliguis I bembex über daS Laien-Elernent in der Rechtspflege sprechen.

Ebenso ist der ShndicuS Schloßmacher-Offenbach noch für einen BortragS-Abeud gewonnen.

**H. Stadttheoter. Der gestrige Abend war auSerfehev, uns eine» der besseren Lustspiel-Producte von Schönthau- Kadelburg vorzuführeu:Der Herr Senator", ein Stück, das dem hiefigen Theaterpublikum nicht mehr fremd ist, da e» schon mehrere Aufführungen hier erlebte, aber nach längerer | Zeit wieder gern gesehen wird. Auf eine Inhaltsangabe fann deshalb verzichtet werden. Ueber die Darstellung können wir nur LobenSwertheS berichten- die Gesammtleiftung ver­dient wirklich Anerkennung und hat un- in der Ueberzeugung bestärkt, daß Gießen mit den Darbietungen unter der Direktion der Herren Kruse-Helm wohl zufrieden sein kann. Doch nun einige Worte Über daS Spiel. Das Haupttntereffe nahm natürlich die Rolle de»Senator Andersen" in Anspruch. Herr Direktor Helm bot damit eine mit vortrefflicher Charakteristik und Routine durchgeführte Musterleistung. Nächstdem fei die Wiedergabe desDr. Gering" durch Herrn Janson, sowie diejenige desMittelbach" durch Herrn Albrecht besonders lobend erwähnt. ES kann ohne jede Schmeichelei gesagt werden, daß durch diese beiden Künstler unser Theater eine gute Erwerbung gemacht hat. Als recht befriedigend muß auch die Leistung bei Frl. Würdig als Agathe" bezeichnet werden. Von den übrigen Mitspielenden find noch hervorzuheben: Frau Direktor Kruse alsFrau Senator", Frl. Berner alsSophie Petzold", sowie Frl. v. Winter stein alsStephanie". Die Vorstellung war gut besucht und wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen.

Stadttheater. Das neue Lustspiel von Schönthau- Koppel-EllfeldDie goldene Eva" gelangt am Sonntag zur erstmaligen Aufführung. Nachdem im vorigen Winter öa» LustspielRenaissance" derselben Verfasser so außer­ordentlich gefallen hat, '