431 bei on für bat 'rußen.)
2860
MN
ttöMd aller M * jen. M8i l
AÄÄliÄiAA >il
Wfl,
s Reichhaltigste s mm il MX^' 4 vm hm«-. Mg.
ffer,
«r. 6.
•anls, Cales elc uch durch ihre e in feinsten
und Kunr Uljährlich lark.
n besseren
isen gehalten. Bahnhöfen,
lung zu haben, tsstelle der
1S$^
Dienstag den 16 Mär:
Uv. 63 Erstes Blatt
Der ' Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS.
Die Gießener AamitienVtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt.
Gießener Anzeig er
Kenerat-Mnzeiger.
vierteljähriger Aöonncmentspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expcdition- und Druckerei:
Schutftraße Wr.7.
Fernsprecher 51.
Aints- und Anzeigeblatt für den Tlveis Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.
Hratisöeitage: Hießener Kamitienötätter.
Alle Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießene-r Anzeiger" entgege«.
Amtlicher Ttzeil.
Bekanntmachung.
In den Voranschlag deS landwirthschaftlicheu Bezirks- Vereins des Kreises Gießen sind pro 1896/97 Mittel zum Bezug von Taatkartoffelu aus fremden Gegenden vorgesehen. Infolge BeschluffeS des AuSschuffeS werden die Kartoffelsorten:
Professor Märker, augeboten zu 3 Mk. pro Ceotner, Brüce, veredelte Magnum bonum, angeboten zu 3 Mk. pro Tentner, zur Anschaffung empfohlen.
Außerdem sollen noch nachverzeichnete Kartoffelsorteu: Schneeflocken, angeboten zu 3 Mk. pro Centner, Magnum bonum, angeboten zu 3 Mk. pro Centner, bei Bestellung »on 200 Centner 2 Mk. 50 Pfg. pro Centner, Weltwunder, angeboten wie vorher- Imperator, angeboten wie vorher- Früh Rosa angeboten zu 3 Mk. pro Centner, Spät-Rosa (Preis noch nicht festgestellt) auf Wunsch bestellt werden.
Bestellungen auf andere Kartoffelsorten sollen jedoch auf Wunsch der Landwirthe auch, aber nur dann auSgeführt werden, wenn ein Waggon (200 Centner) Kartoffeln von ben verschiedenen Landwirthen bestellt werden sollten. Es »trd dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht:
1) daß Anmeldungen bis Ende dieses Monats bet dem Unterzeichneten einzureichen find.
2) daß bet Bestellungen von Bereinsmitgliedern, welche den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten deS Transportes der Saatkartoffeln bis zur Eisenbahnstation Gießen, Grünberg, Hungen und Lang- GönS auf die BezirkSvereinSkaffe übernommen werden. Bet größeren Bestellungen haben die BeretnSmitglieder die Kosten des Transports der Saatkartoffeln insoweit zu übernehmen, als die Bestellung den Betrag von 40 Mk. übersteigt. Bet Bestellung eines Waggons Kartoffeln werden sich die Kosten des Transports bis Gießen auf ca. 1 Mk. 50 Pfg. pro Malter berechnen. Da fich die Transportkosten bet Bezug einzelner Malter wesentlich höher belaufen, so können Bestellungen, welche erst eiulaufen, wenn bereits zwei Waggons Kartoffeln (400 Centner) bestellt find, nicht mehr berücksichtigt werden. Ich ersuche daher die Herren Landwirthe um möglichst baldige Einreichung threr Bestellungen.
3) daß Bestellungen von Landwirthen, welche nicht Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins sind, ebenfalls auSgeführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht noch vorher Mitglieder deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins werden und sich zu diesem Behufe bet dem Unterzeichneten anmelden sollten, den vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer Bestellungen zu vergüten.
4) daß die Zahlung bei Empfang der Saatkartoffeln zu erfolgen hat, und daß für den Sack noch 30 Pfg. pro Stück zu vergüten ist.
Die Kosten für die Säcke werden für die VereinS- mttglieder auf die BezirkSvereinSkaffe übernommen. Die Herren Bürgermeister werden hierdurch ergebenst ersucht, vorstehende Bekanntmachung veröffentlichen zu laffen, Anmeldungen entgegen zu nehmen und umgehend an den Unterzeichneten etnzusenden.
Gießen, den 13. März 1897.
Der Direktor deS landwirthschaftlichen BezirkSvereinS.
E. Jost, RegierungSrath i. P.
Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände.
nn. Darmstadt, 13. März.
Die Verhandlungen werden heute mit der Berathung der Regierungsvorlage der staatlichen Baubeamten im Kunst- straßenwesen eröffnet.
Der Finanzausschuß in seiner Mehrheit beantragt die don der Regierung geplante neue Clasfificiruvg der Bau- beamten abzulehnen und nur für die Anstellung von 18 Kreis- bauinspectoren mit 61 000 Mk., sowie weitere 6750 Mk. für Vergütung an Provinzialbaubeamte, VicariatSkosten, Bureau- üiirthe rc., insgesammt 677 500 Mk. zu bewilligen. Eine Minderheit beantragt auch noch den Gehalt eines Kreisbau- »ffrsiorS für Gießen mit 3050 Mk. zu gewähren. Der AuS- schvß ist jedoch der Ansicht, vorerst die Bewilligung auf das '
Alleruothweadigste zu beschränken und nur die für die KreiSbauinspectoren erforderliche Summe in Ansatz zu bringen. — Die Abgg. Köhler, Ullrich, HaaS u. A. sprechen fich gegen Bewilligung deS Bauaffeffors für Ober- heffen aus, während die Abgg. Jöckel und Metz-Gießen sich für diesen neuen Posten eines ProviozialbauinspectorS aussprechen. — Abg. Osann spricht sich ebenfalls gegen die Creirung eines Bauaffeffors für Oberheffen aus. Für die Provinz Oberheffen könne ganz gut ein Bauinspector für diesen Posten verwendet werden. Diese Categorie von Beamten sei, soweit er eS beurthetleu könne, in nicht genügender Weise beschäftigt. Dem s. Z. genehmigten Kunstftraßen- gesetz würde er, wenn er anwesend gewesen, nicht zugestimmt haben, weil er mit der Organisation der Baubeamten nicht einverstanden sei. — Bet der erfolgten Abstimmung wurde der Antrag der Ausschußmehrheit einstimmig angenommen. Der Antrag auf Anstellung eines Bauaffeffors wird gegen acht Stimmen abgelehnt.
Die Vorlage der Großh. Regierung, betreffend die Beschaffung von Diensträumen für den KretSbau- inspector zu Alzey, wird debattelos angenommen.
Eine Regterungsforderung von 29 200 Mk. für neue, bezw. erhöhte Gehalte und Vergütungen für Professoren und Assistenten au der technischen Hochschule ruft eine lebhafte Debatte hervor. Der Ausschuß beantragt, den angeforderten Betrag zu bewilligen und zwar vom 1. April 1897 an, ferner aber die Regierung zu ersuchen, eine Erhöhung der Studtengelder an der technischen Hochschule um 20 Mk. pro Semester baldigst eintreten zu laffeo, sowie in Erwägung zu ziehen, ob nicht Ausländer (Nicht- Reichsangehörtge) für den Fall der Ueberfüllung der Hochschule, nur soweit Raum vorhanden ist, zuzulaffen seieu. — Abg. Schmeel wendet sich mit Entschiedenheit gegen das letztere Ersuchen des AuSschuffeS und betont, daß ein solches Vorgehen den Fortbestand der jetzigen Frequenz der Schule in Frage stellen werde. — Geh. Staatsrath v. Knorr stellt eine Vorlage über die Neuregelung der Colleggelder in Aussicht, da au sämmtlicheu technischen Hochschulen ein gleiches Bedürfntß hervorgetreten sei. Insbesondere sei auch geplant, einen Theil der Colleggelder den Profefforen zu überweisen. — Abg. Schröder tritt für eine Erschwerung der Aufnahmebedingungen der Hospitanten ein. Die Frage der Erhöhung der Colleggelder möge man genau prüfen und eventuell zurückstellen, da gerade die Ausländer in ihrer Heimath als die Verbreiter der Intelligenz und Wlffenschaft anzusehen feien. — Abg. Köhler stimmt für das Ersuchen, um den polnischen Juden die Aufnahme an der Hochschule zu erschweren. — Abg. Jöckel wünscht, daß die Regierung eventuell darauf Bedacht nehmen möge, daß die Ausgaben für die Hochschule nicht in's Unendliche gesteigert werden. Man müffe auch auf die Steuerkraft des Landes Bedacht nehmen. — Abg. Ullrich betont, der Ausschuß habe sich für das Ersuchen nur von der Ansicht leiten laffen, die stetige Steigerung der Frequenz der Hochschule insbesondere durch Ausländer einzudämmen. — Staatsminister Finger erklärt, daß die Regierung selbst die Meinung habe und den Wunsch hege, daß trotz des Aufblühens der Anstalt eine Steigerung der Frequenz nicht mehr eintrete. Eine Frequenz von 800 Studenten jährlich sei genügend. Dadurch würde die Leistungsfähigkeit der einzelnen Factoren erhöht werden. Schon in diesem Semester sollte eine Steigerung der Aufnahmebedingungen eintreten. Da aber andere technische Hochschulen diesen Gegenstand ebenfalls in's Auge gefaßt hätten, so sei eß bis jetzt noch nicht möglich geweien, die Sache zu Ende zu führen. Darmstadt habe ja von der Hochschule einen bedeutenden Vortheil, trage aber auch einen sehr bedeutenden Theil (11 pCt.) zur Staatssteuer bei. — Abg. Osann spricht sich mit Entschiedenheit gegen eine Einschränkung der Frequenz in irgend welcher Form aus. Was würde das Ausland sagen über einen solchen Beschluß? Man würde fich selbst damit in'S Geficht schlagen, nachdem man doch erst im Vorjahre für Vergrößerung der Schule bedeutende Summen bewilligt habe. — Nachdem noch die Abgg. Schönberger und Ullrich fich für das Ersuchen und Metz-Gießen dagegen ausgesprochen, beschließt die Kammer einstimmig, die angeforderte Summe von 29200 Mk. zu bewilligen. Mit allen gegen acht Stimmen wird hierauf das Ersuchen um Erhöhung der Colleggelder um 20 Mk. angenommen. Der Theil deS Ersuchens wegen Einschränkung der Zuloffung der Ausländer wurde vom Ausschuß zurückgezogen.
Die Regierungsforderung wegen deS Gehaltes der Volksschullehrer findet ohne Debatte Annahme und wird vom 1. April 1897 der Betrag von 970000 Mk. in'S Budget eingestellt. — Für die Errichtung einer Weberei-
Lehrwerkstätte in Lauterbach werden die erfoxöer* lichen Mittel von jährlich 4700 Mk., sowie für Einrichtung 4500 Mk. ohne Debatte bewilligt. — Damit ist die Sitzung beendigt und vertagt fich die Kammer bis zum 25. März.
Deutsche» Reich.
Berlin, 13. März. Ueber die Milttär-Straf- proceß-Ordnung erfahren die „®erL Neueft. Nachr.", daß die Verhandlungen fich noch um die obersten gerichtlichen Instanzen drehen. Ein positiver Abschluß dürfte sich indeß mit aller Sicherheit voraussehen lassen, da die in Betracht kommenden Stellen durchaus in der Angelegenheit einig find.
Berlin, 13. März. Entgegen der Forderung des Verbandes der Berliner Schuhfabrikanten nahmen die ausständigen Arbeiter zweier Berliner Schuhfabriken die Arbeit nicht wieder auf. Die dem Verbände angehörenden 37 Schuhfabriken wurden deshalb heute Abend geschloffen. 3000 Arbeiter find ausgesperrt.
Berlin, 13. März. Die „Nat.-Ztg." meldet aus Stuttgart: Justizmtnister Breitling erklärte unter lautem Beifall im Landtag, die Regierung Württembergs erwäge die landesgesetzliche Einführung einer Entschädigung für unschuldig Verurtheilte und bereite eine Ge- sindeorduung vor.
Berlin, 13. März. Wie die „Kreuzzeirung" von gut- unterrichteter Seite meldet, find die Verhandlungen der Mächte über Kreta soweit gediehen, daß aller Wahrscheinlichkeit nach schon morgen der endgültige gemeinsame Beschluß perfect werden dürfte.
Berlin, 13. März. Die „Vossische Ztg." veröffentlicht eine Zuschrift des Wirkl. Geh. Oberbaurotbs F. Adler in Berlin, des Schwiegervaters des deutschen Forschers Prof. Dörpfeld in Athen: „In der heutigen MorgennumwerIhrer geschätzten Zeitung findet fich, aus der „N. Fr. Presse" entnommen, die telegraphische Meldung, daß meine Tochter, Frau Prof. Dörpfeld, in Athen auf offener Straße verhöhnt und bedroht worden sei und daß man versucht habe, das Dörpfeld'sche HauS in Brand zu stecken. Beide Nachrichten sind unwahr. Meine Tochter hat allerdings vor 8 Tagen Athen verlassen und ist seit gestern bei uns eingetroffen. Sie ist aber niemals auf der Straße tnfultirt, noch das Haus des k. deutschen ärchäologischen Instituts, welches der ver- wittweten Frau Dr. Schliemann gehört, mit Brandlegung bedroht worden."
Berlin, 13. März. Die „Kreuzztg." meldet aus Wien: Die hiesigen maßgebenden Kreise halten an dem Entschluß fest, jeder Action gegen Griechenland beizutreten, der jedoch keine neuerliche Antwort an Griechenland vorhergehen dürfe, da weitere diplomatische Verhandlungen nach dem Ultimatum der Großmächte unzulässig seien. Aus Rom wird demselben Blatte gemeldet, daß die Mächte augenblicklich über den Bor- schlag der internationalen Besetzung Kretas verhandeln, während welcher ein provisorischer, von den Mächten zu ernennender Civil- und Militär-Gouverneur die Regierungsgewalt auSzuüben hätte.
Köln, 13. März. Der Wiener Correspondent der „Köln. Ztg." erfährt, daß die Mächte keineswegs noch eine Note nach Athen richten werden, sondern die Blokade veranlassen. Alle Mächte außer Frankreich hätten bereits zugestiwmt, doch werde sich dieses sicher nicht durch die parlamentarische Minderheit von Europa, namentlich nicht von Rußland trennen lassen. Unrichtig seien die Meldungen, daß jede Großmacht V, von Kreta mit 1000 bis 2000 Manu besetzen solle, es handle fich nur um die Besetzung der festen Küstenplätze. Man hoffe, daß schon die Blokade griechischer und kretischer Häfen ge- nügen werde, Griechenland zum Rückzug zu zwingen. Die Blokade werde eine friedliche sein, wenn die griechischen Schiffe gehorchen- andernfalls würde man eine Beschießung nicht aus- schließen. In weiterer Folge käme erst die Ernennung eines Gouverneurs und die Beauftragung zweier Mächte, etwa Frankreich und Italien, mit der Besetzung Kretas in Frage.
Köln, 13. März. Der „Köln. Ztg." wird aus Paris gemeldet: Der Gemeiuderath beschloß mit 48 Stimmen Majorität trotz der Einwendungen deS Präfecten die Absendung einer ErmuthigungSadresse an Griechenland.
Bremen, 13. März. Der „Norddeutsche Lloyd" erhöhte die Zwischendecksfahrpreise für Schnelldampfer auf 160 Mk., für Postdampfer auf 150 Mk. Diese Preisfest, setzung tritt am 18. März in Kraft.
An-land.
Christiauia, 13. März. DaS Budgetcomits deS Storthing bewilligte einstimmig die Summe von 4000 Kronen für jeden der 12 Gefährten Nansens und von je 3000 Kronen


