eutlastung noch folgenden Beschluß an: 1. Der Abschluß einer LebenSoerficheruvg ist allen Landwirthen, welche die Prämie dauernd zahlen können, namentlich in jüngerem Lebensalter, dringend zu empfehlen. 2. Die LebeuSversiche- rung kann nicht dazu dienen, überschuldete Grundbesitzer schuld- los zu machen. 3. Die Lebensversicherung ist niemals in dem Sinn: eine Schulderleichterung, daß durch dieselbe die laufenden Jahreslasten geringer werden. 4. Die Lebens« Versicherung bietet ein fiteres und empfehlenSwertheS Mittel, Schulden ohne Amorti-ation in absehbarer Zeit zu tilgen, wenn eine Ueberschuldung noch nicht vorliegt und die Jahres« last der Prämien getragen werden kann- sie ist unter dieser Voraussetzung zu Schuldentlastung sehr geeignet. 5. Die hervorragende Bedeutung der Lebensversicherung für die Land- wirthschaft beruht auf dem Umstande, daß dieselbe in wirk« samster Weise zur Verhütung künftiger Verschuldung und zur Erleichterung des Erbübergangs dient und insbesondere die Erhaltung des Grundbesitzes in der Familie des ErblasierS erleichtert. 6. Die LebenSoerficherung stärkt den Personal- eredit des Versicherten. 7. Ein Bedürfniß zur Errichtung einer neuen, ausschließlich aus Landwirthe beschränkten Lebensversicherung besteht nicht. 8. Grundsätzlich bieten BerficherungS- anstalten aus Gegenseitigkeit den Versicherten größere Bor- theile als Actienqeseü>chaften. Jndefien ist keines dieser beiden Systeme absolut zu verwerfen oder zu empfehlen. S. ES ist von den LebenSverficherungSanstalten zu verlangen und bei Abschluß von Verträgen mit denselben darauf hin- zuwtrken, daß die relativ längere Lebensdauer der Landwirthe durch E-mäßigung der JahreSprämten angemeffeu berücksichtigt wird. 10. Die Form und An der Versicherung ist nach Lage jedes einzelnen Falles zu wählen, nur im Allgemeinen ist jüngeren Landwirthen eine abgekürzte Veificherung, älteren eine einfache Versicherung auf den Todesfall zu empfehlen. Ferner wurde dem Vorstand anheimgegeben, die deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaften zu gemeinsamer Berathung mit Vertretern deS deutschen LandwirthschaftSrathS einzuladen zwecks Klärung der Anfichten über die Bedeutung der Lebens- verficherung für die Landwirthschaft und zwecks Feststellung der Grundsätze, nach denen die Versicherungsbedingungen ab- zufafien find, insbesondere die Höhe der Prämien für die Lebensversicherung der Landwirthe zu berechnen ist.
Magdeburg. 13. Februar. Wie hier verlautet, beab- fichtigen die deutschen Zuckerraffinerien wegen Erhöhung der französischen Ausfuhrprämie auf rasfinirteu Zucker bei der Regierung vorstellig zu werden und für den Fall, daß die Verhandlungen wegen internationaler Abschaffung der Zuckerausfuhrprämien ergebnißloS verlaufen sollten, ebenfalls eine Erhöhung der Ausfuhrprämie auf deutschen Zucker zu erreichen.
Frankfurt a. M, 13. Februar. Die »Franks. Ztg." meldet auS Chur: Lawinenstürze richten in der Qft- schweiz großen Schaden an. Mehrere GebirgSdörfer Grau- büudens find tagelang von allem Verkehr abgeschnitten. Die Post hat ost stundenlange Verspätung. Zwei Männer, welche beim Fluelapaß verschüttet find, wurden noch nicht aufgefunden. Seit einigen Tagen herrscht Thauwetter, wodurch sich die Gefahr noch vergrößert.
München, 13. Februar. Das deutsche Theater steht nahe vor dem Zusammenbruch Ein Gläubiger hat bereit- den Antrag auf Subhastation gestellt, während von Anderer Seite versucht wird, alle Forderungen aufzukaufen. Eommerzienrath Hänle, welcher fich thatsächlich in einer Irrenanstalt befindet, bezw. deffen Rechtsnachfolger, soll alle Zahlungen eingestellt haben.
München, 13. Februar. Der bayerische Landtag wird im kommenden Herbste wieder zusammentreten und macht man fich wieder auf eine ziemlich lange Dauer deffelbeu gefaßt. Eine der ersten demselben zugehenden Vorlagen wird jene über die Errichtung einer staatlichen Pserdeverficherung sein. Wie eS heißt, soll auch die Regentschaftsfrage zur Erörterung kommen.
Anstand.
Dien, 13. Februar. Mit Rückficht auf die Vorgänge in Griechenland beorderte Graf GoluchowSky den LegationS- Gecretär Grafen Szechenyi auS Konstantinopel nach Athen, um die Leitung der dortigen österreich-ungarischen Gesandtschaft zu Übernehmen. Der Graf ist als gründlicher Kenner der orientalischen Verhältnisie bekannt, da er schon früher in gleicher Eigenschaft dort thäkig war.
Krakau, 13. Februar. Wie anS Warschau berichtet wird, ist die Kaserne des HeraSky Infanterie-Regiments abgebrannt. 15 Soldaten kamen in den Flammen um. Zehn andere, die aus den Fenstern sprangen, erlitten lebensgefährliche Verletzungen.
Ä«m, 13. Februar. In vatikanischen Kreisen verlautet, daß daS Staat«.Oberhaupt einer Großmacht im Vatikan angefragt hat, ob und unter welchen Bedingungen der Papst in die Orientfrage eingreifen würde.
Mailand, 13. Februar. Im Auftrage Griechenlands find in Brindifi vier griechische Offiziere zum Ankauf von einigen hundert Maulthieren augefommen. Die Offiziere sollen beabfichtigen, fich später auch nach Ungarn zu begeben, um dort Pferde anzukausen.
Pari«, 13. Februar. Von gut unterrichteter Seite wird die Nachricht, wonach die Großmächte den Beschluß gefaßt hätten, die griechische Torpedoflottille nach dem Piräus zurückzueScortiren, als falsch bezeichnet.
P-ril, 13. Februar. »Petit Journal" veröffentlicht einen demerkenSwerthen Leitartikel, betitelt: Unser Bündniß mit England. DaS Blatt weist darin nach, daß ein französisch rusfisch-englischeS Bündniß Frankreich zum Abgründe führen würde. Wie die Geschichte beweise, habe England die Gunst Frankreichs nur zu dem Zweck nachgesucht, um ungestört gegen Frankreich rüsten zu können.
Loudon, 13. Februar. Nach hier vorliegenden Meldungen auS Konstantinopel hält man daselbst die Her
stellung friedlicher Zustände aus Creta nur durch eine europäische Besetzung möglich.
London, 13. Februar. »Daily Telegraph" meldet, baS russische Mittelmeer - Geschwader habe Befehl erhalten, nach Creta abzugehen.
London, 13. Februar. Die »Times" melden, daß vier griechische Torpedoboote und ein Transportschiff unter dem Commando deS Prinzen Georg in Cavea angekommen find. Ein türkischer Dampfer wurde bei Kiffamo von den Christen beschossen. Die muselmanikche Bevölkerung ist in der Festung Kiffamo belagert. Gestern beschossen die Christen daS Arsenal von Sude, mußten fich aber zurückziehen. Zwei Christen find in Sude in einem Kloster eingesperrt.
Petersburg, 13. Februar. Aus allen Theilen des Reiches laufen Meldungen über heftige Stürme und starken Frost ein. In und um Odessa hat, dem „Regierungsboten" zufolge, ein starker Sturm, verbunden mit Regen und Frost, sämmtliche Telegrapbenlinien beschädigt.
Athen, 13. Februar. Die Vereinig ung mit Griechenland ist nunmehr in allen Theilen CretaS pro ciamirt. In Herakleion haben die Griechen nunmehr die Stadt verlassen. Hier herrscht große Bewegung. DaS 1. und 7. Infanterie Regiment werden marschbereit gehalten.
Konstantinopel, 13. Februar. ES geht daS Gerücht, die griechischen Schiffe hätten in Candia zum Schutze einer Kirche Mannschaften an- Land gesetzt, welche von den Türken angegriffen wurden. Daraufhin habe der griechische Admiral befohlen, daS Feuer zu eröffnen.
WolffS telegravhiicheS $orrefp6nbexi«8*rc«M. z
Berlin, 14. Februar. Die Vertreter Deutschlands bei der internationalen Pest-Conferenz find gestern Abend nach Venedig abgereist.
toten, 14. Februar. Dem Wiener k. k Telegraphischen Corresp.-Bureau wird auß Kanea gemeldet: Die Christen begannen gestern um 4 Uhr die Vorbereitungen zum Angriff auf Kanea mit der Besetzung der naheliegenden Höhen. Bei dem Beginn des Geplänkels verließ Berowitsch-Pascha mit 30 Montenegrinern die Insel und begab fich an Bord eines russischen Kriegsschiffes.
Athen, 14. Februar. Der Minister deS Auswärtigen, SkufeS, erklärte in feiner Antwort auf die Vorstellungen der Gesandten der Mächte, daß die griechische Regierung in voller Erkenntniß der Lage nicht gezögert habe, die volle Der- antwortlich kett für die getroffenen Maßnahmen auf sich zu nehmen. — Ein griechischer Dampfer ist in der vergangenen Nacht mit 1500 Flüchtlingen in Shra angenommen, welche auf daS Drangen des Cornmandanten MiauliS und deS griechischen und englischen ConsulS Herakleion ver- laffen haben.
Athen, 14. Februar. Gestern Nachmittag schiffte fich eine Truppenadtheilung, bestehend aus einem Infanterie-Regiment, einer Compagnie Sappeure und einer Batterie im PträuS unter begeisterten Kundgebungen der Menge ein. Der Kronprinz ließ die Truppen an fich vorbeimarschieren und hielt eine Ansprache an dieselben.
Athen, 14. Februar. Hier liegt eine Meldung vor, wonach die Christen auf die Festung in Kanea Kanonenschüsse abgefeuert haben.
Depeschen deS Bureau „Herold."
Hamburg, 14. Februar. Der Verein Hamburger Rheder hat gestern beschlossen, die Löhne der Matrosen auf 55, der Heizer auf 65, der Trimmer auf 55 bezw. 45 Mark monatlich zu erhöhen.
Pola, 14. Februar. Nach einem hier angelangteu telegraphischen Befehl ist die Ausrüstung und Bereitstellung des Kreuzers „Kaiserin Elisabeth", eines Torpedo- AvisoS und dreier Torpedoboote angeordnet worden.
toten, 14 Februar. Dem „N. W. T." zufolge feuerten JnfurgententnCaneaaufdte österreichische Gendarmerie- Commission. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt bisher nicht vor.
Eharleroi, 14. Februar. Anläßlich der Äusbebung kam eS gestern zwischen Conscribirten der beiden Dörfer Dampremy und Lodeltnsara zu einer blutigen Schlägerei. Drei Conscribirte blieben tobt am Platze, toter wurden tödtltch verwundet tn's Spital gebracht. Die Gendarmerie war nicht im Stande, den Krawall zu verhindern.
Bukarest, 14. Februar. Der Ministerpräsident Aurelian gab auf eine Interpellation hinsichtlich der Vorgänge im Orient die Erklärung ab, daß seiner Meinung nach von einem allgemeinen Kriege nicht die Rede sein könne. Falls es wirklich zum Kriege tarne, so würde sich derselbe allein in der Türket und Griechenland abspielen.
Konstantinopel, 14. Februar. Im Paläste des Sultans sieht man mit Bangen den nächsten Tagen Entgegen, da man befürchtet, daß di; fanatische muselmännische Bevölkerung, durch die aus Griechenland einlaufenden Meldungen in Erregung versetzt, ihrem Haffe gegen alle hier weilenden Fremden von neuem in wüsten Straßenscenen Luft machen könnte. Hierdurch und durch ihn bedrohende Broschüren beunruhigt, weigert fich der Sultan beharrlich, seinen Palast zu verlassen. DaS Ersuchen des SultanS an den Scheik Uel Islam, den Mantel des Propheten in den Palast bringen zu lassen, wurde abgelehut. Mit größter Beforgniß sieht man hier dem bevorstehenden Ramazanseste entgegen.
Brüssel, 15 Februar. Die belgischen Rrtegerbereine beschlossen unter Vorsitz deS Generals Brialmovt, eine Adresse an den König zu richten, worin unter Hinweis auf die drohenden kriegerischen Verwickelungen eine sofortige Reorganisation der belgischen Armee gefordert wird.
toten, 15. Februar. Dte Situation im Orient wird als lehr prekär bezeichnet. Die offictelle Meldung über die militärischen Vorbereitungen in Rußland wird als maSkirte Mobilistrung aufgefaßt. Ein Krieg zwischen Griechenland
und der Türkei scheint nnvermetdlich zu fein. Ein türkischer Diplomat erklärte, die Türket wolle fich die Herausforderungen Griechenlands nicht länger gefallen lassen. Ein Konstantinopeler Bericht besagt, daß dort die große Reformfrage vollständig in den Hintergrund getreten ist, man beschäftige fich derzeit nur mehr mit Krtegsvorberettungen.
Poris, 15. Februar. Ein griechischer Kreuzer beschoß ein türkisches Schiff, welches Truppen nach Melino führte.
Ports, 15. Februar. Der »GauloiS" erzählt, die Creta- frage werde wabrschetnlich eine ungeahnte Lösung finden, nämlich durch die Ernennung deS Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta, welches unter der Oberherrschaft des Sultans verbleibe.
Ports, 15. Februar. Der Ehefchetdungspr ozeß in einer höchsten aristokratischen Familie erregt großes Auf« sehen. Der betr. Gemahl hat seiner Frau für 40000 Frc. Juwelen gestohlen und diese seiner Geliebten geschenkt. Der Propst, von welchem man die Nichtigkeitserklärung der Ehe erbeten, lehnte eine Intervention ab, weil der Ede- scheidungSprozeß bereits eingeleitet fei.
Paris, 15. Februar. Noch der Durchberathung deS Budgets und nach Beendigung der Interpellationen wird durch denAtgeordneten Noquet eine große f o ctolp o litifcbe Debatte in der Kammer hervorgerufen und zwar über den SocialiSmuS und andere foctalistifche Systeme Abgeordnete aller Parteien werden in die Debatte eingreifen.
Athen, 15. Februar. Bei Haleppa fand neuerdings ein Zusammenstoß zwischen Muhamedanern und Christen statt. — Im PiränS schiffte fich gestern ene Truppen« abtheilung nach einer Ansprache deS Kronprinzen ein.
WB. Athen, 15. Februar. HavaSmeldung. ES verlautet, daß eine griechische Truppenabtheilung in Kreta gelandet sei.
CocaUs unö provinzieller-
Gießen, den 15. Februar 1897.
** Empfang. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen am 13. Februar u. A. den Geheimen Medicinal- rath Pros. Dr. Gasfky von her LandeSuniverfität und den Geheimen Medieinalrath Prof. vr. Bostroem von der Landes- Universität.
Bon der Univerfitat. Geheimrath Gaf f ky ist gestern nach Berlin abgereist, um daselbst die Vorbereitungen für die wissenschaftliche Expedition nach Bombay zu treffen, wohin er thunlichst bald die Reise mit den ihm beigeordneten Herren anzutreten gedenkt.
♦ ♦ Parlamentarisches. Ja der Sitzung der Zweiten Kammer oom 12. d. Mts. wurden die vier Ausschüsse, je nach dem Verhältuiß der Stärke der einzelnen Parteien tn der Kammer, von denselben besetzt, wobei die Nattonalliberalen im Ganzen die Hälfte der Ausschußmitglieder stellen. Eine Reihe von Reclamattonen gegen erfolgte Neuwahlen lief bei der Kummer ein, bann viele Anträge von einzelnen Adgeord- neten, z. B wieder derjenige für Einsührung einer hessischen Staatslotterie, ein solcher der Abgg. schroeder, Graf Oriola und Westernacher, lautend: „Wir beantragen: Gr. Regierung zu ersuchen, den Ständen bald Vorlage zu machen, durch welche allen vor dem 23. Juli 1890 pensionirten DolkSschullehrern im Lande, welche zur Zeit weniger als 1000 Mk. an Ruhegehalt beziehen, eine Pension bis zu dieser Höhe mit Wirkung vom 1. Januar 1897 an gewährt wird." Auch der Antrag auf Einführung direkter Land- tagSwahlen ist wieder gestellt worden.
Sin neues Dieustgebäade zur Aufnahme des Steuer- commiffariatS und der beiden DiftrictSeinnehmereien mit Wohnung für die betr. Beamten soll demnächst in Gießen errichtet werden- Verhandlungen wegen der Platzfrage find bereits im Gange.
• • Auszeichnung. Dem seit 20 Jahren in Gießen (früher in Trier) erscheinenden »Handelsblatt für Walderzeugnisse", Zeitschrift für Holzhandel und Holz. Industrie, Forstwirthschaft und Jagd, Herausgeber und Re« dacteur Herr Eugen Laris hier, ist von der Jury der Internationalen Ausstellung vom 16. bis 27. September 1896 im Meß Palast zu Berlin die goloene Medaille zu- erkannt worden.
• *Pr. Concertvereiu. Für baß gestrige vierte Concert beß (Soncertöereinß war daß Wiener Streichquartett der Damcn Marie Soldat Roeger, Tlly Finger- Baileti, Natalie Lechner-Bauer und Luch Herbert ° Lampbell gewonnen worden, ein Ensemble, daß sowohl durch den guten künstlerischen Ruf, der ihm voraußging, als auch durch die Eigenart, daß eben nur Damen die Ausführenden des Concertls waren, eine große Anziehungskraft ausgeübt und den Saal des Gesellschaftsvereins ziemlich gefüllt hatte. Die Stre chquartette von Hay^n, Cherubini und Beethoven, welche sich die Damen zum Vortrag außerfehen hatten, boten in ihrer Zusammenstellung viel deS Abwechslungsreichen und Interessanten und hielten die Zuhörer in dauernder, andächtiger Aufmerksamkeit. Die am Anfang und am Schluß gespielten Quartette von Haydn und Beethoven find köstliche Tonperlen dieser unvergleichlichen Altmeister, die bei kunstverständiger Wiedergabe das Herz eines jeden Musikfreundes unbedingt erfreuen müssen. DaS D-moll Quartett von Cherubini enthält ebenfalls große Schönheiten, zeigt aber nicht die übersichtliche Klarheit des Aufbaues wie die eiftgenannten Werke und vermochte in Folge dessen baß Publikum auch nicht befon- bers zu erwärmen. Nur im Miitelfotz beß Scherzo (moderato sans lenteur) und im Finale vermag der Componift daß Herz beß Zuhörerß unmittelbarer zu rühren. Die Wieder« gabe ber einzelnen Werke burch die vier Künstlerinnen war nicht überall gleich- zwar war baß Zusammenspiel, welcheß sowohl die Primgeigerin Frau Sol bat Roeger alß auch die Vertreterinnen ber übrigen Stimmen alß tüchtige Meiste- rinnen auf ihren Instrumenten erkennen ließ, fast überall


