letzten Feldzüge theilgenommen haben und deren Einkommen 1200 Mark jährlich nicht übersteigt, von den Steuern zu befreien.
* Nordhauser», 7. Januar. Eine Anzahl, den besten htefigeu Kreisen angehöriger junger Mädchen, worunter, dem Vernehmen nach, auch mehrere Schülerinnen, hatten ohne jeden sichtbaren Grund die Tochter eines in dem betreffenden Stadttheile wohnhaften mittleren Eisenbahnbeamten durch üble Nachrede öffentlich verdächtigt. Der Vater des schwerbeleidigteu jungen Mädchen- bekam von den Gerüchten Wind, griff kräftig in da- Wespennest, und zog die jungen Dämchen zur Verantwortung. Eine lange Reihe von Sühoe- verhandlungen, die mit ziemlich beträchtlichen Vergleichssummen abschloffen, war die nächste Folge. Doch wird, wie man hört, ein Theil der Angelegenheit noch vor Gericht auS gefochten werden. Die Folgen ddS grundlosen Klatsches halten eine grobe Zahl unserer besten Familien nun schon wochenlang in Unruhe und Sorge. Hoffentlich nehmen fich die jungen Dämchen für ihr künftiges Leben an dem Der- laufe dieser Sache ein warnendes Beispiel für ihre Zukunft. Denn selten hat böser Kränzcheuklatsch schon irgendwo so viel Unheil gestiftet, als hier in Nordhausen.
• Aos Bayern, 11. Januar. Im Bayerischen Wald (Niederbayern) herrscht unter den unteren Schichten der Bevölkerung große Aufregung. An den Weihnachtsfeier- tagen zog ein hellleuchtendes Meteor unter starkem Geräusch über die Gegend; acht Tage darauf kam ein Erdbeben, für den Bayerischen Wald ein Novum. Die Leute laffen es sich nicht nehmen, daß das Vorbedeutungen böser Dinge sind.
* Kaiferslautero, 12. Januar. Die Weinhändler Gebrüder Blum hatten aus Zucker, Säure und anderen Zuthaten eine plumpe Nachahmung von Himbeer-, Erdbeer-
und Eitronensaft hergestellt und als echten Fruchtsaft in den Handel gebracht. Sie wurden von der Strafkammer wegen NahruugS mittel fälsch ung zu 170 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte je einen Monat Ge- fängniß beantragt. Der Lehrling Falk erhielt wegen Beihilfe 10 Mk. Geldstrafe.
Bei der Redactiou eiugegaugeue Bücher re.
— Hebet tootibe* Berhältnitz z« Shakespeare. Rede zur Feier bes GeburlstageS Sr. Köntgl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig und Ihrer König!. Hoheit der Großherzogin Victoria Melita von Hoffen und bei Rhein am 25. November 1896 in der Aula dec Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt gehalten von Prof. Dr. Otto Harnack. Verlag der I. C. Herbert- schen Hofbuchdruckerei in Darmstadt.
— Die feierliche Uebergabe de» RectoratS der Großb. Technischen Hochschule zu Darmstadt für das Studienjahr 1896 97 am 20. Oktober 1896. Inhalt: Bericht über die Studienjahre 1893/94 bis 1895/96. Die Entwickelung der Locomotive. Antritts- Rede. ____________
Da» Bürgerliche Gesetzbuch sammt Etusührungsgesetz. Mit Einleitung, Register, BUdmssen und Selbstschrtfr. HerauS- gegeben von Prof. Dr. Ehr. G. Hottinger. Berlin W. Selbstverlag des Verfassers. 180 Seiten 8°. Piels 30 Pfg.
Citeratue und Kauft
— Auto« Rubinsteins litterarischer Nachlaß. In dem soeben zur Ausgabe gelangten Heft X der bekannten illustrirten Zeitschrift „Vom Fels zum Meer" (Stuttgart, Union Deutsche Verlagsgesellschaft) findet sich der Anfang der mit so viel Spannung erwarteten Publikation des litterarischen Nachlasses Anton Rubinsteins vor. In der Vorrede des Herausgebers, des bekannten Concert- oirectors Hermann Wolf, werden die Gründe dargelegt, welche Rubinstein bestimmten, dieses „Bekenntniß* bet Lebzeiten im Pulte zu bewahren. „Nicht die Furcht vor der Debatte veranlaßte ihn zu diesem
Vorgehen; es war vielmehr die Erkenntniß seines eigenen Wesens, die ihn bestimmte; von Ansichten, die er sich einmal gebildet hatte, war er nie mehr abzubringen. Er wußte, daß er nicht zu überzeugen war, und da er die Nutzlosigkeit jeder Controverse bei seinem von ihm selbst so unbefangen beurteilten Ebaracter kannte, so behielt er das Manuscript im Pulte, befriedigt, das niedergeschrtebm zu haben, was er gedacht Er hatte sich befreit." Die Sammlung dieser Urtheile über Kunst und Leben nannte Rubinstein In characleristtscher Weise , Gedankenkorb'; in ihr vereinigte er alles, was ihn bewegte, ohne auf systematische Ordnung Rücksicht zu nehmen. Einige Citate auS dem vorliegenden Hefte laffen erkennen, mit welcher Offenheit auf der einen Seite, mit wie großem Geiste auf der anderen Sette Rubinstein über die Dinge urlheilte. zugleich bieten die auf sein eignes Leben sowie seine künstlerische Stellunbezüglichen Aphorismen, welche die Publikation enthält, einen interessanten Beitrag zur Ebaracteristik des großen Künstlers: „Was ist schlechter? Mit überfülltem. Magen und einiger Schlafsucht in» Theater zu kommen, ober mit leerem Magen und einer Sehnsucht nach dem Schluß?" — Beides hängt ab von der Effenszett — arme Kunst!" — „früher waren überall meist kleine, häßliche Concertsäle und Theater, aber große Künstler — jetzt sind überall meist große, glänzende Concertsäle und Theater, aber....." — „Man schickt
mir Gedichte zum Componiren ein, das kommt mir vor, als stellte man mir Mädchen zum Verlieben vor. Man sieht zufällig ein Mädchen, es gefällt einem, man verliebt sich in sie. — Aber beides aus eigenem Antrieb, nicht auf Fürbitte." — „Ich ziehe eine Damen- Gesellschst einer Herrengesellschaft vor, und doch ist mir ein Wald lieber als ein Blumengarten. —" — „Die Photographie verhält sich zur Malerei, wie sich der Klavterauszug zur Partitur eines musikalischen Orchester- oder Vocrlwerkes verhält." — „Schreiben ist Befriedigung — Druckenlassen Verantwortung." — „Was ist Dichtung? — es reimt sich, ist aber nicht so — und Wahrheit? e8 reimt sich nicht, ist a^er so " — „Das Regieren soll eine schwere Last, ein sorgenvolles Amt sein — und doch sind Abdikationen höchst selten in der Geschichte zu finden — es scheint doch auch Annehmbares und Angenehmes in der Stellung eines Monarchen zu liegen." Wir schließen hiermit diese Blüthenlese und verweisen unsere Leser auf das Heft von „Vom Fels zum Meer", dessen schöner Inhalt durch die Aufnahme dieser Publikation einen neuen großen Reiz gewonnen hat.
Richard Loewenthal & Co.
Bahnhofstraße 1 Giessen Bahnhofstraße 1.
empfehlen zur
ItS* Ball-Saison
ihr reichhaltiges Lager in 521
farbigen Seidenstoffen, Sammeten und Matz-Artikeln.
Größte Auswahl in: Maskerade-Artikeln, Handschuhen, Cranatten, Flickerei-Roben, weihen Röcken, RWen, Spitzen,
Neuheiten in Ball Echarpes und Tüchern re.
' Zu bekannt billigen Preisen.
ver-
20
91
147
Eames, Förster.
633
31
1835
486
4
70
8
«n»edot der «rdeitnehmer.
Heyer.
626
Schneider.
621
1 Schneider
2 Schreiner.
1 Bäcker.
1 Schlaffer.
156
205
6
117
5
4
474
30
7
1
200
1980
23
Burgwald, Gern. Winnerod, steigert werden:
ii H n
18
55
Kiefern-Stämme mit 14,71 fm, darunter sind sehr fchöneSchnitt- hölzer von 32—50 cm Durchmesser.
n
H
19,9 rm Nadelknüppel, rm Eichen-, 115,7 rm Nadel- Stöcke,
Buchen-, 900 Eichen-, 1635 Nadel-Wellen,
Schichten Lärchen-Stangen von 5 m Länge, verwendbar zu Gartenzäunen,
Buchen-Stämme mit 4,59 fm,
Der Anfang ist Morgens 10 Uhr im District Burgwald auf der Straße von Winnerod nach Lindenstruth.
Winnerod, den 15. Januar 1897.
a) Bau- und Werkholz:
i Eichenstämme von 14—25 cm Durchm. und 6—13 m Länge — 5,68 fm,
Kiefern- und Fichtenstämme von 13—37 cm Durchm. und 8 bis 18 m Länge — 59,82 fm, Fichten-Derb- und Reisstangen, — 6,88 fm;
b) Brennholz:
rm
ii
Gießen, den 9. Januar 1897.
Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff.
rm Buchen-Scheiter, rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Knüppel,
rm Buchen-, Eichen« und Nadel- Stöcke,
Buchen-, Eichen und Nadel- Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf der Kreisftraße Oppenrod-Albach bet der Seifwiese.
Bemerkt wird, daß das Brennholz von Mittags 1 Uhr zum Ausgebot kommt.
Oppenrod, den 14. Januar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Oppenrod.
Balser. 619
Die Zusammenkunft und der Anfang ist in der Schweinstallsheege beim Pflanzgarten.
Lich, am 11. Januar 1897.
Großherzogliche Bürgermeisterei. 526 Heller. -
9216] Zwei Stück Land in meine» Garten am Nahrungsberg zu verkaufe«.
Nähere« «aplaneiOLff« 11«
Holzversteigerung.
Künftigen Donnerstag, den
21. Januar, sollen im District
Holzversteigerung.
In dem Freih. v. Rabenau'schen Revier Friedelhausen sollen Mittwoch den 20. d. Mts. in den Districten Burgwald, Spieß und Hainbuch versteigert werden:
34 Eichenstämme mit 26,32 cbm, bis 51 cm Durchmesser, zu Bau- und Schnittholz, und 43 Eichenstämme mit 5,06 cbm, zu Wagnerholz und Gartenpfähle geeignet, 30 Fichtenstämme mit 5,74 cbm, 371 Fichten - Derbstangen mit 11,63 cbm und 1970 Fichten- Retsftangen, zu Bohnenstangen geeignet, sowie 206 rm Buchen-, Eichen- und Kiefern-Scheit und -Knüppel, 15685 bergt Wellen und 35 rm Buchen und Etchen- Stöcke.
Die Zusammenkunft findet Vormittags 91/2 Uhr am Ausgang der Kreisstraße Friedelhausen auf die Marburgerstraße im District Burg- wald statt.
Friedelhauseu, den 15. Jan. 1897.
Holzversteigerung.
Freitag den 22. Januar l. I., von Vormittags 9*/2 Uhr, soll im Oppenroder Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
Die Kch-Nklsteigkknns vom 13. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 22. b. Mts. bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werben. Die Ueberweisung bes Holze» erfolgt Samstag ben 23. b. Mts., Vormittags 8 Uhr.
Gießen, ben 14. Januar 1897. Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
Ulmen-Stamm „ 0,37
Fichten-Derbstangen 12,60 Fichten-Bohnenstangen,
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Garteuftraße 2.
Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf bie Bestimmungen in § 25 ber Wehrorbnung werben alle im Jahre 1877 geborenen Militärpflichtigen, sowie bie in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt •ber welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt ober ihrer Be- freiung vom Militärbienste noch keine befinitive Entscheibung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und- Wirthschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst boten, Fabrikarbeiter ober in ähnlicher Eigenschaft sich bahier aufhalten, hiermit aufgeforbert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in bie Rekru tirungsstammrolle in ber Zeit vom 10. bis 25. Januar d. I. bei ber Bürgermeisterei bahier im Zimmer Nr. 13 zu melben unb habet, wenn sie bahier nicht geboren sinb, ihren Geburtsschein, unb wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs- fchein vorzulegen.
Zugleich wirb barauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche bie Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von bet Theilnahme an ber Loosung ausgeschlossen unb ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung usw. für verlustig erklärt werben. Bezüglich ber zur Zeit ber Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sinb beren Eltern, Lormünber, Lehr-, Brob« ober Fabrikherren zu diesen Anmelbungen verpflichtet Ferner wirb bemerkt, baß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grunb bes § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f unb g ber Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, ba verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Nachfrage der «rdeitgeder.
1 Schuhmacher.
1 Weißbinder.
2 Lauffrauen.
15 Dienstmädchen.
1 Bürstenbinder, bei wöchentl Rerflütq.
1 filt. Person zur Führung de« Haushalts.
2 tüchtige Pferdeknechte nach AuSwärtS.
1 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 2 Schlaffer-,
2 Buchbinder-, 1 Schmied-, 1 Glaser-, 1 Schneider-, 1 Schreiner-Lehrling
1 Friseurlehrling nach Auswärts.
®*ectlwn: *• — Srvtf nnd Btritg der Brühfschen Ed Steindruckerei (Pietsch L Echeyd,) in Gießen.
r^ersteigenjngerL11!
Holz-Versteigerung
im Kicher Stadtwald.
Mittwoch den 20. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollt n im Licher Stadtwald, District Dicke- stall, versteigert werden:
401 rm Buchen-, 17,2 rm Eichen, 10 rm Linden-Scheiter,
118,6 rm Buchen-, 79,3 rm Eichen-, 10 rm Linden-Knüppel,
168,8 rm Buchen-, 151 rm Eichen, 16 rm Linden Stöcke,
4700 Buchen-, 3230 Eichen-, 1346 Nadel-Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf ber Nieber-Bessingener Schneise, wo auch ber Anfang gemacht wirb.
Donnerstag, 21. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnenb, sollen im District Unterspeierlingskopf versteigert werben:
5,6 rm Buchen-, 2 rm Eichen-,
Buchen-Scheit, Buchen-Prügel, Nabel- „ Buchen Stöcke, Nabel- „ Eichen- „ Buchen-Reiser, Nabel- „
Omnibus-Verbinduna•S,a6rpreiL1LSfe
Dtl nucnöB io Uhr. Abonnement billtae
Ante A Marburgerstraße-Bahnhof und zurück.
Linie B Grünbergerstraße—Bahnhof und zurück.
Ani« P Bou und nach Wieseck nach besonderem Fahrpl«.
6 vserdeknechte. 1 Kutscher.
4 Lauf bezw. HauSburschen.
1 Lagerarbeiter.
4 Lauffraue«.
2 Taglöhner.
3 Dienstmädchen.
1 Köchin. 1 Kindermädchen.
1 Stütze der Hausfrau bezw. Laden- gehülstn.
lirji
ftlN AN lrc " bngtltS'-
Der
*ff
„nah-""'
l UNtssevd M tztzköM
ffilr br m d°s Se
1. Da Sch
stau
2. &il aus Frau Dem an m
3. Uebn des 8 närpo der [
Gießen
Q
|g Frankfnrl
euch- ver
Veit.: Wie o
Av an dir Gt Dir vor btt Joittessr melnben wo wachen.
Gefmfi
U Schnupslabl Taschentücher, II PserdekMW Gießen @
163. tyi 8uf der X de; 3nnei
... Züscher
Wemofrc
Ma ischt lei and in iS! mit b, » W übe unb olM Allem er
Öligen banble e * «eh 'iz, “6g. tzchöl
Organ |d Im Gi, g»;
hi elt U W ni
S61® ile fc'"1
l5g?ü^r8aStt


