Berlin, 13. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung betreffend Beschränkung der Ein. snhr auS Asten. ES handelt sich dabet um eine Maßregel zur Verhütung der Einschleppung der Pest.
Betlia, 13. September. Der „Local-Anzeiger" meldet au» Sönitz: Die Nacht» 11 Uhr bet Bütow fällige Post wurde beim WirthShauS Babhlou beraubt und der Postillon erschlagen. Die Nachricht erregt große Aufregung.
Berlin, 13. September. Der „Nordd. Allge«. Ztg." wird aus Wien telegraphirt: Den schwersten Paukt der FrtedenSverhaudluugeu bildet gegenwärtig die Frage wegen der Garantie Griechenland» für die Kriegsentschädigung. So lange diese Frage nicht gelöst ist, erscheint der Frieden»- schluß unmöglich.
Berlin, 13. September. Dem „Verl. Tagebl." wird au» Madrid telegraphirt, daß die Königin-Regentin da» neue Anarchtsteu-Gesetz, welche» den Corte» sofort nach ihrem Zusammentritt vorgelegt werden soll, genehmigt hat.
Berlin, 13. September. Die Vermählung de» präsumtiven Thronfolger» von Dänemark, des Prinzen Christian mit der Herzogin Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin ist jetzt für April nächsten Jahres festgesetzt worden.
Berlin, 13. September. Das Organ des Pfarrers Naumann, „Die Zeit", geht, wie der Verlag in der heutigen Nummer des Blattes bekannt gibt, am 1. October ein.
Berlin, 13. September. Den „Verl. Reuest. Nachr." wird aus Pretoria gemeldet: Dr. LehdS ist hier an- gekommen und wurde auf dem Bahnhof vom Präsidenten Krüger und einigen anderen Personen bewillkommnet. Er wird nicht sobald nach Europa zurückkehren, wie behauptet wurde, sondern seine Geschäfte als StaatSsecrrtär übernehmen.
Stettin, 13. September. Auf dem im Umbau begriffenen Ceutral-Güterbahuhof entgleiste gestern früh ein Güterzug. Die beiden Lokomotiven des langen Zuges wurden beschädigt. Der Packwagen und mehrere beladene Güterwagen wurden total zertrümmert. DaS Fahrpersoual kam mit einigen Schrammen davon. Da infolge des Unfalles das Haupt- geletse für die Einfahrt gesperrt war, erlitt der Personenverkehr große Verspätungen.
Köln. 13. September. Zu der beabsichtigten Kund- gebung der deutschen Studenten in Oesterreich schreibt die „Köln. Ztg." an der Spitze ihrer heutigen Abendnummer: Wir wollen den deutschen Studtrendeu volle Freiheit gewähren, ihren Sympathien für die StammeSgenoffen auf deutschem Boden in maßvoller Form und in Ausdrücken, wie fie unter gebildeten Leuten üblich sind, Worte zu verleihen, indeß könnten die Folgen bei eventuellen Kundgebungen in Oesterreich selbst für die Betreffenden recht schlimme sein, da eS der deutschen Regierung nicht möglich sein würde, auf diplomatischem Wege zu Gunsten der Unvorsichtigen einzuschreiten. Wer sich an einer solchen Reise betheiligt, handele auf eigene Verantwortlichkeit und müffe auch die möglichen Folgen seine» ThunS allein tragen.
Nürnberg, 13. September. Auf dem Parteitage der freisinnigen Volkspartei, der gegenwärtig hier stattfindet, hatte der geschästSführeode Ausschuß zwölf Anträge über Organisation und Wahlvorbereitungen gestellt. Alle Anträge wurden angenommen, bis auf den Absatz 1 des Antrages 8. Dieser Antrag handelt von deu „aussichtslosen Wahlkreisen". Die Absatz 10 (Kreistagswahlen) und 11 (Handelskammerwahl) gelangten unter Erweiterung auf Deutschland zur Annahme. Im Laufe der Debatten berichtete Lenzmann über die Betheiliguog an den Landtagswahlen, welche er lebhaft empfahl. Fischbeck erstattete eingehenden Reichstagsbericht, in dem er ein gutes Berhältniß zur deutschen Volkspartei betonte. Der Parteitag sprach der Fraktion einstimmiges Vertrauen au».
Karlsruhe, 13. September. Heute tagte hier die erste Confereuz deutscher Städteverwaltuugen zur Berathung einer Betheiligung au der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900. Vertreten waren 24 Städte, deren Einwohnerzahl über 80000 beträgt. Nach einem eingehenden Bericht des RetchScommiffarS für die Ausstellung, Dr. Richter, wurde mit Bedauern von einer Collectiv-AuS- stellung der deutschen Städte Abstand genommen, weil der hierfür erforderliche Platz auf der Ausstellung nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Es soll jetzt eine mustergiltige Ausstellung der Städteverwaltungen in den einzelnen Gruppen geschaffen werden. ES wurde hierfür eine Commission gebildet, welche die Vorbereitungen zur Beschickung der Ausstellung in der hierfür geeignet erscheinenden Weise zu treffen hat. In die Commission wurden bestimmt die Städteverwaltungen von Frankfurt a. M., Stuttgart, Köln, Berlin, Dresden, München, Breslau, Straßburg t. E., Hamburg, Danzig, Königsberg und Stettin mit der Maßgabe, daß die Oberbürgermeister der betreffenden Städte den Sitz annehmen und Vertreter zu stellen berechtigt find. Sitz der Commission ist Berlin, deffen Oberbürgermeister um die Annahme de» Vorsitze» ersucht werden soll.
Karttruhe, 13. September. Der hier stattgehabte Cougreß der deutschen Gewerbegerichts, vor- sitzenden sprach sich nach einem Referat des Magistrat»- affeffors Dr. Kuno-Berlin über die künftigen JnnungßschiedS- gerichte und da» Gewerbegericht fast allseitig dahin an», daß der gewerbliche Rechtsschutz durch die Errichtung von Innung»- fchiedSgerichten durchbrochen wird und daß man die Innung»- fchied»gerichte nur als rückständige Form des gewerblichen Rechts ansehen könne, die sobald als möglich zu den Institutionen der Gewerbegerichte ausgebaut werden müffe.
Tesche», 13. September. Zu dem gestern hier abge- haltenen deutschen VolkStage, welcher sehr zahlreich besucht war, hatten sich 13 Vertrauensmänner aus Deutsch- Schlesien eiugefunden. Zum Vorsitzenden wurde der bekannte Dr. Schicker gewählt. Al» Redner traten mehrere Abgeordnete auf. Die Versammlung nah« zu» Schluß ein-
sttunutg eine Resolution au, tu welcher die Spracheoverorduung für Böhmen und Mähren als Im Widerspruch mit deu bestehenden Gesetzen bezeichnet wird und nur zum größten Schaden der Bevölkerung dieser Provinzen zur Durchführung gelangen konnte. Ebenso wurde der bekannte Schulaotrag als im Widerspruch mit dem deutschen ReichS-BolkSschulgesetz bezeichnet, gegen welchen mau auf der ganzen Ltoie Protest erheben müffe.
Bozen, 13. September. In deu Süd-Dolomiteu fand ein großer Wettersturz statt. Da» ganze Gebirge ist ein geschneit. I« deu Thälern find wolkeubrucharttge Regen ntedergegaugeu.
Budapest, 13. September. Der Erfolg der Schnell- feuer-Kauouen wird von militärischen Kreisen als großartig bezeichnet, sodaß deren Einführung bei der ganzen Armee zweifellos ist. Der Rückschlag betragt kau» 50 Ctm.
Budapest, 13. September. In einem von der Oberstadt« hauptmaunschaft bezüglich der von der Socialdemokratie geplanten Demonstration anläßlich der Anwesenheit Kaiser Wilhelms veröffentlichten Communiquö heißt es, daß bet der Polizeibehörde eine Anmeldung einer Versammlung von Arbeitern nicht erfolgt sei. Sollte dies aber geschehen, dann werde durch die Stadthauptmaunschaft auf Grund des Gesetzes erwogen werden, ob die Demonstration mit Rücksicht auf die Drohungen der Socialdemokraten gestattet oder verboten werden soll.
Triest, 13. September. Ein furchtbarer Cyklou, untermischt mit Gewitter und coloffalem Hagelschlag, richtete in der Stadt und Umgegend großen Schaden au. DaS Lloyd«Arsenal sowie die Llohd-Hafen-Anlage in Serwata find arg beschädigt. Die Ausschiffungsanlagen find derart demolirt, daß die Zufuhr von Eisenerzen auf lange Zeit unterbrochen ist. Ein englisches Schiff konnte heute Mittag erst in See stechen.
Pari», 13. September. Der König von Siam besuchte gestern vormittag den Jnvaltdeopalast und den In- oalidendom, später den Eiffelthurm. Nachmittags fuhr er zum Wettrennen nach Longchamps.
Madrid, 13. September: Die Carltsten CatalonienS orgauifireu eine rege Propaganda. Der Papst intervenirte energisch, einen Bürgerkrieg zu verhüten.
Madrid, 13. September. DaS hiesige Carlistenblatt „Corveo" wurde wegen Aufreizung zum Bürgerkrieg mit Beschlag belegt.
Madrid, 13. September. Aus Havanna wird gemeldet, daß der Gouverneur der Provinz Santa Clara anläßlich der Ermordung des spanischen Mtutsterpräfideuten CauovaS etoe achttägige öffentliche Trauerfeter anordnete. Eine große Anzahl Familien kam der Verordnung nicht nach. Sie wurden deshalb verhaftet und tnS Gefängniß abgeführt.
Valencia, 13. September. Einer hiesigen Zeitung zufolge ist in verschiedenen Ortschaften in der Umgegend der Aussatz auSgebrochen. DaS Blatt nennt über 20 Ortschaften, in denen ganze Familien von dieser Krankheit befallen sein sollen und protestirt heftig dagegen, daß die Regierung alle Maß- regeln vernachlässigt, um dem Uebel zu steuern, tu welchem e» eine Gefahr für ganz Europa steht.
London, 13. September. Der Walfisch-Dampfer Navarch wurde im arktischen Meere vom Eise zerdrückt. 42 Mann der Besatzung ertranken, nur 6 konnten gerettet werden.
Berlin, 14. September. Die Flottenfrage bildete den Gegenstand eingehender Erörterungen in einer öffentlichen Versammlung, welche die Abtheilung der deutschen Colonial-Gesellschast in Berlin gestern Abend einberufen hatte. Drei Redner behandelten die Frage vom allgemeinen politischen, fachmännischen und handelspolitischen Standpunkte auS. Eine Resolution zu Gunsten der Flotten«Vermehrung wurde einstimmig angenommen. Dieselbe soll dem deutschen Kaiser übermittelt werden.
Berlin, 14. September. Entgegen einer anderweitigen Meldung wird der „Staatsb.-Ztg." mitgetheilt, eS sei bisher von keiner Sette der Versuch gemacht worden, den früheren KriegSwiuister v. Bronsart von einerReichStagScandtdatur abzubringen.
Berlin, 14. September. Wie die „Deutsche Tageöztg." hört, hat Minister v. Miquel den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe dazu bestimmt, seine RücklrittSabsicht vorläufig aufzugebeu.
Wien, 14. September. Beim Galadiner in der Ofener Hofburg am 20. d. M. erwartet man den Austausch politisch bedeutsamer Tischreden der beiden Kaiser, worin beide den unerschütterlichen Bestand de» Dreibundes und deffen ausschließlich friedliche Ziele nachdrücklichst betonen dürften. Die Homburger Toaste sollen in Budapest Ergänzung und Bekräftigung finden.
Pari», 14. September. Der König von Siam dinirte gestern Abend mit seinem Gefolge im Eltsee. Heute fährt er mit dem Präfidenten Faure nach St. Quentin, um der Truppenschau betzuwohoen, die den Abschluß der Manöver in Nordfrankretch bilden. Wie verlautet, wird der König nach seinem Besuch am englischen Hose incogoito nach Part» zurückkehren, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt unbehelligt besichtigen zu können.
Cx<Im un» pwhtjkttff,
Gieße», den 14. September.
* * Allerhöchste» Handschreiben Seiner Majestät de» Kaiser» an Seine Königliche Hrheit den «roßherzog.
Durchlauchtigster Fürst, Freundlich lieber Vetter und Bruder!
Euerer Königlichen Hoheit spreche Ich Meinen auf- richtigen Dank für da» so lebhafte und warme Interesse au», welches Sie den diesjährigen großen Herbstübungen entgegen* gebracht haben. Es gereicht Mir dabei zur besonderen Genngthnung, Euerer Königlichen Hoheit aussprechen zu können, daß die Großherzoglich Hessische Division — ihrer
altberühntten Geschichte getreu — sich durch vortreffliche Haltung und vorzügliche Leistungen wahrend der Uebung« von Neue» hervorgethan und auf Mich überall, wo Ich fie zu sehen Gelegenheit hatte, den günstigsten Eindruck gemacht hat. Auch die entgegenkommende Ausnahme, welche die zu den Uebungeu diesmal in ganz besonders großer Anzahl zusammengezogenen Truppe» in Ihren Landen gefunden haben, macht eS Mir zur gern erfüllten Pflicht, Meinem warm empfundenen Danke hierfür Ausdruck zu geben. Ich verbleibe mit der verficherung wahrer Hochachtung und Freundschaft
Euerer Königlichen Hoheit fteuudwilliger Vetter und Bruder Wilhelm I. R.
Homburg v. d. H., den 10. September 1897.
An des Großherzogs von Hessen und bei Rhein Köuigl. Hoheit.
* • Ferienkurse für Aerzte. Zn den wedicinischen Ferien- cursen, welche vom 30. September bis 16. October hier abgehalten werden, haben sich bisher ca. 20 Aerzte, größtenteils von auswärts, gemeldet. DaS Zustandekommen der Curfe ist somit gesichert.
• * Mililir-Dienstuachrichten. v. Scholten, Oberst und Commandeur des 1. Großh. Jnf.-(Leibgarde )RegtS. Nr. 115, unter Stellung & la suite des Regiment», mit der Führung der 3. Jnf.-Brig. beauftragt. Frhr. Hoiuingen gen. Huene, Oberst und Chef des Generalstabs de» 16. Armee- corp», zum Commandeur des 1. Großh. Jnf.-(Leibgarde-) Regt». Nr. 115 ernannt, v. Ehrhardt, Major aggreg. dem Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess ) Nr. 116, als BatS.Commandeur in das Jnf.-Regt. Großhcrzog Fried- rich Franz II. von Meckenburg-Schwerin (4. Brandenburg.) Nr. 24 einraugirt. — Großmann, Pr -Lt. vom Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum überzähligen Hauptmann besördert. v. Scheven, Hauptmann und Cowp.-Ches vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, v. Prittwitz und Gaff ron, vom 5. Großh. Jnf.-Regt. Nr. 168, zu überzähligen Majoren aggregirt.
• • Keilerei. Vorigen Sonntag Abend kam eS zwischen Mitgliedern der Vereine „Amicitia" und „Couversation", welche beide gemüthlicheS Beisammensein pflegen nob Ausflüge nach der „Schönen Au»ficht" gemacht hatten, zu einer Keilerei. Al» Waffen dienten Stühle und Biergläser, schließlich wurde nur noch mit Gläsern geworfen und mußten die Gäste, worunter viele Familien mit Kindern sich befanden, auS dem Locale flüchten, um nicht ein Glas an den Kopf zu bekommen. Nicht weniger als 10 junge Leute wurden wegen Körperverletzung und groben Unfug» zur Anzeige gebracht, auch baden sämmtliche mehr oder weniger Verletzungen davongetragen. Voraussichtlich wird die Bestrafung der Betheiligten eine fo empfindliche werden, daß denselben die Lust zum Raufen fernerhin vergeht. (Man theilt uuS hierzu mit, daß nur zwei Mitglieder de» Couver- sationkvereins flch an der Keilerei betheiligten. Red.)
Erschossen Daß nicht allen znr Entlaffung kommenden Reservisten der Abschied vom Militär ein besonder» freudiges Ereigniß ist, beweist folgender Vorfall. Der Soldat Kandel der 11. Compagnie des 116. Regiment», au» Apolda in Thüringen gebürtig, hat fich am Montag Morgen mit feinem Gewehr in der Kaserne erschaffen. Als Motiv der That giebt derselbe in einem zurückgelaffenen Schreiben an seinen Bruder an, daß, obwohl er bereit» eine Anstellung gesunde» habe, e» sein sehnlichster Wunsch gewesen wäre, als Soldat weiter zu dienen, da er aber bereit» bestraft sei und somit auf Annahme einer Capitulation nicht rechnen könnte, ziehe er es vor, in den Tod zu gehen, denn er würde e» nicht ertragen können, nach Rückkehr in da» CiviloerhSltniß einem Soldaten zu begegnen, ohne tiefes Weh im Herzen zu em- pfinden. Anscheinend vergnügt hatte er noch den Sonntag mit seinen Kameraden verlebt und das Reservelied mit ihnen gesungen. Erst als die Reservisten am Montag Morgen die Uniform mit ihren Civilkleidern vertauschten, wurde Kandel vermißt, und da auch sein Gewehr fehlte, wurde nach ihm gesucht und er als Leiche im Latrinenraum ausgefunden. Er hatte fich in den Mund geschossen, ohne daß e» bemerkt worden war.
Ergriffener Deserteur. Vor einigen Tagen ist, wie die „N. H. V." melden, ein Deserteur de» 116. Inf.- Regts. in Darmstadt eingebracht worden, der fich seit seiner vor etwa sieben Jahren erfolgten Entfernung von seinem Truppentheil in Paris aufgehalten hatte. Der Deserteur, der in der Gegend von Freiburg i. B. zu Hau>e sein soll, wurde bei einem Besuche seiner Heimath ergriffen.
• * Sludeuteustreiche. Der „Mainzer Anzeiger" meldet: Zwei auf einer Serienreife begriffene Studenten wollten am Samstag Morgen durch einen Lohnmann sechs schwere filberne Eßlöffel beim Taxator Herrn Sator in der Stadthausstraße versetzen lasten. Die Polizei, davon verständigt, erfuhr durch deu Lohnmann den Aufenthalt der beiden in Geldnöthen befindlichen Studenten. Die angegebenen Personalien waren richtig, ebenso daß die silbernen Löffel Eigenthum des einen der Beiden waren und zwar ein Pathengeschevk, von dem jeder Löffel mit dem Monogramm deS Beschenkten gezeichnet war. Fürsorglich waren die Löffel mitgenommen worden, damit, wenn auf der Reise der „Draht" auSgehen sollte, noch etwas zum „verfilbern" vorhanden wäre-
• • Wetterbericht. Auch heute bestehen zwei Maximal- gebiete, das eine über den britischen Inseln, da» andere im Innern von Rußland. Im hohen Norden ist der Rand einer neuen Depression erschienen, während im Mittelmeer, gebiet ein ausgedehnte», wenn auch flache» Minimum mit mehreren sekundären Kernen besteht. Diese beiden Depressionen find durch eine Furche verbunden, die von den beiden russischen Ostsee-Provinzen über Polen und Ungarn bis zum Mittelmeergebiet verlaufen. In Süddeutschland ist bei dieser Drnckoertheilnng das Wetter anhaltend trüb und kühl, wenn auch die Niederschläge nachgelassen haben. Nordwest-Dentsch- land und Frankreich haben heiteres Wetter. — Voraus-


