Buchhandel (Sortiment). Der Gang des Ge- schäfte» in 1896 war im Allgemeinen ein wenig bester als tm vorhergegangenen Jahre 1895. Tin bedeutend lebhafterer Geschäftsgang und eine bestere Kauflust als früher konnte vor Weihnachten constatirt werden.
Buchhandel (Verlag). Dem Bericht einer Verlag», finna entnehmen wir Folgende»: Der Geschäftsgang hat sich infolge der bedenklich gesteigerten Ueberproduetiou an litera- rischen Erzeugoiffeu auf allen Gebieten des Unterrichts und der Wtstenschaften im Berichtsjahr kaum gehoben. Zu klagen ist über die geringe Inschutznahme inländischer (hessischer) Verlagswerke für UnterrtchtSzwecke im Zusammenhang mit weitgehender Zulassung von Unterrichtsmitteln und Schulbüchern aus nichthesfischen BerlagSgeschäften. Die Verbreitung der in Hessen erzeugten VolkSschullliteratur nach anderen deutschen Staaten, z. B. nach Preußen, Sachsen, Bayern, Württemberg. Baden u. A. ist äußerst beschränkt, da tu diesen Staaten die tm Inland erzeugten Schulbücher einen Schutz vor anderen nicht tm Inland erzeugten Schulbüchern genießen, während im Großherzogthum Hessen eine ganze Anzahl Lesebücher usw., die au» Preußen und anderen Bundesstaaten stammen, al» Unterrichtsmittel zugelaffen find. Bei dieser verschiedenartigen Behandlung hat der hesfische Verlagsbuch- handel einen schweren Stand und wird deshalb eine beschränkte Zulassung uichthesfischer LerlagSwerke für Unterrichtszwecke sehr gewünscht. (Forts, folgt.)
Zulassung zur Rechtßauwaltschaft. Am 29. Juni wurde der Gerichtsaffessor Heinrich Geßner aus Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem.Laudgericht der Provinz Starkenburg, an demselben Tage wurde der GerichtSasteffor Wilhelm Mahr au» Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, am 2. Juli wurde der GerichtSaffeffor Hermann Mendelsohn zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen zugelaffen.
* * Kirchliche Dieustuachrichten. Am 10. Juni wurde dem Pfarrer Johannes Friedrich tu Vilbel die katholische Pfarrstelle zu Ilbenstadt, Decanat Vilbel, mit Wirkung vom 1. Juli an, übertragen.
* * Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt find: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Angenrod, Kret» Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mölsheim, Kreis WormS, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Harheim, Kreis Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienft verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bechtheim, KretS Worms, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900 bis 1200 Mk. Mit dieser Stelle ist Organistendienst verbunden.
• • Gießener Turuerschaft. Gestern Abend kehrten die Gießener Turner vom 23. Mtttelrheinischen Kreis-Turnfest in Homburg v. d. H. zurück und begaben fich mit den mit Lorbeerkränzen geschmückten Weitturnern und Mufik nach RöhrleS Bterhalle. Daselbst eröffnete der Vorsitzende der Gießener Turnerschast, Herr Helm, den zahlreich besuchten und zu Ehren der Wettturner veranstalteten Commers. An der Hand der Preisliste führte der Vorfitzende au», daß die Gießener Turnerschaft allen Grund habe, über das Resultat deS Kreis Wettturnen» für un» sehr zufrieden zu sein, denn es sei in der Thal eine Leistung, welche nur ein geübter und gut geschulter Turner ausführen könne, unter 343 Turnern des Mittelrhein-KreiseS den 3. Prois mit 62,/g Punkten und den 21. Preis mit 56 Punkten zu erringen- aber auch diese erfreuliche Thatsache sollte sowohl für die jungen Leute, die nach körperlicher Gesundung verlangen, als für die Turnfreunde, welche für die gute Turnfache ein warme» Herz haben, ein neuer Ansporn sein zum gemeinsamen Streben für da» edle, in Gießen immer hochgehaltene Turnwelen. Den beiden Siegern, Karl Heuser und Adolf Schäfer, galt sein „Gut Heil", worin alle Anwesenden aus vollem Herzen mit eiustimmten. Mit dem Absingen echt deutscher Turnerlieder und dem Vortrag recht schöner Musikstücke verlief der Commer» in befriedigender Weise. Ein „Gut Heil!" der Turnerei in unserer Vaterstadt.
• •F. Gießener Ruder-Gesellschaft. Die Meldungen zur 7. Ruder-Regatta am Sonntag den 25. Juli find über alles Erwarten gut ausgefallen. Auf die Einzelheiten werden wir nächster Tage zurückkommeu und beschränken uns für heute, die Besatzung der einzelnen Rennen bekannt zu geben. 1. Einer für Juniors: Mainzer Ruder-Verein, Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", Ruderclub Witten. 2. Vierer, Wanderpreis der Stadt Gießen: Mainzer Ruder-Verein, Frankfurter Ruder - Club , Gießener Ruder - Gesellschaft. 3. Dollenzweier für Juniors: Ruderverein „Weser", Hameln, Ruderveretn EmS, Kreuznacher Ruder-Verein. 4. Zweiter vierer: Oberräder Ruder-Gesellschaft, Frankfurter Ruder- Gesellschaft „Sachsenhausen", Gießener Ruder-Gesellschaft, Ruderverein Caffel. 5. Einer, Lahn-Pocal: Frankfurter Ruderclub, Gießener Ruder-Gesellschaft. 6. Vierer für Juniors: Frankfurter Ruderveretn, Ruderveretn EmS, Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Sachsenhausen". 7. Zweiter Einer: Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", Mainzer Ruderverein, Ruderclub Witten, Hanauer Rudergesellschaft 1879. 8. Anfänger-Vierer : Limburger Ruderverein, Frankfurter Ruder- gesellschast „Sachsenhausen", Ruderverein Caffel. 9. Achter, Großherzogpreis: Frankfurter Rudergesellschaft „Sachsen- hausen", Frankfurter Ruderveretn, Oberrader Rudergesell- schast, Gießener Rudergesellschaft.
• * Radsport. Man theilt uns mit, daß an der Distanz- fahrt Gießen-Coblenz nicht 11, sondern 16 Fahrer theilnahmen, wovon 11 da» Ziel paffirten.
* • Die Probestücke der neuen Sommerkleiduug der Post- uulerdeamlen find jetzt bei mehreren Postämtern in Berlin
etwa zwei Monate im Gebrauch und haben sich bisher ganz ausgezeichnet bewährt. Namentlich empfanden es die Be» amten sehr angenehm in den glühend heißen Tagen der letzten Wochen, daß die Litewken nicht nur leicht und luftdicht sind, sondern auch die Bortheile eine» namentlich vorn niedrigen, lockeren HalSkragen» gewähren. Die Postbeamten hoffen daher, daß der neue Generalpostweister v. PodbielSki schon für da» nächste Jahr die allgemeine Einführung der seit langen Jahren ersehnten, leichten Sommerkleiduvg anordnen wird.
Gebrauchsmuster Etntraguug, TeleScopartig einschiebbarer Taschen-Bierwärmer. H Th. G. Schmidt, Gießen. 15. 5. 97.
Wetterbericht. Im Nordwesten besteht zwar daS barometrische Maximum noch fort, doch hat sich ein vorerst noch flaches DepresfionSgebiet entwickelt, welche» voraussichtlich noch weiteren Umfang anuehmen wird. Unter dem wachsenden Einfluß des niederen Druckes wird zumal im Süden eine Verschlimmerung der Wetterlage entstehen. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden meist heitere» Wetter, tm Süden wechselnde Bewölkung. Im Allgemeinen etwas kühler.
F. Aus de« Kreise Friedberg, 13. Juli. Nachdem die Zusagen für unser Kriegerfest, speciell für das erste Jägerbataillon, eingetroffen find, haben fich folgende ioter- effante Anhaltspunkte ergeben: Auf der Stammrolle de» Bataillon» befinden fich 1135 Mann. Davon find bis jetzt gestorben, auSgewandert oder unbekannt wo abwesend 15 Procent, wa» in Anbetracht der langen Zeit recht mäßig ist. Unser Fest wird in vieler Hinficht interessant werden. An dem Festzuge werden fich rund 2000 Personen betheiligen. — Man hat bei unS angefangen, in warmen, trockenen Lagen Roggen zu schneiden. Da, wo fich die Frucht lagerte, ist fie wesentlich leichter al» im Vorjahre. Wo kein Lagern stattfaod, find Kern und Halm gleich schön ausgebildet. Einsender hat in verschiedenen Lagen Körnerzählungen bei Roggen und Weizen vorgenommen. Die Aehren lieferten 32 bi» 47 Körner- der englische Weizen enthalt meistens 4 bis 5 Körner mehr, als der einheimische Grannenweizen. Merkwürdig ist dabei, daß der englische Weizen zu Beginn deS Frühjahres sehr wenig versprechend anSsah, sich aber trotzdem so herauSmachte und sich so trefflich bestockte, daß er den deutschen nicht bloS einholte, sondern sogar noch überholte.
E. Echzell, 13. Juli. Gestern Abend um sieben Uhr ereignete fich auf unserer neuen Bahnstrecke in der Nähe de» Bahnhofes ein Eisenbahnunfall. Ein Lastzug fuhr auf die Weiche, diese drehte sich, als die Locomotive darauf war, die nachfolgenden Wagen konnten nicht weiter, es gab einen heftigen Ruck, wobei der Maschinenführer von der Locomotive geschleudert wurde und am Kopf und Rücken Verletzungen erlitt. Der Verletzte wurde in die Klinik nach Gießen verbracht.
-s- Bon der Neubahustrecke Beienheim—Nidda, 13. Juli. Gestern Abend entgleiste bet Echzell der in der Richtung nach Nidda fahrende Materialzug, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Dem Vernehmen nach sollen auf der neuen Linie schon während der bevorstehenden Herbstübungen militärische Transporte stattfinden.
□ Gonterskirchen, 13. Juli. Nächsten Freitag wird das diesjährige Decanats « Missionsfest gehalten. Mittags predigt der bekannte Missionar Herr Just an» Dresden, welcher s. Z. Indien bereist hat.
§§ Bom oberen Vogelsberg, 11. Juli. In Bermuthshain werden von Forstwarr Dillemuth lebende Maulwürfe, daS Stück zu 20 Pfg., angekauft und in den fiskalischen Fichtenpflanzgarten eingesetzt. In anderen Gemeinden geht man dagegen dem Maulwurf zu Leibe, indem man besondere Leute zum Fang anstellt, die 15 bi» 20 Pfg. für den Maulwurf sowie freie Station erhalten.
Darmstadt, 8. Juli. Der CommisfionSreisende Michael Reifing und der Metzgermetster Nikolaus Kilian von Lorsch waren angeklagt, in der Nacht vom 29. zum 30. April d. I. in Lorsch die dortige Kaiser eiche, um sie zu zerbrechen, niedergebogen zu haben, daß der Saft an manchen Stellen herausdrang. Außerdem hatten sie die Schutzhülle zerstört, eine benachbarte Laterne verbogen und eine zerschlagen. Die Thäter hatten dis zum frühen Morgen gekneipt, sodaß e» sich wohl um einen im Rausch verübten Act handelte. Der Schaden betrug nur etwa 10 bis 15 Mk. Trotzdem erachtete das Gericht mit Rücksicht auf die schwere Verletzung de» PietätSgefühlS der Bevölkerung für Kilian, den Vater der Idee, vier Monate und gegen Retsing drei Monate Gefangniß für angemeffen.
Kleiu-Welzheim bei Seligenstadt, 11. Juli. Der als Fabrikarbeiter beschäftigte 25 jährige Sohn de» hiesigen Schweinehirten Horch wurde vor 5 Jahren auf Grund erhobener Reclamation als einziger Ernährer seiner erwerbsunfähigen Eltern von der Erfüllung seiner activen Militärpflicht befreit. Bald aber bekümmerte er fich nicht mehr um die Eltern, trat vielmehr in die Ehe, führte eine eigene Haushaltung und Überließ seinen alten Vater — die Mutter ist inzwischen verstorben — der öffentlichen Wohl- thätigkeit. Die Militärbehörde, welche von dieser Sachlage Kenntniß erhielt, citirte den jungen Ehemann vorgestern vor das Oberersatzgrschäft nach Offenbach, wo er auf zwei Jahre activer Dienstzeit dem 115. Infanterie-Regiment zugetheilt wurde. N. Heff. VolkSbl.
* Marburg, 12. Juli. Am 10. Juli fand in dem Senatsaale unserer Universität die förmliche Begründung der »historischen Commission für Hessen und Waldeck" statt. Der Einladung des provisorischen Ausschusses waren einige dreißig GrschichtSfreunde aus allen Theilen deS Heffenlande» gefolgt, wir bemerkten u. A. die Herren Obereonfiftorialrath Rohde und Landesbankrath Frhr.
Wolff von Gudenberg aus Caffel, Oberbürgermeister Gebe- schu8 aus Hanau und Antoni aus Fulda, Geh. Hofrath Pro- feffor Br. Oncken und Professor Br. Hvhlbaum auS Gießen, Felix von Gilsa zu Gilsa, Sanitätsrath Br. Schneider auS Fulda. Zahlreiche Andere hatten ihr Ausbleiben entschuldigt, jedoch zugleich ihre volle Zustimmung zum Werke erklärt. Professor Frhr. von der Ropp eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache, welche Zweck und Ziel der historischen Commission darlegte und constatirte, daß den Bestrebungen der Commission fich bereit» eine lebhafte Theilnahme zugewandt habe. Die Zahl der Mitglieder belaufe fich auf über 50 und auch die Zahl der Stifter und Patrone mehre fich in erfreulicher Weise, obwohl Behörden und Körperschaften bisher noch nicht angegangen seien, weil der provisorische Ausschuß dieses bis nach Constituirung der Commission verschieben zu müssen geglaubt habe. Al» Stifter seien der Commission beigetreten die Herren Bierbraueretbefitzer Sumps in Cassel und Professor Br. L. von Sybel in Marburg. AIS Patrone die Direction der Kgl. Preußischen Staatsarchive mit einem jährlichen Zuschuß von 1000 Mk., die Fürstlich Waldecktsche Landesregierung, das Königl. Cousistorium in Cassel, der oberheffifche Geschichtsverein in Gießen, die Herren Obervorsteher und Kammerherr Frhr. Hugo von Dörnberg auf Hausen, Vicebürgermeifter Heraeu» in Hanau, Bier- brauereibefitzer H. Bopp, Rittmeister Frhr. von Pappenheim und Archivrath Br. Reimer in Marburg. Der Verein für hesfische Geschichte und Landeskunde habe der Comm'sfion für das laufende Jahr 500 Mk. bewilligt. Weitere Beitritte seien in bestimmte Aussicht gestellt, sodaß die Commission mit Zuversicht der Zukunft entgegenfehen könne. Der Vortragende schloß mit dem Anträge, die Commission für begründet zu erklären, und stellte sodann, nachdem der Antrag angenommen, die Liste der Stifter, Patrone und Mitglieder fest. An diese Mittheilungen schloß fich die Vorlegung und Besprechung der Statuten, welcher nach längerer Debatte mit einigen Aenderungen angenommen wurden. Bet der hierauf vorgenommenen DorstandSwahl wurden gewählt die Herren Pros, von Below, Frhr. H. von Dörnberg, Oberbürgermeister Gebeschuß, F. v. Gilsa, Vicebürgermeister HeraeuS, Bibliothekar Br. Kochendörffer, Archivrath Reimer-, Prof. Wenck, Oberbürgermeister Westerburg. Die Direction der Staatsarchive delegirte in den Vorstand Herrn Archivrath Koennecke, der Hanauer Geschichtsverein die Herren SanitätSrath Br. Eisenach und Prof. Suchier. Die Vertreter der Vereine in Caffel, Gießen und Fulda behielten fich die Ernennung ihrer Delegtrten vor. Zum Schluß wurde der nächste Arbeitsplan besprochen und beschlossen zu beginnen mit der Bearbeitung der Regesten der Landgrafen von Hessen bi» auf Philipp den Großmüthtgen, der hessischen und wald- ecktschen Chroniken de» 14. bi» 16. Jahrhunderts, der hessischen LandtagSacten und der Herausgabe eine» Fuldaer Urkundenbuche» sowie eines historischen OrtSlexikonS für Hessen und Waldeck". Der gewählte Vorstand hielt alsbald nach Schluß der Versammlung eine Sitzung ab und wählte den Prof, von der Ropp zum Vorsitzenden, Prof. Höhlbaum- Gießen zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zum Schriftführer wurde Bibliothekar Br. Kochendörffer, zu seinem Stellvertreter Bibliothekar Br. Scherer Caffel, zum Schatzmeister Archivrath Br. Koennecke, zu seinem Stellvertreter Prof. Wenck gewählt.
♦ B. Frankfurt a. M, 14. Juli. Im Zoologischen Garten ist am 18. Juli während deS ganzen Tage» der Eintrittspreis auf 50 Pfg. (Kinder 25 Pfg.), Aquarium 20 Pfg. ermäßigt. Nachmittags und Abends ist Doppel- concert und am Nachmittag Luftballon-Auffahrt. Fräulein Käthchen Paulus, die gegenwärtig in Nürnberg auf dem Schützenfestplatz in Nürnberg einige Auffahrten mit Fallschirm-Absturz unternimmt, hofft, daß fie diesmal nicht wieder über die Stadt getrieben und dadurch an der Ausführung de» angekündigten Abstürze» verhindert wird, sondern daß fie nun doch noch auch hier zeigen kann, wa» fie an anderen Orten erprobt und programmmäßig auS- geführt hat.
* Fulda, 13. Juli. Ein junges Leben hat am Sarn»tag Vormittag auf dem hiesigen Bahnhof ein jähe» Ende gefunden. Bet Durchfahrt de» Zuge» 51 um 9 Uhr 58 Mtn. wurde der zur Ausbildung tm Wagenmeisterdienst überwieiene, erst zwei Tage auf der Station beschäftigte Schlosser H ch. Bickert, 25jähriger Sohn des tm Wärterhaus Nr. 62 an der Edelzellerstraße posttrten Bahnwärters, vom Züge überfahren und getödtet.
* Köln, 12. Jult. Zwet auf ftinem Felde im benachbarten Gräfrath beschäftigte Knaben, im Alter von 11 und 13 Jahren, geriethen in Streit, wobei der jüngere ein Meffer zog und den andern Knaben erstach. Der Junge war sofort tobt. Der jugendliche Mörder wurde in» Gefängntß gebracht.
• Erfurt, 11. Juli. Ein ergötzlicher Strike ist in dem benachbarten Dorfe Nohra auSgebrochen: Ein Gänsehirtenstrike. Die Hirten verlangen einen höheren Lohn. 4 Gänfehirten kamen und — gingen schleunigst wieder. Nun laufen die 200 Nohraer Gänse zumeist unbeauf- fichtigt umher und richten auf Feldern und in Gärten mehr Schaden an als eine höhere Lohnbewilligung auSmachen würde.
* Sine gemüthliche Polizeibehörde hat Ilmenau. Wiederholt haben sich die dort studirenden Techniker daS nächtliche Vergnügen geleistet, die Straßenlaternen auszulöschen. Jetzt machte die Polizeiverwaltnng amtlich Folgende» bekannt: „Wir weisen darauf hin, daß die Straßenlaternen von den von uns hierzu Beauftragten gelöscht werden, Andere sich also deshalb nicht zu bemühen brauchen. Die Polizei- Behörde: Eckardt." — Höflicher kann man nicht mehr sein.
• Der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat, wie im vorigen Jahre, wiederum ein kleine» Fahrheft über seine Verbindungen nach den Nordseeinseln herauSgegeben, welche» außer den Fahrzeiten der Dampfer eine Zusammenstellung der Eisenbahnanschlüffe nach und von Bremerhaven enthält. Die Fahrheftchen werden von der Verwaltung des Norddent--
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