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Nr. 12
Der
Hitßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS
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Die Gießener
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Freitag den 15. Januar
Kenerat-Mnzeiger.
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Amtlichen Theil.
Bekanntmachung,
betreffend: die Maul- und Klauenseuche.
In Eifa und Hopfgarten, Kreis Alsfeld, Engelthal, Bingenheim, Hof Schwalheim, Blofeld uwd Letdhecken, Kreis Büdingen, Dorn-Affenheim, Reichelsheim, Holzhausen b. d. H. , Nteder- R«Sbach, Wölfersheim und Meckesheim, Kreis Kltedberg, Ulfa, Kreis Schotten, Nieder-Weidbach, Kleis Biedentopf, Ulm, Kreis Wetzlar, ist die Maul- und Kluuenseuche ausgebrocheu und GemarkuogS- bezw. Gehöft- iplrre angeordnet worden.
In Liederbach, Kreis Alsfeld, Höchst a. d. N., Kleis Büdingen, Dorheim, Kloppenheim und Wick« stadt, Kreis Friedberg, Hachborn, Kreis Marburg, Itzbach, Garbenhetm, Launsbach und Wißmar, KrriS Wetzlar, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen «nd find die berfügten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben Morden.
In Leusel, Kreis Alsfeld, ist die OrtS- und Ge« markungssperre wieder aufgehoben worden, dagegen bleibt die Zuzeordnete Gehöftsperre fortbeftehen.
Gießen, den 12. Januar 1897.
Großherzogliches KreiSamt Gießen.
b. (Sagern.
Betreffend: Die Ergänzungswahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Gießen.
Einladung
z,ur ErgänzungSwahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen.
Es wird zur Kenntniß der Jntereffenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wchl deS Vorstandes der israelitischen Religtonsgemeinde zu Gießen bom 4. August 1871 in diesem Jahre das Mitglied Herr Joseph Stern auS dem Vorstande auSschetdet und baß die hiernach erforderlich gewordene ErgänzungSwahl
Freitag den 22. Januar 1897
in dem Saale des alten RathhauseS dahier stattfinden soll.
Sämmtliche nach § 2 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr imb: Nachmittags von 2 bis 4 Uhr stattfindet.
Gtetzen, den 13. Januar 1897.
Der bon Großh. KreiSamt Gießen ernannte Wahl-Commissär: Hach.
Deutscher
151. Plenarsitzung. Mittwoch den 13. Januar 1897.
Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt.
Abg. Hupe den (christl. soc.) unterschreibt Vieles von dem, was gestern von soctaldemokratischer Sette über die Fabrtktnspection gesagt wurde. Wenn in dem Berichte des Casseler Jnspectors beispielsweise gesagt ist, Unsittlichketten seien nur in einer einzigen Fabrik beobachtet worden, so muß er dahinter ein Fragezeichen machen. Zuzustimmen sei auch dem, was gestern über die Lage der Ziegeleiarbetter und über die Mißstände in dieser Branche, namentlich wegen des Systems der Zwtschenmetster, gesagt wurde. Dasselbe System finde sich im Seemannsberufe in Gestalt der Heuerbaase. Redner ve miß' die so nothwendigen vertrauensvollen Beziehungen zwischen Arbeitern und Gewerbetnspectoren, bedauert die herrschende Abneigung gegen Arbeiter-Organisationen und führt es hierauf zurück, daß die Arbeiter sich der Socialdemokralte zuwendeten. Wer die Socialdemokraiie als Ausgeburt der Hölle ansehe, solle doch erst recht dafür sorgen, daß den Arbeitern andere Organisationen zur Verfügung ständen. Befehde man doch sogar christliche Arbeitervereine, sobald sie praktische Politik trieben. Redner wendet sich dann namentlich gegen Stumm und dessen patriarchalisches System. Daß dasselbe aus gutem Herzen komme, bezweifle er nicht, aber es habe seine Schattenseiten, denn es führe zu unnatürlicher Bevormundung und rückstch'sloser Gewalt und sei heutzutageDndurchsübrbar. Wie stehe die Regierung jetzt zu den Anschvuunge^Stumms? Er selbst glaube jedenfalls nicht, daß gerade Stumm der richtige Interpret der Ansichten Sr. Majestät sei, wie Stumm glauben machen wolle. Die Arbeiter wollten nicht herrschen, sondern nur die Herrschaft der Arbeitgeber einschi änlen. Was sich die Landesherren hätten gefallen lassen, durch Einführung der Parlamente, das könnten sich doch auch wohl die Arbeitgeber gefallen lassen. Wenn Herr v. Stumm sagt, auch er habe Liebe zu den Arbeitern, so hat doch diese Liebe eine verzweifelte Aehnlichkeit mit derjenigen, die der Habicht zu der Taube hat. (Lebhafter Beifall links.)
Abg. Heyl zu Herrnsheim (natl.) constatirt demgegenüber, daß die Einrichtungen auf den Stumm'schen Werken mustergtlttg sind, namentlich auch hinsichtlich der Arbeiter. Redner erörtert sodann die Verhältnisse in der Confecttonsbranche und richtet die Anfrage an die Regierung, waS dieselbe nun auf diesem Gebiete zu thun gedenke? Das Auflehnen der Arbeiterinnen gegen das Zwischen» meisterwesm und gegen die überaus niedrigen Löhne sei ja auch von dem Gewerbegertcht als berechtigttgt anerkannt worden. Mit Recht habe der Staatssecretär am 12. Februar gesagt: eS müsse für den Arbeitsoertrag in dieser Branche eine bessere Form gefunden werden, namentlich für den Vertrag zwischen Confectionären und Werkmeistern. Jeder Menschenfreund müsse hier Abhilfe verlangen und wünschen, daß die Regierung jetzt endlich mit einer Vorlage'vorgehe.
Staatssecretär v. Bötticher hegt volle Sympathie mit der Lage dieser Arbeiterinnen. Leider sei der Versuch des Gewerbegerichts als Eintgungsamt, zu vermitteln, mißglückt, denn die Arbeitgeber hätten den vereinbarten Tarif nicht eingehalten. El unterschreibe Alles, waS der Vorredner zur Beurthetlung dieses Verhaltens der Arbeitgeber gesagt habe. Die Enquetecommisston, welche sich mit der Sache beschäftigt hat, sei mit ihrem Bericht an den Reichskanzler noch nicht fertig. Voraussichtlich würden im Wesentlichen die Vorschläge zur Grundlage genommen werden, die der Vorredner in voriger Session gemacht habe. Es würde sich also etwa handeln um Ausdehnung der Gewerbeordnung, § 135 bis 139b, auf diese Werk- stätten, darum, den Arbeitsoertrag in eine bestimmte Form zu bringen, Lohnbücher vorzuschreiben, in denen die Arbeitsbedingungen bestimmt
formultrt sind, um Ausdehnung der Kranken-, Invalidität«- und Altersversicherung auf die Hausindustrie, ebenso auch darum, die Hausindustrie der Gewerbeaufsicht zu unterwerfen. Wenn Hüpeden meine, die Regierung nehme jetzt eine andere Stellung zu den Arbeiterschutzsragen ein, als früher, es herrsche jetzt ein anderer Wind, so sei zu erwidern, die Regierungen lassen sich niemals auf bloße akademische Betrachtungen ein, sondern nehmen nur Stellung zu positiven Vorschlägen, die sie entweder selbst machen oder die ihnen vom Reichstag gemacht werden, untf piüsen dann die Vorschläge namentlich daraufhin, ob sie mit dem Februar-Erlaß von 1890 Harmoniken.
Abg. v. Stumm (R. P.) hält dem Abg. Hüpeden vor, lediglich mit lauter Stimme Phrasen gemacht zu haben, protestirt gegen den Vorwurf mangelhafter Wahrheitsliebe und versichert wiederholt, kein Gegner der Arbettervereinigungen zu sein. Er selbst sei gern in den Ausschüssen seiner Arbeiterschaft, weil er da Fingerzeige erhalte. Wetter krttisirt er das Vorgehen Hüpedens und seiner Parteigenossen, die in Erfurt die Religion ebenso für Privatfache erklärt hätten, wie dies seitens der Soctaldemokratie geschehen sei. Wenn die Arbeiter Herrn Naumann folgten, würden sie direct in daS Lager der Socialdemokratie kommen.
Abg. Vielhagen (Ref. P.) wendet sich gegen die Bäckeret- verordnung.
Staatssecretär v. Bötticher erinnert daran, daß er gleich nach Erlaß der Bäckerei-Verordnung von den verbündeten Regierungen Informationen, möglichst bis zum 1. Januar, über die Wirkungen der Verordnung und über etwaige Klagen erbeten habe. Diese Auskünfte liegen noch nicht von überall her vor. Verschiedentliche Regierungen berichten zwar von Klagen der Bäcker; diese Klagen find aber nicht überall im Reiche laut geworden. Darin stimmen alle Regierungen überein, daß in diesem Augenblick noch nicht die Zeit gekommen ist, ein definitives Urtheil zu fällen und daß es verfrüht wäre, schon jetzt mit Abänderungsvorschlägen vorzugehen. Angesicht« dieser Uebereinstimmuug wäre ein jeder Schritt, schon jetzt eine Revision der Verordnung anzustreben, vergeblich.
Abg. Bebel (Soc.) wendet sich lebhaft gegen die Versuche, die Bäckereiverordnung aufzuheben, rügt die Selbstsucht, mit der ein Theil der Bäcker gegen die Verordnung agitire, und schildert die Arbeitsüberbürdung der Bäckergesellen. Könne das Gewerbe nicht ohne diesen Mißstand bestehen, so sei es werth, zu Grunde zu geben Die (Sonttole der Einhaltung der Verordnung sei ganz unzulänglich. U ber diese sanitären Verhältnisse wäre eine zweite Enquete sehr erwünscht.
Staatssecretär v. Bötticher: Das würde keinen Zweck haben, da sich seit der ersten Enquete vor 2 Jahren sicherlich nicht viel geändert hat.
Abg. v. Kar dorff (R. P.) hält das Bäckergewerbe für eins der gesündesten. Seine Freunde würden die preußische Regierung im Abgeordnetenhause wegen der Art der Ausführung intetpellireu.
Abg. Graf Stolberg (cons.) erklärt ebenfalls die Verordnung für nicht gerechfertigt.
Abg. Hüpeden polemisirt nochmals gegen Stumm und tritt lebhaft für die Bäckeretverordnung ein. Mil einem Maxtmalarbei stag, der nach den einzelnen Gewerben untetscheide und nicht Alles übet eine Schablone behandle, könne sich doch wohl Jedermann befreunden.
Abg. Pachnicke (fr. 93p.): Seine Freunde seien nicht gegen Schutz ter Bäckereiarbeiter, wohl aber gegen diese Verordnung, welche geradezu eine Prämie auf den Großbetrieb lege. Weit besser, al5 der Maxlmalarbeitstag sei eine Moximalarbeitswoche. Dahin möge die Regierung die Verordnung modificiren.
Abg. Hitze (Ctr.) hält dieses Verlangen für durchaus diskutabel. Von einer einfachen Aufhebung der Verordnung könne aber nicht die Rede sein.
Feuilleton.
(Killt Spafierfahrt nach Norwegen.
Reiseerlebnisse von Joseph Kahn, Ranstadt (Oberhessen).
(4. Fortsetzung.)
Am Mittwoch Morgen schrillte die Pfeise unseres WrerS, wir riefen der Stadt mit den bleien rothen Dächern rin einstweiliges Lebewohl zu und nun gingS wieder weiter -ins hoher See. Wir wollten die norwegischen Nachbarn mit einem längeren Aufenthalt beglücken. Wir waren bon der - langten Fahrt bon Stettin nach Kopenhagen etwas berwöhnt »orden. Jeder brüstete fich mit seiner seetüchtigen Con« tzitution. Keiner ahnte, wie bald er dem Tyrannen Neptun Innen Zoll entrichten müßte. Hauptsächlich hatte ich un- iberlegtcr Weise jedem meiner Reisegesährten mehrmals er- M, daß ich den Ocean schon blermal gekreuzt, ohne biel Ion der Seekrankheit berspürt zu haben.
Ich wußte nicht, daß die 221 Meilen bis Areudal den fliirmischsten Theil der Fahrt bilden. Wir befanden uns tiimlich im Skagerrack, nachdem wir den Kattegat, beide Ver- iinduugsmeerstraßen zwischen der Nord- und Ostsee, passirt Wen. Die Wogen find kurz und stoßen mit einer Kraft gegen unser Häuschen, daß es überall ächzte und krachte. Ich Irrsuchte im Bette zu bleiben, das ging aber gar nicht, bann ging ich in den Salon, noch schlimmer, zuletzt stieg ich auss Lrrdeck hinaus. Huh, welche gespenstische Gestalten, die aus ihren Sabinen schlüpfen, fich ängstlich umsehen, dann schnell an den Rand des Schiffes eilen:
„Und wie er auch spähet und blicket, Und die Stimme, die rufende schicket, Da stößt kein Nachen vom ficheren Strand, Der ihn sitze an das gewünschte Land —"
Ha, wie die Möoen kreisen, bann herunterstürzen, denn ein Gastmahl, wie eS LuculluS seinen Freunben nicht bester bereiten ließ, liegt bor ihnen, unb unter heiserem Geschrei, baS wie baS Gelächter eines CircuSclownS klingt, berzrhren sie unsere Personalunion bon Frühstück und Mittagessen. Bei all diesem Malheur gibt eS doch auch komische Momente. Ein Lehrer hielt eS für rathsam, unß auS einem Büchlein Verhaltungsmaßregeln zur Verhütung der unleidlichen Krank« heit borzulesen. Mit einem Pathos, den ich schon deßhalb bewunderte, weil ich mir fast kein Wort zu sprechen getraute, ba das Oeffnen meines MundeS zu jeber Zeit eine Explosion zur Folge haben konnte, sprach er bavon, wir wir unS legen sollten, waS wir essen sollten unb welche Getränke am nützlichsten wären. Er ergänzte bte interessante Lectüre noch burch eigene Bemerkungen, bon welchen hauptsächlich wichtig war, baß er burch strictes Befolgen der Vorschriften bon der Krankheit berschont wurde. Da bemerkte ich auf einmal, wie sein Redefluß ins Stocken gerieth, er warf dos Buch zur Seite, und was folgte, zeigte uns eben, daß eS kein Mittel gegen Seekrankheit gibt.
Eine Seekrankheit zu beschreiben, ist jedenfalls keine sehr dankbare Aufgabe, eher könnte man sie malen. Nachdem ich zum wiebtelstenmale meine innersten Gefühle den W-llen preisgegeben hatte, bermochie ich wenigstens wieder meinen Kopf ruhig auf den Tisch zu legen. Da hörte ich Kichern und Lachen hinter mir. Jemand sagte: „DaS ist der, welcher schon mehrmals in Amerika war, dem muß man aus dem Wege gehen, er hat Ausbrüche wie der Vesuv." Mir wars einerlei, wa» einer bon mir sagte, ich hatte zu jener Zeit so wenig Interest; am Leben, daß eine Denunclation als Mörder meiner Großmutter mich nicht berührt hätte. Ader der Sprechende hatte es doch nickt böse gemeint, denn er setzte sich zu mir, fühlte meinen Puls und bat mich, ein Pulver
einzunehmen. Mit Mühe hob ich meinen Kopf auf und erkannte den Doctor Zurmann. Ich befolgte fernen Rath und wirklich beruhigte fich mein Magen wieder so, daß ich bald darauf mit Lehrer Würmer in eine politische DiScussion geraden konnte. Die See selbst fing an, ihre revolutionäre Bewegungen rinjustellen, man wurde nicht mehr tote ei« Ballen hinüber- und hrrübecgeworfen, auch die Gesichter verloren allmälig den apathischen Ausdruck, man wurde etwas freuudlicher, rneidete sich nicht mehr, — nur will Niemand eingestehen, daß er wirklich seekrank gewesen ist.
Nun hat man wieder ein Auge für die Berge, die an unS borüberzugleiten scheinen. DaS Panorama wird immer schöner und großartiger. Dort drüben, auf einem kleinen Fleckchen Wiese, den die Natur borsorglich zwischen den felsigen Erhöhungen hingeworfen, weiden einige schwarze Schafe ober kleine Kühe, auch lacht manches hübsche Gesichtchen aus ben Fenstern eines allein bastehenben Häuschens unß entgegen, ober wir sehen ein Taschentuch, baß unß grüßend entgegenflattert.
Früh am Morgen landeten wir in Arendal, einem Städtchen, baß beinahe 5000 Einwohner hat. Wir hielte« unß bloß eine Stnnbe auf. Die Straßen sinb breit und sehr sauber, bie Häuser alle bon Holz, schön bnntig äuge« strichen, unb hinter ben Fenstern schöne weiße Vorhänge, auf bem Gesimse aber stehen bemalte Töpfe mit Blumen. Noch herrschte wenig Leben auf ben Straßen, die kurze Zeit, die wir hatten, berwendeten wir durch den Besuch, den wir ber schönen Kirche abstatteten. Die Zierbe berselben bllbcte ein prachtvoller Altar. Letzterer stammt auß einem früheren Jahrhundert unb ist sehr kunstvoll auSgesÜhrt. Im Norden verwendet man überhaupt viel Fleiß und Geschicklichkeit auf die Ornamentation ber Kirchen.
(Fortsetzung folgt.)


