Ausgabe 
14.11.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

legentltchen Besuch einer Versammlung htnanSgehevdeS Ja« terefie entgegengebrachl werde. Seine Ausführungen fanden in einer angeregten DiSc^sfion fast auSnahmlose Zustimmung und mannigfache Ergänzung. ÄlS Ursache der bedauerlichen Erfahrung wurde, obwohl nicht verkannt wurde, daß einzelne der inneren Mission früher oder auch noch jetzt anhaftende Schwäche manche» verschuldet haben, ganz besonder» die noch immer vorhandene Uabekanntschafr m t der inneren Mission, ihrem Wesen, ihren Z eleu, ihren Werken, hervorgehoben, und allerlei Wege empfohlen, dem abzuhelfen, sodaon der vielfache Mangel an Herz für da» Volk und seine NSthe. Auch der verantwortlichen Aufgabe de» Religionsunterricht» au den höheren Schulen wurde gedacht, und wie uoth es thue, ihm den gebührenden Einfluß zu sichern. Endlich " wurde darauf hingewtesen, wie unnatürlich es sei, wenn fromme Gebildete mit unfrommen in gesellschaft­lichem Verkehr stehen, ohne daß sie von dem bren nenden Verlangen beseelt seien, ihnen zu helfen und ohne diesen Wunsch auf betendem Herzen zu tragen, und wie nothwendtg sei, daß die UnioerfitätS-Profefforen ihren Studenten nicht blo» Fachweißheit vortragen, sondern ihnen in dieser wichtigen und versuchungsreichen Zeit ihrer geistigen Entwickelung auch väterliche Berather und Führer werden. Die ganzen Verhandlungen zeigten, daß man eS in den Streifen der inneren Mission mit diese« Schaden unseres Volksleben» eben so ernst nimmt, wie mit den Nöthen, die bei den armen Leuten hervortreten, daß aber bet aller nüchterner Beurtheilung auch der Optimismus de» Glauben», den der Festprediger un» anpries, nicht fehlt. Möchte den Berathungen auch eine Frucht der That nicht ermangeln.

* Gießener Stadttheater. Am Sonntag gelangt Gust, v. Moser» unverwüstliche» fünfactigr» Lustspiel:Unsere Frauen" zur Aufführung. Am Montag wird auf viel­fachen Wunsch Gerhart Hauptmann» Mäichendrama:Die versunkene Glocke" noch einmal gegeben. Für die kommende Woche ist auch da» berühmte Ballet-Ensemble: Excelstör" fetten» der Dtrectton Kruse & Helm für ein zwetmaltge» Gastspiel gewonnen werden. Die Erneuerung des Abonnement» (II. Serie) erfolgt in der Musikalien­handlung von Ernst Challter.

Oberheffische Gesellschaft für Ratnr- uud Heilkunde. In der Sitzung am 3. November sprach Herr Privatdocent Dr. Sticker über den Aussatz (Lepra). Der Vortragende gab zuerst einen historischen Ueberbltck über das Auftreten und Verschwinden der Lepra in den verschiedenen Ländern und Erdthetlen. Besondere» Jntereffe erregte die Schilderung ihrer Verbreitung in Europa, wo sie im 2. Jahrhundert n. Ehr. zuerst in Italien häufiger auftrat. Im 6. Jahr­hundert kam fie in da» Merovtngische Reich, im 8. und 9. Jahrhundert war fie tu Deutschland einheimisch geworden und nahm von da an und besonder» zur Zett der Kreuzzüge immer mehr an Häufigkeit zu, um im 13. Jahrhundert ihren Höhepunkt und ungefähr eine gleiche Verbreitung zu erreichen, wie fie jetzt die Tuberculose bet un» hat. Zweihundert Jahre später ist die Lepra bi» auf Reste, die fich bi» heute in Norwegen, Irland und Spanien erhalten haben, au» Europa verschwunden, um jedoch in der jüngsten Zeit hier und da al» Gast aus europäischen Colonien wieder aufzutreten. Hieran anschließend schilderte Redner unter Vorlegung zahl­reicher Photographien au» dem Lepra-Asyl in Bombay das KrankheitSbild und die verschiedenen Formen deS Aussatzes, nm sodann auf die Art und Weise der Ansteckung einzugehen. Ueber diesen Gegenstand hat Dr. Sticker al» Mitglied der deutschen Pestcommisiion an ca. 300 Leprösen in Bombay eingehende Untersuchungen angestellt. Hierbei ergab fich, daß fast alle Leprösen an der knorpligen Nasenscheidewand ge- schwürige Veränderungen aufweisen, die außerordentlich reich an lebenden Leprabacillen find. Diese Affection findet fich schon bei Patienten, welche sonst noch an keiner anderen Körperstelle nachweisbare Zeichen von der Lepra tragen. Und da ferner jahrelange Vorzeichen der noch verborgenen Krank­heit an der Nase aufzutreten pflegen, wa» man bisher nicht genügend gewürdigt hatte, so kommt der Vortragende zu dem Schluß, daß die Nasenschletmhaut die Eingangspforte für den LeprabacilluS bildet. Durch da» Auffiaden de» leprösen Geschwüres in der Nase wird e» möglich, die Lepra früh- zeitig zu erkennen, und e» ist dadurch der Weg gewiesen so­wohl zur Heilung der beginnenden Lepra, al» auch zur Ver­hütung der Ansteckung. An den Vortrag schloß fich eine längere DiScufston an, die bewie», wie rege» Interesse die Versammlung an dem Thema genommen.

* ConcertBerein. W r machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß Sonntag Vormittag um 11 Uhr eine Hauptprobe stattfindet. (Siche Inserat.) Karten für Nichtmirglieder 1 Mk., für Schüler und Schülerinnen 60 Pfg.

* Auszeichnung. Herr Bäckermeister Fritz Schreiner dahier erhielt auf derAllgemeinen Ausstellung für Nahrungs­mittel, Bolksernährung rc." zu Berlin (October/November 1897) lür ausgestellte feine Zwiebacke und GesundheitSbrod in der Abtheilnng für Kindernahrung und Krankenpflege die Sil­berne Medaille nebst Diplom.

* Wiener Hof. Zu den wenigen Localen, welche fich durch schöne größere Räumlichkeiten zur Abhaltung von Verein»- und Familien Festen und sonstigen Veranstaltungen eignen, zählt auch derWiener Hof". Herr Restaurateur FeldhauS ließ den nach dem ©arten gelegenen Saal neu renoviren und fei nun der Beachtung der Vereine bei vor- kommenden Fällen der Localftage empfohlen.

* * Startenitiefe unterliegen denselben VersendungSbeding- ungen, wie die gewöhnlichen Briefe. SS ist daher gestattet, den Kartenbrief mit Einlagen zu versehen,- derselbe muß in- deß mit weiteren 10 Pfg. francirt werden, wenn durch die Einlagen da» Gewicht de» Kartenbriefes mehr wie 16 Gramm beträgt. Im Uebrigen können schlecht oder gar nicht gummirte Kartenbriefe jederzeit gegen andere, und die in den Händen de» Publikum» unbrauchbar gewordenen gegen Freimarken »mgetaufcht werden. Da» Post-Regal soll dem

Vernehmen nach auch auf den Ortsverkehr ausgedehnt werden. Ob fich dafür im Reichstage eine Mehrheit finden wird, ist sehr fraglich, weil namentlich in den größeren Städten die Pcwatbriefbeförderung wegen ihrer Billigkeit ziemlich beliebt geworden ist. Da» Allerneueste und Billigste aber ist entschieden die Freipoft, welche demnächst in Berlin mS Leben treten soll. Diese befördert innerhalb Berlins die Briefe umsonst uud liefert dazu noch Papier und Brief­umschläge und verlangt nur, daß die von ihr gelieferten Briefbogen und Umschläge benutzt werden, während fie Dürfe mit anderen Umschlägen von der Beförderung auSschließt. Die Kosten deS Unternehmens sollen damit gedeckt werden, daß die Briefbogen und Umschläge zu Geschäfts-Empfehlungen und sonstigen Reclamen benutzt werden.

Wetterbericht. Im Westen der britischen Inseln liegt heute das Ceurrum einer oerhältmßmäßig tiefen Depression, welche fich bereit» über den Nordweften des ErdtheilS aus- breiter. Da» übrige Europa steht zwar noch unter der Herrschaft de» barometrischen Maximum», doch hat der intenfive Kern des letzteren ganz erheblich an Raum verloren und wird der niedere Druck etwas gegen da» Festland hereindringen. Voraussichtliche Witterung: Bei zunehmender Temperatur zunächst noch heiter, bann Zunahme der Be­wölkung.

F. Bon der Feldkrückerhohe, 11. November. Für die diesmalige Campagne in Bezug auf feine Holzarten au» unseren Vogelsberger Forsten haben fich Kaufliebhaber au« entlegenen Gegenden eingestellt, die sich früher noch nicht ge­zeigt hatten. ES ist ein Käufer au» Künzelsau in Würt­temberg erschienen, er ging an Schwarzwald, Odenwald und Spefiart vorbei und kaufte Ahornholz bis zu 54 Mk. den Festmeter. Sehr wahrscheinlich wirkt die besiere Bahnver- bindung durch die Wetterau bei diesem Kaufliebhaber mit. Aehnltch verhält es fich bei einem Liebhaber und Käufer aus Hirschhorn am Neckar, der ebenfalls jene drei waldreichen Gebirge ganz nahe hat und trotzdem feine» Buchenholz in bedeutender Menge bei un» gekauft hat,- der Feftmeter von dieser Holzart, die bei Weitem nicht so kostbar wie Ahorn ist, wird nur mit 23 bi» 24 Mk. bezahlt.

H. Darmstadt, 13. November. Bei Biblis fand gestern Abend ein Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Arbeiterzug statt. Mehrere Wagen wurden zertrümmert, der Heizer de» Güterzuge» erlitt einen doppelten Schädel­bruch, ein Mann und eine Frau des Arbeiterzuge» leichte Verletzungen im Geficht. Der Verkehr auf der Strecke war theilweise gesperrt, so daß der Großherzog erst gegen Mitter­nacht von einem Jagdausflug nach Osthofen hierher zu­rückkehrte.

* Marburg, 12. November. Eine sehr zahlreiche Ver­sammlung im alldeutschen Verbände im Museum hier beschloß gestern Abend die Absendung folgender Reso­lution an den Reichskanzler und den Staatssecretär des ReichSmarineamte», Gontnabmiral Tirpitz:Eme zahlreich besuchte Versammlung von Bewohnern der Universitätsstadt Marburg, durch einen Vortrag de» Kapitänlieutenants a. D. Weher von der dringenden Nothwendigkeit einer umfangreichen Verstärkung der vaterländischen Kriegsflotte überzeugt, richtet an Euer Durchlaucht (Excellenz) die Bitte, mit aller Kraft für die Durchführung der darauf zielenden Pläne eintreten zu wollen."

Cassel, 11. November. Ein schweres Eisenbahn­unglück fand gestern Abend auf der großen E senbahnbrücke über die Fulda dicht hinter der Eisenbahnstation Gunter«- Hausen statt. Der von Coblenz, bezw. Frankfu'tMarburg nach GaffelHannover fahrende Güterzug 743 war östlich deS Stationsgebäudes Gunter-Haufen eingefahren, um auf ein andere» Geleise umgesetzt zu werden. Beim Rangieren gerieth der ungewöhnlich lange Hintertheil de» Zuge», der fich bl» auf die über die Fulda führende große Eisenbahn­brücke erstreckte, durch falsche Weichenstellung in da» Neben­geleise, in welchem im selben Momente der von Gaffel nach Bebra fahrende Güterzug 505, der den Bahnhof ohne anzu­halten durchfährt, Herangebrauft kam und mit dem andern Zuge zusammenstieß, so daß zwei Waggon» über da» Brücken­geländer geschleudert wurden und in die Fulda stürzten. Eine Anzahl weiterer Waggons sowie da» Brückengeländer wurden beschädigt und zertrümmert. Da da» Fahrpersonal absprang, so wurden Menschen zum Glück nicht verletzt.

Berlin, 12. November. Heute Nacht wurde im CriminalgerichtSgebäude, und zwar in einer Ab- theilung, die al» Aufbewahrungsort für beschlagnahmte Gegen­stände dient, ein Einbruch» diebstahl verübt. Als der Castellon früh den Keller betrat, fand er die Gitterthür zum Borraum, sowie die Thüre zum Lagerraum offen und da» Schloß gewaltsam erbrochen. Bei der Durchsuchung wurde ein Mann in einer dunklen Ecke versteckt gefunden, in dem man einen Schreiber vom Amtsgericht Namen» Alex er­kannte. Die Vernehmung ist heute vormittag erfolgt.

* Flensburg, 12. November. In der vergangenen Nacht wurde der Bahnhof Schwackendorf an der Bahn Flensburg-Kappeln durch eine Feuersbrunst mit sämmtllchen Nebengebäuden vollständig eiugeäschert. Der Vieh­bestand ist in den Flammen umgekommen.

* Der MattiuSabend am Niederrhein. Man berichtet auS Düsseldorf vom 11. d. Mts.: Der gestrige MartinS- obenb war von schönem Wetter begünstigt, unb so burchzogen denn alsbald nach Einbruch der Dunkelheit in althergebrachter Weise große Schaaren von Kwdern mit ihren MartinSlampen die Straßen der Stadt. Ja den einzelnen Stadtthellen fanden unter Betheiligung von Mufikcapellen größere Um­züge statt. Einen ganz besonders lebhaften, malerischen An­blick bot die Alleestraße, wo Tausende bunter Lampion»

durcheinander wogten. Auch auf den übrigen Straßen nn Plätzen herrschte rege» Leben, und bi» spät in den Aden hinein erscholl überall da» fröhliche Lied vomMäteSmann"

AmsMg cm» bew fr er eubt et**.

October: 23. Heinrich Friedrich Ferdinand Jung, Krllner zu Aschaffenburg, mit Elisabeth Becker Hierselbst. November: 8. Heinrich VooS, Bierbrauereigehülie zu Pfungstadt, mit Dorothea Frick daselbst. 8. Johanne« Carl Eichmann, Kaufmann zu Gießen, mit Oltilie Neumann zu Schotten. 9. Albert Hofmann II., Weißbinder zu Ober-Wöllstadt, mit Ann« Fischer daselbst. 11. Franz Theodor Backhaus, Hoboist dahier, mit Friederike Johannetie Simon hierselbft. 12. Emil Freund, Kellner dahier, mit Maria Magdalene Gerstadt zu Johannisberg a. Rh.

GdafMISetzmAOO«.

November: 6. Friedrich Wilhelm Böhme, Kaufmann zu Dort­mund, mit Marie Karoline Emilie Katharine Jughard bitifdbfL 6. Wilhelm Heinrich Nau, Spengler dahier, mit Caroline Hoffmann Hierselbst. 10. Wilhelm Kern, PosthilfSbot« dahier, mit Auguste Schäfer von Hasielbach. 11. Karl Anton Heinrich Nie», Forstaffcffor zu Erbach i. £)., mit Amalie Anna Elisabeth Leinberger hierseldst.

Motrai.

October: 31. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochter, Wilhelmine Christine. November: 2. Dem Schlaffer Albert Franz Otto ein Sohn, Friedrich. 3 Dem Installateur Wilhelm Wehn ein Sohn, Adolf. 3. Dem Taglöhner Jost Bergener eine Tochter, Luise. 4. Dem Eisenbahnschaffner Joseph Pauly eine Tochter, Anna. 5. De« Hilfsbremser Philipp Rahn eine Tochter, Marie Wilhelmine. 6. Dem Händler Jacob Rühl eine Tochter. 7. Dem Schuhmacher Friedrich Keil eine Tochter.

tttovfrtttt.

November: 6. Karoline Maier, 5 Monate alt, Tochter von Dachdecker Hermann Maier dahier. 6. Theodor Tichan, 3 Monate alt, Sohn von Schlaffer Theodor Tschan dahier. 8. Auguste Loth, 23 Jahre alt, Tochter von Wirth Karl Loth dahier. 10. Philipp Wall, 39 Jahre alt, Landwirth von Hol,Hausen, Krei« Friedbeig. 11. Luise Trinkaus, 2 Monate alt, Tochter von Metzgermeister Gustav TrinkauS dahier.

Auszug aus den Arrchenbüchera

der Stadt (Aicf»cu.

Evangelische Gemeinde.

iBttiamt.

MatthäuSgemeinde.

Den 6. November. Friedr ch Wilhelm Böhme, Kaufmann zu Dortmund, und Marie Karoline Emilie Katharine Jughardt, Tochter deS Metzger» unb Wirth« Ernst Jughardt zu Gießen.

Den 10. November. Wilhelm Kern, Posthilfsbote zu Gießen, und Auguste Schäfer, Tochter deS Maurer« Peter Schäfer zu Haffelbach

JohanneSgemeinde.

Den 6. November. Wilhelm Heinrich Nau, Spengler zu Gießen, und Karoline Hoffmann, Tochter des verstorbenen Schneider» Christoph Hoffmann zu Ellnrode.

Den 11. November. Carl Anton Heinrich Nie«, Forstaffessor zu Erbach i. O., und Amalie Anna Elisabeth Leinberger, Tochter des verstorbenen Apotheker« Adalbert Leinberger zu Gießen.

♦la oft«.

MatthäuSgemeinde.

Den 7. November. Dem Bierkutscher Wilhelm Balser ein Sohn, Anton Philipp Johann, geboren den 11. October.

MarkuSgemeinde.

Den 7. November. Dem Schlaffer Wilhelm Klö« ein Sohn, Christian Hermann Robert, geboren den 6. Octoder.

Denselben. Dem Schreinermeister Christian Schopbach eine Tochter, Emtlie Henriette, geboren den 18. October.

LukaSgemeind e.

Den 7. November. Dem Locomotivheizer Johanne« Michel eine Tochter, Margarethe geboren den 9. October.

Denselben. Dem Stationsetnnehmer Karl Kohlermann ein Sohn, Hermann Adolf Gustav, geboren den 11. October.

Denselben. Dem Bahnarbeiter Wilhelm Gelsebach ein Sohn, Heinrich Friedrich, geboren den 11. October.

JohanneSgemeinde

Den 6. November. Dem Kaufmann Adolf Zurbuch eine Tochter, Emmy, geboren den 3. Juli.

Den 7. November. Dem Ober-Postasffstenten Wilhelm Kammer eine Tochter, Therese Anna, geboren den 15. October.

Denselben. Dem Wagnermeister August Führer ein Sohn, Willi Friedrich, geboren den 13. August.

Denselben. Dem Schneider Heinrich Müller ein Sohn, Heinrich Jakob, geboren den 12. Juli.

isttxbieu.

MarkuSgemeinde.

Den 8. November. Katharine Elisabethe Weller, 64 Jahre eit, starb den 5. November.

-JohanneSgemeinde.

Den 10. November. Auguste Loth, Tochter de« Wirth» Carl Loth, 23 Jahre alt, starb den 8. November.

Universität- - Nachrichten.

Berlin. Die Privatdocmten der philosophischen Facultät der hiesigen Universität, Dr. Richard Sternfeld und Dr. Erich Liesegang, wurden zu Profefforen ernannt.

BreSlau. Geheimralh Ferd. Cohn, Director de« pstanzm- phyfiologischen Institut« der BreSlauer Univerfftät, feiert am 13. No­vember sein bOjöhige« Doctor-Jubiläum. Professor Cohn, einer der hervorragendsten Notanker der Gegenwart, bat bekanntlich durch seine Untersuchungen über krankheiterregmde Mikro-OrganiSmen den Grund zur Bacteriologie gelegt.

Der Stockholmer Großhändler F. Kempe hat am 6. d»., dem Gustao-Adolftage, der Univerfftät Upsala 150000 Kronen zur Errichtung einer Profeffur sür Pflanzenphyffologie gestiftet.

New-Dork. Die Bostoner iheoloaische Facultät hat einen Geistlichen, welcher neulich im Löwenkäfig deS Bostoner zoolo­gischen GattenS eine Trauung vollzog, relegirt. Seine Conferenz droht mit einem DiSciplinar-Verfahren.

CHaratn* unb Kauft

»in elegante», Heine» Geschenk für Damen ist der auch in diesem Jahre wieder erschienene Hande & Epener'sche Damen-Almanach (32. Jahrg. für 1898. Verlag von Haube 4 Spener, Berlin). Die von Jahr zu Jahr zunehmende Beliebtheit de« Almanachs beweist schon hinreichend, daß nicht nur sein Aeußere», sondern auch der practische, zweckentsprechende Inhalt, der durch geschickt ausgewählte .Wochensprüche" bereichert wurde, den Beifall der Damenwelt verdient und gefunden hat.