BtnfftI, 12. October. Vom 1. Jarmar ab werden die ( Eisenbahnwagen erster Klasse ans Anordnung deS Eisenbahn-Minister- abgeschafft.
Loudon. 12. October. Die Westminster Gazette be- Häupter, daß durch die Vermittelung der Zarin und der Großfürstin Elisabeth die Beziehungen Kaiser Wilhelms zur Königin Victoria von England sehr innige ge- morden find. Kaiser Wilhelm habe etneu sehr herzlichen Brief an die Königin geschrieben und werde im Monat November einen zweitägigen streng privaten Besuch in Balmoral abstatten und die Königin zum Frühjahr nach Potsdam einladen.
Revyork, 12. October. Die Wahl de» demokratischen Eandidaten zum Oberbürgermeister von Groß« Rewyork scheint gesichert.
Berlin, 13. October. Der gestrige EmpfangSabeud beim Fürsten Hohenlohe zu Ehren der hier tagenden iuter« nationalen Lepra-Couferenz nah« einen glänzenden Verlauf. ES waren etwa 300 namhafte medicinische Eapacitäten, sowie die Minister, außer Miquel, die TtaatSsecretäre und andere hohe Würdenträger erschienen. Fürst Hohenlohe unter- hielt sich lebhaft mit Herrn v. Bülow und Professor Virchow, der gestern als am Vorabend feine» 76. Geburtstages besondere Ehrungen erfuhr.
Berlin, 13. October. Fürst Bismarck empfing gestern in FriedrichSruh den Vorsitzenden des Dtrectortum» de» Eeutral-VerbaudeS deutscher Industrieller, Commerzieu- rath Hassler au» Augsburg. In der Unterhaltung nahm der Fürst, wie die „Berl. Polit. Nachr." berichten, Gelegenheit, seine besondere Genugthuuog über daS Zusammengehen von Laudwirthschaft, Industrie und Handel bei der Vor- berathung für den Abschluß neuer Handelsverträge aus- zudrücken.
Berlin, 13. October. Nach einem Telegramm des „Localanzeiger»" aus Christi an ia erklärte Nansen in einer Unterredung, er betrachte eS nicht al» ein ungünstige« Zeichen, daß man von Andrs noch nickt» gehört hat. Der- selbe sei wahrscheinlich noch am Leben. E» sei möglich, daß keine Nachricht vor dem Frühling von ihm etutreffe. Da er Proviant für drei Monate hätte, könne er den Winter aushalten.
Berlin, 13. October. Die An archisten hatten für gestern Abend eine öffentliche Volksversammlung einberufen, nm über die Stellung der Socialdemokraten zu den Landtagswahlen zu refertren. Da» Referat harte Schlosser WeiShit Übernommen. Der Redner geißelte den Beschluß de» Hamburger Parteitages und ferner da» Verhalten der Socialdemokcaten beim Formerstrtke. Die nur schwach besuchte Versammlung fand einen frühzeitigen Beschluß.
Nom, 13. Oktober. Der Fürst von Montenegro wird demnächst zum Besuch des KöaigSpaareS in Monza eintreffen
Petersburg, 13. October. Auf der Insel Oesel an der Küste von Esthland entstanden Bauern Unruhen infolge der Einführung der russischen Sprache. Militär wußte requirtrt werden. ES kam zu Zusammenstößen, wobei mehrere Personen verletzt wurden.
ltooaLes unfc provinzielles.
Gießen, den 13. Oktober 1897.
•• Auszeichnung. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergoädigst geruht, am 4. October dem Wilhelm Lüdecke, Kammerdiener des Grafen Oriola zu Büdesheim, da» Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen.
’* Postprrsonaluachrichte«. Versetzt find: der Post- secretär Quenzletn von Mülhausen (Elsaß) nach Gießen, der Postoerwalter Kleiß von Lorsch (Hessen) nach Bürgel (Hessen), der Ober-Telegraphenasfistent M etzner von Mainz nach Berlin, der Telegraphenasfiftent Göruert von Mainz nach Darmstadt. — Ernannt find: der Postasfisteut Germann in Darmstadt zum Telegrapheuassiftenten, der Kanzlist Wenzel in Darmstadt zum Ober-Telegraphenasfifteuten. — Angestellt find als Postsecretäre die Postpractikanten Delp auS Dortmund in Darmstadt, Schuchmann au« Hannover in Mainz- als Postassisteuten Bach aus Coesfeld in Nidda, RenSmann aus Münster (Westfalen) in WormS. — Angenommen ist: als Postanwärter der Schutzmann Lepper in Mainz- als Postagent der Schneidermeister Philipp Heß in Nlederflörsheim. — In den Ruhestand getreten find: der Postsecretär Lipke in Mainz, der Postverwalter Stotz in Lich, der Ober-Telegraphenafsistent Brüggenwerth in Darmstadt.
•• RekruteutraNSporte. In ganz besonder» starker Weise werden von morgen, 14. October, ab bi» zum Abend de» 15. October die Eisenbahnen Deutschland» durch die Beförderung der zu ihren Regimentern etnrückendev Rekruten tu Anspruch genommen werden. Auch die Station Gießen passiren alljährlich große RekrutentrauSporte, hauptsächlich nach Elsaß Lothringen bestimmt.
•• Am Gießener VolkSbad find die Zimmerleute seit gestern beschäftigt, den Dachstuhl zu errichten. Damit ist die Möglichkeit gesichert, daß die Gebäulichkeit desselben vor Eintritt der schlechten Jahreszeit unter Dach kommt.
** Spende. Professor Dr. Simon in Baltimore hat al» Spende ehemaliger Schüler de» Professor» Dr. Buchu er, die in Amerika weilen, ca. 200 Mk. au den Gleiberg-Verein gelangen lassen mit der Bitte, den Betrag im Sinne de» verewigten Lehrer» in der alten Burg zu verwenden. ES soll der verein die Absicht haben, diesen Betrag mit zur Wiederherstellung deS sogen. Philipp-thurwe», einem Liebling»- gedankeu deS Dr. Buchner, zu verwenden. Vielleicht gibt diese Mittheilung auch den hiesigen zahlreichen ehemaligen Schülern Dr. Buchner» Veranlassung, sich durch eine Samm- । hing zum gleichen Zweck zur Ehrung ihre» allbeliebten ehemaligen Lehrer» zu betheiligen.
*• Sport. Am vergangenen Sonntag errang Herr Karl Keil, Mitglied de» Ersten Gießener Stemm- und Ring- Clubs, in Darmstadt den Ersten Prei» (Meisterschaft von Hessen) im Wett- und Dauerlauf. Kraft Heil!
•* Stadttheater. Da» seit mehreren Jahren hier nicht mehr aufgeführte Schönthau-Kadelburg'sche Lustspiel »Der Herr Senator" wird Donnerstag hier gegeben. Herr Director Helm spielt darin den »Senator Andersen", eine seiner hervorragendsten Rollen, mit welcher der beliebte Darsteller u. a. am Hoftheater in Gera ungewöhnliche Erfolge erzielte. Auch die Besetzung der übrigen Rollen läßt auf eine gute Durchführung des Stückes schließen.
*♦ Sectio» Gieße» de» Deutsche» »»d Oesterreichifchen AlpruveretuS. In der letzten MonatSversammlung schilderte Herr Rentner Pisto r seine Wanderungen im Kaiserthal, den Tauern und den Dolomiten. Der August diese» Jahre» erwies sich, ander» als der vorjährige, dem Bergsteigen sehr günstig. Von der Hinteren Bärenbadhütte stattete Redner zunächst der Elmauer Haltspitz einen Besuch ab, einem Gipfel, der seinem anregenden, nicht allzu schwierigen Aufstieg und dem herrlichen Ueberblick über daS Kaisergebtrg seinen touristischen Ruf verdankt. Die Tage darauf uuteruowmeue Besteigung der Ackerl-Spitz gewährte überraschende Ttefbiicke in da» Leukenthal und seine Verzweigungen. Die Gisela- bahn brachte unseren Wanderer von S. Johann i. T. nach Zell a. S. Nach einer Wanderung durch da» Kaprunerthal, da» durch seine Verkehrs- und Hotelverhältnisse den Touristenstrom immer mehr auf sich lenkt, wurde auf der Kaindlhütte übernachtet und nächsten Tages der formeuschönste Berg der Glocknergruppe, da» Große Wiesbachhorn, erstiegen. Eine langwierige Gipfel- und Gletscherwanderung sührte von dort herüber zur Pasterze und inS Thal der Möll. Nun herüber nach Lienz, mit der Bahn nach Toblach und daS Rienzthal aufwärt». Nach manchen kleineren Unternehmungen in der Umgegend von Cortina wurde mit dem Pelmo der südlichste Hauptgipfel der Awpezzaner Dolomiten erreicht. Der Aufstieg von der Capauna Venezia erfolgte über da» berühmte Ball'sche Baud, der Abstieg über das zwar kürzere, aber durch seine Schlotterbedeckung schwierigere obere Band. Leider bestätigte sich die dort schon früher von Sectiousmitgliedern gemachte Erfahrung, daß die Unbescheidenheit italienischer Führer den Genuß der Wanderungen in diesem Gebiet beeinträchtigt. — Am nächsten Sonntag unternimmt die Section eine Wanderung ins Hinterland. (Bergl. Annonce.)
** Julin» vo» Payer. Ueber die Persönlichkeit deS berühmten Nordpolfahrers Ritter v. Payer, der am 18. October, 8Vi Uhr Abends im „Einhorn" Vortrag halten wird, erfahren wir von unterrichteter Seite folgende Einzelheiten: Julius v. Payer ist am 1. September 1842 in Teplitz in Böhmen geboren und erhielt seine Ausbildung in der Militär-Akademie in Wiener Neustadt, au» der er im Jahre 1859 als Lieutenant in da» 36. Infanterie-Regiment eintrat, das damals in Italien garnisonirte. Vom Beginn der sechziger Jahre her datiren die ersten Mittheilungen über die Thätigkeit Payers als tüchtiger Bergsteiger, der überdies von seinen großartigen Touren in die unwegsamsten Gebiete der Alpen höchst anschauliche und instructive Darstellungen in der Presse veröffentlichte. Die Jahrgänge 1864 bis 1869 von PetermannS „geographischen Mittheilungen" enthalten Berichte Payers über Besteigung deS Großglockner von Kals auS, Durchforschung der Trafoier, Adamello-, Presanella- Älpen und der Ortler-Alpeu - im „Jahrbuch des österrelch- ischeu AlpeuveretuS" 1867, 1868 und 1869 finden sich Schilderungen Payers Über Ersteigung des Madatschberge», Besteigung de» Monte Zebru und „der Monte Bios." Iw Jahre 1868 erging an Payer von dem Unternehmer der deutschen Nordpol-Expedition Dr. August Petermann, die Aufforderung zur Thetluahme an der für da» Jahr 1869 in Aussicht genommenen Nordpol-Expedition. Es war die sogenannte „zweite deutsche" Nordpol. Expedition. Die lieber» Winterung erfolgte in 74° 31' nördl. Breite an der Sabine- Insel- im März und April 1870 machte Payer ausgedehnte Schlittenreisen an der grönländischen Küste, welche sich bis 77® 1' nördl. Breite erstrecken. Dieser Punkt wurde am 15. April erreicht. Diese Expedition führte zur Entdeckung des Franz Josef-FjordS an der Ostküste Grönlands und des diese Bucht umrahmenden alpengleichen Gebirges, in dem eine 2200 Meter hoch aufragende Spitze fortan den Namen Payer-Spitze führt. Payer litt es nach der Rückkehr nicht lange in gemäßigteren Zonen, schon 1871 finden wir ihn wieder im nördlichen Eismeere, diesmal in Gesellschaft de» Schiffslieutenants Weyprecht, auf einer „RecognoSzirungs- fahrt" zwischen Spitzbergen und Nowaja-Semlja, die (tm September) bis zum 80® nördl. Brette führte. Da die kühnen Reisenden hier überall offenes, eisfreies Meer fanden, beschlossen fie, eine große Expedition zur Erforschung in dieser Richtung zu veranstalten, welche von den Vorauge- gaugenen arktischen Expeditionen bisher total vernachläsfigt worden war. Ihrer Energie gelang e», die Zurüstungen hierzu so zu beschleunigen, daß da» dazu bestimmte Schiff „Tegetthoff" schon am 13. Juni 1872 von Bremerhafen au» in See stechen konnte. Die Fahrt ging von Hammerfest au» quer durch da» DarentS-Meer direct gegen Rowaja- Semlja, doch wurde der „Tegetthoff" diesmal schon unter 76® 80' nördl. Breite vom Eise eingeschloffen und nach Norden getrieben. Im Sommer 1873 wurden versuche gemacht, durch Zersägen und Sprengen deS Eise» da» Schiff frei zu machen - diese versuche waren aber sruchtlo». Im Herbste wurde das Schiff in die Nähe eine» unbekannten Gebirgslandes getrieben. Es war da» ausgedehnte Gebiet deS Franz Josef-Lande». Der zweite Winter wurde unterm 79® 51' nördl. Breite im Eise zugebracht. Im März 1874 unternahm Payer vom Schiffe au» eine Schlttienreise, wobei i)ie Brette von 82® 5' erreicht wurde, während e» bis zum 83® abgepeilt wurde. Der nördliche Punkt wurde Cap Wien genannt. Im Mai 1874 kehrte Payer wieder an Bord zurück, doch mußte der „Tegetthoff" verlassen werden, und am 20. Mat trat die Mannschaft mit Boote» u»d Schlitten den
Rückzug an. 96 Tage dauerte diese abenteuerliche Fahrt. Unterm 77® 40' erreichte man wieder freies Meer. Die Küste Nowaja-Semlja» entlang fahrend, wurde die Manu- ichaft am 24. August vom russischen Schiffer Feodor Woronin aufgenommen und erreichte nach neuntägiger Fahrt den schwedischen Hafen vardöe. von hier kehrte die Expedttion, für die man schon ernste Besorgnisse hrgte, über Hamburg nach Wien zurück, überall Gegenstand der herzlichsten Ovationen. Nach der Rückkehr von dieser Expedition nahm Payer seinen Abschied al» Offizier und lebte seitdem al» Maler in München, dann längere Jahre in Pari» und seit einiger Zeit wieder in Wien.
** Die Landburgermeister de» Großherzogthum» Hessen haben der Regierung eine Eingabe unterbreitet, in der fie Erhöhung ihrer Bureaukosten — auf 1 Mk. pro Kopf ihrer Gemeinde —, uw einen Staat»zuschuß für ihre dem Staat zu leistenden Dienste und um eine Pension bei dem Ausscheiden auS dem Dienste nachsuchen.
— Wetterbericht. Da» DepresfiouSgebtet im Norden mit dem Centrum über Skandinavien hat seinen Wirkung»- kreis erneuert und seinen Bereich in südlicher Richtung bi» nach Central Europa herein bereit» ausgedehnt. Relativ höherer Druck besteht soaach im Süden und Westen de» Erd- theil», doch sind von barometrischen Moxima nur noch einzelne schwache Sterne vorhanden. Die Witterung ist meist trüb und find stellenweise, zumeist im Norden, Niederschläge gefallen, voraussichtliche Witterung: Meist trübe«, im Allgemeinen mildes Wetter mit Niederschlägen.
Gruvberg, 11. October. Gegenwärtig ist der Vorstand des Turnvereins mit den Vorbereitungen zur Turnhalleeinweihung, welche nun doch, wie zuerst vorgesehen, am 31. October stattfindeu soll, beschäftigt. Bereits vor einiger Zeit find die Einladungen an die Vereine de» Gaues Hessen versandt worden, und steht zu erwarten, daß diese trotz der ungünstigen Jahreszeit zahlreiche Vertreter zu dem Feste entsenden werden. In dem für da» letztere aufgestellten Pro- gramm ist eine Vorfeier am Sam-tag Abend vorgesehen, zu deren Verschönerung auch der hiesige Gesangverein und der Kirchenchor ihre Mitwirkung zugesagt haben. Ansprachen, Mufikoorträge, lebende Bilder mit verbindender Deklamation usw. werden außerdem in reichlicher Weise für Unterhaltung sorgen. Die eigentliche Feier nimmt am Sonntag nach dem Mittagsgotte»dienst mit einem Festzuge ihren Anfang und endigt am Abend mit einem Balle. Festrnufik sowohl wie Ballrnufik werden von der Capelle de» Hanauer Ulanen- Regiment» ausgeführt.
-r. Bad-Nauheim, 13. October. Frau Konitzkh aus Antwerpen, welche, wie f. Z. in Ihrem Blatte erwähnt 50000Mk. zur Erbauung des neuen städtischen Kurhospital» gestiftet, hat jetzt ueuerding» wiederum Herrn Bürgermeister Wörner dahier 150 000 Mk. für dasselbe zugewendet unter der Bedingung, daß da» alte KurhoSpttal (direct am neuen Hospital) niedergelegt und zu Gartenanlageu hergerichtet wird, und daß ferner mehrere Freistellen für gänzlich Unbemittelte in dem neuen KurhoSpttal errichtet werden sollen. Gleichzeitig wünscht die hochherzige Dame auch, daß ein Bade- hauS dabei erbaut werde, wodurch e» mit Genehmigung hoher Staatsregierung durch Ueberlaflung der Soole möglich fein würde, Wi nt erkür en für die Hoßpltaliten einzuführen.
Rödgen bei Friedberg, 12. October. Bei der letzthin ftattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde da» langjährige Mitglied de» Gemeiuderath» Jener mit einer Mehr^ bett von 8 Stimmen gewählt.
ttteratwr unfc
— 3m Verlag der I. Ricker'scben Verlagsbuchhandlung in Gießen erschien: Die E-emikerpUÜf««g als vielumstrittene Zeitsrage. Bon Professor Dr. Alex. Naumann, Gießen. Prei« 1 Mk. Gedruckt in Leipzig bei C. G. Röder.
Eingesair-t.
Gießen, den 12. October 1897.
Verehrliche Redaction!
Unter „Eingesandt" Ihre« geschätzten Blattes wurde da« Publikum schon oft auf manchen Kunstgenuß aufmerksam gemacht, erst vor einigen Tagen auf das Hämmern mit ungeübten Händen aut dem Klavier. Eines besonderen Kunstgenusses aber ist noch nicht gedacht worden, und deshalb bitte ich Sie, diese Mittheilung in Ihrem geschätzten Blatte zu veröffentlichen. In der mittleren Schill erfaße gastirt schon seit Wochen ein Hunde-Quartett. Tagsüber läßt ich dasselbe oft stundenlang hören, aber ganz besonders in frühester Morgenstunde, etwa von 6 bis 8 Uhr, bringen die Gesänge tief in die Herzen der Menschheit und in die Schlafstuben der lieben Jtldnen.
Dom tiefsten Baß bis zum höchftm Tenor Zermalmen die Töne das menschliche Ohr Und erfüllen die Seele mit Grauen.
Und der Säugling, fchlafend in seinem Bett, Fährt jäh zusammen durchs Hunde-Quartett. Und ob auch der Mensch verzweifelnd fchrett, Ist doch Keiner da, der ihn vom Gebell befreit.
Ich kann dem kunstsinnigen Publikum nur empfehlen, die Concerte mitanzuhören, um so mehr, da die Eingänge zur Schiller- iraße und zur Ederstraße für Jedermann unentgeltlich offen stehen. Vielleicht bemühen sich auch die Schutzleute einmal öfter und namentlich um die angegebene Zeit dorthin, damit auch fie sich de« Genusses diese« Ohrenschmauses erfreuen.
Der Einsender.
Wöchentlich« llkberficht der TodefisMe in Stete».
41. Woche. Vom 3. October bis 9. October 1897.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Müttti). SterblichkeitTztffer: 10,94, nach Abzug der OrtSfremdm 2,190/y.
48 Sarden an: Zusammen:
Erwachsene:
Kinder tm DOW
DiphtheritiS
1 (1)
l.Leben«fahr: 2.—15. Jahtt — - i m
Atrophie
1
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1 -
Gehirnerweichung
1 (1)
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Nierenentzündung
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Selbstmord _____
1 (1)
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Summa: 5 (4) 3 (3) 1 1 (i)
A»fru Die in Klammen gesetzten Ziffern geben en, wie viele der Tober»!>Ule in der betreffenden Krankheit auf von autaftrt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
So sollen auf Hofgule < fannt zu tzvltur art
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