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-Halste billiger all der jetzige Preis beträgt) auf de» Markt zu bringen. 6e kommt nun darauf an, ob das Fabrikat auch ein — gute! ist.
** Laudesbrandkaste. DaS Bedürfntß der Brandver- ficherungskaffe für unser Großherzogthum aus dem Jahre 1896 berechnet sich laut „SDffb. Zrg." im Ganzen auf 936,344 Mark 25 Pfg., wovon auf Entschädigungen und AbschätznngSkosten 786,530 Mark 26 Pf. entfallen. Hiervon kommt auf die Provinz Starkenburg der größte Theil mit 313,734 Mark 54 Pfg., dann folgt die Provinz Ober- heffen mit 265,527 Mark 40 Pfg. und die Provinz Rhein- heffen mit 207,268 Mark 32 Pfg. Die Eingang! erwähnte Summe soll durch einen Ausschlag von 7 Pfennig auf je ein Hundert Mark Umlagecapttal gedeckt werden und die Erhebung dieses Betrag! in den ersten 25 Tagen deö Monat! Juli in einem Ziel erfolgen. Das Umlagecapttal be» trägt zum Aulschlag für da! Jahr 1896 in der Provinz Starkenburg 563,377,790 Mk.
*• Zn »al Ctgarreustummel noch bienen können. Bor einiger Zeit wurden in Mühlhausen durch einen norddeutschen Reisenden hauptsächlich in Wirthschaften und Specerei- läden Liga rett en verkauft, welche gegenüber anderen Zigaretten unvergleichlich billig waren. Man mußte unwill« kürlich auch schon beim Betrachten der Maare auf den Gedanken kommen, daß die Maare minderwerthig sein könne. Die Cigaretten, welche mit der Bezeichnung „Cigaretten- Fabrik, Specialttät: Kameruner-Neger" versehen sind, wurden einer chemischen Untersuchung unterworfen, welche ergab, daß dieselben sehr viel N cotin enthalten, woran! zu schließen ist, daß ihr Tabak au! zerkleinerten Cigarrenstummeln besteht. Die gefärbten Papierhülsen find von einem ganz ungeeigneten Papier gemacht. Die betreffenden Abnehmer, Mirthe n. f. w., haben die gekaufte Maare zum großen Theil wegwerfen müssen, und find somit ziemlich geschädigt worden. Diese Zeilen werden somit wohl genügen, Kaufleute vor dem Einkauf solcher billigen Maare zu warnen.
** Wetterbericht. Während im Nordosten sowie im Nordwesten de! Erdtheil! hoher Druck mit verstärkter Inten- fiiät fortbesteht, gehört Central-Europa einem ausgedehnten Depreffionlgebiete an. Dasselbe weist heute zwei Zentra auf; das eine über dem Skagerrak, da! andere über Ober- Italien. Dabei treten am Nordfuße der Alpen zahlreiche kleine Theilminima auf, sodaß namentlich im Süden Deutschland! trübe!, kühle! Wetter mit Schnee und Graupelböen herrscht. — Boraulsichtliche Witterung: Zunächst «och kühl und unbeständig.
W. Rieder Mockstadt, 12. Mai. Hier stürzte eben ein Theil eine! Stalle!, der reparirt werden sollte, wahrscheinlich in Folge ungenügender Absprteßung, zusammen. Einem Maurer wurde der Kopf zerschmettert. Derselbe war sofort tobt. Ein anderer wurde mit zerbrochenen Beinen unter den Trümmern heraulgeholt.
Göbelnrod, 7. Mai. In der letzten Schöffengerichtl- sitzung zu Grünberg wurde ein Fortbildunglschüler au! Nieder-Ohmen wegen ungebührlichen Betragen! gegen seinen Lehrer zu 14 Tagen Haft verurtheilt.
Schwarz bei Alsfeld, 9. Mai. Bor einigen Tagen hat Herr Bürgermeister W. von Wallersdorf beim Grabenmachen auf seiner Wiese verschiedene französische Gold- und Silbermünzen gefunden.
X. Darmstadt, 11. Mai. Auch jetzt, am Ende der Bortraglzeit, bot der Naturwissenschaftliche Verein seinen, inlgesammt mehr als 200, Mitgliedern, wovon etwa ein Fünftel erschienen, einen hochinteressanten Vortrag, indem der Docent für Botanik an der Technischen Hochschule, Herr Prof. Dr. Schenck über die Kletterpflanzen ober Lianen, namentlich bie interessanten tropischen Arten derselben an Hand einer von ihm vor Jahren in Brasilien gemachten zahlreichen Sammlung von Lianenstämmen sprach. Er gab zunächst eine kurze Characteristik del Tropen-Walde! mit seinen immergrünen Laubhölzern (Coniseren und Cupultseren fehlen), Palm- und Farnbäumev, Bambusen, dann mit den au! der Luft ihr Wasser nehmenden Epiphyten und den mit ihnen vergesellschafteten Lianen. Beide find keine Schmarotzer, sondern dal Aufranken der mit nachwachsenden Stengel behafteten Pflanzen im dichten Urwald ist durch den Kampf um Licht und Lust bedingt. Unter den Kletterpflanzen find, und zwar in den Tropen, solche di! nahezu 250 Mtr. Höhe, also weit höher als die Riesenbaume GaUfornienl; sie gehören zu den sogen. Spreizklimmern - andere sind Wurzelklimmer, wie unser Epheu, wieder andere Windenpflanzen, wie die verschiedenen Arten Convolvulul, Geißblatt u. s. eine große Gruppe umfaßt dann die Ranker, deren Ranken infolge Con« tactreife! die betreffenden Stämme umwinden. Die Dicke der Lianen ist kaum über 1 Fuß, ihre Stengel haben sehr weite Gesäße,- ferner haben die Stämme eine große Biegunglund Zugfestigkeit. Bei einigen erscheint die sogen. Kabel- structur, wobei feste Holzkörper in weiche! Gewebe eingebettet find und manchmal sehr schöne Querschnittzeichnungen heraus- fommen; da! Wachlthum in die Dicke geht bei den Lianen anders vor fich, all bei unseren gewöhnlichen Bäumen. — Herr Privatdocent Dr. ©reim demonstrirte ein unlängst herausgekommene! geologische! Profil der Alpen von
Pros. Zeller in Bern, bal gegenüber früher erschienenen nur wirklich Vorhandene! enthält, die einzelnen Formationen in verschiedenen Farben, und im Maßstab der Länge von 1:20,000 und ebensolchem der Höhe aufgezeichnet ist, wodurch selbst 3700 Mtr. Berge im Vergleich der Längenauldehnung del Ganzen nicht besonder! stattlich erscheinen. Das Profil, da! auch Freunde der Alpen wohl interesfirt, ist ca. 8*/, Mtr. lang und sehr anschaulich hergestellt.
Mainz, 12. Mat. In dem „Verein Mainzer Kaufleute" hielt gestern Abend Herr Redacteur Oes er aul Frankfurt a. M. einen Vortrag über die Besteuerung der Waarenhäuser, Filialgeschäste und Bazare". Redner beleuchtete zuerst den von Brockhausen'schen Antrag über die Besteuerung der Waarenhänier rc., um fich allbann eingehend mit dem Schulze -Giffhorn'schen Entwurf zu beschäftigen, deffen practische Undurchsührbarkeit er nachwiel. Al! dann untersuchte er die Mittel, die zu einer Erstarkung del DetailgeschäfteS führen und ihm den Wettbewerb mit den Großmagazinen ermöglichen können. Die Versammlung drückte dem Redner ihre Zustimmung durch Beifall und Erheben von den Plätzen aul. Der Verein wird sich in seiner nächsten Sitzung weiter mit der Anaelegenbeit befasse«.
Gottesdienst in der Synagoge.
SamStag den 15. Mai 1897.
Vorabend 7»° Uhr, Morgens 880 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbaihauSgang 8» Uhr.___________________________________
Verkehr, tmfc VoUkwirthschaff
W. Gieße», 13. Mai. (ViebMarktbericht.) Der gestrige Ochsenmarkt war mit nur 12 Stück befahren. Fremde Käufer fehlten gänzlich. Die Waare wurde jedoch von Landwtrthen der Umgebung zu annehmbaren Preisen gekaust. — Auf dem Schweine- markt belief sich der Auftrieb aus etwa 800—1000 Stück, meist mittlere Waare. Zahlreiche Käufer hatten sich schon in her Flühe eingesunken, so daß der handel von vornherein flott einsehte unb bis zum Schluß des Marktes so blieb. Cs wurden gehandelt Ferkel. 7—12 Wochen alt, 55—65 Mk., Läufer, vis halbjährig, 70-80 Ml . ältere kräftigere Läufer 100—120 Mk. pro Paar. Die Preise waren durchweg sehr hohe; trotz des starken Auftriebes der halbjährigekr Läufer war diese Waare schon um 11 Uhr vergriffen. Händler, die bi« dabin geräumt, verließen um die Zeit den Markt.
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BekamttMÄchrrrrg
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Großherzogl. Ministerium des Innern die Abhaltung der Viehmärkte zu Gießen am 25. und 26. d. Ms. unter folgenden Bedingungen genehmigt hat:
1. Für den Auf- und Abtrieb ist den Anordnungen des Kreisveterinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen.
2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten des Großherzogthums Heffen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchenfreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden.
3. Außer der Controle der Ursprungszeugniffe hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zu erfolgen.
Gießen, den 11. Mai 1897.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
4792 Gnauth.
Verdingung.
Die zur Erbauung von 4 Doppel- und 1 Einzelwohnhause erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie:
Erd' und Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbetten, Spenglerarbetten, Eisenlteserungen, Schreinerarbeiten, Schlofferarbeiten, Glaser- und Weißbinderarbeiten sollen öffentlich verdungen werden. Angebote aus einzelne Arbeite» oder aufs Ganze sind auf vorgeschciebenem Formular bis Eamstag, den 15. d. Mts., Bormittags 12 Uhr, bei dem Lrchitecten G. Hamann, Bleich- flraße 3, einzureichen.
Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei demselben zur Einficht offen; Angebotsformulare find gegen Erstattung der Abschreibegebühren in gen. Bureau in Empfang zu nehmen.
Gießen, den 7. Mai 1897.
Baugeuosseuschaft des evangl.
Arbeitervereins zu Gießen. Eingetr. Gen. mit beschr. Haftpflicht. _________Doering.__4598 r"Empfehlungen^^ Devdfrisitie MWe
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