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13.10.1897 Erstes Blatt
 
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Testern hatten «ehren selseuer angezüvdet. Eine» en kaw de« Feuer zu v-st > verbrannte, ehe«ä

Arbeitslosigkeit.

alibität oder Älter hindern ftroft für bin eigenen und isetzeo. Die sociale Sesetz- hilfreich eingegrisfen, und Ma- geschaffen bat, ft raffen Mißständen abge- - gegen Mn tx^W

t Mvxge süi ttttx und btt Tchniz gegen MvstM. Tine gtwifie tut Abwehr der Roth im Mangel an W* besteht also schon jetzt. g neuester gelt weiter *ta6bi,bÄ

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ständigen und 6 Ml. für die Saisonarbeiter übersteigen soll. Anspruch hat jedes Mitglied sechs Tage nach erwiesener schuldloser Arbeitslosigkeit und nachdem es 26 Wochen lang Beiträge geleistet hat. Ausgenommen find Ausstände. Die Schuldlofigkeit wird vorausgesetzt, das Gegentheil ist zu be- weisen. Die Verwaltung der Kaffe erfolgt durch die Ge­meinde. Ob die Kaffe eingeführt werden soll, ist für die Gemeinde Sache freier Entschließung.

Der Voranschlag ist gut gemeint, aber die Angelegen- heit, so wichtig fie ist, ist für die Gesetzgebung noch nicht reif. ES müffen erst noch Erfahrungen gesammelt werden, damit man nicht wieder, wie mit den bisherigen Arbeiter- verficherungen, einen Sprung ins Dunkle macht.

V«k»r§<hte».

Zn welchem Umfange, die Krankenpflege, wenn nur die richtige Organisation gefunedn ist, unsere gebildete Frauen- weit anzieht, mag die Thatsache beweisen, daß allein der Ev. Diacouieverein in Herborn jetzt im Herbst in seinen Dtaconie- stwinaren über 70 Schülerinnen der Krankenpflege ein­gestellt hat. Jede der auszubildenden Damen kann jeden Augenblick ohne Entschädigung auStreten- aber ein solches Ausscheiden findet fast nie statt, wohl der beste Beweis dafür, wie die richtig organifirte Krankenpflege dem weiblichen Ge- müth auf'S Beste entspricht.

Bon einem eigenartigen Verlust ist kürzlich ein Ber­liner Bankier betroffen worden. Er hatte zu Beginn der warmen Jahreszeit die werthvollen Winterteppiche seiner Zimmer einem Tapezier übergeben, der während des Sommers für die Aufbewahrung und Conservirung der Teppiche Sorge tragen sollte. Der Tapezier, dem eS an den nöthtgen Räum­lichkeiten fehlte, ließ die Teppiche, die einen Gesammtwerth von 60000 Mk. repräseutirten, nach einer Teppich Aufbe- «ahrungSanstalt bringen, wo fie bis zum 30. September d. I. mit der angegebenen Summe gegen Feuersgefahr ver- fichert wurden. Am letzten September hatte der Tapezier es versäumt, die Teppiche abzuholen und wollte dies einige Tage später rhun. Da erhielt er zu seinem nicht geringen Schrecken die Nachricht, daß am 1. October, also einen Tag nach Ablauf der Verficherung, in der Anstalt Feuer auSge- brachen sei, wodurch die Teppiche theils zerstört, theilS völlig unbrauchbar gemacht worden seien. Da der Tapezier mittel­los ist, so hat der Bankier einen sehr empfindlichen Verlust erlitten.

* Enthüllung einer Kneipp Denkmals. JuWörishofen fand am 6. dS. MtS. die feierliche Enthüllung eines Denk- malS statt, welches die dankbaren Kurgäste von WöriShofen dem verstorbenen Prälaten Kneipp in Form eines Brunnens gesetzt haben. An eine prächtige, stolze Fichte, die von einer hübschen FelSgruppe umgeben ist, lehnt fich ein Brunnen, ueffen oberste Stelle eine geschmackvolle Urne ziert. Die mit Säulchen flankirte monumentale Tafel birgt in ihrem oberen Theile das als Relief in Marmor ausgeführte Bild Kneipps. Darunter befindet fich die Inschrift:Dem großen Wohl- thäter der Menschheit Vater Kneipp zu seinem 76. Geburt«, tag, die dankbaren Kurgäste. WöriShofen, den 17. Mai 1897." ©tue gut ausgeführte Muschel dient als Wafferbecken, in

welches fich aus einem Löwenkopfe der neugefaßte, frische Quell ergießt.

Amberg, 8. October. Wie die »Amberger BolkSztg." meldet, steht seit gestern Nachmittag 4 Uhr daS Dorf Pappen­berg in der Oberpfalz, da« 240 Einwohner zählt, in Flammen. Das ganze Dorf soll biS auf ein HauS nieder- gebrannt sein. Einzelheiten fehlen noch.

Eine in Belaien aufgestellte Berechnung schätzt die Zahl der in Aequatorial-Afrika lebenden Elefanten auf 7 Mil­lionen, d. h. je ein Thier auf 10 der 70 Millionen Hektar des Urwaldes, wo die Thiere in den feuchten Gegenden haupt­sächlich von den frischen Pflanzenschößlingen leben. Ein Elefant hat im Durchschnitt 5 Kilogramm Elfenbein, sodaß man den Gesammtreichthum an letzterem auf 35 Millionen Kilogramm schätzt, die bei einem DurchschnittSwerth von 12 Mk. daS Kilogramm einen Gesammtwerth von 400 Mill. Mark darstellen. Nach dieser Berechnung wäre der Elfen- beinreichthum der Erschöpfung nicht so nahe, wie man all­gemein annimmt.

Die Zunahme bet Nervosität in unserer Zeit erhält (ine s charfe Beleuchtung durch den letzten Geschäfts­bericht des preußischen Beamtenvereins- letzterer ist bekannt­lich eine LebenSverficherungSanstalt ausschließlich für Beamte, also gerade für denjenigen Stand, der nach seinen ganzen LebenSverhSltniffen für die Versicherung daS beste Risiko bietet. Von den 178 Verstorbenen des abgelaufenen Ge­schäftsjahrs haben sieben Hand an fich selbst gelegt, etwa unter 25 Todesfällen 1 Selbstmord! Gewiß lassen fich daraus auch mancherlei andere Schlüffe ziehen, aber zweifellos wird dadurch in einer erschreckenden Weise klar, in welchem Umfange die charocreristische Krankheit unseres Zeitalters, die Nervosität, zugenommen hat. Seit sechs Jahren wird in der ärztlichen Welt für Errichtung von Nervenheilanstalten auch für Unbemittelte, plaidirt, und wie nothwendtg dieselben sind, wird die genannte Thatsache beweisen.

Citcratur uub TLunst

- Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herauSgegeben von Prof. vr. Fr. Umlauft. 20. Jahrgang 1897 98. (A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 45 Kr. - 8b Pf. grSnume» ration incl. Franco-Zusendung 5 ff 60 fr. = 10 Mk ) Die reich­haltigste geographische Zeitschrift ist unbestritten dieDeutsche Rundschau für Geographie und Statistik", da sie jede Seite der Erdkunde in ihrem weitesten Umfange pflegt. Aufsätze der Länder- und Völkerkunde, über geographische Reisen und Entdeckungen, astro­nomische und physikalische Geographie, Statistik u. s. w. bilden in steter Abwechslung ihren anziehenden und belehrenden Inhalt. Unter den Mitarbeitern finden sich die besten Namen der Gegen­wart. Durch zahlreiche, vorzüglich ausgeführte Bilder und Karten wird der Werth dieser Zeitschrift ansehnlich erhöht.

- Beruay» litt-earischee Nachlaß. Von dem kürzlich verstorbener. Altmeister der deutschen Lttteraturgeschichte, Michael Bernays, erscheint im Verlage der G- I. Göschen'schen Verlags- bandlung in Leipzig in den nächsten Tagen der rweite (Schluß-) Band derSchriften zur Kritik und Lttteraturgeschichte , heraus- gegeben von Erich Schmidt. Der Band beansprucht insofern noch ein besonderes Interesse, als er die letzten Aufzeichnungen des großen Gelehrten enthält. Obwohl BernayS Schriften sich^ zu­nächst an die gelehrte Welt wenden, so wird doch auch das gebildete Publikum, das an litteraiurgeschichtltchen Gegenständen und an einer

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Ein zeitgemäße« buchhändlerischeS Untnnebmm, das die Beachtung aller Bücherltebhader und besonders in ber rommcnDen Weihnachtszeit großen Anklang finden wird, veranstalt^ soebeni v Dunkmann'sche Verlagsbuchhandlung in Hannover: Die Heraus- gäbe eigenartiger neuer Prachtwerke von hervorragender Aus­stattung, gediegenstem Inhalt und einem bisher bei derartigen Prachtausgaben nicht gekannten Preise, der sür ieden stattlichen, großen Band zwischen 4 dis 6 Mk. schwankt. Die erste Gruppe dieser neuen billigen Prachtwerke ist bereits erschienen, und schon aus der Ttrelangabe erhellt der vornehme Characker und der me- seitige Werth; es sind folgende fünf Bände: GoetheS Faust. Mit Zeichnungen von Sascha Schneider. 8amilien-Chronik. En Bach fürs deutsche Haus zur Pfleg« des Familiensinns. Zu lichten Höhen! Sammlung geistlicher Web« frommer ®nn0nehr:

Mit acht Btldertafeln. Großmeister deutscher Musik. 1. Band. Bach, Mozart, Beethoven, Weber. Mit Bildern. Don Hans Paul Frhr. v. Wolzogcn. Rückerts Ltebesfrühling. Mit Zeichnungen in Lichtdruck von A. Zick. Sämmtliche Bände Ünd, wie gesagt, Prachlwerke und zwar in entzückenden, bistechenden Elnbänden, somit ganz hervorragend zu Geschenkwerken geeignet.

Verkehr, «nd Doie»ivirtb<ct?af«

«itftm, 12. Octob«. Marktbericht. Auf dem hmtig.n Wochenmarkt kostete: Butt« vr. Pfd. X 30n'n pr. 6L 0 A, 2 St. 1315 4. Entenei« 1 St l00 @tofe- eier pr. 6t 00-00 Käse pr St. 5-8 -L, ^sematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 27 A, Tauben pr. P-« X 0,50 bis 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, JL 0,f)00,90, Enten pr. Stück X

X 0 48-0,58, Ochfenfleisch pr. Pfd. 66-74 A, Kub-und Mndffctsa pr. Pfd. 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi» 72 Sckweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. ^fb. 60-64 * Hammelfleisch pr. Pfd. 5066 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,10 btt 5W ^i., Weißkraut pr. Stück 0 -00 Zwiebeln pr. Zentner X 5,00-0.00, Milch pr. Liter 16 4-

Mtifret*, 9 October. Fruchtpreise. Weizm X 184b. Korn X 13 04, Gerste X 14,00, Hafer ^1^15, Erbsen ^ 00.00, Linsen X 28,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 00,10.

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Bekanntmachung.

In unserem Firmenregister wurde heute eingetragen, daß die Kauf- leute August Heinrich Pletz in Langenaubach und Ernst Pletz in Gießen seit dem 1. October 1897 zu Gießen unter der FirmaGebr. Pletz" eine Cigarrenfabrik betreiben und zwar in offener Handels­gesellschaft.

Gießen, den 11. October 1897.

Grobherzogliches Amtsgericht.

Neuenhagen. 9483

Bekanntmachung,

betr.- Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit.

Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Feldfirasaesetzes aufaefordert, ihre Tauben vom 15. bis Ende October l Js in den Schlägen einzuhalten. Uebertretungen dieser Vorschrift müffen nach Maßgabe des Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.

Gießen, den 11. October 1897.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

_________Gnauth._________________ 9507

Bekanntmachung.

Die von der Stadt Gießen errichteten Anschlagsäulen und angebrachten Taselu sind lt. Beschluß der Stadtverorvneten-Versammlung vom 7. l. Mts. der

von Müuchow'schen

Hos- und Universitäts - Druckerei dahier . iur ausschließlichen Benutzung bis auf Weiteres überlasten. Es hat sich demgemäß ein Jeder, welcher ein Plakat anheften lasten will, an genannte ^irma zu wenden.

Gießen, am 9. October 1897.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen ____________________I. V.: Wolff.____________________9508 Strickwolle

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Die Erb-, Maurer-, ChausstrungS- rc. Arbeiten, etnschl. Materiallieferung zur Herstellung einer neuen Verladerampe auf Bahnhof Hungen sollen öffentlich oer- düngen werden. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen im Burean der unterzeichneten Bet'iebSinspectton zur Einsicht aus, die letzteren sind auch da­selbst gegen 50 Pfg. in Baar «hältlich. Die Angebote find portofrei, verschlosten und mit entsprechender Aufschrift ver­sehen bis zum Eröffnungstermine, Mitt­woch den 20. October l I., Vormittags 11 Uhr, hierher einzureichrn

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Gießen, den 10. October 1897.

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