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Ma» muß sich nur ,» helfen wi-e«, denkt eine Gast. Wtrthswlttwe in dem bayerischen Orte Deggendorf, indem
l locale eigenartige Vorrichtungen zur Schlichtung alleufaustger Exceffe und zur Abkühlung besonderer Hitzköpfe anbrtngen laßt. ES wird nämlich in den in Betracht kommenden Räumlichkeiten an die Wasserleitung je ein Gummi« schlauch von entsprechender Länge und Stärke mit Hähnen angebracht, wodurch der Frau Wtrrhin Gelegenheit geboten wird, sofort mit einem ordentlichen Strahl aufzuwarten, - wenn ein Einschreiten nöthig werden sollte.
* Straßburg, 11. Mal. Bei einem heute Nacht im An« wesen der Wttiwe Aufftnger in Ettendorf auSge« orschenev Brande kam die 16jährige Tochter der Befitzertn m den Flammen um. Sie wurde unter den Trümmern verkohlt aufgefuuden. Ihre 18jährtge Schwester erlitt so schwere Brandwunden, daß ihr Leben in Gefahr schwebt.
• Zuutzbruck, 11. Mai. Der Mark,ft ckeu Win di sch - Matret (im Jselthal, zwischen Venediger und Großglockner) «st gestern saft ganz abgebrannt. Bon hundert Häusern stehen nur noch zwanzig.
~ r stud in Großbritannien im letzten
Jahr über 22,000 Patente ertheilt worden.
* blur Petersburg, 5. Mai, wird der „Ä. Z." geschrieben : H^ute früh begab sich, einer vom Oberhofmarschall Grafen Denkendorf überbrachten Einladung deö Kaisers folgend, ein au-gewählter Chor von 40 Sängern der deutschen Liedertafel nach Zarskoje Selo, um der Kaiserin Ulexandra Feodorowna zu ihrem heutigen NamenS« rage ein Ständchen zu bringen. Gesungen wurden unter ^lofeffor Gernhs bewährter Leitung acht Lieder (Beschnitt: q,Osfian ; Kremser: „Die blaue Blume",- Ehrich: „DaS macht das dunkelgrüne Laub",- Kremser: „Hell ins Fenster scheint die Sonne ; Storch: „Nachtzauber",- Schwarz: „Ach Wie tsts möglich dann",- Bünte: „Minnelied"- Mendelssohn: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen"). Wie nicht anders zu erwarten war, gingen alle Lieder vortrefflich. Nach Beendigung des Ständchens wurde der Dirigent Prof. Gerny und einige Herren vom Vorstand der Liedertafel von der Kaiserin empfangen, die in der liebenswürdigsten Weise sich für die ihr bereitete Freude bedankte. Später begab -sich die ganze Sängrrschaar in das große Palais, wo ein fürstliche» Gabelfrühstück mit auserlesenen Weinen ihrer .wartete. Den kaiserlichen Majestäten wurde dabei ein begeistertes Hoch gebracht. Von dem vortrefflichen Aussehen der Kaiserin konnten sich alle Sänger noch vor dem Frühstück überzeugen, denn sie fuhr in offener Kalesche mit der Prinzeffin Heinrich und dem Kaiser zur Kirche, gefolgt von der ganzen kaiserlichen Familie. ___________
Aufruf!
Freunde und Verehrer des großen deutschen Dichters Victor v. Scheffel haben in einer dahier stattgehabten
I Generalversammlung einstimmig beschlossen, diesem Lieblings« I dichter der deutschen Nation auf dem von ihm besungenen Staffelberg, „dem Berg des heil'gen Veit", ein Denkmal zu errichten.
Der Staffelberg ist im oberen Mainthal gelegen und von Staffelstein, Station der Bahnlinie München. Leipzig«Berlin, in einer Stunde bequem bestetgbar. Seine stolze Dolomitfelsenkrone ragt über alle Berge und Hügel der Umgebung empor und gewährt deshalb einen wundervollen Rundblick über den Thürtngerwald, Franken- wald, das Fichtelgebirg, das Rhöngebtrg und die Städte, Dörfer und Thüler der Umgebung. Der Staffelberg ist nicht nur durch seine Schönheit berühmt, — wie der gefeierte Dichter durch seine obigen Worte so trefflich zu schildern weiß, sondern auch von großer geschichtlicher Bedeutung, da der Besitz der Ringburg Staffelberg und des in unmittel« barer Verbindung mit thm stehenden, heute noch sichtbaren befestigten Lagers zur Zeit der alten Germanen und der Völkerwanderung, ja auch noch in späteren Jahrhunderten der Herrschaft über da- obere Mainthal gleichzuachten war.
Nachdem das mit den Vorarbeiten von der Generalversammlung betraute Centralcomits die übernommene Aufgabe nach Lösung der Platzfrage erledigt hat, auch die Er- laubuiß zur Sammlung, — HauScollecten selbstverständlich schon durch den Zweck ausgeschlossen — in den einzelnen deutschen Bundesstaaten mit Ausnahme von Lippe-Detmold erwirkt ist, kann der Errichtung des Denkmals näher getreten werden.
In Aussicht genommen ist — je nach dem Eingang der Mittel — die Errichtung eines Denkmals auf dem Staffelberg und event. auch die Errichtung eines kleinen SchesfelhauseS mit Scheffelmuseum und soweit möglich, auch die Schaffung von Unter- kunftSräumen für die Bergbesucher.
Behufs Erreichung dieses Zweckes ergeht an alle Ber« ehrer des großen deutschen Dichters, an alle Vereine und Corporationen die Bitte, uns durch Geldbeiträge, Bildung von LocalcomiteS, Sammlungen rc. gütigst unterstützen und unseren Dank im Vorau» entgegen« nehmen zu wollen.
Die sämmtlichen deutschen Zeitungen werden im Jntereffe der Sache um geneigte unentgeltliche Weiterverbreitung dieses Ausrufes gebeten.
Staffel stein in Franken, 22. April 1897.
Das Ceutralcomit6
für Errichtung eines Scheyeldenkmals ans dem Stafielberg.
B a d u m, k. Bezirksamtmann a. D., Vorsitzender. L i n d i g, k. Bezirksamtmann. Edel, k . Oberamtsrichter. Schreier, k. Rentamtmann, Kassier. Hosmann, Bürgermeister. Brüttivg, Vorstand de» GemeindecollegiumS. Gagel, KirchenftiftuugSpfleger. Schell er er, Lehrer und Chor- rector, Secretär.
Schiff-nachrichtern.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch di« Agenten 6erl LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 11. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Aller, Capt. R. Nierich, oom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Newport angekommen.
Universität- - Nachrichten.
Würzburg, 11. Mai. Bei der heutigen 3tbjährigen Stiftungs- feier der Universität stürzte der Chemieprofessor Medicus auf dem glatten Boden der Aula und erlitt einen Kniescheibenbruch.
Wöchentliche Ueberftcht der Todesfälle in Gieße».
19. Woche. Vom 2. Mai bis 8. Mai 1897.
Einwohnerzahl: «nflcnommen zu 23 700 (fad. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSzifter: 26,32, nach Abzug der Ortsfremden 17,54°/«.
Er starben en: Zufamme«: Erwachsene: im oo«
Strictur
1
1
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Lungenschwindsucht
3 (1)
3 (1)
_ _
Lungenerweilerung
1 (1)
1 (1)
_ _
Gehirnhautentzünd.
2
1 1
Herzleiden
2 (1)
2 (1)
Nierenentzündung
1
1
_ _
Magengeschwür
1
1
_ _
DiphtherUis
1 CD
—
1 (1)
Summa: 12 (4) 9 (j) 2 (1) 1
An m. Die in Slemmern gesetzten Ziffern an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von «uSwärt» nach Gießen gebrachte Kranke tommat.
Verkehr, £anO* unö Votksrvirthichaft»
w- Gießt«, 11. Mat. (Viehmarktbericht.) Der gestrige ,Gießener Viehmarkt (der erste nach sechs Monat,n) war von Käufern aut besucht. Der Auftrieb bestand aus etwa 450 Kühen verschiedener Rassen und 100—120 Kälbern. Fette Rinder waren nur wenige Exemplare am Markt. Gesucht und gut bezablt wurden schwere Milchkühe. Die erzielten Preise waren für alle Viehgattungen überhaupt gute. Es wurden verkauft Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qual. 350—400 Mk, 2. Qual. 250-300 Mk, 3. Qual, je nach Werth. Kälber wurden gehandelt 1. Qualität mit 60 Mk., geringere Waare mit 54—56 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht. Erste Qualität Rinder war nicht am Markt, geringere Waare wurde mit 52—56 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht bezahlt. Der Markt wurde bis auf wenige Stück geräumt.
Nicht jeder verträgt
Milch und doch läßt sich diese sehr nahrhafte Speise bedeutend leichter verdaulich machen, wenn mit Brown u. Polsons Mondamin 5 bis 10 Minuten durchgekocht, eben nur so viel von diesem, daß sie ein wenig seimig wird. Mondamin besitzt den Vorzug, das Gerinnen der Milch im Magen zu verhindern und wirkt außerdem durch seinen eigenen Wohlgeschmack anregend zum Genießen. Zusatz von etwas Salz und Zucker, wie auch Eitrone, Vanille rc., je nach Belieben erhöhen den Geschmack. Für die gute Qualität bürgt am besten das mehr denn 50 jährige Bestehen dieser weltbekannten, schottischen Firma. Es ist zu haben in Packeten k 60, 30 u. 15 Pf.
Engros bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M. 3134
4751
1897.
4753
Mieth-Gesuche.
4754
Heß.
4747
zu Herrn. S. Elsoffer. 4757
Hofmannstraße 5.
Zuschlagsfrist 8 Tage.
Gießen, den 11. Mai
Das Stadtbauamt: S ch m a n d t.
Gießen, 11. Mai 1897.
Das Stadtbauamt. Schmandt.
Arbkitsverstkigerullg.
Freitag, den 14. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Leihgestern die Chaussirung eines Feldweges, Grund« baustellung und Einbringen der Decksteine, zu 320 Mk. veranschlagt, in Accord gegeben werden.
Leihgestern, den 11. Mai 1897. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.
4763] Wohnung, 3 bis 4 Zimmer, von rubigen Leuten gesucht
Offerten mit Preisangabe unter G an die Exped. d Bl. erbeten.
Verdingung.
Die zu den laufenden baulichen Herftellungsarbeittn im städtischen Hospital erforderliche Weißbinderarbeit soll
Gießen, den 10. Mai 1897.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
Montag, den 24. d Mts Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
Verdingung.
Die Pflasterung von Gossen auf dem hiesigen Friedhof soll Montag, den 17. d Mts.,
Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedin- dungungen liegen bei uns Zimmer Ne- 7 zur Einsicht offen, woselbst auch Angebots-Formulare erhältlich sind.
Heinrich Sack
in Heuchelheim bei Gießen
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. Js. von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns im Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem, bei uns erhältlichen Formular sind zu genanntem Termin bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
_____»q»g. Euler.
Mein großer Laden
Glürrberger
Pferde Berficherungsverein.
Die ordentliche 4748
Generalversammlung
soll Sonntag den 16. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, im „Englischen Hof" dahier stattfinden.
Tagesordnung: Rechnungs-Ablage pro 1896.
Besprechung verschiedener Vereine angelegenheiten.
Zahlreiche- Erscheinen wird gewünscht.
Grünberg, 10. Mai 1897.
Der Direktor: Georg Keil.
Beiiner’sche Bade-Anstalt.
Dringe meine neuen Schweizer-Boote zur gefälligen
Benutzung in Erinnerung. 3817
Täglich sowie Sonntags geöffnet.
^*^i^erkauf£n*^
Richt zu übersetzen Hl
Mn in Oberheffen in dem schönen Fuldathale liegendes sehr reizendes HauS, da« rechts von schönem Hochwald, in welchem schon mehrere Spazierwege angelegt sind, und links von einem prächtigen Wiesenthale umgeben ist, ist preiSw. zu verkaufen. Sehr aeeignet für Leidende und Nichtleidende. Noch zu bemerken ist, daß die Poft, von da bis zur nächsten Bahnstation V» Stunde, benutzt werden kann. Es haben selbst Aerzte zur Erholung schon längere Zeit dort verweilt. Auf Wunsch kann auch Ackerland und Wiesen dazu gegeben werden. 4758
Zu erfragen in der Expedition d. Bl.
4617] Eine noch neue Bretterhalle, „ mit Schiefer gedeckt, sofort zu verkaufen.
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