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nett theiluimmt und dasselbe zu Ende führt. Die Amerikaner sind doch praktische Leute.
** Wetterbericht. DaS Minimum im Nordwesteu zieht der Hauptsache nach in östlicher Richtung ab. Das Depression!» gebiet im Süden har fich noch weiter auSgesüllt und ist heute nur mehr ein ganz flaches Theilminimum über dem tyrrhenischen Meere angedeutet, ein weiteres liegt über Galizien. Ueber Centraleuropa ist zwar bal Niveau deS Lustdruckes allgemein im Sinken begriffen und zieht fich der Kern deS barometrischen Maximum! nach dem äußersten Südwesteo zurück, doch dürfte zunächst noch die Herrschaft deS höh'» Druckes für die Witterung unseres Gebietes bestimmend sein. — Voraussichtliche Witterung: ThetiS heiteres, theilS nebliges, unter Tag etwa! wärmeres Wetter.
1. Wieseck, 11. Oetober. Der hiesige Turnverein neranstaltere vorgestern Abend aus Anlaß bei dreijährigen AbturnenS einen gut besuchten unb schön verlaufenen Ball. Eine kleine Nachfeier fanb gestern auf bet Welleriburg statt, wobei bie über vorzügliche Kräfte verfügenbe GesaagS- abtheilung bei Turnverein! mitwirkte.
4- Nidda, 10. October. Die bejahrte Wittwe Berk von Nidda, welche schwerhörig und kurzsichtig ist, wäre vorgestern Abend auf dem Heimwege vom Felde in unserer Gemarkung beinahe an einer offenen UebergangSstelle in den gerabe baherfahrenben Friebberger Zug gelaufen, wenn sie nicht von anberen Paffanten noch rechtzeitig zurückgehalten worben wäre. — Bekanntlich find auf den Nebenbahnftrecken die meisten Wegübergänge nicht besetzt. Der Locomotivsührer bat lediglich mit der Glocke WarnuugSstgnale zu geben, die aber bet stürmischem Wetter, durch schwere Straßenfuhrwerke u. dergl. mitunter nicht gehört werden.
△ Mainz 10. October. Zur Anlage eine! Elec- ricirätSwerkel für die Stadt Mainz hatte die städtische Verwaltung eine beschränkte Submisfion ausgeschrieben, auf welche von acht der bedeutendsten ElectricitätSwerke Deutschlands Offerten eingelaufen find. Letztere weichen bezüglich es Preises sehr bedeutend voneinander ab und zwar ist Jhetlwetse ein Preisunterschied bi! zu 50 pCt. — Für die ' ji Jahre 1900 hier geplante 500jährige Geburt!« agSfeter Gutenbergs werden auf Veranlassung bei Oberbürgermeisters kommenden Mittwoch die Grundzüge deS Programms festgestellt. El liegt ein Vorschlag vor, zwei Kommissionen zu bilden, und zwar eine für die wissenschaftliche und eine für die VergnügungSabtheilung der Feier.
△ Mainz, 10. October Ueber weitgehende Bahn- lauprojecte in dem Bezirk Mainz—Wiesbaden—Frank- hurt wird uns vou wohlunterrichteter Seite von Darmstadt Folgendes mitgetheilt: Neben dem Bau der directeu Mnie WieSbabeu—Mainz mit Ueberbrückung des RheineS, zu tvelchem Projekte bie Detailpläne gegenwärtig in Ausarbeitung sind, soll bie Anlage einer Bahn von der GustavSburg— Bischofsheim nach dem rechten Mainufer mit der Einmündung
in die Linie Wiesbaden—Limburg bei Erbenheim beschloffene Sache sein. Letztgenannte Linie, welche schon vor der Ver- siaatlichung der Ludwiglbahn geplant war, würde fich auf dem Berge oberhalb (Saftei hinziehen unb eine Ueberbrückung bei Maine! zwischen Kostheim unb Hochheim erforberlich machen. — Weiter wird un! mitgetheilt, daß eine umfangreiche Aenberung ber BahnhofSanlagen in Mainz, bezw. eine Verlegung bei Güterbahnhosel geplant sei. Letzterer soll theilweise außerhalb ber Festunglumwallung zu liegen kommen unb das ehemals als Exercierplatz bienende Terrain zwischen den Bahnlinien Mainz—Alzey und Mainz—Bingen (oberhalb Mornbach) dafür tu Aussicht genommen fein. Mit Ausnahme ber Verlegung des GüterbahnhofeS find vorstehend angebeutete Projekte schon vor ber Verstaatlichung ber LudwtgSbahn oft in Erwägung gezogen worben, kamen aber theilS au! finanziellen Gründen, theil! wegen (Son» cesfionlverweigerung nicht zur Aulsührung._________________
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• Der Herr Theologe. In einem Kölner Blatt erschien eine Annonce: „Fahrrad zu kaufen gesucht4', unb ein junger Mann schrieb unter der angegebenen Chiffre, daß er ein Fahrrad abzugeben habe. Darauf prompt die Antwort, der Suchende, dessen Visitenkarte mit der Bezeichnung „Candidat ber Theologie" beilag, sei nicht wohl, ber Verkäufer möge mit bem Rad nach Blaubach Nr. . .. kommen. Unb ber junge Manu kam. Im Fenster lag der „Candidat der Theologie" und schaute schon nach bem Rabe au!, flug! war er unten ohne Hut unb in Pantoffeln. Er wollte natürlich da! Rad versuchen, stieg so, wie er war, auf unb tabelte unbeholfen, der Verkäufer immer hinterher, bi! zur Mathialstraße. Dann ein plötzlicher Spurt, und der Gauner war in der Mathialstraße verschwunden. In seinen Pantoffeln strampelte er wie ein Berufsrenner darauf los, und bem Hutmangel wirb er wohl durch eine in ber Tasche mitgeführte Sports- mütze abgeholfen haben. Als ber verblüffte Rabverkäufer fich von seinem Staunen enblich erholt und zu der Wohnung des „Candidaten" ging, mußte er da vernehmen, daß derselbe erst Morgen! dort eingezogeu sei und seine Effecten noch nicht mitgebracht habe. Natürlich lief ber Geprellte zur Criminalpolizei und diese machte den allzu schlauen Gauner dingfest. Derselbe hatte nicht weniger als fünf erschwindelte ober gestohlene Räber auf verschiedenen Bahnhöfen untergebracht, um bet erster Gelegenheit mit ihnen adzubampfen.
* Ein Versuch, ohne Draht zu telegraphireu, würbe, wie Berliner Blätter berichten, auf dem Tempelhvser Feld durch Mannschaften der Luftschifferabtheilung gemacht. Auf bem Tempelhofer Felb vor dem Uebunglplatz ber Luftschiffer und in Britz waren in einer Entfernung von drei Kilometer zwei Fesselballon! bis zu 200 Meter in die Höhe gelassen. Die Erdleitung war hergestellt durch Säbel, die in den Boden elngestoßen und mit den auf den Tischen stehenden Apparaten m Helft einer Drahtleitung verbunden waren. Die Ueber-
Liebesgaben.
Für bie durch Wetter- und Wasseridräden beimgesuchten Bevölkerungskreise in Schlesien, Sachsen und Würiemberg sind bei bim Kaiserlichen Postamte in Eichen weiter dnßepangcn: Ungenannt 2 vN., Ungenannt 2 von der Stadt Gießen 1000 Jt, zusammen 1162.50 JL Weitere Gaben werden bei der Hauptkasse und den Annahmestellen de! Postamts entaegengenommrn.
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6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k. k. ho«.), Zürich
Kunst-Ausstellung, ‘“5T(6n“ettraÄ.amil8rÄ nähme des SamStags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 8 bis 5 Uhr. Sonntag! ununterbrochen von 11 bi! 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Psg., an Sonntagen 20 Psg.
tragung des Stromes nach dem Ballon erfolgte durch bie Kabel, welche die Ballons fesselten. DaS Ergebniß ber zwei- ftünbtgcn Hebung war recht erfolgreich. Die Verstänbigung zwischen beiben Stationen gelang so gut, daß ein Fehler, den der Telegraphist in Rlxdors machte, sich auf der Gegen- station klar auSdrückte, ja, der Strom erwteS sich für die kurze Entfernung noch all viel zu stark. Eine Wiederholung dieser Hebung wird in der nächsten Woche stattfinben, bet welcher auf eine Entfernung von 20 Kilometer telegraphirt werben soll. Als Stationen für bie nächste Hebung sind baß Tempelhofer Felb unb Rahnsdorf an der schlesischen Bahn in Aussicht genommen.
* Die 180 Millionen unserer Geschäftsreisenden. WaS bie deutschen Geschäftsreisenden für Wohnung und Lebensrnittel jährlich auSgeben, ergibt die folgende Berechnung. ES find an 300 Geschäftslagen täglich 60000 deutsche Geschäftsreisende und Agenten unterwegs. Dieselben müssen durchschnittlich irn Gasthof für Wohnung und Beköstigung mindesten! die Summe von zehn Mark auSgeben. Diese Summe ist keioeSwegs zu hoch berechnet und setzt fich zu- zusammen au! Wohnung für eine Nacht 2,50 Mk., Morgen! Kaffee 0 75 Mk., Mittagbrod mit Wein 3 Mk., Abenddrod 1,50 Mk., dann bleiben noch für kleine Ausgaben, Frühstück, Bier rc. 2,25 Mk. Die Geschäftsreisenden geben also pio Tag 600000 Mk. auS, für 300 Geschäftslage 180 Mill. Mark.
Universitäts. Nachricht««.
Würzburg. An der hiesigen Univerfität wird im Lanke de! Wintersemesters auch eine außerordentliche Profeffur für englische Philologie errichtet. In dem CultuSetat ist eine diesbezügliche Position eingesetzt. ~ . ,, .
Fr eiburg i. B. In der philosophischen FacultSt der Uni' verfitSt habilttirte sich Dr. F. Panzer, bisher Privatdocent in München, für deutsche Philologie und Literatur, Dr. A. Loewy für Mathematik.
Die Rechnung der evangelischen Gesammtgemeinde ßAietzeu für 1896/97 liegt acht Tage lang im Pfarrhaus an der Süd- Anlage zur Einsicht offen. Desgleichen liegen die Rechnungen der 4 Einzelgemeiudeu für 1896/97 acht Tage lang in den Wohnungen ber Pfarrer offen.
Gießen, am 11. October 1897. 9463
Dr. Naumann. Schlosser. Dingeldey. Dr. Grein.
BehördlicheAnzeigen
Bekanntmachung.
Forderungen an die Nachlaßmasse der verstorbenen Wilh. Noll IV. Eheleute in Gießen sind längstens bis zum 30. October 1897 bei dem Unterzeichneten durch Vorlage specificirter Berechnungen anzumelden, als sonst diese Forderungen bei der Erbauseinandersetzung Berücksichtigung nicht finden können.
Gießen, 9. October 1897.
9464 I Boeck,
Walltborftraste 18.
Versteigerungen.
Mittwoch d. 13. Octbr. 1897,
Nachmittags 2 Uhr,
werben im Biekcrschen Saale versteigert: 1 Sopha mit 2 Sesseln in Plüsch, 1 Verticow, 1 Schreibtisch, 1 Panzer- caffaschrank, 1 Trumeaux mit großem Spiegel, 1 Büffet, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Kleiderschrank, verschiedene Gold- u. Silberwaaren, 2 Hobelbänke, 1 Partie Werkholz u. A- m-
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Mittwoch, de« 18. October 1«97 x Zum ersten Male: Rosenkranz u. Güldenstem Lustspiel in 4 Acten von M Klapp- («eportoirstü» des »gl- Tchauspiet- hauseS in Berlin.)


