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Die Be.
* Stadttheater. Da» hiesige Stadttheater im CafL Leib wird, wie man uns aus dem Theaterbüreau mittheilt, gegen Ende dieses MouatS (wahrscheinlich am 28. er.) er« öffnet werden. Die Dtrectton Rrufe und Helm beginnt alsdann ihre zweite Saison hier in Gießen, für welche sie außer einigen accreditirten vorjährigen Mitgliedern eine ganze Reihe neuer Kräfte gewonnen hat. Die demnächst zur Ver- theilung gelangende Voranzeige nennt an Damen: Frl». »ürbig, viotti, Herväd, Natufius, BudowSka, Berger' Marlott- an Herren: Böhm, Janson, Doser, Liebscher,
• Ei» Iheurer Fisch ist in der letzten Zeit zum Leidwesen unserer Hausfrauen der vielfach überhaupt nicht als »richtiger Fisch" anerkannte Hering geworden. Der Fang an der holländischen sowie der schottischen Küste ist bisher verhältnißmäßig sehr unbedeutend gewesen- nur in norwegischen Fettheringen genügen die Zufuhren dem Eonsum. Holländische Vollheringe find z. B. heute im EngroShandel zweieinhalbwal so theuer wie zur gleichen Zeit des vorigen Jahres.
• • Bezeichnung für 100 Kilogramm. ES wird vom Groß- herzoglichen Ministerium zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach dem Beschluß des BundeSrathS vom 8. April l. I im amtlichen Verkehr, sowie bei dem Unterricht in den äffend ttchen Lehranstalten als Bezeichnung für 100 kg das Mott
F°rs<V, Albrecht, Fellner. Vilter. - Da auch der Gpielplan reiche Abwechselung in Bezug auf Novitäten.Aufführung-n, Neueiustudirung älterer Werke uns Gastspiele hervor- ragender Künstler verspricht, so dürfen wir eine recht interessante Theaterfaison gewärtigen. Nicht unerwähnt bleibe, daß die Saison ohne Unterbrechung von Ende Sevtember 1897 bis Anfang April 1898 dauert. Die Abonnement- liste soll in den nächsten Tagen dreuliren.
Kaufmännischer Verein. Um einem vielseitigen Wunsche zu entsprechen, hat die Schulcowmission der kaufmännischen Fachschule in ihrer letzten Sitzung beschlossen, für die Folge außer der Fachschule noch einen sog. Vortrag».Cursu« einzurichten, worin in Form von Bortragen einfache und doppelte Buchführung, Wechsellehre, BerwaltungSrecht, ver- ficherungSwesen und BolkSwirthSschaftSlehre gelehrt werden soll und zwar für solche CommiS, Kaufleute und andere im practlschen Leben stehende Herren, welche sich die Kenntniß emzelner obengenannter Fächer aneignen möchten, ohne in schulgemäßer Weise dies witzumachen. Für dieses Wintersemester find bet genügender Betheiltgung zwei EhcluS ins «uge gefaßt und zwar soll der erste von Anfang October bis Mitte December und der zweite von Januar bis Ende März in der Weife abgehalten werden, daß an jedem Donnerstag Abend von 9 bis 10 Uhr im ersten über Buch, führung, im zweiten über Wechsellehre ein Vortrag statt, findet. Nähere Auskunft ertheilt der Borfitzende, H-rr Orbig, Bahnhofstraße 30, woselbst auch die Anmeldungen entgegen genommen werden.
Krakau, 10. September. Einem Berichte aus SoS- «owice zufolge fanden blutige Excesse unter den ©trifenben ber Georggrube statt, so baß Kosaken reqairirt werben wußten. M
tot Ereignissen gegenüber gebe nnb burch die nothwenbige | Halter Zampari aus Graz, würbe gestern t, d t aufgefunden. Einwirkung auf die Führer ber Agitation neues Elend ab. 1 wenden werbe.
Eine neue Heilpflanze. Der in Gießen wohlbekannte Afrikareisenbe Dr. George Kolb hat kürzlich Beiträge zu , einer geographischen Pathologie Britisch Ost-Afrika« heraus- I gegeben, welche, abgesehen von ihrem wissenschaftlichen Inhalt manch interessanten Beitrag über ben Eharacter und die I Lebensweise der Eingeborenen enthält, sodaß bas Werkchen I auch für ben Laien, ber sich über ben schwarzen Erbtheil unterrichten will, manch Neues enthält. Wir erfahren auch aus dieser Beröffentlichung, baß Professor Hansen in unserm botanischen Garten auS vom Dr. Kolb überlassenen Samen eine neue Heilpflanze zieht, die vorzüglich gedeihen soll unb I welche, für gewisse Nervenerkrankungen angewenbet, nach ben I Versicherungen unb Beobachtungen KolbS in Afrika nicht nur I bei ben Negern, fonbern auch an sich selbst angewendet, fich als heilwirkend ergeben hat. Es handelt fich im vorliegenden I Falle nach ber Angabe be» Verfassers des WerkchenS um bte Gewinnung ber Rinbe eines b<r Familie ber Rutaceen an» gehörigen Baumes, welche die Eingeborenen beS Keniagebietes | als Heilmittel mit Erfolg anwenben.
I Da» Präsidium be» Landesverbandes der Kriegervereine im Großhetzogthum macht im Interesse der im Herbste aus dem activen Heer anSfcheidenden Reservisten wiederum auf die segensreiche Wirkung der Eentralstelle für Arbeit».
I nachweis aufmerksam. Die Anstalt, deren Sitz in Darm- stabt ist, übermittelt die Stellenangebote den Truppen-Eom-
I wandoS. Biele junge Reservisten haben burch die Eentralstelle schon bauernde Arbeitsstellen. DaS Nähere ist bei ben Bor-
I stänben btr Kriegervereine zu erfahren.
** Der EentralAnSfchnb für BolkS- nnb Zngenbspiele in I Deutschland hält feine bieSjährige Tagung oom 24. bis 26. September in Altona ab. Auf seiner Tagesordnung stehen alle gegenwärtig in dem Vordergrund ber Bewegung stehenben Fragen und Punkte: 1. Sinb Wettspiele zur Be. lebung beö Jugenbspiels zu empfehlen? 2. Inwieweit finb bie Klagen über die Betheiligung der Schüler an iportlichen Veranstaltungen berechtigt ober damit verbunden? 3. Sind Spielvereinigungen au den höheren Schulen der Spiel- bewegung förderlich? 4. Die Förderung der Bewegung«- | fptele an den Universitäten. 5 Besprechung über eine Organisation, betreffend eine Reform und Veredelung der örtlichen Volksfeste. Für jeden dieser Punkte find zwei Berichterstatter bestimmt. Dazu treten fieben weitere Punkte der Tagesordnung von mehr internem Eharakter. Für ht Oeffentlichkeit werden veranstaltet am Sonntag den 26. Sep tember, Mittags 12 Uhr, ein Vortrag be» Hygienikers Pro- feffor Dr. Hueppe-Prag über: »Die BolkSgesunbheit unb ihre Hebung durch BolkSspiele", sowie Spielvorführungen im größeren Stile, am 25. unb 29. September Nachmittags. Än ihnen werben sich nicht nur die zehn Altonaer Volks schulen, die höheren Lehranstalten unb mehrere Vereine der Stabt beteiligen, sondern auch zahlreiche Kreise qu» der Provinz Schleswig-Holstein, aus Hamburg und auS anderen Orten, wie beispielsweise Leipzig. Neben ben Maffeospielen kommen Wettspiele unb Muftervorführungen zur Darstellung. Die Zahl ber angemdbeten activen Teilnehmer beläuft fich bereits auf über 5000. Außerbem ist von ber Leitung eine Ausstellung ber Spielliteratur, ber Spielgeräthe unb der Spielkleibnng veranstaltet. Die stäbtischen Behörden in Altona kommen biefer Tagung mit bem größten Wohlwollen und Berstäubniß entgegen unb haben einen namhaften Betrag hierfür bewilligt. Nähere Auskunft über die allge metneren Verhältnisse des Central - Ausschusses geben sein Vorsitzender v. Schenckendorff. Görlitz und sein Geschäfts- führer Director Professor Rahdt-Leipzig, sowie über die örtlichen Veranstaltungen Altona Oberlehrer Dr. Schnell daselbst.
Sojen, 10. September. Die Umgebung von Brixen Ift durch Hochwasser heimgesucht, wie solche» seit 1885 nidjt geschehen ist. Der Gailbach ist au» seinen Ufern getreten. Alle Brücken unb die Wasserleitung wurden fort- gerissen. Sämmtliche Straßen sind zerstört.
Lemberg, 10. September. Der Papst sandte dem schwerkranken Cardinal Lembratowicz telegraphisch seinen Segen.
Er war in Gschoederkarr abgestürzt.
Madrid, 11. September. Die Spanier haben auf Euba eine schwere Niederlage erlitten. Die Stadt Victoria de la» Tuna» in ber Provinz Santiago de Cuba ist von cubanischen Aufständischen genommen worden. Diese Nachricht hat in Madrid große Bewegung hervorgerusen. Der Ministerrath trat noch Abend» zusammen unb beschloß, neue Verstärkungen nach Cuba zu entsenden, um ben strategisch wichtigen Punkt wieder zu gewinnen.
Homburg v. d. H., 10. September. Da» heutige Manöver hatte fich bi» in die Nähe von Homburg hin- gezogen. Der Kaiser übernahm ba» Commando über sämmtliche vier Armeecorp», bie er über Friebberg, Groß- Rarben unb Vilbel gegen ben markirten Feinb aus den Ober-Erlenbacher Höhen vorführte. Mit bem linken Flügel ^suchte die feindliche Armee eine Umfassung, wurde aber gegen Vilbel zurückgedrängt. Mit einer großen Cavallerie- Attacke durchbrach der Kaiser die feindliche Stellung und zwang bie Westarmee baburch zum Rückzüge auf ben Taunu», Bei welchem wieberholte Cavallerie-Angriffe bei Ober Erlenbach auch ben stcmbhaften rechten Flügel be» Feindes er- schütterten. Um 12 Uhr ertönte ba» Signal: »Da» Ganze Hältst womit die dte»jährigen Manöver ihr Ende erreichten.
Heute Nachmittag 3 Uhr fand im Kurbause da» sogen. Frieden»diner statt, zu welchem etwa 175 Fürstlichkeiten und Generale geladen waren. — DaS italienische König S- Paar bat mit dem Dank für die freundliche Aufnahme der Stadt Homburg dem Bürgermeister Dr. Tettenborn zur Ver- theilung an die Armen 5000 Frc». Überreichen lassen.
Homburg v. d. H., 10. September. Da» italienische KönigSpaar ist heute Abend 5 Uhr 15 Min. von hier abgereift. Das Kaiserpaar, sowie die Kaiserin Friedrich begleiteten da» KönigSpaar nach bem Bahnhöfe. Gleich barauf reiften auch ber Prinzregent von Bayern, sowie die übrigen bayerischen Prinzen von hier ab. — Der Chef de» großen Generalstabs, GrasSchlieffen, sowie ber General HSseler unb ber commanbirenbe General v. Wittich haben den schwarzen Adlerorben erhalten.
Barmen, 10. September. In ber letzten Nacht stießen auf bem Bahnhöfe Rittershausen zehn Wagen, welche fich von einem auf ber Fahrt befinblicheu Güterzuge losgelöst hatten, auf einen stillstehenben leeren Zug. Hierbei würben acht Wagen zertrümmert. Die Bremser, welche abgesprungen waren, kamen mit unbebeutenben Verletzungen bavon
Tilsit, 10. September. Die ,,Tils. Allg. Ztg.- melbet, daß in russischen Studeut enkreif en große Erregung herrsche, weil 30 Studenten, die wegen Betheiligung an ben im vorigen Jahre stattgehabten Stubenten- und Arbeiter- Unruhen verhaftet und in Moskauer Gefängniffen internirt wurden, spurlos verschwunden seien.
Deprsch« be» Bure«, »Herold.*
Darmstadt, 10. September. Der Kaiser und die Kaiserin treffen am SamStag zu« Besuch be» Großherzog» aas Jagdschloß WolfSgarten ein.
Berlin, 10. September. Gegenüber dem osficiösen Dementi erfährt der »Localanzeiger" von einer angeblich verläßlichen Seite, daß ber Erwerb be» chinesischen Hafens Tung Uuug Kow burch Deutschland eine vollendete That- fache ist. 1
*• Da» Sisenbahu-Ungluck bei Urbach wurde dadurch herbeigeführt, daß der Güterzug vor ber Station halten wußte unb bei seiner späteren Durchfahrt sechs Wagen burch Zerreißung ber Kuppelung zurückliefen. Der 6 Uhr 18 Min. öou Köln abfahrenbe oberrheinische Personenzug stieß bei bem herrschenben dichten Nebel mit voller Kraft auf die Wagen des Güterzuges. Dieselben wurden vollständig zertrümmert - ebenso die meisten Wagen beS Personenzuges. Der Pack- meister Decker aus Deutz unb ber Bremser Otten würben unter beu Trümmern begraben. Beibe waren sofort tobt. Zwei anbere Personen würben schwer unb zahlreiche leicht verletzt. An ber Unfallstelle herrscht ein großes ChaoS. Der Verkehr wirb über Mülheim geleitet. Die oberrheini- scheu Züge treffen mit großen Verspätungen in Köln ein.
•• Unser Kaiser Wilhelm - Regiment, das während der diesjährigen Kaiser-Parade auf mantgfache Weise geehrt unb ausgezeichnet würbe, ist heute Nachmittag wieber in seine alte Garnison Gießen zurückgekehrt. E» langte mittelst Fuß- marsch aus Butzbach, in besten Umgebung eS gestern noch einmal Quartier bezogen hatte, an. Zahlreiche Militärzüge passtrten gestern Nachmittag bis in die Nacht hinein in ber Richtung nach Cassel ben hiesigen Bahnhof, um auch bie übrigen Infanterie-Regimenter ihren Garnisonen wieder zuzuführen. Cavallerie unb Artillerie rücken in Fußmärschen borthin ab.
waren harte Strapazen, unter benen baS bieSjährige Manöver vor fich ging, denn ber stete Begleiter unserer Truppen war Regen, nichts als Regen, kaum baß fich bie Kaiser-Parabe bei Homburg durch einigermaßen angenehmes Wetter Vortheilhaft auS den übrigen militärischen Vorgängen hervorhob. Unsere Stadt steht nunmehr unter dem Zeichen be« Reservemannes, alljährlich erscheint er mit aufgeregten Achselklappen, verwegen fitzender Mütze unb schwankem Stöckchen, bem fich viele Hände zum Gruße entgegenstrecken. Die Manöver find für den Soldaten eine harte Zeit, aber uuch eine Periode stolzer Wochen, die ihm neben schweren körperlichen Anstrengungen auch ein gut Theil von bem bringen, wo« bas Solbatenleben an Humor unb Frohsinn zu bieten vermag. Im Manöver merkt ber Solbat erst, wie es in ber Welt zugeht, ba spürt er des SolbatenledenS ganzen i Triumph, unb von den hierbei gesammelten Erlebnissen erzählt er bereinst seinen Kinbern noch unb seinen KlndeSktndern. Aber ist bann das Manöver vorbei, bann kommt auch ber stelle Abschieb vom »bunten Rock". Gemeinhin herrscht ja kerne geringe Frenbe über die Heimkehr zu »Muttern", aber ein gewisses seltsames Gefühl laßt sich doch nicht unterdrücken. Die Jahre beim CommiS waren sicher keine Jahre ungetrübten Vergnügens, aber nett war es doch, schneidig, I bedeutend nett sogar! Und nach einem letzten frohen Lieb, nach einem letzten frischen Trunk wirb nun mit ber Militär- I laufbahn gebrochen, die späteren Dienstleistungen find ja doch nur Intermezzi, unb es klingt überall: »ES lebe ber Reserve» wann!", sie kommen wieber nach Haus, bie schmucken Bur- I scheu, die in den Dienstjahren beim Militär erst kennen ge- lernt haben, ,,waS Propretät und Schnetbigkeit bedeuten." In dieser Zeit ist auch eine gute Portion Zuversicht ge- I Wonnen worden, aber wenn eS heißt: „Wovon lebt der Reservemann?", so ist die Frage nicht immer so schnell be- I antwortet, wie sie gestellt ist. Tausenden gewährt ein freund- I "cheS Geschick, ganz genau ba wieder auzuknüpfen, wo man vor bem Eintritt ins Regiment abbrach, aber noch Mehreren Seht es nicht so gut, sie müssen fich von Neuem nach Lohn und Brod umsehen, mitunter kostet eS sogar einen ziemlich herben Kamps um eine neue unb gesicherte Existenz. Wer selbst Soldat war, ber weiß, baß die sorglosen Freubentage de» ReservernanneS gar halb vorübergehen, unb sie wissen "etter, wie wohl in solchen Zeiten freunbliche Hilfe thut. Darum finb diese Zeilen geschrieben. Wer in dieser Zeit Stellen zu besetzen hat ober tüchtige Leute sucht, ber denke, wenn e» fich mit seinen Einrichtungen sonst vereinigen läßt, auch etwa» an den Reservemann, der gern arbeiten will, ber auch vom Militär her noch weiß, waS Pünktlichkeit, Straffheit unb Ordnung bedeuten. Es ist nicht nöthig, der Reservisten wegen alle Anderen im Hintertreffen stehen zu lassen, ober wo man bem Einen nützen tonn, ohne bem Anderen zu schoben, ba mögen fich bie Gebauten dem Reserve- mann zuwenden.
Sengort, 10. Stptember. In N-w.Orlean« find In ben legten die» lagen 48 Fälle von gelbem Fieber constattrt worben, bon benen zwölf täbllich verlaufen finb.
_ Eerll». 11. September. ®er Stapellauf bei neuen fX’legt. Re aunmlt|r °uf ben 25. September
Btelltnt, 11. September. In N-uftabt erschoß fich ber Rechtsanwal! Kremser, feit Jahren zweiter Bürger, meiner ber Stabt, In einem Anfall geistiger Umnachtung. .. E,er. September. Da- Oderlaube-gerlcht detfügte die Haftbelaffung be» Rebacteur» Hofer. Diele Ent. scheibung ruft allgemeine Erregung hervor. Ein nochmalige» 6aution»angcbot ist geplant. H
»ien, 11. September. Czechischen Blättern zufolae verständigte do» Ministerium bte böhmische Statthalterei sie möge mit aller Strenge gegen bie nationalen Verhetzungen, besonbers gegen h och v e rräth ertsch e Kundgebungen, eioschreiten. Die Verhaftung des Rebac- teurs Hofer solle nicht die einzige ähnliche Verfügung bleiben
Graz, 11. September. Der infolge eines Schnee^ sturme» auf de« Hochschwal verunglückte Tourist, Buch-
Konstantinopel, 10. September. Gestern Abend stieß i« Hafen der österreichische Dampfer '»Ivan Braili" mit tinem englischen Dampfer zusammen und sank, wannung wurde gerettet.
Pari», 10. September. Die hiesige Presse bringt der Entwickelung der Dinge in Oesterreich das größtmöglichste Interesse entgegen. Man erwartet von der Geschicklichkeit der französisch-russischen Diplomaten, baß sie eS verstehen werben, aus ben innerpolitischen Zustänbeu der habsburgischen Monarchie für die Ziele de» Zweibundes ben größten Nutzen zu ziehen. Da» „Journal des Debats“ erklärt, bie un- mittelbare Folge eines clerical flavtschen Regiments für Oesterreich wäre bie Schwächung be» Dreibunbe». CL ©lauen in ihrem trabitioneDen Haß gegen Deutschlanb unb die Clericalen, wdche die italienische Dynastie als eine vsurpatische ansehen, würben fich gewiß bemühen, die auswärtige Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen.
London, 10. September. „Daily Mail" melbet au» Newyork, daß die amerikanische Regierung Kriegs- rüstungen mache.
W.B. Homburg v d. H., 10. September. Bei bem heutigen Mittagsmahle vor ber Abreise be» italienischen KönigSpaareS tauschten Kaiser Wilhelm unb König Humbert nochmal» Worte ber innigsten Freuobschaft unb hohe» Verehrung au«. Der Trinkspruch be» König« Humbert galt bem ruhmvollen brutschen Heere, ber Kaiser brachte ein dreifaches Hurrah aus die tapfere italienische Armee au».
- CoceUs «nH
Gießen, den 10. September


