Wie». 11. Januar. Der Kais er empfing gestern den deutschen Militär Attachee, den Grafen Hülsen in Audienz.
»rüffel, 11. Januar. Mit Rücksicht auf die Eventualität eines allgemeinen Bergarbeiter Ausstandes in ganz Belgien hat die Regierung mehreren TruPpeniührern den Befehl ertheilt, ihre Regimenter marschbereit zu halten. Einem gestern in Charlerot abgehaltenen Bergarbe'ter Congreß wohnten 200 Delegirte verschiedener Grubenbez'rke bei. Dieselben berichteten, daß die Arbeitgeber sich zu den Forderungen der Arbeiter entschieden ablehnend verhalten. Hinter verschlossenen Thüren wurde sodann berathen, ob ein allgemeiner Ausstand nöthig sei, um eine Lohnerhöhung zu er- zielen. DaS Ergebniß der Berathungen ist noch unbekannt, doch glaubt man, daß eine allgemeine Arbeitsniederlegung für sofort nicht zu befürchten ist.
Brüssel, 11. Januar. Dem „Soir" zufolge wurde hier ein milttärischer Socialisten club entdeckt, 17 Soldaten sollen in die Affaire verw'ckelt se>n.
Paris, 11. Januar. Der New Yorker „Herald" meldet aus Nizza: Die Baronin Hirsch stlfrete zwei Millionen für ein Hospital für schwindsüchtige englische Kinder. Am Meeresufer werde bereits ein paflender Bauplatz auSgewählt.
Cocate» nnö provinzieller-
Gießen, den 11. Januar 1897.
♦ ♦ Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 9. Januar u. A. den Professor Dr. Sommer von der Landes-Universität.
• * Die Beerdigung des am 7. ds. Mts. verstorb-uen Geh. Hofraths Prof. Streng hatte am SamStag Nachmittag ein großes Trauergefolge um dessen Grab versammelt. Herr Pfarrer Dingeldey beleuchtete in seiner Grabrede in erhebender Weise daS Leben und Wirken StrengS, er schilderte ihn als strebsamen Schüler und späteren thätigen Gelehrten, wie als treuen Familienvater und glühenden Patrioten. — Den Empfindungen der Universität, welcher Streng volle 28 Jahre angehörte, gab der derzeitige Rector, Geh. Kirchen- ralh D. Stade, in beredten Worten Ausdruck. Als Zeichen der Dankbarkeit legte derselbe den von der Universität gespendeten Kranz mit den Worten am Grabe nieder: Re- quiescat in pacem. — Herr Prof. Dr. Wimmenau er gab, indem er ebenfalls einen Kranz niederlegte, im Namen der philosophischen Focultät ein treffliches Lebensbild des Dahingeschtedenen in Bezug auf sein Wissen, seinen Forscher- fle ß, seine Lehrthät gkett, seinen Kunstsinn und die treue Erfüllung seiner Pflichten gegen das Vaterland. — Ein ehemaliger Schüler des Verblichenen legte unter dem Ausdrucke tec Dankbarkeit im Namen der Mitschüler einen Kranz am Grabe nieder. — Herr Hoftraiteur Kirch gedachte der Verdienste StrengS in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des nationalliberalen Vereins und legte als Zeichen des DankeS für treue Pflichterfüllung im Namen des Vereins einen Kranz nieder.
♦ * Credner Feier. Dem Festacte, welcher aus Anlaß des 100. Geburtstages des Professors D. Carl August Credner gestern Mittag 12 Uhr in der Uni- versitätS-Aula abgehaltcn wurde, wohnten u. A. bei der L hrkörper der Univelsität, mit Sr. Magmficenz dem Herrn Rector an der Spitze, Herr Oberbürgermeister Gnauth, von der Familie Credner Herr Pfarrer Manchot aus Hamburg nebst Gemahlin (Tochter Credners) und Tochter, Verlagsbuchhändler Credner aus Leipzig nebst Sohn und zwei Töchtern, SanitätSrath Dr. Cre dn er aus Bad Nauheim nebst Tochter, sowie deffen Schwiegersohn (Herr Hempel Von Gießen). — Den gesanglichen Theil hatte der evang. Kirchengesangverein übernommen. Er trug zu Beginn der Feier aus Mendelssohn« „Paulus" vor: „Wie lieblich find die Boten, die den Frieden verkünden", zum Schluß: „Ein' feste Burg ist unser Gott". Die Festrede hielt Herr Prof. D. Baldensperger. Redner verbreitete sich in sehr ein« drucksvoller Weise über daS Leben und Wirken CrednerS- er schilderte, wie Credner im Dienste der Wiffenschast aufging, nicht nur als Theologe, sondern auch auf dem Gebiete der Mineralogie, Chemie usw., zählte seine Erfolge während der in die Zett von 1832 bis 1857 fallenden Lehrtätigkeit, seine Verdienste um die Universität, besonders auch um die Bibliothek auf, welche er durch Verbindung mit der Sencken- bergischen Stiftung förderte, ihr eine große Anzahl werthvoller, bereit« dem Untergange geweihter Handschriften rettete und Veranlassung gegeben, daß ein Catalog gedruckt wurde. Redner zeichnete ferner ein eindrucksvolles Bild der damaligen Zustände an der Universität und in der Stadt, gab weiter treffliche Characterzüge CrednerS au« der Zeit, in der er in scharfen Conflict mit dem damaligen Kanzler Linde gerieth, hob ferner die große Anhänglichkeit der Studirenden an Credner in jenem Kampfe, sowie die Thatsache hervor, daß in diesem Kampfe ihm gerade in seiner Docentenstellung nicht beizu- kommen war, constatirt auch, daß Credner leider hierbei keinen Rückhalt an seinen College» hatte. Sein Leben glich einem steten Kampfe um die Wahrheit, bis am 16. Juli 1857 der Tod demselben ein Ende machte, nachdem ihm noch ein Jahr vorher, als er schon gebrechlich, zum achten Male daS Amt des DecanS seiner Facultät übertragen worden. Der Name Credner sei werth, von Allen mit Verehrung genannt zu werden, er sei zu den Ersten zu zählen, die der Wiffenschast neue Wege geebnet, nicht vergessen solle deshalb sein am heuttgeu Tage, nachträglich der Geschichte Gerechtigkeit zu Theil werden zu taffen; eine schwere Schuld an Credner sei zu sühnen und bitte er, seine Rede mit als Theil der dem Verstorbenen schuldigen Sühne zu betrachten. — Herr Prälat D. Habicht nahm hierauf daS Wort, um Namens der noch lebenden Schüler CrednerS die Gedenktafel zu überreichen, die am Haufe CrednerS angebracht werden soll. Redner war von 1840—1843 Schüler CrednerS und schilderte den Eindruck, den Credner damals auf seine Schüler gehabt- er rühmt deffen reichen Kenntnisse, aus denen sie gefühlt, daß ein ganz neuer Geist durch die Wissenschaft
ziehe- aber nicht nur als Lehrer lebe Credner in der Erinnerung fort, sondern auch als Kämpfer für die Wahrdeit- mit der Art und Weste, rote die Studenten damals behandelt wurden, habe Credner sich nie einverstanden erklä't- er lebe fort in deren Gedächtnis?, er hoffe, daß auch in der Facultät, der er die G denkrafel hie-mik übergebe, nicht vergessen werde das, waS Credner getban, und die Tafel geschützt werde für alle Zukunft. — D ' Decan der theologischen Facultät, Herrn Geh. Ki'chenrarh Prof. Dr. Koestlin, nahm hierauf unter dem Ausdruck des Danke« der Faculrät die Ehrentafel entgegen. Daß sie aus den Händen einstiger Schüler CrednerS, auS den Händen des obeifien Vertreters der practischen Geistlichkeit die Ehrentafel entgegen nehmen könne, erfülle die Faculiät mit besonderer Genugthuung. Herr Prof. Koestlin erklä'te weiter, daß niemals aus den Augen verloren werde die Aufgabe, herauSzuarbeiten die Wahrheit auS der Geschichte und Entwickelung der Kirche- er betrachke daher die Tafel als eine Mahnung zur E füllung der Pflichten gegen Gott, als eine Ehrung dessen, der keine andere Waffe kannte, als die Liebe. Die von Herrn Emil Kalbfleisch hier in weißem Marmor ausgeführte Tafel enthält in goldenen Lettern die Inschrift:
Hier wohnte D. Carl August Credner Professor der Theologie an der Landes-Universität von 1832—1857.
Diese Tafel wurde seil em Andenken gestiftet von dankbaren Schülern an seinem 100. Geburtstage,
10. Januar 1897.
Herr Oberbürgermeister Gnauth betonte hierauf in seiner Ansprache, daß neben weiteren Kreisen auch die Stadt Gießen an der Feier theilnehme, da sie sich eins wisse mit der Universität, dem Manne den verdienten Dank und Lorbeer zu widmen. Auch die Stadt Gießen wolle Credner ehren - die Stadtverordneten Versammlung habe deshalb beschlossen, einer Straße in dem künftigen neuen Stadttheil den Namen „Crednerstraße" zu geben, damit Über da« Ge- dächtniß der Gegenwart hinaus eihalten werde der Name Credvers und deffen, waS er für die Wissenschaft gethan und erkämpft hat. — Se. Magmficenz Rector D. Stade dankte Namens der Facultät für diese Ehrung Credners durch die Stadt- die Facultät erblicke darin ein Zeichen freundlicher Gesinnung und bitte er der Stadtverordneten-Dersammlung gegenüber der Dolmetsch zu sein der Empfindungen der Facultät unv deren Dank zu übermitteln. — Herr Pfarrer Manchot aus Hamburg stattete hierauf in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn Credners den Dank der Familie ab, er dankte sowohl der Facultät, den ehemaligen Schülern wie der Stadt- verordneten Versammlung- der heutige Tag mache im Herzen der Kinder lebendig den Segen, der der Thättgkeit Credners entsprungen, er gab nach einem Ueberblick über die Werke Credners, sein Wirken als Gelehrter und Mensch der Hoff, nung Ausoruck, daß die Art der Sühne, das pietätvolle Ge- dächtniß beitragen werde zur Erleichterung der auf der evangelischen Kirche liegenden schweren Lasten.
Silberne Hochzeit. Das Geldbriefträger Philipp Brand'jche Ehepaar beging gestern im Kreise zahlreicher Freunde im Restaurant zum Löwen die Feier seiner silbernen Hochzeit.
* • DaS gestrige Eiscorrcert, welches allerdings durch wahrhaftes Frühlingswetter begünstigt wurde, war sehr, stark besucht. Tausende bewegten sich auf der glatten Fläche der Bahn, während mehrere hundert Zuschauer auf dem Damm der Mvlttestraße Aufstellung genommen hatten.
Gießener Zitherklub. Der am vergangenen Sonntag abgehaltene Familien-Abend hat wieder gezeigt, daß doch noch Sympathie für den Verein und das, waS er leistet, besteht. Die beiden Sauer'schen Säle waren dicht besetzt und verharrten die Mitglieder bis zur späten Stunde.
* ♦ Gustav Amberg kommt. Der im vergangenen Jahre mit so großem Beifall aufgenommene Experimental- Vortrag des Physikers Amberg-Berlin wird nun sicher in diesem Jahre wiederholt werden. Es ist dem Kaufmännischen Verein gelungen, gemeinsam mit dem Orts- gewerbeverein Amberg zu einem Vortrag mit Demonstrationen für zwei Abende zu gewinnen und find dafür der 20. und 21. d. Mts. in Aussicht genommen.
* * Diebstahl. In der Nacht vom 9. auf den 10. l. M. überraschten zwei Schutzleute zwei Diebe in einem HauS« garten in der Grünbergerstraße, als fie mit Wäsche- abhängen beschäftigt waren. Sie ergriffen die Flucht, indem fie über die Gartenspaliere in die Nachbargärten sprangen und dann weiterflüchteten, so daß sie in der Dunkel« beit entkamen. Zwei Betttücher und eine. Tischdecke fielen den Dieben trotz der alsbaldigen Verfolgung in die Hande.
Einbruch. In der Nacht vom SamStag auf Sonntag zwischen 2 und 3 Uhr wurde ein Kaufmann auf dem Marktplatz durch Geräusch in seinem Laden auS dem Schlafe geweckt, er bemerkte auch, als er durchs Fenster sah, Licht tm Comptoir. Daß eS sich um einen Einbruch handelte, war ihm sofort klar, weßhalb er sofort die Knechte und daS männliche Personal weckte und sich mit diesen in den Laden begab. Hier überraschten sie den Einbrecher und überlieferten ihn der Nachtpatrouille, die auch inzwischen hinzugekommen war. Derselbe hatte bereits mittelst einer eisernen Klammer einen Pult erbrochen, auS der Ladenkaffe 3,28 Mk. entnommen und sich auch sonstige für ihn brauchbare Gegen- stände angeeignet. Der Dieb hatte sich Abend« in das Haus eingeschlichen und sich einschließen lassen, um die Nacht gehörig einzuheimsen. Ec entpuppte sich als der 35 Jahre alte Dachdecker Eduard Bender au« Praunheim bei Frankfurt a. M., ein schon dreimal wegen Diebstahls mit längeren Gefängniß- und Zuchthausstrafen bestrafter Einbrecher.
’• Die vorgefchriebeue Prüfung im Hufbeschlag haben u. A. bestanden Emil Euler au« Gießen, Georg Neuschäfer auS Butzbach.
+ Geiß-Nidda, 10. Januar. Zum dritten Male seit Jahre^rift stehr unsere Gemeinde vor der Wahl eines Oberhauptes, da sowohl die am 2. Mai wie auch die am 14. (September 1896 stattgkhabte BÜrgermeisterwahl aus erhobene Rciamation der jeweils unterlegenen Parteien hm seitens des »re.SauSschuffeS, unter jedesmaliger Belastung der Gemeindekosie mit 60 Mk. Strafe, für ungiltig erklärt worden war. H^entlich unterbleiben diesmal jene zu den früheren Beanstanda-gen rc. geführt habenden Agitationen, damit die neue Wahl unserer Gemeinde zum Frieden und der Bewohnerschaft zur Ette gereiche.
- d- Lindheim, 10. Januar. DaS Leben eines hochbetagten Mannes bin hier hat einen recht plötzlichen und tragischen Abschluß gefunden. Ein Greis von bereit« über 80 Jahren, dessen Geh schon seit einiger Zeit erwaS vmnachtet war, schlief ganz allein in einem Zimmer deS zweiten Stockes. In später Drrnde der Nacht verließ er sein Lager, begab sich and Fenster und öffnete dasselbe, um hinauSzusehen. Wahrscheinlich hatte er sich hierbei zu weit vorgelegt- denn der altersschwache Mann bekam da« Heber« gewicht und stürzte hinunter auf die Ttraße, unglücklicherweise auch noch auf einen vor dem Haul.e liegenden Baumstamm. Ein Handelsmann wurde durch da« Stöhnen des Verunglückten auf diesen aufmerksam und sorgte dafür, daß er in daS Haus zurückgebracht wurde. Infolge deS hohen Alters war der Betnffrnde nicht im Stande, die durch den Sturz erlittenen Verletzungen zu überstehen und ist bald darauf durch den Tod von seinem Leiden erlöst worden.
• „Verbogene Lenkstange" benennt sich ein in I ena bestehender Radfahrverein.
♦ „Weihnachts-Schulze" haben die Kmder einen im Osten Berlins sehr bekannten ehemaligen Schreinermeister getauft, der vor etwa 10 Jahren seine Kinder, zwei hoffnungsvolle Knaben, bei einem durch unvorsichtige« Umgehen mit einem Weihnachtsbaume entstandenen Brande verloren hat. Seitdem ist der rasch gealterte Mann tiefsinnig- sein ehedem blühendes Geschäft ist schnell heruntergekommen, vor drei Jahren hat er seinen letzten Gesellen entlassen und bald darauf nahmen ihm hartherzige Gläubiger das Letzte. Nahezu unablässig murmelte der Alte Weihnachtslieder und wird nicht mild-, in halb wirren, halb herzzereißenden Reden sein Unglück zu schildern. In letzter Zeit pflegte er auf dem Weihnachts- markte selbstverfertigte Puppenstuben, Kinderspttlzeuge rc. fetlzubieten. Niemals entließ er, in Erinnerung an sein trauriges Geschick, einen Käufer, ohne ihm die Mahnung mit« zugeben, doch ja auf feine Kinder recht acht zu haben. Weih- nachts-Schulze liegt seit einigen Wochen sehr krank im Spttale, der arme Mann wird wohl kaum noch einmal die Lickter am Weihnachtsbaum glänzen sehen, die ihm lo unsägliches Elend gebracht.
Aengstlich. Bankier (zum Kassirer): „Na, waren Sie beim Doctor, was sagte er?" — Kassirer: „Er hat mir starke Bewegung verordnet." — Bankier (erschreckt): „Gott, bewegen Sie sich nur nicht zu weit!"
Anpreisung. Heirathsvermittler: „Oder nehmen Sie lieber die kleine Bertha, die ist um zehntausend Mark mehr Engel als die Ella."
Im Hochgebirge. Eine Dame aus dem Flachlande steht in voller Bewunderung vor einem mächtigen, aus dem See aufsteigenden schneebedeckten Bergriesen. Endlich ringt ihr der großartige Anblick die Worte ab: „Ach, wie niedlich!' Hyperbel. „Hat Ihre Tochter denn eine kräftige Stimme?" — „Na, ich sag' Ihnen, neulich hat sie sich drei Zähne wackelig gesungen!"
Im Parkett. „Bitte, gnädige Frau, nehmen Sie doch den Hut ab, ich sehe nichts, das Haar können Sie ja aufbehalten."
Ein neuer Jammer. „Jedesmal, wenn ich mit meiner Frau ausgehe, habe ich am andern Morgen Katzenjammer." — „O, das ist noch gar nichts- wenn ich mit meiner Frau ausgehe, so habe ich nachher einen ganzen Monat Kassenjammer!"
Starke Wirkung. Herr: „Aber warum wurde denn eben das Ballet abgesagt?" — Lieutenant von Strammsky: „Aeh, soeben meine Verlobung hinter Coulissen bekannt geworden, Balleteusen Schreckensnachricht in Beine gefahren/
Kein Vergnügen. Commis: „Herr Principal, ich komme mit meinem Gehalt nicht mehr aus." Principal:
So und wieviel geben Sie für Vergnügen aus?' — Commis: „Nichts, gar nichts." — Principal: „Machen Sie mir doch nichts weiß, Sie haben ja gestern Abend noch Scat gespielt." — Commis: „Ja, nennen Sie das ein Vergnügen, wenn man beständig verliert?"
Citeratar unfc TCunft.
— Mit dem Motto „Das Inserat ist der Bahnbrecher deS Neuen, der Lichtträger des Alten, der geflügelte Bote ves Erfolges' gibt die CentrastAnnoncen-Expeditton von G. L» Davbe «. Eie. um die Wende des Jahres ihren in 28. Auflage erscheinenden ZeitungScalalog für bad Jahr 1897 auS und bietet damit ihren Inserenten und Geschäftsfreunden eine nach Form und Inhalt gleich willkommene Neujahrsgabe. Der Caialog präsenlirt sich in dem Gewand einer elegant ausgestatteten Schreibmappe mit ein.r Anzahl bester Lölchcartons, die auch dem fleißigsten Correspondenten für ein ganzes Jahr ausreichen dürften. So gefällig das Aeußere, so reich ist der Inhalt des Catalogs. Neben einer genauen Eisenbahnrarte von Deutschland, einem Kalender, einer Zusammenstellung der allgemeinen Postbestimmungen, einem Profpect über die im Jahre 1897 stattfindende Sächsisch Thüringische Ausstellung, für welche der Firma G. L. Daube u. Co. die He-stellung des oifictellen Catalogs und Führers übertragen worden ist, gibt der Catalog vor Allem einen sorgfältigen und gewissenhaften U berblick über alle Jnsertions- organe des In und Auslandes mit genauen Angaben Über die Jnsertionsbedingungen für Annoncen- und Reclametheil ltoe8 einzelnen Blattes, sowie über seine politische Tendenz. Ein OttS- register erleichtert die Benutzung des Catalogs, der auch dieses Mal wieder bei allen denen, die einen zuverlässigen Rathgeber in Jnser- tions Angelegenheiten wünschen, sich einen dauernden Platz auf dem Schreibtisch sichern wird.


