Wischer, den beiden Kaisern gewechselten Trinksprüche die allseitig gehegten Erwartungen bestätigen, daß die jetzige Mooarcheu'Begegnung abermals eine Bekräftigung der deutsch- russischen Freundschaft und eine friedliche Kundgebung für da« weitere Eintreten der mächtigen Staaten zu Gunsten der Erhaltung des allgemeinen Friedens bringen werde.
Rom, 9. August. Die Zeitungen geben der Volk«, stimmung über die Ermordung Canovaß beredten Ausdruck und bedauern, daß diese ruchlose Thal abermals von einem Italiener verübt worden ist. Ueber den Mörder ist hier nicht« Näheres bekannt.
Paris, 9. August. Minister Hanotaux beauftragte telegraphisch den französischen Gesandten in Madrid, bei der Köntgtn'Regentin und den Ministern der Dolmetsch der Gefühle der Entrüstung Frankreich« und der französischen Regierung zu sein, deren Sympathien für Spanien durch da« Attentat noch vergrößert werden.
Madrid, 9. August. Mau hält e« nicht für unwahrscheinlich, daß die Ereignisse in Spanten zu öffentlichen Volks- kuudgebungen gegen die Regierung führen werden. Drei Parteien streiten sich um die Herrschaft- außerdem gibt e« noch eine Militärpartei unter dem Marschall Martinez Eampoö. Luch die carlistische Bewegung gewinnt in letzter Zeit wieder an Ausdehnung.
Madrid, 9. August. Nach au- Liffabon eingetroffenen Privatnachrtchten find in den letzten Tagen in Lissabon und mehreren anderen Provinzstädteo Meutereien auS- gebrochen. Die Polizei mußte mit blanker Waffe einschreiteo. Die Zahl der Todten soll mehr al« 50 betragen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgeuommen.
Madrid, 9. August. Ueber da« Attentat auf CauovaS werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Als Eanovas au« seiner Wohnung trat, stürzte ein Juividuum auf ihn lo« und feuerte drei Revolverschüfle auf ihn ab. CanovaS stürzte tödtlich getroffen mit lautem Aufschlag zusammen. Seine Gattin war Zeuge des Vorganges. Man brachte CanovaS in seine Wohnung, wo er nach einer Stunde verstarb. Ein Advocat und ein Journalist verfolgten den Mörder, welcher noch auf der Flucht zwei Schüsse auf seine Verfolger abgab, dem Advocaten gelang es, den Mörder zu stellen und ihn zu überwältigen, worauf ihn die Polizei ab- führte. Er nannte fich Rtnaldi, heißt aber in Wirklichkeit Golli und ist 26 Jahre alt. Er ist einige Zeit in Barcelona Redacteur einer anarchistischen Zeitung gewesen. Der Mörder hat Frankreich, England und Belgien bereist. Infolge deS Attentats trat der Mtnifterrath sofort zusammen und berieth die ganze Nacht hindurch über die zu ergreifenden Maßregeln. Der Minister de« Innern, Eos Gayon, ist einstweilen mit der Führung des Mtnifter-Präfidiums betraut worden.
London, 9. August. „Daily Telegraph" bespricht daS Attentat auf CanovaS und sagt, indem die Anarchisten CanovaS ermordeten, haben sie einen energischen Mann ge- rödtet, der in den schlechtesten Tagen Spaniens immer in der Bresche gestanden hat. Solchen Mann zu ermorden, sei ein hinreichender Beweis dafür, daß die anarchistische Propaganda verbrecherisch ist. „Standard" sagt, daß da- europäische Concert, nachdem eS die Friedensverhandlungen zu Ende geführt haben wird, wohl daran thun dürfte, mit der Unterdrückung der Anarchisten fich ernstlich zu befaffen.
Wien, 10. August. Ja dem Zustande deS seit Wochen erkrankten Exkönigs Milan ist eine gefährliche Wendung eingetreten. Der König ist sehr schwach und hatte mehrere Anfälle.
WB. Peterhof, 10. August. Kaiser Nico lauS empfing gestern den deutschen Botschafter v. Bülow in län- gerer Audienz._______________________________________________
CoceUs unö LrooinzLellc-
Diebe», den 10. August.
** Von der Universität. In dem neuen Staatsbudget ist der Zuschußbedarf zur Land.'Suniversität Gießen aus 675,000 Mk. gestiegen, 58,000 Mk. mehr als bisher. ES find einige neue Professuren vorgesehen, so für Kunst« geschichte, englische Sprache u. s. w., die Kliniken erfordern infolge außergewöhnlicher Aufwendungen und Verbesserungen 62,000 Mk. mehr, zusammen nunmehr 470,000 Mk. - der Mehrbedarf entfällt hauptsächlich auf die zu vergrößernde Jrrenklinik.
** Psychiatrische Klinik. Am SamStag früh wurden zehn weibliche Kranke in Begleitung von fünf Pflegerinnen unter Leitung eines Arztes nach Hofheim trans- ferirt. Zur Vermeidung von Störungen waren von der Direction und dem hiesigen Eisenbahn-Dorstand eine Reihe von Vorkehrungen getroffen worden. Die Eisenbahndirection Frankfurt hatte auf Antrag der Klinik in dankenSwerther Weise einen durchgehenden Wagen von Gießen nach Goddelau eingestellt. Die TranSferirung der zum Theil schwierig zu behandelnden Kranken wurde ohne Zwischenfall vollzogen. —
DienStag und Mittwoch voriger Woche fanden infolge einer Einladung der Direction in der Klinik zwei Ver- s am ml ungen der oberhesfischeu Vertrauensmänner der Unterstützungskaffe für entlaffene Geisteskranke statt, verbunden mit einer Besichtigung der Kltmk, soweit sich dies ohne Belästigung der Kranken thun ließ. Beide Versamm- langen waren stark besucht. Wir machen auf die Bestreb- ungen dieses Vereins, der im vorigen Jahre auch in Würt- temberg Nachahmung gefunden hat, aufmerksam. Anmeld- ungen zu demselben sind an Herrn Geheimrath Ludwig in Heppenheim zu richten.
• •P. Postperson-loachrichteu. Versetzt find: der Post- Verwalter Fleckenstein von Waid-Michelbach nach Neu- Isenburg, der Ober-Postaffisteat Gg. Müller von Michelstadt nach Wald-Michelbach unter Ernennung zum Postverwalter, der Poftaffisteat Appel von WormS nach Büdingen, der Postafftstent Otto Will von Darmstadt nach Erfurt,
der Postaffifteut Schreiber von Erfurt uach Mainz, der Postafftstent H. W. Becker von Straßburg (Els.) nach WormS, der Postaffistent Vetter von Alsfeld nach Straßburg (Els.). Wiederangeftellt als Postaffistent ist der frühere Ober-Postafftstent Senkbeil in WormS. Angenommen zum Postagenten ist der Lehrer t. P. Hinkel in Framersheim. Es treten tu den Ruhestand die Poftverwalter Spilger in Neu-Isenburg, Stotz in Lich. Gestorben sind der Postverwalter Bahn in Ecizell, der Poftagent Philipp Jakob Hiukel in Framersheim.
* • Reue Haltestelle. Am 1. September wird an der Bahnstrecke Deutz—Gießen zwischen den Stationen Ehringshausen und Aßlar der Haltepunkt Werdorf für Personeu- und Gepäck-Verkehr eröffnet.
• • Zur Beachtung. ES sei au dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, daß bet eintretenden Unfällen, die eiue Verbringuag der davon Berroffeueu iu die Wohnung oder in die Klinik nöthig machen, ein Krankentransport- wagen auf der Polizeiwache in der Weidengaffe jederzeit zur Verfügung steht.
Verunglückt. Gestern Abend verunglückte Carpenter- Wärter Wilh. Wahl von hier auf dem 11" Uhr hier von Frankfurt eintreffeudeu Zuge bei der Einfahrt in den Bahnhof Friedberg dadurch, daß er beim Sehen uach der Ein- fahrtftelle vom Wagenfeuster aus mit dem Kopfe gegen einen auf nebenseitigem Geleise vorstehenden Wagen stieß, wodurch die Schädeldecke zertrümmert wurde. Der Verunglückte wurde sofort in das Krankenhaus zu Friedberg überführt, woselbst er heute Morgen verstarb.
* * Evangelischer Bund. Auf der Tagesordnung der vom 4. bis 7. October in Crefeld stattfindenden 10. General-Versammlung des Evangelischen Bundes stehen folgende Punkte: Montag, 4. October, 4 bis 6 Uhr Nachmittags: Verhandlungen. — 6 bi« 8% Uhr Abends: Zwangloses Beisammensein. — 8>/, Uhr: Versammlung der Vertreter der evangelischen Diaspora und der Bundesmitglieder- unter Anderem Ansprachen von Kaufmann Schlechtendahl- Barmen und Prof. D. W i t t e - Pforta. Dienstag, 5. October, Vormittags: Verhandlungen. — Nachmittags 5 Uhr: Fest- gottesdienst in der Friedenskirche- Festpredigt: Pfarrer Schöttler-Barmen. — Abends 8 Uhr: erste öffentliche Abendversammlung: Begrüßungen, Ansprachen von Pfarrer K urz e - BornShatn und Pfarrer Fike ns ch er - Fürth. Mittwoch, 6. October, Vormittags 8 bis 10 Uhr: Special- conferenzen. — 10 Uhr: Oeffentliche Hauptversammlung: Eröffnungsansprache von Graf v. Wintzingerode-Boden- stein, Dorfitzevden des Centralvorstandes- Constituirung der Versammlung- Vortrag von Prof. D. Nippo ld - Jena: „Die Hemmungen des deutschen Protestantismus in der Wahrung feiner Jntereffen". — Nachmittags 5 Uhr: Verhandlungen. — Abends 8 Uhr: Zweite öffentliche Abend- Versammlung- Ansprachen von Frhr. v. Plettenberg- Mehrum, Pfarrer KremerS-Kirchenbollenbach, Professor D. Haupt-Halle. Donnerstag, 7. October, Vormittags 81/2 bis 11 Uhr: Geschlossene Mitglieder - Versammlung - Jahresbericht erstattet vom Schriftführer de- Centralvor- standes D. Leufchn er, Besprechungen über die Presse rc. — 12 bis 2i/* Uhr: Verhandlung des GesammtvorstandeS mit den Abgeordneten der Zweigvereine. Nachmittags 3 Uhr: Festmahl. — 6 Uhr: Kirchenconcert. — 8 Uhr: Freie Nachversammlung.
•♦RS. Die Hessischen Lotterie-Sesetze. (Nachdruck verboten.) Die Lotterte betreffend, giebt es im Großherzogthum Hessen zwei verschiedene Strafgesetze, wovon daS eine, § 235 des Hessischen Polizei-Straf-Gesetzbuches vom 14. November 1871, da« Feilhalten von Loosen, Promessen rc. behandelt und das Handeln der verbotenen Lotterien rc. mit Strafe bedroht, das fragliche Delikt al« eine Uebertre- tung qualificirt,währenddaSHesfischeGesetzvom 11.April 1896, baß das Feilbieten von geringeren Antheilen einer an sich genehmigten Lotterie rc. verbietet, diese Strafthat als ein Vergehen behandelt. Nun wurde am 2. Februar d. I. der Bankier Johann Ludecke au- Zehlendorf bet Berlin wegen Vergehens gegen das Hesfische Gesetz vom 11. April 1896 zu einer Geldstrafe vom Landgericht Gießen verurtheilt, weil er im Bezirke des Großh. Amtsgerichts Hungen Badische Einhundert Thaler-Loose, die er in eine Menge kleiner Au- theile zerlegt hatte, zum Kauf angeboten hatte. Wegen dieser Thal wurde zunächst gegen ihn Anklage im Sinne deß § 235 deS Polizei St.-G.'B. vor dem Schöffengericht Hungen, also vor einem Drei-Richter-Collegium, erhoben, die zur Verurtbeilung des Angeklagten führte. Gegen dieses Urtheil legten sowohl der Angeklagte wie auch die Großh. Staatsanwaltschaft Berufung ein, insbesondere die Letztere mit der Begründung, daß nicht baß Gesetz vom 14. November 1871, sondern baß vom 11. April 1896 anzuwenben sei. Daß Landgericht faßte zunächst Beschluß, baß bie That alß ein Vergehen zu qualificiren sei, wobei allerbingS beß vom Amts- gericht Hungen erlassenen Strafbefehles keine Erwähnung geschah. Es würbe weiter beschlossen, bie Derhanblung zunächst außzusetzen unb daß Königl. Amtßgericht Berlin zu ersuchen, den Angeklagten auf die Veränderung beß rechtlichen Gefichtßpunkteß aufmerksam zu machen. Dieß geschah, worauf ber Angeklagte noch bcn Antrag auf Entbinbung vom persönlichen Erscheinen in ber Hauptverhanblung stellte. Nach Genehmigung beß Anträge« würbe dann am 2. Februar — wie schon erwähnt — vor dem Fünfrichter-Collegium verhandelt. Der Angeklagte focht da« Urtheil mit dem Rechtsmittel der Revision an, und rügte zur Rechtfertigung derselben Verletzung materieller Rechtsnormen. Der Vertreter deß Angeklagten, Rechtsanwalt beim Reichsgericht Justizrath Herr, führte aus, zunächst sei der Gerichtshof zu Unrecht mit fünf Richtern besetzt gewesen, da eS fich doch bloß um eine Übertretung handele. Es erscheine überhaupt fraglich, ob daS von der Vorinstanz zur Anwendung gelangte Hessische Gesetz vorn 11. April 1896 nach der Reichsverfassung zulässig sei und überhaupt zu Recht bestehe, zumal doch bereit« am 8. Juli 1871 ein Reichsgesetz über Prämienanleihen er
lassen worden ist. ES ist der Landesgesetzgebung versagt, i* diejenigen Gebiete überzugreifen, die systematisch der Reich«* gesetzgebung Vorbehalten find. Infolgedessen kann auch dak Gesetz, da« im untergebenen Falle zur Anwendung gelangt ist, gegenüber ber Reichsgesetzgebung Beachtung gar nicht beanspruchen. Der Reichsanwalt bezeichnete die Beschwerde für unbegründet, denn baß hessische Gesetz habe eine gan- andere Tendenz, alS daß Reichsgesetz, wahrend daS Letztere nämlich bestimmt, welche Lotterien rc. zuzulaffen sind spricht e fich baß Hesfische Gesetzt darüber an«, in welchem Matze ber Vertrieb zugelassener Lotterien rc. zu regeln sei. WaS schließ- lich die Feststellung deS dolus anlangt, so ist fie allerdtngß bürftig und nicht ganz klar, immerhin aber doch ausreichend zur Berurthetlung. Der erste Strassenat erkannte in Ueber« eioftimmuog mit diesen Ausführungen und tm Einklänge mit dem Anträge deß Reichsanwalts auf Verwerfung der Revision des Angeklagten und legte dem Beschwerdeführer die Kosten des Rechtsmittels zur Last.
* • Radfahrfport. Zu dem am Sonntag den 8. b. M. vorn Nordbezirk des GaueS 9 deS deutschen Radfahrerbunde« arrangirten PreiSturnfahren hatte der „Gießener Radfahrer-Verein 1885" io überaus starker Weife gemeldet und durch feine grotzartigen Erfolge bewiesen, welch' sportlicher Geist seine Mitglieder beseelt. Leider hatten die Fahrer sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiden, und doch gelang eß dreien, die vorgeschriebenen 185 Kilometer in noch nicht 12 Stunden zu bewältigen. Wenn man bedenkt, daß in dieser Zeit an 16 Controlstationen Bescheinigungen erbracht werden mutzten, welche bißweilen bedeutenden Aufenthalt verursachten, so find die Leistungen alß ganz besonder« hervorragend anzuerkennen. Auch im Tandemfahren ist angesichts deß sehr bergigen Terrainß de« Nordbezirks Grotz- artigeß geleistet worden. Aber auch die älteren Herren des Vereins ließen eß sich nicht nehmen, in dem vom Gau für Fahrer über 40 Jahre arrangirten Landsturmfahren um die Siegeßpalme zu werben und gelang eß auch hier, siegreich baß Felb zu behaupten. Die Leistungen werben vorn Gau 9 Frankfurt a. M. burch Medaillen prämiirt. All Heil!
* • Mehrere FenerversichermtgSanstalteu beabsichtigen, den landwirthschaftlichen Bezirksvereinen Subventionen zur Förderung laodwirthfchaftlicher Zwecke zu bewilligen. Die Höhe ber Summen richtet fich nach ber Anzahl der in den bezüglichen Anstalten versicherten Vereinßmitglteder.
* * Wetterbericht. Fast ganz Europa gehört einem ausgedehnten Depressionsgebiete an, dessen Zentrum über der Helgoländer Bucht lagert. DaS barometrische Maximum beschränkt fich auf den äußersten Osten des Erdtheil«. Nur von Südweft Frankreich zieht noch ein schwacher schmaler Rücken relaltiv hohen Druckes über die Schweiz und da« südliche Bayern bis gegen Ober-Oesterreich. Die Witterung trägt einen unbeständigen Character und fallen zeitweise Niederschläge, zum Theil von electrischeu Entladungen begleitet.— Voraussichtliche Witterung: Unbeständige« Wetter mit zeitweisen Strichregen und localen Gewittern.
DndelSheim. 9. August. Heute Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr wurde die Scheune de« Herrn Löb Heß ein Raub der Flammen.
OtrmifdHes.
* Ritter-Hausen (bei Dillenburg), 8. August. Der „Rh. Cour." meldet: Gestern Abend erschoß auf der Jagd der Hugo Lampke von Wölbstein den Förster Franz Hiebke von Hainichen. L. will in ber Dämmerung den H. für einen Wilddieb gehalten haben. Die sofort eingeleitete Untersuchung wird wohl die näheren Umstände ergeben.
* Köln, 9. August. Der Kölner Criminalpolizei ist eß wiederum gelungen, eine Falschmünzerbande auszv» spüren. Man fand bei der Gesellschaft, die in einem hiesigen Hotel logirte, 50,000 Gulden falsche« holländische« Papiergeld.
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Gieße«, 10. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,95—1,05, Hühnereier pr. et. 0 4. 2 St. 12-13 A. Enteneier 1 St. 7-00 A. Gänsc eier pr. St. 00—12 A. Käse pr. St. 5-8 A. Käsematte pr. 6L 3 4 Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 27 A, Taub« pr. Peer X 0,70 biß 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 biß 1,30, Hehn« pr. Stück X 0,90—1,30, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. «uh und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 biß 72 A. Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A- selb fleisch pr. Pfd. 56—60 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,10 biß 7,00 X, Weißkreut pr. Stück 0 00 A. Zwiebeln pr. Eentner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 A-
Für die Ueberschwemmten in Schlesien gingen bei unS ein: Don ft. S. 25 X, B. E. 2 X, N. N. 3 X ft. Müller, Neuhof 20 X, R. 1 X Zusammen 51 X
Weitere Gaben nimmt gerne entgegen
Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaurnur gemessen am lO.sAugust, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 16°, Lust 19°.
Rübsawen sche Badeanstalt.
Ueber Nutrose.
von ärztlicher Seit« wird geschriebene
„Don der größten Wichtigkeit will unß erscheinen, daß sehr erhebliche Quantitäten von Rnltofe gereicht werden können. Wir sind dadurch in den Stand gesetzt, den Eiweißbedarf eines kranken und eines ruhenden Körpers zu 2/a—*V ja im günstigsten Falle wohl einmal ganz, damit zu decken. Dieser Effect war mit den bisherig« Präparaten wegen der Reizung deS DerdauungScanalß durch größere Quantitäten und wohl auch des Preises weaen, nicht zu erreichen.- Nuirose — einzige Fabrikanten: Farbwerke, Höchst a. M. — ist besonders geeignet zur kräftig« Ernährung von Recon- valescenten, schwächlich« Kindern, Blutarm«, Magenkranken rc. In Schachteln L 100 Gr. — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguenhandlung« u. s. w. zu bezieh« 5346


