Ausgabe 
11.6.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

lichen MlnisteriumS des Innern vom 26. Februar l. I. wurde der Ingenieur HanS Engeln auS Schönebeck mit der Der« sehung de« Dienste- eines Assistenten bet dem Fabrik« infpector für den AussichtSbeztrk II mit dem Amtssitze in Mainz beauftragt.

Zustizperfoaalteu. Ende der letzten Woche sind nach den »N. Hesi. Volk-bl." folgende Veränderungen im höheren Justizdtenft eingetreten: Amtsrichter Dr. Neuendagen kam für den beurlaubten LandgerichtSpräfidenten v. Rtcou in das Landgericht zu Stehen, die GertchtSaffrfforeu Halm, Dr. Sch udt, vr. Schmahl als stellvertretende Amtsrichter nach Vilbel, Gießen und WormS, die GertchtSaffefiorev Dr. Rummel und Dr. Stallmann als AmtSanwälre nach Darmstadt und Bingen, GerichtSaffeffor Trapp als HilfSgertchtSfchreiber an da» Amtsgericht Darmstadt I.

KinavzSxameu. Dem kürzlich beendeten Examen für das Finanzfach erster Eategorie unterzogen sich, lt.

§§ Gedern. 8. Juni. Ein bedauernSwerther Un- glücksf all ereignete sich heute Nachmittag. Das Fuhrwerk eines GasthofbefitzerS von Grebenham brachte den Pfarrer von Herbstein nach hier. Da« Fuhrwerk wurde von dem Knecht des Besitzers gelenkt. Auf dem Rückweg, vor dem Laden des Kaufmanns Rothenberger, war das sechsjährige Ktud des Balthasar Reinhart vor da- Gefährt gekommen, das eine Pferd versetzte dem Kinde einen Huftrttt und der Wagen rollte über daS Kind hin, ohne daß der Letter des Fuhrwerks eS bemerkt hatte. Herbetetlende Nachbarsleute | hoben das in Ohnmacht gefallene Kind auf und trugen e« nach Hause. Die Derletzungeu find sehr bedeutend, so daß au dem Auskommen des KtndrS gezweifelt wird.

Darmstadt. 9. Juni. Bet der gestern im Großherzog« lichen Palais zu Mainz stattgrhabten Galatafel brachten Se. Käntgl. Hoheit der Großh erzog den ersten Toast auf Se. Maj. den Kaiser aus. Kurz darauf erhoben Sich Se. Köntgl. Hoheit nochmals, um ungefähr folgende« auszuführen: Kameraden! Ich habe Sie heute als am Tage der Vor. feier des 200jährigen Jubiläums Meine« LeibReg'mentS hier versammelt, um Ihnen vor allem Meinen Dank zu | sagen, den alten Offizieren de- Regiments für da-, was Sie , in Krieg und Frieden tu dem Regimeute geleistet haben und dem jetzigen Offiziers CorpS des Regiment« für die Hin« gebung, mit der Sie das Regiment in DiScipltn und Aus­bildung auf einer bemerkenswerthen Höhe halten. Ein schmerzlicher Gedanke, welchen die älteren Offiziere de- Regi« I mentS Mir besonder- nachfühlen werden, tft Mir dabei, daß Meta hochseliger Vater heute nicht au Meiner Stelle zu Ihnen sprechen kann. Unter Seinem Befehl hat fich da« Regiment unvergeßliche Lorbeeren erworben. Und ein weitere- Bedauern ist e- für Mich, daß infolge einer schweren Er« krankung Meine- Schwager- die Großherzogin heute nicht hier sein kann. Sie hat mich gebeten, die- dem Regimente ausdrücklich zu sagen, wie leid Ihr sei, während der Fest« tage de« Regiment- nicht in Ihrer Mitte sein zu können. Ich trinke auf das Wohl und eine glückliche Zukunft Meines Leib-Regiment«. Im Namen de- Regiment- dankten hierauf I Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm mit folgenden Worten: Eure Königl. Hoheit wollen gnädigst gestatten, daß ich im Namen de- Leib Regiment-, dem ich seit 30 Jahren aazu« gehören die Ehre habe, drfsen unterthänigsten Dank abstatte für die gnädigen Worte, durch welche Eure Königl. Hoheit dasselbe hoch geehrt haben. WaS dem Regimente in den 200 Jahren seines Bestehens zu leisten vergönnt war, das I verdankt eS einem Leitstern, dem e« allezeit gefolgt ist: der nie wankenden Treue zu seinem Lande«« und Kriegs«

,Darmst. Tägl. Anz." 54 Eandidateu, von denen 9 die Prüfung nicht bestanden.

Kriegerkameradfchafr Hasst«. Nach Erfüllung der satzung-mäßigen Pflichten tft der Sriegeroerein Dorfgill mit 37 Mitgliedern, Bezirk Butzbach, in den Landesverband der KrtegerkameradschaftHasfia" aufgenommen worden.

Die diesjährigen Kaifermauover werden von ganz be­sonderem Jnteresie für Militärs fich gestalten und zwar ein- mal wegen der aufgebotenev starken Truppeuwaffen (vier ArmeecorpS und zwei Cavalleriedtvifionen, im Ganzen etwa 140- bis 150,000 Mann), sodann aber auch wegen der, ^en Manövern zu Grunde gelegten Idee, die, wie verlautet, Dr. Maj. dem Kaiser selbst entstammen soll. Die vier ver« schiedenen CorpS werden auf vier verschiedenen Straßen einem gemeinsamen Zielpunkte fich nähern, ohne inzwischen die ge­ringste Fühlung untereinander zu befitzen. Erft in der Nähe des gemeinsamen Zielpunktes werden fich in den letzten Tagen vor dem 10. September die letzten entscheidenden Kämpfe abspielen. Wo da« Gelände dieser Kämpfe aber liegt, ob in den Ebenen der Wetterau, an den Usern des Main oder am südöstlichen Abhange des BogelSgebirgeS, wird allem An­scheine nach von der Geschwindigkeit der vorrückenden Armee« corp« abhängen.

» Wetterbericht. DaS gestern erwähnte Gebiet de« niederen Druckes hat fich rasch auSgebreitet und zieht fich heute von den britischen Inseln in südöstlicher Richtung über den Eanal nach Central-Europa herein bis über die Alpen. Seine unregelmäßige Begrenzung weist noch auf verschiedene kleinere Theil-Mivima hin, wie auch ein solche- innerhalb deS DepresfionSgebieteS über dem Salz.Kawmergut und über Tirol liegt. Im Nordoften des Erdtheil« besteht auch noch niederer Druck fort, doch ist hier eine ziemliche Verflachung eingetreten. Die beiden ausgedehnten Depressionen trennt ein schwacher Rücken relativ höheren Drucke-, welcher mit einem zweiten im Süden Europas in Verbindung steht. Bei dieser Vertheilung dürfte zunächst die Witterung einen un« beständigen Character tragen. Voraussichtliche Witterung: Vorerst unbeständige- Wetter und zeitweise Niederschläge.

CoceU* nnb provinzielle-.

Gießen, den 10. Juni.

* Kirchliche Dieustuachrichte» Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 2. Juni dem Pfarrverwalter Friedrich Schuster zu Herbstein, Decanat Lauterbach, die evangelische Psarrstelle daselbst zu übertragen.

Fabrikinfpectiou. Durch Entschließung Großherzog«

D. Frankfurt a. M., 10. Juni. Fräulein Käthchen P aulu-, die bei ihrer Luftballon-Auffahrt vom Zoologischen Garten au- im Mai wegen eine- Fehler- am Ga-ventil de- Ballons ihren Fallschirm nicht zur Anwendung bringen konnte, hat da- Bestreben, da- versäumte nachzuholen und wird am kommenden Sonntag deshalb eine zweite Luftfahrt von der gleichen Stelle au« unternehmen. Die Direction de« Zoolo« gischen Gartens, in dem am Morgen de« Tages bi« 12 Uhr der Eintrittspreis auf 20 Pfg. ermäßigt fein wird, hat auch für den Nachmittag eine ausnahmsweise Ermäßigung auf 50 Pfg. (Kinder 25 Pfg.) festgefetzr.

p.a, Homburg v. b. h.» 9. Juni. 2 3. Mittelrhein. KreiSturnsest. Nur noch wenige Wochen sind e-, bis die Turnrrfchaft deS 9. (Mittelrhein«) Kreise« in unserer im vollen Schmuck der Sommerpracht stehenden Stadt ihre» Einzug halten wird zum 23. Krei«turnfest. viele glanzvolle Tage, getragen von echt turnerischem Geist, haben unsere Vorgänger bei gleichem Anlaffe der Turnerschaft bereitet, Homburg gedenkt hierbei in keiner Weise zurückzustehen. Seit Monaten schon wird unter bereitwilligster Unterstützung aller Behörden und allgemeiner Theilnahme in den verschiedenen Ausschüffeu alles vorbereitet, um ein gute« Gelingen de« Festes zu verbürgen. Diese Vorarbeiten find nun soweit gediehen und abgeschloffen, daß der gesammte umfangreiche Festapparat gesichert erscheint. Auf dem reizend gelegenen, dicht an die Parkanlagen de« hiesigen Kurhause« und den Hardtwald anschließenden Festplatze, ist die Festhalle bereit« im Rohbau vollendet, deren Bewirthung den bewährten Reftau« rateuren Herren Jacobi und Schönewolf-Franksurt a. M. mit ! Regieweinen deS Wirtschaftsausschusses übertragen ist. Sine besondere Sorgfalt ist dem turnerischen, al« Haupttheil de« Feste-, zu Thetl geworden. Die hierfür geschaffenen Ein- richtungen dürften deS Beifall« aller Theilnehmer gewiß sem. So werden u. A. die Turngeräthe sämmtlich von der Firma I Gebr. Herrnberger ta Langewiesen in Thüringen geliefert. Die auf ergangene Einladung bereit- zahlreich eingetrofienen Turner.Anmeldungen zeigen in erfreulicher Weife, daß eine überaus rege Betheiliguog der Turogenoffen ftatifioden wstcd. Daß eS dazu an Unterhaltung und Vergnügungen aller Art nicht fehlen wird, dafür ist gleichfalls reichlich gesorgt. Für alle Festtage stellt die hiesige BataillonS-Capelle die Must- Für da- Hauptfeft ist die Capelle de« neuen Regiment- Nr. 166 und die Capelle des Thür. Ulanen Regiment« Nr. b in Hanau engagirt. D.e hiesige Hau-mann'jche Capelle ist ebenfalls für die Musik auf dem Festplatz in Aussicht ge­nommen. Außerdem werden nach Bedarf noch Wusikcapellea für den Festzug engagirt werden, der Sonntag den 11. Juli Mittag« stattfindet und zu dem bereit« sieben Festwagen an« gemeldet sind. Auch für eine hübsch ausgestattetr Frstpoft' karte, sowie Festschrift ist Fürsorge getroffen und für die Tage vom 10., 11., 12. und 13. Juli außer den täglich planmäßig verkehrenden 18 eine Reihe von Sxirozügen aus der Frankfurt-Homburger Bahn in Aussicht ß<°om,n- der überaus regen Antheilnahme der hiesigen Einwohnerschaft an Allem, wa« daS Fest betrifft, wird es an der freundlichste, Aufnahme den Turngäste nicht fehlen.

gena 8. Juni. Eine Dame au« Thüringen, die vo, oft auf trägen* gehört, aber die Bedeutung dieser Eiv' richtung offenbar nicht ersaßt hatte, sandte der Postdirecti.a zu H. im Braunschweigischen unter der BezeichnungW austrag" einen Fünfmarkschein mit demAuftrag", f« diese« Geld einen Blumenstrauß zu kaufen uno ihn an Fräo« lein Y. daselbst, deren Geburt«tag am soundsovielten fd, abzuliefern. Diesem naiven verlangen gegenüber wollte die

vndapest, 9. Joni. Der hier tagende Tocialisten« Tongreß wurde wegen mehrerer gegen die Regierung ge­richteten heftigen Reden behördlich geschlossen, wobei Gewalt angewendet werden mußte.

Nizza, 9. Juni. 300 Handlung- - Gehilfen »eigenen fich, während der Pfingstseiertage zu arbeiten. Sie durchzogen die Straßen, mißhandelten die nicht feiernden Collegen, warfen die Maaren auf die Straße und bedrohten die Kaufleute. Die Polizei wurde mit Steinen empfangen. Unter dem Ruf:Nieder mit der Polizei" verfolgten die Strikenden die Polizisten bi- vor da- Polizei«Commiffariat. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.

Pari«, 9. Juni. Die Regierung wird von den Kammern die Summe von 1200000 Franc- zur Unterstützung der hungernden Araber in Oran verlangen, weil fie er« kannt hat, daß die Unruhen dortselbst durch die Noth der Araber verursacht worden waren.

London, 9. Juni. Der internationale Berg« arbeirer-Congreß nahm in seiner heutigen Sitzung einstimmig einen von der Federation der Grubenarbeiter Großbritannien- eingebrachten Beschlußantrag an, wonach die Arbeitgeber für alle Grubenunfälle verantwortlich sein sollen, »ie auch immer die Bestimmungen über die Haftpflicht in dem betreffenden Lande lauten.

London, 9. Juni. DerStandard" erhält eine Dreht« I Meldung au- Athen, wonach dort die Nachricht der Akro­polis, daß die Friedensverhandlungen abgelehnt feien, große Erregung hervorgerufen habe. Wie es heißt, wurden die Verhandlungen nicht zu Ende geführt, weil fich die Der« treter der Großmächte nicht einigen konnten. Mtnister- präfident Ralli, welcher über die Richtigkeit dieser Mel­dung befragt wurde, hat letztere nicht dementirt.

Athen, 9. Juni. Die Türken besetzten trotz de« Waffenstillstandes die Dörfer Lutri und Palinri und er­richteten bei Bolo starke Verschanzungen zur Beherrschung deS Pagasäischen GolfeS.

Konstantinopel, 9. Juni. Hier circulirt daS Gerücht, daß der Fürst von Bulgarien sich demnächst zum König auSrusen laffen werde. Der Sultan würde diesem Vorhaben keine besonderen Schwierigkeiten entgegensetzen.

Newyork, 9. Juni. Die irischen Vereine veranstalteten für den Jubeltag der Königin Victoria eine Reihe Kundgebungen zum Andenken an die irischen Patrioten, | welche für ihre Sache ihr Leben eingebüßt haben und zu Ehren der Millionen Irländer, welche unter der Regierung der Königin Victoria vor Hunger gestorben find.

New-York, 9. Juni. In mehreren Staaten West« Amerikas herrscht winterliche Kälte. In Chicago hat e- in verfloffener Nacht gefroren, in mehreren Staaten Nordweft-AmertkaS schneit es stark. Die Ernte ist thetl- weife zerstört. _____________

Berlin, 10. Juni. Entgegen anderen Meldungen stell* * | derLocalanzeiger" fest, daß der König von Siam doch nach Berlin reift und hier der Gast Kaiser Wilhelm- sein wird. Der Besuch dürfte Ende August stattfinden.

Berlin, 10. Juni. Contre-Admiral Tirpitz ist hier eingetroffen und hatte gestern mehrfache Besprechungen im ReichS«Marineamt. Ob und wann Contre-Adniiral Tirpitz einen längeren Urlaub antreten wird, steht noch nicht fest.

Berlin, 10. Juni. Für gestern Abend waren 3 6 öffent­liche Proteftversammlungen der Gewerkschaften Berlins zur Stellungnahme gegen die BereinSgesetznovelle einberufen. In sämmtlichen Versammlungen, die übrigen- nur einen schwachen Besuch aufzuweisen hatten, wurden längere Resolutionen angenommen, die fich gegen die Bestimmungen der BereinSgesetznovelle richteten.

Wiesbaden, 10. Juni, lieber die gestern stattgehabte Reichstag«-Ers atzwahl lag bis Abends das Ergebniß au« 80 Orten vor. Hiernach hat Wintermeher (frs. Vp.) 5896, Quarck (Soc.) 4850, Bartling (natl.) 2875 und Freiherr v. Fugger (Ctr.) 5303 Stimmen erhalten. Da« Resultat aus 16 kleinen Orten steht noch aus, doch dürfte e« an dem bisherigen Verhältniß kaum etwas ändern. Voraus« sichtlich findet Stichwahl -wischen Wintermeher und Fugger statt.

Wien. 10. Juni. DemNeuen Wiener Tagebl." zufolge brach in Sofia eine theilweife Mtnifterkrifis au«. Stoilow bewog den Unterricht-minister zum Austritt aus dem Cabinet. Es heißt, daß die ganze umouistifche Gruppe au« dem Ministerium auSscheiden will.

hn Verein mit der nun begonnenen Srünfütterung, fernte die extremen WttterungSoerhältniffe mögen hier die 1hfache fein.

Da es sich im vorliegenden Falle um einen sehr wichtigen Punkt handelt, die entwickelten Ansichten aber nicht zutteffm, mögen hier einige Anhaltspunkle, besonder- aber auch einige Winke zur Vermeidung de« liebel« folgen. t~

ES bandelt fich hier offenbar um bte Trommelsucht Pnew- matoBis) deS Rindviehes, die durch eine große Menge von Gasen im Thierkörper herbeigeführt wird. Blähende Futtermittel find die Ursache dieser Erscheinung. Wenn die Gase nicht abgeleitet werden, kann daS Thier zerplatzen und muß zu Grunde gehen. Die Ab­leitung geschieht im äußersten Falle durch dm Bauchstich, der nur turch einen erfahrenen Thierarzt vorgenommen werden sollte. Da« Gleiche gilt bei Einsetzung deS SchlundrohreS. Wmn bte Trommel­sucht rechtzeitig entdeckt wird, kann schon dadurch viel genützt »erben, daß man b<m Thiere ein Strohseil burch ba« Maul jicbl unb e« hinter dm Hörnern festbindet. DaS Thier motz dann unwillkürlich tauen, ohne baß eS dadurch etwa- in ben Magen bekommt. Bald wird fich Aufftoßm bemerkbar machm unb je häufiger dieses erfolgt, desto mehr wird Erleichterung eintreten. .

Trommelsucht tritt vorzugsweise dann ein, wenn im Frühjahre sehr junger, weicher Klee oder weiche »arte Gräser flefüttert werden, die kurz vorher stark bereift worbe« wäre«. Man wird nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß Letztere- in ber Gegen» deS Berichterstatters vorkam, benn auch in anderen Gegmden unserer Provinz bis hinab in bte Setterau tarnen ähnliche Fälle vor. Da« Rindvieh nimmt daS weiche Grünfutter, daS sehr wasserhaltig ist und durch da» Bereifen noch wäfferiger wird, außerordentlich gierig auf, schlingt es massenhaft hinab, ohne viel zu kaum und einzu­speicheln und da ist eS denn ganz begreiflich, daß das eisige Futter im Magm reooltirt, starke Gase mtwickelt, also Blähungm und heftige Schmerzen verursacht. Ganz dieselben Erscheinungen treten im Herbste auf, wenn dem Vieh bereiste Weißkraut, und Dickwurzel­blätter oder weicher, dritter Klee, bet bereift worden war, al« Futter DOr9r$k Xwmewlfedit IW sich bei einiger Vorsicht leicht bitttan halte«. Wenn im Frühjahre die Grunfutterung beginnt, gebe man dem Vieh stets zuerst etwas Dörrfutter, tm Noihfalle thun eS einige Hände voll Stroh. Die Thiere nehmen dtefeS Futter langsam auf, speicheln eS tüchtig ein und dadurch wird ber Magen vorbereitet; das kalte Grünfutter kann ihm jetzt fchon nicht mehr so leicht schaden. Stach dem Dörrsutter kann man tränten unb beim bas Grünfutter folgen lassen. . .

Man kann bos Grünfutter aber auch mit Dörrsutter durch- einanderzisfeln und das Gemmge dem Vieh vorlegen, wodurch schon viel gewonnen wird. Endlich empfiehlt eS sich, daS Giünfutter auf der Häckselmaschine flein zu schneiden unb mit gleichfalls geschnittenem Heu oder Stroh zu mischen. Diese Methode empfiehlt sich besonder« in futterarmen Jahren, weil man mit turz geschnittenem Futter weiter reicht, alS mit Langfutter. Auch macht da» Vieh wmiget zu , schänden.

Herrn. Diese Treue den erhabenen Ahnen gehalten fie ist nun, von Geschlecht zu Geschlecht sich vererbend, dem hohen Enkel geweiht. Heute wie allezeit, im Krieg und Frieden, in guten und bösen Tagen steht daS Leib-Regiment in Treue fest zu feinem geliebten Landesherrn, und ein Ruf weckt in den Herzen feiner Angehörigen, der jetzigen wie i der früheren, der alten wie der jungen, stet« lauten und freudigen Widerhall, der Ruf: Se. Königl. Hoheit der Groß« Herzog Hurra! Darmst. Ztg.

ikandwirthschaftitihe Winkt uni Kathschlägr.

Ao« Ober beste« im Juni.

Vevrerkange« über die T,o»»elf«cht bet» »t«bvteh.

Kürzlich brachte berGießener Anzeiger" eine Mittheilung an­dern VogelSberge, inhaltlich bereu in bleiern Frühjahre öfter ö Er­krankungen bes Rindviehes, besonders der Kühe austratm, die aber nicht mit der Maul- und Kiaumseuche in Beziehung gebracht werdm könnten. ,®ie Erkrankungen - schreibt bet Berichterstatter be­stehen zur Hauptsache in Verdauungsstörungen, Blähungen, die daS I sogen. Dickwerden im Gesolge haben. Weiter heißt^e«: »JedmfallS find diese Erkrankungen auf dm Wechsel in ber Fütterung zurück I zu führen. Die schlechte Beschaffmheit bei DörrfutterS im Winter