Ausgabe 
11.5.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

fitzenden der BraudverficheruogSkammer, unter Verleihung de- Character» alsGeheimer RegierungSrath", zu ernennen.

** Professor Dr. Kretfchmar f. Der am Morgen des 5. Mai iu Gießen verstorbene Geheime Justizrath Professor Dr. Gustav Kretfchmar würde am 10. Seplbr. d. I. sein 67. Lebensjahr vollendet haben. Er hat erst spät Pen Entschluß, fich der akademischrn Lausbahu zu widmen, zur Ausführung gebracht. Längere Jahre war er praktisch thätig, davon während der Jahre 1860 bis 1875 alS Rechts­anwalt und Notar in Leipzig. Am gleichen Orte habilitirte er fich Michaelis 1874 für römisches Recht. Seine werth­volle Habilitationsschrift überDie Natur des PrälegatS" verschaffte ihm rasch einen geachteten wissenschaftlichen Namen. Schon im Herbst 1875 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor deS römischen RechtS an die Universität Rostock. Ein Jahr darauf wurde der Versuch gemacht, ihn für unsere Laudesuniverfität zu gewinnen. Er lehnte damals ab, nahm ober einen im Sommer 1877 an ihn von Neuem gerichteten Ruf nach Gießen an und siedelte als Ordinarius für römisches Recht im Beginn deS Wintersemester- 1877/78 an unsere LandeSuniverfität über. Der Verstorbene ist Gießen treu geblieben und hat fich für Gießen entschieden, als 1878 ein ehrenvoller Ruf an ihn Seitens der Freiburger Hoch­schule erging. Kretfchmar war eine echte Gelehrtennatur mit voller Begeisterung für seine Wissenschaft, ein aus­gezeichneter Kenner des Corpus juris, dessen Inhalt er wie wenige seiner Fachgenosseu beherrschte. Auch auf anderen RechtSgebieten besaß er reiche Kenntnisse- vor Allem hatte er auf einer Reise durch Spanien Studien über spanisches Recht angestellt, über die er gelegentlich im kollegialen Kreise sprach. Es ist aufrichtig zu bedauern, daß er fich nur äußerst schwer zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen entschloß. Immer meinte er, e« sei noch nicht die letzte Hand an seine Arbeit gelegt und immer dachte er daran, von Neuem das Material durchzuarbeiten und zu fichten. Als Lehrer kamen ihm die gerade für feine Fächer werthvollen Erfahrungen zu Statten, die er als Praktiker gesammelt hatte. Er verstand es, seinen Zuhörern das Pandektenrecht anschaulich zu machen und ihnen da- Verständntß für die praktischen Bedürfnisse des bürger­lichen RechtS zu eröffnen. Auch in seinen exegetischen und praktischen Hebungen hat er der jüngeren Juristengeneration unseres Großherzogihum« ein gutes Theil ihres juristischen Wissen- und Könnens mit auf deu Weg gegeben. Unvergessen ist daneben, das kann man oft hören, unter seinen alten Schülern die wohlwollende, freundliche Art, mit der er seinen Zuhörern begegnete und mit der er ihnen menschlich näher rcat. So bedeutete e- einen schwer empfundenen Verlust für unsere LandeSuniverfität, als fich der Heimgegangene am Ende des Sommers 1895 au- Gesundheitsrücksichten ent­schloß, in den Ruhestand zu treten. Nur kurz sollte er diese Ruhezeit genteßeu. Ein sanfter, unerwarteter Tod hat ihn h «weggenommen. Ehre seinem Andenken!

Omuibu-fohrten-Einstellnug. Die versuchsweise an Wochentagen eingeführten Abendfahrten vom Schissenberger Wald nach der Stadt werden wegen Mangel» au Betheiligung wieder eingestellt- bet vorheriger Bestellung beim Kutscher und bei BethetUgnng von mindestens 10 Personen wird jedoch gefahren werden. Dagegen bleiben die alltäglichen Fahrten Nachmittags 3 Uhr ab Markt, sowie der regelmäßige allhalb- stündige SountagSverkehr von und nach dem Wald in gewohnter Weise bestehen.

Theater Verein. Nach Schluß der heutigen Vor­stellungen deS Theater Vereins werden Omnibusse nach Ludwigsplatz, Ludwigs- und Bleichstraße, sowie SelterSweg, Liebtgstraße, Bahnhofstraße bereit stehen.

F. DieWanderer", G. R.8., errangen durch ihr Mitglied Herrn Ernst Bethge auS Frankfurt a. M. bet dem gestrigen Rennen deS Darmstädter Radfahr-VereinS einen glänzenden Erfolg. Herr Bethge gewann nämlich nach heißestem Kampfe im Hauptfahren für Amateure den ersten Preis. Möge es den Rennfahrern derWanderer" ge­lingen, noch recht viele derartige Erfolge an die Flagge ihrer Gesellschaft zu heften.

** Eine Einbrecherin. Die Dieustmagd eine- hiesigen Restaurateurs machte am vorigen SamStag Morgen in ganz aufgeregtem Zustande ihrer Herrschaft die Mittheilung, daß in der Nacht Diebe eingebrochen sein müßten, denn daS Fenster der Wohnstube stehe offen und der Secretär fei er­brochen. Der Restaurateur fand dies Alles bestätigt, auch waren aus dem Secretär 50 Mk. gestohlen. Die polizeilichen Recherchen ergaben, daß die Dienstmagd selbst den Diebstahl verübt und fand sich daS Geld in ihrem Besitz. Dieselbe wurde verhaftet.

* * Ei» Fahrrad-Dieb. Ein Handwerksbursche wurde am vorigen SamStag dahier im Besitze eines Fahrrade- betroffen, welches in Frankfurt a. M. gestohlen worden war. Er wurde verhaftet und gestand ein, das Rad ge­stohlen zu haben.

Kranzschleifen. Mit Bezug auf unsere Meldung in Rr. 107, die Aufbewahrung der zu den am Nationaldenkmal niedergelegten Kränzen gehörigen Schleifen im Mauso­leum zu Charlottenburg, erfahren wir, daß sich der Ortsverein Oberhessen deS Verbandes Deutscher Post- und Telegraphenasfistenten mit folgender Widmung verewigt hat: Dem großen Kaiser, weiland Sr. Majestät Wilhelm I., dem Retter und Rächer des Vaterlands 22.3.1897."

Kinder auf dem Rade mitzufnhre», ist eine weit ver­breitete Unsitte. Jeder radfahrende Vater weiß, daß man feinen jüngeren Kindern kein größeres Vergnügen machen kann, als wenn man sie auf die Lenkstange setzt und mit- sahren läßt. Aber auch der sicherste Fahrer ist unberechen- bare« Zufälligkeiten ausgesetzt. Tritt ein plötzliche- Hinderniß in den Weg, so ist die Möglichkeit schnellen AbspringevS in­folge deS Umstande-, daß da- Kind auf der Lenkstange fitzt, erschwert, desgleichen wohl auch die, in kurzem Hakenbogen AuSzuweichen. Die Gefahr eines Unfalles liegt also sehr nahe, fie ist eine doppelte, weil neben dem Radfahrer selbst auch Leben und Gesundheit de- Kindes gefährdet wird. An

Orten, wo fehr wenig oder gar kein Verkehr ist, kann man wohl Kindern daS Vergnügen machen, aber auch hier ist Vorficht und langsames Fahren auf das Angelegentlichste zu empfehlend

** Kaiserparade. Nach einer von dem Präsidium der KriegeikameradschaftHasfia" an die Bezirksvorsteher und an die Vereine ergangenen Bekanntmachung ist den Kriegervereinen deS HassiaverbandeS die Aussicht eröffnet, sich an der am 4. September bei Ntedereschbach (Homburg v. d. H.) stattfindenden Kaiserparade zu betheiligen. Diejenigen Vereine, welche hierbei zu erscheinen beabsichtigen, find ersucht worden, dies bis spätestens zum 20. Mai ihrem Bezirksvorsteher mitzuthrilen und die Za')! der fich betheiligenden Mitglieder anzugeben. Anmeldungen nach dem 20. Mai bleiben un» berücksichtigt.

Sine für daS Kriegerverein-vefeu überaus wichtige Entscheidung hat daS Präsidium deS Landesverbandes der Kriegervereine im Großherzogthum Hessen in Betreff jener Vereine getroffen, die nur ehemalig e Kriegstheil- nehmer aS Mitglieder aufnehmen. Einige dieser Vereine hatten an daß Präsidium da-Ersuchen um Aufnahme in genannten Verein gerichtet. Da-selbe wurde abgelehnt, und zwar mit der Mottoiruug, daß der Verband nicht wünsche, den Sondergelüsten und übertriebenen Ansprüchen vieler Krieg-Veteranen Vorschub zu leisten. ES müsse vielmehr verlangt werden, daß iu den Krtegerveretnen alte und junge Kameraden vereinigt werden, und denselben innerhalb der Vereine und Verbände völlige gleiche Rechte zuftehen.

** In Amerika verstorbene Hessen. Shtloh Valley, Jll., Frau Philipp Perschbacher, 71 Jahre alt, au- Brens­bach. Reading, Pa., Ww. Marie Catharina Mayer, au- Hessen Darmstadt. Laurel, Ja., Frau Jacob Lohr, auS Hessen-Darmstadt. Atchison Co., Pa., Conrad Emmel, 70 Jahre alt, auS Hessen-Darmstadt. Menasha, Wi8., John Gärtner, 82 Jahre alt, aus Lorsch. Ottawa, Jll., Frau Maria Catharina Lehr, 71 Jahre alt, auS Schannen­bach. JohnStown, Pa., Frau Amelia Pribek geb. Felda, 76 Jahre alt, aus Obermockstadt. New Kork, Peter Geyer, 81 Jahre alt, aus Hillesheim. Buffalo, N. A., Frau Ww. Cath. Günther geb. Held, 86 Jahre alt, auS Bechtolsheim. Daselbst. Valentin Hoffmann, 55 Jahre alt, aus Griesheim. Brooklyn, N. A., Philipp Weis, 74 Jahre alt, aus Gau-Bickelheim.

** Wetterbericht. Bei weiterem Steigen des Barometers haben fich die Druckunterschiede über Central- und Süd- Europa etwas ausgeglichen. Die Depression über Italien ist etwas weiter in südöstlicher Richtung gezogen und hat fich dabei verflacht, dagegen ist im Nordwesten schon wieder ein neues ziemlich tiefes Minimum erschienen, welches einen sack­förmigen Ausläufer über die britischen Inseln und die Nord­see entsendet. Die Witterung mag daher auf unserem Ge­biete, zunächst auch im Süden, eine Besserung erfahren, doch ist fraglich, ob die Herrschaft des barometrischen Maxi­mums überhaupt zur vollen Geltung kommt. Voraus­sichtliche Witterung: Im Norden meist heiteres, im Süden zunächst noch wolkiges Wetter.

Gennberg, 8. Mai. Der erst kürzlich hier ins Leben getretene BerschönerungSverein, der jetzt 160 Mit­glieder zahlt, hat schon eine rege Thätigkeit entfaltet. Zu­nächst wurde der auf der Ostseite der Stadt am Rande deS reizenden Brunnenlhals fich hinziehende Weg wieder in ord­nungsmäßigen Zustand gebracht und mit Kleinschlag (Abfall auS den Londorfer Basaltwerken) überdeckt. Außerdem wurde daS an der Brunnenpforte befindliche AuSfichtShäuSchen neu hergerichtet, und an verschiedenen hierzu geeigneten Plätzen der Umgebung der Stadt Ruhebänke ausgestellt. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die hiesige Section des Vogels­berger Höhenclubs einen ziemlich erheblichen Betrag zu ähn­lichen Zwecken zu verwenden.

+ Ober-Widdersheim, 9. Mai. Vorgestern ereignete fich in dem Steinbruche des Bauunternehmers Krause dahier ein recht trauriger UnglÜckSsall. Oberhalb der Arbeitsstätte löste sich plötzlich eine große Felsmaffe, stürzte auf den 34jährigen Steinbrecher Friedrich Kammer von hier und zer­trümmerte diesem den Hirnschädel und andere Gliedmaßen, so daß der Getroffene sofort tobt war. Seine Hinter­bliebenen werden um so mehr allgemein bedauert, als die Wittwe in aller Kürze wieder einem Familtenereigniß ent­gegensieht. Der SchreckenSfall sollte für SteinbruchSarbeiter eine Mahnung zu der größten Vorsicht bei ihrer Berufs- thätigkeit sein.

C Friedberg, 9. Mai. Der Oberhessische Katho­likentag war trotz der Ungunst der Witterung sehr stark besucht. Herr Dr. Kübel auS Gießen eröffnete denselben mit einer Rede, in welcher er die Ansicht auSsprach, daß alle Parteien in den schwierigen wirthschaftlichen Fragen von einander lernen könnten, daß die Socialreform au-gebaut und dem für Staat und Kirche so wichtigen Bauernstände alle Fürsorge zugewendet werden müsse, er warnte aber ein­dringlichst vor der schroffen Hervorkehrung der StandeS- intereffen und zeigte an Beispielen die Wechselwirkungen zwischen Landwirihschaft, Handel und Industrie. Nach einer ernsten Mahnung zur Einigkeit im Centrum, zur Hochachtung der kirchlichen und weltlichen Autoritäten, schloß der Redner mit einem Hoch auf Papst und LandeSherm, in daS die Versammlung freudig einftimmte. Nächster Redner, Herr Landtagsabgeordneter Dr. Frenay auS Mainz, legte aus­führlich die Grundsätze dar, nach denen das Centrum im Reichs- und Landtage wirke, forderte energisch die Beseiti­gung der gegen die Katholiken bestehenden Ausnahmegesetze und vertheidigte das Centrum gegen die Angriffe von rechts und links. Schließlich sprach in längerer, mit gutem Humor ge­würzter Rede der Präses der Männer- und Arbeitervereine der Diöcese Mainz, Herr Pfarrer For s chn er. Derselbe ging mit den Auswüchsen der Capitalwirthschaft, dem Manchesterthum und andererseits mit den Utopien der Sozialdemokratie scharf in» Gericht und vertheidigte unter großem Beifall die christ­

liche Sozialpolitik de- CentrumS Nach Annahme von Reso­lutionen und einem Schlußwort des Herrn Pfarrer Fried rich schloß die Versammlung nach einer Dauer von vier Stunden.

X. Darmstadt, 8. Mai. Die Verwaltung der unter anderen neuen Professuren anderTechuischenHochschnle mit Rücksicht auf die große Frequenzzunahme errichtete zweite Professur für Physik wurde dem außerordentlichen Professor Dr. Conrad Zeisig übertragen, der eine schnelle Carriöre vom Assistenten zum außerordentlichen Professor (im Sommer v. I.) und zur jetzigen Stellung gemacht hat. Die seit gestern zugängliche FrühjahrS-AuSstellung der bekannten Kunsthandlung Fritz Gurlitt in Berlin im großen Saale und ersten Cabinet de» KunstvereinS, der dieselbe veranstaltet, umfaßt 58 Gemälde,. Radirnngeu und Zeichnungen. Dor- trfitgenb find die Meister derModerne" vertreten, von den Münchner Secesfionisten Prof. Franz Stuck, Julius Exter, Jul. v. Hoffmann, Leistikow, v. Uhde, Ury u. A. Allen diesen voran steht Stuck mit einem mächtig wirkenden KolossalbildeDie Kreuzigung". Daß manchesScheußlich- Schöne" darunter ist, bedarf keiner näheren Versicherung, den Bogel hierin schießt wohl Martin Brandenburg in Berlin mit seinenSommerfäden" ab. Meister Menzel in Berlin hat eine Radiruug und ein kleines Oelbild, beides von hoher Vollendung, beigetragen- der in letzter Zeit viel­genannte Wilhelm Leibe in Aibling zwei Characterporträt» in trefflicher Ausführung. Eine Reihe erster schottischer Land- schaster, wie Brown, NiSbert, Stevenson u. A. ist ebenfalls vertreten. In wohlthuendstem Gegensatz zu den Modernen" erscheint ein prächtige- Bild von F. A. v. Kaul­bach in MünchenDie Schwestern", baß in seinen weichen Tönen unb der wunderbar harmonischen Stimmung au van Dyck erinnert- ist unstreitig ein- der hervorragendsten Bilder, baß unsre Kuusthalle beherbergt. Unsere Kunstfreunde wissen bem Verein für bett seltenen Genuß ber Zugänglich­machung einer solchen Außstellnng sicherlich Dank.

Worms, 6. Mai. Seit gestern weilt ber Director de» König!. Museum- für Völkerkunde in Berlin, Herr A. Voß, in unsrer Stadt zur Besichtigung und zum Studium der Funde au- dem Steinzeit-Grabscld und der auf dem Frei­herr v. Heyl'schen Gebiete veranstalteten Ausgrabungen.

* Hebet den griechisch türkischen Krieg läßt fichFraa Hannebambel" in demDarmst. Tägl. Anz." wie folgt aus:

Bon do biene!

Wann al- mit Lärm unb viel Geschrei

Sich hinne weit in de Dürfet

Die Völker flott da» Fell verhage,

(Wie Goethe in seim Faust dhut sage), So giebt be» sor die Feierdäg De Bärjer Stoff sor ihr Gespräch.

DeS bäht aach merklich alleweil!

Do hinne giebt'» e MordSgekeil, Die Kimrneldärke un die Grieche, Die bhue in be Hoorn fich liege, Un '» scheint fast, wann merS iwerlehkt Als wann be Griech fei' Eppel krehkt.

Dann, wie mer au« be Zeitung fieht, De Dark al» langsam vorwürt» zieht, Un wann bem O-wan in Thrssalie Aach manchmal auSgeh die Freffalie, So schadb deS nix, babra der Jo noch gewehnt von Plewna her.

De Grieche Kronprinz Constantin

Stand bapper in Larissa brin, Doch wie die Dürke näher käme, Do nahm er sei' Corrahsch zusamme Un sehkt zu seine Offeziern: Mer wolle haamzu» abandern!"

De Herrn vum Generalstab wor Der Vorschlag aach glei sunneklor, Sie kummanbirte be-derweje: Erum mit alle Küchewäje!

Nor bte Kanone laßt bo steh,

Die hinnern bloß beim RückwärtSgeh k"

O BafileuS Georgio», Du reitst e viel zu Hoche» Roh. Wann be so fort bei Schlee buhst fasse, Kannste bich pensioniere lasse!

Dann fang enSchlappe" Hanne! a', Du host jo Jwerfluß bobra'.

Badrick' bich leiß au» Griecheland, Mieth in be FriehjohrSrnrh en Stand, Du sollst mol sehe, wa» se laufe, Um D'r beiSchlappe" abzufaafe- Schau zittern se in Bermesenz For deine schwere Concurreuz."

Ach, kärnstde Sunn- un Feierdäg» Doch mol zu un» doher be« Weg», So könnst be hörn, wie Jung un Alte Dobriwer ihr Geschnuddel halte, Und wie der jeder rate dhut: Ach, Schorsch, Heer uff, mach'» net capat!"

Weilburg, 8. Mai. Zur Zeit der Sonnenwende, der schönen Johanni-zeit, Sonntag, Montag und Dien»tag, den 20., 21. und 22. Juni er., findet in unserer Stadt da« achte Berband-fest beß SchützenverbanbeS Hessen Nassau statt, worauf wir schon jetzt aufmerksam machen wollen. Die verschiedenen Festausschüsse finb bereits in voller Thätigkeit, um baß Fest würbig zu gestalten. Auch werden fich, ®IC immer, unsere verehrten Frauen unb Jungfrauen an den