Ausgabe 
11.4.1897 Erstes Blatt
 
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Krankfttrt l M., 9. April. Die große Electrieität»- ge feilsch aft bet Rheinfelden in der Schweiz hat ihren gesummten, noch verfügbaren Strom an eine französisch' deutsche Gesellschaft verschlossen, welche bet Rheinseiden etne Fabrik für Caleium-Carbid errichtet. Die Lteferung-bedillg« ungeu sollen sehr billig sein.

Frauksurt a. M.. 9. April. Der ^Franks. Ztg." wird au- München gemeldet: Für den in LaudShnt statt- stndendea deutschen Katholikentag ist die Zeit vom 5. bis 9. September in Aufsicht genommen.

Torgau. 9. April. Bei der gestrigen Reichs tag» - stich mahl wurden bisher gezählt: für Knörcke (frf. Bp.) 6365 Stimmen, für BusseniuS (RetchSp.) 3541 Stimmen. Die Wahl des Ersteren gilt als sicher.

WUHelmßhaveu. 9. April. Der Llohddawpfer ^Olden­burg" ist mit 900 Manu Ablösung« Mannschaften für die Schiffe der Kreuzer-Divifiou nach China abgegaugen.

Wien, 9. April. Der Gesandte Burtan ist heute nach Athen zurückgekehrt. Wie verlautet, hat derselbe vom Grasen Goluchowsky den Auftrag erhalten, nochmals bet der griechischen Regierung iw Sinne der Erhaltung des Friedens zu wirken.

Paris. 9. April. Der deutsche RetchS-Commisiar Richter coufertrte heute tu der Angelegenheit der Ranmbemeffung für Deutschland auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 mit den maßgebenden Persönlichkeiten. Die Schwierigkeiten betreffs der Ansprüche Deutschlands find ziemlich bedeutend, doch hofft Herr Richter wesentliche Zu« geständniffe zu erhalten.

London, 9. April. Einer Washingtoner Drahtmelduug zufolge haben die Vertreter Deutschland», Italiens und Hollands Einspruch gegen die Tarif-Vorlage er­hoben. Deutschland soll WiedervergeltungSmaßnahmeu in Aussicht gestellt haben.

Loudou, 9. April. Meldungen aus Kanea zufolge erhielt der Befehlshaber deS österreichischen Kriegsschiffes Kronprinzessin Stephanie" von den Jnsurgentenführern ein Schreiben, in welchem dieselben erklären, sie würden sich als im Kriegszustände mit den internationalen Trnppen befindend betrachten, wenn diese in ihrem bis­herigen Vorgehen beharren würden.

Loudou. 9. April. Das TransportschiffDelaware", aus Bombay kommend, hatte drei Pestkranke an Bord.

Athen. 9. April. DieHestta" bringt aus angeblich bester Quelle die sensationelle Nachricht, einer der diploma­tischen Vertreter Griechenlands habe an seine Regierung tele- graphirt, die Mächte seien entschloffen, Kreta zu einem Fürstenthum nach dem Muster Bulgariens zu machen unter der Bedingung, daß Griechenland seine Truppen zurück- zieht. Falls Griechenland sich dieser Weisung unverzüglich fügen würde, würde eS von den Mächten nicht benachtheiligt, sondern im Gegentheil reichlich entschädigt werden. Die Mächte würden die sofortige Herstellung der im Berliner Vertrage festgesetzten Grenzen verlangen.

Kauea. 9. April. Die Admiralschiffe, darunter auch die Kaiserin Augusta", laufen heute nach Ktffamo auS.

Berlin, 10. April. Der Kaiser wohnte gestern Abend dem AbschtedSeffen bei, welches das Offiziercorps deS ersten Garde-Feldarttllerie-Regiments zu Ehren des scheidenden Commandeurs, deS zum General-Major beförderten Obersten und Flügcl-Adjutanten v. Sluhtermann, int Casino des ge­nannten Regiments veranstaltet hatte.

Athen, 10. April. In der Umgebung des Königs Georg wird bestimmt erzählt, daß die dänische Königsfamilie gegen­wärtig geheime Verhandlungen führe, um durch die Wahl einer geeigneten Persönlichkeit zum Gouverneur von Kreta anscheinend dem Standpunkt der Mächte Rechnung zu trogen, wobei aber ein baldiges Anheimfallen der Insel an Griechenland in Aussicht genommen wäre.

Kguea, 10. April. Die Feindseligkeiten wurden gestern fortgesetzt. Die Insurgenten versuchten das Block­haus von Kiffamo in die Lust zu sprengen, woran sie aber durch türkische Truppen verhindert wurden. Ein türkischer Offizier wurde getödlet, drei Soldaten verwundet. Bei der Emfahrt des österreichischen KriegsschiffesSebenico", welches Greise, Weiber und Kinder von Kiffamo brachte, schoffen die Insurgenten aus die österreichischen Boote, welche mit Shrapnels und Granaten antworteten. Bei der Kathedrale sand ein neuer Brand statt. DaS deutsche Kriegsschiff Kaiserin Augusta" war nach einer Kreuzfahrt einige Stunden hier.

WB. Berlin, 10. April. Die Reichsbank hat den WechseldiScont auf 3, den Lombardzinsfuß auf 8Vi, bezw. 4 pCt. herabgesetzt.

WB. Llaffona, 10. April. Reuterweldung. Wettere Nachrichten bestätigen denAuSbruch der Feindseligkeiten zwischen griechischen irregulären und türkischen Truppen. Der größere Tdetl der in Grevena stationirten türkischen Division unter Hakki Pascha rückt gegen die Sin- gefallenen vor. Edhem Pascha wird den sofortigen Vor­marsch deS türkischen HeereS befehlen. Ja den Reihen der Angreifer wurden griechische Uniformen bemerkt. Die Lage ist äußerst ernst bedrohlich.

Locales unb provinzielles.

Gieße«, den 10. April.

Professor Dr. Sticker in Bombay, verbreiteten be- unruhigenden Gerüchten gegenüber, daß Herr Dr. Sticker an der Pest erkrankt sei, erhielten wir aus zuverlässiger Quelle durch ein Privattelegramm die Nachricht, daß Herr Dr. Sticker allerdings an einer Blutvergiftung erkrankt, aber auch bereits wieder vollständig hergestellt ist.

Omnibnl-Berkehr. Bei anhaltender günstiger Ditte- rang beabfichtigt der Vorstand der Omnibus-Gefell- fchaft bereit» am morgenden Sonntag die Linie C von und '

nach de« Schiffenbergerwald Mieder zu eröffnen und «erden die Sommerwagen wie folgt verkehren:

ab Markt 2»/,. 3, 3»/, u. 4 Uhr Rch«., ab Schiffenbergerwald 6, 6Vs u. 7 Uhr Abends. Auf der Linie D von und nach Wiefeck wird der fahrplan­mäßige Betrieb aufrecht erhalten, während die Fahrten Nr. 27, 28, 31, 32, 35, 36, 37 und 38 im Stadtverkehr für diesen Tag ausfallen.

* Vortrag über die Frage der Zangfranba-n. Der kühne Gedanke einer Beschienung des schweizerischen Hochgebirges hat in dem Projekt der Erbauung einer Jungfraubahn" eine feste Gestalt gewonnen. ES liegt die Idee darin, die Schönheiten der höchsten Regionen deS Alpen- laudeS auch Denjenigen zu vermitteln, die mcht in der Lage sind, die Gipfel des Hochgebirge» zu erklettern. Der An­trieb zu dem Unternehmen ist daher ein ethischer. Aber die Schwierigkeiten, die sich der Ausführung eine» fast am Zweifel sterbenden Gedankens entgegenftellen, find so riesiger Art, daß sie nur von einem sicheren Kenner deS Hochgebirge und zugleich ausgezeichneten Techniker (Ingenieur) gewürdigt, aber auch die Wege und Mittel gezeigt werden können zur Ueberwindung aller Bedenklichkeiten. Die beiden geforderten Eigenschaften sind in bester Weise vereinigt in der Person des schweizerischen Genie-Haup'.maunS und Ingenieurs S. S i m o n aus Interlaken, der am 14. d. M., Abends 8 Uhr (s. Ins.) im hiefigen Feftsaal (CasL Leib) über dieJung- frauoahn" einen für jeden Gebildeten ohne Zweifel interes­santen Vortrag halten wird. Zur Zeit liegen verschiedene Projekte, darunter ein» von dem Vortragenden selbst, über eine Jungfraubahn vor, eine Entscheidung aber ist noch nicht getroffen. Welches der verschiedenen Projekte zur Ausführung gelangt, wird die Zeit lehren. Aber e» ist eine dankbare Aufgabe, die sich der Vortragende gestellt, den vielen Tausenden im Deutschen Reiche, die nur die Namen der Alpenspttzen kennen, an der Hand von Zeichnungen und Plänen mitten in die Hochregion des AlpenlandeS zu führen und ihnen geistig einen Vorgeschmack zu bieten, von den Genüssen, die sich an die Ausführung dieses BahnprojecteS knüpfen. In Darmstadt und Frankfurt waren die Vorträge, die von Damen wie Herren gleich stark besucht, veranlaßt von den Sektionen Darmstadt" undFrankfurt" des D. u. £). A.-V., und glaubte die SektionOberhessen" des D. u. £>. A.-B., hier, dem gegebenen Beispiel folgen und Herrn S. Simon auch hierher berufen zu sollen. Möchte ihm bei seinem Bemühen auch in der Stadt Gießen eine recht zahlreiche Zuhörerschaft entgegen kommen.

** Sektion Gießen deS deutschen und österreichische« AlpenvereinS. In der MouatSversammlung am 9. April hielt Herr Professor ElbS einen inhaltsreichen und belehren­den Vortrag überDaS Klima im Gebirge." In faßlicher Weise schilderte der Vortragende u. A. Ursachen und Wirkung der Unterschiede der Temperatur und deS Feuchtigkeitsgehalts der Luft, das Wesen des Föhns und sonstige im Gebirge eigenartige meteorologische Erscheinungen. Dem über einstündigen, auch praktische Winke für Touristen enthaltenden Bortrage folgten die zahlreich Anwesenden mit anhaltendem Interesse und drückten ihren Dank durch reich­lichen Beifall auS. Für die nächste Monatsversammlung (6. Mai) hat Herr Professor Hansen einen Vortrag über dieFlora der Alpen" in Aussicht gestellt.

* Entwischt. Gestern Nachmittag entwich bei der Außenarbett der Strafgefangene Joh. Messemer auS Offenbach bei Landau. Derselbe war wegen Sachbeschädigung zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt.

** Zur Warnung. In Abwesenheit deS Hausherrn sprach gestern Vormittag in einem Herrschaftshause der Lud- wigstraße ein -im ArbeitSanzug erscheinender Mann vor mit der Angabe, er sei beauftragt, die Blitzableiter deS Hauses zu untersuchen. In Begleitung deS beigegebenen Hausdieners begab sich derselbe nun aufs Dach, schickte aber alsdann ßcn Diener wieder rach unten, mit der Weisung, den abwärts geworfenen Draht enzuziehen und festzuhalten. Während dieser Zeit gelang eS dem raffinirten, obige Be­schäftigung vorgebenden Einbrecher, denn ein solcher war eS, in das Innere de» Haukes zurückzueilen und in einem Zimmer eine goldene Repetiruhr und ein goldene» Armband an sich zu bringen. Hierauf verließ er nach kurzer Zeit mit einer Ausrede da» HauS, um zu verschwinden. Dem unterdeß heimgekehrten Hausherrn wurde das Vorkommniß gemeldet, das dieser mit Erstaunen vernahm und versicherte, Niemand geschickt noch beauftragt zu haben. Ein sofortiges genaues Nachsehen im Hause förderte den Diebstahl zu Tage. Den zur Wiedererlangung der gestohlenen Gegenstände eiligst ge­troffenen Maßregeln zufolge wurde der Dieb auch bereits Nachmittags in Wetzlar ermittelt und durch Schutzmann Link festgenommen, der Raub abgenommen und der hiesigen Polizeibehörde überliefert. Der Verhaftete nennt sich Schlosser Joseph Schmitt aus Elberfeld. Au» Vorsteheri- dem möge die Warnung und Lehre gegeben sein. Niemand, der als fremd und unbekannt im Hause oder Wohnung vor- spricht, ohne genauen und genügenden Ausweis einzulaffen. Insbesondere mögen Frauen und Dienstmädchen bei Alleinsein doppelt vorfichtig sein, da solche Individuen sogar vor Gewalt- thätigkeiten nicht zurückschrecken.

Oberheffifche Eisenbahnen. Die Kgl. Eisenbahndirection in Frankfurt a. M. hat auf Eingabe deS Herrn Forstmeister» Martin von Großenlüder in sehr entgegenkommender Weise genehmigt, daß der Zug 1, welcher früher um 8 Uhr 5 Min. Borut, in Fulda eintraf, vom 1. Mai d. I. ab über eine Stunde früher, 6 Uhr 50 Min. in Fulda eintrifft. Hier­durch ist einem schon sehr lange gefühlten Bedürfniß Rechnung getragen, namentlich für Handels- und Landleute, welche die Fuldaer Viehmärkte besuchen wollen. Gleichzeitig hat Herr Forstmeister Martin bewirkt, daß der Zug 8a, welcher gegen ) Uhr von Fulda absährt, in Großenlüder anhält, was nicht beabfichtigt war.

Zn» veamengesetz wird der Z." geschrieben: Allem Anscheine nach wird da» viel erwartete hessische

Bjeomtengesetz, d. h. die neue GehaltSregelung der Be» amten, nicht mit de« zu erwartenden Staatsbudget zur voi- läge au die Laadstände gelangen. Während letztere» bestimmt vor Beginn des Sommer» den Kammern zugeheu soll, möchte es für das GehaltSgesetz noch etwa» länger dauern. Da» Borrücken nach Dienstaltersstufen soll daun die Regel bilden. DaS Mehrerforderniß an Ausgaben dafür deckt hoffentlich auf die Dauer die viel geschmähte neue Eisenbahn ©tmein» schäft mit Preußen, deren Ergebniß wenigsten» zunächst nicht unbeträchtlich Über den dafür von Hessen gemachten Voran­schlag hinauSgehen wird. In dieser für unser Land hoch- wichi'gen Angelegenheit behält Großh. Regierung und bie frühere nationalliberale Mehrheit Zweiter Kammer hoffentlich auf die Dauer Recht, wenn auch die Ueberhebung und da« Geschrei gegentheiliger Parteien, wie deS CentrumS und de» AutiiemitiSwuS, noch an Stärke und Geschrei zunehmen werden. In dieser Beziehung ist e» zur Zeit unerfreulich, und zweifellos wird mit Derartigem der gute Erfolg und die Wirksamkeit der ständischen Arbeit, vorzugsweise in der Zweiten Kammer, nicht gefördert, vielmehr stark beeinträchtigt zum Schaden der Gesammtbeit. Ob man baß in manchen Theilen deS Lande» nicht einsehen und rechtzeitig beherzigen will und wird, ehe e» zu spät dafür ist?

Darlehen auS der Laude» Sredttkaffe Nach einer Mit- theilung deS Großh. Ministeriums an die Centralstelle und den LandeSgewerbveretn beabfichtigt die Staatsregierung, durch eine neue gesetzliche Bestimmung die Wirksamkeit der LandeS-Creditkasse dahin zu erweitern, daß Darlehen gewährt werden können an eingetragene Erwerb»- und Wirth- fchaf'Sgenoffenschaften im Sinne de» Reichsgesetzes vom 1. Mai 1889, zum Zweck be» gemeinsamen Bezug» von Rohstoffen, sowie zur Anschaffung von Kraft- und ArbeitSmaschinen und Werk- zeugen für thre Mitglieder.

* Wechselstube. Im nördlichen Theil de» Hauptbahn- Hofe» zu Frankfurt a. M. wird eine Wechselstube ein- gerichtet werden.

** Der zweite deutsche HaudlungSgehilfentag, einberufen auf Veranlassung be» beutfdjnattonalen Handlung»- Gehilfen- Verbandes (S'tz Hamburg), tagt am zweit n Ostertage, dem 19. April, in Berlin in den Viktoria. Sälen, Leipzigerstraße. Auf der Tagesordnung stehen v. A. Besprechungen über das neue Handelsgesetzbuch und über die Frauenarbeit im HandelSgewerbe. Die Betheiligung ai dem Tage ist in diesem Jahre eine besonder» lebhafte, da bereit» aus mehr al» 100 deutschen Städten Anmeldungen zur Theilnabme vorliegen.

* e Mathemattier-Couferenz In der Zeit vom 9. b» 11. August soll in Zürich ein internationaler Math" matiker-Congreß ftattfinden, zu dem ein Ausschuß von zwanzig Mitgliedern mit Oberst Bleuler, dem Vorfitzendcn de» eidgenössischen Schulra'.h», an der Spitze, die Mathe- mattier aller Länder einlabet.

* Wetterbericht. Zwei flache Deprefftonen im Nord­westen und SÜdoften Europas sind durch einen Rücken hohen Druckes getrennt, der sich vom Haupt Moximum im Nord­osten über die Ostsee, Deutschland und Frankreich nach der spanischen Halbinsel erstreckt. Doch ist etaerseit» iunerha t> desselben die Vertheilung der Barometerftändc noch ungleich­mäßig, andererseits macht fich die Einwirkung relativ niederen Druckes geltend. Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen zwar etwas besseres Wetter, aber immer noch unbeständig.

Wetzlar. 8. April. In der heutigen ordentlichen Hauptversammlung dcrAktionäre der Buderuß- scheu Eisenwerke ist der Rechnungsabschluß für 1896 mit der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Anträgen be» Vorstandes und be» AussichtSrath» genehmigt roorben; ins­besondere wurde beschlossen, den Reingewinn mit Mk. 203169 auf neue Rechnung vorzutragen. Von den übrigen Beschlüssen ist noch zu erwähnen, daß Vorstand uab AussichtSrath er­mächtigt wurden, eine 4*/0ge Anleihe im Betrage von Mk. 6500000 behufs Rückzahlung der bestehenden 50/»igen Anleihe und Verstärkung der Betriebsmittel aufzunehmen und bie Begebung der Anleihe zu bewirken. Der Vorstand konnte noch auf Grund der in Erzen und Roheisen gethätigten Verkäufe mittheilen, daß aller Voraussicht nach da» Rechnungs­jahr 1897 einen günstigeren Abschluß als da» öoijabr liefern wird. Der Gruben- und Hüttenbetrieb erfreut sich einer gesunden Weiterentwickelung.

* Wetzlar, 8. April. In dem Kreishause versammelten sich heute Morgen 7,11 Uhr die Staats-, Kreis- und Co»- munalbeamten, woselbst die Einführung be» Herrn ßeno- rathe» Dr. Goedecke in sein Amt, da» er bie Zeit über kommissarisch verwaltet hatte, al» Lanbrath be» Kreise» Wetzlar stattfand. Herr OberregierungSrath Koch von Coblen, war al» Vertreter de» Herrn RegierungSprSstdenteu Wenzel erschienen. Bei der Einführungsrede bemerkte Herr Obe: regierungScath Koch, daß Herr Dr. Goedecke sich vorauSfich'- lich die gleichen Sympathien erwerben werde, die seinem Vor­gänger von dem ganzen Kreise in so reichem Maße zu The> geworden waren. Herr Kreisdeputirter Schneider führ« an die Rede de» Herrn OberregieruagSrathe» anschließend au», daß er im Namen de» KreiSanSschuffe» die Versichern « gebe, daß der gesammte KreiSauSschuß jederzeit zur Wahrung der Interessen de» Kreise» dem Herrn Landrath Dr. Goedecke zur Seite stehen werde. Hiermit war der osfictclle Tbeil erledigt und wurde in die KreiSauSschußsitzung eingetretei

N«»r«S <m* öeB der Stadt Stetze»,

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April: 5. Heinrich Carl Christian Fillmann, Glaserweißer dahier, mit tzlisabethe MöbuS hterielbst. 6. Karl Wilhelm Schumao», Schlosser dahier, mit Marte Hönig Hierselbst. 8. Heinrich Aai». Keiner dahier, mit Cre-ceuz Särve von Leidtnz.

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