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10/06/1897 Erstes Blatt
 
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Miuoa, N. A,, H°hr°h°rst. Ain« ^ich, auS Butzbach. Hehler, aus Fl°n. 75 Jahre all, °uS Lteblg,64Jche e/ J°d., ®üitle lifeld. Mgoit, ruheim. $r«iutg, !iuhiimr,K Zahrr

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iferer Gemarkung i, btt fttütartmfc gu Ziegeln, Back« gut eignet, ibrim trat Ärmliche Bet­rag uud die hätte zeuguiffe werdru inb gesuchter. Die zum September er- bewältigen. Dies auihätigklit in der chaft geworden ist. laufe diefrr Soft , sogar an thtt turn TchMiv. - vor: Der Mb"' rar -tt SrMhen »wSMr'ge M' »Ilie. llnvorMrger ia * io iM

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in unserer Gegend noch sogen. Spinnstnben abgehalten, das sind Zusammenkünfte vorwiegend junger Leute beiderlei Geschlecht-, welche sich in Prioathäuseru bei Kaffee und Kuchen, Bier re., die langen Abende durch Scherz und Ge- fang verkürzen. Eine ähnliche Beranftaltuug fand auch eine- Februar-AbendS dahier statt, und zwar über die Polizeistunde hinaus, wehhalb die betreffenden Theiluehmer angezeigt wurden uud Strafmandate erhielten. Gegen die letzteren rrclamirteu die Beranzeigten, weßhalb die Sache zur öffentlichen Ver­handlung vor das letzte Schöffengericht zu Nidda kam, das denn auch dem Antrag des VertheidigerS der Beschuldigten entsprechend, dieselben alle kostenlos freisprach. DaS be« nachbarte Soolbad Salzhausen erfreute fich gestern eine» ganz besonderen Andrangs von Gästen. ES fand nämlich das erste Kur-Concert Hierselbst statt, an welches sich Abends ein Ball schloß. Alles verlief in der schönsten Weise- Herr KurhauSpachter Richarz verstand es, den vielseitigen Anfor­derungen der Bewirthung so zahlretcher Gäste vollständig ge­recht zu werden. Viele derselben hielt der Ball bis zur Morgenstunde in fröhlichster Stimmung beisammen.

+ Heuchelheim bei Echzell, 8. Juni. Heute früh wurde die 17jährtge Emilie Ludwig in dem elterlichen HauS er- hängt tobt aufgefunden. DaS Motiv der unseligen That ist noch unbekannt.

-n- Gettenau, 8. Juni. Wir haben hier eine Masern- epidemie, die uns aus der Umgegend hereingebracht worden zu sein scheint. Unsere Schule mußte vor den Feiertagen geschloffen werden, weil von etwa 65 Schulkindern 40 an Masern erkrankt waren. Der Verlauf der Epidemie war bis jetzt ein gutartiger. Jntereffant ist ei, wie die Masern durch die hiesige Gegend ziehen. Zuerst traten sie in Leid­hecken auf, von da kamen sie nach Bingenheim und von da hierher. In Echzell zeigen fich bereit- einzelne Fälle. DaS vorzügliche Wachswetter fördert alle Feldgewächse in schönster Weise. Man hat mit dem Setzen der Dickwurzrlu begonnen.

R. AnS Rheinhessen, 8. Juni. In besonders begünstigten WingertSlagen hat baß Blühen ber Reben begonnen. Natürlich find das zunächst nur Vorboten, die Hauptblürhe erscheint erst um Johannistag. Die kalten Nächte vom 12. bis 15. Mat sind besser vorüber gegangen, als vielfach befürchtet wurde, die Frostschäden find verhältnißmäßig gering. Die Weinversteigerungen find größtentheilS vorüber, sie haben meistens gute Preise gebracht. Im Weingeschäfte

wird es nun wieder ruhig. Der als schlecht verschrieene 1896er Jahrgang ist ein ganz brauchbarer Tischweiu ge­worden, er klärt fich aber langsam. Die Jahrgänge 1893 und 1895, die durch überaus reichen Sonnenschein gezeitigt wurden, zeigen fich immer mehr als edle Hochqewächse, von denen die feinen Marken nur noch schwer erhältlich find, weil sie sich fei festen Händen befinden. Die Weinberge haben größtentheilS ein gesundes, frisches Aussehen und die Aussichten find recht befriedigende, wenn die Blülhe regel­mäßig verläuft. Was das Aussehen der übrigen landwirth- schaftlichen Culturpflanzen, wie Halmgetreide, Kartoffeln, Wiesenwachs, Klee und Zuckerrüben anbelangt, so ist zu be- merken, daß eS durchgehend« ein recht befriedigende- ist.

* Frankfurt a. M., 8. Juni. Sowmerfest im Zoologischen Garten. Die Verwaltung des Zoologischen Garten- veranstaltet am 19. Juni (SamStag) ein Sommer­fest, zu dessen Vorbereitung jüngst ein ComiiH aus erfahrenen Herren zusammengetreten ist. Das Programm ist noch nicht endgültig zusammengestellt, doch steht einstweilen fest, daß die Musik des 81. Infanterie-Regiments mitwirken wird, daß 4000 farbige Lampions beschafft wurden, die in neuer, wirkungsvoller Weise zur Illumination verwendet werden sollen, daß am Bärenzwinger eine ländliche Wirtschaft ein­gerichtet und ein deeorativeS Feuerwerk an der Burg abge­brannt wird. Man hört auch von einem Bal champetre, der mit dem Fest in Verbindung gebracht werden soll.

Berlin, 8. Juni. Bei dem Restaurateur Jacob in Treptow begingen zwei Mädchen, welche damit beschäftigt waren, Gänse über einer Pfanne mit brennendem Spiritus abzusengen, die Unvorsichtigkeit, Spiritus aufzugießen, wäh­rend das Feuer noch brannte. Hierbei explodirte die Flasche und beide Mädchen erlitten schwere Brandwunden. DaS eine ist seinen Verletzungen erlegen, das andere ist außer Gefahr.

* Hamburg, 8. Juni. Der 43jährige Tischler Heß erschoß in der vergangenen Nacht seine Frau und beging dann Selbstmord. DaS Motlv ist in Nahrung-iorgen zu suchen.

Hniverfttäte - Nach pichten.

p. Greifswald, 5. Juni. Seit einer Reihe von Jahren werden an verschiedenen Hochschulen Fortbildungskurse für praciische

Aerzie abgehalten, welche in dm Kreisen der letzterm dm aller­lebhaftesten Anklang gefunden haben. Die Wiffenschaft schreitet unaufhaltsam vorwärts, der praciische Arzt ist aber meist nicht in ber Lage, stch über diese Foitschritte näher tnformhen zu können. Er hat daher das dringende Bedürsniß, zu seiner eigenen Belehrung und zum Nutzen der Kranken an solchen Fortbildungkcursen theil- zunehmen und mit besonderer Vorliebe sucht er hie? zu wieder die­jenige Hochschule auf, an welcher er seine Ausbildung genossen hat. Aus dm Kreisen der Aerzte, welche unserer pomm rschen Hochschule von ihrer Studentenzeit her ein dankbares Andenken bewahrt haben, ist wiederholt schon der dlingende Wunsch laut geworden, daß auch in Greifswald solche Fortbildungscurse eingerichtet werden möchten. Die Mitglieder unseres medtclntschm Lehrkörpers haben fich nunmehr entschlossen, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Schon in diesem Jahre sollen die Curse in« Ledm gerufen und zwar in der Zeit vom 19. bis 31. Juli abgehalten werden. Die Zeit ist gewählt worden mit Rückstchl auf die Annehmlichkeitm des hiefigen Seeklimas zur Zeit des Hochsommers, sowie weiter mit Rücksicht aus den mehrfach geäußerten Wunsch ber Aerzte, ihre Familien in den L-chulferten in einen nahen, leicht erreichbaren Badeort schicken zu können. Eine ausführliche Mittheilung des Programms wird in nächster Zeit erfolgen.

Wöchentliche Ueberftcht der Todesfälle in Gieren.

23. Woche. Vom 30. Mai bis 5. Juni 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär). DterblichkeilSziffer: 28,52, nach Abzug der Ortsfremden 17,54"/«.

Snm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gehen an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Sietzm gebrachte Kranke komm«.

ES sterben Zusemmm: Erwachsene:

hn

LebenSjehr:

vorn

2. lb.Je-,:

1.

Lungentuberkulose

2

2

Bauchfelltuberkulose

1 (1)

1 (1)

Zellgkwcbsentzünd.

1 (1)

1 (1)

KrebS

1 (1)

1 (1)

_

_

Lungenödem

1

1

..

Herzleiden

1 (1)

1 (1)

Magen-Darmcatarrh

i2

2

Krämpfen

2

2

Dtphtheritis

1 (1)

1 (1)

Verunglückung durch Urbersahren

1

_

1

Dumme: 13 (5)

7 (4)

5 (1)

1

Temperatur der Lahn «nd Luft nach Reaumur gemeffen am 9. Juni, zwischm 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15°, Luft 9.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

AulochW mi Sdiiiltarfdittibuiigcn.

Sei der beute gemäß dem Trlgungsplan vorgenommenen Ausloosung von Schuldverschreibuugeu der evangelische» Kirchenge­meinde zu Gießen wurden nachverzeichnete Stücke zur Heimzahlung gHogen: 5622

von Lit. A a 50 Mk. Nr. 28 und 108;

» 100 Nr. 26, 53, 93, 235, 269;

C ä 300 Nr. 17, 56, 69, 83, 119;

Da 500 Nr. 128, 179, 196.

E a 1000 Nr. 198.

Die Rückzahlung dieser Schuldverschreibungen geschieht am 1. October b. I. zum Nennwerth gegen Einlieferung derselben nebst den noch nicht verfallenen Zinsscheinen und der zugehörigen Zinsschein-Anweisung, und zwar nach Belieben des Inhabers bei der evangelischen Kirchenkaffe (Herrn Rendant Döring) dahier, oder bn den hiesigen Bankhäusern.

Vom 1. October d. I. an hört die Verzinsung der ausgeloosten Schuldverschreibungen auf.

Gießen, den 9. Juni 1897.

Der evangelische Gesammt-Kircheuvorstaud.

Dr. Naumann.

Pftichtfeuerwehr.

Auf Grund des §. 16 der Ortsfeuerlöschordnung werden die Pflich­tigen hierdurch zu folgenden Hebungen geladen:

Rotte I: Mittwoch den 16. Juni,

Rotte II: Freitag den 18. Juni,

Rotte III: Mittwoch den 23. Jun',

Rotte IV: Freitag den 25. Juni, jedesmal Abends 8V, Uhr pünktlich, im Hofe des Thurmhauses am Brand, Eingang Marktlaubenstraße.

Gießen, den 8. Juni 1897. 5588

Der Branddirector: Traber.

/rritag, drn 11. Juni l. I.,

Vormittags 10 Ubr,

werden zu «Ubach tn der Hofraithe deS Karl Brück II.

1 Holzschneidmaschine (f. Wagner), 2 Eichenstämme 1 Häckselmaschine, 1 Dickwurzmühle, 1 Fegmühle, eine Quantität Heu, Weizenstroh und Mist gegen Baarzablung versteigert.

Die Versteigerung findet be­stimmt statt.

51589 Geißler,

Großh Gerichtsvollzieher.

Veryej-ermrg.

Freitag, den 11. Juui 1897, Nachmittags 1 Uhr,

soll der der Gemeinde Treis a. Lda. gehörige, schwere, untauglich ge­wordene Fasselochs unter den da­selbst bekannt gemacht werdenden Aedingungen öffentlich versteigert m<ben.

@t. Bürgermeisterei Treis a. Lda.

Benner. 56021

Heu- und Grnnmchras Nerstcigkrung.

Mittwoch, den 16. d. M., wird das Heu- und Grumm^tgras der Wiesen in den Gemarkungen Kolnhausen, Langerzug, 40 Morgen, unter der Sentersbrücke versteigert. Zusammenkunft 9 Uhr Vormittags am Kolnhäuserhof bei Lich.

Aus dem Feldheimer Wald werden 220 rm Eichenschälreisig aus der Hand abgegeben. Käufer wollen sich an die Unterzeichnete oder an Förster Sam es in Langsdorf wenden.

Arnsburg, den 9. Juni 1897. es»» Gräfliche Oberförsterei.

Samstag den 12. Juni,

von 10 Ubr Vormittags an, werden gegen Baarzahlung in «lbach versteigert:

1 Wagen, neu, 2 Räder, neu, 1 Hinter­pflug, Eichen-, Buchen- und Tannen- Bohlen, 1 Parthie Wagenfelgen u. s. Sachen.

5581 Snlda«, Vollziehungsbeamter.

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Oe Gottlieb, Kalligraph.

SKP D'e sehr schlechte Handschrift meines Sohnes Hermann hat sich schon nach dem 3. Unterrichtstage sehr wesent­lich gebessert, so daß ich schon jetzt die Lehrmethode deS Herrn Gottlieb bestens empfehlen kann 5567

Wetzlar, den 5. Juni 1897.

6601 Fritz Grell, Installateur.

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5tl0j Der oberste Stock meines Hauses ist im Ganzen oder getrennt so­fort zu vermietben.

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