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10.4.1897 Erstes Blatt
 
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Die LorstaMivabi hatte fr Sinn erster vorsihut» ittr Sorsthektder, Äafitn- Nreaovorstrher Fourier ifflttt Hüttenterger illeur, Schreiner $hi| and deS Verbände- bt-

»steu und äußersten Südwesten befl Ecdtheilr. In den conti« nentalen Lagen ist der Lustdruck zwar gestiegen, seine Der« theilung jedoch unregelmäßig geblieben. Die Witterung ist in Central'Europa noch immer unbeständig und kalt mit zeitweisen Niederschlägen. Voraussichtliche Witte­rung: Zunächst noch wenig Aenderung.

Romrod, 8. April. Se. Kql. Hoheit der G r o ß h e r z o g, welcher zur Zeit der Auerhahnjagd im Grebenauer Forst obliegt, traf heute Nachmittag um 3 Uhr von AiSseld kommend zu mehrstündigem Aufenthalt im hiesigen Schlöffe ein. Im Gefolge befanden sich die Herren Hofstallmeifter v. Riedesel und Leibjäger Germann. Nach Einnahme deS Thees fand die Rückkehr nach Alsfeld statt. Das Wetter war sehr schön, die öffentlichen und auch Privatgebäude hatten geflaggt.

Ruppertenrod, 8. April. Am 25. August 1883 ver­starb hier plötzlich der Dragoner Hugo Allendorf aus Gebstadt bei Apolda (Thüringen) infolge eines unglücklichen Schlages eines Pferdes. Die Schwadron des Verunglückten befand sich damals in unserem Orte auf dem Durchmarsch. Der Vater deS Soldaten, der mit ihm sein einziges Kind verlor, hat seit dieser Zeit in hochherziger Weise unserer Ge­meinde eine Reihe von Spenden zukommen lasien, die daS Andenken aa ihn und seinen unglücklichen Sohn zu einem bleibenden machen. Zur Verschönerung unseres Friedhofes vermachte Reinhold Allendorf die Summe von 100 Mk, den hiesigen Ortsarmen ein Capital von 200 Mk., dessen Zinsen alljährlich am Weihnachtsfeste zur Vertheilung gelangen, und dem Kriegerverein hier 100 Mk. Dieser Tage hat nun der edle Geber wiederum einen Betrag von 360 Mk. unserer Gemeinde zukommen laffen, wovon 130 Mk. bezw. die Zinsen dieses Betrages zur Instandhaltung der Grabstätte seines Sohnes bestimmt find, 50 Mk. erhält der hiesige Gesang­verein, 50 Mk. der Militärverein und der übrige Betrag gelangt den Bestimmungen des Spenders gemäß an Privat« Personen. Die edle Gesinnung eines solch hochherzigen Stifters verdient auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden.

§ Rieder Ohmen, 8. April. Nicht weniges Aufsehen erregt hier und in der Umgegend die Selbstentleibung des hiesigen Stationsbeamten D. Derselbe hat sich in einem unweiten Walde erhängt. WaS den in den vierziger Jahren stehenden Mann zum Tode veranlaßt, ist unbekannt.

Vad-Rauheim, 4. April. Das von Frau SanitätSrath Müller gegründete und geleitete KindersanatoriumEmma heim", da- im vorigen Sommer von 53 Kindern besucht war, hat am 1. April seinen diesjährigen Sommercursus wieder eröffnet. Leidende Kinder der beffereu Stände er­halten darin, wie bekannt, eine vorzügliche Verpflegung und wird durch den Aufenthalt in der segensreich wirkenden An­

stalt die kostspielige Begleitung erwachsener Familien An- grhörigen erspart. Durch die Ausbildung von Kinder- pflegerinnen und Kinder-Krankenpflegerinnen wird zugleich uubemiitellen gebildeten Damen ein neuer, in der letzten Zeit immer mehr gesuchter Erwerbszweig geschaffen.

Darmstadt, 7. April. Im hohen Alter von 95 Jahren ist wohl der älteste Mann unserer Stadt, Herr Wilhelm Justus Jost, Leh,er i. P., infolge eines Schlagaufalles ge- storbcn. Der Greis war noch überaus rüstig und unter­nahm bis in die jüngste Zett allein Spaziergänge. Viele Jahre war er in Oppenheim thätig, wo er auch Begründer und viele Jahre laug Letter dcs dortigen Gesangvereins war. Jost war stets sehr liberal gesinnt und hatte wegen dieser Gesinnung in den Zeiten der troffen Reaktion während der 30er Jahre viel zu leiden, ja sogar Gefäogniß blieb ihm nicht erspart, er blieb aber unwandelbar seiner Ueber- zeugung treu. Seit seiner Penfiontrung hatte er seinen Wohnsitz von Oppenheim nach Darmstadt verlegt, wo er noch viele Jahre eines gesegneten Alters sich erfreute. Welch' hoher Achtung und Verehrung der Lehrerveterau in weitesten Kreisen genoß, daS wurde so recht klar, als er seinen 90. Geburtstag feierte. Sein Andenken wird bei Allen, welche ihn kannten, stets in Ehren fortleben.

WormS, 7. April Die Stadtverordneten-Bersammlung genehmigte ein Ortsstatut und Poltzeiverordnung über den Betrieb der Gast- und Schankwirthfchaften, wo­durch die Bedürfnißfrage ganz beseitigt und eine Concesfio- uirung nur von den allgemeinen Bestimmungen der Gewerbe­ordnung und der Lage und Einrichtung des zu Schank« oder Gasthauszwecken zu verwendenden LocalS abhängig ge­macht w>rd.

Dermales«

Tettnang. 4. April. Dor mehreren Monaten erlaubte sich ein junger, beim hiesigen Oberamtsgerichte als Schreiber verwendeter Mann den Spaß, durch unbefugtes Bremsen den Localzug Tettnang-Meckenbeuren zum Stehen zu bringen- tr wurde wegen dieses Unfugs zur Anzeige gebracht. Don der Ansicht ausgehend, daß eS sich hier um die Gefährdung eines Eisenbahntransportes handle und er unter einem Jahre nicht wegkomme (thatsächlich wurde er nur mit 4 Mk. bestraft), ergriff er die Flucht. Er wurde bei Kufstein erhängt aufgefunden.

* Bern, 8. April. Im Lanton Bern ist die Landschaft überall mit Schnee bedeckt.

* Starker Beweis. A.:Ihr Sohn ist Musiker? Ist tr denn auch musikalisch?" B.:£), sehr, der schließt sogar mit'n Violinschlüssel die HauSthüre auf."

Anzeige« de* Stadt Gietze«.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 11. April. Palmarum

La«»eS Butz- und Bettag.

Gottesdienst

I« der AsriedhofSeapelle.

Vormittags SV« Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Collecte für hilfsb.dürstige, evangelische Gemeinden unseres Landes unter vorwiegend katholischer evöikerung.

Im Confirmandensaal, Neustadt 61.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgerneinde. Pfarrer Schlosser.

Vorbereitung dazu: Samstag dm 10. April, Nachmittags 3 Uhr, im Eonfirmandensaal.

An der Aodauueskiride.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schlosser.

Kindergottesdienst für die JohanneSgemeinde fällt aus.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey

Collecte für hilfsbedürftige, eoang'lifche Gemeinden unseres Landes unter vorwiegend katholischer Bevölkerung.

Am Gründonnerstag Abend« 8 Uhr Beichte und hei igeS Abendmahl; am Charfreitag Beichte und heiliges Abendmadl im Vormittagsgottesdienst; jedesmal für alle vier Gemeinden.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 10. April:

Nachmittags von 36 Uhr und Abends vor und nach der Predigt

Gelegenheit zur hl. Beichte;

Abend« um 8 Uhr Predigt.

Sonntag den 11. April.

Vormittags von 6 Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 6Vs Uhr erste hl. Meffe;

, um 7V9 Uhr Austheilung der hl. Communion;

, um 8 Uhr zweit: bl. Messe;

, um 9 Uhr Palmweihe. Die Palmen müffen vorher ta die Sakristei gebracht werden;

um 9V< Uhr Hochamt mit Predigt. Schluß- ««d Abschieds-Vortrag des P. Cyprian.

Nachmittags um 5V3 Uhr Predigt; darauf Faftenandacht.

Montag, Dienstag und Mittwoch ist die erste hl- Meffe um 7, die zweite um 7Vt Uhr. ___

GotteMeufi der israelitischen Religionsgesellschast.

Freitag Abend 6« Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Predigt, Nachmittag 380 Uhr, SabbathauSgang 7« Uhr.

Nachmittag 2« Uhr SchrifterklLrrrng in der Synagoge.

Wochengottesdienst Morgens 630 Uhr, Abends 6M Uhr.

Unsere Lieblinge essen es gern.

Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt fich leicht durch ein­faches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohl­geschmack deS Mondamin Kinder und Kranke zu öfterem Genutz. Es ist so ergiebig, daß nur wenig Mondamin zu nehmen ist und stellt sich daher nicht theurer als gewöhnliches Mehl. Bei Nahrung für Kinder und Kranke ist dieser VortheU besonders gut angebracht. Mondamin ist überall zu haben in Packeten L 60, 30 u. 15 Pt-

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