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hiesigen Sparkasse und seit dreißig Jahren Ortögerichtsvor- steher ist, so bedarf eö wohl keiner weiteren Ausführung, daß dieser pflichttreue Mann, der jetzt noch unermüdlich m körperlicher und geistiger Frische seiner Aemter waltet, dea Dank der hiesigen Bevölkerung in vollem Maße verdient. Bereits werden auch Veranstaltungen zur festlichen Begehung keines Geburtstages getroffen und wird Herr Bürgermeister Roth empfinden, daß seine Verdienste und sein stets lebhaftes Interesse für seiner Gemeinde Wohl auch gewürdigt wird.
Darmstadt, 8. Februar. Unter außerordentlich zahlreicher Theilnahme von Freunden und Verehrern wurde gestern die sterbliche Hülle des leider allzufrühe dahtngeschie- denen GymnasialdirectorS Dr. Georg Windhaus auf dem hiesigen Friedhof zu Grabe getragen. Unter dem großen Trauergefolge waren Vertreter der obersten Schulbehörde, viele Lehrer und ehemalige Schüler des Verblichenen. Don Laubach waren erschienen die Herren Profeffor Mohr und Dr. RoeSchen, sowie vier Primaner, von Friedberg mehrere Lehrer und drei Primaner der Realschule und deS Progym- nasiumS, aus Gießen eine Deputation der Burschenschaft „Alemannia". Die ergreifende Grabrede, io welcher er die gesegnete Wirksamkeit und den edlen Character deS Verstorbenen schilderte, hielt Herr Pfarrer Eger. NamenS deS Lehrercollegiums deS Gymnasiums in Laubach legte Profeffor Mohr einen Lorbeerkranz nieder. DaS Gleiche geschah Namens des Lehrercollegiums der Friedberger Anstalt, welcher Dr. WindhauS als Director Vorstand, durch Herrn Pro- sessor Karg. Beide Herren schilderten ihn in warmen Worten als lieben College» und treuen Freund. Auch im Auftrag Sr. Erlaucht des Grafen zu Laubach wurde ein liranz niedergelegt. Im Namen des Gesammtvereins des Odenwaldclubs legte deflen Erster Vorsitzender, Herr Stadt- barordneter Karl Müller, einen prachtvollen Kranz am Grabe des Freundes des Odenwaldes nieder. Namens der Ulten Herren der Gießener „Alemannia" legten Herr Finanz- effeffor Glas sing und Namens der Activen Herr cand. kam. Kuhn Kränze nieder, ebenso die Primaner auS Lau- l ach und Friedberg. Die Zahl der sonstigen Kranzspenden c aS Laubach, Friedberg und von hier war eine überaus jroße. Viele Hunderte trauern aufrichtig um den dahin« 1-fchiedenen trefflichen Lehrer und treuen Freund. Gar Dkancher aber wird mit dem Dichter ausrufen: „Ach! sie laben — einen guten Mann begraben — mir war er Mehr!" N. H. D.
Darmstadt, 9 Februar. (Per Telephon.) Die Zweite Kammer wählte in rhrer heutigen EröffnungS« Sitzung zum ersten Präsidenten Herrn KreiSrath HaaS- Offenbach mit 42 Stimmen, zum zweiien Präsidenten Herrn Abgeordneten Metz-Gießen mit 43 Stimmen.
♦ Aschersleben, 8. Februar. Amtlich wird bekannt gemacht: In der vergangenen Nacht gegen 12 Uhr entgleiste der Personenzug Nr. 556 auf der Strecke Nienburg a. S. —Beroburg infolge Schneeverwehung. Der Zugführer wurde am Kopfe leicht verletzt, weitere Verletzungen von Personen find nicht vorgekommen.
* AwtSstil. Derjenige, der den Thäter, der den Pfahl, der an der Brücke, die an dem Weg, der nach Worms führt, liegt, steht, umgeworfen hat, anzeigt, erhält eine Belohnung.
Schssfsnachpichten.
Norddeutscher Aoyd, m Gießen vertreten butcb die Agenten Earl L00S und I. M. Schulhof.
Bremen, 6.Februar. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Aller, Cavitän I. Mtrow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten tn Newyork angekommen.
Bremen. 8. Februar. sPer transallanttschen Telegraph.] Der Postdampfer Weimar, Capttän C. Steencken, vom Nordd. Lloyd tn Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Eingesandt.
Siebe«, den 8. Februar 1897.
Weil Sie neulich nach dem letzten Concert ein Eingesandt abgedruckt haben, bitte ich Sie, e's Einwohner Gießens und Eoncert- Besucher auch darum. Ich bin wirklich kein Angstmeier, aber ich möchte doch wissen, ob der Herr von neulich Recht hatte mit der Gefährlichkeit im Clubsaal, besonders, wenn man heraus will, oder ob die Polizei das schon geändert hat. Und wenn der neuliche Herr nicht Recht hat, dann soll er doch Einem keine solche Angst einjagen für seine Frau und Kinder, denn ich komme immer nock raus.
Civis.
„Bei den in letzterer Zeit stattfindenden Maskenbällen der verschiedenen Vereine und Gesellschaften, besonders aber am vergangenen Sonntage Abends im „Cas4 £eib". hat es allgemein Mißfallen erregt, daß viele recht unvernünftige Eltern ihre schul- oder noch nicht schulpflichtigen Kinder jeden Lebensalters in großer Zahl, theils sogar maskirt, mitbringen.
Abgesehen davon, baß derartige Festlichkeiten kein geeigneter Aufenthalt des Nachts für Kinder sind und naturgemäß schädlich auf dte Gemüther derselben wirken müssen, entsteht nebenbei, bei der großen Fülle der Säle und dem dadurch verursachten großen Gedränge, eine Gefahr für dieselben, wie jeder Besucher am vergangenen Sonntage wahrnehmen konnte.
Obwohl es tn erster Linie im Interesse der festgebenden Vereine liegen muß, diesem Uebel zu steuern, so ist doch die hiesige Polizei- Behörde in erster Linie faju berufen, den Besuch von Kindern bei solchen öffentlichen Maskenbällen, wie es doch auch das Gesetz verlangt, aufs Strengste zu verbieten.
Es bedarf gewiß nur dieser einen Anregung, um hierin Wandel zu schaffen.
Einer für Viele?
SpUlplüB der orrririßki» frtakfirin AMHertrr.
, OpernharrA.
Mittwoch, 10. Februar: Fünftes Abonnements-Concert. Donnerstag den 11. Februar: Silvana. Freitag den 12. Februar geschlossen. Samstac den 13. Februar: Meistersinger. Sonntag den 14. Februar, Nachmittags 3‘/8 Uhr: Schönclärchen. Abends 7 Uhr: Die lustigen Weiber.
Gchauspielhau».
Mittwoch, 10. Februar: Gebildete Menschen. Donnerstag den 11. Februar: John Gabriel Borkmann. Freitag den 12. Februar: Faust. Samstag den 13. Februar: Die Pariserin. Hierauf: Der zündende Funke. Sonntag den 14. Februar, Nachmittags 3‘/s Uhr: Moriluri. Abends 7 Uhr: Die Pariserin.
Vergeh*, CasiS* und
Siebm, 9. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmartt kostete: Butter pr. Pfd. jtL 0,80—0 95, Hühnereier pr. St. 00 4, 2 St. 13-15 H, Enteneier Ü 2 ©t t C 4, Gänst- eiet pr. St. 10—00 H, Käse pr. St. 5—8 Käsematte pr. St. 3 L. Erbsen pr. fiitex 18 H, Linsen pr. Liter 28 5». Tauben pr. Paar X 0,70 bis 0,80, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stüv X 1,20-1,50, Entrn pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfurck X 0,48—0,54, Ochsenfletsch vr. Pfd. 66-74 Kuh- und Rlndfleis^ pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 dis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr Vfd. 50-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 biß 5,00 X, Weißkraut pr. Stück —00 H, Zwiebeln pr. Ccntver X 4,00-0.00, Milch pr. Liter 16 H.
' Meyers Konversations - Lexikon
(auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bucher < liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 l^an JL 0. Sperling. Buchhandlung, Stuttgart >II.
Holzversteigerung.
Freitag den 12. Febr. d. I., vormittags 10 Uhr anfangend, I mmen im Gemeindewald zu Wohn- bAch zur Versteigerung:
173 Eichen-Stämme von 15—63 cm
Durchmesser, 3—14 m Länge — 61 fm; Schnitt-, Bau-, Wagner- und Werkholz.
3 Buchen Stämme von 46—55 cm Durchmesser, 5—7 m Länge = 3,68 fm.
2 Birken-Stämme von 26—32 cm Durchmesser, 5—10 m Länge = 1,07 fm.
9 Nadel-Stämme von 15—19 cm Durchmesser, 11—16 m Länge = 2,80 fm.
HO Eichen-Derbstangen von 14 cm Durchmesser, 5 m Länge — 0,60 fm.
80 Fichten-Derbstangen, von 8 bis 14 cm Durchmesser, 10—14 m Länge — 6,50 fm.
Die Zusammenkunft ist auf der -i'ömerstraße beim Forsthäuschen.
Wrhnbach, den 7. Februar 1897.
Der Bürgermeister:
Fatum. 1363
Holzversteigerung
tm Gießener Stadtwald.
Montag den 15. Februar 1897, Vormittags 91/3 Uhr beginnend, so llen im Gießener Stadtwald, im D istritt Charlottenwald, versteigert »erden:
2 Eichenstämme, für Schreiner und Glaser geeignet, mit 2,55 fm,
16 Erlen- und Lindenstämme mit 9,23 fm,
112 Fichten - und Kiefernftangen mit 4,00 fm,
313 rm Buchen-Scheitholz,
29 „ Eichen- „
1111 „ Buchen-Knüppelholz,
9 „ Eich-n.
3 „ Erlen- „
4200 Wellen Buchen-Reisig, 1120 ,, Nadel- „
76 rm Buchen-Stockholz,
5 ,, Eichen- „
5 ,, Erlen-
Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 8. Schneise.
Gießen, den 8. Februar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 1384
Früchte
im eigenen Saft, ohne Zuckerzusatz, per Glas ca. 800 Gr. Mk. 1.25 empfiehlt 1385
Carl Retter, finhenplnb,
neben den Markilauben.
Kreppeln, Kaffeekuchen und Gebäck, verschiedene Zwiebacks, sowie größte Auswahl in Torten, Makronen, Mandeln, Thee- und Weingebäck empfiehlt in nur bester Qualität
Ludwig Döll,
1380 Gonditorei und ßafe,
32. Marktftraße 32.
Grasigen, fft. Messina, und OitronsBi frisch eingetroffen. 1382
L. Kalkhof.
„Samitas“
Walz-Kaffee p.IW.-M 35 üf. Korn-Kaffee p. 72 „ 20 „ Aeigen-Kaffee Packet 15 „ Kichel-Kaffee „ 10 „ der beste Zusatz zu Bohnen Kaffee, empfiehlt 1383
Carl Retter,
Lindeuplatz.
Die Erzeugnisse der „Sanitasu Compagnie sind garantirt rein und dürfen nur in geschlossenen Packeten oder Gläsern verkauft werden.
Vermiethungen.
1388) Ein Familienlogis mit Wasserl. zu vermietben.______LSwengafle^ 11.__
120] In meinem Hause Eüd- anlags 23 ist der zweite Stock per 1. April 1897 zu vermietben.
__G. Nattheimer.
274] Goethestratze »3, Hl: 5 Zimmer mit Bleichplatz und Grabland zu verm.
431] Der mittlere Stock meines HauseS ist per 1. April anderweit zu vermiethen.
H. Schmidt, Bahnhofstraße 37.
-.......
674] Hammstratze 12: Familienlogis, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen __________Näheres Lahnstratze 1t.
875] Der mittlere Stock meines Hauses, Asterweg 29 (Schillerstr. Ecke), bestehend aus 5—6 Zimmern, 2 Kammern, 2 Kellern, Trockenboden, event- Badeeinrichtung, ist für sogleich ober spater zu vermiethen.
______________Dr. Haupt, Arzt.
1' 89] Mittlerer Stock, bestehend aus 6 Zimmern mit allem Zubehör, per 15. April l. I. anderweit zu vermiethen. _______________BiSmarckstratze 14.
1246] Familienwohnung zu vermiethen _____Wallthorstratze 88«
1271] Ein möbltrtes Zimmer zu ver- mietben.________vstanlage 40, pari.
697] MSblirteS Zimmer zu ver- miethe«.________Dammstrahe 5
1065] Zwei ineinanderg., mödl. Zimmer zu vermiethen. Dammstraste 41.
534] Ein möbltrtes Zimmer vom ersten Februar zu vermiethen
___________vahnhofstratz- 89, H
390] Bahnhofstraße 24 r Laden nebst Comptoir alsbald zu vermiethen. _______Näheres SchaazenSratze 12.
489] «roße -Melkftätte mit Wohnung, Laden mit Wohnung zu oer- rniethen.Aug. MontanuS.
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