der Eitelkeit und Ehrsucht, sowie brS Seelenkampfe» bet seinem Tode gebührt rückhaltlos volles Lob. Die seitens de» KüvftlerS beliebte öftere AuSeinanderzerruug der Worte und karrikirte Aussprache ist zu tadeln, weil ungehörig und hier nicht am Platze, ja schwächt sogar sein bedeutende» Eharakterifirung«- talent. Immer uno überall mit gleichen Mitteln zu arbeiten, ist für den Schauspieler nicht angängig, läßt den Zweck ver» fehlen und in der Wirkung versagen. Ein flotteS Malertrio stellten die Herren Boehm, Frttzschler und Janson, einen bigott-puritanischeu Reverend, mir unvergleichlich guter Mimik charakterifirt, schuf Herr Helm. Ferner sei einer» kennend erwähnt Frau Kehler für ihre gute Wiedergabe der Mr». Bagot, sowie desgleichen Fräulein Natusius all Mad. Binard. Herr Fellner genügte nicht als auftretender Theaterdirector, da er es nicht versteht, durch den richtigen Gesprächston und Haltung den Gentleman vom Haueknecht zu unterscheiden. Die Regte war von Herrn Frttzschler lobeuSwerth geführt- der Beifall in der Concert» fcene des dritten ActeS hätte jedoch feiner in der Wirkung fein dürfen, ebenso wäre es angebracht, bet Angabe von Uhr» fchlägen nicht immer mit dem abscheulich klingenden Blech» deckelgeräusch daß Gehör zu beleidigen. Dah im Schlußact die Beleuchtung uad die Darstellung des Bildes SvengaltS hier noch bester gegeben werden kann, ist nicht zu bezweifeln. — Der Besuch hätte diesem interessanten Stück zufolge ein noch besterer sein dürfen- die Anwesenden zeichneten die Darsteller nach jedem Act, ja selbst bet offener Scene durch lebhaften Beifall auS. Wir wünschen, daß eine Wiederholung dieses Schauspiels besonderer Beachtung gewürdigt werde.
*• Weihnacht»»Verkehr. Während der Weihnachtsfeier» tage wird voraussichtlich der gesammte Güterverkehr mit Ausnahme des EilgutverkehrS eingestellt werden. Mit Rückficht hierauf und da bei dem regeren WeihvachtSverkehr und etwa eiutretenden Schneeverwehungen die Etnhaltuag der gewöhnlichen Beförderungszeiten immerhin die Frage gestellt ist, liegt es im Jntereste des Publikum», dah Sen» düngen, insbesondere Stückgüter, welche zu den Festtagen ihren Bestimmungsort erreichen sollen, so zeitig aufgegeben werden, dah dieselben noch vor Beginn der Feiertage am Bestimmungsorte eintreffen können.
Schotten, 5. December. Die Wasserleitung-» arbeiten haben, begünstigt durch daS gute Wetter, einen erfreulichen Fortschritt genommen. Bis zum Hochbehälter, an welchem leider die Trockenmauer eingestürzt sein soll, ist die Leitung so weit fertig hergestellt und nähert fich der Strang bereit! dem oberen Theil der Stadt, dem vielleicht noch in diesem Winter daS Master zugeführt werden kann.
Dauernheim, 4. December. Wie in anderen, so herrschte auch in unserer Gemeinde bisher die zwar alte, aber in Rückficht aus Gesundheit, Pietät und Moral durchaus verwerfliche Sitte, daß bei Leichenbegängnissen jedesmal, und zwar meist in den Sterbehäusern selbst, sogenaaute Letchenschmäuse veranstaltet wurden. Hatte auch mancher schon diese Sitte als Unsitte erkannt, so wagte doch Niemand von ihr abzugehen, um sich nicht den, wenn auch ungerechten, Vorwurf machen zu lasten, er habe feine verstorbenen Angehörigen nicht in gebührender Weise geehrt. Nun hat un- längst auf Anregung unseres Ortsgeistlichen und des Grohh. Bürgermeisters eine zahlreich besuchte Versammlung hiesiger OrtSbürger stattgefunden, in der fich sämmtliche Anwesende freudigst dazu verpflichteten, bet in ihren Familien vorkommenden Sterbefällen an Ortseingeseffene keine specielle Einladungen mehr zur Thetlnahme an den Leichenbegängnissen selbst und erst recht nicht zu etwa später stattzu- findenden Leichenschmäusen ergehen zu lasten. Hoffentlich läht man nun auch allseitig den guten Willen zur Thar werden, dem Beispiel eines Mitbürgers folgend, der inzwischen als der erste mit der althergebrachten Sitte bezw. Unsitte muthig gebrochen hat. — In derselben Versammlung wurde beschlosten, für die Brandbeschädigten in Michelbach eine Sammlung freiwilliger Gaben abzuhalten. Wir freuen uns nunmehr zur Ehre unserer und zur Aneiferung anderer Gemeinden, berichten zu können, dah daS Grgebnih dieser Sammlung insofern ein reiches gewesen ist, als vier Wagen mit Naturalien und 58 Mark baaren Geldes abgeliefert werden konnten.
△ Friedberg, 6. Drcernber. Arn Samstag erfolgte hier die Verhaftung eine» bisher geachteten Maoue». Em hiesiger Geschäftsmann, Metzger und Wirth, glaubte schon feit längerer Zeit fortgesetzt gröhere Abgänge in seiner Kaste zu bemerken, ohne die Ursache ergründen zu können. Nun kam er auf den Einfall, eine electrische Schelle an der Kaffe anzubringen, und siehe da, der Dieb ging sofort in die Falle. Auf da» Signal der Glocke eilte der Wirth herbei und eS entpuppte fich als Dieb der eigene MietySherr, welcher alsbald 1000 Mk. Schwelggeld bot. Allein der Bestohlene lieh der Gerechtigkeit freien Lauf und daraufhin erfolgte die Fest- nähme de« Tvüter».______________________________________
Schwurgericht.
W. Stehen, 7. December 1897.
(Schluß der Verhandlung gegen den Jagdaufseher Philipp Maul von Blndsachsen wegen Sittlichkeitsverbrechen.)
Die Geschworenen verneinten die ihnen vorgelegte erste Hauptfrage, ob der Angeklagte bet verbrechens der versuchten Nothzucht schuldig sei, bejahten dagegen die Schuld» frage wegen gewaltsamer unzüchtiger Handlungen und billigten dem Angeklagten mildernde Umstände zu. Der Vertreter der Staatsbehörde beantragte 9 Monate Gefängnih. DaS Urtheil lautete aus 7 Monate Gefängniß unter Abrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. Ein Antrag auf vorläufige Haftentlaffung wurde wegen der Höhe der noch zu verbüßenden Strafe abgelehnt.
* Berlin, 7. December. In Eharlottenburg wurde gestern Abend in einem Hause der Uhlandstraße dir Frau
de» Stubenbohners Siebert und deren sechs Jahre alter Sohn in ihrer Wohnung erschossen aufgesunden. Die beiden jungen Kinder find durch Reoolverschüffe tödtlich verwundet. Siebert, der nach einem Streite mit seiner Frau fich an» der Wohnung entfernt hatte, wurde unter dem Der» dacht diese Blutthat verübt zu haben, verhaftet. Er behauptet, mit dem Vorgänger In seiner Wohnung nicht» zu thun zu haben.
• Agram, 4. December. In dem Prozeffe gegen 36 Perioden wegen der am 21. September in Sftnieka, Bezirk Pisarovina, erfolgten Ermordung von Beamten beantragte der Staatsanwalt bet 27 die Todesstrafe, bet 4 Angek agten Freiheitsstrafen. Da» Uttheil wird in der nächsten Woche gefällt werden.
• Durch eine Erbse büßte vor einigen Tagen ein Kaufmann in Dortmund sein Leben ein. Er besuchte al» Vertreter von Mühlen die Estener Börse, wo er Erbsen» proben herumreichte- er mag wohl auch mit ihnen gespielt haben, denn eine Erbse gerleth ihm in ein Ohr, und e» gelang nicht, fie daraus wieder zu entfernen. Auch eine schmerzhafte Operation, die im Dortmunder Kronkenhause vorgeuommeu wurde, konnte dem BedaueruSwerthen nicht Rettung bringen.
• Schwälmer Tänze. Bei dem Fest, welches gelegene lch der in Eaflel tagenden 26. Jahresversammlung der Deutschen Anthropologischen Gesellschaft im August 1895 in Treysa veranstaltet worden war, erregten die eigenartigen Tänze der Schwälmer das belondere Jntereste der Theilnehmer. Immer wieder drängte man sich um die Gruppen der in ihren schmucken Trachten Tanzenden und lauschte der oiiglnrllen Musik. Dtese Tanzweisen nun, die in ein hohes Alter hinaufreichen und niemals aufgeschrieben worden find, sondern fich nur durch die Tradition von Geschlecht zu Geschlecht vererben, sind jetzt zum ersten Mal von dem verdienstvollen Herausgeber der Niederhessiichen Volkslieder, Johann Le Walter, ausgezeichnet und (im Verlag von Rte» und (Stier in Berlin) für Clavier heraus» gegeben worden. Erinnern die Schwälmer Tänze, auch kurz» weg „Schwälmer" genannt, einerseits in der Art ihrer Au-sührung an den oberbayerischen Schuhplattltanz, so stehen sie andererseits in der Form dem ungarischen Csarda» nahe. Wie diese haben sie einen sehr scharf ausgeprägten Rhytmn» und werden in lehr schnellem Tempo gespielt.
* Die hohen Preise für Fettschweine haben den Frankfurter Händler Orth veranlaßt, geschlachtete Schweine au« Holland dort einzusühren. Die erste Probeladung, welche sehr gut ausfiel, sand reißenden Absatz bei den Metzgern zu 60 Pfg. per Pfund.
• Ein tapferer Jurist ist unlängst zum Oberlandes» gerichtSrath befördert worden. Da» Eiserne Kreuz erster Klaffe, welches seine Brust ziert, hat derselbe als acilver Offner fich enungtn. Der nun zum OberlandesgerichtSrath beförderte Landesgerichtsrath HaaS in W esbaden führte in der Schlacht bei Le ManS am 10. Januar 1871 als Lieutenant des Brandenburgischen Feldartillerie-Reglment Nr. 3. zwei Geschütze, welche die an Zahl überlegene feind» liebe Artillerie zum Abfahren nöihigten und zwar, auch noch nach seiner schweren Verwundung — er hatte fast ein Dutzend Ehaffepotkngeln, namentlich in die Beine, erhatten, — indem er fich auf einen Protzkaften heben ließ, von wo au» er seine Geschütze commandirte- für diese heroische That erhielt er die erwähnte Auszeichnung. Seine Wunden waren aber so schwer, daß er mehrere Jahre krank lag und schließlich penfiomrt werden mußte. Nach seiner Wiederherstellung widmete er fich dem Studium der RechtSwlstenschaft, war schon im Jahre 1875 Referendar. Im Frühjahr 1880 wurde er Assessor in Celle und int Januar 1881 Landrichter in Wiesbaden, wo er seitdem blieb. Seine Beförderung zum OberlandesgerichtSrath führt ihn nun wieder nach Celle zurück.
* Deutsch ist für Pari» die zweite Landessprache. Mru berichtet au» Pari»: Heutzutage ist eS eine Unmöglichkeit, in Pari» durch Deutschreden fich unverständlich zu machen. Unter den 2.500,000 Einwohnern der Stadt verstehen 200,000 bi» 250,000 deutsch. Wenn in einem (Soncert ein deutsche» Lied gelungen wird, ist leicht wahrzunehmen, daß Viele auch desien Wortlaut verstehen.
• Die Königin von Italien hat fich entschlossen, der heirathsfähtgen weiblichen Jugend der italienischen Hauptstadt eine Spende wiederzuschaffev, die ihr seit der Beseitigung deS Kirchenstaate» entzogen war. E» bestand nämlich bis 1870 in Rom eine kirchliche Brüderschaft, welche alljährlich 150 unbescholtenen Mädchen au8 der Hauptstadt eine Mitgift von je 30 Ducateu zuerthellte. Die so Beschenkten, die aber nicht daS Geld, sondern nur eine Anweisung auf die Summ- für den Fall ihrer Verheirathung erhielten, veranstalteten darauf am ersten Octobrrsonntag (am Rosenkranzfest) einen feierlichen Umzug durch die Hauptstraßen Rom», wobei fie in weihen Kleidern und langen, bi» zu den Füßen herabwallenden Schleiern einherschritten und recht» am Gürtel die Anweisung auf 30 Ducaten trugen. Dieser Zug der heirath»- fähigen Mädchen wurde von allen heirathSlustigen jungen Männern mit größter Spannung erwartet, und selten verging ein Vierteljahr, ehe nicht alle 150 Mädchen ihre Mitgift von der frommen Brüderschaft in Empfang nehmen konnten. Diese für die jungen Römerinnen so werthvolle Sitte, die also seit 27 Jahren in Wegfall gekommen war, wird nun von der Königin Margerita wieder hergestellt werdeo- nur soll e» keine kirchliche Brüderschaft mehr sein, welche die Mitgift verthettt, sondern eine Gesellschaft der vornehmsten Frauen Rom», wobei die Königin au» ihren eigenen Mitteln allein für 75 Mädchen die Mitgift spenden will.
• Selbstmorde in Monte Carls. Ein junges Ehepaar stürzte fich in Monte Carlo i n » M e e r. Bei den aneinander gebundenen Leichen fand man einen Zettel mit folgenden Worten in englischer Sprache: „Wir sind Amerikaner und tönten un», weil wir in der Spielhölle unser ganze» vermögen verloren haben." — Fast gleichzeitig sprang ein elegant
gekleideter junger Wiener in» Meer. Bei der Leiche fand man keinen Heller Gelt» und nur ein Eintritt»bittet zum Cafino in Monte Carlo.
• Eine Seetelegraphenstation wird im Laufe d». Mt». auf dem Leuchtthurme zu Bück eröffnet werden. Dieselbe hat den Zweck, Sertkl gramme (da» sind solche, die für Sch'ffe in See bestimmt sind oder von diesen herrühren) m t den in Betracht kommenden Schiffen auszuwechseln und Seetelegramme von ober nach Land aufzunehmen bezw. weiterzugeben. Der Signaldienst erfolgt durch Flaggensignale, und wird wahrgenommen von Sonnenaufgang bi» Eintritt der Dunkelheit.
• Afrikanisches Telephon. Telepboniren kann man bekanntlich heutzutage in allen civtl fir'en Ländern und rin Land sucht bann dem anderen zuvorzukommen. So besitzt beispielsweise Nordamerika die längste Ferniprechleitunq der Erde- nämlich die 1520 K'lomeier lange Verbindung zwilchen New Uork und Chicago, zu deren Fertigstellung 43 000 Telegraphenstangen und 1520 00 Doppelcentner Kupferdraht erforderlich waren. Bei alledem haben wir Bewohner der civilifirten Länder gar keinen Grund so stolz auf untere telephonischen Verbindungen zu sein, denn auch uncivilifirte Völker, wie die Co ngo» Neger besitzen ähnliche Verbindungen, die sich von den unsren vor allem durch ihre außerordentliche Billigkeit unterscheiden. Jh'LettungSdraht ist die athmospärilche Luft, ihr schwarze» Ohr der vorzüglichste Schallhöhrer und al» Sprech Apparat dient ihnen da» denkbar einfachste Instrument, die mit Anttlopenfellen Überspann e Trommel. Form und Größe derselben ist verschieden und rich-et fich nach dem jeweiligen Gebrauche. So dienen dir Tromrncln mit dumpfem Tone zur Verkündigung von Tranerbotschafttn, Kriegsfällen etc., während andere mit Hellen Tönen zur Verbreitung froher Botschaften benutzt werden. Am Tone der in der Ferne geschlagenen Trommel merkt demnach der Ein- geweihte, ob e» sich um frohe oder traurige Nachrichten handelt. Auch an der Art wie die Trommel geschlagen wird, an der vcr- schirdenartigkest der Töne erkennt er die Einzelheiten der Nachricht. Zur Führung solcher Trommelgespräche ist natürlich außer einem guten Gehör vor allem außerordentliche Fertigkeit im Trommel'chlagen erforderlich. Jede« Dorf hat daher eine gew sie Zahl Trommler, die mit den Trommlern anderer Dörfer deS gleichen Stammes in Verbindung stehen. Ab und zu kommen diese Trommler, an vorher bestimmten Orten zusammen, um gemeinschaftlich zu üben und Zeichen zu verabreden. So bilden sich die Trommler allmählich so auS, daß e» ohne Schwierigkeit möglich ist, mittels b<r Trommel ganze Gespräche zu lüüren und jede Nachricht von Ort zu Ort zu verbreiten. Auf diese Wese werden auch die Häuptlinge stet» unterrichtet über das, wa» in ihrem Gebiete vorgeht und dem Europäer, der den Cougo bereist, hat da» Trommeltelcphon schon oft vorzügliche D enste geleistet.
Citeratar ttttfc ICtinfL
Kalender der Illustrtrte«Zetta«, fftr da» Äayr 1898. Prei« 1 Mk. Verlag von I- 3- ®3<btr in Leipzig. Dieser wahr- ha't künstlerisch auSgestattete Wandschmuck in schmalem Großfolio- format erfreut schon durch baS in Farbenholzschnitt auSgesührte Titelblatt mit dem Bilde: Durch hohes GraS tapfer einherftapsende Gnomen tragen in papiervrrschlossenea'. Glase den wetterkundigen Laubfrosch heran. Hieran schließt fich eine ganze Reihe van Holzschnitt Illustrationen nach Schöpfungen namhastrr Meister deS PmselS und deS ZeichenstiftS. Jede einzelne dieser Illustrationen ist auf einen anderen Farbenton gestimmt und nimmt m ernster oder scherzhafter SBrifc auf den Monat Bezug, der gerade auf dec Tagesordnung steht.
— Hausschatz de» Wisse«». (Verlag von I. Neumann, Neudamm.) Der .Hausschatz bett Wissens" ist, wie wir unseren Lesern schon öfters mitzuthetlen Gelegenheit hatten, eine wohlfeile HauSblbliothek in vornehmster Form und stellt bar ein, Sammlung von gemeinverständlichen Werken, welche da» allgemeine Wissen um- fasten und zu billigsten Preisen bei bester Qualität de» Gebotenen auf den Büchermarkt gelangen. DaS Generalregister ist derart angelegt, daß der .HauSschatz deS WrstenS" auch alS Nachschlagewerk bestens zu benutzen ist. In der Sammlung erscheinen folgende Werke über das Wissen von der Natur: Abth. 1: Entwickelung«» geschichie der Natur (Bd. 1 u. 2). Abth 2: Die Physik (Bd. 3 u. 4). Abth. 3: Di« Chemie (Bd. 5). Abth. 4: Das Mineralreich (Bd. 6). Abth. 5. Das iflanzenreich (Bd. 7). Abth. 6: Da« Tierreich (Bd. 8 u. 9), und nachgenannte Werke über unser Wissen von der Menschheit: Abth. 7: Länder- und Völkerkunde (Bd. 10 u. 11). Abth. 8: G schichte der Menschheit s Weltgeschichte) (Bd. 12 u. 13). Abth. 9: Kunstgeschichte nebst Ge,chichte der Musik und Qper (Bd. 14). Abth. 10: Geschichte der Weltliteratur nebst einer Geschichte de« Theater« aller Zeiten und Völker (Bd. 15 u. 16), jum Schluss«: Abth. 11: Gefammtregifter (Bd. 17). Grati-zugabe für die Abnehmer der ganzen Sammlung. Probeheft« aller erschienenen uid im Erscheinen begriffenen Abteilungen werden von dcr Verlagsbuchhandlung umsonst und postfrei geliefert. Heute liegen uni die Hefte 187 bis 190 vor; dieselben enthalten: Die Pbvsik von H. Maser, Heft 3. — Die Länder und Völkerkunde von Dr. Paul Lehmann, Heft 1 und 2. — DaS Thteireich von Dr. Heck, Paul Matschte, Ptof. Dr. v. Marten, Bruno Düngen, E. Ktteghoff und Dr. L. Staby, Heft 40 (Schluß diese« Werkes).
— Weihnächte« für «nsere «linden! Wenn die Liebe sich rüstet, den Bebürttigen den WeihnachtSttsch zu decken, vergißt fie auch unserer armen Blinden nicht. Der beste Liebesdienst, bet im Laufe de« Jahres ihnen erwiesen werden kann, ist, ihnen Arbeit zu beschaffen. Zu Weihnachten aber find unsere Blinden, so weit sie deS LefenS der mit dm Fingern zu fühlenden Blindenpunttschrift kundig sind, am Dankbarsten für ein gutes Buch in Punktschrift. Sicherlich ermetfen wir allen Freund n unserer Blindm, die diesen eine bleibende Weihnachtsfreude beteilen machten, einen Dienst, indem wir sie auf die vorzüglichen, sehr billigen (33V, P@t. unter dem Herstellungspreise), von dem Verein zur Beschaffung von Hochdruck» schriften für Blind« (Leipzig) hergestelltm Blindmbücher aufmerksam machen. ES sind bisher «tfdjienen: FrieS, »Büchlein von der Geduld der Kinder Gotte«" (geb. 2 40 Mk.). — Körner, .Leper und Schwert" (geb- 1 Mk.). — Pharus am Meere de» Leben«" (2 Bde. geb. jt 2.60 Mk. ober 4 Hefte je 1 25 Mk ). — Schiller, .Jungfrau von Orleans" (2 Bde, geb. zuf. 5 Mk.). — .Declamatorium' Bd. 1, aeb. 3.50 Mk.). — Goethe, „Reineke Fuch«" (2 Bde., geb. zus. 5 Mk). Sämmtliche Schriften sind zu beziehen durch Georg Wigand, Leipzig, Seeburgstraße 44. Möchtm diese Bücher »um Segen unserer Blindm, al« Licht und Trost für einsame Stunden, al« gute unterhaltende und belehrende Freunde weit« Verbreitung finden.


