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Nr. 108 Erstes
Sonntag den V Mai
Der Hietzener -nzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
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Gießener Anzeiger
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auslaufen, so wird der neue Ministerpräsident Ralli wahrer Patriot wohl thun, diesmal die Vermittlung Mächte anzurufen, um Griechenland vor sicherem Ruin bewahren.
einem Borposteugefecht. Der türkische Befehlshaber wollte nur Dispositionen treffen für die Schlacht, die für den 6. cs. in Aussicht genommen war. Die griechischen Truppen hatten die Höhen nördlich der Stadt besetzt, leisteten aber nicht so starken Widerstand, wie erwartet wurde, und eilten über die zwischen den Höhen und der Stadt liegende Ebene nach der Stadt zurück, unter dem Feuer der türkischen Artillerie, die ihnen furchtbare Verluste zufügte, namentlich auf der Brücke über den Fluß, den die Griechen überschreiten wußten.
Athen, 7. Mat. (HavaS.) Eine Depesche auSAlmyro von heute Vormittag 11 Uhr meldet, daß die Brigade Smolenttz dort eingetroffen ist und ihren Rückzug in guter Ordnung bewerkstelligt hat.
Larissa, 7. Mai. Bei Pharsala kämpften 3 türkische Divisionen. Die Griechen unter dem Kronprinzen und Prinz Nicolaus waren ungefähr 20,000 Mann und 5 Batterien stark. DaS Gefecht dauerte von 2 Uhr Früh bis NachtS. Die türkische Artillerie vertrieb die Grieche« von der Höhe von Karadermirdje und umzingelte daun deu rechten Flügel des Feindes. Beim weiteren Vormarsch schickte Seisallah Pascha einige Bataillone vor, unter denen sich Albanesen befanden. Die Griechen zogen sich alsdann in die Ebene südlich von Tatart zurück. Die Türken nahmen n« 2 Uhr Mittags Tatari und zwangen die Griechen, ungeordnet sich zur Brücke bet Pharsala zuiückzuztehen. Zuletzt widerstanden die Griechen in Tafilt dem türkischen Geschützfeuer und dem Jnfanteriefeuer von Palagermagula. Die türkische Artillerie wurde um 6 Uhr Abends vor Pharsala ausgestellt. Die Infanterie überschritt die Brücke. Am Donnerstag früh 7 Uhr wurde Pharsala nach kurzem Kampfe genommen. Die Türken hatten 250 Tobte und Verwundere. DaS türkische Hauptquartier übernachtet in Pharsala und rückt am Freitag weiter vor. Die griechische Artillerie ist wirkungslos.
Lariffa, 7. Mai. (HavaS.) Gestern Abend sind zahlreiche Verwund ete hier eingetroffen. Dieselben bestätigen die Einnahme von Velestino, wo ernste Kämpfe stattgefunden haben. Wie berichtet wird, befindet sich eine türkische Brigade auf dem Marsche nach Volo, dessen Einnahme durch die Türken bevorstehe. Ueberall haben die Albanesen außerordentlichen Muth an den Tag gelegt.
Port LouiS, 7. Mai. (Reuter.) DaS Schiff ,5Cx a- v eller-, von Java nach Delaware mit einer Zuckerladrmg unterwegs, ist bei der Insel Rodriguez gescheitert. Es gilt sür gänzlich verloren. Der Capitän, der erste Steuermann und elf Manu der Mannschaft waren am gelben Fieber gestorben.
SslffS telegraphisches SorresporSexz-BmE.
Berlin, 7. Mai. Dem CentralcomitS der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz wird nunmehr amtlich mitgerheilt, daß der Sultan dringend wünsche, die Pflege im Uildiz-Hospital einer Abordnung des deutschen Rothen Kreuzes zu übertragen. Infolgedessen formtrte dasCentral- cowitH die für den türkischen Kriegsschauplatz bestimmte Expedition neu. Die Leitung wurde dem Professor Hasse Übertragen, der sich übermorgen in Begleitung deS ObmanneS und zweier Pfleger des Rauhen Hauses in Hamburg nach Konstantinopel begibt. Die auf den griechischen Kriegsschauplatz entsandte Expedition ist nach Volo befördert worden.
Berlin, 7. Mai. Gegenüber der Behauptung der „Voss. Ztg.", daß die im Reichstage abgebrochenen Verhandlungen der Justiznovelle wieder ausgenommen werden sollten, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.", nach ihrer Kenntntß der Sachlage solle zwar innerhalb der Parteien die Frage der Wiederaufnahme ventilirt worden sein, von Seiten der Re- gterung sei man jedoch nicht damit beschäftigt.
Berlin, 7. Mai. Beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe findet am 12. Mai ein größere- diplomatisches Diner statt, wozu außer den Botschaftern und Gesandten auch zahlreiche Mitglieder der Hofgesellschaft geladen find.
Berlin, 7. Mai. Die ReichStagscommisfion für die Handwerker-Organisattonsvorlage beendete die erste Lesung ohne wesentliche Abänderungen. Sie nahm den Antrag Gamp auf Vorlegung eines Gesetzentwurfes betr. die Einführung des Befähigungsnachweises im Baugewerbe und anderen gefährlichen Gewerben an. Ferner nahm sie den Antrag Jorns aus staatliche fortdauernde Geldunterstützung der bedürftigen Innungen zur Ausführung der ihnen obliegenden Aufgaben an.
Innsbruck, 7. Mai. Seit Mittag herrscht hier ununterbrochen Schneefall, der über Gärten und Wiesen eine weiße Decke breitet. Im Mittelgebirge, wie in JglS, wo es schon seit NachtS schneit, liegt der Schnee ziemlich hoch.
Rom, 7. Mai. Kammer. Auf Antrag di SandonitoS, den Finanzminister Branca Namens der Regierung zu unter- stützen, wurde beschlossen, die tiefe Antheilnahme der Kammer und des Landes an dem Unglück in dem Pariser Wohl- thätigkeitSbazar zum Ausdruck zu bringen.
Rom, 7. Mai. Der Papst richtete anläßlich des Brandunglücks in Parts Beileidstelegramme an den Präsidenten der Republik, den Herzog Karl Theodor in Bayern und an die Familie des Herzogs von Alentzon.
Paris, 7. Mai. Für etwa 20 Opfer des Brand- unglückS vom Dienstag wurden heute Vormittag in verschiedenen Kirchen TrauergotteSdienste abgehalten. In den Kirchen und auf den Straßen, durch die sich die Trauer- züge bewegten, war eine ungeheure Menschenmenge angesammelt, die tiefe Bewegung und Ergriffenheit kundgab.
Paris, 7. Mai. Der Herzog von Aumale weilte seit drei Wochen auf seiner Besitzung Zucco bei Palermo. Bei ihm waren seine Schwester, die Prinzesfin Clementtue von Coburg, sowie der Herzog und die Herzogin von Chartres. Letzterer verließ Palermo vorgestern nach Empfang bet Todes- Nachricht über die Herzogin von Alenyon. Aumale beabsichtigte, dieser Tage nach Frankreich zurückzukehren, um der Beerdigung der Herzogin von Alenyou beizuwohnen. Vorgestern schrieb er einen langen Brief und gestern sandte er zahlreiche Telegramme nach Paris. NachtS wurde der Herzog von Herzkrämpfen ergriffen und verschied ohne viel zu leiden, bet vollem Bewußtsein, nachdem er seinen letzten Willen kund gegeben hatte. Ein rasch geholter Priester sprach Gebete während deS Todes- kampfes. Der herzleidende Herzog wurde zweifellos durch den Schrecken über die Katastrophe getödtet, wobei er nicht nur die Nichte, die Herzogin von Alentzon, sondern auch intime Freunde, die Baronin Saint-Didier, Madame Aveuel, General Munier, verloren hat. — Der „Temps" bringt einen acht Spalten langen Nachruf, eingeleitet durch einen Nekroloq, in dem JuleS Claretie Namens der franzöfi- chen Akademie spricht. Claretie erzählt, daß der Herzog von Aumale nach den Niederlagen von 1871 sagte: „Frank reich ist zerbrochen, aber die Stücke find gut." Claretie verlangt, mau solle Aumale im Schlosse Chantilly beisetzen, das nach seinem Tode an die Akademie fällt. „Dort be- indet sich bereits tu einer Graburne da- Herz des großen Conde. Neben dem Herzen des Siegers von Rocroh möge man den Soldaten der afrikanischen Kriege zur Ruhe betten."
London, 7. Mai. Der Correspondent des Reuter'schen Bureaus bet der türkischen Armee meldet aus Pharsala vom 5. ds. Abends: Die heuttge Schlacht entstand aus
Politische Wochenschau.
Mit der Rückkehr deS Kaisers Franz Joseph auS St. Petersburg ist auch wieder mehr Ruhe in die überhitzten französischen Gemüther eingetreten; denn wie überall, so hatte man auch tu Parts den Besuch deS österreichischen Monarchen nicht nur als einen gewöhnlichen HöflichkeitSact angesehen, sondern demselben eine große politische Bedeutung beigemeflen, allerdings mit dem Unterschiede, daß die französischen Preß- organe im Besuche deS Kaisers Franz Joseph eine allzugroße Annäherung, wenn nicht gar eine Wtederauflebung deS Dret- Katser-Bündniffes fürchteten, während in Deutschland dieser Punkt kühler benrtheilt und die Zusammenkunft der beiden Monarchen mehr mit den gegenwärtigen Unruhen auf der Balkanhalbinsel in Zusammenhang gebracht wurde.
Mit Recht hatte man in Deutschland schon von Anfang an diesen sonderbaren Gerüchten wegen deS „Drei-Katser- BündnisfeS" nur geringen Glauben geschenkt, denn abgesehen davon, daß man in russischen Kreisen und in der Bevölkerung das französische Waffenbündntß gut aufzunehmen scheint und daS französische Volk auch große Sympathie dort genießt, würde eS auch im Interesse deS europäischen Gleichgewichts kaum von Vorthetl fein, Frankreich aus dem Zwei- buude und Italien aus dem Dreibund entfernt zu sehen, denn die unausbleibliche Folge wäre alsdann die, daß wohl die drei östlichen Mächte im Falle deS Kriegs dem Feind eine unüberwind- liche Landmacht bieten könnten, auf der anderen Seite jedoch den westlichen Mächten zur See weit unterlegen wären. Man berücksichtige hierbei England, das, obwohl gegenwärtig eine isoltrte Stellung einnehmend, im Kriegsfälle sich zu den feindlichen Mächten schlagen könnte und durch seine Marine, die derjenigen Deutschlands, Oesterreichs nnd Rußlands zu- sammengenommen, noch überlegen ist, den definitiven Aus- schlag zu geben im Stande wäre. Aus diesem Grunde wäre durch eine veränderte Stellungnahme der continentalen Mächte der europäische Frieden keineswegs sicherer gestellt gewesen.
Die Unterredung der beiden Monarchen hatte jedoch den Hauptzwkck betreffs der vorzunehmenden Schritte auf der Balkan-Halbinsel zu einem günstigen Einvernehmen zu kommen und dies scheint vollkommen erreicht worden zu sein. Deutschland ist nicht gewillt, eher in dem griechisch-türkischen Krieg zu interveniren, bi- Griechenland die Insel Kreta geräumt und sich dem Willen der Mächte gebeugt hat, und in diesem Punkt scheint daS beste Einvernehmen zwischen den Höfen von Berlin, Wien und St. Petersburg zu herrschen. Was nun die Weitergestaltung der Dinge in Griechenland selbst anbetrtffr, so haben die Griechen bis jetzt eine Intervention der Mächte stolz abgelehnt, sie beharren vielmehr in ihrem gesetzlosen, unsinnigen Vorgehen, anscheinend in der Hoffnung das Verlorene durch imaginäre Siege wieder zurück zu gewinnen. Jeder klare Beobachter der Dinge wird in- dessen zugestehen, daß auf große Erfolge von Seiten der griechischen Armee nicht mehr zu rechnen ist und daß selbst et« Leonidas nicht im Stande wäre, sie aus der bedrängten Lage zu retten. Zwei derartige Niederlagen, wie die von Larissa und Arta find Unglücksschläge, von denen sich eine Armee nicht so leicht wieder erholt, anderseits liegt eß klar vor Augen, daß die siegreichen türkischen Truppen sich weder in PharsaluS oder DomokoS noch selbst in den Ther- mophhlen aufhalten lassen werden und jedes Vordringen derselben nur neue moralische und materielle Opfer für die Griechen bedeutet.
Nachdem die griechische Armee sich nach ihrer Niederlage bet Larissa gesammelt und um PharsaluS Aufstellung genommen hatte, war vorauszusehen, daß eß hier zu einem weiteren entscheidenden Treffen kommen mußte, welcheß auch inzwischen am Donnerstag erfolgt ist. Nach dem vorliegenden Bericht des türkischen Befehlshabers wurden die Griechen, die in einer Stärke von 23,000 Mann gegen eine überlegene Zahl Türken kämpften, nach erbittertem Kampfe zersprengt, während die türkischen Truppen in PharsaluS ein* marschirten. Bon Seiten Griechenlands wird jedoch wieder von einer erfolgreichen Standhaltung der griechischen Truppen gesprochen und der Kronprinz ob eines errungenen Erfolges telegraphisch beglückwünscht, waS darauf htndeutet, daß bis jetzt kaum ein klares Unheil hierüber zu fällen ist. Sollte dieser Kampf schließlich doch wieder in einen türkischen Sieg
Depeschen deS Bureau .Herolds
Berlin, 7. Mai. Wie daS „Volk" erfährt, hat bec Kaiser sich am letzten Montag von einer retrenben Batterie bes 2. Garde Feld-Artillerie Regiments das neue Geschütz der Feld«Artillerie dorexerciren lassen und seine Befriedigung über die jetzt ermöglichte Schnelligkeit der Bedienung auß- gedrückt. Im Schnellfeuer kann eine Batterie jetzt sechzig Schuß tu der Minute abgeben.
Berlin, 7. Mai. Zu der Meldung der „Voss. Ztg.", daß die am 15. Decrmber vor. IS. im Reichstage abgebrochenen Verhandlungen über die Jufttzuovelle wieder ausgenommen werden sollen, schreibt die „Nordd. Allgew. Ztg.": Nach unserer Kenutniß der Sachlage soll zwar innerhalb der Parteien die Frage der Wiederaufnahme venti- lirt werden, regierungsseitig ist man jedoch mit ihr nicht beschäftigt.
Frankfurt a. 7. Mai. Die „Franks. Ztg." erhält von ihrem Correspondeuten in Konstantinopel folgendes Telegramm: Authentisch erfahre ich, daß der Gesandte elxet Griechenland nahestehenden Großmacht gestern Morgan dem griechischen Cabinetßchrf Ralli im Auftrage seines Souveräns erklärt hat, wenn Griechenland gegenüber der SöntgS- familie loyal bleibe, so würden die Mächte dahin arbeite«, Griechenland nicht die volle Schwere des von ihm angefachteu Krieges fühlen zu lassen.
Wien, 7. Mai. Einer Athener Meldung der „Polir. Corresp." zufolge steht die Rückberufung des gesamwte* griechischen Truppen-ContingentS von Kreta bevor.
Paris, 7. Mai. Der Herzog von Aumale, welcher jegenwärttg auf Sicilien weilt, wurde von der Todesnachricht >er Herzogin Alenyon derart erschüttert, daß er plötzlich tarb. — Der „Figaro" hat bereits eine Subscriptio« eröffnet, um an der Unglücksstätte eine Capelle erbaue« zu können. — Zu der morgigen Tran erfrier in der Notre-Dame-Kirche find die ganze Diplomatie und die Angehörigen der Verstorbenen eingeladen.


