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Brüssel, 7. September. Hiesige Blätter melden, daß der Mörder Sempan während seines hiesigen Aufenthalts Correspondent des Madrider republikanischen Blattes „El Pays" gewesen sei und die Broschüre von Dr. Rical über die Grausamkeiten der Spanier auf den Philippinen (der Autor wurde bekanntlich auf den Philippinen erschossen) ins Französische übersetzt habe. Die Uebersetzung ist theilwetse in der hiefigen Revue erschienen.
WB. Btlbel. 7. September. Koiser-Manöver. Dali. Corps (Westabtheilung) richtete sich zur Bertheidigung der Höhen zwischen Btlbel und Wtndecken ein, die Cavallerie geht vor auf dem linken Flügel. Bei der Ostabtheiluug erhielt der linke Flügel den Befehl, die Höhen anzugreifen. Die auf dem rechten Flügel befindliche Cavallerie geht west« wärt- vor. Die Majefttäten bestiegen bet Wtndecken die Pferde. Das Wetter ist schön, der Himmel klar, doch find die Wege noch durchweicht.
WB. Barcelona, 7. September. Da« Kriegsgericht verurthetlte Sampan zu vierzig Jahren Zwangsarbeit.
CoceUs rrn- provinzielles-
Meßen, den 6. September.
*• Das Großh. Regierungsblatt Nr. 33, ausgegeben am 4. September, enthält: Bekar-mmachung, die Bezeichnung der die Ziele höherer Lehranstalten verfolgenden erweiterten Volksschulen als „höhere Bürgerschulen" betreffend. Nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog mittelst Allerhöchster Entschließung vom 17. Juli d. I«. zu genehmigen geruht haben, daß die erweiterten Volksschulen, insoweit sie in den betreffenden Klaffen die Ziele der höheren Lehranstalten verfolgen, fortan den Namen „höhere Bürgerschulen" zu führen haben, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Darmstadt, 27. August 1897.
Großh. Ministerium des Innern.
Finger. Dr. Weber.
** Provinzialausfchnßsttznng. SamStag den 11. September l. I, Vormittags 9 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des ProvinzialauSschuffeS der Provinz vberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage de« OrtSarmenverbandeS Frankfurt a. M. gegen den OrtSarmeuverband HartmannShain wegen Unterstützung des Bernhard Weber aus Nteder-Wöllstadt. 2. Klage des OrtSarmenverbandeS Offenbach a. M. gegen den OrtSarmeu- verband Heldenbergen auf Ersatz von Unterstützungsgeldern für Friedrich Faulfttch von Heldenbergen, z. Z. in Offenbach. -3. Gesuch des Heinrich Christian Gonter von Zell um Er- laubuiß zum Betrieb einer Gastwtrthschaft.
** DaS Allgemeine Ehrenzeichen wurde von Sr. Maj -de« Kaiser dem Kasernenwärter Diehm hier verliehen.
*• Kaufmännischer Verein. Wie bereits durch die Presse bekannt geworden, so faßte die Schulcommtsfion der kaufmännischen Fachschule tu ihrer jüngsten Sitzung den Beschluß, mit Beginn des Winter-SemesterS auch einen UnterrichtScursuS für weibliches Hilfspersonal einzurichten. Um nun dazu die nöth'ge Anregung und Aufklärung zu geben, 1o hielt Frau Professor A. Edinger auS Frankfurt vorigen Sonntag Nachmittag über diesen Gegenstand im hiesigen kaufmännischen Vereinshause einen Vortrag, wozu sich etwa 40 Damen und 12 Herren etngefunden hatten. Rednerin wteS nach, wie eS jetzt viel nöthiger geworden sei gegen früher, daß daS weibliche Geschlecht an seiner Erhaltung Mithelfe, weil die Ansprüche sich vergrößert hätten, und die Töchter seit Einführung der Näh- und Strickmaschinen nicht mehr genügend im Haushalt beschäftigt werden könnten. Dies fei der Grund, daß gerade in den letzten Jahren viele Mädchen auS dem Mittelstand sich dem Handelsgewerbe zu« gewendet haben. Sie zeigte sodann an treffenden Beispielen, ooie eS vollständig falsch sei, zu glauben, es würde dadurch den männlichen Angestellten Concurrenz gemacht, zumal eine ganze Anzahl von Branchen niemals mit Damen besetzt werden könnten, und man schließlich, um nicht alleinstehende Mädchen brotlos zu machen, auch der Frauenarbeit ihren Platz einräumen müsse. Doch sei aber auch nöthig, daß bet dem weiblichen Personal für bessere Ausbildung gesorgt werde. Die Eltern seien verpflichtet, die geringen Ausgaben nicht zu scheuen, um das Wissen und Können ihrer Töchter durch Besuch von Lehrcursen zu erweitern. Der Vorsitzende, Herr Orbtg, dankte hierauf der Rednerin für den schönen Vortrag und machte bekannt, daß mit Beginn des Winter- Semesters durch den kaufmännischen Verein ein LehrcursuS für weibliches Hilfspersonal eingerichtet werden solle, worin bei genügender Betheiligung Buchführung, Schönschreiben, Rechnen und Correspondenz gelehrt werden solle,- die Anmeldung hierzu könne bis zum Donnerstag Abend bei ihm — Bahnhofstraße 30 — geschehen. Doch werden auch spätere Anmeldungen — natürlich vor dem 1. October — noch berücksichtigt werden.
*• Grönland-Ausstellung ans OSwaldS Garten. Eine ergiebige Quelle der Belehrung über die örtlichen Verhältnisse der Polarwelt und die in jeder EtSwüste lebenden Ge- Ichöpfe bildet die seitens des Grönlandfahrers Herrn Capitän Röhl in einem umfangreichen Bau vorgeführte Ausstellung. Wa» wir sonst vorwiegend nur aus Retsewerken erfahren, zeigt sich hier tu einem auf dem Wege der Plastik und Malerei pergestellten Gesammttableau, bevölkert von Seehunden, Möveu, Rennthieren, Vielfraßen, riesigen Eisbären, Wal- »offen u. s. w. Auf inmitten eines künstlichen Meeres empor- »ageude schneebedeckte Klippen, Eisschollen und lannenumzogene AjordS fällt der Blick, während im Hintergründe daS Nord- Licht schimmert. Aber auch die menschlichen Bewohner deS hohen Nordens, die Eskimos und Lappländergruppen, sind, angethan mit Seehunds- und Rennthierfellen, zur Veranschaulichung gebracht. Hier ist der Einblick tn da» Innere einer SSkimohütte und deren schmalen Eingang ermöglicht, indem ein Durchschnitt dieser seltsamen Behausung aufgebaut
t wurde. Dort sieht man einen von der Jagd heimkehrenden, i dort einen mit der Lanze gegen den Eisbären kämpfenden Eskimo, wobei letzterer in einem Kahn von eigenthümlicher Gestalt (dem Kajak) einherfährt. An anderer Stelle gewahrt daS Auge einen Lappländer-Schlitten, gezogen von dem nützlichen Rennthier, au« dessen Fell jene Nordlands-Bewohner sich ihre Hütten zu errichten Pflegen. Außerdem umfaßt die Ausstellung eine so große Sammlung von Fischen, Muscheln, Seevögeln und sonstigen Meeresbewohnern, daß ein Besuch derselben Jedem, der feine Kenntnisse bereichern will, nur aufs Beste empfohlen werden kann, zumal die Ausstellung nur bis nächsten Sonntag zu besichtigen fein wird.
** Sportliches. Der Sportplatz Coblenz ist von der D. S. B. di« qualifiziert worden, weil er den von der D. S. B. disqualifizierten Rennfahrer Arend zum Starte zugelaffen hat.
** Hastet die Postverwaltung dem Abfender für Verluste, die dadurch entstehen, daß eine Sinfchreibbrieffendnng während der Beförderung beschädigt wirbt Diese für weite Kreise sehr interessante Frage hatte vor Kurzem daS Hamburger Gericht zu beantworten. Veranlassung gab folgender Vorgang. Ein Dr. B. hatte seiner im Seebad weilenden Mutter einen Einschreibbrief mit 50 Mk. Einlage (einen 50 Mark-Schein) übersandt. Bei der Ankunft fehlte der 50 Mark Schein und der Brief trug Spuren einer Verletzung, die darauf schließen ließen, der Brief sei seine« Inhalts beraubt worden. Dr. B. verlangte daher Erstaltung der im Bereiche der Post abhanden gekommenen 50 Mk. Er wurde indeß von der Postverwaltung abgewieseu und beschritt den Rechtsweg,- aber auch hier hatte er lein Glück. Die Hamburger Gerichte bestätigten den Bescheid der Postverwaltung und wiesen den Kläger in zwei Instanzen ab, weil nach § 6 deS Pofi-GesetzeS vom 28. October 1871 die Poft nur Ersatz zu leisten hat, wenn ein vorschriftsmäßig aufgelieferter Einschreibbrief im Bereiche der Poft in Verlust geräth. Da der in Betracht kommende Brief thatsachlich, wenn auch beschädigt, angekommen, so sei kein Verlust deS Briefes selbst eingetreten und die Postverwaltung demnach nicht haftbar.
♦* Bei Gewittern. DaS Großh. Ministerium hat, unter wiederholter Aufforderung zur Anbringung von Blitzableitern an den Schulhäusern, den Schulcowmissionen Bestimmungen über das Verhalten der Lehrer bei Gewittern während der Schulzeit mitgetheilt. Darnach erachtet es das Ministerium im Allgemeinen nicht für räth- ltch, die Kinder beim Herannahen eines Gewitters oder gar während desselben aus der Schule zu entlaffen, weil die Kinder auf dem Heimwege vielfach größerer Gefahr ausgesetzt sein würden, al« im Schulgebäude. Diese Gefahr bestehe besonders an solchen Orten, tn denen die Schüler theilweise größere Strecken bis zu ihren Wohnungen zurückzulegen oder vielleicht über freies Feld zu gehen haben, wo die Versuchung an sie herantritt, vor heftigen Regengüssen unter Bäumen Schutz zu suchen. Sollte ein SchulhauS durch seine Lage als besonders gefährdet erscheinen und die Möglichkeit vorliegen, daß die Wohnungen in sehr kurzer Zeit erreicht werden können, so dürfte die Entlassung vor Ausbruch deS Gewitter« nicht zu beanstanden sein.
• * Die Militärbehörde hatte vor einiger Zeit an daS Großherzogliche Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, die Mittheilung gemacht, daß eine große Anzahl der eingestellten Rekruten in der Volksschule keinen oder mangelhaften Turnunterricht erhalten hätten und so von den einfachsten Dingen manchmal nicht die geringste Ahnung hätten. Die Schulbehörde sah sich deshalb veranlaßt, durch die Kreisschulcommiifionen des Landes Erhebungen anstellen zu lassen, welche ergaben, daß in vielen Orten während der Wintermonate überhaupt kein Turnunterricht ertheilt wird. Es wurde deshalb streng angeordnet, daß die auf den Stundenplänen verzeichneten Turnstunden auch im Winter abzuhalten seien, abgesehen bei starker Kälte, Schneefall rc. Auch wird der Wunsch ausgedrückt, möglichst in jeder Gemeinde einen geschlossenen heizbaren Raum für Abhaltung des Turnunterrichts zu beschaffen.
• • Wetterbericht. Die Depression, welche gestern den Norden des ErdtheilS bedeckte, hat sich noch erheblich vertieft. Dabei hat sich da« barometrische Maximum tm Südwesten erhalten. Zufolgedessen bestehen heute über Central- Europa von Süden nach Norden bedeutende Luftdruckunter- schtede, welche allenthalben starke bis stürmische westliche Winde bedingen, die Witterung ist trüb und regnerisch und dürfte diesen Charakter vorerst noch behalten. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch unbeständiges, etwas kühleres Wetter.
- b- Aus Oberheffen, 6. September. Die 37. Wander- Versammlung des Oberhesstschen Bienenzüchtervereins zu Grün berg am 12. und 13. September verspricht nach allen Anzeichen einen glänzenden Verlauf zu nehmen. Durch die Ausstellung von Völkern, Honig, Wachs, schöner und nützlicher Gegenstände, wird den Besuchern vor Augen geführt werden, daß die Bienenzucht etwas Tüchtiges zu leisten vermag, nicht umsonst die Poesie der Landwirthschaft genannt und als ein nicht zu unterschätzender Factor zur Förderung der Volkswohlfahrt bezeichnet wird. Nicht nur viele Herren von Grünberg haben sich zu einem Comite vereint, um die nöthigen Vorbereitungen zu dem bevorstehenden Feste zu treffen, sondern auch gediegene Vorträge von Pfarrer D eichert und Lehrer Roth stehen in Aussicht. Die rühmlich bekannte Grüninger Capelle wird an zwei Tagen concerttren. Alldem Verkauf der Loose (300 Gewinne) stehen 1500 Mark zur Verfügung,- die Sparkasse zu Grünberg hat in danken-- werth anzuerkennender Weise 100 Mark zur Deckung der Unkosten notirt und sogar noch eine Summe zur Bestreitung eine» etwaigen Deficit- vorgesehen,- der Oberhesfische Bienenzüchterverein giebt 100 Mark zu Prämiirungszwecken, und e- ist zu hoffen, daß die Imker Oberhessens aus Nah und Fern erscheinen werden, um tn den gastfreundlichen Mauern GrünbergS ein paar frohe Tage zu verleben. Alle Imker
und Freunde der Bienenzucht sind willkommen, nur Jupiter pluvius möge am 12. und 13. September zu Hause bleiben und die Festfreude nicht zu Wasser werden lassen.
Friedberg, 5. September. Der Personentunnel im hiesigen Bahnhof ist jetzt eröffnet und muß seitens der nach Gießen und Hanau Reisenden und von Hanau Ankommenden benutzt werden.
t Nidda, 6. September. Der gestrige erste Tag unserer heurigen Kirchweih brachte trotz der etwa- kühlen Witterung auch viel auswärtigen Besuch auf die zum allgemeinen VrrgnügungSplatz hergerichteten städtischen Wiesen hinterm Burghofe, woselbst in der Turnhalle, sowie in vier Restau- ratiouSzelten für die leiblichen Bedürfnisse der Gäste ausreichend gesorgt wurde. Dagegen litt der heutige Herbstmarkt sehr unter der über Nacht eingetretenen regnerischen Witterung, welche auch die Wlrthschaften-, Carroussel- und Budenbefitzer rc. auf dem Juxplatze erheblich schädigten, während die Geschäftshäuser in der Stadt sich eines guten Zuspruch- erfreuten.
Hungen, 2. September. Mit dem 1. October wird die Bahn nach Friedberg eröffnet. Dem Vernehmen nach werden die Züge von Friedberg nach Laubach nicht weiter gehen, sondern die besondere Zugverbindung nach dort wird bestehen bleiben. Da Anschlüsse nach Gießen wie Friedberg zunächst nicht zu erwarten find, wird mit dem 1. October in dem erweiterten Anbau an hiesige- Stationsgebäude eine Restauration 2. Klasse, sowie 3. und 4. Klasse eröffnet werden.
Büdingen, 6. September. Rittmeister Leutze vom Königl. Bayerischen 2. schweren Reiterregiment, sowie Major Geb sattel von demselben Regiment, zogen sich heute Morgen durch den Sturz der Pferde nicht unerhebliche Verletzungen zu. Ersterer erlitt einen Beinbruch, während letzterer nur unbedeutende Verletzungen davontrug. Major Gebsattel wurde in das hiesige Schloß, Rittmeister Leutze tn das Gasthaus „zum Stern" verbracht.
p. RüddingShanfen, 6. September. Gestern, Sonntag den 5. September, feierte der hiesige Kriegerverein in Gemeinschaft mit dem Gesangverein das SedanSfest. Herr Gastwirth H. Theis 3. stellte den beiden Vereinen seinen schönen Saal in bereitwilligster Weise zur Verfügung. Nachdem der Präsident deS Kriegerverein- Herr Kalberlah die Feier mit einem Hoch auf Kaiser und Reich eröffnet hatte, ergriff Herr Pfarrverwalter Walter auS Londorf, als Ehrenmitglied deS Verein- da- Wort und legte die Bedeutung de» Tage- von Sedan in sehr schöner und klarer Weise dar. Besonder- betonte der Redner, daß gerade die hessische Division durch die Schlacht bei Gravelotte indirekt den Steg von Sedan erfechten half. Herr Walter schloß feine Rede mit einem Hoch auf den Tag von Sedan. Herr Lehrer Schättler sprach über die Einigung Deutschlands. Seine Rede gipfelte tn einem Hoch auf da- geeinte Reich. Zuletzt sprach Herr Lehrer Haber einige kurze Worte auf das Heer und schloß mit einem Hoch auf dasselbe. Wesentlich verschönert wurde die Feier durch einige Vorträge de» Gesangverein« unter der Leitung de» Herrn Schattier.
* Kaiser und Scharfrichter. Preußens Scharfrichter Reiudel tu Magdeburg, der seine goldene Hochzeit feierte, während sein Sohn zugleich die silberne beging, erhielt vom deutschen Kaiser die silberne Ehe-JubtläumSmedaille mit folgendem Cabinet-schreiben: Potsdam, 20. August 1897. Sc. Maj. der Kaiser und König haben vernommen, daß Sie mit Ihrer Ehegattin nach 60 jähriger Ehe am 28. August d. I. die goldene Hochzeit feiern werden. Zur Erinnerung an dieses frohe Familieneretgntß, zu dem Se. Majestät dem Jubelpaare die besten Glückwünsche au-sprechen lassen, verleihen Allerhöchstdieselbeu Ihnen die beifolgende Ehe-Jubi« läumSmedatlle mit dem Wunsche, daß eS Ihnen und Ihrer Gattin vergönnt sein möge, unter Gottes gnädigem Beistände in treuer Gemeinschaft miteinander sich noch recht lange eine- glücklichen und zufriedenen Lebensabends zu erfreuen. Der Geheime CabinetSrath, Wirkliche Geheime Rath v. Lucanu«. Die Medaille hat die Größe eines FünfmarkstückeS, trägt auf der AnfichtSseite die Bildnisse des Kaiserpaares und auf der Rückseite in erhabenen Buchstaben die Inschrift: „Zum Ehejubiläum. Seid fröhlich tn Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet am Gebet. Römer, Kapitel 12, Vers 12."
Citeratur und ICunft
— Georg Edward. Von unserem Landsmann Georg E. Geilfus (Georg Edward), der feit einigen Jahren in Chicago wellt, ist in diesen Tagen ein Band Lieder und Balladen erschienen (Großen- bain bei Baumert & Bonge, Preis 2 Mk.). Es sind ergreifende Klänge auS der Leier eines echten Dichters, Gedanken, die in die Tiefe gehen und sich wett über das Durchschnittsmaß lyrischer Massenproduction erheben. Meisterhaft find Edward die Hebers tragungen altschottischer Balladen gelungen. Das hübsch ausgestattete Buch dürfte allen Freunden der schönen Literatur eine willkommene Gabe fein. Edwards Gedichte sind tn der Ricker'fchen Buchhandlung vorräthig.
Verkehr, €cmb» und Vottswirthschaft»
•ktttt, 7. September. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochemnartt kostete: Butter pr. Psd. X 1,05—1,20, Hühnereier pr. St. 6—7 H, 2 St. 13 Enteneier 1 St. 7—00 L, Gänse eter pr. St. 00-12 H, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. ®L 3 * Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 27 Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 biß 72 4, Schweinefleisch, ges^zen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,10 bi« 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Cenlner X 7,00-8,00, Milch pr. Liter 16
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 7. Septbr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 12», Luft 12»/,°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.


