gehen. In letzterer Beziehung sind bereit- einschneidende Reformen geplant. Schon jetzt sei sich der Generalpostmeister darüber klar, daß eine Verbilligung der Telephongebühren im Allgemeinen unter allen Umständen angeftrebr werden wüffe. PodbielSky hat bereit- Maßnahmen ergriffen, um sich über die einschlägigen verhältuiffe in anderen Staaten zu informtren. So find allein vier Beamte -um eingehenden Studium der Telephon Verhältnisse nach Schweden gesandt worden. Bekanntlich hat Stockholm da- au-gebreitetste Telephonnetz aller Städte der Welt.
Berlin. 6. August. Da- Magistrat-.Collegium hat in seiner heutigen Sitzung einstimmig den Beschluß ge. faßt, die Stadtverordueten-Bersammluug uw die Genehmigung nachzusucheu, dem Central Comttü für die Ueberschwemmten die Summe von 500,000 Mk. au- der städtischen Hauptkaffe zu überweisen.
Berlin. 6. August. Wie da- „Kleine Journal" au- Peter-burg meldet, wurde vorgestern Major v. Wtß. mann tu längerer Audienz io Pererhof empfangen. Er reist heute nach dem Baikalsee weiter.
Berlin, 6. August. Die Frage, ob Fürst BiSmarck tu diesem Sommer eine Erholungsreise unternehmen soll, ist dem „Localanzeiger" zufolge tu FriedrichSruh noch immer Gegenstand eifrigster Erörterungen. Profeffor Schweuiuger ist gegen eine Reise de- Fürsten nach Barzio, weil da- dortige einstöckige Wohnhaus zu frucht ist und deßhalb der Gesundheit de- Fürsten nicht zuträglich sein könne. Dagegen befürwortet er lebhaft eine Reise nach Gastein. Die Unlust des Fürsten, Frtedrich-ruh zu verlaffeo, ist jedoch eine so große, daß es zur Ausführung der Reise nach Gastein schwer- lich kommen dürfte.
Berlin. 6. August. Der diesjährige Delegirtentag de- national.socialen Vereins findet vom 26. bis 29. September in Erfurt statt.
WllhelmShaveu. 6. August. Wegen eines bei der Probe- fahrt entdeckten KeffelschadenS mußte das Panzerschiff „Beo« wulf" sofort außer Dienst gestellt werden/ eS wird In der Zwischenzeit wahrscheinlich durch „Heimsball" ersetzt werden.
vrüffel. 6, August. Der Kammerpräsident Beernaert gab den Mitgliedern deS tuternationalenFriedeuS. CougresseS ein Diner.
Loudon, 6. August. Ganz Süd-England ist gestern von einem schweren Unwetter heimgesucht worden. Die Verkehrswege haben stark gelitten. 12 Personen wurden vom Blitze erschlagen.
London, 6. August. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß 114 Frauen aus dem Harem, sowie viele Ossi- ziere verhaftet wurden.
Berlin, 7. August. Die kaiserlichen Prinzen reisen am 10. d. Ml«, von Tegernsee ab, die älteren nach Plön zum Schulbesuch, die jüngeren nach WtlhelmShöhe.
Berlin, 7. August. In einem längeren Artikel, betitelt: „Ein Rückblick auf die Minister-Krise" bespricht die „Kreuzzeitung" die letzten Vorgänge innerhalb der Reichs« regierung. DaS Blatt bestätigt in seinen Auslastungen, daß daS Verhalten Böttichers tu der ReichStagSfitzung vom 18. Mai bet Besprechung des Antrages betreffend ein VeretnS«Noth« gesetz lediglich und ganz allein den Anstoß zu seiner Demission gegeben habe. Am 2. Juni Mittags sei Herrn v. Bötticher der „nachgesuchte" Abschied ertheilt und sein Rücktritt vom Amte auf den Schluß der damaligen bis zum 22. Juni suS- peudtrten ReichStagSsession festgesetzt worden. Weiterhin tadelt daS Blatt die Handelspolitik deS Herrn v. Marschall und betont, daß der eigentliche Grund seines Rücktritts in feinem angegriffenen Gesundheitszustände zu suchen sei. Die Ernennung deS Herrn v. Thtelmaun zum Schatzsecretär stehe außer Zweifel. Zum Schluß sagt die „Kreuzzeitung", die Hoffnung auf einen Systemwechsel müßte in recht bescheidenen Grenzen gehalten werden.
Brüx, 7. August. An den letzten Abenden fanden hier heftige, durch Tschechen provocirte Excesse gegen die Deutschen statt. Bet dem letzten Zusammenstoß wurden sechs Deutsche schwer verletzt. Die Polizei mußte einschreiten.
WB. Rustfchuk, 7. August. Gestern Nachmittag, fast gleichzeitig mit Einlaufen deS Zuges des Fürsten Ferdinand, explodirte ein Patronenlager. Bisher wurden 46 Tobte aufgefunden. 60 Personen sind hoffnungslos Verwundete. Der Fürst besuchte die Unglücksstätte und spendete im HoSpttal bedeutende Summen für die Hinterbliebenen.
CeeeU« nn» proohtiklk».
Gieße«, den 7. August.
*• Kirchliche Dienstnachrichten Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 31. Juli dem Pfarrverwalter Gustav Biedenkopf zu Wtrberg, Decanat Gtünberg, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.
•• Da, Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm, welche- bisher in Darmstadt und Umgebung Uebungen abhielt, trifft heute Abend 94/a und 10 Uhr mittelst Sonderzügen wieder hier ein.
— Arbeit,uachwet,. Im hessischen Staatsbudget für 1897/1900 sind zum Zwecke der Centralisation und Verbindung der bestehenden öffentlichen Arbeite« nachweise 2000 Mk. jährlich auSgeworfen und unter Hinweis auf die vier städtischen, wie den einen BereinSnachwetS wie folgt begründet: „Um den Wirkungskreis dieser ArbeitS- nachweiSaustalten zu erweitern, besteht die Absicht, einen telephonischen verkehr derselben untereinander, sowie mit einer gemeinschaftlichen Centrale einzurichten. Durch die hierdurch gegebene Möglichkeit eine- fortwährenden Nachrichtenau-tauich- über Arbeitsangebot und -Nachfrage wird die Gelegenheit zur Arbeit-verwitteluvg naturgemäß bedeutend vermehrt und damit sowohl den Jutereffen der Arbeitgeber al- der Arbeit
nehmer Rechnung getragen. Zu dem gleichen Zweck ist die periodische Aufstellung von Nachweisungen über die bei den verschiedenen ArbeitSnachweiS-Aostalteu vorhandenen Arbeitsangebote mS Auge gefaßt. Diesen Nachweisungen, welche durch Druck vervielfältigt werden sollen, würde thuolichfte Verbreitung in den größeren Gemeinden de- Lande- zu geben sein. Der in das Staatsbudget eingestellte Betrag soll zur Bestreitung der Kosten de- telephonischen Verkehr- der Arbeit-« nachweis-Austalten dienen. Durch Ueberuahme dieser Kosten auf die StaatSkaffe (nach dem Vorgang Württemberg-) hofft mau die in- Auge gefaßte Centralisirung de- Arbeitsnachweise- zu fördern und auf eine wirksame Durchführung der geplanten Organisation htnwirken zu können." — Damit find nun, wie der „Darwft. Tägl. Auz." hinzugefügt, sämmtliche vier süddeutschen Staaten No.dveutschland ein gute- Stück in der Organisation des Arbeitsnachweises voraus.
♦* Zur Beförderung von Fahrrädern auf der Eisenbahn wird der „KarlSr. Ztg." mirgetheilt, daß die Fälle, daß Radfahrer ihr Fahrrad erst kurz vor Abgang eines ZugeS abliefern und alsdann, wenn die Abfertigung auf der Ab- gang-statiou nicht wehr möglich ist, die Beförderung deS uuabgeferrigten RadeS verlangen, immer häufiger werden. Durch die Mitnahme unabgefertigter Fahrräder entstehen aber nicht nur Unzuträglichketteu für den Eisenbahudienst, sondern eS können auch den Radfahrern infolge Verwechselung der Räder erhebliche Unannehmlichkeiten und Verluste erwachsen. AuS diesen Gründen bat sich die Eisenbahn- Verwaltung genölhigt gesehen, die Beförderung uoabgefertigter Fahrräder überhaupt zu untersagen. ES wird deßhalb empfohlen, die Fahrräder künftig so zeitig vor Abfahrt deS ZugeS bei den Stationen aufzuliefern, daß die ordnungsmäßige Abfertigung noch möglich ist. Der § 32 der „Ber- kehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands" enthält hierüber die Bestimmung, daß die Abfertigung von Gepäck, welche- nicht spätesten- 15 Minuten vor Abgang deS Zages aufgeliefert ist, nicht beansprucht werden kann. Um da- Abfertigung-verfahren zu beschleunigen, wird küafrig bet Auflieferung der Räder ein besondere- Aoerkenntuiß darüber, daß die Verpackung fehlt, nicht mehr verlangt werden, da da- Unverpacktsem als selbstverständlich gelten kann.
** Wetterbericht. Die Depression, welche gestern im Westen Europa- erschien, hat heute an Tiefe und Raum gewonnen und reicht bereit- bis wett in den Continent herein. Der Kern des barometrischen Maximums ist daher fast vollständig verschwunden. Ueber dem Alpengebiet hält sich noch ein schwacher Rücken relativ höheren Druckes, doch wird sich voraussichtlich der Einfluß der von Nordwesten nahenden Depression alsbald in stärkerem Maße geltend machen. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch warmes, zu Gewittern geneigtes Wetter/ dann stärkere Trübung und Niederschläge.
□ Darmstadt, 6. August. DaS am 15. August mit seinen Vorstellungen schließende Sommerthe ater im Saal« bau hat trotz entsprechender Rollenbesetzung schlechte Geschäfte gemacht/ eS dürfte vorerst da- letzte in Darmstadt gewesen fein.
I z. B. hat da- Kammergericht in Berlin entschieden, daß die photographischen Schaukästen sämmtlich an Sonntagen während deS Gottesdienste- verhängt sein müffer. während daS OberlandeSgericht in Jena daS Offenhalten der Schaukästen, soweit solche nicht etwa verkäufliche Bilder, wie Landschaften, VerlagSsachen u. s. w. enthalten, während dieser Zeit al- erlaubt betrachtet. ES find Abdrücke der Petttion, sowie auch Listen zur Eivzeichnung durch den Borfitzeoden de- Deutschen Photographeo-Vereine- K. Schwier in Weimar zu erhalten.
• ti« beliebte- Versatz-Object scheinen Fahrräder zu sein. Bei einer ftattgefuvdenen Revision hat sich, wie der „Coofecttouär" erfährt, ergeben, daß bet Pfandleihern in Berlin vierhundert Fahrräder versetzt find.
* Verlockende Anzeige. Von heute ab kostet da- Zahnziehen bei mir nur noch 50 Pfennig pro halbe Stunde. Schmerzenreich, Barbier.
Aufruf!
Jo der Nacht vom 29. zum 30. Juli er. haben wolkenbruchartige Regengüsse eine Hochwaffer-gefahr über da- schöne schlesische GcbtrgSlaud herausbeschworen, wie eine solche fett Menschengedenken noch nicht beobachtet worden ist. — Vernichtet siad alle Hoffnungen auf ein günstige- Einbringen der diesjährigen Ernte.
Mit elementarer Gewalt haben unheilbringende Fluthen den Fleiß vieler Monde und leider auch sehr viele Menschen- leben grausam zerstört.
Soweit sich bi- jetzt übersehen läßt, beziffert fich der angerichtete
Schaden auf 22-25 Millionen.
Bekümmerten Herzens sieht die schlesische Bevölkerung einer trostlosen Zukunft entgegen und thut daher schlennige Hilfe dringend Noth.
Helfe daher wer helfen kann mit einem Scherflein daS unbeschreibliche Elend lindern! Wem wollte auch solch' Unglücklichen gegenüber da» Herz verschlossen bleiben?!
Noth ist schrecklicher alö Tod!
Wer schnell giebt, giebt doppelt!
Zur Entgegennahme von Spenden find gern bereit: unser Deretuslocal „Cafs Ebel", „Hotel Schütz", Bahnhofstraße, Herr I. Baab (Hotel Kaiserhof), Herr Kühne (Hotel Einhorn), Herr Kaufmann I. Pfeffer, Marktplatz 6, Herr Buchbindermeister Richter, Tiefenweg.
Die eingegangenen Spenden, über welche nach Schluß der Sammlung öffentlich quittirt wird, werden von uns an die Vorsitzende des Baterl. Frauen - Vereins, Frau Erb« Prinzessin von Sachsen-Meiningen in BreSlau, überwiesen.
Hochachtungsvoll
5>ie im Aeöruar 1897 gegründete Schlesische Aereivignng zu Oieheu.
W. R o h l e d e r.
* Frankfurt o. M., 6. August. Zur Beförderung deS kaiserlichen Gefolges und der Offiziere deS großen Generalstabrs während des Kaisermanövers find mehrere Hundert Wagen erforderlich. Davon werden Seitens der Wiesbadener Droschkenbesitzer sechzig gestellt, die sich am 1. September in Frankfurt dem betreffenden Unternehmer, dem Fuhrunternehmer Roth, zur Verfügung stellen müffen.
* Wiesbaden, 6. August. Gestern find zwei Knaben, da- 12 Jahre alte einzige Kind einer Wittwe Hankel von hier und der 9 Jahre alte Sohn einer Wittwe Schüler in Limburg, 'm Rhein bei Schierstein beim Baden ertrunken.
• Stettin, 6. August. Ein sechsstündiges ziemlich großes Schadenfeuer wüthete heute Nacht auf dem nach dem Bollwerk durchgehenden Grundstück Kleine Oderstraße 3—4, daS zum Theil ausgebrannt ist. Durch die Feuerwehr wurden mittels Rettungsleitern und Seilen 29 Personen gerettet, von denen sechs, zwei Männer, zwei Frauen und zwei Kinder thetls schwer, theilS leicht verletzt waren und nach dem Krankenhause geschafft wurden. An dem Aufkommen eines jungen Mädchens wird gezweifelt.
Ludwigshafen, 5. August. Heute Nachmittag wurde bei dem dtrecten Wagen München-Neunkirchen ein württem- bergischer Schaffner, der auf der falschen Seite die Fahrkarten controllirte, bei Stuttgart von einem dort kreuzenden Schnellzuge ersaßt und ihm der Kops vom Rumpfe getrennt.
* Trautenau, 3. August. Ganz Trautenau spricht von der kühnen That eine- Mannes. Einstimmig ist das Urtheil Aller, daß ein größerer Heldenmuth noch selten bewiesen worden ist, als vom Gerichtsadjunkten Dr. Maly, der unter eigener, andauernder Lebensgefahr 32 Menschen vom sicheren Tode errettete. Von Trauienauer Feuerwehrleuten angeseilt, stürzte er fich in die tobenden Fluthen, zertheilte mit mächtigem Arm die Wogen, nicht achtend der eigenen Gefahr. Beim Hause, dessen Zusammensturz alle Augenblicke drohte, lud er eine Person aus seinen Nacken, nahm in jede Hand ein Kind und erkämpfte fich den Rückweg. Mehr al- zehn Mal maß der Mann ferne Kräfte mit den Wogen, bis Alle gerettet waren. Kurze Zeit darauf sank krachend das Hau-, in dem fich vorher die 32 Geretteten befanden, in die Fluthen.
* Zn photographischen Kreisen wird augenblicklich lebhaft agitirt für Einleitung gesetzgeberischer Schritte, durch welche der bestehenden Rechlsunficherheit und schon thatsächlich eingetretenen Rechtsungleichheit in Bezug aus die „Schaukastenfrage" in dem Sinne ein Ende gemacht wird, daß da» Offenhalten der photographischen Schaukasten au den ganzen Sonn« und Feiertagen fortan für gesetzlich erlaubt erklärt wird. Die Veranlassung hierzu geben die verschiedenen Entscheidungen der höchsten Instanzen. So
Brodpreife
vom 8. August bis 22. August 1897.
Der hiesigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . . 27 Piz
2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......54 ,
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot, 25 ,
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot,......50 ,
1 Kg. (2 Pfd.) Särwarzbrod.... 23 .
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....46 ,
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 .
Der aulttftttiflm Bäcker
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden 42 „ L. Schmidt, Gr. Linden 42 „ W. Steinmüller v. L.-GönS, 42 „ G. Jacoby v. Alten-Buseck 44 „ Mlh. Fabel von Wiefeck 50 „
2 Kg. (4 Pid.) Schwarzbrod bei L. Steinmüller, Gr. Linden 40 „ L. Schmidt, Gr. Linden 40 „ Joh. Kd. Belte o. Ki'ch-GönS 40 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wiefeck 66 „ G. Jacoby v. Alten-Bufeck 66 „ W. Fabel von Wiefeck 66 , Der BrovverkLuser.
Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern.
Gießen, den 7. August 1897.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.
gtterotar unfc Arrnst.
— Nansen soll aus feinem Werk über die letzte Nordpolfahrt, das in schwedischer, deutscher, dänischer, englischer, holländischer, französischer und tschechischer Sprache erschienen ist, bisher 720000 Mk. bezogen haben.
„Arbeit ist der Bürgers Zierde, „Segen ist der Mühe Preis, „Ehrt den König seine Würde, „Ehret unS der Hände Fleiß." Ueber den meisten Berichten, welche die Wunderwerke der Berliner, der Nürnberger und der Dresdener Ausstellungen priesen, hat dieser schlichte alte Spruch stolzes Motto geprangt. Schade nur, daß ihn so Viele gedankenlos nachb.ten! Daß sie keinerlei Ver- ständniß haben für den sittlichen Werth der „Arbeit an sich". Der Heranwachsenden Jugend dieses Verständniß zu erschließen, sollte da» ernstefte Streben jedes denkenden Erziehrrs sein. „Die Liebhaber- tüttfU*, Zeitschrift für häusliche Kunst (Vrrlag R. Oldenbourg, München), können wir mit bestem Gewissen Allen empfehlen, die entweder für sich selbst oder die ihnen anvertrauten jungen Leute Anleitung und Vorbilder für künstletifche Handarbeit suchen.
— Edward Bellamys neue- Werk „Gleichheit*, eine Fortsetzung zu dem vor fast zehn Jahren erschienenen und in vielen Hunderttaufenden von Exemplaren verbreiteten „Rückblick auS dem Jahre 2000", wird demnächst in der Halbmonatsschrift „Au- fremden Zungen" (Stuttgart, Deutsche VerlagS-Anstalt) zu erscheinen beginnen. DaS neue Werk schließt sich unmittelbar an dm „Rückblick" an und enthält, gewissermaßm als Commentar dazu, in 38 Capiteln eine erweiterte, detaillirte und vertiefte -Schilderung de» Bellamy'fchen ZukunstSstaates; eS bietet eine Fülle neuer Anregungen in Bezug auf alle dir Gegenwart beschäftigenden wtchtigm socialen Fragen und wird ohne Zweifel, wie der „Rückblick", in allm Culturländern auf längere Zeit das Interesse der Denkendm und fortschrittlich Gesinnten in Anspruch nehmen.


