Garnisonen: 1. u. 3. Abth. und Reit-Abth. Cassel, 2. Abth. Fritzlar.
Großh. Hess. Feld-Artillerie»Regiment Nr. 25 (Großh. Artilleriecorps). Errichtet 1780. Garnison: Darmstadt.
Nasi. Feldartillerie-Regiment Nr. 27. Errichtet 1872. Garnisonen: 1., 3. u. 4. Abth. Mainz, 2. Abth. Wiesbaden.
Hess. Train Bataillon Nr. 11. Errichtet 1866. Garnison: Cassel.
Großh. Hess. Train-Bataillon Nr. 25. Errichtet 1872. Garnison: Darmstadt.
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•itfcee, de» 5. September
* Befitzwechsrl. Der Oeconom Chr. Nebe verkaufte on den Kaufmann Chr. Roth, Wallthorstr. 5, die ihm gehörige früher Wallenfelö'sche Hofraithe, ZozelSgasie 9 gelegen, für den Preis von 46000 Mark. — Der Fuhrunternehmer Heinrich Herzberger verkaufte seine Rodheimerftr. 6 »eben dem PromrnadenhauS belegene Hofraithe an den Oeconomen Chr. Nebe zum Preise von 36 000 Mark. Durch diese Besitzwechsel ist wiederum eia landwtrthschaft- ltcher Betrieb auS der Altstadt nach außen hin verlegt.
*• Sine große Kalmuckeuttuppe wird heute Nacht 2 Uhr 39 Minuten aus oer Fahrt nach Frankfurt die hiesige Statiou pasfireu.
♦♦ LandwirthschaftSrath. Mit dem 21. August d. I. trat der hessische LandwirthschaftSrath in Wirksamkeit. Demselben^ gehören nach deu soeben veröffentlichten Statuten die Präsidenten und Vicepräfidenteu der drei land- wirthschaftlichen Proviuzialvereioe, je fünf von dem AuSschuffe eiueS jeden landwirthschaftltchen ProvtnzialvereinS auf die Dauer von 3 Jahren zu wählende Mitglieder, drei von dem Ausschüsse d-S Verbandes der hesfischeu landwirthschafrlichen Genosieuschaften auf gleiche Zeitdauer zu wählende Mitglieder, der Generalsecretär und die Secretäre der Provinzialvereine, Vertreter von laudwirthschaftlicheu Special-Fachvereinen, die ihre Thätigkeit über das ganze Land erstrecken, gegen Ueber- nähme einer angeweffenen Kostenbeitragspflicht als vollberechtigte Mitglieder, ferner hervorragende Sachverständige tcmf dem Gebiete der Laad- und BolkSwirthschaft und der Wissen- schäften an. Der LandwirthschaftSrath ist berechtigt, auS eigener Anregung jederzeit Anträge und Vorschläge an die Großh. Regierung gelangen zu lassen, sowie verpflichtet, als technischer Betrath der Großh. Regierung auf dereu Anforderung über Gegenstände der laadw. Gesetzgebung, der Verwaltung, des laadw. Betriebes, der LandeScultur und der BolkSwirthschaft Gutachten zu erstatten. Der Landwirthschafts- rath beschließt über die Verwendung der ihm zur Förderung der Landwirthschast überwiesenen Mittel und leitet die ihm unterstellten gemeinsamen Veranstaltungen der drei laadw. Provinzialvereine- er gibt im Namen der letzteren eine ge- meiuschaftliche Zeitschrift heraus. Die VerwaltungSkosten des LaadwirtdschafiSrathS werdea, soweit nicht die Einnahmen aus anderen Quellen kommen, durch eine Steuer auf die Mitglieder der laadw. Provinzialvereine gedeckt.
*♦ Ueber die Einführung der Kartevbriefe theilt die „D. BerkehrSztg." mit: Die Innenseite wird etwa dreimal is viel Raum bieten, wie gewöhnliche Postkartea. Die Reichs- druckerei hat die Herstellung bereits in Angriff genommen. Bis zur Fertigstellung eines für den ersten Bedarf des ge- jammten ReichspostgebietS ausreichenden Bestandes und bis zur Ausgabe dürften jedoch noch einige Wochen vergehen.
** Wetterbericht. Hoher Druck drängt zwar aus westlicher Richtung ungemein rasch tu den Coutinent herein, doch wird derselbe zunächst in seiner Wirkung sehr beschränkt, indem die Lustdruckoertheilung noch etoe sehr unregelmäßige geblieben ist. Bor ollem schiebt sich von dem ausgedehnten Depresfionrgebiete, welches mehr als die nordöstliche Hälfte Europas bedeckt, eine Rinne niederen Druckes weit nach Westen über den ganzen Südfuß der Alpen hin, so daß über dem Gebirge stellenweise beträchtliche barometrische Gradienten bestehen. Unsere südlichen und südöstlichen GebietStheile werden daher vorerst noch von dem genannten Thrilwinimu« in Mitleidenschaft gezogea werden, während sich für den Westen und Norden voraussichtlich schon der Einfluß des barometrischen Maximums geltend macht. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden wieder besseres Wetter- im Süden zunächst noch unbeständig und zeitweise Niederschläge.
t «»8 der Weiterau, 4. September. Auf dem offenen Hofraume eines OrtSbürgerS zu Utphe wurdeu vor einiger Zeit anonyme, gegen der Genannten Familienangehörige gerichtete Schwähbrirfe niedergelegt, von denen einer in- folge Auffiadens durch junge Leute noch zur Kenntuiß anderer Dorfb-wohner gelangte. Die plumpe Handlungsweise der Urheber dieses gemeinen Machwerkes ließ bald den Verdacht der Thärerschaft gegen ein in O. wohnhaftes Ehepaar rege werden, das denn auch kürzlich auf Grund erhobenen Straf- autragS vor Gericht gestellt und des ihm zur Last gelegten Vergehens überführt wurde. Der beschuldigte Ehemann wurde demgemäß zu 14 Tagen Gefängniß, die bessere Hälfte zu 12 Tagen Gefängniß und Beide in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Außerdem sprach das Schöffengericht dm Beleidigten daS Recht der UrtheilSveröffentlrchung an der Gerichtsrafel zu, weil die Beleidigung als eine öffentliche erachtet wurde.
□ Darmstadt, 4 September. Die seit einiger Zeit etwas geistesgestörte AffessorSwittwe Rinck hat sich gestern in der Nähe des SchrampelwegeS auf dem Damm der dorr vorbei- rührenden Odenwaldbahn erschossen- der Leichnam wurde von dem Räumer der Locomottve deS zweitletzt eintreffenden Zuges aus dem Odenwald, deffen Passagiere den Schuß dönev, bei Teste geschoben. Die in guten Verhältnissen sich befindliche Dame war vom Wahne erfaßt, nicht mehr auSkommen zu können.
§ § Mainz, 5. September. In unserer Stadt wurde I gestern ein Jubelfest abgehalteu, welches weit über die Rahmen deS Alltäglichen hinausging. Der langjährige Ober- I meister der Mainzer Metzgerinnung, Herr Stadtverordneter Jean Palz, der seit einer Reihe von Jahren auf socialpolitischem Gebiete besonders in Sachen der Gewerbeordnung eine überaus rührige Thätigkeit entfaltet, feierte gestern das Fest seiner silbernen Hochzeit. Nicht weniger als ca. 700 Gratulationen und Telegramme aus allen Theilen Deutschlands liefen bei dem Jubilar ein, die ersten Bürger der Stadt, darunter der Herr Oberbürgermeister und die Stadtverordneten aller Parteien brachten ihm persönlich ihre Glückwünsche dar. Die Mainzer Metzgerinnung ehrte ihren Obermeister durch die Ueberreichung eines Diploms und eines prächtigen und überaus werthvolleu ca. */4 Meter hohen aus getriebenem Silber gefertigten Tafelaufsatzes mit entsprechender Widmung, die Vorstandsmitglieder de» süd-westdeutschen Fleischerverbandes, die Herren Obermeister von Frankfurt, Darmstadt, Offenbach rc. waren persönlich hier anwesend und überreichten ihrem Collegeu Namens deS Verbandes einen prachtvollen Pokal, die Mainzer Metzgergesellen hatten eine Deputation entsendet, welche dem Jubilar einen schön gearbeiteten Ring mit einem Stein, welcher daS Metzgerwappen trug, überreichte. Der Sprecher der Gesellendeputation überreichte das Geschenk und erwähnte, daß der Ring daS Symbol der Treue und Liebe sei, „fest und ohne Ende wie dieser Ring", sagte er „soll daS Baud sein und bleiben, welches die Meister mit den Gesellen verbindet und so edel wie Gold sollen die Gedanken sein, welche die Gesellen letten, gekrönt durch deu Edelstein, der daS JnnungSfiegel trage". Diese schlichten Worte machten auf alle Anwesenden einen erhebenden Eindruck und sichtbar ergriffen antwortete Herr Palz, daß eS ihn ungemein ehre und freue, von der Gesellenschaft in der Weise überrascht worden zu fein, das finnige schöne Geschenk werde er mit Stolz tragen, er bat die Deputation, ihren College» seinen Dank auszusprechen und fie zu bitten, für alle Zukunft die soeben gesprochenen Worte zu beherzigen.
△ Mainz, 5. September. Die Mainzer Handelskammer hat sich im Anschluß an ein von der Handelskammer von Coblenz an die Eisenbahndtreetion St. Johann-Saarbrücken gerichtetes Gutachten in ihrer letzten Sitzung für Schaffung von Einrichtungen ausgesprochen, durch welche Wein und Mineralwasser beim Ei'enbahutranSport vor Temperatureinwirkungen geschützt werden. Die Kammer hält eS für eine Aufgabe der Elsenbahnverwaltuugen, derartige Wagen zu construiren und zweifelt auch nicht an deren Benutzung durch die Interessenten. Desgleichen spricht fich die Mainzer Handelskammer für beschleunigte Beförderung von Most- sendungen aus und zwar befürwortet sie die Beschleunigung tu einer Eingabe an die Eisenbahndirectionen derart, daß Waggonsendungen mit Most nach ihrer Lieferung an die Bahn alsbald dem nächsten Personenzug zur Beförderung angehängt werden. — Die hiesige Bürgermeisterei hat mit der Oberpostdirectiou in Darmstadt einen Vertrag vereinbart, nach welchem gegen Leistung einer jährlichen Pauschalsumme sämmtliche städtische Gebäude und Bureavx an daS staatliche Fernsprechnetz ongeschloßeu werden. — Der Mühlenbesitzer Thomas von Niedersaulheim, der vor einigen Wochen bei einer ihm drohenden Verhaftung einen Mordversuch auf einen Gensdarme» gemacht hat und der fich dteserhalb demnächst vor dem Schwurgericht zu verantworten haben wird, wird zur Untersuchung seines Geisteszustandes in eine Irrenanstalt verbracht werden.
Alliance.
DeS wor de MoSjeh Felix Faure, Der drickt sein chapeau-claque uffS Ohr, Ziehkt GlacöS a' un Schuh mit Lack Un fchluppt in sein modernste Frack, Klemmt fich ins Aag sei' blank Monokel, Dann bläst er uff fich wie ein Gockel Un sehkt: „Jetz geb mol acht, ma France, Jetz hol ich D'r die — alliance!*
E Kriegsschiff trägt en wohlgemuth, Nach Kronstadt dorch die MeereSfluth. Husch, wie'S Gewitter iS er dort Un gondelt in de sichre Port.
Die Festmufike da vernimmt er, Die spiele: Siehste wohl, da kimmt er, Un freidig ruft er: „RiLiEi!
Da fin mer schon: Vive la Russiel“
Druff tritt er vor'n Zar Nikolaus Un ziehkt e Blatt Babier erauS. „Ich hab/ jehkt er, „deS SchreiweS hier, Wo Anno dazumale Ihr Un unfern Garnot unnerschriwwe - 'S iS seit der Zeit bebet gebliwwe, Doch jetz geht unser eaperance Uff e klaa biSje — alliance!“
„'S iS recht!" sehkt druff der NikolaS Un holt fich sei groß Dintefaß, Dann schreibt er uff'S Babier dezu: „Dieweil Europa brauchet Ruh, So wird eS auch wohl Frieden brauchen- Dazu soll die ,allianceM uns taugen!" — „So, deß werd wohl genug fei, wie?" — De Felix nickt. — Vive la Ruaaie!
„Un daß Ihr nach mit haam bringt waS, So schenk ich Eich mei’ Dintefaß.
Da, steckt Eich nach die Fedder ei', Gebt owacht, 'S iS noch Dinte drei'!" Froh steckt de Fe ix Faß un Fedder Dies io fei' Reisedasch vun Ledder Un macht sei größte reverence: „Mein scheunste mer$i pour l’alliance!*
Druff sehkt er diefgeriehrt adscheh Un eilt im Laafschritt an die See. Er kann jo aach zefridde fei’, Dann fest in feine Brustdasch drei' Dhut er deS Blatt Babier bewahre Mit sammt de Unnerfchrift vom Zare. „Ja, Felix, Du bist e Genie!" Denkt er bei fich — „Vive la Ruaaie!"
Nach Frankreich gehtS daun im Galopp.
Dort steht schun alle» uff em Kopp Bor Freid un strampelt mit de Baa' Un denkt die golden Zeit ging a', (DeS wie? und wo? bleibt Vorbehalte). — Ich glaab, 'S bleibt alles doch beim alte, Doch — honny aoit qui mal y pence — Wie fchee iS so e „alliance!"
Fraa Hanuebambel.
(„Darmst. Tägl. Anz.)
* Mannheim, 2. September. Der 25 Jahre alte praktische Arzt Dr. Hack von Leinem hatte fich heute vor der hiesigen Strafkammer wegen fahrlässiger Körperver- letz uvg zu verantworten. Hack untersuchte am 15. Moi daS drei Jahre alte Mädchen des Maurers Josef Kraft II. von St. Ilgen, das an einer Entzündung der Augen litt. Er wollte außer einer Sublimatlösung noch Calomel Verordner-, verschrieb fich aber, sodaß das Recept statt Calomel aubti- liaaimae pulverat lautete: Sublimat aubtiliaaimae pulverat. Dem Apotheker, der das Recept anfertigte, fiel dasselbe auf, er machte deshalb die Frau wiederholt darauf aufmerksam, daß er ihr das stärkste Gift verabreiche. Die Frau entgegnete, daß der Arzt die Pulver selbst in Anwendung bringen werde, woraus der Apotheker seine Bedenken fallen ließ. Zwei Tage darauf streute der Arzt das Pulver dem Kinde in die Augen, ohne daß er die Aufschrift der Schachtel beobachtete, auf der fich ein Todtenkopf und das Wort „Gift" befanden. Die Folgen waren schreckliche, daS Kind krümmte fich vor Schmerzen. Dir Arzt sah jetzt das Unheil, daß er angerichtet hatte. Da» Mädchen wurde in die Augenklinik nach Heidelberg verbracht. Da» Gift hatte die beiden Augäpfel vollständig zerfressen, das Kind wird zeitlebens blind bleiber. Dr. Hack hat den Eltern eine Entschädigung von 7500 Mk. bezahlt, womit diese fich zufrieden gegeben haben. In der heutigen Berhandlung bemängelte der Sachverständige, Her* Medicioalrath Ziegler au» Karlsruhe, die Art der Ausfertigung de» ReeeptS. Die älteren Aerzte versäumten nie, ihren Recepteu die Art der Verwendung beizufügeu. Aus dem Recept des Kindes fehle dieser Vermerk, der überhaupt von den Aerzteu der jüngeren Generation nicht mehr angebracht werde. Das sei eine bedauerliche Neuerung. DaS Unheil lautete auf 500 Mk. Geldstrafe.
• Sin Photographiesrind. Jakob Burckhardt, der kürzlich gestorbene Bas eler Kunstgelehrte, war ein abgesagter Feind alles Photographierens. Nicht einmal die schmeichelhaften Aufforderungen der Buchhändler, die ihre Schaufenster mit seinem Bildniß schmücken wollten, konnten ihn umstimmen. Erft in den allerletzten Jahren seine- Lebens gelang eS den stürmischen Bitten seiner Verwandten, ihn zu etnem Besuche beim Photographen zu bewegen. Man hatte alle Vorkehr ungen getroffen, ihm seinen Entschluß möglichst zu erleichtern und war übereingekommen, sich bei dem ersten Photograph:» Basels zu treffen. Der greife Gelehrte stellte fich zur verabredeten Stunde pünktlich ein. Seine bescheidene Erscheinung, seine einfache, etwa» vernachlässigte Kleidung konnte aber natürlich den Gehülfen des Photographen nicht impo- niren, man ließ ihn also gar nicht erst eintreten. „ES ist unmöglich, Sie jetzt zu empfangen," sagte man ihm, „Herr T. erwartet den berühmten Professor Burckhardt." — „Sehr wohl," antwortete dieser, ich würde mir ein Gewissen daraus machen, meiner Wenigkeit wegen Herrn T. zu belästigen! Leben Sie wohl! Ich empfehle mich Ihnen!" Als seine Verwandten, ganz entrüstet über sein Ausbleiben, nach Hause kamen, saß er schon wieder vergnügt schmunzelnd hinter seinen Büchern und Gipsabgüssen.
Schiffs Nachrichten.
Der Poftdampser „Niderland" der „Red Star fitne' in Antwerpen ist laut Telegramm am 2. September wohlbehalten tn Philadelphia angekommen.
Vermehr, unt v^ttswiethschäft.
4 September. Fruchtpreise. Weizen A 19,74' Lorn A 13.56, Gerste A 13,48, Hafer A 12,18, Erbsen A 00.00/ Linsen A 00,00, Wicken A 00,00, Lein A 00,00, Kartoffeln A 0,00» Samen A 00,CO.
— Der Durchfall ist bei Ziege« meist die Folge von Diätfehlern und Erkältungen und äußert fich tn öfteren dünnflüssigen Entleerungen, die bei ernstem Character sehr übelriechend unb mit Darmschletm und Blut untermischt sind. Der acute Durchfall oder Darmcatarrh kann im ungünstigen Fall zum chronischen werden, wenn fortdauernder Dtä'.fehler (Verfüttern von heiß gewordenem Grünfutter, hartes schlechtes Wasser, Svülichttränkc) fortbestehen. Ebenso können organische Fehler (Darmgeschwüre) die Ursache langwieriger Darmcatarrhe sein. Die ruhrarligen Durchfälle haben meist als Ursache scharf wirkende Arzneimittel, Gift und giftige Pflanzen unb find fast immer todtlich. Die Ziegen erkranken nur an dem acuten Darmcatarrh. Die Behandlung erfordert warme» Verhalten, V-lmeidung von Grünfutter und Mehl, Kleie- oder Spülicht-Tränken; Verabreichung von trockenem Futter und überschlagendes Getränke. In schlimmen Fällen hilft Kamillenrhee mit einigen Tropfen Cpiumtinctur, stündlich einen großen Eßlöffel voll, auch Pf.fferminzthee mit Tannin, Tormentillwurzel, Eichen- oder Weidenrinden, Alaun und in kritischen Fällen salpetersaures Silber- oxyd (Höllenstein) und Eisenvitriol. Letztere Mittel überlass- man aber dem Thierarzte.
Temperatur der Lahn und Lust
nach Reaumur gemessen am 6. Septbr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 12°, Luft 12°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.


