Professor Dr. O- Behaghel.
Gießen.
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der Gegenwart Ment auch zur Mit großer Zähigkeit hat alte Brauch und Glaube im so daß man ohne große Ge- Ein guter Thetl de« religiösen
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Provinzen den Bor- Geschäft«. Geschäft-. 3. Bro-
daß sie Mttglieder de- Oberhessischen Geschicht-verein-, Sectiou für Volkskunde, werben, gegen den geringen Jahre-' beitrag von 1 Mk. Die Zahlung geschieht an den Rechner deS Verein-, Herrn Commerzienrath Heichelheim tu Gießen. Dieser Herr, sowie der unterzeichnete stellvertretende Vorsitzende der Sektion, nehmen die Anmeldungen zum Beitritt entgegen. Ueber den Fortgang deS Unternehmen« soll eine in zwang« loser Weise erscheinende Zeitschrift, „Blätter für hessische Volkskunde", Bericht erstatten, die auch Mittheilungen au« dem gesammelten Stoff bringen wird. Sie wird den Mitgliedern der Sectiou unentgeltlich zugrftellt werden.
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Bod:nS. Aber die Volkskunde Aufhellung der Vergangenheit, bis tn unser Jahrhundert der Stamm des Volke- gewurzelt, fahr Rückschlüsse machen darf.
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Darmstadt und Baden. Der Anschluß weiterer und Länder ist bereit« in die Wege geleitet. In stand wurden gewählt: 1. Biernatzki-Boorde, führer de- Verbände« zu Kiel, 2. Hildebrand,
Essen: Emil Behrend hält Eltern in Altendorf auf. Die Marie HuSmann soll auf Wunsch hörigen demnächst stattfindeu.
Hamburg, 5. Oktober. Der
Glaubens unserer Vorfahren ist ermittelt worden mit Hilfe von Zeugnissen der Gegenwart- eS ist möglich gewesen, dunkle Andeutungen altdeutscher Dichter au« Einrichtungen und Sitten unserer Tage zu verstehen. An der Hand der OrtSbezeichnungeu läßt sich unter Umständen verfolgen, wie weit sich die Siedelungen der alten Kelten wie der Römer erstreckt haben. Vorsichtig beurtheilt, kann die Gestalt der Häuser Zeugoiß ablegen von der StammeSart seiner Erbauer. Selbst Fragen ganz allgemeiner Art lassen sich mit Hilfe der Volkskunde ihrer Lösung näher führen, wie die Fragen nach der Entstehung und Verbreitung des Volksliedes, nach seinem Verhältoiß zum Kunstlied. Wenn eS sich etwa Herausstellen sollte, daß Sprachgrenzen mit Grenzen auf dem Gebiete der Sitte, des Brauches zusammenfallen, so wäre das ein gewichtiger Beweis gegen gewisse Anschauungen heutiger Gelehrten über dte Entstehung der Mundarten. Was bis jetzt auf dem Gebiete der hessischen Volkskunde geleistet worden, ist verhältntßmäßtg sehr wenig. Der große Wenker'sche Sprachatlas hat selbstverständlich auch Hessen in seinen Bereich gezogen und macht es uoS so möglich, un« mit unserer Wißbegierde über sprachliche Dinge im Wesentlichen auf den Wortschatz und Erscheinungen der Satzfügung zu be- schränken. Soweit aus dem Gebiete der Sitten und Gebräuche, deS Volksliedes und der Sagen schon ältere Aufzeichnungen vorliegen, wird e« sehr lehrreich sein, den heutigen Thatbe- stand mit jenem früheren zu vergleichen. Um die im Vorstehenden angedeuteten Aufgaben auch für unser schöne» Hessenland zu lösen, hat sich vor Kurzem tu dem Ober- hessischen GeschichtSverein eine besondere Abtheiluog sür hessische Volkskunde gebildet. Es besteht allerdings nicht die Absicht, die Ausgabe sogleich tu ihrem ganzen Umfang in Angriff zu nehmen- der genannte Verein will sich vielmehr vorerst auf das ihm zunächst liegende Arbeitsgebiet, auf Oberheffeu beschränken. Binnen Kurzem werden Fragebogen, dte zum Sammeln aoleiten sollen, au-gegeben werden. Alle Freunde de» hessischen VolkthumS sind eingeladen, da- neue vaterländische Unternehmen dadurch zu unterstützen,
•• Reue genossenschaftliche Drgeitfittn für de» la»d virthschastliche» Einkauf. Der Anwalt deS Allgemeinen Der- bandeS der deutschen lavdwirthschastlichen Genoffenschasten Geheimer RegierungSrath HaaS-Offenbach schreibt un«: Ueber dte bedeutungsvollen Neubildungen auf dem Gebiet deS landwirthschaftltchen Vereins- und Genossenschaftswesens, die der letzte Monat geschaffen hat, find vtetach ungenaue und mißverständliche Nachrichten in dte Oeffentlichkett gedrungen, dte eine Klarstellung erwünscht machen. ES handelt fich um zwei große Organisationen. Am 23. August ist zu Berlin dte „Bezug-Vereinigung der deutschen Land- wirthe" in- Leben getreten, der sich ziemlich alle große landwirthschaftltchen Vereinigungen aoschloffen, dte den Ankauf landwtrthschaftlicher Rohstoffe für thre Mitglieder de» treiben. Dieser Organisation sagten sofort den Beitritt zu außer dem Allgemeinen Verband der deutschen landwirthschaftltchen Genossenschaften zu Offenbach a. M. der General- anwaltschaftsverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland zu Neuwied, die deutsche LandwirthschaftSgesellschaft, hte Bauernvereine für Westfalen, für Rheinland und für Baden, der Bund der Landwirthe und der bayerische Laude-verband der landwtrthschaftlichen DarlchnSkassenvereine, mit zusammen 1,050,000 Landwirthen al- Mitgliedern, also beinahe der dreifachen Mitgliederzahl gegenüber der augenblicklichen de- Allgemetnen Verbandes. Don einigen anderen, tn der Versammlung nicht vertretenen Verbänden liegen schon Auf. nahmegesuche vor. Der Zweck der Bereinigung ist die Feststellung gemeinsamer Kaufbedingungen gegenüber den Ringen der Düngerfabrikanten. Der allgemeinen Eioficht, daß einem festen erfolgficheren Widerstand gegen Anmaßungen der Fabrikanten die Einigung der deutschen Laudwirthe auf diese» Gebiete, die Beseitigung jeder Coucurrenz zwischen ihnen vorangehen müssen, verdankt dte Bereinigung ihr Entstehen. Dte Anregung dazu gtng vom Weftfältschen Bauernverein auS. Dte Borberettungen übernahm der Allgemeine Verband al- diejenige Corporation, dte den größten Bedarf au Düngestoffen hat. Wetter dem ThätigkettSgebiet nach und enger der Betbetligung nach tst der Wirkungskreis der ^Großhandels-Gesellschaft der deutschen landwirthschaftlichen Ein- und VerkaufSgenossensch^.ften, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht" mit dem Sitz zu Hamburg, dte tn Dresden am 25. August gegründet wurde. Dieselbe bezweckt: 1. den gemeinsamen Einkauf von landwirthschaftltchen Be- trieb-stoffen, namentlich von Import-Artikel- 2. den gemeinsamen Verkauf landwtrthschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere auf dem Wege der Export-- 3. da« Speditton-geschäfr 'üt dte Genossen. Diese ist nur von den dem Allgemeinen Der. bande zugehörigen Geschäft-verbändeu und Eentral-Ein- und BerkaufSgeoossenschaftcn vorbereitet und gegründet worden. Sie will im Gegensatz zu der ersten Bereinigung nicht nur ein gemeinsame«, gleichmäßige« Vorgehen vereinbaren und rechtlich ficherstellen, sondern will eigene Geschäfte betrüben und diejenigen Branchen von den provinziellen Organtsat onen übernehmen, die zweckmäßiger und vortheilhafter gemeinsam betrieben werden, und dte sprctrll tn Hamburg, dem Haupt- Ein- und Ausfuhrplatz Deutschlands am Besten wahrgenowmen werden können. Ihre Geschäfte werden sich nach den bisher vorliegenden Beitrittserklärungen zunächst erstrecken über Westpreußeo, Pommern, Posen, Schlesien, Brandenburg, Schleswig Holstein, Hannover, Oldenburg, Kurhessrn, Hessen-
Eger, 5. Oktober. Redakteur Hofer wurde gestern auf telegraphische Anordnung des Prager OberlandeSgerichtS gegen Stellung einer Eautton von 5000 fl. auö der Haft entlassen. Beeinflußt wurde die gerichtliche Entscheidung durch dte Krankheit HoferS. Hofer, der seit vier Wochen tn Haft saß, wurde vor dem Gefäugniß von einer großen Menschenmenge erwartet und mit Hetlrufen begrüßt.
Madrid, 5. Oktober. Sagasta will zunächst dte beiden kubanischen Parteien, nämlich dte Autonomtsten und die konstitutionellen Unionisten, unter einen Hut zu bringen suchen. ES wird die Aufgabe deS künftigen Gouverneur« sein, sofort eine Notablen-Dersommlung etnzuberufen, in der dte Reformen proclamtrt werden sollen.
Parteitag beschäftigte fich tn der fitzung eingehend mit der Parteipresse Beschlüssen.
Karlsruhe, 5. Oktober. Dte dürften am 10. November erfolgen.
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höhung städtischer Trottoirs- hier: Gesuch deS Phil. Kröck um Pflasterung der Strecke vom Schlachthaus bis zu seinem Hause. 3. Erneuerung der Stadtktrche- hier: Trottoiranlage auf dem Ktrchenplatz. 4. Gesuch des Eduard Böhm um Erlaubntß zum WirthschaftSbetrieb t« Hause Brandgasse 8. 5. DeSgl. des Louis Elend im Hause Fraokfurterftraße 151. 6. DeSgl. de« Jacob Müller im Hause Rodheimerstraße 69. 7. Gesuch des Karl Herber um Erlaubuiß zum Berkaus von Braontweiv über dte Straße.
•• SteinkohlenbezugSgesellschaft Gießen. Die im vorigen Jahr mit etwa 150 Mitgliedern neu gegründete „Steiukohleo- bezugSgesellschaft Gießen" hielt gestern Abend auf Lonye Bierkeller ihre erste G e n er alversawm lang ab. Nach dem vom Borfitzendrn abgegebenen BerwaltnngSbericht beträgt dte Mit- gltederzahl heute rund 380, welche tm abgelaufenen Geschäftsjahr 130 Doppelwaggon Steinkohlen mit einem Uebergewicht von 735 Eentner bezogen hat. Uebergewicht und die Zinsen der monatlich erhoben werdenden Mitgliederbeiträge kommen den Mitgliedern zu gut. Der Preis stellte sich pro Centuer Authracitkohlen zu 1 Mk. 46 Pfg., pro Eentner der tm Winter bezogenen Kohlen zu 1 Mk. 3 Pfg. und pro Centner der Sommerkohlen zu 95 Pfg. Durchweg wurde eine sehr gute Kohle geliefert. Der Borstand hielt im Geschäftsjahr 14 Sitzungen ab. Die GesammtauSgabe beträgt nach der 23 Setten umfassenden Rechnung, welche durch zwei Mitglieder geprüft und für richtig befunden worden war, 26 228 Mk. 71 Pfg. Bei der Borstandswahl wurden mit Ausnahme des Wechsels eines Mitgliedes, die seitherigen Mitglieder wiedergewählt. Ferner wurden zur Prüfung der nächsten Rechnung drei Revisoren bestimmt. DaS Geschäftsjahr ist auf den 1. August verlegt worden. (Anmeldungen können bet Herrn Merkel, Ederstraße, woselbst auch Statuten der Gesellschaft zu haben sind, eingereicht werden.)
•* Hessische Volkskunde. Der Oberhesftsche Ge- schtchtSverein hat beschlossen, dte Volkskunde deS Hessen- lands tn das Bereich seiner Forschung etnzubeztehen. Er hat fich damit die Aufgabe gestellt, tu umfassender Weise den Stoff zu sammeln, aus Grund dessen ein möglichst getreues Bild des Volkslebens und der Dolkspersönlichkett gezeichnet werden kann. ES soll erforscht werden, wie da« Volk seine Häuser baut und seine Dörfer angelegt hat, wie eS fich kleidet, wovon eS fich nährt- feine Sitten und Gebräuche, fein Glaube und Aberglaube, fie verlangen Aufzeichnungen ebenso gut wie seine naiven literarischen Erzeugnisse, seine Volkslieder und Kinderretme, seioe Sagen und Märchen- und wir wünschen, das Gewand kennen zu lernen, tn das es diese Schöpfungen kleidet, dte Sprache, dte Mundart, tn der es im täglichen Verkehr fich bewegt. Mit einem solchen Unternehmen schließen wir uns an eine Reihe gleichartiger Bestrebungen an. Vor Kurzem tst eine vortreffliche Volkskunde Braunschweigs erschienen- tu Mecklenburg ist man dabei, den hauptsächlich durch dte htugebende Thätigkeit etueS Einzelnen herbeigeschafften Stoff zu veröffentlichen- tu Bayern, Sachsen uod Schlesien, Baden und Oesterreich find Vereine gegründet worden, um dte Aufgabe de- Sammelns tu dte Hand zu nehmen- tn Pommeru, in Böhmen, tu der Schweiz treten ähnliche Bestrebungen hervor. Und es ist höchste Zeit, daß die Arbeit beginnt- der hochgefteigerte Verkehr, die Schule, die Zeitung thun ihr Möglichstes, um die kostbaren Zeugnisse der alten heimischen Art dem Untergang entgegenzuführeo. Werthvoll find dte Thatsachen der Volkskunde tn erster Ltnte für die Erkeuntniß der Gegenwart: mögen dte einzelnen Züge dem Fernstehenden ost unbedeutend erscheinen, in ihrer Gesammt- hett gewähren sie schließlich ein volle- Bild der Volksseele, zeichnen dte Besonderheit der einzelnen Landschaft im Ver. gleich mit dem Volksthum anderer Gegenden de- deutschen
tralifirten Nachrichtendienste- über den Wasserstand im ganzen Lande hervor.
Berlin, 4. Oktober. Staatssekretär Graf Posa- dowSkh hat im deutschen Eentral-Eomitv zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke au Stelle deS StaatS- winisterS Dr. v. Boetticher den vorfitz des Präsidiums übernommen.
Berlin, 4. Oktober. Wie die „Poft" erfährt, ist dte Meldung der „Köln. Ztg.", wonach der Prinz von Wales beabsichtige, dem Fürsten von Pleß auf Schloß Fürstenstein in Schlesien einen Besuch abzustatten, unzutreffend. Der Prinz von Wales hat nach Beendigung seiner Badekur Deutschland bereits wieder verlassen.
Benthe», 4. Oktober. In der vergangenen Woche wurden nach amtlicher Mittheiluug 62 Typhus-Erkrankung en polizeilich gemeldet. Dte Gesammtsumme der Erkrankten beträgt 1346, worunter 69 Fälle tödrlich verliefen. Ein Assistenzarzt de» Professor Fluegger hat nunmehr im Wasser der Karsten-Lentrum-Grube, welche« von der Stadt bi« vor Kurzem benutzt wurde, TyPhuSbacillen gefunden.
Wiesbaden, 4. Oktober. Die Strafkammer verurtheilte heute den Regieruug«refereudar v. Groddeck wegen eines unblutig verlaufenen Zweikampfes mit dem Referve- lieuteuant Egger«, welcher vom Militärgericht abgeurtheilt wurde, zu fünf Monat Festungshaft.
Hamburg, 4. Oktober. In der heutigen ersten Hauptversammlung des socialdemokratischeu Parteitage- erstattete zuerst der Abgeordnete Pfanukuch da« Referat über den bereits vor einigen Wochen in Druck erschienenen Geschäftsbericht. In der fich daran anschließenden Debatte wurde von dem Referenten darüber Klage geführt, daß Seitens der einzelnen Parteiorte zu wenig Geld an dte Lentralstelle abgeführt und zuviel für locale Parteizwecke zurückbehalten werde. Dte Abführung betrage im Durchschnitt noch nicht 5pEt. Ferner führte Redner Klage über dte zunehmende Verschließung von Versammlung-localen und Erschwerung der Flugblättervertheilung an Sonntagen durch die Polizei. Eine stärkere Lentralisation der Partei sei angeficht- der nächstjährigen Wahlen durchaus nothweudig. Abgeordneter Gert sch erklärte, keinen vollständigen Kassenbericht ablegen zu können, da trotz wiederholter Aufforderung bisher nur 45pCt. der Vertrauensmänner thre Abrechnung eingesandt hätten. Er gab dann eine Ueberficht über den Stand der soctaldemokratischen Presse, welche in-gesammt 323 259 Abonnenten habe und eine Einnahme von 3 032192 Mk., dte fich zusawmeosetzen aus 2045075 Mk. Aboonentengelderu und 987 113 Mk. für Inserate. Die Coütroleure fanden au der Kassenführuug nicht» auSzusetzeu. An den Geschäftsbericht schloß sich eine Debatte, an welcher tm Lause deS Vormittags 21 Redner theiluahmen.
Budapest, 4. Oktober. Der Ministerrath beschloß, zur Linderung der Noth tn Südungaru 60000 Etr. Saat- Getreide vertheilen zu lassen und Nothstaudsbauten au-zu- führen.
Madrid, 4. Oktober. Da- neue Lab in et wird heute definitiv gebildet werden und den Eid leisten. Dte Unterhandlungen mit dem amerikanischen Gesandten sollen dann sofort begonnen werden. Der Letztere enthält fich jeder Aeußerung über die Lage. Auch Sagasta beobachtet über dte fpantsch-amertkanische Frage absolutes Stillschweigen.
Berlin, 5. Oktober. Wie die „Berl. Poltt. Nachr." ankündigen, besteht die Abficht, dte auf die Marine bezüglichen Gesetzesvorschläge, sobald dieselben end- gtlttg festgestellt sein werden, durch den „RetchSanzetger" zu veröffentlichen- um den RetchStag-mitgliedern Gelegenheit zu geben, fich mit dem Inhalt der Vorlage vertraut zu machen, ehe noch dieselbe zur parlamentarischen Verhandlung gelangt.
Berlin, 5. Oktober. Die sächsische Regierung hat zur Unterstützung der durch daS Hochwasser geschädigten Privatpersonen au- verfügbaren Beständen zwei Millionen Mark bereit gestellt.
Berlin, 5. Oktober. Der „Local-Anzeiger" meldet aus
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führer der Hauptgenoffenschaft zu Hannover uod
berg, Direktor der pommerschen Hauptgenossenschaft zu Stettin. Beide Organisationen sind wichtige und bemerkens« werthe Fortschritte in dem Bestreben der deutschen Land« wirthe, ihre geschäftlichen Einrichtungen zu vervollkommnen
und sich den Anforderungen deS vielgestaltigen, modernen Wirthschaft-leben» aozupassen, den Ansprüchen von Industrie und Handel an die Organisation ihrer Eontraheoten gerecht und den Anstrengungen der industriellen und Handel« Coalt- Honen gewachsen zu werden. Mögen sie ihren Zweck erreichen und der deutschen Landwtrthschaft auf einem Gebiete nützen, wo fie der Stärkung gewiß bedarf.
*• Wetterbericht. Die Luftdruck-Bertheilung tst eine sehr ungleichmäßige. Ueber dem tyrrhenischen Meer liegt da« Centrum einer Depression, welche« fich bi« zu den Alpen erstreckt. Ferner tritt ein Minimum über Baden auf und endlich liegt ein Gebiet niederen Drucke» vor dem Innern Rußlands. Ziemlich weit gegen Westen vor, im Nordweftev de» ErdtheilS, ist dagegen da« Barometer stellenweise erheblich gestiegen. Bei dieser Wetterlage wird die Witterung zunächst einen unsicheren, zu zeitweiligen Niederschlägen geneigten Charakter tragen. — Voraussichtliche Witterung: Unbeständiges kühles Wetter und zeitweise Niederschläge. _______________
Hirzenhain, 3. Oktober. Heute fand hier unter zahl- reicher Betheiliguog die Einweihung der neu hergestelltea Kirche statt.
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Gießen, dm 5. Oktober 1897.
Der Krtegerverein Giehen feiert tn Kurzem dm Ta« feine« 24jährigen Bestehen«. Wohl Wmige wissm, wai der
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Gieße», den 5. Oktober.
•• Ernannt wurde am 29. September der Gefangen- aufseher an der Zellenstrafanstalt Butzbach, Ludwig Unverzagt, zu» Oberaufseher an dem Haftloeal zu Offenbach mit Wirkung vom Tage seine« Dienstantritts an.
** Tagesordnung für die Sitzung der Studtverndvetev- verstuumttmg Donnerstag den 7. Oktober 1897, Nachmittag» */,4 Uhr pünktlich: 1. Herstellung eine» Spalter» entlang der Südseite de» Lärchenwäldchens. 2. Er-


