1S97
Sonntag den 6 Juni
Drittes Blatt
Amts- und Anzeigeblutt für den Urei« Giefzen.
Hralisöeikage: Gießener Kamikienbtätter
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Gefchäftszweig.
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stätten, Fabriken ufro.
2.
5—9 Uhr Vorm. wie an den Sonntagen
Bäckereien
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wie an den Sonntagen
Condttoreien
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wie an den Sonntagen
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Bierbrauereien
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Umrahme vo» Anzeigen zu der Nachmittag» für de» felflrnbm Lag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr.
Cement« nd selbst nneiftnb, ri Regen
Alle Annoncen-Burcaux deL Irr- und Au-lande» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
A'ch
Metzgereien
Gärtnereien
Milchhandel
wie an den Sonntagen
5—9 Uhr Vormittag 11—12 Uhr Mittag
Versorgung d. Kundschaft 8—9 Uhr Vormittag 11-12 Uhr Mittag
Versorgung d. Kundschaft Abliefern bestellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags
Abliefern bestellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags
Abltesern bestellter Sachen bttz 9 Uhr Vormittags
Abliefern brstellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags wie an den Sonntagen
litten
hl.
rgesührt.
Schneiderhandwerk
Schuhmacher, Handwerk
Putzmacherei
Wäscherei und
Färberei Barbiere.Frtseure Tabak-, Cigarren- und Rauch Uten- stlien-Geschäft
Colonialwaaren-
Geschäft Bier- und Wein-
Geschäft
Buch (biblische Geschichte).
Zngefiogeu: 1 Kanarienvogel.
Gießen, den 5. Juni 1897.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.
die Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschästs zur Stelle sind.
Gießen, am 29. Mai 1897.
Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen.
Dr. Wallau.
die Meisten bis jetzt immer noch die letzte Zufluchtsstätte, und ein bewegtes Leben entwickelt sich dort infolge dessen I vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Anerkennen muß man ja, daß, seitdem die Stadtverwaltung und der sogenannte „WoogSoerein" sich der Sache angenommen haben, die Berhältniffe dort erheblich gebessert worden find. Man har gesorgt und ist fortgesetzt darum bemüht, daß der große Weiher von allem Schmatz frei ist', man hat für öfteren Zufluß an Waffer aus der städtischen Wasierleitung Sorge getragen, ebenso den Abfluß geregelt. Kalte Douchen und eine genügende Anzahl Badehäuser find angelegt worden und ist genügendes AusfichtS« und Bedienungspersonal vorhanden. Indessen, bei dem riesigen Besuche der Anstalten — die ganze Garnison badet ebensallS fast täglich im Woog und hat außerdem ihre besoudere Schwimmschule darin — ist bei WitterungSverhältnisseo, wie fie jetzt herrschen, und die möglicherweise lange anhalten, daS Baden im Woog doch ein zweiselhasteS Vergnügen und die baldige Errichtung eines großen BadeetablifiementS ein unabweisbares Bedürfniß.
Die häufig hier schon erwähnten BezirkSvereine der Stadt haben in den letzten Tagen wiederum ver- schiedeoe Sitzungen abgehalten, von denen namentlich eine besonders bemerkenSwerth ist. Ihre Tagesordnung zeigte nämlich eine Besprechung über die dringend oothwendige Er« baullng einer Markthalle. Noch findet hier der Wochen- markt stets unter freiem Himmel statt, wenig zur Aunehm- lichkeit der Käufer uud noch weniger zu der der Verkäufer. Außerdem ist aber noch der Mißstand dabei, daß alljährlich während der Frühjahrs, uud Herbstmeffe der Markt gar nicht an der gewöhnlichen Stelle — dem Marktplatz — abgehaltev werden kann, da dieser von den Meßfremden
zur Aufstellung ihrer Buden occupirt wird, sondern nach dem für die meisten Besucher noch entfernter gelegenen Luisenplatz verlegt werden muß. Nun hat die Stadtverwaltung die Gebäulichkeiten des alten Schlachthofes und die an diese grenzenden alten Häuschen niederlegen lasten und dadurch der sogenanuteu Altstadt zwar manchen geschästlichen Vortheil entzogen, dasür ihr aber Luft und Licht, zwei für einen so dicht bevölkerten Stadttheil recht werthvolle Dinge, in Fülle gebracht. Die Bezirk-Vereine glaubten nun in dem durch den Abbruch geschaffenen freien Raume einen guten Platz für die zu erbauende Markthalle gefunden zu haben und petitioniren bei der Stadtverordueteu-Versammluog um Errichtung de- Instituts an jener Stelle. Was die Lage deS Platzes angeht, fo ist diese als recht günstig zu bezeichnen, ob aber in sanitärer Hinficht der Ort zu empfehlen ist, daS ist eine Frage, die erst noch von berufener Stelle zu entscheiden sein wird.
Mit dem kommenden Pfiagst-Montag wird Darmstadt wieder in den Genuß theatralischer Darbietungen gelangen. Ein Director Joseph Eorneck aus St. Gallen hat die Bühne des städtischen SaalbaueS gepachtet und gedenkt im Laufe des Sommers eine Reihe von Vorstellungen zu geben, die namentlich solche Stücke bieten, die von der Hosbühne nicht aufgeführt werden. Die bereit» verauS- gabten Spielprogramme weisen eine stattliche Anzahl neuer Schau« und Lustspiele, ferner viele Operetten auf- auch das anderwärts fo beifällig aufgrnommeue „Fliegende Ballet" wird hier gastiren. Ueber die Veranstaltungen wird Ihren Lesern s. Zt. Bericht zugehen.
viertkljährigtr x >»ottetmt»bpr<bü 2 Mark 20 Psg. mtt vringerlohn.
Durch dir Post bezog« 2 Mark 50 Psg.
Nedactton, Lxpedtti« und Druckerei:
Fernsprecher 5L
Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessische« Stände.
nn. Darmstadt, 4. Juni.
Die Sitzung wird um */, 10 Uhr eröffnet. Abg. Zinßer berichtet über den Antrag der Abg. Ullrich u. Gen., die Großh. Regierung zu ersuchen, bei den Berathungen des in AuSficht stehenden Vereinsgesetzes den Vertreter HeffruS auzuwetsen, sür dasselbe zu stimmen. Der Antrag wird für dringlich erklärt und auf die Tagesordnung gesetzt.
ES erfolgt nunmehr die Vorlage deS Hauptvoranschlags und des Finanzgesetzes sür die Budgetperiode 1897/1900 sowie der Vortrag deS Herrn FtnanzministerS über die beiden Vorlagen. In eingehender Weise gibt der Finanzminister ein Bild der Finanzlage deS Landes. Die gün- fügen finanziellen Berhältniffe, die durch die Uebernahme der Hesfischen LudwigSbahn dem Staatsbudget zu Gute ge» kommen find, haben auch dieseSmal möglich gemacht, daß der Voranschlag ohne eine Erhöhung der directeu Steuern festgelegt werden konnte. Daß eine solche Steuer- Erhöhung vermieden wurde, möge der Kammer und der Regierung zur Besriedigung gereichen. Auch sei nebenbei die Aufhebung der Beiträge zur Civildieuer-Wittwenkaffe in Erwägung gezogen worden und sind die Vorarbeiten soweit gediehen, daß dem Hause baldigst eine Vorlage gemacht werden kann. Durch die Einnahmen aus Staatseisenbahnen ist ein Ueberschuß von 2,195,800 Mk. auszuweisen. Damit sei eine Besserung der Finanzen um rund zwei Millionen eingetreten.
Gesunde«: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 goldene Brosche, 1 Korallenkette, 1 Zwicker, 1 Uhrkette, 1 Armband, Scheere, 1 Rosenkranz, 1 Taschentuch, 1 dunkle Weste, Kinderstrumpf, 1 Wagenkapsel, 1 Schraubenzieher und
Rheinische H°l
11.
12.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß >ie nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über >ie Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Anschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Mai 1897 ür den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 15,75, Heu Mk. 7,60, Stroh Mk. 6,30.
Gießen, 3. Juni 1897.
GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen.
V. Gag ern.
11-12 „ Mittags.
5—9 Uhr Dorm.
11-12 „ Mittags.
5—9 Uhr Vorm.
11-12 „ Mittags.
5—9 Uhr Vorm.
11-12 „ Mittag«.
5—9 Uhr Vorm.
11—12 „ Mittags.
Verkauf von Bier. 8—9 Uhr Vorm.
11-12 „ Mittags.
8—9 Uhr Vorm. 11—12 „ Mittags.
8—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags. 8—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags.
Der Oktener A»zeiger erscheint täglich, ertt Ausnahme de» Montag».
Dir Gießener WamikienSlStter •abtn dem Anzeiger »Hchattlich dreimal beigelrgt.
Feuilleton.
Wochendriese aus der Residenz.
(Originalbericht deS „Gießener Anzeigers").
Z. Darmstadt, 3. Juni.
Badefaifo». AuS den BezirkSvereineu. Bom bommertheater.
Mit fast afrikanischer Hitze hat der Juni seinen Einzug gehalten, und was dem Mai, namentlich in seiner ersten halste, an Sonnenschein und Wärme versagt blieb, daS hat sein Nachsolger doppelt und dreifach gebracht!
Dank diesem Umstande hat denn auch die Badesaison dahier sehr bald ihren Anfang genommen, die bekanntermaßen in Darmstadt stet» eine etwas prekäre Sache gewesen ist. Schon lange agitixen hier die auch weiter unten zu erwähnenden Bezirksvereine, die, seit fie bestehen, bereits Manches Gute zu Wege gebracht haben, für die Errichtung eines großen BolkSbadeS, desien Befitz die schöne Musenstadt Gießen, obwohl sie nur halb soviel Bewohner zählt und sogar an einem Flusse liegt, fich in absehbarer Zeit wohl erfreuen darf. In der Residenz ist man leider soweit noch nicht und gerade in der jetzigen Zeit zeigt eß fich, wie nöth'g ein der- artiges Institut hier wäre. Ein großer Theil der Stadt- bewohner sucht sein Bedürfniß nach einem kalten Bade im entfernt gelegenen Stockstadt am Rhein zu befriedigen, roogtn zeitweilig eigene Badezüge gingen. Indessen dazu hat nicht Jedermann Zeit und schließlich, was hat man für einen Genuß von einem kalten Bade, wenn diesem ein längerer Aufenthalt in den um diese Zeit bekanntlich nicht sehr an* g mehmen EisendahncoupsS folgt? So ist denn der „große Woog", das alte, vielgelästerte Wahrzeichen Darmstadts, für
Verkaufszeit.
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Gießener Anzeig er
Keneral-Anzeiger.
Amtlich-- Tbeil.
Bekanntmachung, betreffend. das Ober-Ersatzgeschäft sür 1897. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1897 wird im Kreise Gieße«
DienStag den 15. Juni im Rathhause zu Sich, Vor
mittags 8 Uhr,
Mittwoch den 16. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Freitag den 18. Juni in der Restauration „Zum LonyS
Bierkeller", Westanlage, zu Gieße«,Vormittags 8 Uhr, Eamstag de« 19. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Montag den 21. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Dienstag den 22. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, Vormittags 8 Uhr, stattfinden.
Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Infanterie- Brigade in sämmtttche« Aushebungsorten zu ge- stellen:
a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht;
b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen;
c. die zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen ;
d. die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen;
e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaffenen Soldaten;
f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen.
Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden beson- dere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzetgen. Die Ml- litärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Loosungsscheme mit zur Stelle zu bringen. .
Die zur Beurtheilung von Reclamattonen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheinen.
Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weg- gczogen ist, zugleich auzugcben, wohin derselbe verzogen ist.
Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesammten Geschäfts selbst anwesend zu sein, um bei der Untersuchung von Felddienstuntauglichen sowie Invaliden ev. Auskunft geben zu können, auch haben sich dieselben darum zu bemühen, daß
Abends eleetrische r W eeJ0W_
M « iw. Ute HarteMrtd st in empM'- d?Vrailtrr> W*
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®etr.: Die Sonntagsruhe.
Bekanntmachung.
Die nachstehende Ueberficht über die am 1. Pfingstfeiertag gestatteten Ausnahmen vorn Geschästsfchluffe und von dem Verbote der Beschäftigung von Gehilfen, Gesellen u. s. w. (§ 105 b der Gewerbe-Ordnung) bringen wir zur öffentlichen Kenntniß.
Gießen, den 4. Juni 1897.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
v. Bechtold.__________
Befchäftigungszeit von Gefellen, Lehrlingen und Arbeitern über 16 Jahren.
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MagslisÜ
b) tm Betriebe von Werk- gewerbe tägliche '


