dm BundeSrath gehen muh, «he sie an den Reichstag kämmen kann. Wenn eine Vorlage einer Aörverschaft zugeht, so ist damit niemals eine Bürgschaft gegeben, daß fi- auch zu einer bestimmten Zeit wieder aus der gesetzgebendm KS'verschaft herauSkommt.
Sbg. Richter bemerkt noch, wie man HSre, lägen im BundeS- rath die Schwierigkeiten nicht so sehr bet den außerpreußtscheo al- gerade bei dm preußischm Sttmmm. ,
StaatSsecretär v. Bötticher: WaS man hort, ist nicht immer richtig. (Große Heiterkeit.) , , ,
»bg. Dr. Hasse (nl.) bemängelt, daß man, von Berlin abgesehen, nicht alle in gleicher Lage befindlichen größerm Orte gleich behandelt, also sie mtweder in Klasse A gebracht oder gemeinsam in «laste I belassen habe.
Die Vorlage wird einer Commission überwiesen.
Der Gesetzentwurf bctreffmd anderweit« Bemestung der Wittwen- und Watsengelder wird in zweiter Lesung unverändert angmommen.
Morgen 2 Ubr: AuSwanderungSgesetz.
Schluß 3'/. Uhr.
Balff» telegraphische- Larrespondem-BureeL.
Betlin, 4. Mat. Die Handwerker-Commission deS Reichstages nahm den § 100 der Regierungsvorlage an, wonach die Verwaltungsbehörden die betheiligten Gewerbetreibenden zur Aenßernng für oder gegen die Einführung des BeitrittSzwangeS auffordern, wobei die Mehrheit entscheidet. Ferner wurde unter Zustimmung des HandelSminifterS gemäß dem Anträge Gamp ein Paragraph 100 aa. etugefügt, wo» nach die ZwangStnnung und in diesem Falle auch die Abstimmung nach § 100 a. auf die der Regel nach Gesellen oder Lehrlinge haltenden Handwerker beschränkt ist. ES genügt sodann die Mehrheit dieser Handwerker zur Einsühruog deS BeitrittSzwangeS. Ferner wurden die Paragraphen 100 b btS 100 e unverändert angenommen. § 100 f wurde mit dem Abäuderungsantrag Hitze angenommen, wonach statt des obligatorischen Beitrittes der landwirthschastlichen Handwerker solche durch JnnuugSstatut zum Beitritt verpflichtbar find.
Stettin, 4. Mai. Der Kaiser nahm um 51/, Uhr auf dem Hofe der Grenadtercaserne die Parade über die ge- sammre Garnison ab und begab sich dann zum Diner in daS OffizierScastno. Die Abfahrt erfolgt 8 Uhr 30 Mtn. Abends.
Regensburg, 4. Mai. Wie daS „Regensburger Morgen- l-latt" meldet, starb heute in Luxemburg Prinz Franz von Turn und Taxis, deutscher Miutsterrefideut tu Luxemburg.
Stuttgart, 4. Mat. Wie der „Schwäbische Merkur" meldet, ist der Dichter Prof. I. G. Fischer heute Nachmittag gestorben.
Rom, 4. Mat. Wie die „Agenzia Stefaui" au« Athen meldet, benachrichtigte die griechische Regierung heute ihre Vertreter im AuSlande, dieAnnahme von Frei w illigeu für die griechische Armee etnzustellen.
Barcelona, 4. Mai. Die fünf Anarchisten, die wegen deS am letzten Fronleichnamsfest begangenen B om benot re n tat S zum Tode verurtheilt worden waren, sind heute früh im Fort Montjuich erfchoffen worden.
Bukarest, 4. Mai. Die Großhe r zogin von Hessen ist heute Nachmittag nach Darmstadt abgeretst.
Bukarest, 4. Mat. Prinz Ghika, ehemaliger Ministerpräsident und Minister deS Aeußeren, ist heute Nacht nach längerer Krankheit gestorben.
Soustauttoopel, 4. Mai. Eine Depesche deS „Jkdam" aus Larissa von heute meldet: Die Division Hatri, die sich auf dem Marsche von Karditza nach Pharsala befindet, besetzte die Dörfer Kurtefi, KumadeS, Delivelt. Dautli, Tsche- tascht und Kaputfi. Am AuSgange des Golfes von Arta ist, wie das Blatt weiter meldet, ein griechisches Kriegsschiff gesunken- tufolgedeffen find die griechischen Schiffe in dem Golf eiageschloffeo.
auf eine schimpfliche Art htnauSztehru und auf dem Laude tu der Nähe eine Zuflucht suchen. Die Taglöhner und die Armen, die kein Geld hatten, um sich eine Kammer zu mietheu, verkrochen sich ia die Felsenhöhlen. Andere hatten Bäume zu ihrem Obdach und den harten Boden zu ihrem Bett. Die Frauensleute waren nicht in diese Verbannung mit einbegriffen, sondern durften in ihren Häusern bleiben. Diele Ausnahme gab natürlich zu allerhand Spöttereien 8er« anlaffung. Nachdem dies nächtliche Exil ein paar Monate lang gedauert hatte, fingen die Männer an, in Unterhandlung zu treten. Mit Geld kann hier zu Lande Allem abgeholfen werden. Sie legten ihr Geld zusammen und brachten eö, vermittelst einer beträchtlichen Summe, dahin, daß das Edict wieder aufgehoben wurde. So kam ihnen der Stolz ihres Bischofs theuer zu stehen.
Die Griechen, die in Hinficht auf Witterung, Luft und Klima gleiche Vortheile mit den Türken genießen, leben unter de« Drucke- ihre Tage fließen unter lauter Unruhe und Furcht dahin und endigen fich zuweilen mit Verzweiflung. Die Sphakioten, welche der Tyrannei weniger unterworfen find, ausgenommen, findet sich an jenen BedaueruSwerthen weder die lauge Taille, noch die Stärke, uoch die Schönheit der Muselmanen. Auf ihrem Gesicht zeigt sich das Gepräge der Sclaverei. Ihr Blicke find niedergeschlagen, Schurkerei und Niederträchtigkeit entstellen ihre Züge. So steht es mit den Kretenseru aus, die ehedem so sehr für ihre Freiheit geeifert haben. Damals wurden ste als geschickte und unerschrockene KrtegSleute von allen Nationen aufgesucht, und als Freunde der schönen Künste trieben ste selbige im Schatten ihrer Haine. Jetzt hingegen sind ste feig und träg, leben in tiefer Erniedrigung und auf ihrem Gesichte stehet geschrieben: DIeS find Sklaven."
Man erkennt auS diesen Aufzeichnungen, daß Monsieur Savartz auf seiner Reise nach Griechenland Land und Leute unbefangen beobachtet hat- in Vielem treffen seine Schilderungen noch heute zu, wenngleich fich natürlich da« politische Bild innerhalb der Frist von hundert Jahren etwa- verändert hat. _____________
Depeschen de- Bureau .Herold/
Berlin, 4 Mat. Gestern Nachmittag hat der „Poft" zufolge ein Kronrath stattgefunden.
Berlin, 4. Mai. AuS Südwest.Afrika kommt die Nachricht, daß eine größere Anzahl von Mannschaften der Schutztruppe am Kanenue-Fluffe am Fieber erkrankt ist. Eine amtliche Bestätigung liegt der „Post" zufolge noch nicht vor.
Stettin, 4. Mai. Der Stapellauf des Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm der Große" fand heute Mittag in Gegenwart des Kaisers hier statt.
Köln, 4 Mai. Heute Mittag fand in Gegenwart deS Oberpräfidenten der Rheinprovinz, des Reichsbank Präfidenten Dr. Koch, sowie der Vertreter der rheinischen RetchSbank- stellen und der Reichsbark Hauptstelle Frankfurt a. M., sowie der städtischen Behörden die feierliche Einweihung deS neuen ReichSbank-GebäudeS statt. Nachmittags wurde ein Festesten veranstaltet.
Frankfurt a. M.. 4. Mat. Die „Franks. Ztg." meldet aus Wien: Die Kaiserin Elisabeth begibt fich am 10. Mat zur Kur nach Ktsfingen.
Wien, 4. Mai. Der Abgeordnete Ebenhoch brachte heute im Abgeordnetenhause den bereit- angekündigten Antrag auf Einführung konfessioneller Schulen ein.
Reapel, 4. Mai. General Turr hat fich aa der Spitze eines großen Freiwilligen Eorps nach Griechenland begeben.
Paris, 4. Mai. Hier wurde eine fliegende Am- bulauz eingerichtet, deren Personal aus mehreren französischen Aerzten, mehreren französischen und griechischen Krankenwärtern, sowie einer Anzahl barmherziger Schwestern besteht und fich am Donnerstag nach dem Eptruö etnschiffen wird. Sie führt Material für fast 100 Betten mit sich.
London, 4. Mai. „Daily Mall" meldet aus Kopenhagen, daß MurajewS gegenwärtige Politik von der ruffifchen Kaiserin-Wittwe, welche ihrem Günstling den Posten eine« Ministers des Auswärtigen verschafft habe, als Derrath angesehen werde. Graf Muraj-w habe die Abwesenheit der Kaiserin-Wittwe von Petersburg benutzt, um den Zaren zum Wechsel seiner politischen Anficht zu bewegen und vollen Einfluß zu gewinnen.
Loudon, 4. Mai. Der Beschluß der griechischen Regierung, den Obersten V assoS von Kreta zurückzuberufen, gilt hier als der erste Schritt Griechenlands zur Ermöglichung einer Intervention durch die Mächte.
Athen, 4. Mat. Auf Vorschlag des Ministers deS Innern hat der König ungeordnet, daß morgen sein Namens« tag nicht gefeiert werde.
Athen, 4. Mai. Infolge der Nachrichten aus Phar- fala und Dolo herrscht hier wieder eine ungeheure Erregung. Große DolkSmaffen belagerten gestern daS Palais, laute Pereat-Rufe ausstoßend. Schwarzgekleidete Fahnenträgerinnen zeigten fich vor den Gemächern der königlichen Familie. Während der gestrigen Ktrchenfeter kam eS wieder zu Demonstrationen, indem wahrend des Gebetes für den König laute Entrüstungsrufe auSgestoßen wurden.
Athen, 4. Mai. Hier befürchtet man, daß, falls die griechischen Truppen bet Pharsala besiegt werden, eine Revolution in Athen und auch in den Provinzen auS- brechen wird.
Athen, 4. Mai. Prevesa ist uoch nicht genommen, da eS sehr stark befestigt ist und 600 Kanonen, sowie 4000 Mann Besatzung hat. Die Türken verloren bis jetzt 600 Mann.
Athen, 4. Mai. Die auS Theffalien hier wieder eingetroffenen Minister verfichern, der Zustand der Armee habe sich gebeffert. In dem für morgen angefetzten Minister« rathe, dem der König präfidtreu wird, sollen entscheidende Beschlüffe gefaßt werden. — Einer der Minister soll erklärt haben, der gegenwärtige Zustand könne nicht mehr lange andauern, die winhschaftlichen Kräfte deS Landes würden vollständig aufgezehrt.
Konstantinopel, 4. Mai. Edhem Pascha bereitet fich zu einer Schlacht bei Pharsala vor.
Saloniki, 4. Mai. Hauptmann Morgen ist hier eingetroffen und begibt fich demnächst in daS türkische Hauptquartier. Ununterbrochen gehen große Truppentransporte nach dem Kriegsschauplätze ab.
Athen, 5. Mai. Oberst VassoS übernahm an Stelle deS Obersten BlanoS den Oberbefehl über die Truppen im EptruS. Bei Velestino fanden kleine Scharmützel statt. „Smolenitz" meldet, die Griechen hätten bet Valestino 180 Todte und Verwundete gehabt. 800 Freiwillige trafen aus Egypten ein.
W.B. Paris, 4. Mat. Anläßlich eines aristokratischen WohlthätigkeitS-BazarS in der Rue Jean Goujon brach in einem stark besuchten Verkaufsraum ein heftiger Brand aus, wodurch ein panischer Schrecken entstand. Bis 6 Uhr waren 30 ganz verkohlte Cadaver und 35 schwer Verwundete herauSgebracht. Die Zahl der Opser ist unbekannt, zahlreiche Personen fehlen. Gegen acht Uhr sollen bereit» 200 Opfer festgestellt worden sein.
Die „Franks. Zeitung" meldet weiter über da« Unglück:
Paris, 4. Mai. Der Bazar war von einem Comits organtsirt, daS aus Baron Mackah, Henry Blount-Oppenheim und Anderen bestand, linier den Verkäuferinnen befanden sich die Herzoginneu von Alentzon, Uz6s und vendüme, die Marquiseri Maison und Beauregard, die Generalin Fevrter und zahlreiche andere vornehme Damen. Die Verkäuferinnen scheinen zumeist gerettet zu sein, verbrannt ist ein Th eil de« Publikums, der von den links hervorbrechenden Flammen nach rechts gedrängt wurde, wo die Baracken an b e Mauer eines Hauses stießen, und darum keinen AuSgang hatten. Hier befand fich ein vergitterte« Küchenfenster des Hotel du
Palais, dessen Personal da« geschilderte RettungSwerk au«* führte. Nach dem Ausbruch de« Brandes waren die Straße» von entsetzt flüchtenden Menschen gefüllt. Elegante Dame» liefen in Uaterröcken einher, da ihnen im Gedränge die Kleider vom Leibe gertffen worden oder verbrannt waren. Der Brand griff betört rasch um fich, baß vor ber Ankunft der schnell emtreffenben Polizei nab Feuerwehr ber ganze Bazar in Flammen stand. AuS den Flammen brang da« Schmerzgeheul ber armen Opfer. Man schüttete über bte Mauer auf bte unten eingepreßten Menschen Timer Wasser herab, aber man konnte fie vor dem Feuer doch nicht schützen. Nachdem da« Feuer ausgebrannt war, brachte die Polizei unter Leitung des Polizeipräfecten 86pine die Leichen fort. In daS Tuch, daS jeben Leichnam umhüllt, wurden Gegenstände gelegt, die die Erkennung erleichtern können. Die Menge sah dieser Operation in tiefem Schweigen zu, da« nur manchmal durch Schluchzen unterbrochen wurde. lobten* bleiche Menschen irrten unter den Leichenhaufen herum, u« Angehörige zu suchen. Scheußlicher Geruch des verbrannten Fleisches kommt von der Brandstätte. Fast alle Leichen sind nackt und zeigen tiefe Löcher im Körper. — Mehrere Minister, Deputirte und Offiziere au» dem MilitärhauSftaat be« Präfidenten ber Republik weilten auf der Brandstätte.
Paris, 4. Mai. Die Leichen wurden theilweife auf der Brandstätte selbst agnoöcirt. Nach Dunkelwerden ließ der Polizeicommiffar Fackeln bringen, bei deren Schein Herren und Damen bte vermißten Angehörigen suchen. Ein ftammerbiencr erkennt ben Leichnam seiner Herrin, der Gräfin Saint-Martin, am Armband, daS mit ber behanbschuhten Hand allein unversehrt geblieben ist an dem sonst gänzlich verkohlten Leichnam. Herr Mandat be Granceh erLnnt seine neunzehnjährige Schwester Uvoune, deren beide Arme verkohlt find- eine Ordensschwester ist knieend gestorben, die verkohlten Hände scheinen gefaltet gewesen zu sein- man erkennt fie al» die Schwester Ginoux, die Oberin des Kloster« Saint Vincent be Paul bei Paris. Bisher wurden 107 Leichen im Palais be l'Jnduftrie niebergelegt. 115 Köpfe würben aufgefunden. Die Zahl ber verwundeten beträgt 200.
Pari«, 5.Mai. ImJnduftriepalast liegen 111 Tobte. Niemanb wirb vor heute früh 6 Uhr Hineingelaffen. Demgemäß ist eS unmöglich, jetzt schon eine offictelle Liste ber Tobten zu geben. Sicher ist, daß bie Herzogin von ÄlenQon fich nicht unter ben Tobten befindet. Sie wurde verwundet zu dem Herzog von Chartres geschafft. Auch der Herzog von Alen^on ist leicht am Kopfe verletzt. Sonst nennt man allerlei Namen ohne jede Garantie. Deutsch klingen die Namen: Fräulein Schlumberger und Frau JacqueS Haußmann. Beide sollen getödtet sein. Gräfin Hundstein soll verwundet fein. Unter den Tobten soll fich auch die Frau des Generals Galliffit befinden. Anderseits wird behauptet, der General Galliset sei tobt. Todt sollen ferner fein: Gräfin valein, Gräfin Mimerel, Bicomteffe Malezieux und Baronin Saint-Didier. Abends traf der Präsident der Republik im Jnduftriepalast ein und besichtigte die Leichen.
WB. Pari», 5. Mai. Bis 11 Uhr Abend« find 115 Tobte im Jndustriepalaste niebergelegt- 180 verwundete wurden nach Hause gebracht. Unter den Tobte» befindet sich eine Anzahl Klosterfrauen, welche den Ber- täufermnen de« Bazars afft flirten. Die meisten Tobten finb zu (Seriellen mit kahlen Tobtenfchädeln verbrannt, anbere entsetzlich oerftümmelt und nur einzelne an Kleib-.rresten erkennbar. Nach ben Vermißten suchen eine Menge An- höriger, bie gruppenweise bei Fackelbeleuchiung umhergeführt werden. Herzerschütternde ©eenen spielten sich ab. Präsident Faure besuchte Abends die Verwundeten und erschien bei den lobten. Die Brandursache ist wahrscheinlich burch eleetrischen Kurzschluß oder bei den Kinematographen eniftanben. Die Bazarhalle wurde vor wenigen Wochen tu feuergefährlichstem leichten Holzwerk erbaut. Die Coulissendecoration „Straße Alt-PariS" nährte baS Feuer. Bis 11 Uhr Abends wurde die Herzogin Alengon vermißt, man befürchtet, daß fie ver- brannt ist. Raum über ein Dutzend der verbrannten find meist als Damen der Aristokratie bestimmt wiedererkannt worden. Lebendig gerettet wurden etwa 180. Der Brand« fchanplatz bietet ein furchtbares Schauspiel.
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Locale» unö Provinzielles.
Gieße», ben 5. Mai
•• Schutz den Anlage»! Gegenwärtig, wo unsere öffentlichen Gärten wieber in voller Pracht bastehen, wäre es doch recht angezeigt, wenn Eltern, Vormünder und besonders auch die Lehrer die ihnen anvertrauten Kinder dazu anhielten, doch nicht die Bäume und Sträucher durch Abretßen rc. zu beschädigen. Die Anlagenaufseher können nicht überall zu gleicher Zeit sein, und man muß derartigen Aeußerungen von kindlichem Bandali-muS von vornherein streng entgegen- treten. Wenn auch mal ein Wildfang den Rasen betritt, so ist dieses eben kindlicher Leichtsinn und entschuldbar- aber daS umthwillige und völlig nutzlose Zerstören der Blüthen- Pracht muß im Kindergemüihe völlig au-geroltet werden.
F. Sport- und Volksfest. Der Vorsitzende des Gaue« 9 deS Deutschen Radfahrer-BundeS, Herr Robert Seiffer- mann aus Frankfurt a. M., war gestern hier anwesend, um den seiner Vollendung entgegengehenden Sportplatz an der Hardt, besonder- die Rennbahn zu besichtigen. Er war deS Lobe- voll ob der Anlagen und Vorbereitungen, welche jetzt schon erkennen lassen, daß hier eine Musterbahn in der Entstehung begriffen ist.
•* Befitzwechfel. Herr Andreas Euler hat da« HauS Steinstraße 13 für den Preis von 25,000 Mk. an Herrn Lehrer Heinrich Berg6r verkauft.
•• Aus unserem Leserkreise geht nachfolgende Berichtigung ein: Der gestrige Artikel „verdorbene- Fleisch" entspricht nicht dem Thatbeftand und fei hierzu Folgendes mitgetheilt: Der betreffende RndSmetzger hatte den Hammel selbst auswärts gekauft und dort schlachten lassen. Bei ber Nachcontrolle im Schlachthaus erklärte Herr Thierarzt Liebe da«


