Bayern wird bei der Rückkehr von der Jagd da» Schauspiel, da- zahlreiche Neugierige aolockt, ebenfalls in Augenschein nehmen.
• Innsbruck, 29. November. Nachdem in letzter Zeit im Oberiunthal und am Arlberg verschiedene alpine Unter- kunfr-häuser, darunte» die „Konstanzer Hütte", das H@bmunb Graf Haus", die „Muttekopf Hütte", die ^Darmstädter Hüne" tm Moosthal usw. erbrochen und beraubt worden waren, ist eS nun endlich gelungen, eine» Hütten- EcbrecherS habhaft zu werden. Er wurde vor einigen Tagen vom reoowmirteu Bergführer Eduard Lechleituer von Boden im Bezirk Imst und einem Gemsjäger am Galtseitejoch im Parzingrbtete angetroffen, und da er dem Führer Lechleituer verdächtig vorkam, unauffällig beobachtet. Der fremde Manu schlug den Weg zur „Hanauer Hütte" ein, öffnete mit großer Gewandtheit die Thür und machte sich im Janeru bei Unter» kuuflShauses zu schaffen. All nun Lechleituer und sein Begleiter eiligst auf die Hütte loSftürmten, versperrte der Gauner die Thür und machte sich zum Widerstand bereit. Da er aber bald darauf au den Frustern schußbereit Gems- stutzen aufraucheu sah, fand er es doch für besser, zu capktu- liren. Der gefangene Hütleudieb, der nach Mitthetlung der „Tiroler Landeizeitung" einen fremdklingeudeu Dtalect spricht, wurde dem nächsten Geudarmerirpoften rtngeltefert. Auch auf dem Arlderge war ein berüchtigter Vagant all der Hütten-Dirbstähle verdächtig aufgegriffen worden, doch konnte demselben eine Antheiluahme au den Schutzhaus Einbrüchen nicht uachgewteseu werden.
* Kopenhagen, 1. December. Gestern Abeud hat sich hier eine von ihrem Manne verlassene Frau nebst ihren vier Kindern das Leben genommen- man fand die Unglücklichen alle an demselben Haken aufgehängt.
• Die Kunst des Viehzähfens. Aul Hechingen schreibt ein Mitarbeiter der „Fikf. Ztg.": Eine ebenso geistreiche all interessante Arbeit ist mir dieser Tage für den 1. December zugewiesen worden: Ich bin zum Biehzähler ernannt. Dal ist, ich versichere Sie, ein gar nicht so einfachel Geschäft. Man muß zunächst zu unterscheiden wissen, was ein Pferh, wie alt el ist und ob el „Militär" oder „Civil" ist, denn dal „Militär"- und dal „Ctvtlpserd" soll zusammen raugtren und dal dürste — auf der Zählkarte nämlich — letzterem besonder! schmeicheln. Man sieht, daß unser Statistische! Amt vom Militarismus noch nicht angekränkelt ist. vom Pferd, der höchsten Vieh-Intelligenz, steigt der Zähler herab auf die vieloerbreitete Rindviehklaffe. Die oberste Stufe nimmt da! naive Kalb eia. Seine zarte Jugend darf sechs Monate nicht überschreiten, sonst gehört el schon zum reiferen und stimmfähigen Jungvieh. Aber „schnell eilt sie hin", die schöne Jugendzeit: bei der Feier bei zweiten Geburtltage! ist man in jenen heufreffeaden Stallkcetsea bereit! eia „ältere! Rindvieh". Bet deu zu zählenden Schaflköpfen sieht el noch schlimmer aul: nach einem Jahr ist die „Lämmergeduld" zu Gude- vach einigen Sprüngen macht sich die Bedächtigkeit und der conservative Sinn bei „älteren" Schafe! geltenb. Einfacher steht el mit ben Schweinen aus- ob eia Schwein ein Ferkel ober „Einjährig" ist, thut nicht! zur Sache- nach dem ersten Flegeljahr ist es ein „alte! Schwein". Wer aber voa der Kuh „auf die Gail" gekommen ist, hat die fünfte Rubrik auszufüllen. Meisten! steht die Anzahl der Ziegen im umgekehrten verhäitntß zur Grund« uad Capttalfteuer- letstuag de! Besitzer!. Dal Federvieh schließt den Reigen wie bei einer guten Speisekarte: Gänse, Enten, Hühner. Es wird schwer sein, alle diese Thiere am 1. December auf'! Papier zu bringen. Manche werden in der Frühe bei Zähltagl ihr Leben lassen müssen, und dann ist ihnen die Freude verdorben, statistisch bearbeitet za werden.
• Die elektrische Beleuchtung der Etseubahuwage» scheint in maßgebenden Kreisen erwogen zu werden- wenigstens bringt das Organ del Verein! der deutschen Eisenbahn- Verwaltungen einen Aufsatz, der auf die electrische Beleuchtung der neuen Hochbahn von Sirmen! und Hallte in Berlin verweist, die durch Accumulatoren bewirkt werden soll. Für die Berliner Stadt- und Ringbahn war seinerzeit die Einrichtung electrischer Beleuchtung bereit! in Aulficht genommen, wurde aber leider nicht aulgesührt in der Erwägung, daß die Stadt- vnd Ringbahn in absehbarer Zeit elektrischen Betrieb erhalten soll. El ist jedoch gar nicht mehr ersichtlich, weshalb man die Einrichtung elektischer Beleuchtung von der Einführung des elektrischen Betriebe! abhängig machen soll, da die gegenwärtige Leistunglfähigkeit der Akkumulatoren und dal Vorhandensein zahlreicher elektrischer Anlagen zur Beleuchtung der Bahnhöfe und einzelner Bahnstrecken die Einführung electrscher Beleuchtung der Bahnzüge leicht ermöglichen würden. Die Accumulatoren fin) die einzige geeignete Kraftquelle zur Beleuchtung von Eisenbahnzügen, wie aul folgenden Gründen zu ersehen: Ein Rangirea der Wagen ist ohne verlöschen del Lichte! nur möglich, wenn jeder Wagen seine besondere Lichtquelle besitzt. Wenn die Züge dauernd geschlossen bleiben könnten, könnte man ja auch die Stromführung zur Beleuchtung heranzteheo, aber da! Licht würde dann wegen der großen Spannunglveränderung del Strome! viel zu schwankend und für die Augen schädlich werden, auch für diejenigen Fahrgäste, die nicht während der Fahrt zu lesen pflegen. Sehr wohl aber kann die Stromzuführung, au! der die elektrische Beleuchtung der Strecken und Bahnhöfe gespeist wird, zur Ladung der Accumulatoren benutzt werden. In «mertka hat die elektrische Beleuchtung von Zügen keine größere Verbreitung gefunden, dal liegt aber nur an der Anwendung unzureichender Mittel. Die neuen deutschen Accumulatoren erfordern nur eine kurze Zeit zur Ladung, sodaß ein Auöwechseln derselben an den End« bahnhöfen nicht erforderlich sein würde. El wird angenommen, daß die gegenwärtige Fettgasbeleuchtung mehr Kosten verursacht, all durch die Mehrbelastung der schon vorhandenen elektrischen Kraflstationen entstehen würden.
• Rekrutenprüfnngen im Deutsche» Reich. Im Ersatz» jahre 1896/97 wurde« 260,931 Rekruten in die Armee
und Marine eingestellt brzw. aus ihre Schulbildung geprüft, von dieser Zahl hatten 250,083 Schulbildung in der deutschen Sprache, 563 Schulbildung nur in einer anderen Sprache und 285 waren ohne Schulbildung, d. h konnten weder lesen noch ihren Namen schreiben.
• Ein thruerer Drineuhut. An! Braunschweig schreibt man: vor einiger Zett kaufte ein Ehepaar, da! von Braunschweig nach Hamburg verzog, bet einem hiesigen Kaufmann verschiedene Gegenstände ein. Schließlich wollte die Frau noch einen Hut kaufen, doch hatten Beide kein Geld mehr bet sich und boten deshalb dem Geschäftsinhaber ein achtel Loo! der hiesigen Lotterie in Zahlung. Der Kaufmann fltng darauf ein. Jetzt ist das Loos mtt der Prämie von 300,000 Mark gezogen worden. All der erste Besitzer de! Looses davon erfuhr, reiste er sofort hierher, um sich mit dem Kaufmann auleinonderzu'etzen. Natürlich wollte dieser auf den Gewinn nicht verzichten, hat jedoch dem früheren Besitzer del Looses einen Trostanthetl von 500 Mk. gegeben.
* Wie lebt man möglichst Ungel Sir James Sawyer hat das G-h tmnlß der Langirbigkett soeben einem Birminghamer Auditorium preilgegeben. Es besteht, wie so viele andere Dinge darin, daß man „seine Anfmerksamkrtt einer Menge unbedeutender Einzelheiten zuwende". Hier ein verzeichnt dessen, waS der hygienisch lebende Mensch nach der Ueberzeugung Sawyer! zu thun und zu beachten hat:
1) Er soll acht Stunden schlafen.
2) Dabei auf der rechten Seite liegen.
3) Dal Fenster de! Schlafzimmer! die ganze Rächt offen haben.
4) Eine Strohmatte an die Schlafzimmerthür legen.
5) Da! Bett darf die Maner nicht berühren.
6) Er darf nicht in die kalte Wanne steigen, sondern muß ein Bad von der Temperatur del Körper! nehmen.
7) vor dem Frühstück Körperbewegung machen.
8) Wenig Fleisch essen und daraus achten, daß el gut gekocht ist.
9) Keine Milch trinken.
10) viel Feet essen, um diejenigen Zellen zu nähren, die kranke Keime ausftoßeu
11) Berauschende Gelränke vermeiden, die jene Zellen zerstören.
12) Tägliche Uebungen in freier Lust machen.
13) Keine Thlere io seinen Wohnzimmern dulden, die die Krankheitskeime vermehren könnten.
14) Wenn möglich ans dem Lande leben.
15) Auf die drei Droge: Trinkwasser, Feuchtigkeit, Abzugscanal achten.
16) Sich Abwechselung in der Arbeit verschaffen.
17) Häufige und kurze Ferien nehmen.
18) Seinen Ehrgeiz beschränken und
19) Sein Temperament zügeln.
Wenn alle diese Regeln erfüllt werden, sieht Sir James Sawyer nicht ein, warum der betreffende Mensch nicht hundert Jahre alt werden sollte. Er lenkte zugleich die Auf- merkiamkeit seiner Hörer auf einen interessanten Punkt der LebenSstatistik. Die TodeSquote habe fich während der letzten beidru Jahrhunderte außerordentlich verringert- aber nur die Fälle blS zum fünfunddreißigsten Lebensjahre haben abge- oommen. Diejenigen nun, die diese! Lebensalter überschritten hätten, besäßen nicht dieselbe Chance für das Wetterleben, a s d.e Mens en vor zweihundert Jahren. Die Meinung gehe dahin, daß die Schwächlinge unter der Jugend jetzt weniger schnell dahinstürbev, als in früherer Zeit. Wal aber die Fünfunddre«ßigjährigen betrifft, so hätten unsere Urgroßväter den vortheil, in einer Zeit zu leben, wo e! keine Telephons und Telegraphen, feine Eisenbahnen, keine Cours blätter und keine Zeiturgen gab. El ist in Hinblick auf die Zukunft schon häufig angenommen worden, daß sanitäre Verbesserungen ein Geschlecht langlebiger M u chen heranziehen können. Aber w r haben noch keinen Beweis dafür, oder wenigsten! noch keinen abschließenden Beweil, und vielleicht werden wir diesen erst erlangen, wenn — wir Alle gelernt haben, ober in der Sage sein werden, uns den Vorschriften Sir James SawherS anzupassen.
* Ans dem Familienleben eines österreichischen Abgeord- neten. Madame: „Warum weint denn der Bubi fortwährend?" Zimmermädchen: „Er sucht seine Trompete, seine Trommel, seine Mundharmonika, seine Pfeife — und ich suche die Feuerzange, den Trichter, das Reibeisen, den Teppichklopfer, die Gurtenspritze, die Closttbürste . . ." Madame (vorwurfsvoll): „Aber Kathi, Sie wessen doch, daß me n Mann heute Sitzung hat und die Sachen braucht I"
• Aus derZnstructionsstnnde. Unteroffizier: „Und nun denkt immer daran, daß Ihr in jeder Kleinigkeit proper auszutreten habt, denn jeder von Euch ist ein Theil des ganzen HeereSwescns. Putschte, was habe ich gesagt? — Putschte: „Daß jeder von uns ein hehre! Wesen il."
Cifcratur unb Aunft.
— «m Sterbelager de» Aahrhanderts. Blicke eine! freien Denker! aus der Zeit in die Zett. Von Piofeffor Dr. Ludwig Büchner. Verfasser von »Kraft und Stoff ic. 8°, 24 Bozen in hocheleganter Ausstattung mit Bildniß und Facstmile des Verfassers. Brachtet 5 Mk., in elegantem Letnenband 6 Mk. Vertag von Emil Roth in Gießen. DaS ist ein interessante! Werk! würde Jeder urtheilen, dem Gelegenheit geboten wäre, eins oder da! andere von den darin auSgesührten 14 Eaptteln zu lesen. Schon ein Einblick in das JnhaltSoerzeichntß belehrt uns, daß der berühmte Versaffer bei seiner Rückschau auf datz sterbende Jahrhundert seinen krttifchen Brick auf alle die Gebiete gerichiet hat, von welchen daS geistige Leben der Völker zu jeder Zeit, in der Gegenwart aber ganz besonders lebhaft bewegt wird. Es sind die! die Religion, die Politik, die Wissenschaft, die Philosophie, die Literatur Aber auch diejenigen geistigen und moralischen Factorm, welche erst im 19 Jahr- hundert mehr und mehr in die Erscheinung getreten sind und nicht minder die geistige Entwickelung eine! Volkes mehr oder weniger beeinflussen, al«: SocialtSmuS, die Frauenfrage, der Materialismus, Spttttitmus, die Judenfrage u. a., haben darin eine auf Wissenschaftlichkeit gegründete Untersuchung unb Beleuchtung erfahren. ES
ist nicht möglich, einem Werke, wie bem vorliegenden, t» feiet» reichen Gedankengängen und seinen scharfsinnigen Schlußfolgerungen auf dem Ingen Raume eine! ZettungsblotteS bei Beurlheilung gerecht zu werden oder auch nur annähernd den Eindruck zu schildern, den Büchner! .Blicke eine! freien Denkers au! der Zett in die Zeit' bei allen vorwärts strebenden Geistern hervorrufm wird. Wer bereits en ein von beengenden Lornrtheilen befreite! Denken gewohnt ist, wird an dem Buche seine Freude finden, und wer ben Muth in sich fühlt, den Schrttten eine! freien Denker! zu folgen, dem wird, wenn er da! Werk bis zu Ende gelesen, so mancherlei Dunkele!, das vor seinem geistigen Auge schwebte, wie Nebel vor der Sonne verschwinden Die einzelnen Abschnitte sind alle gleich interessant, mögen sie die Religion oder die Politik, die Philosophie oder den Materialismus, die Frauen- oder die Judenfrage behandeln: immer begegnen wir einem klaren unb freien Denker, der seine Urtheile nicht den Anschauungsweisen verschiedener Gesellschafts- schichtm angepaßt hat, sondern nur allein und ausschließlich den auf Vernunft und Wissenschaft beruhenden Ergebnissen aefolgt ist, mögen diese auch für Manchen noch so unbequem fein. Wir wünschen dem Werke, das fich auch In seiner Ausstattung hochfein präfentttt und fich zu einem ausgewLhlten Weihnachtsgeschenk eignet, daß e! eine» wett ausgedehnten Leserkreis finden möge. Der Prei! ist tm Ver- HLltntß zur Leistung ein Überaus billiger.
ilttiverfitäts»Nachrichten.
— Jena. Dr. Wilhelm Sleglin, Eusto! en der Universi lütSbibliothek in Leipzig, ist «18 außerordentlicher Professor an die Universität Jena berufen worden.
— Der bisherige ordniliche Professor an der Universität Rostock, Dr. Stieda, ist zum otbentlidjcn Professor in der philosophischen Facultät der Universität G r e tf S w a Id ernannt worden.
MssM- cm» ben bts (Mcb.
Bafgtloti.
November: 29. Peter Kuhn, Fabrikarbeiter von Marburg, mit H nrtelte Katharine Heldmann von Wetter. 30 Ludwig Seip, Eifenbahnb emfer zu Mainz, mit Katharine Schneider daselbst. December: 2. Wilhelm Konrad Preis, HtlfSheizer zu Gießen, mit Katharine Scheid zu Heuchelheim.
November: 27. Bruno Hoheisel, Gerber dahier, mit Ottilie Johanna Lorenz von Striegau. 27. Franz Theodor Backhaus, Hoboist dahier, mit Friederike Johanneite Simon hierselbst. 30. Balthasar Erb, Arbeiter dahier mit Lina Kraft hierselbst.
Btlonit*.
November: 21. Dem OmnibuSkutscher August Velke eine Tochter. 21. Dem StationSgehilfen Heinrich Sonntag ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Kaufmann Wilhelm Schomber eine Tochter, Marte. 23. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Reh eine Tochter, Margarethe. 25. Dem Gastwirth Christian Rfegelmann eine Tochter. 25. Dem Polsterer unb Tapezier Ludwig Offenbacher eine Tochter. 26. Dem Schuhmachermeister Jacob Gerhard ein Sohn, Heinrich Hans. 28. Dem Bäckermeister Georg Forbach ein Sohn. 28. Dem Briefträger Peter Ganß ein Sohn, Georg.
Beflorteiit
Novembor: 28. Ein Kind männllchm Geschlechts, 8 Tage alt, Sohn von Schutzmann Martin Erb dahier. 29 Eltfabethe Sittner, 32 Jahre alt, Haushälterin von Merkenfrttz. 30. Christoph Wilhelm Löwer, 7 Monate alt, Sohn von Weißbinder und Lacktrer Karl Löwer dahier. 30 Katharine Hüfner, geb. Reck, 65 Jahre alt, Wittwe von Lehrer Jacob Hüfner von Rodheim o. d. H. 30. Katharine Elifabetbr Jung, geb. Lenz, 76 Jahre alt, Wittwe von Philipp Jung VI. von Klein-Linden. 30. Luife Damm, geb. Weitz-l, 49 Jahre alt, Ehefrau von Gendarm Heinrich Damm zu RudloS, KreiS Lauterbach. December: 1. Ludwig Loy, 54 Jahre alt, von Weißenburg a. Sand, Condttor zu St. Petersburg. 1. Jean Schudt, 71 Jahre ah, Rentner dahier. 1. Margarethe Lolh, geb. Kauß, 44 Jahre alt. Ehefrau von Wirth Karl Loih dahier. 1. Karl Krombach, 48'/, Jahre alt, Steinhauer von Oberdresselndorf. 2. Ida Karoltne Wilhelmine Hüffell. geb. Weber, 64 Jahre alt, Wittwe von Pfarrer Hermann Hüffcll dahier. 2. Katharine Luife Luh, 7 Monate alt, Tochter von Bahnarbeiter Ludwig Lud dahier. 2 Amalie Friederike Phttippine Karoltne Elite Schttdköler, geb. Etaudtnger, 84 J«hre alt, Wittwe von Großh. Districtsttnnehmer Rendant Ludwig Schildköter dahier. 2. Katharine Flett, geb. Schäfer, 81 Jahre alt, Wittwe von Schuhmacher Philipp Flett dahier.
Auszug aus den 2(ird>cnbäcbern
der Stadt Siebe».
Lvaug elifche Gemeinde.
Mmaete. x
JohanneSgemetnde.
Den 30. November. Balthasar Erb, Arbeiter zu Gießen, unb Lina Kraft, Tochter des verstorbenen Landwtrth! Heinrich Straft ▼. zu Altenhaln.
Militärgemeinde.
Den 27. November. Franz Theodor Backhaus, Hoboist, unb Friederike Johannette Simon, Tochter bei verstorbenen Schuhmacher! Friedrich Simon.
Matthäusgemeinde.
Den 28. November. Dem Glafermetster Balthafer Bterau eine Tochter, Karoltne, geboren den 9. November.
Markulgemeinde.
Dm 28. November. Dem Wagner metfter Karl Lindenstruth eine Tochter, Lina Luife, geboren den 17. October.
Denselben. Dem Taglöhner Ludwig Schmidt XII. eine Tochter, Marie, geborm ben 25. September.
Denselben Dem Glafermetster Adolf Deutscher ein Soho, Adolf Theodor August, geboren den 4. October.
Denselben. Dem Arbeiter Philipp Reuschltng ein Sohn, Albert Ludwig, geboren den 15. August.
Lukalgemeinde.
Dm 27. November. Dem Bauassessor August Becker eine Tochter, Adeline Marie Emma Katharine Ida, geboren ben 27. September.
Mtliiärgemeinde.
Den 30. Nsvember. Dem Hoboist Gustav Adolf Schwarz eine Tochter, Friederike Emilie, geboren dm 28. September.
VaooVigU.
Matth Sulgemeindc.
Dm 2. December Katharine Hüfner, geb. Reck, Wittwe bei Lehrer! Jacob Hüfner, 65 Jahre alt, starb dm 30. November.
JohanneSgemettide.
Dm 28. November. Wilhelmine Pfeiffer, geb. Damm, Ehefron des Streckenarbeiter! Ludwig Pfeiffer, 27 Jahre all, starb den 25. November.
Den 3. December. Margarethe Loth, geb. Paul, Ehefrau des Wirth! Earl Loth, 44 Jahre alt, starb ben 1. December.
Auswärtige aus den Kliniken.
Dm 1. December. Elise Sittner, lebig, au! Merkenfrttz, alt 32 Jahre, starb dm 29. November.


