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5.3.1897 Erstes Blatt
 
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lein Hehl gemacht. Deutschland stehe bei dem schließlichen AuSgange der Dinge nicht in erster Linie- es sei nur be- theiligt, soweit es sich um die Vollstreckung deS einheitlichen Willens der Großmächte für den Schutz des europäischen Friedens handele. N

Wien, 3, März. In hiefigen unterrichteten Kreisen wird behauptet, daß, falls Griechenland auf die Eollectiv- note der Mächte eine unbefriedigende Antwort gibt, die Blokade des PiräuS verhängt wird, lleber das Technische der Ausführung dieser oder einer anderen Zwangsmaßregel find die Mächte noch nicht schlüssig.

Fiume, 3. März. Auf dem euglischen Dampfer VeuuS, welcher sich auf der Reise von Bombay nach Loudon befindet vnd nach Berührung von Port Said in Malta angekommen war, ereignete fich ein Pest fall. Der Commandant stellte in Malta an die dortigen Behörden daS Ersuchen, die Aus­schiffung deS Kranken und die Ueberführung deffelben in das dortige Krankenhaus zu gestatten. DaS Ersuchen wurde jedoch abschlägig beschieden, worauf der Dampfer seinen Weg nach London fortsetzte.

Rom, 3. März.Popolo Romano" erhält von seinem Athener Eorrespondenten ein Telegramm, laut welchem er in der Nacht auf einem griechischen Schiffe, welches frei­willige Soldaten und Waffen au Bord hatte, nach Kreta gefahren sei. DaS Blatt fügt dieser Meldung hinzu, da dies wenige Stunden nach der Uebergabe der Collectivnote an die griechische Regierung geschehen, so sei dies ein un­zweideutiges Zeichen für den geringen Erfolg des neuesten diplomatischen Schrittes.

Rom, 3. März. Nach Depeschen aus Athen behält fich die griechische Regierung die Antwort auf die Note der Mächte für morgen vor. Ein Widerstand Griechen­lands ist sehr wahrscheinlich, dessen unmittelbare Folge eine Blokade sein werde. Die Vertreter Englands, Oesterreichs und Italiens unternahmen gestern Nachmittag einen letzten BermitteluugSversuch bei König Georg.

Paris, 3. März. Zwischen Parts und London sind die telegraphischen und telephonischen Verbindungen gestört.

Paris, 3. März.Gaulois" will wissen, daß König Christian von Dänemark bemüht sei, seinen Sohn, den König Georg von Griechenland, zu bestimmen, den Widerstand gegen Europa auszugeben. Er sei überzeugt, daß der jetzige Zustand nur eine Etappe sein und daß eines Tage» Griechenland für seine Geduld durch Europa ent­schädigt werde.

Paris, 3. März. DerTempS" meldet aus Athen: Die Collectivnote hat hier in keiner Weise entmuthigend gewirkt. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß die beste Lösung die Eröffnung der Feindseligkeiten gegen die Türkei sei, weil man glaubt, daß die Großmächte die griechische Kriegsmarine nicht neutralifiren würden. Heute Abend findet zu Gunsten des Kriege» eine Kundgebung statt. Gari­baldi telegraphirte an den Präsidenten der griechischen Kammer, im Kriegsfälle ständen 10000 Garibaldianer Griechenland zur Verfügung.

Paris, 3. März. Hier hat ein furchtbarer Sturm mit Hagelschlag, Blitz und Donner gehaust. Der Material­schaden ist enorm. Mehrere Personen haben durch »herab- sallende Ziegel usw. Verletzungen erlitten.

Loudon, 3. März. Seit einigen Tagen herrscht im Arsenal von Portömouth fieberhafte Thätigkeit. 2000 Arbeiter find Tag und Nacht beschäftigt, um die zwei größten Kreuzer der Welt in Dienst zu stellen.jg

Loudon, 3. März. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß die Pest in Bombay und anderen Provinzen wieder an Ausdehnung gewinnt.

Petersburg, 3. März. Nach einer Meldung auS Aoko- Hama wird der Kronprinz von Japan in diesem Sommer eine Europaretse unternehmen und dabei die Höfe von Petersburg, Berlin, Wien, Rom und Loudon besuchen.

Belgrad, 3. März. Die in UeSkueb angelangten Rebif- Bataillone befinden sich in einem jämmerlichen Zustande. Hungernd und mit zerrissenen Kleidern durchziehen die Soldaten bettelnd die Straßen und fordern gewaltthätig Nahrung von der Einwohnerschaft.

Athen, 3. März. Heute findet ein außerordentlicher Ministerrath unter dem Vorsitz des Königs statt, i* welchem über die Collectivnote berathen werden soll. Neuerdings tritt wieder das Gerücht auf, daß der König abdanken werde.

Athen, 3. März. Der italienische Abgeordnete B a r b a t o ist mit seinem Freiwilligen-CorpS gestern hier eingetroffen. Seiten» der Bevölkerung wurde ihm ein Überaus begeisterter Empfang bereitet.

Ihnen, 3. März. In der Conferenz an Bord des italienischen Kriegsschiffes wurde beschloffen, den Türken mit» zntheilen, daß nach der Küste von Selüno drei europäische Kriegsschiffe zum Schutze der Türken beordert sind.

Konstantinopel, 3. März. Die türkische Regierung erinnert in einer Note an die Mächte daran, daß nach dem Pariser Vertrag von 1856 die Mächte fich verpflichtet hätten, die Integrität der Türkei aufrecht zu erhalten. Sie, die Türkei, würde nunmehr Alles daransetzen, daß die griechischen Truppen aus Kreta sich zurückziehen.

Konstantinopel, 3. März. Türkische Batterien haben auf den italienischen PersonendampferSimeto", als et Nachts die Dardanellen pasfirte, dreimal geschossen. Unter den auf dem Dampfer befindlichen Personen entstand große Panik. Der türkische Hafenadmiral fuhr zum Schiffe und brachte seine Entschuldigung vor. Seitens der italieni­schen Botschaft in Konstantinopel ist Beschwerde wegen des Vorfalls erhoben worden.

Berlin, 4. März. Wie da»Berl. Tagbl." hört, machten fich in Athen gegenwärtig starke Familieneinflüsfe geltend, um den König zum Rachgeben zu bewegen. ES würden die verschiedenartigsten Argumente inS Treffen ge­führt. Trotzdem wird in diplomatischen Kreisen wenig Hoff­

nung gehegt, daß Griechenland bereit sei/ seine Streitkräfte von Kreta zurückzuberufen.

Berlin, 4. März. Die wirthschaftliche Bereinigung deS Reichstage» ist auf nächsten Montag Abend einberufen worden, um über die Interpellationen in Betreff der Durch­führung des Börsenreform-GesetzeS zu verhandlen.

Berlin, 4. März. Wie dervörsenkurier" erfährt, ist die am hiesigen Hofe accreditirte serbische Gesandtschaft zum Range einer B o t s ch a ft erhoben worden. Der bisherige Gesandte Mirza Reza-Khan ist zum Botschafter defignirt.

Hamburg, 4. März. DaS ehemalige Gäugeviertel, in der Speckstraße, ein großer Gebäudecomplex, ist gestern Abend in Brand gerathen. Drei Wohnhäuser und ein Holz­lager find niedergebrannt.

Wien, 4. März. DaS91. W. Tgbl." meldet au» Constanttnopel: Aus Armenien sind böse Nachtrichten ein- gelaufen. Rußland verständigte die Pforte, daß die russi­schen Truppen Armenien sofort occnpiren, falls da­selbst Unruhen auSbrächen.

Wien, 4. März. Die weiteren Verhandlungen der Mächte über die zu ergreifenden ZwangSmaßregeln gegen Griechenland werden voraussichtlich noch einige Tage dauern.

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Gießen, den 4. März.

* * Die Zweite Ständekammer wird am Donnerstag den 11. Marz zu mehrtägigen Verhandlungen zusammentreten.

* * RegierungSrath Muhl f. Wie aus Darmstadt berichtet wird, ist dort der früher hier als Rechtsanwalt thätige RegierungSrath a. D. Muhl gestorben. Muhl vertrat auch längere Zeit die Stadt Gießen im Landtage- er gehörte der nationalliberalen Partei an.

* *H. Stadttheater. Als Eröffnungs-Borstellung der heurigen Theatersaison wählte die Dlrectiou Kruse-Helm das hier schon bekannte LustspielKrieg im Frieden" von G. v. Moser und v. Schönthan. ES ist nicht nöthig, über dessen Inhalt und Werth viel Worte zu verlieren, die Moser'sche Muse spricht noch immer an- wenn auch die darin geschaffenen Gestalten stereotyp sind, ihren Zweck verfehlen sie vorläufig noch lange nicht. Ueber die Aufführung läßt sich Günstiges berichten. Ein Blick auf den Zettel ließ das Künstlerpersonal der vorigen Saison wiedererkennen und dem­zufolge war eine wünschenSwerthe einheitliche Durchführung gelungen. Da das Zusammenspiel ganz vortrefflich war, so sei eS unterlassen, diesmal eingehender über die einzelnen Rollen fich zu äußern. Der Besuch wurde sowohl durch die Ungunst deS Aschermittwochs, als auch durch die gleichzeitig stattfindende Reuterrecitation des HofschauspielerS Junkermann sehr beeinträchtigt.

* Stadttheater. Am Freitag debütirt im hiesigen Stadt­theater eine junge Frankfurterin, Frl. Hertha Jensen, al»Rosa" inHasemannS Töchter". Frl. Jensen, die auf Engagement gastirt, ist eine Schülerin Theffa Klinkhammers und wird von dieser, als zu großen Hoffnungen berechtigendes Talent auf das Wärmste empfohlen. Adalbert Ma t- ko wskys Gastspiel beginnt am Sonntag den 7. März mit SchillersRäuber", in welchem der große Künstler den Carl Moor" spielt, eine Rolle des Gastes, mit welcher der­selbe am Stadttheater in Hamburg, am Hoftheater in Dresden und vor allen Dingen am Kgl. Schauspielhause in Berlin wahre Beifallstürme hervorrtef. Vormerkungen auf BtlletS für das MatkowSky'sche Gastspiel werden von Samstag ab bei Herrn E. C hallt er entgegengenommen.

* * Fritz Reuter-Abend. Der gestern imGesellschaftS- hause" von dem berühmten Reuter-Interpret und Königlich württembergischen Hofschauspieler Herrn August Junker­mann veranstalteteReuter-Abend" war, wohl infolge der vielen voraufgegangenen Festlichkeiten, nur mäßig besucht. Auf den Vortrag, der die Kapitel 44, 45, 35 und 38 deS Reuter'schen RomanSUt mine Stromtid" behandelte, näher einzugehen, halten wir, da der Inhalt desselben unseren Lesern zur Genüge bekannt sein dürfte, für überflüssig. Uns bleibt nur übrig, zu erwähnen, daß sich Herr Junkermann seiner schwierigen Aufgabe, die die Handlung belebenden Personen mit großer Natürlichkeit wiederzugeben und deren Charaktere mit ergreifender Wahrheit den in lautloser Stille verharrenden Zuhörern vorzuführen, in bekannter Meisterschaft entledigte. Reicher Beifall belohnte den Interpret für seinen, das Inter­esse der Anwesenden bis zum Schluffe in steter Spannung erhaltenden Vortrag.

* Militärisches. DemMilitärwochenblatt" zufolge find neue Vorschriften über die Unterscheidung gleich- namiger Offiziere gegeben. Mit Genehmigung des Kaisers ist angeordnet worden, daß die Unterscheidung der demselben Truppentheil u. s. w. angehörenden Offiziere rc. gleichen Namens und gleicher Charge in der gedruckten Rang- und Quartierliste der Armee künftig nicht mehr durch Ord­nungszahlen, sondern durch Zufügung des Rufnamens (in Klammer hinter dem Familiennamen) zu erfolgen hat. Premierlieutenants und SecondelieutenantS find hierbei als je eine Charge für fich anzusehen. In gleicher Weise hat die Unterscheidung der demselben Truppentheil angehörigen Reserve-Offiziere gleichen NamenS und gleicher Charge zu erfolgen. Bei den BezirkscommandoS sollen den Landwehr- offizieren gleichen NamenS und gleicher Charge die Rufnamen nur dann hinzngefügt werden, wenn die betreffenden Offiziere derselben Waffengattung, gleichviel ob dem 1. oder 2. Auf­gebot augehören.

* lieber Sludeutenherbergeu schreibt man derFranks. Ztg.: Obgleich die Bethätigung der Reiselust in den letzten Ferien durch das ungünstige Wetter stark beeinträchtigt wurde, haben die in den deutschen Mittelgebirgen ein­gerichteten Studentenherbergen im verflossenen Jahre doch 6246 Besuchstage zu verzeichnen, die fich auf 103, mit 480 Betten und 45 Rothlagem ausgestattete Herbergen vertheilen. Die Zahl der Herbergen selbst hat in diesem

Jahre wieder um sechs zugenommen, ebenso die der Herbergen, die aus Grmcindemitteln subventionirt werden. An dem gesammten Besuche ist Oesterreich mit 29, Deutschland mit 81 pCt. betheiligt- e» haben in Deutschland 16 Hochschulen und 189 Mittelschulen 506 und 1562 LegitimationSbücher verlangt, in Oesterreich nur 10 Hochschulen und 106 Mittel­schulen 365 und 1469, 19 pCt. der Besucher entfällt auf Studirende der Hochschulen, 81 pCt. auf solche der Mittel­schulen. Anö Vorstehendem ergiebt sich, daß die wirklich überaus segensreiche Einrichtung in Deutschland mehr al» in Oesterreich gewürdigt wird. Ein weiterer Beweis dafür ist auch die aus Straßburg im Elsaß kommende Nachricht, daß der dortigeAkademische Touristenclub" mit Aussicht auf günstigen Erfolg die Errichtung von solchen Studenten- herbergen in den Vogesen und im Schwarzwalde in Angriff genommen hat.

* Frachtermäßigung für Brennmaterialien. Bekanntlich hat die preußische Staatsbahn-Berwaltung beschlossen, vom 1. April d. I. ab eine Frachtermäßigung für Braun- und Steinkohle, GaScoakS, Briquett», Holzkohlen, Torf und Torfkohlen, sowie Brennholz auf ihren Strecken einzuführen. Die übrigen deutschen StaatSbahnverwaltungen haben fich bereits zum größten Theile dieser Maßnahme angeschlossen, die wenigen noch zögernden dürften alsbald nachfolgen, so daß die ermäßigten Etsenbahntarise für Brennmaterialien vom genannten Zeitpunkt ab in ganz Deutschland in Kraft treten dürften.

Wetterbericht. Ein sehr tiefes Minimum liegt heute über den britischen Inseln und erstreckt sich der Einfluß des­selben durch süd- und südostwärts vorgelagerte Theil-Depres- ftonen weit nach dem Kontinent herein. Dementsprechend herrscht meistenortS unbeständiges, vielfach unruhiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Der hohe Druck beschränkt fich auf den äußersten Süden und Osten deS ErdtheilS. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch unbestän- digeS und ruhiges Wetter- dann weitere Abkühlung mit Niederschlägen.

Bad Nauheim, 1. März. Aus sicherer Quelle erfahre« wir, daß die erste hessische Dame, welche sich, wie schon früher gemeldet, der diesjährigen Maturitätsprüfung in WormS unterzogen, die Prüfung sehr gut bestanden hat und nunmehr Medicin studiren wird. E» ist dies die 19jährige Tochter des auch hier gut bekannten Gr. GerichtSichreiber» Kehr in WormS. (N. A.)

+ Nidda, 3. März. Der auf Petritag angesetzt ge- wesene Schweine- und Rindviehmarkt dahier wird am 10. Ifb. MtS. stattfiuden.

Schotten, 1. März. Dem Lehrerheim ist von unsere» Landsleuten zu New Uork der Erlös aus einer hierfür ver- anftaltet werdenden Verloofung von Kunstgegenständen al» Beitrag zur finanziellen Hebung der gemeinnützigen Sache in Aussicht gestellt worden.

(!) Ruppertenrod, 3. März. Einen ähnlichen Handel, wie er von Lauter berichtet wurde, schloß dieser Tage ei» hiesiger Wagner und Landwirth mit einem Schweinehändler von Unter-Seibertenrod ab. Ersterer bot letzterem seine» ganzen Bestand von Schweinen, 19 an der Zahl, einschließlich eines Mutterschweines mit Ferkeln feil für den Preis von 1 Pfennig für baß erste Stück, 2 Pfennig für das zweite und fo fort für jedes weitere Stück den doppelten Preis des vorhergehenden. Der Schweinehändler, dem der Hande! kein unvortheilhafter für den ersten Augenblick schien, schlug bereitwilligst ein. Aber wer beschreibt fein Entsetzen, all bad letzte, baß 19. Schwein auf die Summe von 2621.44 Mk. zu stehen kam? Der Verkäufer war allerdings einsichtsvoll genug, den Händler, der von der trügerischen Rechnung keine Ahnung hatte, von seinem Zuschlag wieder freizugeben.

-§- Elpenrod, 3. März. Ein hiesiger Landwirth, der auf dem Eisensteinbergwerk bei Nieder Ohmen beschäftigt ist, erlitt einen schweren Unfall. Derselbe war mit der Ent­ladung eines Rollwagens beschäftigt und vernahm den durch daS nasse Wetter geräuschlos nahenden anderen Rollwagen nicht- er gerieth zwischen beide Rollwägen und brach da» Bein über dem Knie entzwei.

-n- Gettenau, 3. März. Die seitherige güvste Witte­rung des Nachwinters hat die Arbeiten auf unseren neue» Bahnlinien in erfreulichster Weise gefördert. Die Grund arbeiten sind ganz beendigt, das Schienengeleise über dir Horloff und die große Staatsstraße nach dem sog.Büdrich", wo die Grundentnahme stattfand, ist weggenommen und die Nothbrücke über die Horloff ist abgebrochen worden. Alter- thumSfunde können jetzt nicht wehr erwartet werden. Seit einiger Zeit hat man mit der Herstellung der Packlage, der ver- steinung de» Bahnkörpers begonnen und die Herbeifchaffunf der Eifentheile für die Brücke über die Horloff auf der südlichen Seite unseres Dorfes ist nahezu vollendet. Mi: der Brücke wird ein eiserner Steg für Fußgänger verbünde» wodurch letztere ein Stück Weges nach dem StationSgebändt abschneiden können.

Bübingen, 2. März. Se. Kgl. Hoheit der Großherzo, haben Allergnädigst geruht, dem Herrn Baurath Klingel' Höffer dahier den Orden Philipp» des Großmüthigen 1. Kl. zu verleihen.

8. Frifchboru, 3. März. Am 28. Februar wurde ii hiesiger Kirche die neue Orgel ein geweiht. Dieselbe entstammt der Werkstatt einer hessischen Firma, Aug. Förster in Lich. Sie ist nach einem eigenen, von dieser Firm» reichsamtlich patentirten, rein pneumatischen System gebeut. Der Vortheil dieses neuen Systems liegt darin, daß alle diejenigen Theile auß der Orgel entfernt, welche durch eine» Witterungswechsel Störungen erleiden, so daß im Laufe der Zeit Stimmung und Klangfarbe der Orgel keine Aenderno» erfahren. Die neue Orgel hat 14 klingende Register, vo» denen 8 auf da» erste Manual, 3 auf baß zweite uni 3 auf baß Pedal entfallen. Unter diesen zeichnet sich Prinzipalbaß 16 durch besondere Kraft und Tonstärke ans. Nach dem Unheil des Herrn Mufiklehrer» Schmidt aus