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stiegen. Au- den Provinzen laufen immer trostlosere Meldungen ein. In Böhmen hauste da- Wetter am stärksten. In Marschendorf find bisher 20 Tobte oufgefunden worden, viele Personen werden noch vermißt. In Unter-Marschen- darf wurde ein Haus, tu dem sich 15 Personen befanden, weggeriffen. Unter den Tobten soll fich auch der Bezirks- richrer von Marschendorf befinden. In Stockerau bei Wien wurd eia neuer Donau-Schutzdamm weggeriffen. Auch in Ungarn find große Strecken des oberen Donaugebietes überschwemmt. Zahlreiche Feldfrüchte find vernichtet.
Berit», 3. August. Wie der „Vorwärts" aus Dortmund meldet, wurde der Reichstag-abgeordnete Dr. Franz Lütgenau wegen Majestätsbeleidigung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt.
Berlin, 3. August. Außer dem Botschafter v. Bülow ist gestern auch der Kriegsminister v. Goßler in Kiel eingetroffeu.
§ Ans Oberhefsen, 2. August. Die Besitzer der Mühl- graben und Wasserbetten, die Müller, haben früher nicht ge- wußt, daß ihnen in ihren eigenthümlichen Wasserläufen da- Eigenthum-recht der Fischerei hierin zusteht. Seit die Müller nun über diesen Punkt Aufklärung erhalten, be- anspruchen sie auch ihr Eigenlhumsrecht. Nun aber sind die Fischereien meist einschließlich derjenigen der Mühlgräben verpachtet worden, weil die Müller vor der Verpachtung keinen Anspruch auf ihre Berechtigung erhoben haben. Es fragt sich nun, können unter diesen Umständen die Müller bezw. Mühlgrabenbefitzer noch nachträglich Anspruch auf ihr Recht erheben? Wenn das der Fall, dann aber müffen die Pachtverträge gelöst werden. Ts wäre gewiß intereffanr, über diese Angelegenheit die Meinung eines RechtSoelehrten zu vernehmen.
? Bou der Oh», 2. August. Der Kornschnttt ist nicht nur beendigt, sondern da- Karn ist auch meist schon in die Scheuern gebracht worden. Tin auffallender Unterschied in dem Heimsahren deS Korns besteht -wischen hiesiger Gegend
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| und derjenigen un Gießen. In letzterer steht zur Zeit noch | das meiste Korn im Felde. DaS Körnerergebniß ist wohl I nicht das gleich au«gezeichnete des Strohes, aber dennoch I immerhin recht befriedigend. Wenn man, wie die- Jahr der I Fall, auf dem Morgen Ackerland durchschnittlich vier Fuder I Korn erntet, da «nß der quantitative KörnerauSdrnfch eines I Fuders naturgemäß mäßiger sein, als wenn auf derselben I Ackergröße nur zwei Fuder gewachsen find. Schon bräunt fich der Weizen und mit seinem Schnitt wird begonnen. Auch hierbei ist da- gleich gute Trgebniß wie beim Korn zu erwarten.
L. Lißberg. 2. August. Zwölf hiesige Einwohner find dadurch freudig überrascht worden, daß ihnen die Reste der NothftandSschuldigkeiten au- dem Jahre 1893 ganz, oder doch zum größten Theile auf erfolgte- Bittgesuch an I daS Staatsministerium erlassen worden sind. Diejenigen, die I noch Restbeträge haben, müssen sie bi- zum l.December d. I. bereinigen. Man steht daraus, daß die Noihstandsgelder mit großer Milde beigetrieben und große Beträge erlassen worden find, wenn die Schuldner einigermaßen Gründe für ihre Bittgesuche Vorbringen konnten.
Schlitz, 31. Juli. Der Bahnbau Salzschlirf- Schlitz schreitet rüstig vorwärt-. Mir Anfang dieser Woche hat auch der Inhaber de- Bauloose- I, Herr Gra-torf au» Eaffel, die Arbeiten in Angriff nehmen lassen. Die Haupt» arbeit an dieser Strecke, die bekanntlich technische Schwierigkeiten bietet, kann aber wohl erst dann beginnen, wenn die Geleisanlagen am Bahnhof Salzschlirf fertiggestellt find, auch scheint es in der Absicht des Unternehmers zu liegen, hierzu die Beendigung der Erntearbeiren abzuwarten, um bann mehr einheimische Arbeitskräfte bekommen zu können.
*♦ Bingen, 30. Juli. Die New-Aork-Independent- Schützen trafen gestern Nachmittag, von Neustadt a. H. kommend, etwa 70 Personen stark, über Bingerbrück hier ein. Nach osficirller Begrüßung der großentheil» hier nicht fremden Gäste Seiten- der städtischen Behörde und herzlicher Bewillkommnung durch die hiesige Schützengesellschaft vereinigte man fich zum Eoncert im „Hotel Victoria". Der heutige Tag war einem Besuche de- Niederwaldes gewidmet. Gegen 10 Uhr geschah bei herrlichem Wetter die Abfahrt per Dampfer „Elberfeld" nach Aßmannshausen und von dort mit der Zahnradbahn der Ausstieg zum „Jagdschloß", wo ein vorzüglicher „Lunch" und reichlicher Früh' schoppen die Geister neu belebten. Nach 1 Uhr erfolgte der Abmarsch zum Nationaldenkmal, woselbst unter patriotischer Ansprache de- Herrn Capitain Weber die Niederlegung eine- schönen Kranze» bewirkt wurde. Die Deutschamerikaner waren entzückt von dem herrlichen Rundblick auf die heimath- ltchen Gauen und von der Schönheit de- gewaltigen Denkmal-- begeisterte Worte und patttotische Lieder bewiesen, dajß auch im fernen Westen die Gefühle der Liebe und Treue zum deutschen Mutterlande nicht erlöschen, sondern eifrig gepflegt und wohl gehütet werden. „Wir werden, obwohl Amerikaner geworden, niemals aufhören, auch jenseits de» Oceans, ächte Deutsche zu sein", so lautete etwa der schönste und beste Dank der Independent-Schützen für die ihnen überall entgegengebrachte herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft.
CoceUs »nt proota
Gieße», den 3. August.
*• Kirchliche Dienstnachrichte». Ernannt wurden: Pfarr- asfistent Axt zu Ober-Ramstadt, Decanat Eberstadt, zum I Pfarrvicar daselbst- Pfarramtscandidat Breunlin zu Darm- I stadt zum Pfarrverwalter in Wolf, Decanat Büdingen- Pfarr- I Verwalter Stotz zu Beuern zum Pfarrverwalter in Groß- I Umstadt, Decanat Groß-Umstadt. — PfarramtScandidat I Schultheis zu Schwalheim wurde während der Abwesenheit des Pfarrers mit der Aushilfe in Langen, Decanat Offen- I bach, beauftragt.
* Die silberne Hochzeit feierten heule Herr und Frau I E. Dass ersch leben.
Kriegerdenkmal in Gießen. In Folge des s. Z. er- I laffenen Preisausschreibens zur Erlangung von Entwürfen für ein Kriegerdenkmal find bis heute bereits vier Ent- I würfe eingetroffen. Dieselben finden im Thurmhau» am Brand Aufstellung und werden später dem Publikum zur Besichtigung zugänglich gemacht werden.
** vefitzwechsel. Die Wittwe deS Glockengießers Otto verkaufte ihr Neustadt Nr. 2 (in den alten Ställen) be- legeneS Hänschen für den Preis von 5000 Mk. an den Bauunternehmer Winn. Durch diesen Erwerb ist es dem Letzteren möglich, durch die schon früher von ihm erworbene Löber'sche ' Besitzung eine Straße anzulegen.
** vefitzwechsel. Der gestern gemeldete verkauf de» Hein'schen Hauses am Kreuz bestätigt fich nicht, denn ein Kaufabschluß kam bis jetzt nicht zu Stande.
•• Auszeichnung. ES wird uns mitgetheilt, daß nicht Herr Kallmann Nußbaum, sondern Herr Simon Nußbaum sich unter den mit Diplom ausgezeichneten Feuerwehrmännern befindet.
** «ns Anlaß der bevorstehenden Manöver wird auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Auf- schriften bei den Manöver-Postsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname, möglichst auch Vorname, Dienstgrad und Truppentheil — i Regiment, Bataillon, Compagnie, EScadron, Batterie, (Kolonne u. s. w. — und für gewöhnlich der ständige Garnisonsort, etntretenden Falls mit dem Zusatze „oder nachzusenden". Die Angabe eines Marschquartiers empfiehlt sich nur bann, wenn dasselbe genau bekannt und wenn vorauSzusehen ist, daß die Sendung so zeitig an dem angegebenen Bestimmungs- orte eintrifft, um vor dem Weitermarsche in Empfang genommen perden zu können, und daß die Abholung von der Post auch mit Sicherheit zu erwarten ist. Da der Stab des Regiments und die einzelnen Bataillone rc. ihre Post- fachen häufig bei verschiedenen Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Aufschrift ebenso bei den an die Offiziere gerichteten Manöver-Postsendungen wie bei den Mannschaftssendungen unentbehrlich. Durch mangel- hafte oder ungenaue Anfertigung der Aufschriften wird die Ueberkunft der Sendungen an die Empfänger oft sehr erheb- ltch verzögert. Zur Vermeidung von Auslassungen in der Aufschrift und zur Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt sich die Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechendem Vordruck.
3» Amerika verstorbene Hesse». In GaleSburg, Jll.: August Walbaum, auS Darmstadt. In Town Herman, I WiS.: Frau Philipp Stephan, geboren in der Nähe von Darmstadt. In Chillicothe, O.: Georg V. Dörsam auS Hessen-Darmstadt.
•• Wetterbericht. Die Luftdruck-Dertheilung hat fich seit gestern wenig geändert und hat demnach auch das Wetter seinen jetzigen Charakter betbehalten. Der Himmel ist noch mristenortS bewölkt und fallen stellenweise Niederschläge. Die Morgentemperaturen sind etwa« gestiegen. — Bor- aussichtliche Witterung: Zunächst ohne wesentliche Aenderung.
brauen. Würde dem deutschen Biertrinker allenthalben Gewähr geboten, gutes und bekömmliche- Getränk zu halten, das in der von ihm gewünschten Art gebraut wäre, so würde er gewiß in den meisten Fällen das billigere Sr- zeugntß dem ausländischen vorziehen.
* Düsseldorf, 29. Juli. Tin bemerkeuSwerther P rozeß wegen unlauteren Wettbewerbs ist dieser Tage in erster
gekommen. In der Dresdener Gegend wird die Zahl der bet dem Hochwasser umgekommenen Personen auf 60 geschätzt. Die Bahnstrecke Dresden-Tharandt ist vollständig unter Wasser, vor vier bis fünf Wochen wird dieselbe kaum wieder fahrbar sein. Der sächsische Landtag wird voraussichtlich zu einer außerordentlichen Tagung elnberufen werden. Der Regen hat wohl aufgehört und die Fluthen gehen zurück. AuS Schandau wird gemeldet, daß der dortige zweite Bürgermeister Müller im Hochwasser ertrank. Er ist mit einer Uferwand im Kirnttzsch-Bach verschwunden. In der Nähe von Zittau unb in Zittau selbst hat daS Wetter arg gehaust. Stellenweise ist das Wasser 12 Meter tief. Die Ober- Hohenborfer Kohlenbergwerke sind gefährdet. Nach den neuesten Meldungen steigt die Elbe noch immer. Der Verlauf de» Hochwassers ist noch gar nicht abzufehen. Mehrere Berliner Blätter fordern zu Sammlungen auf für die durch das Wasser Geschädigten. Die „Nordd. Allgem. Ztg." tritt für die Errichtung eines Central-HilfS.ComitoS etn. Auch der Vorstand des vaterländischen Frauen-vereinS von Schlesien, an dessen Spitze die Erbprtnzessin von Sachsen-Meintngen steht, erläßt einen diesbezüglichen Ausruf.
Kiel, 2. August. Da- erste Geschwader, bet welchem 04 das Panzerschiff „König Wilhelm" mit dem Prinzen Heinrich an Bord befindet, ist heute nach See gegangen. Die Abfahrt de- Kaisers zollern" dorthin erfolgt morgen.
- . . ... — vielen Theilen
Schlesiens einlaufenden Meldungen ist der durch das Hochwasser und die Ueberschwemmungen angerichtete Schaden ein ungeheurer. Nach den oberflächlichen Schätzungen dürfte derselbe 12 Millionen übersteigen. — Nach den bis jetzt eingelaufenen Meldungen haben 88 Menschen ihr Leben verloren. Der größte Theil derselben ist ertrunken, die übrigen wurden durch die etnstürzenben Häuser erschlagen. Gegen 120 Baulichkeiten, meist Wohnhäuser, würben ganz oder theilweise weggeriffen.
Depesche» M Bure« „Herold."
Berlin, 2. August. Wie die „Nat.-Ztg." meldet, konnte der Reichskanzler Fürst Hohenlohe seine Absicht, iheut: von Auffee nach Berlin zurückzukehren, wegen Hochwasser nicht ausführen.
Berlin, 2. August. Zn der Nachricht der „Straßburger Poft", daß Staatsminister v. Köller zum Oberpräfidenten von Schleswig-Holstein ernannt worden fei, bemerken die ,8er!. Reuest. Rachr.", es könne damit nur die amtliche Ausfertigung gemeint fein, die Ernennung selbst sei schon vor Monaten erfolgt.
Berlin, 2. August. Der vicepräfideut de» Staats- Ministerium-, v. Miquel, wird der „StaatSb.-Ztg." zufolge am Mittwoch einen kurzen Urlaub antreten.
Berlin, 2. August. Infolge wolkenbruchartiger Regengüsse, welche zwischen Friedland und Retchenberg in Böhmen stattfanden, wurde Sonntag Nachmittag neue» Hochwasser signalisirt. Die Neisse stieg in einer Stunde um •/< Meter. Der Wafferstand betrug Abend» 2.85 Meters
Berlin, 2. August. Au» dem UeberschwemmungS- gebiet liegen folgende wettere Nachrichten vor. In Forst in der Lausitz sind gleichfalls die Verwüstungen groß. Die ganze Stadt ist unter Wasser. Die Wiesen und Felder im ganzen Neiffrthal find zerstört. Viele Menschen sind um*
wenigstens gegenüber dem süddeutschen und dem böhmischen Getränk gut behauptet, aber auch in Berlin Liebhaber ge- fanden hat. Bei allen gut eingeführten vieren ist aber der Ruf der Brauerei, aus der e» hervorgegangen ist, eine Haupt- fache, und deshalb hat man zu den echten böhmischen Bieren au» angesehenen Brauereien eben mehr Zutrauen, als zu den Erzeugnissen beliebiger deutscher Brauereien, von denen die angesehenen längst ihre besondere Marke haben, sodaß nur wenige von ihnen nach Pilsener oder nach Münchener
* Berit», 30. Juli. Die deutsche Brau Industrie richtet- an die deutschen Biertrinker die Aufforderung, Pilsener Biere als tschechische Erzeugniffe int Hinblick auf die Vorgänge in Eger nicht mehr zu trinken, begründet aber diese Aufforderung verständigerweise weniger mit dem Nationalt- tätenhaß, als durch wirthschastliche GesichiSpunkte, indem sie darzuthun versucht, daß daS nach Pilsener Art in Deutschland gebraute Bier von gleicher Güte ist, wie das in Pilsen gebraute. Sie theilt zu dem Zweck da» Ergebniß einer vom UutersuchungSamt der Stadt BreSlau laut dessen jüngsten Jahresbericht vorgenommeuen Untersuchung mit, au» deren Ziffern sich allerdings ergiebt, daß da» untersuchte deutsche Erzeugniß dem böhmischen gleichwerthig ist. DaS genannte Fachdlatt fügt hinzu: „Daß die in Deutschland „nach Pilsener Art gebrauten Biere" einen vorzüglichen Geschmack haben, ist bekannt, unb daß sie die Original-Pilsener Biere an Haltbarkeit übertreffen, geht schon daraus hervor, daß erstere ganz blank und heferein verschänkt werden (während da» Pilsener Bier, dem für den Versand noch in Gährung begriffenes Bier zugesetzt werden müffe, oft trübe, d. h. mit Hefe versetzt sei). Dazu kommt, daß die Versand-Original- Pilsener derhältnißmäßig schwache Biere find, daher unver- hältnißmäßig theuer." Diese Ausführungen, mit denen sich das Berliner Brauereiblatt auch an die Preffe wendet, verdienen in nationalwirthschaftlicher Hinsicht gewiß Beachtung. Sie werden allerdings die Liebhaber von echtem Pilsener Bier schwerlich davon überzeugen können, daß daS heimische Bier dem fremden ebenbürtig sei. DaS Btertrinken ist ja auch Modesache, eine Pilsener Bier-Aera hat e» schon vor 25 Jahren in Deutschland gegeben. Dann kam daS Münchener Bier auf, das die schweren Erlanger Biere zugleich mit dem Pilsener verdrängte. Nebenher entwickelte fich der Versand deS Dortmunder Bieres, daS sich im Westen Deutschland»
«ger. 2. August. Gestern begannen die deutschen Hausbesitzer mit der Kündigung tschechischer Beamter. Am Mittwoch erscheint in Brüx eine Lifte mit den Namen der Prohibirten.
Brüssel, 2. August. Gestern fand die Eröffnung des internationalen Advokaten - (Kongress e» statt. 150 Delegirte aller Länder find anwesend.
Pari», 2. August. „Libre Parole" behauptet, vor einiger Beit habe Deutschland sich Rußland genähert in der Absicht, Frankreich in positiver Weise zu einer gemeinsamen Action zu bewegen, um England zu zwingen, Egypten zu raumen. Frankreich habe die- England mitgetheilt und »ngland rechne eS Frankreich zum Verdienst an, den Vorschlag nicht angenommen zu Haden. Da» Blatt behauptet, diese Nachricht sei absolut sicher, wenn auch ein Dementi erfolgen füllte. Die Meldung werde dennoch in den nächsten Monaten ihre Bestätigung erfahren.
Paris, 2. August. Die hiesige Presse drückt ihre Freude über die Kündigung deS englisch-deutschen Han-
LmLVT*. a“‘- ®" "T-mp-" fW »orau«, daß S?»in' Konsequenzen ergeben würden und meint: ES 7 rdn ÖrojifeL daß der neue Zwischenfall nicht dazu beb teagen wird, die Geister hüben und drüben zu versöhnen. Die letzten 18 Monate feit der impulsiven Depesche Kaiser Wilhelm» an den Präsidenten Krüger haben Mißstimmungen n»LrQ» n ienbt Volem,,cn' kurz etn stets wachsendes o» ^unterbrochen erneuert. Man Darf annehmen, bafe die Kündigung deS Handelsvertrages mit Allem, was fie provociren kann, dem Jntereffe der Eintracht unb deS gegen- fettigen Einvernehmens nicht dienlich ist. 8 8
Berlin, 3. August. Au. den UeberschwemmungS- «'bi'reu liegen wiederum eine Reihe von Meldungen vor. In Görlitz wurde durch daS erneute Hochwasser, eine Folge ber Wolkenbrüche bei Friedland, ein erheblicher Schaden verursacht. In Uhyst ertrank ein Arzt bei der Rettung eine« Mädchens, in LooS bei Tagan kamen drei Dienstknechte um. In Sachsen bilden sich angesichts des Unglücks überall Hilfsausschüsse. Gestern ist ein solcher in Dresden gebildet worden, welchem die Stadt Dresden 300000 Mk. bewilligen wird. In Anhalt hat die Mulde Felder, Wiesen und Gärten Überschwemmt und todteS Vieh, Getreide, Baume Balken und Trümmer aller Art mit fich fortgesührt. Alle Dörfer deS Muldethales stehen unter Wasser. Nach Wiener Meldungen stieg das Wasser der Donau gestern Nachmittag unaufhaltsam. Um 41/, Uhr Nachmittags war der Wasser- stand im Donaukanal 4,12 Meter über normal. In Nußdorf ist da» Wasser um dieselbe Zeit bi» aus 5,24 Meter ge-
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