Ausgabe 
4.7.1897 Erstes Blatt
 
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PosadowSkh seinen Vorgänger vollständig ausfüllen könne, | müsse erst avgewartet werden. In politischer Beziehung könne man die Erhöhung deS Grasen PosadowSkh nur mit Mißtrauen ausnehmen. Au seiner Zuverlässigkeit gegenüber dem Agrarierthum müsse sowohl in handelspolitischer Be­ziehung als in der Währungsfrage gezweifelt werden. Die ,.Boff. Ztg." sagt i Die Berufung MtquelS zum thatsäch- lichen Letter der gesammten inneren Politik Preußens und des Reichs fei gescheitert. Vielleicht habe Herr von Miquel schon heute die Empfindung, daß seine Herrlichkeit bald zu Ende geht. Ob er den Grafen PosadowSkh mit besonderer Freude als neuen Amtsgenoffeu begrüßen werde, sei zweifel­haft. Der neue StaatSsecretär deS Innern werde wohl schon finden, daß eS nicht leicht sei, Herrn von Bötticher zu ersetzen. D'eser habe nach seiner Begabung zur Schmiegsam­keit gerade in die heutige Zeit vorzüglich gepaßt. DaS Blatt schließt, so habe sich also der große Krach, den Herr v. Stumm angekündigt, falls die Flottenforderungen nicht durchgingen, vollzogen. Herr v. Stumm bleibt Sieger auf der Wahlftatt. Wie lange werde Fürst Hohenlohe noch Reichskanzler fein? Die Bündler und Umsturzschreier begrüßten die Morgenröthe einer besseren Zeit. Vielleicht werde Graf Mirbach noch Schatzsecrerär, Graf Kanitz Handelsminister und Herr v. Plötz LandwirthschaftSminister und König Stumm müßte unter dem neuen Kurse Reichskanzler werden. Das deutsche Volk aber werde mit erhöhter Regsamkeit an die Vorbereitung der Wahlen gehen. DasTageblatt" meint, warum Bötticher gerade jetzt aus dem Amte scheide, sei dem Verstände des einfachen Steuerzahlers auf den ersten Blick nicht recht be­greiflich.

Berlin, 2. Juli. DieKreuzztg." bespricht heute die Veränderungen in der Regierung und betont dabei, das Gerede von Differenzen zwischen dem Reichskanzler und dem Fioanzmtnister, die dadurch entstanden sein sollten, weil dieser danach gestrebt habe, jenen sozusagen von der Leitung der gesammten inneren Politik des Reiches und Preußens zu depoffediren, und mit diesem Streben gescheitert sei, habe von vornherein für den einigermaßen Orientirten auf Er­findung beruht. Zwischen beiden Staatsmännern habe von Anfang an volle Uebereinstimmung geherrscht. Von einer Niederlage deS Finanzministers, von einerEnttäuschung", mir der feinehochfliegenden Pläne" geendet hätten, zu sprechen, fei unbegreiflich. Herr v. Miquel sei von vorn­herein geneigter gewesen, sein Amt in Preußen beizubehalten und daneben als Vicepräsident des StaatSministertumS dem Reichskanzler die erwünschte Entlastung zu leisten. DeS Weiteren bemerkt dieKreuzztg.", von einer Zurückziehung des Vereinsgesetzes könne jetzt weniger als je die Rede sein, und ein Grund zum Rücktritt der Minister des Innern und deS CultuS liege wahrlich nicht vor. Nachdem noch das Blatt die Verdienste des zuückgetretenen Herrn v. Bötticher in warmen Worten hervorgehoben und die Ernennung deS Generals v. PodbielSky zum StaatSsecretär deS Reichspost- amtS mit Genugthuung begrüßt, schließt es mit der Be­merkung, daß man bei den drei Ministern, Dr. v. Miquel, Grafen PosadowSkh und v. PodbielSky, auf ein liebevolles Verständniß für die Bedeutung der productiven Stände deS Volkes rechnen dürfe, und daß man die Hoffnung hegen könne, daß unsere inneren Verhältnisse einer besseren Zukunft entgegen gingen.

Berlin, 2. Juli. Im ReichSamt des Innern ist heute Vormittag 11 Uhr der Börsen aus fchuß zusammengetreten.

Berlin, 2. Juli. Der Reichskanzler Fürst Hohen­lohe wird bis Montag in Schillingsfürst bleiben.

Kiel, 2. Juli. Auf der heutigen Regatta nach Trave­münde nimmt der Kaiser auf seiner AachtMeteor" Theil, ebenso Prinz Heinrich auf seiner Rennyacht. Die Kaiserin ist heute Vormittag O1/^ Uhr nach Gravenstein abgereist, woselbst sie um 11 Va Uhr eintraf.

Laugenschwalbach, 2. Juli. Die K a i s e r i n v o n Oester- reich wird am 8. Juli nach beendetem Kurgebrauch nach Wien zurückreisen.

München, 2. Juli. Ein gestern Nachmittag über unsere Stadt weggebrauster Orkan hat bedeutenden Schaden an­gerichtet. In den Straßen und Anlagen wurden Bäume entwurzelt, Ziegel von den Dächern geschleudert, Telephon- masten und Fuhrwerke, darunter sogar ein beladener Möbel­wagen, umgeworfen. In der Hackerbrauerei fchlug der Blitz in den Kamin ein und stürzte ihn um, wobei ein Ober- Maschinist schwer verletzt wurde. Von dem Bahnhofsgebäude in Pullach wurde das Blechdach abgehoben und 100 Meter weit auf das Feld geschleudert, während in Weilheim zwei Waggons entliefen und auf einen vorausfahrenden Zug auf­stießen, von welchem mehrere Waggons entgleisten, zum Glück find nur leichte Verletzungen vorgckommen. Telephon- und Telegraphenverkehc ist vielfach unterbrochen.

Wien, 2. Juli. Nach der tropischen Hitze der letzten Tage ging gestern Abend über Wien und Umgebung ein starkes Unwetter unter heftigem Orkan nieder. Durch Blitzschlag wurden mehrere Brände verursacht.

Rom, 2. Juli. Hier sowie auf (stellten und Sardinien herrscht große Hitze. 36 bis 40 Grad im Schatten wurden constatirt.

Turin, 2. Juli. DieGazzetta Piemontese" berichtet, daß in der algerischen Provinz Oran eine TyphuS- Epidemie ausgebrochen sei, welcher bereits viele Tausende zum Opfer gefallen seien. Die Bevölkerung ist panikartig rrregt.

Brüssel, 2. Juli. DaS Gerücht von der Niedermetzrlung der Expeditton DhaniS durch die Madhisten findet hier Glauben. Auffallend erscheint die Thatsache, daß der Congo- ffaat seit 14 Tagen den Tod einer ganzen Reihe belgischer Osfiziere und Unteroffiziere mittheilt und als Todesursache Fieber angegeben hat.

Moos, 2. Juli. Der Strike im Kohlenrevier im Henvegau ist nunmehr allgemein. Die Strikenden, etwa 20,000 an Zahl, hielten gestern unter freiem Himmel eine Versammlung ab. Sie schwuren, lieber Hungers zu sterben.

als das von bett Grnbendirectoreu ausgearbeitete Reglement anzunehmen. Eine Intervention des ArbeitSminifters wird tündlich erwartet.

Paris, 2. Juli. DemMatin" zufolge har die Re­gierung beschloffen, den Etnladungsbrief deS Zaren in der Presse zu veröffentlichen, da derselbe sehr bedeutsame Worte über die Beziehungen Rußlands zu Frankreich ent­halte. DerFigaro" erfährt, Präsident Faure werde auf einer Reise noch Petersburg nur von dem Minister Hano- taux begleitet werden. Der Zar sei seinerzeit auch nut von dem damaligen Verweser deS Auswärtigen Amtes begleitet gewesen. Sicher sei, daß die beiden Präsidenten der Kammer und deS Senats Faure nicht begleiten. DerGauloiS" veröffentlicht das Programm Über die Reise Fantes. Danach würden der Zar und Faure bei deS Letzteren Ankunft am 23. August in Kronstadt eine Revue der russischen Flotte abhaltea. Abends werd die Ankunft in Peterhof erfolgen, wo Galatafel stattfindet. Am 25. ist officieller Empfang in Petersburg. Dort nimmt der Präsident auf der französischen Botschaft ein Frühstück ein. Später findet Diner im Schloß mit darauffolgendem Bull statt. Am 26. wird eine große Parade über die russische Armee abgehalten, worauf der Zar einen Gast zur französischen Flotte zurückbegleitet.

London, 2. Juli. Der internationale Congreß der Dockarbeiter hat ein internationales Syndicat ge­gründet unb gestern seine Arbeiten begonnen. In dem Pro- gramm verlangt daß Syndicat die Einführung einer be- timmten Tagesarbeit für alle Häfen unb für bieselbe Arbeit ben gleichen Lohn bei Einführung deS AchtstunbentageS unb l>et Abschaffung ber Sonntags- unb bet Nachtarbeit. Bei Arbeiten auf offener See müffe bie Nachtarbeit bestehen bleiben.

Benlheu (Oberfchlefien), 3. Juli. Auf ber Florentine­grube finb vier Bergleute infolge Einathmuug branbiger Gase umö Leben gekommen. Zwei Hauer schweben noch in Lebensgefahr.

Hamburg, 3. Juli. Im hiefigen Hafen gerieth ein Fahrzeug mit über 2000 Colli Naphtalin unb einer großen Juteladung in Brand, wodurch andere Schiffe gefährdet waren. ES gelang, daS eine starke Lohe verbreitende Schiff nS offene Wasser zu bringen und durch Anrennen mit einem Polizeidampfer den Untergang des Fahrzeuges herbeizuführen, wodurch jede weitere Gefahr beseligt wurde.

Hamburg, 3. Juli. DerHamb. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die Berichte über den günstigen Stend der Friedensoerhandlungen widersprechen den Thatsachen. Der Brief deS Zaren an den Sultan wird bezweifelt. Die Gegensätze zwischen Tewfik Pascha und dem in seiner Stellung erschütterten Großvezier beeinträchtigen die Verhandlungen.

Rom, 3. Juli.Offervatore Romano" nennt den russischen Obersten Prinzen Victor Napoleon als Gouverneur für Kreta. Mehrere Mächte hätten be­reits zugestimmt.

Brüssel, 3. Juli. Kaiser Wilhelm wird den Besuch deS Königs Leopold wahrscheinlich im October durch einen Besuch der Brüsseler Weltausstellung erwidern. Auch Präsident Faure kommt hierher, aber-nicht um dieselbe Zeit, wie Kaiser Wilhelm. _ ________

CocaUs unb

Siehe«, den 3. Juli.

* Circus ZmwauS hat bei seinem jedesmaligen Erscheinen dahier immer Neues, noch nicht Gesehenes geboten. Auch diesmal sind einige Nummern im stets wechselnden Pro­gramm, die auf die BezeichnungNovitäten" berechtigten Anspruch machen. Bei der gestrigen Vorstellung war das Auftreten desElectro - Musikal - Clown" für hier eine Novität, von welcher das Publikum entzückt und befriedigt wurde. Ferner derLawinensturz" und die Darbietungen derGrunatho-Truppe" in ihren wirklich vorzüglichen Leistungen der Parterre-Akrobatik. DenStar" des Abends bildete jedoch die Vorführung der bewunderuswerth dressirten Pracht-Hunde durch Herrn Director JmmanS. Wir erwähnten schon wiederholt, daß die Leistungen dieser Thiere das Erstaunen Aller bilden und glänzend Zrugniß von deren hoher Intelligenz geben. Es seien noch erwähnt der Frosch- Imitator, der Fuß-Equilibrist, der Gentleman-Jongleur, bie Zauber-Parodisten, sowie die graziösen Darbietungen der Fravka-Ballet-Truppe". Wie uns mitgetheilt wurde, finden nur noch Sonntag und Montag Vorstellungen statt, auf welche wir ganz besonders aufmerksam machen.

»* Montag» Concert auf derSchönen Aussicht". Wie aus dem Jnseratemheil ersichtlich, findet am nächsten Montag, den 5. Juli das fünfte Bier-Coucert, ausgeführt von der hiesigen Regimentsmusik, statt. Diese Coucerte, die alle Montage stattftnden, beginnen nunmehr um 6 Ühr Abends. Dieselben erfreuten fich bereits im Vorjahre allgemeiner Be­liebtheit, hatten aber in diesem Jahre bis jetzt unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Wir wünschen dem unter« nehmenden Wirth, Her:» A. Kuhnd, für die Folge besseres Concertwetter und einen gut besetzten Garten.

Die Ortskrankenkasse hat beschlossen, einen Kranken- Controleur a^uftetten. DaS jährliche Gehalt desselben ist auf 1300 Mk. fixirt.

* Zwei silberne Jubiläen. Der Wirth Georg A tz b a ch konnte gestern sein 25jähriges Dienstjubiläum als Mit­glied der Gail'schtn freiwilligen Feuerwehr begehen. Der Reisende S. Joseph Hierselbst begeht morgen, Sonntag, den Tag, an dem er vor 25 Jahren als junger Kaufmann bei der Firma E. Ftiedberger Söhne eintrat. Der Che dieses Hauses, sowie dessen Personal haben aus diesem Anlaß zum morgenden Tage eine Feier beschlossen.

Siseubahu-Uusall. Durch falsche Weichenstellung fuhr heute Morgen der Zug 12, GelnhausenGießen in Mittel- Gründau auf zwei Güterwagen. Da der Führer früh gciiuj; bremste, wurden nur die beiden vorderen Puffer ber Maschine weggerissen. Fahrpersonal unb Passagiere kamen mit bem Schrecken batoon.

vergiftete Riefen-Ratten. DieOberhefl. Ztg." schretbr aus Marburg: Ein recht gewöhnlicher Racheact wurde an dem vor einigen Tagen auf dem Kämpfrasen hier- elbst weilenden Riesen-Ratten- unb Panoramen-Besitzer voll- ührt. Als er nämlich mit seinen Schaububen von Gießen ankam, crepirten ihm an Vergiftungssymptomen seine säwmt- lichen Riesen-Ratten. Der jetzt um seinen Haupterwerbs- zweig gebrachte Mann weilte gestern in unserer Stabt unb hat von ber Sache Anzeige gemacht. ES soll fich sein Ver­bucht gegen hier entlassenes Arbeitspersonal richten.

Verband Hessischer Innungen und BerufSvereiue. Herr Franz b erich - Mainz hat sein Amt als Vorsitzender deS Verbandes Hessischer Innungen und Berufsvereine" nieder­gelegt. Am Dienstag, 6. Juli, Nachmittags 3 Uhr, wirb n Köhlers Hotel in Darmstadt eine Versammlung des ge­nannten VerbanbeS ftattfinben mit folgenber Tagesordnung: 1. Die Wahlen zu ben kommenden Handwerkcrkammern. 2. Einberufung einer Delegirtenverfammlung für den Herbst zur Befestigung und zum Ausbau deS Verbandes. 3. Wahl eines Vorsitzenden für die Zeit bis zur nächsten Delegirten­verfammlung.

Das massenhafte Auftreten der Pflauzevfchädttnge vege­tabiler Art hat die deutsche LandwirthschaftSgesellschaft veranlaßt n ganz Deutschland Auskunftsstellen für Pflanzen- chutz zu entrichten, welche Landwirthrn unentgeltlich Aufschluß und Rath über etwa unbekannte Schädlinge heimischer Cultur- pflanzen geben. Für daS Großherzogthum Hessen und Hrssen- Naffau befinden fich Auskunftsstellen in: Geisenheim (Oekonomie- rath Goethe), in Alzey, Rheinhessen (Wein- und Obftbaulehrer Schulz), in Offenbach (Generaldirector Müller), in Friedberg, Oberhessen, (die Herren Landwirthschaftslehrer von Peter und Reichelt), in Erbach, Rheingau (Administrator Dorn).

* Wetterbericht. Der tiefe Druck umfaßt heute den größten Theil von Nord- und Ost-Europa unb sinb Centreu im äußersten Norben sowie über ber Ostsee vorhanden. Dort ist der Luftdruck, abgesehen von einem flachen Minimum über der Westhälfte des Mittelmeeres, hoch und hat fich ein Maximum von Nordwesten her weiter ostwärts über die britischen Inseln bis zur Rheinmündung ausgebreitei. Gestern Nachmittag haben sich über Süddeutschland heftige Gewitter entladen, die stellenweise von orkanartigen Böen begleitet waren. Die Temperaturen sanken dabei um 14*/z0. Heute Morgen waren die Temperaturen wieder sehr hoch. Voraus­sichtliche Witterung: Im Allgemeinen heiter und warm einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen.

-1 Hausen, 3. Juli. Bezüglich des am 7. Juli iw Beuern stattfivdenden Zweigvereinsfester werden die Herren Geistlichen des Vereinsbezirks gebeten, am Sonntag vorher ihre Gemeinden noch besonders rinzuladen und zur Theilnahme zu ermuntern. Auch Freunde der Gustav-Mvlfs- fache in anderen Bezirken find zur Theilnahme herzlich ein* geladen.

Alsfeld, 2. Juli. Heute Morgen ist die Trauer künde dahier eingetroffen, daß der Senior der Familie von Ried­esel, Herr Erbmarschall Georg Riedesel Freiherr zu Ei send ach, in der verflossenen Nacht auf Schloß Alten­burg bei Alsfeld seinem jahrelangen schweren Leiden erlegen ist. Die Beerdigung soll am Sonntag Mittag 2i/i Uhr in Altenburg ftattfinben.

X. Darmstadt, 2. Juli. Eine sehr zahlreich besuchte Versammlung unter dem Vorsitz des Herrn Stadtverordneten Wolfskehl sprach fich im Princip für bie Errichtung eines DolkSbabeS auf dem Terrain desHessischen HauseS" nächst dem Luisenplatz aus. Dasselbe wird nach dem Vor­anschlag circa eine halbe Million Mark kosten. Die Auf­bringung der Kosten soll durch Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung erfolgen, die Anteilscheine za mindestens 500 Mk. auSgeben wird. ES werden 125000 Bäder per Jahr angenommen, die Einnahmen auf 37 500 Mk., die Ausgaben auf 33250 Mk. geschätzt- ein namhafter Zu­schuß der Stadt steht in Aussicht. Die weitere Verfolgung der Sache wurde dem au» einflußreichen Bürgern bestehenden engeren Comiiö überlassen, dem das Recht der Cooptation verliehen wurde.

Lampertheim, 1. Juli. Heute Nachmittag wurde auf dem nahen Schaarhof die 17jährige Tochter des Land- wirthS Seitz in der SHldje vom Blitz erschlagen.

Schiffsnacherchten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten 6eu Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 2. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Aachen, Capitän H. Hashagen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen.

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Juni: 28 Ludwig Schenk, Schutzmann zu Worms, mit Marie Diehm hierselbst. 29. Johannes Ludwig Mankel, Schneider dahter,. mit Caroline Elise Helene Rolh hierselbst. 29. Heinrich Stimmer, Werkführer dahier, mit Maria Adelheid Frieda Quent von Ruhla. 30. Julius Paul Kretschmann, Hausdiener dahier, mit Maria Welker hierselbst. Ju i: 1. Johann Rühl Bambky, Vlcefeldwebel dahier, mit Helena Elisabeth Jacobine Noll hierselbst. 2. Johann Georg Waldschmidt, geschieden, Taglöhner dahier, mit Katharine Birk von Naunheim.

Juli: 1. Richard Ernst Carl Klickow, Kaufmann zu Frankfurt am Main, mit Helene Wiegelmonn hierselbst.

Juni: 23. Dem Sp-ngler Georg Dahmer ein Sohn, Rudolf Hermann. 25. Dem Premierlieutenant August Schroeder ein Sohn, Gustav Georg Otto Arnold. 27. Dem Fuhrmann Johannes Rausch ein Sohn, August Heinrich Richard. 28. Dem Buchbindermeister Adolf Bourgeois eine Tochter. 29. Dem Dachdecker Johannes Prang ein Sohn, Ludwig Heinrich.

Juni: 14. Georg Zörb, 32 Jahre alt, Landwirth von Lützellinden. 27. Heim ich Hainbuch VI, 43 Jahre alt, Landwirth von Eudorf. 27. Anton Keil, 58 Jahre alt, Steinbrecher von