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4.2.1897 Erstes Blatt
 
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tragens 2, wegen Krankheit 1. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3205, dagegen abge­gangen im Ganzen 3108 Mann, bleibt Bestand am 31. Januar 1897: 97 Mann.

A Mainz, 2. Februar. Die Auszahlung der von den beiden Kammern zur Abfindung der Mitglieder der ver- floffenen Specialdirection der Hessischen LudwigSbahn bewilligten Mk. 820,000 ist heute an die fünf Directoren durch Anweisungen aus die Darmstädter Bank erfolgt. Die Summe wurde nich^in gleichen Beträgen vertheilt, sondern wurde nach der ZelMmer, während welcher jeder der Herren der Spezialdirecrion angehörte, bemessen. Spezialdirector Geheimrath Dr. Reinhard erhielt die höchste Abfindungssumme, wogegen die in den Staatsdienst übergetretenen Baurath Heyl und Commerzienrath Maschmann einen geringem An> theil erhielten, als ihre früheren Directionscollegen. Bor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts kam heute der seltene Fall vor, daß dtn junger Mann, der sich durch un» erlaubte Entfernung auS dem Deutschen Reiche der Militär­pflicht entzogen hat, freigesprochen wurde. Der Vater deS Betreffenden hatte nämlich einen Anwalt bestellt, den daS Gericht im Widerspruch mit der Staatsanwaltschaft zur Vertretung des jungen Mannes zuließ und welcher glaub» haft machte, daß fein Client bereits vor seinem 16. Jahre WuSgewandert, in Amerika Bürger geworden sei und mithin nach dem im Jahre 1869 zwischen Hessen und Amerika ab- zeschloffenen Naturalisationsvertrag nicht mehr wegen Ver­letzung der Militärpflicht bestraft werden könne. DaS Ge­richt schloß sich der Anschauung deS VertheidigrrS vollständig en. Mit dem 1. April tritt für alle Stationen der Lud- twigsbahn Perronsperre ein.

AuS Rheinhessen, 1. Februar. Bet der am Freitag strttgehabten Sitzung des ComiieS der Rheinhessischen Hiewerbeausstellung in Alzey 18 9 7 wurde die Heranziehung des Handelsgewerbes zur Ausstellung mit großer Mehrheit abgelehnt, weil der Hauptzweck der Ver- anstaltung die Darlegung der Leistungen deS Handwerkes unb Großbetriebes sei. Darmst. Ztg.

Dermifd?te*>

* AnS der Reichshauptstadt, 28. Januar. Fliegende Schirmverleih-Jnstitute sind die neueste Erscheinung i» den großen Straßen der Hauptstadt. Die Unternehmung Hut, wie ein hiesiges Blatt erzählt, ein stellenloser Kaufmann lc8 Leben gerufen. Auf einem kleinen Wagen führt der Unternehmer eine Anzahl Schirme mit sich, die er gegen eine Le ihgebühr von 20 Pfennigen an jede einigermaßen anständige Herfon auSleiht. Für daS Wiedereinsammeln der Schirme, da« eine alte Frau besorgt, läßt er sich ebenfals 10 Pfennige vergüten, es steht demAbonnenten" jedoch frei, den Schirm gi atiS zurückzuspediren.

* Weil sie nicht zum Maskenball gehen durfte, stürzte sich Vorgestern Abend die siebzehnjährige Anna Mangelsdorf Io Berlin auS der im vierten Stock belegenen Wohnung ihrer @ lern in den gepflasterten Hof hinab. DaS junge Mädchen verschied nach wenigen Minuten.

* DaS Berliner Verbrecher-Album, das nun seit zwanzig Jahren besteht, ist seit dieser Zeit von 4200 Nummern auf rund 12 400 angewachsen,' darunter befinden sich die Auf­nahmen von 53 Mördern, 2551 Einbrechern, 880 Taschen- bi eben, 472 Laden- und 665 Schlafstellendieben, 371 Bauern­ agern, 973 Betrügern und Hochstaplern, 1113 Proftituirten, 1283 Zuhältern ufw. Das Album füllt 17 Bände.

* Große Einkommen. Die Zahl derjenigen Personen, tmelche in Preußen ein Einkommen von über eine Million beziehen, hat fich infolge der scharf gehandhabten D-eclarationSpflicht von 13 auf 35 erhöht. Davon haben 23 ti« Jahreseinkommen bis lJ/t Million, ferner 8 ein solches zwischen V/2 und 3 Millionen, vier endlich eines zwischen 3 und 7 Millionen. Von diesen letzteren hat einer täglich 19,000 Mk. und stündlich 792 Mk. zu verzehren. Freilich, re icht auch dieser, so schreiben dieM. N. N.", an baß Ein- ko mmen deS Königs von Preußen nicht heran, der, abgesehen ba?n sonstigen Einkommen, jetzt eine Krondotation von jähr­lich 15,719,296 Mk. bezieht. Wenn man nicht daS Ein­kommen, sondern das Capital selbst berücksichtigt, so giebt eS in Preußen jetzt 8445 Personen, die eine Million wenigstens bk sitzen, d. h. mindestens 36,000 Mk. Zinsen davon beziehen. S ie Alle bringen jetzt zusammen 28,216,000 Mk. Einkommen­steuer auf.

* Der Tod Evas. AuS Hamburg, 26. Januar, schreibt man denM. N. N." Unsere Stadt ist um eine berühmte Straßenfigur gekommen. DieEva" ist jammer- boll erfroren, elend zu Grunde gegangen. Einst war sie ein fröhliches, hübsches und begabtes Kind, das Eltern und Lehrer ju den besten Hoffnungen berechtigte. Nachdem fie auß der Schule entlasten, paßte ihr die ernste Arbeit nicht lange, die hübschen Kleider einer Kellnerin und deren freies Leben zog fie an; fie wendete fich diesem Berufe zu und avancirte all- otäUg zur Buffet Mamsell. Aber nicht lange hielt fie sich ms dieserHöhe". Die Gelegenheit zum Genüsse be­lauschender Getränke, die sich ihr in dieser Stellung bot, warb ihr Verderben. Sie war bald nicht mehr im Stande, tetr Versuchung zu widerstehen und stand am Markte, ohne lag fie Jemand wieder bang. Nun ging es raschen Schrittes bergab mit ihr. Im Verein mit einem ehemaligen Schmiede- grlellen, der gleichfalls dem Trünke ergeben war, durchsuchte fie Kehrichteimer und Schutthaufen nach irgend welchem Material, baß verkäuflich war; namentlich Grotenburgsort, Hammerbrook, Borgfelde, Hamm und Horn durchzog daß ,Raturforscher"-Paar mit seinem schottischen Karren, Jeder- mann dort wohl bekannt unter dem NamenAdam und Eva", vier Verdienst wurde zum größten Theil in Schnaps ver- irumken;keen Hüsung!" hieß es auch von dem Paare, baß den lieben Straßenjugend, die natürlich neckte und höhnte, wo sich sehen ließ, mit entsetzlichen Grimasten antwortete. Zmt Sommer war das Logis bei Mutter Grün ganz gut,

aber im Winter, da war dann doch selbst diesen gegen die Unbilden der Witterung abgehärteten Menschen oft recht unbehaglich, in einem möglichst geschützten Winkel der freien Natur ober einer Bretterbude cawpiren zu müffen. Lange genug ist gut gegangen, gestern Morgen jedoch fand man die Eva erfroren auf in einer Holzbube im Hammerbrook. Bei allen ihren Fehlern besaß aber bie Eva eine Tugend, die auch ihrem Adam eigen ist: die Ehrlichkeit. Wiederholt hat dieses harmlose Paar Geld, baß es bei seinenForschnngs reifen" gefunkten, ehrlich der Polizeibehörbe überliefert. Bei bem harmlosen Treiben des Paares ließ bie Behörde es auch, abgesehen von einigen zwangsweisen Waschungen, un­geschoren. Der Tod ist jedenfalls für Eva eine Erlösung.

* lieber den deutschen Eierimport. Oeconomierath Boysen- Hamburg hat einen Aufsatz über dieses Thema in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht, der den Werth des EierimporteS nach Deutschland auf ca. 88 Millionen Mark für baß Jahr 1896 berechnet (1895 ca. 72 Millionen, 1894 68 Millionen). Der Werth des Eierimportes nimmt demnach die fünfte Stelle ein unter den deutschen Jmportwerthen landwirthschastlicher Producte und kommt als solcher gleich nach bem Werth beß importirteu Roggens, der 1895^ca. 80 Millionen betrug. Ihrem Nährstoffgehalt nach stehen die Eier zwar unbedeutend dem Fleisch nach, übertreffen aber solche« an Nährstoffwerth vermöge ihres hohen BerdaulichkeitSgradeS. Boysen weist auf bie Hebung der Geflügelzucht und die genostenschaftliche Organisation beß Eierabsatzeß hin.

* Ein naturwissenschaftlicher Lehrer ließ fich von einem Fährmann über einen rei&enben Strom führen.Sie finb während Ihrer Lehrzeit jedenfalls über das Parallele gramm der Kräfte unterrichtet worben?" fragte er während der Fahrt den Fährmann.Nicht? Dann ist ja ein Viertel Ihre« Lebens verloren! Aber die Hebelgesetze kennen Sie doch? Auch nicht? Dann finb zwei Viertel Ihres Lebens verloren. Aber ohne genaue Kenntniß der Hydrostatik und Hydrodynamik kommen Sie doch nicht auß? Wie? Auch die haben Sie nicht? Dann find drei Viertel Ihres Lebens verloren!" Während er so sprach, kam das Boot in einen Wirbel unb kenterte.Sie können natürlich schwimmen?" rief der Fährmann dem ziemlich entfernt von ihm auftauchenden Professor zu.Nicht? Dann find alle Viertel Ihres Lebens verloren!"

* Ein originelles Zengniß, das merkwürdiger Weise die amtliche Bestätigung der zuständigen Gemeindeverwaltung erhalten hat, hatte ein in vergangener Woche von der Polizei in Passau controQlrter Dienstknecht in seinem Wanderbuche. Dasselbe lautet:F. H. stand bei mir vom 29. März biß 20. Mai 1896 im Dienste und war fleißig und treu und alleweil Rauschi dabei." Mit diesem Zeugniß wird der Knecht wohl schwerlich einen Platz finden, trotz der ge­rühmten TugendenTreue" undFleiß".

* Monte Carlo, 1. Februar. Eine bemerkenßwerthe Wettfahrt von Motorwagen unb MotorcyleS hat zwischen Marseille unb Monte Carlo stattgesunden. Die Ab­fahrt erfolgte Freitag früh um 7 Uhr in Marseille. Der erste Wagen war ein Dampfmotorwagen. Der letzte Theil des WegeS, welcher auf abfallendem Gelände läuft, wurde mit einer Geschwindigkeit von 34 Km. die Stunde zurück gelegt.

* Zustizfarce. AuS Newyork schreibt man: Der Gouverneur beß ©taateß Iowa und die dortigen Gerichte sind zur Zeit mit den Vorbereitungen zu einer Posse beschäf­tigt. Der Gouverneur steht nämlich wegen Mißachtung beß Gerichtes unter Anklage unb man hat ihm mit Verurtheilung unb Einsperrung gedroht. Der Gouverneur dagegen lacht fich ins Fäustchen und sagt:Nur immer zn! Verurtheilt Ihr mich, so begenabige ich mich sofort." In der That-steht der Gouverneur gewissermaßen über dem Gericht, da er daß Begnadigungsrecht ausüben kann.

* Patente ans Fahrräder und deren Theile bilden jetzt fast einen überwiegenden Theil der bei den Patentämtern der verschiedenen Länder eingereichten Gesuche. So sind im letzten Vierteljahre beß vergangenen Jahreß beim Patentamte in Washington, nach einer Mittheilung vom Internatio­nalen Patentbureau von Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, gegen 1100 Anmeldungen in der Fahrrad-Branche erfolgt. Von diesen bezogen fich 550 allein auf Radreifen; 200 be trafen specielle Rabconstructionen, 56 bezogen fich auf Bremsen, ebenso viele auf Sättel; 31 trachteten, der Gelenkkette eine Verbeffervng angedeihen zu lassen, 22 bezogen fich auf pneu- malische Ventile, 25 auf Schmielvorrichtungen, 12 auf Lampen, 7 auf Glocken u. f. w. Und alle diese Erfinder zahlten bie hohen Anmeldekosten doch gewiß nicht in der Absicht, nur ein Patent zu haben, sondern um mit ihren Erfindungen Gelb zu verdienen und womöglich bie ganze Fahrradbranche auf ben Kopf zu stellen; wie vielen bieß hiervon gelingt, wird ja die Zeit lehren.

Kubanische Aufstands-Marken. Die Briefmarkensammler können sich freuen! Die Mitglieder der republikanischen Junta haben bie ersten Briefmarken derRepublik Cuba" heraußgegeben. Sie wollen damit beweisen, daß die Republik, trotz aller spanischen Heere, bereit« so gefestigt ist, baß sie über ein eigenes Postwesen verfügt. Die ersten Briefe mit den neuen Marken und dem Poststempel der Republik find dieser Tage in England eingetroffen.

titeratur nnd Rnnft.

Von bem PrachtwerkDie Hauptstädte der (Breslau, Schlesische Verlagsanstatt von S. SLottlaender) ist soeben die dritte Lieferung erschienen, ©te ist der italienischen Hauptstadt gewidmet, bie wir unter ber Führung Gaston BoissierS unb Konrab Telmanns kennen lernen.Ich benke es mir reizvoll," sagt der Erstgenannte,Rom nicht, wie flüchtige Reisende es tbun, nach Stadtvierteln zu durcheilen, sondern es nach den Bauwerken der verschiedenen Jahrhunderte zu durchwandern. Man sollte die Denkmäler ein unb bcrselben Epoche zusammen besichtigen, bie bann einanber gegenseitig ergänzen unb erklärt werben. So nkürde jebe Epoche vor unseren Augen wieber aufleben. Auf solche Weise könnte man beinahe die Geschichte der Menschheit darstellen, ohne aus einer

Stadt herausgekommen xu sein." Nack diesem interessanten Pro­gramm hat ber französische Autor seine Schilderung Roms in feffelnbster Weise gestattet, unb Konrad Telmann, ber bekanntlich durch langjährigen Aufenthalt in Rom völlig mit ber Hauptstadt I altens vertraut geworden tft, bat diese Schilderung unter vesonderer Berücksichtigung de« modernen Rom in so fetnsühiiger Weise ergänzt, daß der Artikel ein durchaus einheitliches stilistisches Gepräge zeigt. Unter den zahlreichen Illustrationen, fast durchweg ausgezeichnete Holzschnitte, befinden sich neben zahlreichen Textbildern die folg nben Voll- unb Doppelbilder: St. Peter, Der Brand von Rom, Ein römisches Trtclinium, Römische Tänzerin, Römisches Grab.

HavSschatz deS Wissend. (Verlag von I. Reumann, Neudamm) DerHausschatz des Wissens" ist eine wohlfeile HauS- dtbliothek m vornehmster Form und stellt dar eine Sammlung von gemeinverständlichen Werken, welche daS allgemeine Wissen umsasien unb zu billigen Preisen bei bester Qualität bes Gebotenen auf ben Büchermarkt gelangen. In ber Sammlung erscheinen folgende Werke üoer unser Wissen von ber Natur: Abtheil. 1. Entwickelungs- geichichte ber Natur (Bb. 1 unb 2). Abth. 2. Die Physik (Bb. 3 unb 4). Abth. 3. Die Chemie (Bd. 5). Abth. 4. Das Mineral- reich (Bd. 6). Abth. 5. Das Pflanzenreich (Bb. 7). Abth. 6. DaS Thierreich (Bb. 8 unb 9) unb nachgenannte Werke über unter Wissen von ber Menschheit: Abth. 7. Länder- und Völkerkunde (Bd. 10 und 11). Abth. 8. Geschichte ber Menschbeit (Weltgeschichte) (Bb. 12 unb 13). Adth. 9. Kunstgeschichte nebst Geschichte ber Musik unb Op-r (Bb. 14). Abth. 10. Geschichte ber Weltlitteratur nebst einer Geschichte bes Theaters aller Zeiten unb Völker (Bb. 15 unb 16), zum Schlüsse: Abth. 11. Gesammtregister (Bd. 17). Gratiszugabe für bie Abnehmer ber ganzen Sammlung. Heute liegen uns bie Hefte 111 bis 140 der ganzen Sammlung vor. Dieselben enthalten: Thierreich von Dr. Heck, Paul Matschte, Professor Dr. von MartenS u. A. Heft 25 Inhalt: Kriechthiere, Eidechsen von Paul Matschte mit einer Tafel über die Verbreitung der Schildkröten auf unserer Erde. Geschichte der Weltlitteratur nebst einer Geschichte des Theaters aller Zeiten und Völker von Julius Hart. Heft 24 bis 35 enthaltend die Litteratur des SpätmitrelalterS und ber Frührenaissance, ber Renaissance unb der Reformation, ber Gegenrena>ssance unb Gegenreformation. Was uns Hart bietet, ist mustergillig; jebem ßitteraturfreunb kann biete frisch unb prächtig geschriebene Litteratur- geschichte ber ganzen Welt nicht genugsam empfohlen roetben. Die eingehende Würbigung bes Werkes behalten wir uns vor, bis uns bie letzten Lieferungen vorliegen. Entwickelungsgeschichte ber Natur von Wilhelm Bölsche, Lieferung 24 bis 40 (Schluß). Die Bolsche'sche Entwickelungsgeschichte ist nun beenbet unb bamit ein Werk geschaffen, bas wohl bie Beachtung eines jeben Gebilbeten ver- btent. Nicht mit Unrecht ist bie Entwickelungsgeschichte Bölsches ein Ersatz des Humbolbt'schenKosmos" iür bie Jetztzeit genannt worben. Die Bolsche'sche Entwickelungsgeschichte ber Natur kann auch apart in 2 Bänbe gebunben zum Preise von je 7,50 Mk. be­zogen werben. Der Preis einer Lieferung beträgt nur 30 Pfg.

WSchkÄiiche Nebrrstcht der Todesfälle tu Gieße»

5. Woche. Vom 24. bis 30. Januar 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). LterblichktttSziffer: 13,56, nach Abzug ber Ortsfremben 9,04°/«».

Kinder

ES Narben an: Zusammen: Erwachsene: im vorn

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Lungentuberkulose 1 1

Knochentuberkulose 1 (1) 1 (1)

Lungenerweiterung 1 (1) 1 (1) ~

Abdominaltyphus 11

Krämpfen ______2______________2________

Summa: 6 (2) 4 (2) 2

Anm. Die in Klammern geietzken Zistern geben an, wie viele ber Todesfälle in der betreffenbeu Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

MrchttcheAnzeigen -er evang.Gemein-e.

Donnerstag ben 4. Februar, Abends 8 Uhr: BibelA«vd« im Confirmandensaal (Neustadt 61). Eo. Marc- Cap. 6, Bers 30 unb folgende. Pfarrer Dr. Grein.

Pommersche Hypotheken Actien Bank, Berlin In ber am 2. Februar er. adgehalienen Sitzung bes Curatortums rouibe ber Abschluß pro 1896 oorgelegt unb genehmigt. Aus bem- felben ergabt sich, baß bie Bank auch in bem abgelaufenen Jahre mit günstigem Erfolge gearbeitet hat. Der Netto-Gewinn beträgt 1019809 Mk. (1895: 1001056 Mk.). Der außerdem erzielte außer­ordentliche Gewinn an Psanbbrief-Agio (abzüglich aller Stempel-, Anferligungs-, Vertriebtzkostm rc. 625248 Mk. ist sogleich vorweg tantiemefret auf ben außerorbentlichen Reseroefonbs übertragen worben. Der auf ben 2. März er. einzuberufenden General-Ver­sammlung wird die Vertheilung einer Dividende von 7 pEt. (im Vorjahre 6>/, pCt.), ferner die Dotiruna des Beamten-Pensions- unb Unterstützungsfonbs um weitere 120000 Mk. (1895: 110000 Mk.) unb bie Uebertragung beß Gewinnreftes von 63447 Mk. aus ben außerorbentlichen Reservefonds vorgeschlagen. Die liquiden Mittel der Bank (Cassa, Effecten (Deutsche ©taatßpapiere zc.], Wechsel und Bankguthaben) betragen 13901805 Mk., die Anlage im Hypotheken­geschäft 144105819 Mk. (1895: 127338740 Mk.), die gelammten Reserven nach ben erwähnten Uebetroeifungen 4445566 Mk. ca. 43,6 pCt. (1895: 37,6 pCt.) bes Actiencapttals von 10,2 Millionen Mark. 600

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