Ausgabe 
3.10.1897 Zweites Blatt
 
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Goldene

Lehr-A'

Tl beginnt, qgsse S Privat 8104

Mein 2 a MMg ß-sie 7.

3134

überall zu haben in Packeten ä 60, 30 u. 15 Pf. EngroS bei Türk u. Pabtt, Frankfurt a. M.

Ver»<hter

DaS Alter bei Heidelberger Schlöffe! ist tu Architecten- kreisen seit längerer Zett zu etuer lebhaften Streitfrage ge­worben, vor Allem, (eit dort zur Ueberraschung vieler Fach­leute viel ältere Bauthetle aufgedeckt worben find, als man je erwartet hatte. Danach schon mußte mau die ersten An­lagen des berühmten Schloßbaues in den frühesten Anfang des 13. Jahrhunderts hinaufrücken. Eine genaue Zeichnung der hauptsächlich in Rede stehenden Feustergruppe, die die Uebergangsformeu der romanischen Kunst in die frühgothische Weise erftnnen läßt, wird jetzt durch Oberbaurath Professor Schäfer in Karlsruhe mit einigen klaren Bemerkungen gegen verschiedene Kunsthistoriker und Baumeister in dem letzten Heft desLentralblatteS für die Bauverwaltuug" (Verlag von Wtlh. Ernst & Sohn in Berlin) veröffentlicht. Nach der beschretbeodeu Darstellung des bewährten Kenners der mittel­alterlichen Baukunst haben die Lapitäle den Stil der da­maligen Cistercienserklöster mit spitz zugeschärftem Astragal und flach verschliffenen AbacuS über den Rundkörper. Die SSulenschäfte find stark verjüngt, die Deckplatten bei sehr einfacher Profiltruug auffallend hoch,- Bafis, Schaft und Capitäl bestehen aus eine« einzigen Stück. Schäfer stellte durch Messungen und Untersuchungen das Vorhandensein eines weiteren Fensters aus derselben Zett (12101215) in der noch bestehenden Wand fest, die den Abschluß eines auf dem westlichen Areal des sogen, gläsernen SaalbaueS früher vor­handenen Hauses bildete.

Die Nationalität bei Dynastie». ES ist interessant, zu constatiren, wie wenige Länder noch ihre eingeborenen Regenten haben, obgleich man so häufig von den ange- stammten Fürstenhäusern spricht. So z. B. regiert in Ruß­land daS HauS Holstetn-Oldenburg deutsch- Preußen-Hoheu- zolleru (Schwaben) deutsch- Jtalien-Savohen franzöfisch - England-Welfen deutsch, Spanteu-Bourbon franzöfisch - Por­tugal-Coburg deutsch - Belgien Coburg deutsch- Holland-Nassau- Oranten deutsch- Schweden-Norwegen-Bernadotte franzöfisch -

Die durch ihre fett Jahrzehnten bewährten Erzeugnisse wohl­bekannte LandeShrrter Leise«. mib GebUd Weberei A- « Seüsfew bringt in diesen Tagen ihre neue Preisliste de» 36. Jahr­ganges (140) zur Ausgabe. _

Die Firma genießt mit Recht den Ruf, daß sie auf dem Ge­biete der Leinen- und Gebtld-Weberei und der Wäsche-Eon- fectton hervorragend leistungsfähig ist, wovon die Reichhaltigkeit des Gebotenm ein glänzendes Zrugniß ablegt. Sie hat e» verstan­den, durch die ausschließliche Pstege dieses Geschäftszweiges darin eine führende Stellung zu behauptm und in den einzelnm Artikeln eine Auswahl zu bieten, rote sie kaum von anderer Seite übertroffen roerdm kann.

Die bekannt geschickte Zusammenstellung des reichen Inhalt- ermöglicht dabet letchte llrberstchtlichkeit und bildet das mit über 1200 naturgetreuen, theilS mehrfarbigen Abbildungen und Natur­proben vervollkommnete Berzetchntß für alle Hausfrauen und solche, die es werden wollen, ein ebenso practtscheS wie anregmdeS Nach- schlagebuch. , _

Wer immer Bedarf in den Artikeln der Firma bat, verlange daher kosten- und postfret die Hauptpreitzliste (140) von der Lau- deshuter Leinen- und Gebild-Weberet F. D. Grünfeld, Landeßhut in Schlesien. 9129

Denken Sie sich aus einem

Pfund Mondamin zu 60 Pf. lassen sich 10 Flammrts für 4 bis 6 Personen herstellm. Möchte der Preis auch etwa- hoch erscheinen, so ist doch wiederum der Artikel dermaßen ergiebig, daß sehr wmig zu einem Pudding gehört; außerdem ist der durch Mondamin er­langte reine und köstliche Geschmack unvergleichlich für diese Zwecke. Hausfrauen wollten deffen eingedenk fein, daß es weder ZeU noch Mühe erfordert und die Zuthatm nicht mehr kosten, als roenn Mondamin statt deS gewöhnlichen Mehle- gebraucht wird. ES ist

ferner den vermerk:Bei Zahlung innerhalb 14 Tagen 2 pCt. Abzug, sonst netto" und auf Einhaltung dieses Termins zu bestehen.

Ein Vorschlag des Herrn Tripp-Caffel, sämmtliche Detailliften-Bereine möchten sich au denCeotralverband deutscher Kaufleute" anschließen, wurde von den Herren Htrschfeld und Buder entschieden bekämpft. Die Be­schlußfassung wurde bis zur nächsten Conferenz vertagt.

AlsOrt der nächstjährigen Conferenz wurde Gießen bestimmt.

Dänemark-Holstein deutsch- Oesterreich-Ungarn« Lothringen franzöfisch - Luxemburg-Nassau deutsch - Rumänien-Hohenzollern deutsch- Bulgarien-Coburg deutsch- Heffen-Brabant. Einge­borene Regenten haben: Mecklenburg, Montenegro, Serbien, Slaven- Württemberg Grafen Württemberg, Sachsen HauS Wetttn, Baden-Zähringeu, Bayern-Wittelsbach, deutsch.

Der Stritt als Shestifter. In New-York und ix Brooklyn ging dieser Tage der Strikt von 7000 Westen- schntidern zu Ende, nachdem die Forderungen der Striker Lohnerhöhung von 20 bis 25 Proceut und 59 Stunden Arbeitszeit pro Woche von den Arbeitgebern gewährt worden waren. Die Beendigung des StrtkeS wird, wie es heißt, eineMaffenhkiratherei" zur Folge haben. Viele der ftrikenden Männer sollen nämlich ihre weiblichen Mit­arbeiter dadurch veranlaßt haben, im Ausstande zu beharren, daß fie den Letzteren versprachen, sie zu Heiratheu, wenn ihre Löhne aufgebessert werden würden. Und nun werben die Betreffenden ihr Versprechen einlösen müssen, denn in Amerika nimmt man so etwas sehr ernst.

* Für die Liebhaber von Havanna-Cigarren find die AuSfichten sehr schlecht. Thatsache ist, daß im Bezirk Vuelta Abajo in der Provinz Pinar bei Rio, wo aller feine Tabak htrkommt, die diesjährige Ernte nicht viel mehr als 30000 Ballen betragen wird, während fie sonst zehnmal so groß zu sein pflegt. Die Folge davon wird wahrscheinlich sein, daß eine beträchtliche Menge geringwerthiger Blätter auS anderen Theileu der Insel mit den guten Blättern zusammen verarbeitet werden wird.

* Falsch verstanden. Lehrer: . . . Also, der große Kurfürst kämpfte am Rhein gegen die Franzosen, da fielen ganz unvermuthet die Schweden in die Mark Brandenburg und hausten dort fürchterlich. WaS thaten die Schweden, Moritz?" Moritz:Eingefallen find le in der Mark und" Lehrer:Nun, und?" Moritz:Und haufirt haben se ferchterlich!"

£iteratar uttfc Aunst.

Rhodes Handbuch ist bekanntlich eines der practiscbsten und bewährtesten. DaS Werk hat nunmehr seine zehnte Auflage erlebt. Der gesammten Geschäftswelt ist bas Werk als practtfches Nachschlagebuch, allen strebsamen jungen Kaufleuten als nothwenbiges HtlfS- und Handbuch, allen Handelsschulen als ausgezeichnetes Lehr­mittel, eben so aber auch dem Prioatstudium Aller, die Beziehungen mit fremden Ländern anknüpfen und pflegen wollen, auch in seiner neuen Auflage bestens zu empfehlen. Es erfcheint im Verlage von I. D. Sauerlänber, Frankfurt a. M.

Preisausschreiben. Um die gründliche Behandlung einer Frage, die wie keine zweite auf allgemeine Bedeutung Anspruch er­

heben kann, anzuregcn, schreibt die Wochenschrift ,Die Umschau" in Frankfurt a. M. (H. Bechhold Verlag) eine PrriSconcurrenz auS über daS Thema: Was ist Bildung? AuSgefetzt sind drei Presse: 1. Preis 100 Mk., 2. Preis 75 Mk., 3. Preis 50 Mk., welche für die drei besten AuffStze über genanntes Thema zur Auszahlung kommen. Preisrichter sind die Herren Prof. Dr. Friedrich Ratzel in Leipzig, Prof. Dr. Alwin Schmtz in Prag, Prof. Dr. Max Ver­warn in Jena. Dir zur Concurrenz bestimmten Arbeiten dürfen den Umfang von vier Druckiettm der Umschau nicht überschreiten und müssen in deutscher Sprache abgefaßt sein. Die Manuscripte müssen lesbar geschrieben sein und find bis zum 15. November d. I. an die Redaction der Umschau, Frankfurt a. M., Neue Kräme 19/21, einzusenden. Der Name des Verfassers darf auf dem Manuscripl selbst nicht angegeben sein, sondern ist auf einem besonderen Zettel in verschlossenem Couvert anzubringen; Manuscript und Couvert müssen mit einem gleichen Kennwort bezeichnet fein. Die preisge­krönten Arbeiten gelten als zum Abdruck in der Umschau erworben und gelangen am Anfang deS JahreS 1898 zur Veröffentlichung. Zur Rücksendung von Manuscrtpten wird nur so weit Verpflichtung übernommen, als daS Porto dafür beiliegt. DaS Ergebniß der Preißconcurrenz, sowie die Verfasser der preisgekrönten arbeiten werden in der ersten Nummer deS 2. Jahrgang» der Umschau vom 1. Januar 1898 mitgelheilt.

Erweiterte Handwerkerschule.

Das Wintersemester 1897/98 der unter staatlicher Oberauf­sicht stehenden gewerblichen Fachschule für Handwerker aller Berufszweige, insbesondere für Bauhandwerker, beginnt am

25. October d. I., Vormittags S1/, Uhr.

Anmeldungen sind spätestens bis zum 20. October d. I. an die unterzeichnete Anstaltsleitung zu richten.

Gießen, den 24. September 1897. 8904

Der Aufsichtsrath: Die Austaltsleituug:

L. Heyligenstaedt, Vorsitzender. Traber, Großh. Hauptlehrer.

Erweiterte Handwerkerfchule Nidda.

Unter staatlicher Oberaufsicht stehende gewerbliche Fachschule für Hand­werker aller Berufszweige, insbesondere für Bau

Handwerker.

Beginn des Winterhalbjahres 1897/98 am 2. November, Vor­mittags 8V3 Uhr; Schluß Mitte März. Das Schulgeld beträgt für Schüler, deren Väter oder Lehrmeister Mitglieder des hies. Ortsgewerbe- Vereins sind, 12 Mk., für andere 16 Mk. Unterrichtet wird an allen Wochentagen von Vorm. 8V2 bis Nachm. 5*/a Uhr von zwei Fach- und vier HUfslehrern in folgenden Lehrfächern: - .

Freihand- und geomettifcheS Zeichnen, darstellende Geometrie, Fach» und ! Ornamentenzeichnen, BauconstructionS-, Materialien-, Schatten- und Bau­

formenlehre, Sieinfchnilt und Perfpettioe; ferner in Deutsch, GeschäftSauf- sätze, Buchführung, GeschäftSrechnen, Geomttrie, Algebra, Physik, Mechanik, Festigkeitslehre, Veranschlagen, Baurecht, Rundschritt und Modelliren.

Anmeldungen sind spätesten» bis 15. October d. I an den unterzeichneten Hauptlehrer zu richten, von welchem auch ausführliche Pro­gramme bezogen werden können.

Nidda, den 10. September 1897. 8448

Der Aufsichtsrath: Die Austaltsleituug:

C. Ring-Haufen, Vorsitzender. I. Meyer, Großh. Hauptlehrer.

Alice-Schule

für Frauenbildung u. Erwerb.

Beginn des Winterhalbjahres Montag den 11. Oktober. Auf­nahme Morgens 10 Uhr. 8766

Vorherige Anmeldungen, sowie nähere Auskunft bei

d Moefer» Oberlehrerin, Gartenstraße 30.

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Giessen, Löberstr. 24.

Unterricht, nach Klassen getrennt, in allen für Töchterschulen vorgeschriebenen Fächern durch geprüfte Lehrer und Lehrerinnen. Aufnahme der Kinder vom 6. Jahre an. Gelegenheit für junge Damen, an einzelnen Stunden in den obersten Klassen theilzunehmen: engl. und franz. Conversation, Litteratur, Kunst, Kirchen- und Welt­geschichte. Musik: Klavier, Violine, Theorie. Besondere Malcurse.

Beginnn des Winterhalbjahres: Montag, den 20. September. Anmeldungen nimmt jederzeit die Vorsteherin entgegen. 8604

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Ihre Majestät die deutsche Kaiserin hat der Verfasserin in einem huldvollen Dank- schreibeuAuerkeuuuug gezollt.

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Die Parzellen Flur XLH Nr. 53, 54, 56 der Gemarkung Gießen stehen im Grundbuch auf den Namen des Wallenfels, Christian II, von Gießen mit ErwerbtitelKauf­brief von 1847". Nach ortsgericht­licher Bescheinigung befinden sich die Grundstücke bereits über 30 Jahre im ungestörten Besitz des Christian Wallenfalls I. von Gießen bezw. dessen Erben. Die hier bekannten Erben des im Grundbuch eingetragenen EigenthümerS haben erklärt, daß die Parzellen niemals im Eigenthum des Christian Wallenfels II. gestanden hätten und daß ihrerseits Ansprüche an sie nicht erhoben würden. Die unbekannten Erben des Christian Wallenfels II. werden hierdurch zur Anmeldung ihrer etwaigen Ansprüche binnen 6 Wochen aufgefordert, widrigenfalls nach Ablauf der Frist die Ueberschreibung auf Christian Wallenfels I. dem gestellten Anträge entsprechend erfolgen wird, da an- zunehmen ist, daß ein Jrrlhum im Beizeichen vorliegt.

Binnen gleicher F/üst sind An­sprüche an die im Grundbuch der Gemarkung Gießen auf den Namen Vogt, Peter III., von Gießen beschränkt" eingetragene Parzelle Flur XLV Nr. 154 bei Meidung der Löschung der Beschränkung an­zumelden.

Gießen, den 25. Septbr. 1897. Großh. Amtsgericht.

Wiener. 9072

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