Ausgabe 
3.8.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

TUwdK .

Wolff« tckgrepWttf Lorr espondevr-Bur ein.

Äiel, 1. August. Der Kaiser hielt heute Bormittag den Gottesdienst au Bord derHohenzolleru" ab. Uw 11 Uhr ftattereu der Kaiser uud die Kaiserin der Priuzesfiu Henriette zu Schleswig-Holstein und Geheimerath Professor v. ESrnarch einen Besuch ab.

Hamburg. 1. August. Heute Morgen kenterte au der Elbe ein mit dreizehn SchtfsSmalern besetzter Boot in­folge Wellenschlages eines JollensührerdampferS. Neun Per. soneu wurden gerettet, vier find ertrunken.

Dresden, 1. August. Der König und die Königin von Sachsen fiedelten heute Nachmittag wegen Hochwaffer- Gefahr von Schloß Pillnitz io das hiesige Refideozschloß über.

Salzburg, 1. August. Der Etseubahozug Salzburg Fravkrnrnarkl entgleiste gestern zwischen Hallwang und Seekirchen infolge einer Dammrutschung uud fiel über den Damm herab. Locomotivführer uud Heizer trugen schwere Berletzungen davon, ersterer starb während des Transportes nach Salzburg. Sonst wurde Niemand verletzt. Die Strecke SalzburgSeek.rchen ist derzeit wegen Dammrutschungen uafahrbar.

ZaroSlaw, 1. August. Sine große Feuersbrunst in der Stadt Ljubim äscherte über 200 Häuser, eine Kirche, ein Sp'tal und außerdem verschiedene Amtsgebäude ein. Hunderte von Menschen fiud obdachlos und brodlos.

Paris, 1. August. Präsident Faure hat gestern Abend seine Reise nach dem Südosten angetreteo.

Depeschen de« BureauHerold."

Berlin, 1. August. Wie denBerl. N. Nachr." zufolge verlautet, hat der Kaiser für die Uuwetterbeschädigteu in Württemberg eine Spende von 3000 Mk. angewiesen.

Berlin, 1. August. Aus den vom Hochwasser heim- gesuchten Gebieten Deutschlands und Oesterreich-UngarnS liegen heute wieder zahlreiche Berichte Über die aogerichteten Verheerungen vor. In vielen Orten bei Dresden find die Verwüstungen durch die Wafferfluthen entsetzlich. Infolge Einsturzes von Häusern und Häuserthetlen find viele Hundert Bewohner obdachlos und um threHabe gekommen. In Neu- Döltzschen find elf Personen ertrunken. JnSgesammt sind bisher 43 Personen umS Leben gekommen. AuS Görlitz wird gemeldet, daß die Neisse im Sinken ist und die Gefahr beseitigt erscheint. In Steinkirch, Kreis Laubau, er- tranken sechs, in Görlitz uud Wing en dorf je eine Person. Dagegen ist io Hirschberg tu vorletzter Nacht wieder ein Wolkenbruch niedergegangeu, der die durch anhaltenden Regen schon angeichwollenen Gewässer zu reißenden Strömen machte. Io Sch wie de berg find mehrere Häuser niedergerisien- auch Mkn'chenleben find zu beklagen. Der Eisenbahnverkehr ist für Tage gestört, ebenso die Landstraßen. Der Tele- graph ist stellenweise zerrissen. Im Riesengruude wurden durch einen Bergrutsch sechs Personen getödtet. In Breslau wurden die Brücken für die Schifffahrt gesperrt. In Sprottau ertrank eine Frau, die sich vor den eiodrtngenden Fluthen nicht retteo konnte, ;im Zimmer. Nach Meldungen aus Teplitz Schönau hauste das Unwetter am ärgsten im Kurorte Eichwald und in Wiestrttz. In Eichwald sind vier große Häuser eingestürzt, eine Frau ist ertrunken. Die Sommerfrischler mußten mit Leitern gerettet werden. Jo Wiestrttz find 17 Häuser eingestürzt, andere untergraben. Die ganze Ortschaft ist gefährdet. Eine Anzahl Leichen wurde geborgen. Der Regen dauert fort. Aus Salzburg wird berichtet, daß ein nach Wien abgelaffener Persooenzug bei Hallwang entgleiste. Maschine uud Gepäckwagen stürzten ab. Der Maschiuenführer wurde getödtet, der Hetzer lebens­gefährlich verbrüht. Der schwere Regen dauert in Salzburg fort. Viele Menschenleben find verloren. In Berchtes­gaden find vier Bergknappen bei dem Zusammenbruch einer Holzbrücke ertrunken.

Wien, 1. August. Die portugiesische Gesandtschaft hier- selbst bezeichnet die Meldungen über den Ausbruch von Unruhen in Portugal als erfunden.

Prag, 1. August. Auch die Moldau ist aus den Ufern gerreteo und hat die medrig gelegenen Thetle der Stadt überschwemmt.

Rom, 1. August. Wie hiesige Blätter berichten, hat der Marineminister Brin ein Kriegsschiffsmodell coustruirt, welches angeblich eine förmliche Revolution in der Baukunst der Kriegsmarine Hervorrufen wird.

Berlin, 2. August. Gestern früh ist in der Königlichen Klinik der verunglückte Herrenreiter Graf Zech feinen Ber­letzungen erlegen. Sein Rennstall wird unter dem Namen feines Bruders, welcher als Seconde-Lieutenant bei den 13. Ulanen in Hannover steht, weitergeführt.

Petersburg, 2. August. Die Vorbereitungen zum Em­pfang des deutschen Kaisers nehmen einen großartigen Eharacter an. Namentlich imposant wird dos Militäraufgebot. Au« Warschau und Wiborg find 13 Compagnien hierher be­ordert. An die Parade schließt sich ein Restermanöver an.

nnö provinzielles

Bietzen, den 2. August

Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß. Herzog empfingen am 31. Juli u. «. den Amtsrichter Seibert von Butzbach, eine Deputation aus Herbstelu, bestehend au« Bürgermeister Varz, Fabrikant Kübel, Fabrikant Ruhl und Schulvorstand Letnberger, den UniversitätS-Mufikdirector Trautmann aus Gießen.

* Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 31. Juli den Ober- forstmeister G ust av D ittm ar zu Romrod zum Vortragenden Rath bei dem Ministerium der Finanzen, Abtheiluug für Forst- und Cameralverwalrung, unter Verleihung des Amts- titel«Oberforstrath", zu ernennen.

** Perfonalnachrichteu. Der Gerichtsvollzieher mit dem AwrSfitze zu Schotten Jakob LickS wurde zum Gerichts­vollzieher mit dem Amtssitze zu WormS, der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Schlitz Rich ard Kri chel zum Gerichts­vollzieher mit dem Amtssitze zu Schotten, der Gerichts- oollzieheraspirant Johannes Lein ans Lardenbach zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Schlitz ernannt.

Auszeichnung. Am Samstag Abend vereinigten sich im Saale desCafe Leib" die Mitglieder unserer freiwilligen Feuerwehren zu einem Banket, an welchem Herr Ober­bürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Wolff, sowie einige Stadtverordneten, Herr Branddirector Traber und mehrere Mitglieder der Pflichtfeuerwehr theilnahmen. Die festliche Veranstaltung galt der Ehrung derjenigen Feuerwehrmänner, welche 15 und mehr Jahre in einem der beiden CorpS actio Dienst geleistet. Herr Branddirector Traber begrüßte die Erschienenen und betonte, daß der Stadtvorstand in ent» sprechender Weise der Thätigkeit der älteren Mitglieder der Feuerwehr dadurch Anerkennung gezollt, daß er beschlossen, sür 15- und mehrjährige Thätigkeit Diplome zu verleihen. Der Herr Branddirector gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Anerkennung Veranlassung sein werde, die Luft zum Feuerwehrdienst zu heben und die Kameradschaft zu befestigen. Nachdem er kurz die freiwillig übernommenen Aufgaben der Feuerwehr trefflich dargelegt, forderte er die Versammelten auf, einen Gruß zu entbieten Denjenigen, die die Vorsehung zur Leitung und Beschützung unseres Vaterlandes berufen, unseren Fürsten. Diesem Gruß möge Ausdruck gegeben werden durch den Ruf: Se. Majestät der Kaiser und Se. Königl. Hoheit der Großherzog, sie leben hoch! Herr Oberbürger, meister Gnauth nahm hierauf das Wort. Es sei, so führte er aus, nicht baß erste Mal, daß der Vertreter der Stadt Ausdruck gebe dem Danke, welchen die Stadt den beiden Feuerwehren schulde. Die heutige Feier gelte denjenigen Mitgliedern, welche in den letzten Jahrzehnten treu zum CorpS gestanden und sich um die Stadt verdient gemacht. Durch Stadtverordneten-Beschluß seien Ehrenurkunden ge­stiftet worden für 15- und mehrjährige Dienstzeit in den Feuerwehren- 32 Mitglieder seien es, denen heute diese Urkunde überreicht werden könne, die sich wahrhaft verdient gemacht, um daS Wohl der Stadt, die bei mancher Feuers- gefahr ihr Leben und ihre Gesundheit in der Dienst der Stadt gestellt mit der starken Kraft der Nächstenliebe- sie bildeten einen werthvollen Stamm im CorpS. Er bezeichne es daher als seine dankbare Aufgabe, Namens der Stadt diesen Männern die verdiente Anerkennung durch Ueber- reichung der Diplome zollen zu dürfen. Hierauf überreichte der Herr Oberbürgermeister jedem der nachstehend verzeich­neten Feuerwehrmänner das prachtvoll auSgestattete, von Herrn Glasermeifter Georg Hoffmann hier schön eingerahmte Diplom:

a. Gießener Freiwillige Feuerwehr.

1) LouiS Petri, Stadtverordneter, 2) Carl Moll, RathSdiener, 3) Gg. Schneider, Armenamtsdiener, 4) Chr. Frutig, Heilgehülfe, 5) Carl Ludwig Gail, Hutmacher, 6) Ludwig Friedrich, Monteur 7) Franz Wigandt, Schreiner, 8) Karl Reuling, Weißbinder, 9) Aug. Dickorv, Büchsenmacher, 10) Heinr. Grün, Gaftwirth, 11) Gg. Ledermann, Schneidermeister, 12) Wilhelm Rühl, Spengler, 13) Edmund Nagel, Schlosser,

4) Eberhardt Käs, Buchbinder, 15) Joh. Hirz, Glasermeifter, 16) Kallmann Nußbaum, Fellhändler,

b. Freiwillige Gail'sche 1) Martin LooS, Lithograph, 2) Karl FeldhauS, Tapezier, 3) Hermann Koch, Schreiner, 4) Karl Dtckhardt, Schreiner, 5) Martin Nagel, Schuhmacher, 6) Gg. Atzbach, Wirth, 7) Emil Kalbfleisch, Steinhauer, 8) Robert Sattler, Rentner, 9) Louis Pfeil, Schreiner, 10) PH. Mootz, Schuhmacher, 11) Theodor LooS, Schriftsetzer, ' 2) PH. Lang, Lacktrer, 13) Jean Arnold, Gaftwirth, 14) Johann Thoma. Gaftwirth,

15) Heinr. Ludw. Allendörfer, Schreiner, 15

16) Justus Körber, Schlosser, 15

Nach der Vertheilung gab Herr Oberbürgermeister Gnauth der Hoffnung und dem Wunsche Ausdruck, daß auch in den kommenden Jahren die Stadt in der Lage sein werde, gleiche Dienste in gleicher Weise ehren zu können. Er danke nochmals den beiden Feuerwehren, besonders den Männern, welche heute äußerlich Anerkennung für ihre der Stadt geleisteten Dienste gefunden. Er bitte die Anwesen­den, m-.t ihm einzustimmen in ein Hoch auf die Jubilare.

NamenS der mit Diplom ausgezeichneten Feuerwehr- männer dankte Herr Stadtverordneter Petri für die aner- tnnenben Worte des Herrn Oberbürgermeisters. Er schloß eine Ansprache mit einem Hoch auf Gießen und Herrn Oberbürgermeister Gnauth. Herr Gail, Hauptmann der Gießener fretro. Feuerwehr, dankte NamenS seines CorpS für die Diplome und versprach, daß das CorpS auch ferner über daS Wohl der Stadt Gießen wachen werde. Seine Rede schloß mit einem Feuerwehr-Salamander auf den Herrn Oberbürgermetster. Herr Loos, Hauptmann der freite. Gail scheu Feuerwehr, hob in seiner nun folgenden Ansprache hervor, daß nicht Ruhm und Ehre das Ziel des Feuerwehr- manne« sei, sondern der Drang, dem Nächsten rasch Hilfe zu leihen, trotzdem stärke nichts die Feuerwehrmänner mehr, als wenn ihnen Seiten« der Behörden Anerkennung für ihren Be-

I ruf gezollt werde. E« gereiche ihm zur Freude, Namen» seines Corps und der heute ausgezeichneten Mitglieder des­halb der Behörde, insbesondere dem Herrn Oberbürgermeister^ deren Dank auSzusprecheo. Durch Ehrung einzelner Mit- glieder werde auch daS CorpS geehrt, es möge sich deshalb das CorpS dankbar zeigen durch Eifer io seiurm Beruf, da« mit drohendes Unglück von der Sadt abgehalten werden - die Feuerwehr werde stets das anerkennen, was seitens der Stadt für daS Löschweseu geschieht und die Männer ehren, die demselben Opfer zu bringen bereit sind, in erster Linie die Herren Stadtvertreter. Dem Dank für die Diplome wolle die Wehr aber Ausdruck geben, er bitte mit ihm ein­zustimmen in den WehrmannSgrußGut Wehr" auf die Stadtverordneten und die städtische Verwaltung. Herr Stadtverordneter Heichelheim dankte dem Vorredner NamenS der Stadtverordneten-Bersammlung. ES sei wohl manches nachgeholt worden zur Hebung deS Feuerlöschwesen« und es werde auch in Zukunft alles in dieser Bieziehuvg Erforderliche geschehen. Mit der Verleihung der Diplome habe die Stadt nur einen kleinen Theil de« Dankes abgetragen, den sie den Feuerwehren schulde. Mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß zwischen den beiden Feuerwehren stets Einig­keit herrschen möge, brachte Redner auf dieselben ein Hoch aus. Herr Dr. Heuser constatirte in seiner nun folgen­den Ansprache, daß sowohl die freiwilligen Feuerwehren wie die Pflichtfeuerwehr durch die Wahl des Herrn Traber zu« Branddirector höchst befriedigt seien. Der Herr Brand- director habe während der erst kurzen Zeit seit seinem Amts­antritt gezeigt, welch' reges Interesse er an der Feuerwehr­sache habe. Darauf, daß Herr Branddirector Traber recht lange beiden freiwilligen Feuerwehren wie der Pflichtfeuer­wehr vorstehen möge, bringe er ein Hoch auS. Herr Martin Nagel widmete den noch lebenden Gründern der Feuerwehr einen Schluck. Herr Branddirector Traber brachte, nachdem er seine Freude über daS sowohl von den freiwilligen Feuerwehren wie der Pflichtfeuerwehr ihm gegen­über betätigte Entgegenkommen auSgedrückt, auf da« fernere Blühen und Gedeihen der beiden Corps einGut Wehr" aus. Herr Stadtverordneter Petri hob lobend die Thätigkeit beider Feuerwehren und ihrer Hauptleute hervor, die sich nicht nur auf dem Brandplatze, sondern auch in Wahrnehmung sonstiger Interessen der Corps bewährt. Sein Hoch galt den Vorständen der beiden Feuerwehren. Mit einem in humoristischer Form von Herrn Branddirector Traber ausgebrachten Hoch auf die Frauen und zukünftigen Frauen der Feuerwehrmänner war die Reihe der Toaste be­endet, doch biteben die Teilnehmer an der Feier noch lange in gemüthlicher Weise bei einander.

* Gießener Turuerfchaft. Gelegentlich des gestrigen JubilänmSfesteS des Turnvereins Wetzlar er­hielt unsere Turnerschaft den ersten MusterriegenpreiS und die von ihr vorgeführte Spielriege bekam die Wenhung gut". Damit hat das Wettturnen für dieses Jahr sein Ende erreicht und unserer Turnerschaft kann rühmend nach­gesagt werden, sie hat sich dabei wacker geführt und dadurch ohne Zweifel neue Sympathie in der Bevölkerung Gießens gewonnen. Gut Heil! DaS Wettturneu hatte im Uebtigen folgendes Ergebniß: 1. Turnverein Greßen, Barren, 19 M5 Punkte- 2. T.-V. Wetzlar (Zögl.), Pserd, 19,6M P.- 3. T.-D. Wetzlar, Reck, 19,l5t P.- 4. T.-v. Krofdorf, Barren, 19,2,, P- 5. T.-B. Bad-Nauheim, Barren, 18,,P.- 6. T. v. Butzbach, Barren, 18,416 P.- 7. Turn-Verein Gießen (Zögl.), Pferd, 18,416 P.- 8. T.-v. Wieseck, Bar- ren, 18,,P.- 9. T.-V. Alsfeld, Pferd, 17,«P.- 10. T.-v. Heuchelherm, Pferd, 17/0<s $.; 11. T.--V. Launsbach, Barren, 16,920 P.- 12. Männer - Turn - Verein Gießen, Spielriege, mit der Notegut".

* Zechpreller. In einem hiesigen Hotel logirte sich am 28. v. MtS. ein Fremder ein und verschwand am anderen Morgen, ohne die Zeche berichtigt zu haben. Er ließ ein Packet zurüa, in welchem sich nichts alS ein schwerer Pflaster­stein befand. Der Schwindler ist identisch mit einem von Worms auS wegen gleichem vergehen verfolgten angeblichen Schauspieler.

* * Avflauf. Gestern Nachmittag verursachte ein zum freien Spaziergang au8 der Psychiatrischen Klinik beurlaubter Geisteskranker einen Menschenauflauf. Derselbe hatte mehrere Wirthschaften besucht und getrunken, ohne Geld zn besitzen, wurde dann rasend, bedrohte die Leute mit dem Messer und mußte schließlich polizeilich wieder in die Klinik gefahren werden.

Schlägerei. Auf dem Heimwege vom Waldfeste der Bäckergrhülfen geriethen gestern einigeTheilnehmer in Streit, auch setzte Prügel. Als mehrere derselben nochmals in eine Wirthschaft in der Licherftroße einkehren wollten und die Wirthin die THÜre zuschloß, um die Gäste nicht stören zu lassen, wurden einige Fensterscheiben entzwei geschlagen. Strafantrag wegen Sachbeschädigung ist gestellt.

Streit. Mutter, Tochter und ein Mann rauften und zankten sich gestern Abend auf dem Kirchenplatz und verursachten einen Menschenauflauf. Anzeige wegen Unfug und Ruhestörung wurde erhoben.

Schwindelei. Am vorigen Samstag mietete sich ein angeblicher Monteur au« Mainz hier ein und schwindelte seinem Hausherrn alsbald 6 Mk. ab, angeblich um einen Waggon mit Maschinentheilen am Bahnhof einzulösen, ver- schwand aber später spurlos. Einen gleichen Betrug hatte derselbe an einem anderen Platze auSgesührt und hierbei 10 Mk. erbeutet.

* Unsere alte bladlkirche, welche sich nach den seit­herigen Umänderungen schon jetzt in weit vortdeilhafterem Zustande präsentirt, wird in den nächsten Tagen eine weitere Zierde erhalten. Ein Colossalkreuz, welches die Spitze de» Giebels der dem Kirchenplatz zugrkehrten Seite krönen soll, ist heute Vormittag hier eingetroffen und ein weitere» klemere« Kreuz wird seinen Platz auf der Spitze des Por­tals Über der EingangSthÜr der Kirchenplatzseite erhalten. Beide Kreuze sind aufl Zink gefertigt.

33

Jahre

Dienstzeit

33

//

n

30

tt

0

34

H

tt

24

N

t>

22

tt

n

22

H

n

22

tt

n

22

n

w

18

n

tt

16

tt

H

16

tt

tt

15

tt

M

15

//

ff

15

//

ff

15

n

n

Feuerwehr.

32

Jahre Dienstzeit.

29

n

tf

28

ff

tf

28

n

tt

28

tf

tf

25

h

ft

23

ff

ff

23

rt

tt

23

tt

tt

23

ff

«

22

ff

tt

17

ff

rr

17

tf

tt

17