Ausgabe 
3.1.1897 Zweites Blatt
 
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Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin. Eine sehr finnige Gabe hat Seine Königliche Hoheit der Großherzog für seinen kaiserlichen Schwager mitgesandr. Bet den s. Z. erwähnten Ausgrabungen bei ForsthauS Koberftadt hatte sich auch Kaiser Nikolaus persönlich betheiligt und ein Gesäß selbst auSgegraben. Der Großherzog Hal nun eine getreue Nachbildung dieses antiken Gefäßes in Silber aus- führen lasten und dastelbe mit dem -Original, welches viele Jahrhunderte im Schooße der Erde geruht hatte, dem Kaiser a!S Weihnachtsgeschenk übersandt. Die Imitation trägt nur daS Datum, au welchem die Ausgrabung des Originals stattfand. Da der Kaiser an diesen Ausgrabungen großes Jntereste bekundete, wird er über die Aufmerksamkeit seines Schwagers gewiß erfreut sein.

A Mainz, 30. December. Der notarielle Ueber­trag der hessischen LudwigSbahn au den Staat ist am verflossenen Montag hier erfolgt. Die UebertragS- Urkunde wurde von sämmtlichen Mitgliedern des Ver- waltungSrathS unterzeichnet und zwar sind die Namen der Unterzeichner der denkwürdigen Urkunde: Geh. Commerzien- rath Franz Werner-Mainz (Präsident des BerwaltungsrathS), Bankdirector Heddertch-Darmstadt (Biceprafident des Ver- waltuugsrathS), Geh. Commerzienrath Reuleaux Mainz, Stadtrath Hetneken-Frankfurt, Commerzienrath PreetoriuS- Mainz, Andreas Probst-Mainz, Commerzienrath Dalkenberg- WormS und Dr. Schmidt-Polex-Frankfurt. Von den ge­nannten Personen war Geh. Commerzienrath Werner bereits 1845 bei dem GründungScomitv und gehörte seit diefer Zeit ununterbrochen dem VerwaltungSrath au. Commerzteurath Werner hat alle Phasen des Unternehmens mit durchlebt­er hat an besten Wiege gestanden und ihm heute als Privat­gesellschaft das Grabgeleite gegeben. Nach dem erfolgten notariellen Uebertrag hat jetzt noch die Löschung der Gesell- schäft im Handelsregister zu geschehen. Da eigenthümltcher Weise die Beträge zur Entschädigung der Actiouäre von den RegieruugSkasten bis jetzt noch nicht angewiesen, bleiben die Kastenbestände der Gesellschaft und die bet Bankiers deponirteu Beträge (ca. 7,000,000 Mark) vorerst noch in Verwahrung deS VerwaltungSrathS. In die neuerrichtete Eisenbahn- direction Mainz ist neuerdings noch Regierungsrath Gallo seither in Halle berufen worden.

Mainz, 30. December. Zwischen Nackenheim und Nier­stein wurde gestern Abend ein Fuhrmann auS Laubenheim sammt seinem Pferde durch den um 9 Uhr 48 Minuten von Worms hier fälligen Personenzug 19 erfaßt und über- fahren. Das Pferd war tobt, der Fuhrmann schwer ver­letzt. Dem Unglücksfall soll eine ganz merkwürdige Ursache zu Grunde liegen. Der Fuhrmann hatte einem anderen Gefährt in der Richtung nach Nierstein Vorspanndienste ge­leistet. Auf dem Rückweg setzte er sich auf sein Pferd und schlief ein. Beim Passiren deS Bahnüberganges lenkte das Thier seitwärts ab und trabte auf dem Bahnkörper den Schienen entlang, was der Reiter nicht eher merkte, als bis ihn der Stoß der Maschine aus seinem Schlummer aufrüttelte.

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BrühPschen

* DaS BolkSzweirad. Um hundertfünfzig Francs wird in absehbarer Zeit in Frankreich ein gutes Bicycle zu haben sein. Diese geradezu sensationelle Nachricht, die gleichbedeutend ist mit einer ungeahnten Popularisirung des RadfahrsportS und der Umwandlung des RadeS in daS wahre Verkehrsmittel des Volkes, hat, wie dasNeue Wiener Tagbl." mittheilt, Pierre Giffard, der Chesredacteur deS Velo", von seinem Besuch im jetzigen Parisersalon du cycle mitgebracht. M. Giffard traf im Salon den In­genieur Darracq, einen ausgezeichneten Zweiradtechniker, der dieFusion der drei Marken" zuwege brachte und nun als Manager dieses riesigen Unternehmens sehr viel freie Zeit befitzt. Giffard fragte ihn, was er nun zu thun gedenke, und die Antwort lautete:Zunächst werde ich Automobiles wachen, so zu meiner Unterhaltung. Die Vereinbarungen mit meiner Gesellschaft verbieten mir die Erzeugung von Bicycles. Aber ich darf Bicyclebestandtheile machen. Ich werde diese Industrie, die in Frankreich zwar verbreitet ist, aber weniger als in England und Deutschland, zu einem ProductionSzweige ersten Ranges gestalten. Mit den kleinsten Dorfschloffern werde ich in Verbindung treten, und sie werden dann binnen zwei Jahren, in ihrer Werkstatt, mit primitiven Mitteln Fahrräder fabriciren, wie sie heute courante Schloffer-

waare erzeugen. Mein kleiner Schlosser wird im Stande sein, aus den Bestandtheilen, die ich ihm liefere, Räder her- zuftell-n, die er um 150 Francs mitsammt Pneumatics an seine Kundschaften verkaufen kann. Und dabei wird er noch verdienen." M. Giffard schließt seine Mitlheilungen mit den folgenden Worten:Ihr Handwerker und kleinen Sc­annen, die ihr zu Hunderttausenden seufzet über die materielle Unmöglichkeit, ein Rad zu kaufen, gedenket wohl dieser Er- klärung. In zwei Jahren, vielleicht in einem, werdet Ihr neben dem Luxusbichcle, das immer an die Auserwähllen des Glückes verkauft werden wird, das wahrhaft demokratische Zweirad austauchen sehen, das blos einen Monat Eures Einkommens den Tag zu 100 Sous gerechnet dar- stellen wird."

-auSwirthschafiliche Winke und Rathschläge.

A ArrS Oberhesserr, Ende December 1896.

Allerhand Nützliches an« der Praxis.

Das Jahr 1896 mit seinen eigenthümlich gestatteten Futterver- hältnissen gibt manchem vernünftigen Landwtrthe zu denken und zu rathen auf. Daher ist es selbstverständlich, daß wir unS auch ein­mal ein Bischen mit dem Füllern befassen, sintemal und alldieweil Sütter» und füttern sehr zweierlei ist.

Aber das ist doch eins und dasselbe wird mancher geehrte Leser im ersten Augenblicke sagen. Fehlgeschossen, lieber Freund! antworten wir und bitten, nur gemüthltch bis ans Ende lesen zu wollen, er wird dann schließlich zu der Ueberzeugung gelangen: Die Sache hat wirklich zwei sehr verschiedene Setten, an die viele Landwtrthe nicht denken, die aber bu ch unsere Zeilen wahrscheinlich ein wenig zum Probtren angeregt werden. Das ist uns gerade die Hauptsache. Wenn der Bauer mit aller Behutsamkeit und Borficht ansängt, Proben zu machen, ist er von setner Ofenbank aufgerütlelt, was sehr viel werth ist. Wir werden in diesen Zeilen auch die Futtermittel da und dort ein Bischen streifen, unser Thema ist darum ohne Zwetfel zeitgemäß und practisch.

Beginnen wir zuvörderst mit dem Füttern der Pferde und nehmen wir an, ein Gaul sei ein schlechter Fresser.ES ist ein Kreuz und Elend mit meinem Pferde," sagte dem Schreiber dieser Zeilen kürzlich ein s. g. einspänniger Bauer, d. h. ein Bauer, der nur mit einem Pferde seine Grundstücke bestellt;der Gaul kostet 550 Mark, ist fromm und treu, geht gut in Wagen und Pflug, aber ich bringe daS Thier nicht recht in die Reih' und zu hübschem Ansehen, es ist ein schlechter Fresser. Ich mag den besten Hafer und das schönste Heu vorlegen, das Thier kaut langsam und läßt das Futter in Raufe und Krippe liegen.

Dafür gibt es ein einfaches und billiges Recept," war die Antwort.Herrjeh!" rief der Bauer mit komischem Schrecken, laßt mich in Ruh mit Doctor und Apotheker, vor denen hab' ich einen schwernothen Respect!"Der Doctor seid Ihr selbst," war die Antwort, der kostet Euch nichts. Der Apotheker ist Euer Futtervor­rath, verursacht folglich keine besondere Ausgabe. Wollt Ihr mit diesen eine Probe machen?"Do sein eich neutschierig" antwortete der Bekannte und empfing folgendes Recept, das durch seine Ein- fachhetr und Billigkeit gewiß den Beifall jedes freundlichen Lesers finden wird:

Vor allen Dingen gebt Ihr, wenn Ihr Hafer füttert, nur eine Hand voll in die Krippe. Diese machet Ihr aber vorher so sauber wie Euer Kaffeeschälchen oder Euren Suppenteller, denn Ihr müßt wissen, daß das Pferd sehr auf Reinlichkeit sieht. Es giebt Pferde, die saufen aus keinem Eimer der nicht blitzblank ist, oder aus dem vorher eine Kuh oder ein Schaf getränkt worden ist. Wie steht es mit der Reinlichkeit in Eimer und Krippe?"Hm! meinte der Neugierige, da kann manchmal Etwas übersehen worden sein."Dann sehet scharf nach," war die Antwort,Reinlichkeit ist's halbe Leben, heißt es bei Menschen und HauSthieren."Aber warum läßt der Gaul Den schönen Haver liegen, wenn die Krippe ganz rein ist?" fragte der Wißbegierige.Dafür gibt eS eine klare und einfache Be­gründung" erwiderte ick.Das Thier frißt langsam, sagtet Ihr. Durch das Athmen und Schnaufen wird das Futter nach und nach warm und nimmt einen üblen Geruch an; das empfindliche Roß will dieses behauchte und beathmete Futter nicht. Eben deshalb rüth ich schon vorhin: Gebt bim Pferde immer nur eine Handvoll Haier, diesen frißt es weg und wird angereizt, weiteren zu verzehren. Sei allen sonstigen guten Eigenschaften ist jedes Pferd mehr ober weniger futterneidig. Reicht man nur kleine Gaben, io wird das Pferd eif­riger, lernt nach und nach mehr und auch rascher fressen.

Das leuchtet mir ein" antwortete der Bauer;soll man auch bei'm Heugeben und Tränken etwas Besonderes thun?"Arn besten ist es," war die Antwort,Ihr lasset auf den Hafer das Heu folgen und zuletzt das Getränke. Als Grund dafür gilt: Wenn man das Wasser gleich nach dem Hafer gibt, ist ersterer noch nicht verdaut und er wird daher durch das Getränke leicht aus dem Magen ge­trieben. Jedes unverdaute Haferkorn ist natürlich für das Pferd verloren. Mitunter finden die Hühner die Körner wieder, so daß sie doch nicht ganz in Verlust gerathen. Man tränkt also am rich­tigsten zuletzt."

Die Unterredung fand vor 2 Monaten statt. Dieser Tage be­gegnete ich dem Bauer wieder.Der Gaul frißt und säuft besser und sieht auch schöner aus!" rief mir der Fuhrmann schon von Weitem zu. Um zu erfahren, wie weit das Recept half, bemerkte ich absichtlich:Das gute Aussehen hängt wohl damit zusammen, daß das Pserd jetzt weniger Arbeit hat."Nein! nein! antwortete der Bauer, der Gaul frißt besser, er macht kein Futter mehr zu schänden, er ist ein ganz anderes Thier geworden."Was meinet Ihr also zu dem Reccpte?" fragte ich.Sou e goures Recept hun eich mei Lebtag näit kräicht Foirern ean folrern eas näit anerlaa!" ermtberte mein Bekannter, knallte mit der Peitsche und fuhr munter von bannen.

Das Thema, worüber wir uns unterhalten wollten, beißt, wie wir oben sehen: Füttern und füttern ist sehr zweierlei. Hier haben wir einen Beweis dafür aus der Praxis, das kann sich Mancher Hintern Spiegel stecken, damit er es jederzeit bequem zur Hand bat.

Da wir nun gerade an den Rossen find, soll die Frage über Futtermittel ein wenig gestreift werden, wie oben in Aussicht ge­nommen worden ist.

Auf den Straßen, in Garten- und Parkanlagen steht häufig ein prachtvoller Baum : Die Roßkastanie (aesculus hippocastanum). Dieser Baum trägt in manchen Jahren, wie z. B. in diesem Jahre 1896, massenhafte Früchte, welche sehr wenig beachtet werden. Man bat nun mit den Früchten der Roßkastanie »ersuche in Frankreich angestellt, worüber Folgendes mitgetheilt wird: Schafe können die Roßkastanien in unbegrenzter Menge aufnehmen. Man hat einer Gruppe Schafe vorzugsweise Rüben, der anderen Roßkastanien ge­geben und gefunden, baß die letztere Gruppe am meisten zunahm. Dann hat man die Futtermassen gewechselt und hat wieder gesunden, daß die mit Roßkastanien gefütterten Schafe besser gediehen, als die mit Rüben.

Aehnliche Versuche haben die Franzosen bei dem Rindvieh mit Roßkastanien angestellt. Man hat die Kastanien gekocht und bis zu 10 Piund (5 Kilo) täglich mit Milchkühen gefüttert, ohne daß sich der geringste Unterschied am Geschmacke der Milch, der Butter oder bei der Milchergiebigkeit gezeigt hätte. Da die Roßkastanie viel trockener als die Rübe ist, so muß man etwas mehr Getränk ver­abreichen.

Nun zeigt aber schon der Name Roßkastanie, daß daS Roß die Kastanie ebenfalls frißt und gut verträgt. Warum sollen wir diese Frucht, die uns buchstäblich umsonst in den Schooß fällt, elend und zwecklos zu Grunde gehen lassen, besonders in futterarmen Jahren? Das hat gar keinen Sinn.

Untere Grünröcke, die Jäger, wissen mit den Roßkastanien schon besser um zu gehen; sie lassen die Kastanien sammeln und werfen

sie im Winter dem Roth- und Sch^arzwilde vor. Der Fürst vow Büdingen läßt im Spätbherbste viele Eentner Roßkastanien antaufe» und zahlt, soviel uns bekannt, drei Mark für den Eentner. DaS ist schon eine recht anständige Bezahlung und lohnt das Einsammeln.

Die Roßkastanie läßt sich aber m ch zu verschiedenen anderen Dingen gut verwenden. Man schält die Früchte, pulvert sie und be­handelt sie wie Kartoffeln, denn dle Kastanie befitzt sehr viel Stärke­mehl. Man kann darum Essig und Branntwein daraus Herstellen und das wird später auch noch geschehen. Selbst zu Schnupftabak läßt sich die feinpulverisirte Roßkastanie verwenden. Im Hungerjahre 1817 hat man Brot daraus gebacken. Löst man das Roßkastanien- mebl im Wasser auf, so wird es seifig und wird beim Walken, Waschen und Bleichen gebraucht. Das Holz der Roßkastanie ist sehr weich und hat daher wenig Brennwerth, enthält aber viel Potasche.

Literatur und Kanffc

Katechismus der Baustile ober Lehre der architectonifchen Stilarten von den ältesten Zeilen bis auf die Gegenwart. Nebst einer Erklärung der im Werke vorkommenden Kunstausdrücke. Von Dr. Eduard Freiberrn von Sacken. Zwölfte Auflage. Mit 103 Abbildungen. In Original-Leinenband 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Wie sehr das gefällig ausgestaltete Büchlein feinen Zweck, die Kenntniß der Baustile weiteren Kreisen zugänglich zu machen, erfüllt, beweist die stat liche Anzahl von Auflagen, welche es erlebt. Der knapp gefaßte Text ist gemeinverständlich geschrieben und durch die mit eminenter Sawkenntniß gewählten Illustrationen sinnfällig veranfchaulicht, sodaß wir in der Thal keinen Leitfaden der Baustile zu nennen wissen, der kürzer und zutreffender den Lern- begierigen über das interessante Thema unterrichten würde. Der Preis dieses Katechismus (2 Mark) ist ein so bescheidener, daß auch der Minderbemittelte sich in den Besitz desselben fetzen kann. Hier findet Jedermann, der Bauwerke verstehen will, das Alphabet der Architeceur, das ihn befähigt, das, was die kunstgerecht gefügten Steine erzählen, mit demselben Nutzen und btrfelben Befriedigung zu lesen, wie ein gutes Buch.

Die soeben zur Ausgabe gelangte Nummer 51 des »Reporter", illustrirtes Weltblatt, Berlin (Preis 10 Psg., Post­zeitungsliste Nr. 6038), hat folgenden Inhalt: Die Explosion in der Spenerstraße zu Berlin am 12. December 1896 (mit 1 Illustration). Wie bekommt man einen reichen Mann? Modernes Zeitgemälde von Otto von Frohreich. Eine Königin der Bretter (mit Por- trait). Ragout fin. Der Elch im Zoologischen Garten zu Berlin (mit 1 Illustration). Weihnachten in der Reichshauptstadt (mit 1 Illustration). Aus der Artistenwelt (mit 4 Illustrationen). Oberst Siebert (mit Portrait). Ties unter Eisleben (mit 2 Illustrationen). Nützliches. Etwas für den Büchertisch. Auflösung des Vexierbildes aus vorig« Nummer. Vexierbild. Anzeigen. Auslösung des 30 Mark-PreisräthselS. 100 Thaler- PreiSräthsel. Briefkasten.

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auf das Jahr 1897.

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