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GUHeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag».
Die Gießener DamikienökLiter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt.
Zweites Blatt. Donnerstag den 2. December
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Kichmer Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Vierteljähriger AvounementspreiO» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
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folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. yMlUuHltllUyc* ^TUUUUlllVlUlIXl« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgehn.
21 mtlieber Theil.
Gießen, den 26. November 1897.
Betr.: Viehzählung am 1. Dtcemdec 1897.
Bekanntmachung.
Lat Großherzogliche KreiSamt Gießen M M< Grstzh. Bargermdlkttte* des SHetUt-
Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 27. October 1897 — KreiSblatt Nr. 255 — in obigem Betreff weisen wir Tie an, da die Bestimmungen und Anweisungen für die Zähler auch bei künftigen Viehzählungen maßgebend find, nach beendigter Zählung von den ZählungS- commtsfionea die genannten Bestimmungen und Anweisungen in Empfang zu nehmen und für Aufbewahrung derselben Sorge zu tragen.
v. Gagern.
Deutsche» Reich.
Berlin, 30. Novrmoer. Sn dem Mehrbedarf deS Reichs Haushalts von 64,559,032 Mk. find betheiligt: Etat des ReichskaozlerS und der Reichskanzlei 66,210 Mk. mehr) Auswärtiges Amt 297,226 fortdauernd mehr, 2,360,162 einmalig mehr- Reichsamt des Innern 2,757,019 fortdauernd mehr, 2,020,248 einmalig weniger,- Verwaltung des Reichs- heercS fortdauernd mehr 18,897,635, einmalig mehr 44,060,557; Marine fortdauernd mehr 3,196,720, einmalig mehr 28,356; Justizverwaltung fortdauernd mehr 14,442; Reichsschatzamr fortdauernd mehr 285,380, einmalig mehr 193,000; ReichSetsenbahnamt fortdauernd mehr 2270, einmalig mehr 10,000; RetchSschuld fortdauernd weniger 1,207,500; Rechnungshof fortdauernd mehr 25,347; allgemeine PenfiousfondS fortdauernd mehr 3,631,866; Post« und Telegraphrnverwaltuug einmalig mehr 101,766; Reichs« druckerei einmalig mehr 266,900; Eifeobahnverwalrung einmalig wehr 800,000; Zuschuß zu den Ausgaben deS außer« ordentlichen Etats laut Nachtragsetat vom 30. Juni 1897 einmalig weniger 9,298,377 Mk. Zusammen fortdauernd mehr 29,174,416 Mk., fortdauernd weniger 1,207,500 Mk.
Leipzig, 29. November. Die erste Handelshochschule in Deutschland wird vorauSfichtlich zu Ostern 1898 in Leipzig eröffnet werden. Die Leipziger Kaufmannschaft
Ferrilleton.
Alles auf einmal.
Einer wahren Begebenheit nacherzählt von Albert Cim. Autorisirte Uebersetzung von Wilhelm Thal.
(Nachdruck verboten.)
In einem Dorfe der Ardennen geboren, hatte EharleS Aubrhon seine CarriSre damit begonnen, daß er bet einem Notar in Rethel als Laufbursche und Schretberlehrltng eintrat. Diesen bedeutenden Posten batte er im Alter von dreizehn Jahren, nachdem er die Grmrindeschule verlaffen, augetreten. Außer Esten und Wohnung erhielt er daS nicht hohe Gehalt von monatlich 25 Francs.
Sechs Jahre später bekam er durch die Vermittelung eines seiner Vettern, der in Belgien etablirt war und den er für sich zu interesfiren wußte, eine mit 1500 Francs dotine Stelle in BrÜffrl bet dem Bankhause de Gelder u. Weiland.
Hier machte er fick durch seine Intelligenz, sein Ber- ständntß für alle Geschäfte und seinen E fer bald bemerkbar. Dadurch erwarb er sich die Achtung und da» Vertrauen seiner EhefS in so hohem Grade, daß diese ihn im Laufe der Zeit immer häufiger mit wichtigen Mtsfionen betrauten und ihn behufs Abwickelung von Geschäften nach Antwerpen, L lle, London ober Paris sandten.
So kam eß, daß Aubrhon mit Leopold SestylS näher bekannt wurde, dem Ches deS Bankhauses SestylS, Fanconnter u. Comp., der ihn nicht nur wie seine Chef» zu schätzen wußte, sondern sogar diesen erprobten Mitarbeiter für sich zu gewinnen suchte.
Um diese Zeit kehrte Fräulein Cscile de Gelder, welche ihr achtzehntes Jahr erreicht hatte, aus der englischen Pension nach Hause zurück.
Sparte* v-rk-hrt- W frtuniftaftlto bei feinen Shef» nnb würbe regelmäßig »u allen S-Michk-iien eingelaben, weiche sowohl Madame de Gelder wie Madame Weiland veranstalteten.
hat auch in dieser für den gesammten deutschen Handelsstand so überaus wichtigen Frage wieder den ersten Schritt zur That vollbracht. Gleich nachdem der deutsche Verband für da» kaufmännische UnterrichtSwesen in Leipzig seine denk« würdigen Sitzungen vom 11. und 12. Juni d. I. abgehalten und man die Errichtung von Handelshochschulen in Deutschland als ein dringendes Bedürfniß anerkannt hatte, ging der Director der dortigen öffentlichen Handelslehranstalt, Pro- feffor H. Raydt, mit der Verwirklichung deS Gedankens vor. Er veranlaßte eingehende Besprechungen mic Vertretern der Handelskammern, Lehrern der Handelsschule und Profefforen der Universität, als deren Endergebniß Folgendes zu bezeichnen ist: „Die Handelshochschule soll als ein selbstständiges Institut von der Handelskammer unter Mitwirkung der Universität und der öffentlichen Handelslehranstalt tt« richtet werden."
totales rrnd provinzielle»
Gießen, den 1. December 1897.
Wettfaasen, 28. November. In der Ohm wurden von zwei hiesigen Jägern Heinrich Kratz 2. und Valentin Langohr innerhalb 14 Tagen zwei Fischottern mittelst einer eisernen Falle gefangen. ES waren dies sehr schöne Exemplare von 70 bis 80 Centimeter Länge und 25 bis 30 Pfd. Gewicht.
Butzbach, 30. November. Nachdem nunmehr zahlreiche Hausleitungen installirt, ca. 68 Glühlampen und 8 Bogenlampen für die hiesige Straßenbeleuchtung angebracht worden find, ist man nunmehr mit Spannung der Zuleitungsdrähte über die Dächer der Häuser hinweg beschäftigt. Aber auch an den maschinellen Anlagen der städtischen ElectricitätS- werkeS ist man jetzt eifrig beschäftigt. Die zur Herstellung der Electricität dienende ca. 30pferdtge Dampfmaschine wird eben in dem neuen MaschtnenhauS am Viehmarktplatz aufgestellt und montirt, dasselbe geschieht mit den Accumulatoren. Schreiten die Arbeiten in dieser rüstigen Weise fort, so werden auch wir unS in einigen Wochen der Annehmlichkeit des electrischen Lichtes in unserer Stadt erfreuen können.
Lanbach, 27. November. Anläßlich des Jubiläums Sr. Erlaucht des Herrn Grafen wurde der seitherige Raffen* gehülfe Herr Bohn zum „gräflichen Rentmeister", der Gärtner Herr Buchholz zum „gräflichen Hofgartnrr" ernannt.
Dort hatte er Gelegenheit, Cscile zu sehen, der er sehr gefiel.
Ja, er gefiel ihr sogar so gut, daß fich bald ein kleiner Roman zwischen den beiden jungen Leuten entspann. Fast jeden Morgen auf dem Wege ins Bureau und jeden Abend, wenn er. daffelbe verließ, begegneten Charles und Cscile einander, natürlich ßwte durch Zufall.
Man begrüßte fich iunb sprach über die Witterung oder die kleinen Vorfälle deS Tages oder deS Abends. Bald folgten diesen einfachen, freundlichen Begrüßungen immer längere und bedeutungsvollere Händedrücke; dann kamen An- fptegelungen, schüchterne Geständniffe, endlich strömten zarte Schwüre von ihren Lippen, und da man viel zu wenig Zeit hatte, um fich zu sehen und fich alles anzuvertrauen, war man auf dem Herzen hatte, so schrieb man fich — lange LiebeS« epistel, die man Morgens anStauschte.!
„Wie sollen wir eS nur anfangen, um nicht getrennt zu werden; wenn man Sie nun eines Tages verheirathet?" sagte er oft ängstlich zu ihr.
„Haben Sie keine Furcht, Charles, ich werde mich nie mit einem Anderen verheirathen laffen; da- schwöre ich Ihnen!"
*
Schließlich wurden diese häufigen Begegnungen im Vor« flur und aus der Treppe, diese Rendezvous in allen Ecken de- Hauses doch bemerkt und erregten Argwohn.
Eines Abends hätte Herr de Gelder seine Tochter beinahe dabei überrascht, als fie dem Muster aller seiner Angestellten einen herzhaften Kuß versetzte. Aengstlich und zitternd kehrte Charles in seine Junggefellenklause zurück.
„Das nimmt kein gute» Ende," brummte er verstimmt vor fich hin, „und eines schönen Tage- wird man mich vor die Thür setzen; daS geht ja gar nicht anders. Auf diese Weise werde ich mit einem Schlage alles verlieren, wa- ich auf Erden besitze: Cscile und meine Stellung. Nein, nein, ich muß versuchen, dieses doppelte Unglück zu verhüten, so lange es noch Zeit ist."
Für das Beste und Einfachste hielt er es, Herrn de Gelder aufzusuchen und ihm — natürlich mit CscileS Einwilligung
—f— Schotten. 30. November. Aehnlich wie den Kreisen Schotten und Büdingen ist nun auch der Stadt Schotten der ansehnliche Betrag von 10000 Mk. zum Ersatz bewilligt worden, den fie s. Z. zu den Kosten der Nebenbahn Schotten— Nidda beitragen mußte. Ursprünglich sollte die Stadt 25000 Mk. zahlen, fie konnte aber nur 10000 Mk. aufbringen, der Rest von 15000 Mk. wurde durch Beschluß der Landstände auf die Staatskaffe übernommen und der bezahlte Betrag von 10000 Mk. nun auch noch zum Ersatz bewilligt.
+ Nidda, 30. November. Gestern erfolgte die lieber* Iteferung der Effecten und Bücher unserer Bezirkssparkasse an den neugewählten Rechner, Herrn RingShausen. Von morgen ab werden auch die Zahltage in dem neuen Kaffengebäude stattfinden. — Heute beging der allenthalben sehr beliebte Herr Decan Hosmeyer zu Nidda mit vollkommener körperlicher und geistiger Frische tm Kreise seiner Familie die Feier der Vollendung des 70. Lebensjahres. Zahlreiche Gratulationen aus Nah und Fern, besonders seitens der Geistlichen und Lehrer, sowie mancherlei sonstige Ehrungen wurden dem Greise zu Theil, welcher hier allein schon 33 Jahre alS Pfarrer wirkt.
0. AnS Oberheffen, 30. November. Gestern fand die sechste Generalversammlung der Vertrauensmänner der U n t e r - stützungSkasse für die hessischen Landesirren* anftalten und die psychiatrische Klinik inGteßen zu Frankfurt a. M. im großen Saale deS kaufmännischen Verein» statt. ES waren ungefähr 130 bi« 140 Vertrauensmänner erschienen. Die Provinz Oberheffen hat fich in den letzten Jahren rühmlich durch steigende Gaben und durch wachsende Anzahl der Geber ausgezeichnet. Es ist ein Glück, daß bei uns in Hessen der Staat ganz allein die Irren- angelegenheiten in die Hand genommen hat. Herrn Geh.- Odermedicinalrath Dr. Neidhardt wird der Dank der Versammlung für seine rastlosen Bemühungen und trefflichen Leistungen im Jrrenwesen ausgesprochen. Provinzial-Pflege- anftaltcn wünscht die Versammlung nicht, weil zu viele Gründe dagegen sprechen, wohl aber Trennung der Stechen von den Geisteskranken. Sicher würden die Regierung wie die Landstände bereit sein, die hierzu erforderlichen Mittel zu bewilligen ; denn es hat noch niemals daran gefehlt, wenn das Bedürfniß dazu nachgewiefen wurde. Die Uedersicht der Einnahmen und Ausgaben der UnterstÜtzungSkaffe, vorgelegt vom Rechner, Herrn Listmann, bringt sehr interessante Ergebnisse. Die Kaffe hat bereits über 200000 Mk. Unterstützungen ge-
— die Gefühle zu gestehen, die er für seine Tochter empfand und die diese auch theilte.
Eigentlich lief er dadurch allerdings der Gefahr entgegen, die er vermeiden wollte, er spielte va banque. Doch eS gab kein anderes Mittel und er mußte fich entschließen, daS Aeußerste zu wagen.
Bereits am nächsten Tage machte er Fräulein de Gelder von seinem Plane Mittheilung, zu dem fie sofort und mit größter Bereitwilligkeit ihre Zustimmung ertheilte.
„Doch auf alle Fälle — wie auch die Antwort ans* fallen mag, die Ihnen meb Vater gibt, Charles, werde ich nur Ihnen aogehören. Sie können es ihm in meinem Namen sagen und ihn bitten, er möge mich noch ausdrücklich darüber befragen."
„Ich habe volles Vertrauen zu Ihnen, Cscile, uob daS ist eS auch nur, was mich aufrecht erhält und wich muthig macht. Ich zweifle nicht, wir werden unser Z e! erreichen."
Im Bureau angekommen, begab er fich sofort nach dem Privatcomptoir der Chef«, wo er Herrn de Gelder allein antraf; er bat ihn, ihm eine Unterredung von einigen Minuten zu bewilligen.
„Sprechen Sie, Herr Aubrhon, ich höre Ihnen mit Vergnügen zu."
Leider war das Vergnügen nur von kurzer Dauer, denn schon bei den ersten Worten verdüsterte fich daS Gesicht de GelderS. Nichtsdestoweniger ließ er den jungen Mann fein Bckenntniß vollenden und seine Bitte aussprechen. Doch als Charles zu Ende war, antwortete er:
„Verehrter Herr, Sie scherzen wohl. Sie besitzen kein Vermögen, haben nur das Gehalt, daS ich Ihnen zahle, 4500 Franc«, und bitten mich um die Hand meiner Tochter; nein, mein Lieber, da« geht denn doch nicht. Sie hätten, als Ihnen diese schöne Liebe da« Herz entflammte, besser gelhan, entweder nichts davon merken zu laffen und diesen Brand zu ersticken oder mein HauS sofort zu verlaffen. Tie begreifen wohl, daß ich Sie jetzt nicht mehr bei mit behalten kann."
(Schluß folgt.)


