Nr. 283 Erstes Blatt Donnerstag den 2. December
1897
Der
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Deutscher Reichstag.
Die feierliche Eröffnung des Reichstages hat heute Mittag im weißen Saale des Kgl. Schlöffe- in der üblichen Weise stattgesunden. Der Kaiser Verla« folgende (bereit- gestern im Auszug von uns mugetheilte) Thronrede:
Geehrte Herren! Bei Beginn der letzten Tagung der neunten Legislaturperiode deS Reichstages entbiete Ich Ihnen Namens der verbündeten Regierungen Gruß und Willkommen.
Die Vorlagen, welche Ihre Tbättgkeit in Anspruch nehmen werden, stehen zwar dem Umfange nach hinter dem Arbeitsstoffe der letzten ausgedehnten Tagung zurück, sind aber zum Theil von weittragender Bedeutung.
Die Entwickelung unserer Kriegsflotte entspricht nicht den Aufgaben, welche Deutschland an seine Wehrkraft zur See zu stellen gezwungen ist. Sie genügt nicht, die heimathltchen Häsen und die Küste gegen die Blokade und weitergrhende Unternehmungen des Feindes sicher zu stellen. Sie Hal auch nicht Schritt gehalten mit dem lebhaften Wachsthum unserer überseeischen Jntereffen. Während der deutsche Handel an dem Güteraustausch der Welt in steigendem Maße theilntmmt, reicht die Zahl unserer Kriegsschiffe nicht hin, unseren im Auslande thätigen Landsleuten das der Stellung Deutschlands entsprechende Maß von Schutz und hiermit den Rückhalt zu bieten, den nur die Entfaltung von Macht zu gewähren vermag.
Wenngleich eS nicht unsere Aufgabe fein kann, den Seemächten ersten Ranges gleich zu kommen, so muß Deutschland sich in den Stand gesetzt sehen, auch durch seine Rüstungen zur See sein Ansehen unter den Völkern der Erde zu behaupten. Hierzu ist eine Verstärkung der heimischen Schlachtflotte und eine Vermehrung von für den AuSlandsdtenst im Frieden bestimmten Schiffen erforderlich. Um für diese dringenden und nicht länger hinauszuschiebenden Maßnahmen einen festen Boden zu gewinnen, erachten die verbündeten Regierungen es für geboten, die Stärke der Marine und den Zeitraum, in welchem diese Stärke erreicht werden soll, gesetzlich festzulegen. Zu diesem Zwecke wird Ihnen eine Vorlage behufs verfassungsmäßiger Beschlußnahme zugehen.
Zur Förderung unserer überseeischen Interessen ist auch der Ihnen schon in der letzten Tagung vorgelegte Gesetzentwurf bestimmt, welcher die Verbesserung der Post-DampfschiffSverbin- dungen mit Ostasien bezweckt. Nachdem dieser Entwurf wiederholter Prüfung unterzogen worden ist, wird er Ihrer Beschlußfassung von Neuem unterbreitet werden.
Nach vteljährigem ernsten Bemühen ist es den verbündeten Regierungen gelungen, für eine Reform des Militärstrafver- fahrenS eine Grundlage zu finden, welche unter möglichster Anlehnung an den bürgerlichen Strafproceß und für die Erhaltung der Manneszucht unbedingt nöthtgen Forderungen Genüge leistet. Der hiernach aufgestellte Entwurf einer Militärstrafprocehordnung wird Ihnen unverzüglich vorgelegt werden. Ich hege die Zuversicht, daß Sie, geehrte Herren, dem Bestreben, ein gleichmäßiges gerichtliches Verfahren für die gesammte bewaffnete Macht einzuführen, Ihre verstLndnißvolle Mitwirkung gewähren werden.
Das neue bürgerliche Recht kann nicht ins Leben treten, ohne daß auch das Verfahren in bürgerlichen Rechtssachen, so wett es schon auf gemeinsamem Recht beruht, nach mehrfachen Beziehungen abgeändert und so weit eS noch nicht sür daS ganze Reich geregelt ist. ES wird daher zu einem Entwurf eines Gesetzes über die Angelegenheit der freiwilligen Gerichtsbarkeit, sowie zu einem Entwurf von Gesetzen betreffend Aenderung der Ctoilproceß- ordnung und Eoncursordnung Ihre Zustimmung etngeholt werden. Mit der Verabschiedung dieser Gesetze und der zugehörigen Nebengesetze soll die Rechtseinhett aus dem Gebiete des bürgerlichen Recht« zum Abschluß gelangen. Die verbündeten Regierungen geben sich der sicheren Hoffnung hin, daß in gemeinsamer Arbeit mit Ihnen noch im Laufe der gegenwärtigen Tagung dieses hohe, von dem deutschen Volke so lange ersehnte Ziel endlich erreicht werden wird.
Nachdem die gesetzliche Regelung der Entschädigung unschuldig Verurthetlter in Verbindung mit der erstrebten Verbesserung des Strafverfahrens nicht zum Abschlüsse gelangt ist, wird jetzt ein Gesetzentwurf den Gegenstand Ihrer Berathung bilden, welcher lediglich die Entschädigung der im Wiederaufnahmeverfahren Freigesprochenen bezweckt.
Die allgemeine Finanzlage zeigt ein befriedigendes Bild. Auch für das nächste Rechnungsjahr sind bei dem Haushaltsplan deS Reiches Matricularbeiträge nur in solcher Höhe vorgesehen, daß den Bundesstaaten eine Mehrbelastung daraus nicht mehr erwächst. Dabei ist nicht nur die vom Reichstage seit Jahren verlangte, aber durch die Ungunst der Finanzlage bisher immer zurückgestcllte Verbesserung der Mannschaftskost für das Heer und die Kriegsmarine zur Durchführung gebracht, sondern es ist auch ferner der sehr erhebliche Aufwand für die zeitgemäße Ausgestaltung des Artillerie- Materials, welche im vorigen Jahre noch der Anlaß zu einer Reichs-Anleihe war, auf die regelmäßigen Einnahmen übernommen worden.
Da die Voranschläge für die Reichs steuern mit gewohnter
Vorsicht aufgestellt sind, lassen sich auch für die Folge mehr Einnahmen erwarten. ES wird Ihnen deshalb zugleich mit dem Haushaltsplan ein Gesetzentrvurs zugehen, welcher Vorsorge trifft, daß ein erheblicher Theil des noch bestehenden UeberschuffeS wie In den Vorjahren zur Verminderung der Reichsschulden Verwendung findet.
Zur Vorberathung der handelspolitischen Maßnahmen ist aus Vertretern der Industrie, der Landwirthschaft und deS Handels ein Ausschuß gebildet worden, mit deffen s-chkundign Berathung die Bedeutung und der Umfang der weitverzweigten Gütererzeugung festgestellt werden soll, um für die künftige Gestaltung der Zolltarife und der Handelsbeziehungen zum Auslande eine feste, den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechende Richtschnur zu gewinnen. , „
Es würde Mir zur hohen Genugthuung gereichen, wenn die gemeinsame Thätigkeit, zu der sich berufene Vertreter aller Erwerbs- kreise zusammengefunden haben, dazu beitrüge, einen Ausgleich zwischen den verschiedenartigen Ansprüchen unseres Erwerbslebens herbei zu führen und damit die Schärfe der wtrthschaftltchen Gegensätze zu mildern.
Die Entwickelung unserer Schutzgebiete ist im Allgemeinen zufriedenstellend. In Folge des Auftretens der Rinderpest in Südwestafrika während des Sommers hat sich die Nothwendigkeit ergeben, sofort an eine Besserung der Transportverhältniffe durch Legung von Schienengeleisen heranzutreten.
lieber die Festlegung der Grenzen zwischen Togo und Da- homey sind mit der französischen Regierung Verhandlungen gepflogen worden, von deren Ergebniß zu erwarten ist, daß es den beiderseitigen wirthschaftlichen Jntereffen zum Vortheil gereichen wird.
Die Ermordung deutscher Missionare und Angriffe auf eine der unter meinem kaiserlichen Schutze stehenden und mir am Herzen liegenden Mtsfionsanstalten in Ehina haben mich genöthigt, mein oftasiattsches Geschwader in die dem Thatorte nächst gelegene Kiao- Tschau Bucht einlaufen und Truppen dort landen zu lassen, um volle Sühne und Sicherheit gegen ähnliche beklagenswerthe Eretgniffe zu erlangen.
Die politischen Beziehungen zu den fremden Staaten find durchaus erfreulich. Meine Begegnungen mit den verbündeten und befreundeten Monarchen, sowie der glänzende und herzliche Empfang, welche mir bet meinen Besuchen in Peterhof und Budapest zu Theil wurde, haben mir hierfür aufs Neue werthvolle Bürgschaften geliefert. Alle Anzeichen berechtigen zu der Ansicht, daß wir mit Gotte« Hilfe auch fernerhin der friedlichen Entwickelung Europas und des deutschen Vaterlandes entgegen sehen dürfen.
Adele Spitzeder «nd die Dachauer Dank.
Auch ein fünsundzwanzigjähriger Gedenktag.
Von Paul Ebert.
(Nachdruck verboten.)
Der 13. November 1872 war ein Tag der Aufregung für die Stadt München nicht nur, sondern für einen betracht- lichcn Theil des bayrischen Landes überhaupt. „Adele Spitzeder", hieß es, „ist verhaftet und die Dachauer Bank polize lich geschloffen worden". Da jubelten die einen laut auf, während die anderen gewaltig erschraken. Hatten sie doch, verblendet von dem lockenden Gewinn, ihre Capitalien oder wenigstens einen Theil derselben der Schwindlerin überantwortet. Nun ereilte sie mit der Verbrecherin zugleich die Rache des Schicksals — und was noch schlimmer war, ein Theil von ihnen getraute sich seinen Verlust nicht einmal laut werden zu lasten, da es sich vielfach um Gelder Han- beite, die man der Versteuerung entzogen hatte. Gestand man jetzt den bisher unbekannten Besitz zu, so setzte man sich noch obendrein einer schweren Strafe aus, und an einen Ersatz war ja doch nicht zu denken.
Die älteren unter unseren Lesern werden wohl die Erinnerung an den großartigen Schwindel noch im Gedächtniß haben, und die jüngeren haben wenigstens den Namen Adele Spitzeder nennen hören, wenn es auch nur aus Anlaß ihres vor ein paar Jahren erfolgten Ablebens geschehen wäre. Sprach man doch in ganz Deutschland und auch außerhalb der schwarz - weiß - rothen Grenzpfählr von dem Dachauer Humbug und wunderte sich, daß sich so viele Leichtgläubige fanden, und die Polizei dem Unfug so lange ruhig zusah. Der große Krach konnte ja nicht allzulange auf sich warten lassen __ nun trug der Telegraph die sensationelle Nachricht nach allen Himmelsrichtungen. Seitdem sind 25 Jahre vergangen und man könnte billig fragen, ob denn eine Gaunerin von der Kategorie der Spitzeder in der That werth ist, im Gedächtniß der durch sie schmählich betrogenen Menschheit wieder aufgefrischt zu werden, ober ob man diese Ehre nicht bloß den Edlen und Großen vorbehalten solle. Gemach! Unser Erinnerungsblatt gilt nicht dem Andenken der Person, sondern der Sache, und in den Münchner Ereignissen liegt eine schwerwiegende Mahnung, deren Wiederholung bei dieser — ja bei jeder — Gelegenheit ein dankenswerthes Beginnen ist. Seit den Zeiten der Dachauer Bank sind ja weder die Leichtgläubigkeit noch die Betrüger aus der Welt verschwunden. Wir folgen bet unserem kurzen Rückblick im Wesentlichen Angaben eines zu jener Zeit in der „Gartenlaube" veröffentlichten Aufsatzes, welcher ausführliche Mittheilungen über die Spitzeder und ihr betrügerisches Unternehmen enthielt.
Vor Allem liegt die Frage nahe: Wie kam die Spitzeder auf die Idee, ihre Schwindelbank zu gründen? Die Antwort giebt ihre Lebensgeschichte. Wtr erfahren daraus, daß die Verhältniste ihr den Gedanken an die Hand gaben oder viel- mehr die Dummheit und Habsucht der Menschen selbst. Adele ! war die (1832 geborene) Tochter eines angesehenen Künstlerpaares, des vorzüglichen Baßbuffo Joseph Spitzeder und der Sängerin Betty Vio, die beide in Berlin wirkten und nach ihrer Verheirathung nach München übersiedelten. Adele widmete sich ebenfalls der Bühne, allein ihr gingen alle noth- wendigen Eigenschaften zur Schauspielerin ab; sie war völlig talentlos und besaß eine keineswegs sympathische äußere Erscheinung. Stattlich von Gestalt, hatte sie blaßblaue, geschlitzte Augen und eine große, unschöne Nase. Kein Wunder, daß sie dem Publikum nicht gefiel und infolgedessen mehr und mehr in Armuth, ja sogar in Roth versank. In ihrer Verlegenheit griff sie zu dem gewöhnlichen oder doch häufigen Mittel- sie suchte durch eine Annonce in den „Münchner Neuesten Nachrichten" ein Darlehen gegen hohe Zinsen. Vielleicht zweifelte sie se bst am Erfolg der Anzeige. Aber man kann denken, wie groß die Gewinnsucht der Menschen ist — eine ganze Reihe von Personen boten — natürlich gegen die versprochenen hohen Zinsen — ihre Hilfe an, so daß Adele Spitzeder nach kaum vierzehn Tagen eine Summe von etwa 20 000 Gulden ihr eigen nannte.
Vecmuthlich dachte sie nun: Das ist ein gutes Geschäft, setze es fort. So wurde aus dem bescheidenen Privatpump eine Bank, die schon nach kurzer Zeit solche Dimensionen annahm, daß die schlaue Begründerin au« ihrer anfänglichen Wohnung in ein eigenes Gebäude — ein dreistöckiges Haus in der Schönfeldstraße — übersiedelte, ja sogar zur Befriedigung der Bedürfnisse ihrer Kunden eine gegenüber dem- selben gelegene Restauration erwerben mußte. Bald wurde ihr Geschäft unter der B^eichnung „Dachauer Bank" bekannt. Nach der Darstellung in der „Gartenlaube" rührt der Name daher, daß in dem Wirthshause, worin sich die erste Wohnung der Spitzeder befand, viel Landleute aus Dachaus einkehrten, nach einem anderen Bertchterstatter hätte die verbrecherische Dame ihr Geschäft zuerst in der Dachauer Straße gehabt, welchem Umstande der Name zuzuschreiben sei. Das Geschäfts- verfahren der Bankinhaberin war so einfach wie möglich. Die Kunden der Bank brachten ihre Einlagen und erhielten diese mit 10 Procent monatlich verzinst. Das heißt, wer hundert Gulden lieh, erhielt monatlich 10 Gulden Zinsen, also 120 im Jahre, was der ungeheuren, schier unglaublichen Verzinsung von 120 Procent entspricht. Woher aber nahm die Spitzeder die Zinsen? Von den Capitalien, die bei ihr einliefen, selbst. Wer Geld brachte, erhielt die Zinsen gleich
auf 3 Monate im Voraus ausbezahlt. Auch die etwa zurückverlangten Gelder zahlte sie prompt aus und von ihr ausgestellte Wechsel wurden pünktlich eingelöst, wozu die sich täglich steigernden Einlagen die Betrügerin in den Stand setzten. Waren doch eigene Agenten thätig, ihr die Dummen und Habsüchtigen zuzutreiben. Von einer Anlegung und Verwerthung der einlaufenden Summen war natürlich keine Rede, man nahm sich kaum die Mühe einer ordentlichen Buchführung, man zahlte die Zinsen vom Capital und lebte vom Uebrigen herrlich und in Freuden. Die Spitzeder machte ein vornehmes Haus, sie war luxuriös eingerichtet, sah noble Gesellschaft um sich, fuhr aus wie eine Fürstin, engagirte eine Menge Geschäftspersonal, veranstaltete Gelage, bei denen der Champagner in Strömen floß, gab große Summen für ihre Freundin und Gesellschafterin Rosa Ehinger, die sie mit aller Gewalt zur groben Schauspielerin ausbilden lassen wollte. In ihrem Hinterhause besaß sie einen kostbaren Marstall und prachtvolle Karossen. Dabei war sie — oder zeigte sich doch — ungemein fromm. Sogar eine Wallfahrt unternahm sie, und ihrem verstorbenen Vater ließ sie auf dem Kirchhofe ein kostbares Monument errichten. Darf man sich da füglich wundern, daß sie bald Nachahmer fand und noch andere Banken ähnlicher Art sich aufthaten, die jedoch derjenigen der Meisterin nicht gleichkamen?
Erwägt man die Sache recht, so kann man die Opfer der Spitzeder wahrlich nicht allzu sehr bedauern. Der Schwindel war doch so plump und durchsichtig, daß sich auch der naivste Mensch das Schicksal des Instituts und seiner Einlage an den fünf Fingern abzählen konnte. Man begreift sactisch die bodenlose Naivität der Tausende nicht, die ihre vielleicht sauer ersparten Thaler der Schwindlerin auf dem Präsentirteller darbrachten, denn es waren meist kleinere Lute, die wirklichen Capitalisten gehen nicht so leicht auf den Leim. Die Eiklärung für die Erscheinung liegt wohl darin, daß hier die Habsucht der Dummheit secundirte. Und gerade das, was die Spender hätte mißtrauisch machen sollen, erweckte ihr Vertrauen; der fürstliche Aufwand, die bigotte Frömmigkeit der Gaunerin, kleine Züge von Großmuth und Edelsinn, wie sie von den Schleppern der Dame geflissentlich verbreitet wurden. Und die Polizei — warum duldete sie den Unfug zwei volle Jahre? Sie besaß nach dem damals gültigen Börsengesetze keine Berechtigung zum Einschreiten, so lange die Spitzeder ihre Wechsel und die zurückgeforderten Einlagen bezahlte. Nur einzelne Blätter (zuerst die „Münchener Neuesten Nachrichten") erhoben ihre warnende Stimme, doch vergeblich! Der Redacteur der genannten Zeitung sah sich wegen seines Artikels sogar Mißhandlungen ausgesetzt.
Endlich brach der Tag der Vergeltung herein. Die


