Ausgabe 
2.10.1897 Zweites Blatt
 
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"^Mihr beinah! 3 Mo« n eauon angetreten hüt. übet den Fott0av0 des en/ diejenige, welche bie 1 Tage nach det AuSreiie Depesche befand sich der lA ans 82® 2- nördlicher Dies ist etwa 75 Silo» Punkt, den Pany aus der lchte. Diese Nachricht, be« n habe gute Fahrt nach Indern I6§t erkennen, dah 4 Norden entschieden hin> >ii 480 Kilometer tn zwei öallon so überaus wenig, mgt wird, tl habe nörb- ! einigerwaßen konstante e Fahrt nach Osten ent« jungen, fit führt viel» hinweg, aber tn umge- 8 nördlichen Wweeres, ite, ist durch Nansen« während die Regionen, ib über den Pol hiaauL BtanyV^Wn W bi* i Wru fiiu M> bin ch nicht «nicht unb der 16 Mchi Wmttr geglv iür die Insassen deSirlbev, eichten, ist dies wünschen«' Gebiet der Pmh'M

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etwa auf Graut-Laud oder der MellvilleJosel, herabgekommen wäre. Diese Gegenden find absolut menschenleer, wahrend an der sibirischen Küste wenigsten» noch eine kleine Möglich- keit vorhanden ist, daß Menschen angetroffen werden. Die Nachricht, man habe dort in der That einen Ballon, wenn­gleich ohne Gondel, gesehen, ist indeffen mit Borficht aufzu- nehmen,- man braucht fich nur der Lüge zu erinnern, die seinerzeit über Nansen» Landung tn Sibirien verbreitet wurden. Sehnlich verhält efl fich mit der neuesten Meldung au» Philadelphia, daß nach einer von der Barke Salmta au» Grönland mitgebrachten Nachricht, Einwohner der grönländi­schen Küste einen Luftballon, natürlich den Andree'schen, ge­sehen hätten, der in einer Höhe von etwa 300 Meter fich oach Nordosten bewegte. Diese Angaben paffen durchan» nicht zu dem bi»her Bekannten. Da in den nordischen Gegenden der Winter jetzt bereit» mit Macht heranrückt, so werden bald Nachrichten von Andree etntreffen müssen, oder man muß fich auf einen bösen AuSgang de» Unternehmen» gefaßt machen.

* Artilleriebedarf. Der Bedarf der Artillerie an neuem Hilfsmaterial ist rur Zeit sehr bedeutend, so daß die staatlichen Werkstätten bet weitem nicht auSreichen, um die Bestellungen de» Kriegsministeriums auszuführen. ES find daher zahlreiche Privatbetriebe in verschiedenen Gegenden des Reiches mit L'eforungen von Artilleriematerial beauftragt. In Eisenach wird eine große Fabrik zur Herstellung von Artilleriefahrzeugen errichtet. Dem Könige von Sachsen ist ein neues Schnellfeuergeschütz vorgeführt worden.

Für 6 Pfennig ein belegte« vrödchen liefert eine in Berlin in« Leben gerufene Gesellschaft, welche ebenso wie dieBierglocke",Aschinger",Automat",Quisisana" u. A. auf Grund von Maffenconcesfion in ganz Berlin Hallen errichten will. Den Beginn hat die Gesellschaft, die auch 0,4 Liter dortigen Biere» sür 10 Pfennig verkauft, in der Rosenthalerstraße gemacht.

Geiz ist die Wurzel alle» Uebel». In dem mittel- fränkischen Städtchen Gräfenberg hat fich ein 75 Jahre alter Privatier erhängt. Er war ein als Sonderling und Geizhals bekannter Junggeselle, der trotz seiner 150000 Mk. Vermögen schließlich des Glaubens lebte, es reiche nicht mehr. Er die Kartoffeln, die als Schweinefutter gekocht waren, und kam, um Kapitalrentensteuer zu sparen, auf den Einfall, 37000 Mk. im Holzstoß aufzubewahren. Die lachenden Erben find entfernte Verwandte.

Glocken für Jerusalem. DaS in der thüringischen Glockengießerei von Ulrich in Apolda hergestellte Geläute für die unter dem Protektorate unseres Kaisers gebaute evange­lische Kirche in Jerusalem befindet sich zur Zeit auf dem Wege nach Jaffa, von wo eS mit der Eisenbahn nach Jerusa­lem befördert wird. Die Glocken wiegen mit dem Stuhle 140 Eentner und erklingen in d, f, a. Die Inschrift der ä Glocke lautet:Tröstet, tröstet mein Volk, redet mit Jerusalem freundlich. Jes. 40, 1, 2." Die 5 und a Glocken tragen folgende Inschriften:Christus hat eine ewige Er­

lösung gefunden. Ebr. 9, 12." undDaS Jerusalem, da» droben ist, daS ist die freie, die ist unser aller Mutter. Gal. 4, 26." Die Glocken wurden durch den Wirklichen Geh. Oberbaurath Adler zu Berlin bestellt, der den Plan der Kirche entworfen hat und unter deffen oberster Leitung der Bau steht. In der genannten Glockengießerei ist auch baß Geläut der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnißkirche in Berlin entstanden.

* AlS automatischer Kegeljunge läßt fich eine Erfindung bezeichnen, die besonders tn Keglerkreisen große» Aus­sehen erregen wird. Dieselbe besteht in einer Vorrichtung, die eS ermöglicht, vom Anwurf ans die nmgeschobenen Kegel wieder anfzustellen und die geschobenen Kugeln wieder herein­zuholen, also den bekannten Regelungen vollständig über­flüssig macht. An dieser Vorrichtung ist gleichzeitig auch eine Einrichtung getroffen, auS der man ersehen kann, wieviel bezw. welche Kegel gelegen haben und eine weitere ebenso einfache Vorrichtung zeigt baß fegen.Banbeln" an. Da die mit dieser Vorrichtung probeweise versehenen Kegelbahnen sehr sicher functioniren, ist au der allgemeinen Einführung dieses automatischen Kegeljungen Wohl kaum zu zweifeln.

Citeraiur unb lütitfi.

Jllustrirt« Geschichte der Reformatio« in Deutsch- land. In volksthümlicher Darstellung von v. Bernhard Nogge, Hosprediger tn Potsdam. Mit einem ff. Farbendruck, zahlreichen Text-Abbildungen und 30 Kunstdruckbetlagen. Reproduktionen nach Ortginalen alter Meister und moderner Künstler (Geiger, Hofmann, Kaulbach, König, Lcsiing, Lindenschmit, Labouchöre, Noack, Schnorr von CarolSfeld, Schwerdtgeburtb, Stelzner, Vogel, Thumann u. A.). PortrattS, Episoden, Facsimiles, Wappen, Pläne, Vignetten, Initialen rc. Vollständig in 10 Lieferungen i 75 Pfg. Jede Lieferung 3 biö 4 Bogen Text und 3 bis 4 Kunstbeilagen. Vollständig bis Ostern 1898. Gustav-Adolf-Verlag in Dresden-Blasewitz. Eine Reformationsgeschichte, in erster Linie allgemeinverständlich abgefaßt, daher textlich, wie auch durch zahlreiche fesselnde Abbildungen so recht zu einem besseren Volksbuche sich eignend, gab eS bisher noch nicht! Der weithin rühmlichst bekannte Hofprediger D. Bernhard Rogge in Potsdam dürste wie selten Jemand berufen sein, die für alle protestantischen Kreise so hochwichtige Epoche unseres kirchlichen wie auch politischen Lebens endlich einmal tn einem Lichte und in einer Weise vorzusühren, die daS Buch zweifelsohne zu einem der e ften und werthvollsten feiner Art stempeln dürfte. Nicht in trockenem Chrontftenstyl oder durch Quellenstudien wird der Herr Verfasier unß über jenen interessanten und hochwichtigen Zeitabschnitt belichten, sondern in packender, allgemeinverständlicher, durch eingehende Schilde­rungen der hauptsächlichsten Episoden noch besonders interessant ge­stalteter Darstellung, so daß vor dem Leser, wer er auch sei, ein übersichtliches, faßliches und vollständiges Bild der großen Zeit sich entrollt. Die beigefügten, theils in den Text gedruckten, theilS auf Kunstdruck-Tafeln befindlichen zahlreichen Illustrationen (sowohl Reproduktionen als auch Original-Abbildungen alter Meister wie berühmter Künstler der Neuzeir) unterstützen das Verständntß unb Interesse des textlichen Inhaltes ganz wesentlich. Mithin verdient dieses schöne Werk den Namen eines Volksbuches mit vollstem Recht, eS soll und wird in alle Schichten des evangelischen Volkes ein­dringen und ein wahrer und echter Hausfreund desselben werden, aus dem Jedermann immer und immer wieder sowohl Unterhaltung als auch Belehrung auS und über jene Zeit finden und schöpfen kann! Vermöge feiner glänzenden und gediegenen Ausstattung (Quartformat, schöner Druck, feines Papier und prächtiger Ein­

band), sowie wege i de« ungemein billigen Preise« eignet sich daS Werk aber auch ganz besonders zu einem Festgeschenk für Jung und Alt! Lieferung 1 zur Ansicht (Lieferung 2 und Folge nur auf feste Bestellung) ist durch jede Buchhadlung zu beziehen.

- ÄMtefle ArmeeSintheiluug. Im Verlag von Eduard Dörings Erden, Potsdam, ist soeben unter obigem Titel eine vollständige Übersicht des gesammten deutschen NetchSheereS unb der kaiserlichen Marine erschienen. DaS 84 Seiten fassende Büchlein, das für die Mannschaften bestimmt ist und nur 30 Pfg. kostet, ist nach amtlichen Quellen bearbeitet und enthält die Angabe der Stand­quartiere, Corpr -, Division«-, Brigade- und Regiments Kommandeure, fowte die Namenszüge der einzelnen Regimenter und deren Grün­dungsjahre. Diese Armee-Einthcilung, die jetzt im 33. Jahrgänge erscheint, ist durch alle B> chhandlungen, sowie birect von der Ver­lagsbuchhandlung zu beziehen.

Aufruf

an die Militär-Invaliden und -Anwärter in Oberhessen.

Der Verband der Militär-Invaliden- unb Anwärter-Vereine zu Darmstadt, zu welchem über fünfzig durch ganz Deutschland ver­breitete Vereine gehören, hat sich zur Aufgabe gestellt, die Lage der Militär-Invaliden au« Krieg«- und FriedenSzeit unb der Militär- Anwärter zu heben. Zu dtefem Zwecke werden von dem Verbände alljährlich Petitionen an den Reichstag eingereicht, welche bezwecken:

1. zu verhindern, daß die Mittel des großen JnvalidenfondS zu anderen Zwecken als für Versorgung der Kriegs Inva­liden verwendet werden;

2. daß die Pensionen sämmtlicher Invaliden erhöht werden;

3. daß die Pensionen den anerkannten Invaliden nicht wieder entzogen werden;

4 daß die Wittwen und Waisen der Invaliden nicht ohne Fürsorge bleiben; .

5. daß alle Invaliden über ihre Ansprüche und die Wege zur Erlangung von Pensionen, Gnadcnpensionen unb Unter­stützungen aufgeklärt werden;

6. daß die Militärdtenstzett der Invaliden unb Anwärter im Civilbienstverhältniß bei Bestimmung der Gehaltsstufen in Anrechnung kommt

unb anbere Punkte mehr, welche gegenwärtig bie Wahrung berechtigtrr Interessen erheischen oder in Zukunft eintreten mögen.

Wenn alle Invaliden und Anwärter unb bie leidenden, aber noch nicht al« Invaliden anerkannten Veteranen zusammenstehen, sich unseren bestehenden Vereinen anfchließen, bezw. neue Vereine gründen, so wird es der vereinten Kraft rascher gelingen, die obigen Siele zu erreichen, als bei interesselosem Verharren.

Darum fordern wir auf zum Beitritt in die bestehenden Vereine und zur Gründung neuer Vereine und bitten alle patriotisch gesinnten Zeitungen, die ein Herz für die nothletdenden Vaterlandsverthetdtger haben, diesem unseren Aufruf Aufnahme in ihren Spalten zu gönnen.

Insbesondere soll zu Gießen am 10. October d. I., Nach­mittag« 2 Uhr, auf Lonys Bierkeller eine conftituirenbc Ver­sammlung stattfinben, auf welcher zur Gründung eines Vereins Mr Oberhessen geschritten werden soll unb laben wir hiermit alle In­teressenten bringenb ein, bei dieser Versammlung nicht zu fehlen.

VerbaudSvorstaud de» deutschen Militär-Anvattden- und .«nwLrter-Bereiu» zu Darmstadt.

/jgfr.x ay i____ _ MW garantirt solide,

SfidsnstOiw «»SS

l---hbi von E|ten & «aussen, F£Jw, Crefeld.

Chicago 1893.

Brühlsche

Telephon Nr. 51.

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nivers.-Buch- und Steindruckerei

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GIESSEN

(Pietsch & Scheyda)

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Vortheilhaft sollen sie ins Auge fallen und den Blick längere Zeit fesseln

Verlag

Druckerei und Expedition 7 SchuBstrasse 7.

sollen ^bruekarbeiten, die der Empfehlung dienen, ausgeslattet sein

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finden die weiteste Verbreitung.

f Eigene Buchbinderei Stereotypie, Galvanoplastik

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darum gelten für dieselben folgende Hauptbedingungen

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n J| l-\ p1 ö K3 damit der Inhalt neu, VI Lz C. IV IN zeitgemäss erscheine

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Giessener Fannilienblätter. /

und um überall Eingang zu finden, überall I F f \ A AI | r zu gefallen EL l L» V-3 ZA I I

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Anfertigung von Drucksachen aller Art für den amtlichen, kaufmännischen und privaten Bedarf.

äk Bk i f I | dem Papierkorb zum Trotze,

IVI vJB | tZ Lm Lm dem Gedächtniss zur Stütze