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2.4.1897 Erstes Blatt
 
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-e. Neu - Ulrichstei«, 1. April. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro März 1897. Ende März 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 62 Mann. Dieselben Verthellen sich aus das Groß- herzogthum Hessen 13; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 8, Regierungsbezirk Wiesbaden 8; Provinz Rhein- lande 5, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 1, Pro­vinz Westfalen 3, Provinz Posen 2, Provinz Pommern 1; Königreich Bayern 6, Königreich Württemberg 4, König­reich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 4; thüringische Staaten 1. Ausland: Ungarn 1. Hiervon waren: Ar­beiter 36, Anstreicher 1, Bäcker 1, Bürstenmacher 1, Con- diror 1, Former 1, Graveure 1, Kaufleute 3, Kellner 2, Küfer 1 , Kupferschmiede 1 , Lehrer 1, Maurer 1, Oeconom 1, Schneider 2, Schuhmacher 2, Schlosser 1, Schreiner 1, Steiudrucker 2, Tüncher 1, Weber 1. Gear­beitet wurde an 1884 Tagen. Verpflegt wurde an 2156 Tagen. Im Monat März 1897 wurden entlassen 26 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 4, durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 17, wegen Arbeitsscheu 2, wegen Krankheit 2. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3233, da­gegen abgegangen im Ganzen 3171 Mann, bleibt Bestand am 31. März 1897: 62 Mann.

Ve*«rKßcht«s<.

* Marburg, 30. März. Das Schlußcapttel einer länd­lichen Ehebruchstragödie bildete die heutige Schwur­gerichtsverhandlung. Angeklagt war der in dem benachbarten Röahausen wohnhafte, bet den hiesigen Canaltsationsarbeiten beschäftigte Tagelöhner Menche, am 25. Februar d. I. feine Frau vorsätzlich und seinen Schwager, den Bruder seiner Frau, Peter Tugend, fahrlässig getödtet zu haben. Der jetzt 47 Jahre alte Menche hat vor zehn Jahren seine neun Jahre lüngere Frau, die wie zum Hohn den Mädchennamen Tugend führte, in zweiter Ehe geheirathet. Er selbst brachte zwei Kinder aus erster Ehe mit, sie einen unehelichen Sohn. Menche wird als fleißiger, nüchterner Arbeiter geschildert. Sie be- bandelte den Sohn wie die Stiefkinder schlecht und hinter­ging ihren Manu, der nur eineZiffer" war. Ende v. I. ging sie mit einem Liebhaber nach der Schweiz durch. Menche kaufte sich einen Revolver, erzählte dem Waffenhändler, er wolle seine Frau und deren Liebhaber erschießen, und fuhr der Flüchtigen in die Schweiz nach, kehrte aber unverrichteter Sache wieder heim. Er hätte sie erschießen können, äußerte er nach Heimkehr, aber sie sei ihm zu schlecht dazu. Eines Tages kehrte die Frau wieder heim und erschien bei ihm, um ihre Sachen zu holen. Es kam zum Streit, und plötzlich richtete der Mann einen Revolver auf das Weid. Der Bruder, der mit ihr gekommen und mit dem Menche gut bt* fkeundct war, etl.e herbei, hielt Menches Hand fest, dabei entlud sich der Revolver, und der Schwager stürzte tödtlich getroffen zusammen. Unmittelbar darauf schoß Menche auf taS Weib, die Kugel zerschmetterte den unteren Theil deS Kopses, und mit einer Axt zertrümmerte er ihr noch die Schädeldrcke. Dann ging er nach Marburg, um sich bei seiner ArbeitSstkllr abzumelden, das verdiente Geld der Tochter ziu überweisen, und sich dem Gerichte zu stellen. Unterwegs lichtete er den Revolver gegen sich selbst, verwundete sich aber nur leicht. Die Geschworenen bejahten die Fragen der vorsätzlichen und der fahrlässigen Tödtung, erkannten aber auch, dem Anträge deS Staatsanwalts entsprechend, auf mil­dernde Umstände. DaS Gericht verurtheilte ihn wegen der Tödtung seiner Frau zu 41/, Jahren Gefängniß, die mit der einjährigen Strafe für die fahrlässige Tödtung des Schwagers zu einer Gefängnißftrafe von fünf Jahren zusammen- grzogen wurde.

* Hildesheim, 28. März. Bor der Strafkammer erschien der Prtvaisecretär Pfahl aus Hannover unter der A> klage eines vollendeten Betrugs und eines Betrugsversuchs. Prahl scheint gewissermaßen als Specialität die Anfertigung von Begnadigungsgesuchen zu oetreiben. Er hat darin viel Glück gehabt, denn viele seiner Gesuche hatten Erfolg. Der Angeklagte besaß, wie eS in einem Bericht derBoss. Ztg." heißt, einen solchen Ruf, daß hervorragende Rechts­anwälte ihren verurtheilten Clienten den Rath ertheilten, sich an ihn zu wenden, denn wenn einer in der Beziehung etwas fertig bringe, so sei eS Pfahl. Man munkelte, daß er enge Beziehungen zu hohen Beamten in Berlin habe, mit deren Hülfe eS ihm gelinge, feine Zwecke zu erreichen. Thatsache ist, daß ein Bruder des Beschuldigten Geh. Oberfinauzrath Id Berlin ist. Der Altamheiler Diers zu Aligic bet Burgs­dorf hatte mit seinen beiden Söhnen Heinrich und Louis einen Nachbar derartig gemißhandelt, daß dieser sein Leben lang dem Stechthum verfallen ist. Die drei DierS wurden dafür von der Hildesheimer Strafkammer zu einem Jahr sechs Monaten Gefängniß verurthetlt und hatten außerdem 20,000 Mk. Schmerzensgeld an den Mißhandelten zu zahlen. Sie wandten sich an Pfahl, um ihre Begnadigung zu erzielen. Plahl erklärte flch bereit, fein Möglichstes zu thun, und er soll dabet darauf hingewiesen haben, daß er in Berlin sehr |ute Verbindungen habe, durch deren Vermittlung er den ^weck erreichen werde. Er habe in Berlin einen Bruder, der lei Geh. Oberfinauzrath, und dann habe er auch bei anderen hohen Persönlichkeiten in Berlin, so u. a. bei dem Geh. Rath v. LucanuS vom Civilcabinet und dem Geh. Obrrjustizrath Horstmann Einfluß und Zutritt. Der Angeschuldigte hat sich daan einen Revers unterschreiben lassen, wonach er, wenn

| die Verurtheilten auS der Hast entlassen würden, 1650 M. erhalten solle. Pfahl will dann nach Berlin gereift sein und dort Schritte gethan haben. Jedenfalls ist Thatsache, daß die Verurtheilten, die inzwischen verhaftet worden waren, aus dem Gefängniß beurlaubt wurden. Die zuständige Staats anwaltschaft ist dann dreimal zum Bericht aufgefordert worden und hat dreimal die Begnadigung nicht allein nicht befür­wortet, sondern sogar dargelegt, daß die Handlungsweise der drei Verurtheilten so roh gewesen ist, daß durchaus kein Grund vorliege, eine Begnadigung eintreten zu lassen. Ebenso un* günstig lauteten die von der Direction der Strafanstalt in Hannover eingeforderten Berichte. Trotzdem ist die voll­ständige Begnadigung erfolgt. Pfahl machte nun noch auf 1775 Mk. Anspruch, wurde aber mit seiner Klage im Civil- proceß abgewiesen, da nicht festgestellt werden konnte, daß gerade durch ihn die Begnadigung erfolgt sei. ES wird dem Angeklagten nun vorgeworfen, daß er den inzwischen Be­gnadigten unter Vorspiegelung falscher Thatsachen, daß er in Berlin auf hohe Persönlichkeiten Einfluß besitze, daS Geld abgenommen habe. Ferner wird ihm zur Last gelegt, daß er einem Verwandten der Verurtheilten ein Darlehen von 3000 Mk. abgenommen habe, indem er ihm schrieb, er wolle das Geld für einen hohen Beamten In Berlin, damit dieser ihn für reich halte. Die Verhandlung währte vier Stunden. In ihrem Verlauf wurden die Namen mancher hoher Beamten in Berlin in die Erörterung verwickelt, worauf der Staats­anwalt die Verlesung einer bei den Acten befindlichen Er­kürung des JufttzmtntsterS und gegebenen Falls die Ver­nehmung des Geh. Oberjustizraths Horstmann beantragte. Der Präsident theilte mit, daß der Bruder deS Angeklagten, der Geh. Oberfiaanzrath Pfahl in Charlottenburg, in der Anklagesache wegen deS nahen verwandschaftlichen Verhält­nisses jede Aussage verweigert habe. Der Staatsanwalt führte aus, daß der vorliegende Fall viele Kreise interesfire; der Angeklagte sei ein Mann, der in Begnadigungsgesuchen große Erfolge gehabt habe. Er habe sich darin einen solchen Ruf erworben, daß sogar Rechtsanwälte seine Hülfe in An­spruch genommen hätten. Es sei wirklich wünschenSwerth, einmal beim Civilcabinet anzufragen, ob der Angeklagte dort wirklich Einfluß gehabt und ob er bei Herrn v. LucanuS ge­wesen sei. Auffallen müsse, daß die drei Landleute, obwohl die Staatsanwaltschaft in drei Berichten sich gegen deren Be­gnadigung ausgesprochen, trotzdem begnadigt worden seien. Das sei doch geradezu frappirend. Wie das zugehe, wisse er nicht, ob eS der Einfluß des Angeklagten sei oder fein Glück. Er glaube, daß der Angeklagte keinen Einfluß besitze, sondern nur den Namen und die hohe Stellung seines BruderS zum Deckmantel benutzt habe. DaS Treiben des Angeklagten sei gemeingefährlich, denn Jedermann müsse annehmen, daß eS mit dem Rechte bei uns schlecht bestellt sei und Bestechlichkeit herrsche. Er beantrage, den Angeklagten schuldig zu befinden und ihn zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß zu verurtheilen. Der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung, da er in der Handlungsweise des Angeklagten keine betrügerische Hand­lung gegenüber den Begnadigten fand.

* Sine Ausstellung für Gesundheit«, und Krankenpflege in Leipzig veranstaltet der Verein für Gesundheitspflege Leipzig-Piagwitz in der Zeit vom 16. bis 30. Mai d. I. Die Ausstellung soll umfassen: Gegenstände für die natur- . gemäße GesundheitS- und Krankenpflege, Samariterwesen, Turnen und Bewegungsspiele, Sport, Kinderernährung, -Pflege und -Erziehung, Handarbeitsunterricht, Nahrungs­mittel usw., sowie die einschlägige Literatur. Die zugehörige Zeitungsliteratur soll in einer CollectivauSstellung vertreten fein, deren Arrangement der Verein selbst übernimmt und für weiche keine Platzmiethe erhoben wird. Die Prämiirung findet am Eröffnungstage, den 16. Mai, statt. Die mit der Ausstellung verbundene Verloofung, welche bereits ministerielle Genehmigung erhalten hat, findet Montag den 31. Mai statt. Es kommen nur Ausstellungsgegenstände zur Verloofung. Die schon jktzt eingegangenen zahlreichen Anmeldungen von Ausstellern lassen ein umfassendes und lückenloses Gesammtbild erwarten. Wic machen alle interelsirten Geschäftsleute und Fabrikanten darauf aufmerksam, daß die Anmeldung zur Beschickung der Ausstellung bis zum 15. April beim Vorfitzenden Richard Scherling, Leipzig-Plagwitz, Gleisstraße 5 part., zu erfolgen hat, von welchem auch die bezüglichen Drucksachen, sowie nähere Auskunft zu erhalten find.

* Biel verlangt. Was von einer Buchhalterin in Berlin Alles verlangt wird, ergibt, wie dieTgl. Rundsch." mittheilt, eine Ueberflcht über die in den Zeitungen ausge­schriebenenfreien Stellen" einer einzigen Woche. Da wird eine musikalische Buchhalterin, die auch schwerere Klavier- stücke fertig spielt," dort eine solche gesucht, welchemindestens fünf Sprachen in Wort und Schrift beherrscht." Wohl in Erinnerung an den Zeidler'schen Mord verlangt eine Pfand­leihanstalteine starke, kräftige Person zur Führung der Bücher," während ein Geschäft mit kosmetischen Artikeln auf eine Art von Reclame-Buchhalterin, mitstarkem, dichtem Haar und genauer Angabe über dessen Länge" fahndet. In den Ansprüchen anContoristinnen" geht man noch viel weiter. Diese müssenauch in der Wirthschaft nachhelfen," mit den Kindern die Aufgaben machen,"sich in Margarine auskennen" odereventuell zur Begleitung älterer Damen auf Reisen bereit fein".

* Wie feine Soldaten sagen, ist der Commandirende deS 16. Armeecorps, Graf Häseler,zwar höllisch scharf, aber er sorgt auch für unS." Hunderte von Anekdoten, aus

| denen seine Fürsorge für die Mannschaften mehr ober weniger hervorgeht, §nd in Metz in aller Mund und meistens auch durch die Zeitungen gelaufen. Die neueste ist folgende: AIS am Morgen der Vorfeier deS 100jährigen Geburtstages Kaiser Wilhelms I. das ganze Corps Morgens um 51/, Uhr nach Gravelotte auSrückte, erschien Graf Häseler in der Kaserne deS Regiments, das als Spitze bestimmt war. AlS er sah, daß die Mannschaften sich in den Kantinen noch Wurst, Käse u. dgl. kauften, ging auch er zu dem Wirth und ließ sich für 10 Pfg. Leberwurst und für 10 Pfg. Lothringer Landkäse geben. Beides wurde ihm fein eingewickelt. Er ließ nun eine Anzahl Soldaten, die auch für je 10 Pfg. Wurst und Käse gekauft hatten, antreten und zeigte ihnen seine beiden Portionen mit der Frage, ob sie auch so titel bekommen hätten.Nein, Excellenz " war die Antwort,nur halb so Diel," was sich auch durch Vergleich ergab. Schon am anderen Tag erschien ein Befehl an den Kantinenw Lth, daß er für 10 Pfg. 80 Gramm Leberwurst und 150 G amm Lothringer Käse zu verabreichen habe. Genau so viel Latten seine beiden Stücke gewogen.

* Während einer Hebung der Metzer Dragoner au dem Exercierplatz bei FreScaty erschien plötzlich ein Wildschwein, ein stattlicher Keiler von 400 Pfund, auf der Bildfläche. Die Dragoner machten auf den stacheligen Herrn sofort Jagd, kitzelten ihn mit ihren Lanzen und erlegten ihn waidgerecht. Die Jagdbeute wurde dem Gouverneur der Festung zur Ver­fügung gestellt.

* So wird« gemacht! Eine Firma in Stratford hatte Schachteln mit Streichhölzern versendet mit der Aufschrift:Unterstützt nur die englische Arbeit, kauft nur in England gefertigte Streichhölzer." Bei genauerer Be­trachtung kann man jedoch unterhalb der Streichfläche in ganz kleinen Buchstaben die WorteGedruckt in Deutschland" lesen. Der Vertreter der Firma erwiderte auf an ihn ge­richtete Fragen, der Druck der Aufschriften würde durch Agenten in Deutschland vergeben, weil die Fertigung ein­schließlich der Zusendung sich dort um 20 pCt. billiger a(8 in England stelle.

Die neue Andr6e'fche Expedition hat ihren Aufbruch nach Spitzbergen von Gothenburg aus auf den 18. Mai festgesetzt. Der Luftballon ist um 300 Cbmtr. vergrößert worden; auch find auf Grund der im vorigen Sommer auf Spitzbergen gemachten Erfahrungen Verbesserungen vorge­nommen worden. Für den Fall, daß die Stürme die Ballon­halle beschädigt haben sollten, wird das nöthige Bauholz mit­genommen. Die Füllung des BallonS kann am 20. Juni beendet sein, und man rechnet darauf, daß der Ballon dann selbst bei einem täglichen Gasverlust von 100 Cbmtr. sechs Wochen hindurch gefüllt bleiben kann. Nachdem der Weg zwischen Spitzbergen und Ostsibiren durch die Nansen'sche Expedition so gründlich erforscht ist, möchte Andröe am liebsten nach der Nordküste Amerikas getrieben werden. Andröe hält die Aussichten seiner Expedition dieses Mal für günstiger, als im vorigen Jahre. Das wird freilich durch den AuS- gang bestätigt werden müssen.

Literatur und Kauft

Soeben geht uns zu: Die Welt der Fahrten tztztztzd Abenteuer. Band 2Die Schutzinsel." Aus dem Englischen des R. Louis Stevenson, reich tllustrtrt von A. Wald. Der 400 Setten starke stattliche Band ist sehr hübsch tllustrtrt und prächtig ausgestattet. Die abenteuerliche Erzählung spielt im vorigen Jahrhundert und schildert die Fahrt eines Schiffes nach einer fernen Insel, aus der ein Seeräuber alle seine zusammengeraubten Schätze versteckt hat. Die bunt zusammengewürfette Mannschaft des SchtsseS, von der einige früher felbst Seeräuber gewefen, erfährt von dem SttuattonSplan, den der Schiffsetgenthümer besitzt und beschließt, fobald ste auf der Insel angekommen, den Capitän, den Etgenthümer und alle ihm treuen Matrosen zu ermorden. Durch Zufall wird das Complot entdeckt, an dessen Spitze der einbeinige Schiffskoch steht. Wie die Rettung der Guten und Bestrafung der Bösen durch den unvorsichtigen Stretch etnes 15jährigen Jungen bewerkstelligt wird, da« lieft man am besten felbst in dem reizenden Buche, dessen billiger Preis (Mk. 3 der brochirte und Mk. 4 der gebundene Band) Jedem di- Anschaffung ermöglicht. Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld in Freiburg (Baden).

Univerptätr Nachrichten.

Berlitz». 30. März. Nach einer Verordnung des Unterrichts- mintsterS sollen vom 1. October d. I. ab weibliche Personen al« ordentliche, sowie als außerordentliche Hörerinnen in der philo­sophischen Faculiät an den Universitäten zugclaffen werden. Ueber die Zulaffung weiblicher Personen zum medictntlchen Studium wird bet Gelegenheit der Reform der Verordnung über da« medtcintsche Studium entschieden werden.

Verkehr, Canfc» uttfc Volkswirtschaft«

Limburg 31. März. Fruchtmarkt. Roth er Wei,er,

13,90, weißer Weizen JL 00.00, Korn JL 9 50, Gerste JL 0.00, Haier JL 5.50, Saathafer JL 6 50.

«»itesvteuft m der Synagoge.

Samstag den 3. April.

Vorabend 6^ Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr.

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