Große Panik herrscht unter den
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Ausschiffung im KrtegShafen wohnten zahlreiche höhere Offi- kamen, ziere der Land- und Seetruppen bei. —
Sieb«. 25. März 1896.
•*G. LaudtagSwahl. (Telegramm.) Die Erste Kammer lehnte die Einführung birecter Wehlen zur Zweiten Ständekammer ab.
•* Rene Etenerzettel. Heute beginnt die Schutzmann- schäft mit der Vertheilung der Steuerzettel für die Einkommensteuer.
•• Kirchliche Tievstuachricht«. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 18. März dem Pfarrer Heinrich Hetntze in Kirchberg die evangelische
Deutscher Reich.
Berlin, 23.März. Prinz Heinrich von Preußen ist vom Kaiser beauftragt worden, ihn bet den KrönungS- feierltchkeiten in Moskau zu vertreten. Prinz Heinrich wird hierbei von einem größeren militärischen Gesolge begleitet sein.
Neueste N^cheichten»
WolffS telegraphisches EorrefpondmpBureau.
Berlin. 24. März. Die ReichStagS-Commisffon zur Bor- berathuug der Anträge der Freisinnigen und Soztaldemo« traten zum Verein»- und Versammlungsgesetz beendete heute die erste Lesung. Die ReichStogScommission für das bürgerliche Gesetzbuch erledigte heute ein Theil des
Pfarrstelle zu Gettenau, Decanat Nidda, und de« Pfarr. vermalter Ernst Freuodlteb zu Ulrichstein, Decanat Schotten, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.
•• Oderhessische Eisenbahnen. Der Sommerfahrpla, der Oberhesfischen Eisenbahnen ist nach dem in der letzten Sitzung de» Slsenbahnbetrathe» angenommenen Entwürfe im wesentlichen der gleiche wie im vorigen Sommer «tt Frühzügen von Gießen nach Gelnhausen um 6 Uhr und nach LlSfeld 6 Uhr 25 Minuten Vormittags.
• • Theater. Die für morgen Abend festgesetzte Gast. spiel-Bo rstellung de» Herrn Strohecker mußte wegen Krankheitsfälle» verschoben werden.
• • Sircnß Lorch. Wir machen an dieser Stelle auf die heute Abend stattfindende letzte Vorstellung mit der Au». stAltungSpantomime „Mazeppa" aufmerksam.
• • vefitzwechfel. Herr Ingenieur Dr. Otto Dirffeubach verkaufte seine Trankfurterstraße 57 belegene Besitzung für 20309 Mk. an Herrn Kaufmann S. GanS Hierselbst.
Wie der Radfahrfport immer weiter in das militärische Gebiet eiogreift, zeigt sich auch io unserm Bezirk, indem der Gießener Radfahr-Verein, gegrßodet 1885, der Behörde im Falle einer Mobilmachung zur schnellen Beförderung der OrdreS 16 Fahrer zur Verfügung stellte. ES ist anerkennen», werth, daß der G. R.-B. außer seinen sportlichen verao- ftaltungen seine Kräfte dem Vaterlande zu widmen bereit ist, wenn eS Noth thut.
Arbeitszeit in den Backerei« Die Einführung dr» Maximalarbeitstages im Bäckergewerbe, die zum 1. Juli bevorsteht, hat unter den Bäckermeistern ei« Aufregung hervorgerufen. Der Eentralvorstand de» deutschen BäckerinnungSverbandeS hat in seiner letzten Sitzung be- schloffen, die Gegner der Maßregel im Reichstage zu einer Interpellation zu veranlaffen. An sämmtltche JnnungS-Vor- stände ist, wie der „Darmst. Tgl. Anz." mittheilt, die Aos- forderung ergangen, in den Osterferien auf die ReichStagS- abgeordneten in diesem Sinne einzuwirken.
•• Heilanstalt für Lungenkranke. Kürzlich sand in Frankfurt eine Versammlung der Bürgermeister und Vertreter der hessischen Städte statt, um über den vom Vorstand der Alter», und JovaliditätS Versicherungsanstalt in Darmstadt gemachten Vorschlag, gemeinsam eine Heilanstalt für Lungenleidende zu errichten, zu beratheo. Die Vertreter der Städte sprachen sich gegen die gemeinsame Errichtung einer solchen Anstalt au».
♦* Zum Schuhe der Bogel. Der Thierschutzverein für da» Großherzogthum Hessen hat darauf aufmerksam gemacht, daß e» sich im Interesse der Schonung der Niststätten und Bruten der der Landwirthschaft nützlichsten Vögel empfehlen dürfte, da» Beschneiden der Hecken nicht mehr — wie seither vielfach üblich — im Frühjahr, sondern in der Zeit vom 1. August bi» 1. März jed« JahrrS vvrzunehmen. Mit Rücksicht darauf haben Großh. Kreisämter den Gemeinden empfohlen, dafür besorgt zu sein, daß die an öffentlichen Fuß- und Fahrwegen befindlichen Hecken nur in obiger Zeit beschnitten werden. Die Privat- grundbesitzer wollen sich im allgemeinen Jnterrffe dieser Au- । ordnung anschließen.
* Combinirle Eintrittkkartenheste für die Gewerbe- Ausstellung in Berlin. Das Eintrittsgeld für alle Sehro». Würdigkeiten innerhalb der Berliner Gewerbeausstellung würde nach einer unS zugegangenen Aufstellung 5.20 Mk., an Tagen mit erhöhtem Eintritt aber 7.20 Mk. kosten. E» hat sich nun eine Genoffenschaft mit beschränkter Haftung gebildet, welche laut Vertrag mit dem Arbeitsausschuß der AuSstrlluog combinirle Eintrittskartenhefte, an allen Tagen giltig, zum Preise von 4 Mk. auszugeben berechtigt ist. Dtrfe EoupowHefte enthalten 12 Anweisungen zur Besichtigung der Hauptausstellung, Alt-Berlin, Marine-Schauspiele, Colonial- Ausstellung, Theater Alt-Berlin, Theater Neu Berlin, Amerika- nischeS Theater, Ausstellung von Hagenbeck, Schippanowlkh» Welt-Musik Etablissement, Festschlff des Lloyd, Nordpol- Eisbahn und zum Arabischen Labyrinth. Außerdem habea die Inhaber dieser Coupon-Hefte Preisermäßigung int Aquarium, Belle-Alliance-Garten und für die Rennen zu Hoppe- garten, KarlShorst und Westend. Auskunft über diele Sin- richtung ertheilt schon jetzt Carl StangenS Reise- Bureau, Berlin W.
Genna, 24. März. Der Herzog von Genua und Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich find hier eingetroffen.
Genua, 24. März. Das deutsche Kaiserpaar ist mit den Prinzen Abends 6 Uhr hier eingetroffen, von dem Herzog von Genua, den Spitzen der Behörden, der Generalität und der deutschen Colonie empfangen, und von einer dichtgedrängten • Volksmenge lebhaft begrüßt worden. DaS Kaiserpaar begab sich alsbald an Bord der Hacht ^Hohenzollern", die NachtS in See sticht.
Genna, 24. März. Das deutsche Kaiserpaar fuhr an Bord der Kaiseryacht Abend» 71/« Uhr nach Neapel. Die
Weiterreise.
Benedig, 24. März. Die „Gazzetta di Venecia" hält ihre Meldung von der ernstlichen Erkrankung de» Papste» aufrecht. Derselbe nehme fast keine Nahrung zu sich, habe seine täglichen Spaziergänge eingestellt und verbringe die meiste Zeit des Tages im Lehnstuhl in einem verdunkelten Zimmer.
London, 24. März. Au» Pretoria wird telegraphirt, der BolkSrath habe dem Präsidenten Krüger die Genehmigung zu einer Reise nach England verweigert, trotzdem Krüger selbst den Wunsch ausgesprochen hatte, diese Reise zu unternehmen. — In der Umgegend von Pretoria werden acht Fort» gebaut.
«rüffel, 24. März. Der Kronprinz Albert wird Mitte Juni dem Berliner und Wiener Hof einen Besuch
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Titel» „Unerlaubte Handlungen" und vertagte sich hierauf I abstatten, biß zum 14. April. Algier, 24. März. _ _ .
Köln, 24. März. Die hiesigen Stuckateure haben gestern I Colonisteu und Eingeborenen infolge der Zerstörung der
die Arbeit eingestellt, da die Arbeitgeber den dies- I Saaten durch Kälte und anhaltende Trockenheit. Der
jährigen Lohntarif nicht durch Unterschrift anerkennen wollten. Gouverneur von Algier ordnete Maßregeln an, um eine
Neapel, 24. März. Verwundete au» Mafsauah Katastrophe zu vermelden. Man befürchtet eine Hunger»-
kamen heute früh an Bord der „Sumatra" hier an. Der noth wie im Jahre 1867, wo 500,000 Einwohner um» Leben
Abg. Hitze (Etr.) spricht gegen de» Schalterdienst am Sonntag Nachmittag. Gegen die Resolution Zimmermann sei allerdings einzuwenden, daß die Stunden des Hauptgottesdienste» nicht überall die gleichen feien.
Director Scheffler rechtfertigt die beim Fernsprechverkehr mit Vororten erhobene Sondergebühr durch die dadurch bedwgte Vermehrung der Anschlüsse für dm Teilnehmer, fowie durch die größeren Schwtertgkettm. , „ , , ,,
Abg. Hammacher (nl.): Die Fernfprech - Angelegenbeit anlangend, fo zeige sich in Berlin, da» doch noch ein größeres dmtrum ist, als Düffeldorf rc., daß sich die technifchm Schwterigkeitm bewältigen taffen.
Abg. Singer (Soc.) hält die Refolutton Zimmermann für ungenügend. Die Sonntagsruhe dürfe überhaupt nicht durch Dienst 1 erdff en werden. deshalb fei nur ein» richtig: von 7 bis J sind die Schalter geöffnet, und nachher gießt es überhaupt nichts mehr.
Die Refolutton wird gegm die Anttfemttm abgelebnt.
Abg. Werner (Antif.) rügt, daß derBraunfchweigerOberpostdirector an Beamte, Postassistenten, die in feinen Bezirk verseht, ein Circular fenbet, worin ihnen die Erklärung abgefordert wird, daß sie dem Assistmtenverbande nicht beitretm. Das sei unverschämt. Weiter wmdet sich Redner noch gegen allerlei Strafversetzungen von Afsistmtm und gegen die zunehmende Ersetzung von Secretären durch gleichartig befchäfttgte, aber schlechter bezahlte Assistenten.
Director Fischer: Wmn eine solche Verfügung wie die Braunschweiger, wirklich ergangen sei, so sei das jedenfalls nicht auf Anweisung der Zentralstelle gefchehm, und eS werde Bericht eingefordert roerben. , ,
Lei btm Etat bet Reichs-Eisenbahnen tabelt
Abg. Bueb (Soc.), baß bet Reichstag so spät einberufen fei, daß jetzt die Erörterungen fo strangulirt werdm müßtm. (Unruhe.) Ob Sie mich hören wollen ober nicht, ist mir ganz fchnuppe. (Präs. Buol bezeichnet diefm AuSbruck bem Haufe gegenüber als unzulässig unb ruft ben Rebner zur Orbnung). Rebner tadelt bann da» übertriebene Sparfystem, welches bte Reichsbahnen auf Kosten bet Angestellten und des Publikums beoachteten.
Geh. Rath Wackerzapp weist diesen Vorwurf zurück.
Bei dem Eapitel Bankwesen kommt
Reichsbankdirector Koch auf das bet der zweiten Lesung vom Abg. Holtz geäußerte Verlangen betr.Herabsetzung deSLombardzins- fuß:S für landschaftliche Pfandbriefe auf den Zinssatz für Staatsanleihen zurück. Er glaube gar nicht, daß die Besitzer der Pfandbriefe ein fo großes Inter esse an dieser Frage hätten. So ganz hervorragmbePapiere feien die Psandb'iese jedenfalls nicht, daß man sie in Bezug auf den Zinsfuß fo behandeln müßte, wie die garan- tirten Staalspapiere. Die Lombardanlage fei ohnehin bei der Bank feit Jahren stark gestiegen, viel mehr als die Wechfelanlage, während gerade da« Umgekehrte erwünschter sei. Den Staatspapieren werde, nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Ländern hauptsächlich um deswillen, um da« Publikum mehr auf den Erwerb von Staatspapieren des eigenen Staates hinzulenken, ein niebtgercr Zinssatz gewährt. Im Uebrigen habe die Reichsbank stets nach Kräften der Landwirthschaft gute Dienste zu leisten sich bemüht. (Lachen rechts.) Wir haben jederzeit, noch bis in die neueste Zeit hinein, bet Con- vertirung landschaftlicher Psandbriese Gelder zur Betfügung gestellt.
Abg. Holtz (Rp.). Die landschaftlichen Pfandbriefe feien doch fo sicher, daß nicht zu begreifen fei, weshalb sie nicht ebenso billig lombardirt werden könnten, wie die Staatspapiere.
Abg. Graf Arnim (Rp.) äußert sich in gleichem Sinne, die Landwirthschaft finde nicht die Rücksichtnahme, die ihr gebührt.
Präsident Koch: Die Sicherheit der Pfandbriefe bezweifle ich g,r nicht. ES find überhaupt weniger banktechnische als bankvolitische Gründe, die unS leiten. Den Zinsfuß, den wir den landschaftlichen Piandhriefen bewilligen, müßten wir noch einer ganzen Reihe anderer Papiere, vor Allem den baierischen ?c. Hypothekenbank- Pfandbriefen zugestehen. Die Bank muß stark bleiben. Redner pro- testirt noch dagegen, daß die Reichsbank die Speculatton bevorzuge, die Bank nehme nur die solidesten Wechsel.
Abg. v. Rarborff (Rp): Die Lanbwirthe wunbern sich nicht mehr, baß sie von dieser Sette nichts zu erwarten haben, und'auch nicht» von der Regierung, die nur Redensarten hat, aber nichts Prac- tische» thut. Daß es nützlich ist, die Reichsbank zu verstaatlichen, ist jetzt nicht mehr zweifelhaft. (Beifall recht»).
Abg. Me» er-Halle (frs. 93g.) rechtfertigt daß Verfahren der Reichsbank.
Der Gesammietal wird entgiltig angenommen, und auf Antrag Lieber die bei der zweiten Lesung in baß Etatsgesetz eingefügten
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-1- Salzhausen, 23. März. Wir haben einen Cor- respondenten im benachbarten Nidda, den Herrn Lp, ober p.l, oder Lp, welcher in proteuSartigen Wandelungen erscheint. Waß andere Blätter mitunter eine Woche früher bringen, z. B. die neuen Einrichtungen im hiesigen Bade, vergl. „Gieß. Anz." Nr. 66, ersteß Blatt v. 6. März, hl formt Herr p.l. eine Woche später unteren 13. März etwas um und servirr eß anderen Blättern, z. B. der DarurfiLdter Zeitung alß funkelnagelneue Entdeckung. Bon der Salzquelle bei Selterß berichtet Herr L.p. in ähnlicher Weise uob ebenso von Lindheim und dem Nidderthal - Sängerbünde. Eß ist ja recht erfreulich, wenn man z. B. von mancherlei Nachrichten Notiz nimmt, aber eß sollte doch alle» Dasjenige, waß acht Tage unb länger gebracht worden ist, anderen Blättern nicht ohne Weitere» al» Originalneuigkeitei vorgesetzt werden.
Fr. Bo» bet Bergstraße, 23. März. Da» Eapitel „Ausgegangene Dörfer im Großherzogthu» Hessen" hat die öffentlichen Blätter in letzter Zeit beschaff tigt. Die „Darmstädter Zeitung" brachte in ihrer Ne. 129 vom Dienstag 17. März l. I». eine längere Correspondeoz: Da» verschwundene Dorf des Odenwalde», worin sich der Berfoffer verwundert, daß so etwa» in den letzten 50 Jahren geschehen konnte. ES ist aber gar nicht der einzige Fast, der in der letzten Hälfte de» 19. Jahrhundert» passirt ist. Auf seiner Reise nach dem verschwundenen „Dürr-Ellenbach die Bergstraße hinauf über Wemheim unb Waldmichelbach. ist der Herr Eorrespondent ziemlich nahe on einem anderen verschwundenen Dorfe voiüber gekommen, welche» viel leichter erreichbar ist, unb sich nennt: Hohenstein bet Reichenbach,
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Schiffe im Hafen waren festlich geschmückt. Bei der Ausfahrt au» bem Hafen rief der Kaiser, auf der Commando- brücke stehend: „Viva il Re!" Die Menge antwortete begeistert: wViva Imperadore!"
Land», 24. März. Der Prozeß Jamefon wurde heute wieder ausgenommen. Der Sergeant White, der der Truppe Jameson» von Mafeking mit ben Depeschen Sir Robinson» gefolgt war, bie ben Befehl zur Rückkehr ent. hielten, sagte aus, er sei unmittelbar nach bem Überschreiten der Grenze von einer Schaar bewaffneter Buren angehalten I worden, welche bte Depeschen geöffnet unb gelesen hätten. I Nach einem Aufenthalt von 4 Stauben sei ihm gestattet worden, unter EScorte weiter zu reiten. Nachdem er endlich Jameson» Truppe erreicht, habe dieser ihm befohlen, die Depeschen Willoughby auSzuhändigeu, der der militärische Leiter oeß Zugeß sei. Willoughby habe ihm sodann erklärt, bie Depeschen würben erledigt werden. Die Truppe sei hierauf in der Richtung nach Johanneßburg weitermarschiert. Er (Zeuge) habe drei Stunden später, alß er sich aus dem Rückwege nach Mafeking befand, 300 bewaffnete Buren getroffen,' welche Jameson folgten. Der Secretär beß Buren- Generalß Joubert, Bowert, sagte auß, er habe Jameson von bem britischen Agenten Dewet auß Prätoria eine Depesche überbracht, unb sei mit der bereit» bekannten Antwort Jame- sonß zurückgekehrt. Der Gerichtshof vertagte sich sodann auf morgen. Dann dürfte eine längere Vertagung eintreten biß zur Ankunft neuen Beweißmaterialß auß Afrika.
Depefch« b«i Bure« .Herold'.
Berlin, 24. März. Den Abendblättern zufolge wird der Kaiser am 10. Mai zur Rehpürsche nach Primkenau kommen unb dort vielleicht mit der Kaiserin bei.seinem Schwager Herzog Ernst Günther von Schleßwig-Holstein mehrere Tage verweilen.
Berlin, 24. März. Wie die »Nordd. Allg. Ztg." hört, ist dem Reichskanzler anläßlich des Trinkspruches, welchen er bei dem Erinnerungßfest beß ReichStageß am 21. März auf ben Fürsten Bismarck außgebracht hat, ein Schreiben vom Fürsten Bismarck zugegangen, in welchem bietet für bte „wohlwollende und ritterliche Kundgebung", durch die Fürst Hohenlohe seiner bet jener Feiet gedacht habe, seinem verbindlichsten Dank Ausdruck gibt.
Berlin, 24. März. Die ReichStagS.Commisfion für daß bürgerliche Gesetzbuch berieth heute den 25. Titel beß zweiten Buches, der von ben unerlaubten Hanbluugen hanbelt. § 809 erhielt mit einem Zusatzantrage Cuny folgende Faffung: Wer eine Frauenßperson durch Anwendung hinterlistiger Kunstgriffe oder durch Mißbrauch eines abhängigen Verhält- niffeß zur Gestattung der außerehelichen Beiwohnung ver- leitet, ist ihr zum Ersatz beß barau» entstehenben Schadenß verpflichtet. § 810 erhielt folgenbe Faffung: Wer burch eine Hanblung in einer gegen die gute Sitte verstoßenden Weise einem Anderen absichtlich Schaden zusügt, wird zum Ersatz beß Schadenß verpflichtet. § 811 lautet: Wer im Zustande der Bewußtlosigkeit Schaden zusügt, ist verantwortlich, und 8 812: Wer daß 7. Lebenßjahr noch nicht vollendet hat, ist für den von ihm zugefügten Schaden nicht verantwortlich. Die beiden letzten Paragraphen blieben unverändert. Darauf vertagte sich bie Commission biß zum 14. April.
Berlin, 24. März. Der General-Feldmarschall Graf - , Blumenthal ist ber „Kreuzzeitung" zufolge seit einigen
6 'Äe'Resolutionen^betr. Zusammenstellung der Verorbnungen Tagen an einem Bronchialkatarrh "krankt.
aus Grund S 120o der Gewerbeordnung (Hitze), ferner betr. warmer Berlin, 24. Marz. Daß „Berl. Tagedl. meldet an» Abendkost (Gröber), betr. Post;eitungstUrif (Schädler) und betr. Pariß, daß bte französische Regierung nunmehr ein Schreiben die Poftaffistenten (Schübler) werben angenommen, dagegen die Re- b(c Rutsche Regierung gerichtet habe, in welchem sie Aus. foluttonen Werner betr. der Postaffistentm unb ßingenß (Mußs ‘ 1” m, ffilnmünhe welwe Äriebmann
d-dnun, b« p°st-Ii,»-n S°m>I°sS-uh- .uf unbFrohn- «atung --bitt-, über bie Smwtabe, uMt rf' «“
leichnam) abgelehnt. gegen daß Außlieferungßersuchen der deutschen Regierung er-
Endlich wird in dritter Lesung die Vorlage betr. Verwendung I j,0&cn hat.
überschüssiger Reichseinnahmen zur Schuldentilgung debattenlos de- Luzern, 24. März. Der Hofzug mit der deutschen ^'"°N°S°ÄüügD«nn-r-,-g b-n 16. »pril: SBodage, betr. UN- »aU erfamilie Ift h-ut-s-üb 6 Uhr 10 Mn. hierein, lauterer Wettbewerb. I getroffen. Nach einem 1 ^stündigen Aufenthalte erfolgte bie


