Mittwoch den 8. April,
Nachmittag» 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den P*tl Len, «helevten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 84 Nr. 698,7 — 179 qm Hosraithe
-wischen dem Wölkchen und dem ^chteßhau»,
Flur 34 Str. 581«VIOO — 363 qm Gra«. garten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 26. Februar 1896.
Grotzh. OrtSgericht Gießen- ____________I. A.: »o«t.________1873 ©artmtii
in großer Auswahl. 2359 Ang. Montanas Nacht (Inhaber R. L M. Imheuser).
Mnb französische, Brünner und sonstige. Mal schecken und Modeneser, Bagdetten, Sarri Dragon» und Indianer, Perrückeo«, Pfau« i Mövchev, Tümmler, kurzschvibelige. Außer gestellt Eanarien und andere in- und ac und Ziervögel. Unter den Besuchern he Stimme de» Lobe» über die Ausstellung. Jahresfrist gegründete Verein mit seine» ca. hat mit dieser ersten Probe seine» Können» g e» ihm zu thun ist um die Hebung de Möge er die Freude eine» baldigen sichtbaren
Vilbel, 23. März. Hier erstach der 2 Bellinger im Streit seinen zwei Jahre j Der Thäter wurde verhaftet.
n. Leidhecken, 23. Marz. Hier wurde verübt, bei dem e» der Dieb aber nicht au' auf Eßwaaren abgesehen hatte. Er wußte i zur BorrathSkammer zu finden und traf Au»wahl. Nur Cervelat- und Schwarten ihm de» Mitoehmen» werth, während er $ wurst unberührt ließ. Man hat keine und wird er höchstwahrscheinlich^seinen Raub u können.
V. W. Vom westlichen BogelSberge, 2 beiden Handwerkerschulen zu Ortender
Vergebung von £
Die bei dem Neubau eines N chemische Laboratorium der Laude vorkommenden Arbeiten, al«:
1) Erdarbeit (ca. 160 cbm),
2) Maurerarbeit (Bruchsteinmauer: mauerwerk, ca. 100 cbm; Ver!
3) Asphaltarbeit,
4) Steinhauerarbeit (Basaltlava, < ca. 4,8 cbm),
5) Zimmerarbeit (Tannenholz, ca. Dachverschalung, ca. 165 qm),
6) Dachdeckerarbeit (Holzcementdäck l 7) Spenglerarbeit,
8) Schreinerarbeit,
9) Glaserarbeit,
10) Schlofferarbeit,
11) Weißbinderarbeit,
12) Pflasterer- (ca. 40 qm) und CI sollen auf dem Wege der öffentlichen Aus Die Angebotsunterlagen können im Amtsloca Soethestraße 52, eingesehen und Angebotfornu — Bezüglich der Bedingungen für die Br und ihre Ausführung wird auf den Minister! verwiesen.
Die Angebote sind bis Mittwoch, Vormittags IO Uhr, ebendaselbst einzuri Zuschlagsfrist: 14 Tage. — Versand halb findet nicht statt.
Gießen, den 25. März 1896.
Großh. Baubehörde für die Universität^ 2863 Renting.
637 Familien mit 495 Nachtwachen, 86 Tagepflegen und 19938 Pflegebesuchen).
III. Kinderpflege: a. Krippe.
In der Krippe waren das ganze'Jahr hindurch zwei Schwestern nebst einem Dienstmädchen thätig. Es wurden darin im Ganzen verpflegt 34 Kinder mit 4425 Pflegetagen.
b. Fürsorge für schwächliche Kinder.
Auch in diesem Jahre ist wiederum die Zahl der Kinder, denen wir die Wohlthar einer Badekur im Kinder- hospital in Bad Nauheim gewähren konnten, gewachsen. Im Ganzen waren cs 32, von denen 8 eine Kur im Winter von je 6—7 Wochen, die andern eine solche im Sommer von je 4 Wochen durchmachcn konnten.
IV. Das Mictspatronat.
Im verflossenen Jahre hat der Verein ein weiteres Haus, das bisherige Fricbelische Haus, Kornblumengasse 6, käuflich übernommen. Wenn sich'jemand einen Begriff davon machen will, welche Opfer der Verein bringt, um solche alte Häuser in einen den Bedürfnissen der Gesundheit und des Familienlebens einigermaßen entsprechenden Zustand herzustellen, der möge sich einmal dieses Haus ansehen und sich sagen lassen, daß wir allein auf die Abortanlage ca. 1000 JC, d. h. beinahe den vierten Teil des Kaufwertes des Hauses, verwandt haben. Dem Verein standen Ende 1895 drei eigene Häuser und zwei von der Stadt ab- gemietetc zur Verfügung. Für das Jahr 1896 ist bereits eine weitere Ausdehnung dieser Arbeit in Aussicht genommen. Das finanzielle Ergebnis war befriedigend.
In die Kommission für das Mictspatronat neu ein- getreten ist Herr Amtsgerichtsrat Dornseiff. Die Verwaltung des Hauses Brandplatz 14 hat an Stelle des Herrn Bäckermeisters Ehr. Faß, der sich aus Gesundheitsrücksichten zurückziehen mußte, Herr Metzgermeister Johs. Klein, die des Hauses Neustadt 37 an Stelle des Herrn Kaufmann Stuhl Herr Rentmeister Hein eck, die des Hauses Korublumengasse 6 Herr Kaufmann Stuhl übernommen. In den übrigen Häusern ist keine Veränderung eingetreten. In der Erhebung des Mietgeldes standen unseren Pflegern zur Seite die Damen: Frau Adolf Weidig, Fräulein Bramm, Fräulein Zimmermann, Fräulein Schäfer.
V. Die Haushaltungsschule.
a. Die Nähabende.
Der Bericht bezieht sich hier zunächst auf den Winter 1894/95. Die Nähabende wurden in dieser Zeit ganz in der gewohnten Weise jeden Freitag, im Saale des alten
Rathauses gehalten, von 5—7 Uhr für ältere Schulmädchen, * von 7,8 —l/, 10 Uhr für Frauen und ältere Mädchen. ' Beide Abteilungen erfreuten sich in dieser ganzen Zeit eines so starken Zuspruches, daß die zur Verfügung stehenden Räume nicht mehr ausreichen wollten.
Im Herbst 1895 wurde daher eine neue Abteilung vorgenommen. Die Frauen wurden sämtlich den Schwestern überwiesen, die für sie in den Räumen des Schwesternhauses zwei Abende einrichteten, während die'Schulkinder und die älteren Mädchen im Rathause verblieben. Diese^Einrichtung empfahl sich auch aus inneren Gründen, weil die Frauen, die die Nähabende besuchen, den Schwestern meist persönlich bekannt sind, und mit ihnen fort und ,fort in Beziehung ' stehen, so daß die Schwestern ganz anders in der l?age sind, die Bedürfnisse einer jeden zu beurteilen. Den im Rathause arbeitenden Damen ist allerdings dadurch bte Arbeit nicht erleichtert worden; denn einmal ist seitdem der Zudrang zu sämtlichen vier Abteilungen nur noch stärker geworden, und zum Andern sind mit den Frauen gerade I die leichter regierlichen Elemente abgegangen, während die Arbeit mit den Mädchen mancherlei Schwierigkeiten bereitet. Jedenfalls sind wir den Damen, die sich dieser Arbeit mit so großer Treue und Hingabe gewidmet haben, und nicht minder den Schwestern, die zu all ihrer schweren Tagesarbeit auch noch diese, wahrlich nicht geringe Anforderungen stellende Aufgabe übernommen haben, aufrichtigen und herzlichen Dank schuldig.
Die Kosten der Nähabende im Winter 1894/95 beliefen sich auf insgesamt 711 .W, 07 , welche sämtlich durch besondere Beiträge, nämlich durch den Ertrag einer besonderen von Frau Provinzialdirektor v. Gagcrn veranstalteten Büchsensammlnng von 229 JC 85 3 und den nicht kapitalisierten Ueberschuß der Einnahme aus dem Bazar von 560 jH 95 gedeckt wurden.
d. Die Kochschule.
Wie schon im früheren Bericht in Aussicht gestellt wurde, ist die Kochschule in diesem Jahre au die Stadt übergeben worben. Es besteht die Absicht, sie in erweitertem Gestalt einer Haushaltungsschule als eine Art weiblicher Fortbildungsschule an die städtische Mädchenschule anzu gliedern; zur Ausführung wird der Plan erst mit Ablau' des Schuljahres 1895/96 kommen.
Der Iorstand des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege:
Der Vorsitzende: Der Schriftführer:
Schlosser. (£. 5rauffmann.
Actienzuckersabrik
in Gtockhe
Der Preis für die in 0ersoffener Carn; bi» Ütcl. 15. November gelieferten Rübe: nach diesem Termin gelieferte auf 95 Pfg. rath festgesetzt. £3
Die Restbeträge können vom Montag Donnerstag den 26. d. Mts. an der Fabrik werden. In dieser Zeit nicht abgeholte Bett durch die Post zugesandt.
Stockheim, den 19. März 1896.
Vorstand der Actienzuckersabrik
Mittwoch den 8. Aprils IMittv
Nachmittags 2 Uhr, I auf dem hiesigen OrtSgcricht die den werden
soll auf dem hiesigen OrtSgcricht die den Aka»par SLomber Eheleute« in Gießen an nachbenanntem Grundstück gehörige ideelle Hälfte:
Flur 8 Nr. 17 — 7676 qm Acker diesseits am GraSweg
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Februar 1896.
Großh. OrtSgericht Gießen.
I. A.: Bogt. 1872
t er——-.■'-ij
1) Sophas, Kommoden, Kleiderschrönke, Spiegel, 1 Verticow, ovale Tische, 1 Clavter, 1 kirschb. Bettlade, zwei Hobelbänke. 1 Partie Werkholz, zwei Wagen, 1 Pferd u. a
2) eine große Partie »npfersttche und C<l8rtt<rMtoet und 3 neue Zangen zum Zahnziehen.
Die Versteigerung unter 2 findet de» stimmt statt.
2826 Geistler, Gerichtsvollzieher.
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H. Schadt,
Domäne Hof Rheinfelden, Post Wallerstädten, empfiehlt:
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