ist sicher besetzt. Eß sind Leben-mittel für den ganzen Monat April vorhanden, ebenso Wasier im Ueberfluß.
3tie, 23. März. Anläßlich der Ankunft deS deutschen Kaiserpaares In Genua wird der Herzog von Genua sich von Turin dorthin begeben.
Genna, 23. März. Der Eisenbahnzug de- deutschen KaiserpaareS wird morgen Nachmittag gegen 5*/2 Uhr auf dem Bahnhofe Si. Limbauia eintreffen. Daselbst ist eioe Brücke bis zum Ankerplatz der „Hohenzollern" gebaut, die mit Teppichen belegt, und mit Pflanzen geschmückt ist. Heute Abend treffen zur Begrüßung de- Kaiserpaare- der Herzog von Genua und der Herzog von Sachsen-Mei- ningen ein. _____________
Dopelch«» M »Uta »Herold*.
Berlin, 23. März. Ueber die Mittelmeer-Reise des KaiserpaareS find, wie wir erfahren, folgende Dispositionen getroffen worden: Die Ankunft in Genua erfolgt am 24. März, Nachmittag- 5 Uhr 20 Mtn., wo das Saiser- paar sofort in See geht, und trifft am 25., Nachmittag- 5 Uhr, in Neapel ein, wo e- mit Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen zusammenkommt. Der Aufenthalt daselbst währt bi- zum 31. März. Vom 1. bi- 5. April verbleiben die Majestäten in Palermo. Dann folgt eine mehrtägige Küstenfahrt nach Venedig, wo die kaiserliche Familie am 11. eintrifft. Dort treffen die Majestäten mit dem italienischen KönigSpaare zusammen, deffen Gast sie während deS dreitägigen Aufenthalt- in Venedig find. Hier soll auch daS event. Zusammentreffen mit dem König und der Königin von Rumänien stattfinden. Am 13. April Abends erfolgt dann die Abreise nach Wien, wo der Aufenthalt bis zum 15. festgesetzt ist, an welchem Tage der Kaiser noch an der großen Wiener Frühjahrsparade theilnimmt. Am selben Abend reist der Kaiser über München nach Karlsruhe, wo er sich bis zu der am 19. ftattfindenden Auerhahnjagd aufhält. Die Kaiserin reist bereits am 14. von Wien zurück und begleitet die beiden ältesten Prinzen nach der Kadertenanstalt in Plön. Am 19. April, Abends 6 Uhr, trifft der Kaiser in Coburg ein und nimmt dort an der Vermählungsfeierlichkeit der jüngsten Tochter des Herzogs Alfred, der Prinzessin Alexandra, mit dem Erbprinzen Hohenlohe-Laugenburg Theil. Die Kaiserin kommt von Plön au- direct zu den HochzeitSfeierlichkeiten nach Coburg. Von dort au- reist der Kaiser nach der Wartburg zur Auerhahnjagd, die am 22. stattfindet. Dort ist der Monarch Gast des Großherzogs von Weimar. Am 25. begibt sich der Kaiser zum Grafen Görtz nach Schlitz zur Auerhahnjagd und tritt am 29. die Rückreise nach Berlin an, wo er am 1. Mai der Eröffnung der Berliner Gewerbe- Ausstellung beizuwohnen gedenkt. Zwischen dem Aufenthalt auf der Wartburg und dem in Schlitz wird der Kaiser am 23. April dem König von Sachsen einen Besuch auf Schloß Strehlen abstatten. — Aus diesen Dispositionen geht hervor, daß die Nachricht, daS rumänische KönigSpaar werde anläßlich seiner Reise nach Abbazia mit dem Deutschen Kaiser und dem König Humbert am 29. April in Venedig zusammentreffen, unbegründet ist. Eine solche Unterbrechung der Mittelmeer Reise ist nicht vorgesehen und auch bis zur Stunde nicht beabfichtigt.
Berlin, 23. März. DaS Abgeordnetenhaus verwies heute das Anerbengesetz an eine 21er-Commisfion und vertagte sich bis zum 14. April. Auf der Tagesordnung dieser Sitzung stehen kleine Vorlagen.
Berlin, 23. März. Dem „Berl. Tageblatt" zufolge sind die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Japan bereits soweit vorgerückt, daß in den allernächsten Tagen die Unterzeichnung der Abmachungen zu erwarten steht.
Berlin, 23. März. DaS Preßbureau der Berliner Gewerbe-AuSstellung übersendet unS folgende Notiz: ^Aus Veranlaffung deS Kaisers besuchten heute die drei in Berlin anwesenden Prinzen Adalbert, August Wilhelm und Oskar unter Führung der Civil- und Militär-Gouverneure „All-Berlin" auf der Berliner Gewerbe-AuSstellung, nachdem sie kurz vorher dieselben Straßen, welche jetzt auS der Vergangenheit wieder zur Darstellung gelangen, durchwandert hatten. Die Erklärung erfolgte unter Zugrundelegung genauer Pläne von damals und jetzt. — Kurz vor- her hatte die Gemahlin deS Reichskanzlers mit großem Gefolge dieselbe Ausstellung befichtigt."
Berlin, 23. März. Wegen Unterschlagung eines Depots in Höhe von 20,000 Franc- in italienischer Rente ist der Bankier Behrend am Louisenufer verhaftet worden. Die Geschäftsbücher deffelben wurden beschlagnahmt und da- GeschäftSlocal versiegelt. Behrend soll schon längere Zett mit Zahlungsschwierigkeiten gekämpst haben.
Wien, 23. März. In der gestern abgehaltenen Protestversammlung der socialistischen Eisenbahnbeamten wurde beschloffen, falls die Directionen den verlangten Urlaub nicht bewilligten und auch die Lohnerhöhungen nicht gewähren sollten, einen Generalstrike der sämmt- lichen Eisenbahnbediensteten zu arrangiren.
Mährisch Ostrau, 23. März. Der Strike ist nunmehr beendet. Auf allen Schächten wurde heute wieder normal augesahren.
Lemberg, 23. März. Zur Ermöglichung einer wirksamen Bekämpfung der antipolnischen Propaganda in Preußen bewilligte der bekannte polnische Agitator Dr. Stanislaus Haffcwicz 10,000 Mk.
Rom, 23. März. Die Friedensunterhandlungen mit Menelik dauern fort. Die Frage der Kriegsentschädigung ist nunmehr, wie der aus dem Lager MenclikS zurückgekehrte Major Salsa meldet, beseitigt.
Rom, 23. März. Erst gestern hat General Baratieri fich in Massauah an Bord deS Dampfer- »St. Vincenzo" zur Fahrt nach Rom eingeschifft.
Rewyork, 23. März. Nach den Abstimmungen der ein- |t(nen Staaten wird als erster republikanischer Candidat für die Präsidentschaft der Republik Mc Kinley bezeichnet.
£oc<Us Mttö prwhtsicllo,
«iefcfli, 24. März 1896.
* *G. £8 eil fielet. (Telegramm.) Die Erste Kammer lehnte gegen fünf Stimmen die Aufhebung der Weinsteuer ab.
• • Militärdieißnachrichten Haupt, Oberstlt. und etarS- mäßiger Stabsoffizier des Inf. Regt. Nr. 131, unter Be- förderung zum Obersten zum Cowmandeur deS Jnf.-RegtS. Nr. 140 ernannt. Großmann, Pr.-Lt. vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, von dem Com- mando als Erzieher bei der Haupt-Kadettenanstalt entbunden. Morneweg, Hauptmann und Comp.-Chef com 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, unter Stellung z. D. mit Pension, zur Dienstleistung als BezirkSosfizier bei dem Landw.-Bezirk Gießen- M ey, Hauptmann und Bart. Chef vom Feldart.-Regt. Nr. 34, unter Stellung z. D. mit Pension, zur Dienstleistung als Bezirksoffizier bei dem Landw.- Bezirk Friedberg coRrmandirt.
OmnibuSverkehrS «endernng. DaS herrliche FrühlingS- vetter, sowie an den Vorstand ergangene Wünsche haben denselben veranlaßt, bereit- von heute ab auch an Wochentagen bei günstiger Witterung nach dem Schiffenberger Wald zu fahren. Die Wagen fahren um 2 30 und 3 15 Nachmutag- vom Marktplatz ob und waren die Herren A. LG. Wallenfels so freundlich, auch in diesem Jahr den Fahrkartenverkauf kostenlos zu übernehmen. Die Fahrten 1 15 und 3 90 Nachmittags nach Wieseck und zurück werden vorläufig eingestellt.
* * Strohecker Abend Donnerstag den 26. März. Vielseitigem Wunsch nachkommend, hat sich daS Frankfurter Dialect -Ensemble unter StroheckerS Leitung entschlossen, statt deS LocalscherzeS „Atzemer und sein Sohn" den reizenden Schwank ,Frankfurt in Feindesland" zu geben. Dieser Tausch wird jedenfalls Allen willkommen sein und hoffen wir für den lustigen Abend besten Erfolg und ein volles Haus.
• * CircnS Lorch, deffen Darbietungen stets den unge- theiltcn Beifall der Besucher gefunden, wird, wie man uns mittheilt, morgen Mittwoch Abend seine Gala- Abschieds-Vorstellung geben, auf welche wir ganz besonders aufmerksam machen. Heute Abend kommt die historische AuSstattungSpantomime „Mazeppa" zur Aufführung.
* * Hagelschlag. Im Jahre 1895 find im Großherzog, thum Heffen durch Hagelschlag 10558 Hectar Feld betroffen worden, wodurch ein Schaden von 256151 Mk. erwachsen ist. Davon kommen 210220 Mk. auf Oberheffen, 31311 Mk. auf Starkenburg und 13 620 Mk. auf Rheinhessen. Die zur Auszahlung gekommene Versicherungssumme belief sich aber nur auf 42 661 Mk.
W. Grunberg, 22. März. Unser Feuerwehrbezirk wird, nachdem die Stelle eines FeuerwehrinspectorS durch den Tod des bisherigen Inhabers erledigt ist, mit den Bezirken Gießen und Lich unter die Controlle des FeuerwehrinspectorS LooS-Gießen gestellt werden.
Butzbach, 21. März. Dem am 18. März stattgehabten Fasel-, Zuchtvieh- und Schweinemarkt konnte man eS unmerken, daß dies seit langer Zeit wieder der erste Viehmarkt in Oberhessen, der seit der Marktsperre infolge der Maul- und Klauenseuche von Großh. Behörde gestattet worden, war. Schon in der Frühe waren Verkäufer und Käufer, selbst auß weiter Ferne hier eingetroffen, sodaß nicht nur der geräumige Marktplatz, sondern auch die angrenzenden Straßen, sowie die Wirtschaften vom Pubukum stark besucht waren. Daß fich bei solchem Besuch der Handel auf dem Markt zu einem lebhaften gestaltete, erscheint unS ganz natürlich, denn die Menge wirklich schönen Viehes, welches zum Verkauf stand, lud Jntereffenten zum Kaufen ein. Besonders groß war der Umsatz in Faseln Schweizer Raffe, aber auch mangelte eß nicht für Liebhaber an wirklich schönen Exemplaren ächt Vogelsberger Rasse. Für die Prämiirnngs- Commisfion war es wirklich keine leichte Aufgabe, unter der großen Auswahl mustergültiger Waare die Schönsten der Schönen herauszufinden. Erft nach eingehender mehrstündiger Musterung gelang eS, eine Anzahl Fasel und Rinder zur PreiSvertheilung zu bestimmen. Im Ganzen wurden 505 Mk. für PrämiirungSzwecke ausgegeben, welche von Seiten der Stadt und der VerloosungS Commission zur Verfügung gestellt waren. Leider konnten dieseSmal von Seiten des land- wirthschaftltchen BezirkSvereinS keine PrämiirungSgelder zur Verfügung gestellt werden, da die vorjährige Landwirth- schaftliche Ausstellung zu Gießen dem Verein größere AuS- gaben verursacht hatte. Die PreiSvertheilung selbst vollzog sich in der üblichen Weise Mittags 1 Uhr vor dem Schul- hauö am Wetzlarer Thor. Später wurden unter Vortritt einer Mufikcapelle die bekränzten Thlere durcy die Stadt geleitet. Nachmittags fand gemeinschaftlichrß Effrn vieler auswärtiger und hiesiger Herren im „Hessischen Hof" statt. WaS nun den Auftrieb des Marktes selbst betrifft, so waren vorhanden: ca. 118 Fasel, 330 Kühe und Rinder, sowie ca. 76 Fuhrwerke m't Schweinen. Für Fasel von l1/«! biß P/4 Jahren wurden 500—700 Mk. daS Stück bezahlt, 6—8 Wochen alte Ferkel wurden da« Paar je nach Qualität zu 20—30 Mk. verkauft.
Schotten, 21. März. Der langjährige erste Stadtpfarrer dahier, Herr Decan Kullmann, ist gestern nach langem schweren Leiden sanft entschlafen.
W. Darmstadt, 22. März. Daß Gesetz, betreffend Regelung derPolizeiin den Städten Über 20 000 Einwohner, von dem wir s. Zt. meldeten, e» würde diesen Landtag nicht mehr beschäftigen, ist nun doch noch dem GesetzgebungS- Ausschuß der zweiten Kammer zugegangen. Zum Referenten dieser Vorlage ist der Landtagsabgeordnete Metz- Gießen bestellt.
A Ma»nz, 23. März. Die hiesigen Svcialdrmokraten veranstalketen gestern eine Märzfeier. Der Abgeordnete Jöst hielt bei derselben die Festrede. — Diemilitärische
Conservenfabrik hier stellt mit dem heutigen TiD ihren Betrieb biß zu dem Spätjahr ein. Born November biß heute wurden in der Fabrik 3000 Ochsen zu Conserven verarbeitet. — Die städtische Verwaltung hier ist gegenwärtig mit der Errichtung einer Blindenanstalt beschäftigt. Dieselbe soll ein Annex de- städttschen Spital- geben. Mittel zu der Anstalt find bereit- in außgiebiger Weist vorhanden. — Die zwei au- einem hiesigen Pensionat flüchtig gegangenen jungen Franzosen hat man in Karlsruhe erwischt. Dieselben mußten unter Bedeckung die Reist hierher znrllckmachen.
Mainz, 21. März. Der städtische Bauausschuß be willigte zur Errichtung eines Neubau - für ein drittes Volksbad 60,000 Mk. Mit Bauplatz wird der Bai 117,000 Mk. beanspruchen.
Bingen, 23. März. Gestern erschoß sich in Gaul«, heim der GenSdarm Kurz mit dem Revolver. Er fodre von hier nach Ingelheim versetzt werden. Die That soll art Unvorsichtigkeit geschehen sein.
A AnS Rheinhessen, 23. März. Um der Wein, f ab r tf atton einen Riegel vorzuschieben, haben die Wein- Händler und Weinproducenten von Bingen, ähnlich wie ihre Collegcn von Oppenheim, auch eine Petttion um Abänderung deS WeingesetzeS an den Bunde-rath gerichtet. Die Binx-r Eingabe geht noch weiter al- die Oopenheimer, indem dieselbe nicht nur jeden Tresterwein mit Strafe belegt, sonder: auch die Herstellung von Kraftwein verboten wiffen will.
Oermifötc*
* Wetzlar, 22. März. Heute Morgen gegen 7 Ubr wurde an der Haarplatzspitze ein Bündel weiblicher Kleider gesunden. In dem einen Rock stak ein Portemonnaie eit 4 Mk. 80 Psg. Inhalt, welches einen Zettel enthielt, ata dem verschiedene Besorgungen notirt waren. Auf Grnrd dieser Aufzeichnungen wurde ermittelt, daß die Kleidungsstücke einem 17 jährigen Mädchen NamenS Margarethe Beton von hier gehörten. Da daS junge Mädchen feit gestern Abend abgängig war, wurden sofort Nachforschungen ao- gestellt, die zur Folge hatten, daß die Leiche unweit hl Fundortes der Kleider auß der Lahn gezogen wurde. Welcher Grund das junge Mädchen in den Tod getrieben hat, ist nicht ermittelt. Die Eltern sind ob des harten Schlages umsomehr zu bedauern, als sie erst vor 14 Tagen ein Kind haben beerdigen lassen müffen. Wetzl. Anz.
* Dicke Kinder gesucht. In dem Berliner „Local-Anz." findet fich folgende Anzeige: „Dicke Kinder". Für eine große Ausstellung von Coloffalkindern in der Berliner 6c- werbe Ausstellung werden noch ein Knabe von 6 und zwei Mädchen von ungefähr 8 und 12 Jahren bei hoher Vergütung sofort gesucht. Adreffen mit Angaben von litt, und Gewicht u. s. w Daß kann ja recht nett werben.
♦ Em neues Schießgewehr. Seit einigen Tagen weilt der Besitzer der Gewehr- und Munitionsfabriken v. Dreyfe aus Sömmerda in Berlin, um dem Kriegsministerium eine neue Waffe zu präfentiren. ES ist dies eine Pistolen- Mitrailleuse, welche der italienische Hauptmann Nurolla con- ftruirt hat. Herr v. Dreyse, der im vergangenen Jahre auf seiner italienischen Reise mit dem Erfinder in Verbindung getreten war, hat contractlich die Alleinsabrikation biefn Waffe für das In- und Ausland übernommen. Näherem über die neue Erfindung ist noch nicht bekannt geworden.
* Barmen, 22. März. Während einer Essex-Vorstellv^i, im hiesigen Stadttheater geschah eß, daß ein Messing beschlag von Effex' Feldherrnstab In daß Parkett bivabsiei und dort eine Abonnentin an die Stirne traf. Der Gatte der Dame beanspruchte von Herrn Director Manthner hierfür einen Schadenersatz. Da nun von diesem sämmtliche Theaterbesucher für die Zeit ihres Aufenthalts im Theater gegen Unfälle aller Art verfichert sind, so erhielt der Gatte der Beschädigten die Lumme von 60 Mark al- Entschädigung ausbezahlt.
Osnabrück, 21. März Durch zwei große Erdrutsch ungen wurden gestern Nachmittag am HÜggel In Hasbergen bei Osnabrück im Schacht „Hermine" fünf Arbeiter verschüttet und find bi- jetzt noch nicht geborgen, trotzdem 40 Arbeiter ununterbrochen bet den Rettung-arbeitto thätig sind.
* Güstrow, 23. März. Da- hiesige Schwurgericht ver urtheilte heute den Schuhmachergesellen Albert Wiese aui Wendtlenstedt zum Tode. W. hatte im November den Schuhmacher Hildebrandt in Buchholtz ermordet.
• Kaiserslautern, 20. März. Heute Nacht hat int hiesigen Zuchthause der lebenslängliche Gefangene, HundehLodler Michael Frey von Mundenheim, durch Aufhäuget seinem Leben ein Ende gemacht. Er war im Decewber v.I wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurtheilt nnl dann zu lebenslänglicher Gefangenschaft begnadigt worden.
• Ulm, 20. März. Dieser Tage sandte ein hiesiger Metzger zwei seiner Leute nach NaSgenstadt, um einen daselbst gekauften Ochsen abzuholen. DaS 18 Gentner schwe:e Thier wurde von den Männern gefeffelt; dieselben waren aber unvorsichtig genug, da- Ende der Fesselstricke um Hand und Arm zu schlingen. Auf der dortigen Donaubrücke drävcre sich da- widerspenstige Thier gegen den vrückenrand, und tle eß den Führern gelang, dasselbe niederzureißen, stürzte hr schwere Ochse in- Waffer, die Metzger mit sich reißend. von der Strömung wurden die beiden Leute mit dem Thiere fett- geriffen und sind vermuthlich ertrunken. Auf der Brücke fand man ein Messer, mit dem wohl einer der Metzger versucht hatte, im letzten Augenblick den verderbenbringenden ®h -k zu durchschneiden.
• ein Tuen mit tragikomischem Ausgang hat dieser Tage in Szegedin stattgefunden. Ter Beamte einer Versicherungsgesellschaft D. und der Agent Br. standen einander mit den Pistolen gegenüber. Die Sccunbanten hatten hinter de« Fiaker der einen Pattei Ausstellung genommen. Hier wurde das Zeichen für die Duellanten gegeben, zwei Schüsse krachten
Aufnah
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* f!HI unb Jt(tl Lf,. Kaacke von die to io klein, daß man rtrtnl fle dem an® und doch hab' H ßalinräbdien vor Nr-mpze Mk, rtr Cee W. wk^c ■ ßchciswus-kchLllil fiel fttlti tot nut eine r2fil| io IBfaratifi Cn ittl» bet Uhr 1
• gtit fltnt Mi 3. bl. »bentl wurde et« ungefähr vier M Erdacht, ooß Kind t gi euer »perlon, die t re bis nun unbekar IcrtRenben fi ofterß ter erste, bet uns! Ben 1.1. und ist a ^Schwestern! Nehmt t-nblein In Schutz! rn armes, unfilüdli Stande, mein Kind < ib hmaoszastoßen, i beet. Schwestern: *r »erit ttachten, fü jirrbtt mit ihm, doch ■4 nrt meinem Kind eilst dergeben wirb, v dmbrachen. Soli vir zeih« auch, liebe Sch' It-hien Raman Sorgen, Ira werde - ich sch fbiulbieen Knaben, t Der Brief erwähnt ।
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