genommen, wonach der Kampf gegen die Soeialdernokratie als eine Hauptaufgabe der Partei erachtet wird. Es wird deshalb von der Parieizersplttterung gewarnt und für un- zulässig erklärt, daß ein Mitglied der conservativen Partei gleichzeitig einer anderen politischen Partei angehört. Die konservative Partei fteht nach wie vor auf dem Boden der kaiserlichen Botschaft von 1881 und wünscht« deshalb die Wetterführung der Soeialreform, welche gieichmäßg auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie auf alle productiven Stände sich erstrecken soll.
Ausland.
London. 21. November. Dem „Daily Chronicle" infolge soll der Zar der Königin Btctorta versprochen haben, im nächsten Jahre England einen offtciellen Besuch abzustatten. Bet dieser Gelegenheit werde der Zar die großen Gala-Gemächer im Buckingham Palast bewohnen.
New-York. 21. November. Der bekarnte Mrllwnär und Silberm'nenbesitzer Ärbuckle wurde am Donnerstag Abend in der Nähe seiner Wohnung erdrosselt aufgesunden. Er hatte eine bedeutende Summe Geld bei sich, die ihm geraubt wurde.
Neueste
Depeschen deS Bureau »Herold".
Berlin, 22. November. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge entbehrt die Behauptung jeder Begründung, daß Rußland bet den schwebenden handelspolitischen Verhandlungen die Ermäßigung deS Zolles auf landwirthschaftltch e Maschinen wegen der Einschränkung der dieSseitS getroffenen veterinärpoltzeiltchen Maßnahmen angeboten habe und Deutsch- land bereit sei, auch auf dieser Grundlage zu verhandeln.
Wien, 22. November. In hiesigen Hofkceisen eirculirt daS Gerücht, die Königin der Niederlande werde sich demnächst mit dem S o hu e deS Herzogs von EhartreS verloben.
Budapest, 22. November. Der Ober-Stadthauptmann wies die Polizei-Organe an, mit der Waffe vorzugehen, falls die Arbeiter den geplanten Umzug abhalten und der Aufforderung zum AuSetuaudergehen nicht Folge leisten sollten.
Paris, 22. November. „Evennement" meldet aus Brüffel, dort hätte sich unter dem Titel: Union Monarchtste ein internationaler Verein gebildet für die Verthei dig un g der monarchistischen Idee in Europa. Nach Privat- Erkundigungen handelt es sich hier zweifellos nur um eine spectell orleanisttsche Gesellschaft.
Erfurt,23. November. Der Congreß der National- Socialen hat gestern mit dem Beg>üßungStag seinen Anfang genommen. Pfarrer Naumann bekämpfte energi ch die Maßregelung des Pfarrers Werner durch den Oberkirchenrath und stellte tehte Kundgebung für Wcrner in Aussicht. Der Oberkirchenrath begehe eine Jnconsrquenz und messe mit zweierlei Maß. ES sei eine Ungleichheit, wenn der conser- vative Abgeordnete Schall von seiner Partet-Thätigkeit abgehalten werde. Eine Maßregelung erfolge nur dann, wenn die höchste Sonne nicht scheine. In gleich scharfer Weise sprach sich Herr v. Gerlach aus. Heute beginnen die eigentlichen Verhandlungen.
Wie», 23. November. DaS im Jahre 1453 erbaute Schloß Guttenbrun n bei Wien wurde zur Errichtung einer Naturheilanftalt von einem Cousortium für V* M llion Gulden gekauft.
CocaUs tmb
Siehe», den 23. November.
Bau der Universität. Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädtgst geruht, dem ordentlichen Pco- seffor in der medizintschen Facultät der LandeS-Univ crsität Gießen Dr. Georg Gaffky den Character als „Geheimer Medizinalrath" zu ertheilen.
•* OrdeuS-Verleihuvg. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, dem vortragenden Rath bet dem Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, Geheimen Oberbaurath v. Weltzien das R tterkreuz 1. Klaffe deS LudewigS-OtdenS zu verleihen.
*• Einweihung deS hygienischen Institut«. Von herrlichstem Herbstwetter begünstigt vollzog sich am SamStag Nachmittag die Einweihung des in der Klinikstraße neuerbauten hygienischen Instituts völlig programmmäßig. Se. Königl. Hoheit hatten den UniversttätSrector durch den Herrn Oberst Hofmarschall bitten lassen, von einem Empfang auf dem Bahnhofe abzusehen und denselben an daS hygienische Institut zu verlegen. Daher waren, alS der hohe Herr um 1 Uhr 55 Min. mit dem fahrplanmäßigen ßage mit seinem Adjutanten Herrn Oberftlieutenant Frhrn. v. Grancy hier anlangte, auf dem Bahnhof nur Herr Pcovinzialdirecior Frhr. v. (Sagern, Herr Oberbürgermeister Gnauth und Herr Obrrstlieutenant Cnllmann anwesend. Die eingeladenen Gäste hatten sich bereits 9/^2 Uhr im neuen Institute versammelt. AlS Vertreter der Groß- herzoglichen Staatsregierung waren erschienen H-rr Staatsminister Finger, Exc., Herr Wirkl. Geheimrath Dr. Knorr v. R ofenroth, Exc., Herr Geh. TtaatSrath v. Werner, die Herren Ministerialräthe v. Bechtold und Ufing er, die Herren Geheimen Obermedicinalräthe Dr. Pfeiffer und Dr. Nei dhardt, Herr Geh. Oberbaurath v. Weltzien und Herr Baurath Klingelhöffer. DaS ReichSgefund- heitSamt war durch Herrn Wirkl. Geheimerath Dr. Köhler vertreten. Als Abgesandten der technischen Hochschule in Darmstadt hatte die Universität den Prorector Herrn Geh. Hofrath Dr. LepsiuS zu begrüßen die Ehre. ÄuS Jena und Kiel waren die Hygieniker Herr Prof. Dr. Gärtner und Professor Dr. Fischer, auS Frankfurt Herr Profeffor Dr. Weigert und Herr Geh. SanitätSrath Dr. Spieß ei schienen. Bon den Gießener Spitzen der Behörden be
merkten wir Herrn Landgerichtspräfidenten Frhr. v. Ricou und Herrn Oberst und Rrg'mentScommaneur v. Madai. Die Gteßener Aerzte waren durch H-rrn Oae>stabsarzt Dr. Mende und Herrn Kreisarzt Dr Haberkorn vertreten, die Baubehörde durch den versienten Leiter uafnrer UaioersitätSneubauten, Herrn Bauinipector Neuling und die Herren Regierungsbauführer Plock und Renker. Da der Hörsaal nur 48 Sitzplätze hat, so war eS leider nicht möglich gewesen, den aanzen Lehrkörper und alle Beamten der Universität zur Theilnahme aufzufordern. Die Ein- ladungen hattm auf die Decane der vier Frcultäten, auf die Mitglieder deS engeren Senates und der Scademtschen Ad- ministrationS Eommlsion und die medic'nische Facultät beschränkt werden müffen. AuS dem gle-chen Gründe hatte man leider darauf verzichten müffen, eine größere Anzahl Studirender einzuladen. Als Vertreter deS AuSichuffeS der Studentenschaft waren anwesend die Herren Studirenden der Rechte Krantz, Lerch und Löhlein, als solche der klinischen S mrster die Herren Studirenden der Medtcin Berberich, Friedrich,Luft, Vaubel und Weifen- bad?. Um 2 Uhr langte Se. Königl. Hoheit in eigenem Wagen, gefolgt von den am Bahnhofe erschienenen Herren am Institute an, und wurden an d.ffen Piorte von Herrn UaversitätS-Rector Geh- Kirchenrath D. stade und von Herrn Geh. Oberbauiaih von Weltzien, denen sich Herr Staats- rnmister Finger, Exc., und Herr Wirklicher Geheimrath v. Knorr angeschloffen hatten, empfangen und in das im zweiten Stockwerke des neuen Gebäudes gelegene Auditorium geleitet, in dem die zur Feier im Gebäude Versammelten bereits Platz genommen hatten. Herr Geheime Oder baurath v. Weltzien, der aus Veranlassung der Vollendung des Institutes mit der 1. Klaffe deS LudwigSordenS deco- ritt worden war, eröffnete die Feier, indem er den Sch Üffel des Hauses unter kurzer Darlegung der mit seiner Erbauung gelösten Aufgaben in die Hände deS Herrn Staatsministers überlieferte. Dieser überreichte ihn Br. Königl. Hoheit dem Großherzoge unter ausführlicher Darlegung der Erwägungen und Verhandlungen, die zur Erbauung des neuen Institutes geführt haben, sowie der Geschichte deS Baues, allen am Bau Beteiligten den Dank Der Regierung abstattend. Se. Königl. Hoheit legte den Schlüssel mit dem Wunsche, daß in den neuen Räumen die wlffenichaftliche Arbeit allezeit zum Helle der Menschheit gedeihen möge in die Hände des RectorS. Dieser stattete Sr. Königl. Hoheit den Dank der Lande«, unioersicät für die mächtige Förderung ab, welche die Interessen der medicinischen Facultät durch die Erbauung deS Institutes erhalten haben, und legte ihn in die Hände des JnstitutSdirectorS mit dem Wunsche, daß aus dem Institute eine stattliche Anzahl tüchtiger Aerzte, vertraut mit den modernen Methoden und geschult zum Kampfe gegen die Feinde menschlicher Gesundheit, hervorgehen möge zum Wohle von Stadt und Land. Nunmehr bestieg dieser, Herr Prof. Dr. Gaffky, dem Se. Köatgl. Hoheit der Großherzog au« Anlaß des Tages den C,aracter als Geheimer Medicinal- rath verliehen hatte, daS Katheder, um nach Abstattung seines Dankes für die Erbauung des neuen Institutes eine Festrede über die Ziele der jungen W ffenschaft der Hygiene und die in hygienischen Instituten zu lösenden Aufgaben zu halten. Daran schloß die mrdiciniiche Facultät einen Act der Dank barte t, indem sie durch ihren Decan, Herrn Geh. Medicmal- rath Prof. Dr. Riegel dem um unsere Universität so her- vorragend verdienten langjährigen Referenten über die Angelegenheiten der Universität Herrn v. Knorr, Exc., das Diplom eines EhrendoctorS der Medtcin überreichen ließ. Nachdem dieser mit bewegten Werten gedankt hatte, erörterte der JnstitutSdirector die Einrichiung des Gebäudes an Grundriffen, die an der Tafel hinter dem Katheder ausgehängt waren. Unter Führung deS JnstitutSdirectorS, des Geheimen Oberbauraths von Weltzien und des UniversitätSrectorS nahmen hierauf Se. Königl. Hoheit die einzelnen Räumlichkeiten in Augenschein. Die übrigen Theilnehmer der Feier schlossen sich an. Der Zag durchschritt zunächst die neben dcm Hörsaale gelegenen Arbeitsräume des JnstitutSdirectorS, das chemische Laboratorium, die KurSsäle und die Arbeitsräume der Assistenten, um von da zum dritten Stock emporzusteigen, das außer Anderem die Räume für photographische Arbeiten und Wohn- räume für einen Assistenten enthält. Von ta ging eS weiter nach dem Speicher und dem flachen Dache des Hauses, das eine bequeme Ueberstcht über unser medic nischeS Südviertel ermöglicht und eine entzückende Fernsicht barbietet. Dann wurde dem Parterre ein Besuch abgestattet, daS die Dienerwohnung, ein Reservelaboratorium, Räume für bakteriologische Untersuchungen und für Unterbringung gesunder wie inficirter Versuchschiere, sowie die Eentralheizung und den Ventilator enthält. Utberaö bekundete Se. Kgl. Hoheit in leutseligster Weise sein lebhafte- Interesse für die unter Benutzung der neuesten Fortschritte der Technik hergestellten Einrichtungen deS schönen Instituts. Auch die etwas abseits vom Hauptgebäude gelegenen Stallungen für größere Thiere mit Ob- ductionSraum, Feldschmiede und Verbrennungsofen, die Räume zur Aufbewahrung von Chemicalien, die Klärgrube u. f. w. wurden in Augenschein genommen. Darauf wandte sich der Zug um daS Gebäude herum. An feinem Eingang verabschiedete sich Se. Kgl. Hoheit vom JnstitutSdirector und wurde darauf durch den Unioerfltäiflrector und Herrn Geh. Oberbaurath v. Weltzien nach dem auf der anderen Sette der Kltnikstrahe gelegenen Hauptgebäude der vorige- Jahr in Benutzung genommenen psychiatrischen Klinik geleitet, an dessen Eingang der Director derselben, Herr Prof. Sommer zum Empfang und zur Uebernahme der Führung bereit stand. Eine große Anzahl der Gäste, die der Einweihung des hygienischen Institut- beigewohnt hatten, schloß sich an. ES wurde daS Hauptgebäude mit seinen Unterrichts- und ArbeitSräumen durchschritten, und hierbei wurden die modernen Methoden durch Projection typischer Bilder, durch den Phonographen wie durch Vorzeigung von Modellen, Querschnitten und Bildern und VorsÜhrung von Experimenten veranschaulicht. Daran
schloß sich eine Besichtigung der in anderen Gebäuden.liegen- den ungemein sauber und praktisch eingerichteten W chträume, sowie der sehr behaglich auSgestatteten Pcioatkrankenzimmer, beide so recht geeignet, die großen in der Behandlung der Geisteskranken gemachten Fortschritte vor flugm ju führen. Auch hier war eS eine wahre Freude zu iehen, mit welch' lebhaftem Jnterefse der Rector magnificentiaßimue unterer Hochschule von dem Neugeschaffenen Kenntniß nahm. Am Eingänge der p'ych'atrischen Klintk verabschiedete sich Seine Königl. Hoheit 8/<4 Uhr von den Herren, die ihn ge- führt hatten und von den Li Gießen jurüdbletbenben Herren vom Ministerium, um zum Bahnhof zu fahren. Don dort führte tbn um 4 Uhr em Sxtrazug nach Darmstadt zurück. Dce Eingeladenen aber begaben sich zur selben Zeit nach Stein- Garten, wo an der vom Gartner deS psychiatrischen Institutes mit feinem Geichmack becorlrten Festtafel ein von Herrn Stein ganz vortrefflich bereitete- Festmahl ihrer harrte. Den Borsitz führte der UnlverfitätSrector. ES nahmen an ihm über 50 Herren, darunter Staatsminister Dr. Finger, Excellenz, Geh. SiaatSrath Knorr v. Rofenroth, Dtrector deS Reichsgesund-
heitSamtS Dr. Köhler, Provinzialdirector Freiherr
v. (Sagern, Oberst v. Madai, Geh. StaStSrath
v. Werner, Mtntsterialrath Ufinger, Oberbürgermeister Gnauth, der Prorector dcr technischen Hochschule Darmstadt Geh. Hofrath LepsiuS, Ministerialrath v. Bechtold und Andere theil. Der erste, von Sr. Mogn ficenz Rector D Stade ausgebrachte Toast galt Seiner Majestät dem Kaiser, lern Schirmherrn des Frieden-, unter testen langer Dauer sich auch die Universität Gießen so herrlich entw ckeln konnte, und Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog, dem treuen BundeSsürsten und Förderer der Universität. — In dem solgenden von Seiner Excellenz dem Herrn Staat-- Minister Dr. Finger auflgebradjten vivat floreat crescat Ludoviciana leierte der Redner den idealen Geist, der aus der Universität gepflegt werde, und wie die Geschichte be weise, auch zu herrlichen Thaten der BaterlandSliebe geführt Ijabe. — Herr Geheime Medlclnalrath Dr. Gaf sky brachte unter dem Ausdrucke deS Danke- für die durch das Wohlwollen hoher Staatsregierung und die Munificenz der Stände der Universität gewordene Förderung ein Hoch auf die Grohh. Staatsregierung und Stände auS. — Sc. Excellenz Wirklicher Geheimrath Dr. v. Knorr toastete unter dem Wunsche, daß zwischen Regierung und Universität immer gegenseitige- Vertrauen herrschen möchte, auf Rector und Senat der Universität. — Geh. Med.-Rath Profestor Dr. Riegel feierte die drei Ehrendoctoren der medicini'chen Facultät, die Herren Staat-mlnister Finger, Wirkl. Geheimerath v. Knorr und Dr. Köhler. — Der Director des Reichs- gesundheitSamtS Dr. K ö h 1 e r feierte die junge W stenschaft der Hygiene und brachte ein Hoch au« auf die medlcinlfch<Facultät auS. — Herr Profestor Dr. Behaghel beleuchtete in launiger Art die Aufgaben der Hygiene und toastete auf die Gäste; Herr v. Madai al« Vertreter der an der Hygiene in hohem Grade interelfirten Garnison auf daS Institut und besten Leiter, den Herrn Profestor Gaffky. — Geh. Hofrath Dr. LepsiuS, Vertreter der Technischen Hochschule in Darmstadt, besprach die guten Beziehungen -«Ischen Universität und Technischer Hochschule. Daß insbesondere die Universitätsstadt Gießen die Technik zu schätzen wlste, gehe daran- hervor, daß sie einen Techniker zum Bürger- meister erwählt habe, sein Hoch gelte Herrn Oberbürgermeister Gnauth. — Herr Oberbürgermeister Gnauth betonte die Wechselbeziehungen zwischen der Hygiene und den Aufgaben deS Bürgermeister«; wenn bereits dem Wunsche auf das fernere Wachsen der Universität Ausdruck gegeben worden ff, so nehme er die Conftquenz solcher Ausdehnung gern aus fick, die Stadt Gießen habe noch viel Platz zu weiteren Universität«- bauten, eb.-nso sähe sie einer Vermehrung der Studenten gerne entgegen. Redner schloß mit einem Hoch aus die akademische Jugend. — Stud. med. Vaubel hob da« gute Einvernehmen zwischen Bürgerschaft und Studenten hervor und gab unter Hervorhebung de« der Universität von Seiten de« Landesherrn und der Regierung bewiesenen Wohlwollender Hoffnung Ausdruck, daß noch manche« Institut in G'eßen erstehen möge; dem Schöpfer deS neuesten, Geh. Ober- baurath Weltzien, galt fein Hoch. — Herr Profkffor Sommer toastete auf den hochverdienten Leiter der Un'. verfitäiSbauten, Herrn Bau-Inspektor Renting. — Damit war die stattliche Reihe der Toaste beendigt. — Kurz darauf reisten die aus Darmstadt erschienenen H:rren wieder ab. Gegen acht Uhr entfernten sich auch die ein heimischen Theilnehmer am Festmahl. — Wie wir bereit- erwähnt, hatten die Straßen, durch welche Seine König liche Hoheit vom Bahnhofe nach dem hygienischen Institute fuhren, Flaggenschmuck angelegt. An dem Eingang zu der nach dem Institut führenden Straße war eine Ehrenpforte aufgestellt, entlang der Straße bi« zum Eingang des Gebäude- war ein Spalier von Tannengewinden, sowie verschiedene Wappen angebracht; die Ehrenpforte, sowie die Gebäude waren außerdem mit hessf scheu und coburgischen Fahnen geschmückt; da« Innere des Gebäude- war eff ctvoll mit Pflanzen becorlrt. Seine Kgl. Hoheit wurde auf der Fahrt nach dem Institut und zurück von dem zahlreich anwesenden Publikum lebhaft begrüßt Möchte unser erlauchter Landesherr und möchten alle Gäste den Eindruck mit hinwegqenommen haben, daß unsere LandeSuniverfität mit Anspannung aller Kräfte bestrebt ist, ihren hohen Aufgaben zu entsprechen und sich hierdurch dafür dankbar zu erweisen, daß sie durch die Huld deS LandeSherm, die weile Fürsorge der Grobherzog'. Staatöregierung und die Munificenz der Stände im letzte Decenuium mit Instituten und Kliniken ausgerüstet worden ist, die den vergleich auch mit denen größerer Universitäten in keiner Weise zu scheuen brauchen. ES gibt keine podvc- tlberen Ausgaben al- solche für Zwecke der Wissenschaft und deS öffentlichen Unterrichtes.


