Berlin, 22. April. Die ReichScommissiou für das Bürgerliche Gesetzbuch beendete heute die Berathung des dritten Buche- „Sachenrecht".
Berlin, 22. April. Die von der Buchhandlung des „Vorwärts" herauSgegebene „Maifest-Zeitung" wurde gestern confiscirt.
Eisenach, 22. April. Der Kaiser traf gestern Nacht um 11 */4 Uhr auf dem Bahnhofe Wasungen ein. Heute früh 3'/t Uhr begab sich der Kaiser in Begleitung deS Oberland« lägermeisterS Strauch in daS Wasunger Revier und kehrte mit einem erlegten Auerhahn früh 5'/3 Uhr zurück. Die Rückreise hierher erfolgte nach 7 Uhr.
Wien, 22. April. Gegenüber der Meldung der Morgenblätter, wonach die Entscheidung des Kaisers bezüglich der Bürgermetsterfrage bereits erfolgt fei, erklärt das „Fremdenblatt", es sei noch keine Entscheidung erfolgt.
Monaco, 22. April. Der Großfürst-Thronfolger von Rußland ist von seinem letzten Unwohlsein vollständig wiederhergestellt. Derselbe machte gestern eine einstündige Spazierfahrt nach Baulieu.
Drpesch« bet eatto .Herold*.
Berlin, 22. April. Prozeß Hammer st ein Der Andrang deS Publikums ist ein ganz bedeutender. Der An« geklagte, Freiherr von Hammerstein, der sich sehr wenig verändert hat, sieht sehr ernst und verkümmert aus. Neben ihm nimmt ein Gefaugenaufseher Platz. Den Vorsitz übernimmt LandgertchtS'Director Rieck, die Staatsanwaltschaft vertritt Oberstaatsanwalt Drescher. Der Vorsitzende erklärt zunächst, er werde alles thun, um zu vermeiden, daß der Verhandlung ein politischer Character ausgeprägt werde, im Gertchissaale dürfe keine Politik getrieben werden. Geladen find 25 Zeugen, darunter Hofprediger Stöcker, Papierfabrikant Flinsch, Graf Finckenstein, Graf Kanitz, Pro- sefior Kropatscheck und Freiherr v. Manteuffel. Der eben« iallS als Zeuge geladene Wucherer Pariser ist nicht erschienen. Die Vertheidiger wenden sich gegen die Art der Auslieferung, die ein Verstoß gegen das Völkerrecht gewesen sei. Ober« staatSanwalt Drescher nimmt die griechische Regierung mit aller Entschiedenheit gegen die Vorwürfe in Schutz, den Angeklagten vergewaltigt zu haben. Die Vertheidiger stellen den Antrag, daS Verfahren einzustellen, weil das AuSliefe- rungSverfahren ungesetzlich gewesen sei. Der Gerichtshof lehnt den Antrag ab. Für ihn handle eS sich vor allen Dingen darum, daß der Auslieferungsvertrag vorltege. Derselbe sei eben vom Gericht in Trani durch Gerichtsbeschluß genehmigt. Auf Grund dieses Vertrages habe das Gericht zu prozediren. ES bleibe dahingestellt, ob von Seiten der Behörden incorrect vorgegangen sei. Deßhalb erübrige eS sich auch, hierüber in die Beweisaufnahme einzutreteu. Darauf beginnt daS Verhör. Hammerstetn, sehr nobel gekleidet, tritt sehr selbstbewußt auf. Auch macht er durchaus nicht den Eindruck eines gebeugten und geknickten Mannes. Er gibt im Wesentlichen die Beschuldigungen der Anklageschrift zu und bemüht sich, sich als ein Opfer der Verhältnisse hinzu- ftellen. Er habe 1889 vor dem Zusammenbruch gestanden. AuS Rückficht auf seine Familie und auf daS „KreuzzeitungS"- Comitö, sowie auf die conservative Partei fei er genöthigt gewesen, den Ruin aufzuhalten. Die conservative Partei sei damals ins gouvernementale Fahrwaffer gedrängt worden. Wäre fie diesem Drucke gefolgt, so würde sie.bei den 1890er Wahlen weggefegt worden sein. Er habe sich für verpflichtet gehalten, die conservative Partei davor 'zu bewahren. Deßhalb habe er Unregelmäßigkeiten begangen, in der Erwartung, daß die in Angriff genommenen Häusergeschäfte seine Ver- hältviffe regeln würden. Zu diesem Punkte werden ver- ichiedene Schriststücke ouS den Acten verlesen. So hat Hammerstetn z. B. in der Zimmerstraße ein HauS gekauft und 150,000 Mk. Anzahlung darauf geleistet. 100,000 Mk. sind von der Gräfin Waldrrsee gezahlt worden, 50,000 Mk. von einer Seite, die der Angeklagte nicht nennen will. Die Geschäfte haben sich aber zerschlagen und bevor er, Hammer- stein, restitutio damni auSsühren konnte, sei der Zusammenbruch erfolgt. AlS erster Zeuge wird der Papterltefrrant Flinsch vernommen, welcher erklärt, daß sein Verlust durch Hammerstein sich auf 101,000 Mk. beläuft.
Berlin, 22. April. Prozeß Hammerstetn. Oberstaatsanwalt Drescher hält die Anklage nach dem Geständntß deS Angeklagten und dem Ergebntß der Beweisausnahme im Großen und Ganzen ausrecht. Er befürwortet durchweg die Versagung mildernder Umstände. Die persönliche Stellung deS Angeklagten, der hohe Schaden, den er verursacht, seine ungeheure Heuchelet und Gewiffenlofigkeit mache jede Rück« sichtnahme unmöglich. Der StaatSanwalt beantragte vier Jahre Zuchthaus, 3000 Mk. Geldstrafe, eventuell wettere 400 Tage Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte (wie bereits durch Anschlag an unserer Expedition bekannt. Red.) auf 3 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und 1500 Mk. Geldstrafe.
Berlin, 22. April. Die von dem nationalliberalen Partetvorstande für die Vorbereitung eines allgemeinen DelegirtentageS der nationallib eralen Partei eingesetzte Commission hat gestern beschloffen, denselben für den Herbst nach Berlin zu berufen.
Berlin, 22. April. DaS preußische Abgeordnetenhaus hat heute zunächst daS LehrerbefoldungSgesetz in dritter Lesung verabschiedet. Hierauf wurde die Resolution der Commission berathen: die Regierung wolle dem Landtage baldigst ein allgemeine», aus christlicher Grundlage beruhende» Volksschulgesetz vorlegen. CultuSmintster Dr. Bosse erklärte, der Zeitpunkt zur Einbringung einer solchen Vorlage fei noch nicht gekommen. Die CommisfionSresolution wurde alsdann mit 209 gegen 43 Stimmen angenommen. Morgen Secundärbahn und Korn-Silo.
Berlin, 22. April. Der „Reich-anzeiger" veröffentlicht da- Gesetz, betreffend überschüssige Reichseinnahmen zur Schuldentilgung, vom 16. April.
München, 22. April. Die „Münchener Allgem. Ztg." meldet aus Nürnberg: Die VolkSpartei stellte als Can- didaten für die ReichStagS-Nachwahl in AnSbach-Schwabach den Schriftsteller Dr. Conrad in München auf.
Wien, 22. April. Auf dem Bahnhöfe der Wiener Neustadt wurde der Hochstapler Earl Friedrich Schulz aus Neiffe verhaftet. Derselbe gab sich tu Bayern als evangelischer Geistlicher aus und beschwindelte den Pfarrer Kaeipp in WörriShofen, »dem er sagte, er wolle zur katholischen Kirche übertreten. Auch io Oesterreich hat derselbe große Betrügereien verübt.
Pari», 22. April. Der Minifterrath beschloß gestern in einer sehr langen Berathung nach der SenatSfitzuog, infolge Ablehnung der geforderten Credtte für Madagaskar dem Präsidenten Faure die Demission deS Ministeriums einzureicheo.
Loudon. 22. April. Die Mitglieder der Gewerkoereioe der Bauindustrie haben beschloffen, vom 1. Mai ab in den Ausstand zu treten, um eine Lohnerhöhung von 5 Pence vro Stunde zu erzwingen. Man sagt, daß etwa 50,000 Mann am 1. Mai ftriken werden.
WB. Washington, 23. April. Bet der gestrigen Ausfahrt deS Präfidentdn Elevelaod scheuten die Pferde. Der Wagen wurde zertrümmert- der Präsident blieb unverletzt.
_ CoceU» und provinzieller.
Sieben, 23. April 1896.
** Militardienstnachrtchteo. v. Rosenberg, Oberst und Commandeur deS Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, mit Pension und dec RegtS.-Uniform; Krü g er, Sec.'Lt. von demselben Regt, der Abschied bewilligt. — v. Madat, Oberst-Lt. und etatSmäßiger Stabsoffizier des Anhalt. Jnf.-RegtS. Nr. 93 unter Beförderung zum Obersten, zum Commandeur des Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Groß- Herzog!. Heff.) Nr. 116 ernannt. — Kuehne, Major und BatS.-Commandeur vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter Beauftragung mit den Funktionen deS etatsmäßigen Stabsoffiziers, in das KönigS-Jnf. Regt. Nr. 145 (Metz) versetzt. — Schöngarrh, Major ü la suite des Jnf.-RegtS. Nr. 137, als BatS. Commandeur in das Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, ein- rangirt. — Weimer, Major aggreg. dem Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, als BatS.-Commandeur in daS Füs.-Regt. Graf Roon (Ostpreuß.) Nr. 33 (Gumbinnen) versetzt. — Kretschmar, Port.-Fähnrich vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, zum Seconde-Lieutenant befördert.
** Die Parkanlage gegenüber den Kliniken, auf der noch im vergangenen Jahre wüst gelegenen Landzunge an der Klinikstraße, die auf Kosten des Staates in diesem Frühjahr angelegt wurde, präsentirt sich als eine würdige Zierde der ganzen Gegend. Gleichzeitig mir der Herrichtung dieser Anlage ift die von Geheimrath Prof. Riegel bewohnte Villa resp. der dabet liegende Hofraum nach allen Setten zu zweckdienlich abgegrenzt. Baumpflanzungen längs der Klintk- straße vervollständigen daS Ganze, welches auf den die Gegend Passirenden einen angenehmen und freundlichen Eindruck macht.
*♦ Verlaufenes Kind. Gestern gegen Abend fand fich an der Polizetstatton am SelrerSthor ein kleines, niedliches, blondlockiges Mädchen ein, das sich verlaufen hatte. Der dienstthuende Beamte gab fich alle erdenkliche Mühe, um den Namen des Kindes zu erforschen. Die Kleine nannte denselben zwar, aber derselbe war trotz deS eifrigsten Suchens im Adreßbuch nicht zu finden, so daß fich der Beamte eben anschickte, daS kleine Wesen nach dem Schwesternhaus zu bringen. Da kam zufällig des Weges ein Herr, der daS Kind kannte- die Mutter desselben ist zum zweiten Mal vcrheirathet und stand deswegen der Name des Vaters nicht im Adreßbuch. DaS Kind wurde den Seintgen darauf hin direct zugeführt, die den ganzen Nachmittag die Kleine auf der Anlage vergeblich gesucht hatten und fich ob deS Verbleibs des Kinde» schon ängstigten.
** Schwere Körperverletzung. Ein entlaffener Arbeiter von hier traf gestern Nachmittag seinen Arbeitgeber am Bahnhofe und forderte noch angeblich rückständigen Lohn. Ais er abgewiesen wurde, nahm er einen dicken Prügel und schlug dem Arbeitgeber einen Arm entzwei. Der Arbeiter wurde verhaftet.
** Wieseckfische. Ehe daS Bett der verlegten Wieseck hinter der GaSfabrik zugeworfen, ist dasselbe von dem Fischereiberechtigten noch einmal gründlich abgefischt. War die Beute quantitativ zwar keine sehr große, so war doch d-r Fang gewiß interessant, ob der verschiedenen Fisch- arten, die man gefangen. Hechte, Barsche, Schleie, Aal, Weißfische als auch Rothaugen, Bresen, Möneo :c. fanden fich in allen Dimensionen beim Fang. Wegen der vielen Löcher deS hier mitunter bis zu 8 Meter tief gewesenen und wegen der theilweise sehr hohen Ufer deS alten Flußbettes war ein gänzliches Leerfischen des nun zugeworfenen WieseckfluffeS nicht möglich, und manch' leckerer Fisch mußte mit verschüttet werden.
** Der den Namen der verstorbenen Großherzogin führende Alice-Verein, welcher in allen größeren Städten deS Landes seine Thätigkeit entfaltet, hat bekanntlich Frauen« Bildung und Erwerb auf seine Fahne geschrieben. Beide Richtungen der Ausbildung werden auch in der hiesigen Altceschule verfolgt. Der Vorstand hat nunmehr beschloffen, neben den bestehenden Cursen auch noch ConversationScurse in englischer und französischer Sprache einzuführen, von welchen jeder CurS zweimal die Woche, ia je 21/» Stunden abgehalten werden soll. Diese Sprechübungen bezwecken, die
in der Schule oder im Ausland erworbenen Kenntnisse -*■ den Fremdsprachen soweit zu befestigen und zu erweurrn' daß fie den Schülerinnen später in den verschiedenen Lebens, lagen practischen Nutzen gewähren. Sofern bis Ende der Monate genügend Anmeldungen erfolgen (es find Grupp,- von etwa 6 Schülerinnen für einen Eure gedacht), j0Q &tt neue Einrichtung noch dieses Semester in- Leben treten, t3 viele junge Damen im Sommer für ihre Ausbildung etkT Zeit haben als im Winter. Auskunft und Anmeldungen den nächsten 8 Tagen bei Fräulein Möser, vormitra-s der Alieeschule.
Die 25. Wiederkehr bei Kriedentzschlnsse» ia fort 6. M. werden auf Anregung der Bereinigung alter Burschenschafter Frankfurt» und Umgebung die hinter Burschenschaften in der alten Kaiserstadt festlich begehen. findet zu diesem Zwecke am 9. Mai Abend» im flroE^‘ Saale de» Zoologischen Garten», deffen Tribünen für die gehörigen der Festtheilnehrner reservirt werden, ein Cornmerö mit Landelvater statt. Die Reden tabu Hofrath Dr. Oncken und andere bewährte Redner übe: nommen. Am Sonntag den 10. Mai, nach Enthüllung Denkmals für Kaiser Wilhelm I., welcher bekanntlich hr Kaiser und die Kaiserin beiwohnen werden, vereiaigev ' • die Festtheilnehrner zum Frühschoppen in dem oberen de» Hofbräu » Alemannia. Bei dem voraussichtlich pofet- Fremdenandrange dürfte eS fich empfehlen, im Voraus Ls-, nung zu bestellen und zwar unter der Adreffe: Vereinigu-r alter Burschenschafter, Frankfurt a. M., Stadt Ule' Schäfcrgaffe.
*• Hypotheken - Einschreibungen und Löschnagen. Nach einer statistischen Ueberfichr sanden vom 1. Juli 1894 bi- ur 30. Juni 1895 in der Provinz Starkenburg 2724 srn. willige Hypotheken • Einschreibungen mit einem Betrage re.- 13 695 022 Mk. statt, gegen 2188 Hypotheken - Löschung,, mit einem Betrage von 6 956 326 Mk. (mehr 536 Qfa schreibungen mit 6 738 696 Mk.)- in der Provinz Ober. Hessen: 1569 Einschreibungen mit 5 141 364 Mk., Lösch, uogeu 1374 mit 9 604 444 Mk. (mehr eingeschrieben 195 mehr gelöscht 4 463 080 Mk.). Unter den Löschungen befindet fich ein Posten von 1 587 241 Mk. (gegen 115 487 RL Einschreibungen) im Amtsgericht Hungen und ein Voftei Löschungen von 5 830 694 Mk. (gegen 134 082 Eintereik ungen) im Kreise Ortenberg.
•* Fahrkartenprüfung Im Anschluß an eine frühere Verfügung ift die Fahrkartenprüfung bei den fabreni1,-: Eisenbahnzügen vom Trittbrett auS nunmehr auch aJ den Nebenlinien der preußischen Staatsbahnen allgewrii-. untersagt worden. Bei den nicht auS Durchgang-wagr. gebildeten Zügen sollen die Fahrbeamien mit allen kra'iro dahin streben, daß die Fahrkartenprüfung während des Aufenthaltes an den Stationen zu Ende geführt rciü. Veranlaßt ist diese Verfügung durch mehrfache UnglüdlfdCe in Folge der Fahrkartenprüfung vom Trittbrett au».
Wie muß eine Wohnung vom ausziehenden Hiebet übergeben werden? Eine ReichSgerichtSentfcheidtmg fetzt Folgendes fest: Wenn es in den Miethvertrigen heißt „Miether hat die Wohnung zu übergeben, wie er fie übernommen hat", so ist dies immer mit dem Zusatz zu ccr« stehen: „soweit sie nicht durch den ordnungsmäßigen Sebra s abgenutzt ober abgewohnt ist". Nur allen durch „unpltfi- liche" Benutzung entstandenen Schaden hat er zu nutzer. Er hat abgeriffene, mit Schmutzflecken besudelte Tapeten repa riren, zerbrochene Fensterscheiben wieder Herstellen zu Iahen, und verlorene Schlüffe! zu ersetzen. Für abgelaufene Ditiev, durchgebrannte Ofenrohre, zersprungene Ofenplatten, hafte Schlösser, Thürklinken u. s. w. gilt die» dagegen ntr Nur wenn fie durch gewaltsame» oder fahrläsfige» Vedae- deln ruinirt oder beschädigt worden find, muß der Mmdn fie in Stand setzen. Der Miether hat beim ÄufiRt Wohnung außerdem zu reinigen, d. h. „befenretn* bcr Wirth zu übergeben.
§ Bolkartlhaiu, 21. April. Ein Unhold hat kürz'.,» auf der Staatsstraße zwischen Völzberg und Licheornk 59 Stück junge Eschenbäume (auch Ahorn) unterhalb der Krone theilweise abgebrochen und a bgeschoitten- Hoffentlich gelingt eS der^Gendarmerie, den Thäter zur gt- rechten Strafe zu ziehen.
Mainz. 21. April. Besondere „Mainzer- Kena- z eich en. Eine norddeutsche Staatsanwaltschaft erläßt solfltc- den Steckbrief hinter eine „Unbekannte Verbreiterin salnttr Zweimarkstücke: Die Unbekannte behauptet, ihr Vater in gestorben, dagegen lebe ihre kränkliche Mutter rott uoc Bruder- der Vater sei Arbeiter gewesen, fie selbst Iti Mo" im Alter von 18 Jahren von zu Hause weigegangen habe 5 Jahre al» Köchin gedient. Sie sei prottfUEi’'* Ihr Dialekt wird von einer au» Rheinhessen stammtet Gefangenen al» der in der Nähe von Mainz gtlprottac bezeichnet. Mainz spricht fie Mähnz au», für sagt sie Weck, für Möhren gelbe Rüben, für Iuog Bube." Hierzu bemerken die „Mainzer Neuesten Nachrichten^ „Wenn man fie dingfest gemacht, soll man sie dreimal rau hintereinander sagen lassen: „Met'm O hm sei t» gestern vum Maletebeemche in de Bacheschlampe» ßtP10 un Hot fich die Quetsch verbellt'" Bringt fie die» 'M ß. dann stammt fie allerdings au» unserer Gegend, aber ,.gt Rüben" soll wohl „Gelweriwe" heißen, und Bube ver pflichten noch zu Nicht»."
Dermifdyte».
• Köln. 21. April. Da» Schwurgericht Dirurtbeiltc einen vielfach vorbestraften 25jährigen Tagelöhner^a»e Ruettei, welcher am Carneval» Sonntag den villct einer hiesigen Wirthschast mittelst Schlagringe» Hotetf, !■ 6 Jahren Zuchtbau». »oBner
• Köln. 20. April. Eine Anzahl Bonner Studenten spazierte in gehobener Stimmung o« •
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