Ausgabe 
23.9.1896 Zweites Blatt
 
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und berufen, den nothwenbigen Kampf gegen den

als der

2)

Irren-

3)

4)

Sich, 18. 9. 96.

September. Der dritte Seitenbau

4- «utzbach, 22.

Mit vorzüglicher Hochachtung Mehrere Kunstbegeisterte.

Schuld enteret

erkannt.

Herrn Frtedr. v. Schiller Hochwohlgeboren Mainz gegenüber dem Gouvernement

Jedenfalls muh nun der Postbote vielleicht mit Recht gedacht haben, dah die Musen ihren Sitz im Gouvernements« gebäude haben, denn er gab die Karte der bewaffneten Macht ab. Die las erstaunt:

Hochverehrter Herr Schiller!

Wir Unterzeichnete bitten Ew. Hochwohlgeboren ganz ergebenst, wieder einmal ein ganz neues klassisches Stück für die deutsche Bühne zu schreiben. Ihre übrigen Stücke haben den Beifall der ganzen civilifirten Welt gesunden und ist lange, ja wir möchten sagen, bis jetzt nie mehr so wa- Groß­artiges, Geniale- geleistet worden. Durch ErsÜllen unsere- dringenden Wunsches werden Ew. Hochwohlgeboren unter allen Umständen sich den Dank des ganzen deutschen theatersreundlich gesinnten Volke- sichern.

Wiesbadener Regierung herzlich willkommen und würdigte die Bestrebungen des Verein-. Proseffor Forel theilte mit, daß schon 70 Mitglieder beigetreten seien und nun die eigentliche Organisation erfolgen solle. Redner verlas ein Schreiben de- englischen Arztes Dr. Richardson, welcher die Gründe au-einandersetzte, au- welchen er Abstinent geworden sei. Forel schildert da» Elend, welche- der übermäßige Alkohol- I der Gesellschaft.

Leuchte der Wahrheit entgegenstrahlt.

Proseffor Dr. Berndt, Rector der technischen Hoch­schule in Darmstadt, bringt die Grüße der Darmstädter Hochschule und bittet die Anwesenden, sich an dem geplanten Au-fluge nach Darmstadt ja recht lebhaft zu betheiligen.

Geh. Rath Schmidt dankte dem Redner für die warmen

gewohnheitsmäßigen Alkoholgenuß zu führen, der Aerzte.

Die Aerzte tragen einen großen Thell der an dem überhandnehmenden Alkoholgenuß

llnge von Darmstadt und Mainz dorthin Überführt.

Friedberg, 21. September. Die Unsitte, Petroleum in- Feuer zu gießen, gefährdete wieder einmal ein Menschen­leben. Die alte Frau Ruppel, die noch vor wenig Jahren ihre goldene Hochzeit vergnügt feiern konnte, goß heute Morgen 9 Uhr Petroleum in das Feuer, um dem schwachen Brande aufzuhelfen. Da- Feuer schlug in die Kanne, diese explodirte und sofort standen die Kleider der Frau in Brand. Der Körper ist ganz schwarz versengt, die Bedauern-werthe lebt zwar noch, doch gibt der Arzt keine Hoffnung.

Ilbenstadt, 16. September. Am letzten Sonntag Abend griffen der Gräfliche Förster Diehl und deffen 17 jähriger Sohn bei der Dieb-eiche einen Wilderer aus. Sie wollten denselben nach Kaichen bringen, wurden aber daran verhin­dert durch zwei Eomplicen des Wilderer-, welche Schüffe auf den Förster und deffen Sohn abgaben und diese dadurch zwangen, Ihren Gefangenen laufen zu taffen. Die Flinte de» S grtffenen blieb jedoch in ihren Händen.

LegrÜßungsworte.

Geh. Rath Professor v. Ziemssen«München dankte al- Vorsitzender der Gesellschaft deutscher Naturforscher un) Aerzte und gab al-dann einige Daten über die Entwickelung.

»ontage, Himmelfahrtstage, Pfingstmontage, ersten vnd | zweiten Weihnachtsfeiertage und an den Buß« und Bettagen.

Einstetgen. Nach einer neuen Verfügung der preußi­schen Eisenbahnverwaltung ist e- zulässig, daß Reisenden da- Betreten de» Bahnsteig- und das Einsteigen in einen bereit- fertig geordneten Zug nicht erst im letzten Augenblick vor dem Abgang de- Zuge-, sondern möglichst frühzeitig gestattet wird. Auf diese Weise soll.die bequemere allmäh- ltche Abfertigung und Unterbringung der Reisenden ermög- licht werden.

btenographeu Znfammenknnft. Huf eine Anregung de» Gießener Gabel»berger Stenographenvereins hatten sich die drei Nachba.vereiue Gießen, Marburg und Wetzlar am Sonntag auf dem Staufenberg ein Rendezvous gegeben. Der Zweck dieser Zusammenkunft war, nach dem®. Anz. , eine Besprechung darüber zu pflegen, welche Schritte zur Ausbreitung der Gabelsberger'schen Stenographie in den drei genannten Städten weiterhin zu unternehmen feien. Herr Realgymnastallehrer Dr. Pitz aus Gießen begrüßte die Anwesenden mit herzlichen Worten, sprach aber zugleich sein Bedauern darüber auS, daß sowohl die Vorsitzenden des Gießener Stenographenvereins wie Herr Dtrector Otto Bergen am Erscheinen verhindert seien. AlSdann erging Redner sich in längerer Auseinandersetzung über die Ver­breitung der Kurzschrift speciell an den verschiedenen Lehr« anftalten. Mit einem Hoch auf Altmeister GabelSberger schloß er. Weiterhin sprachen noch der Vorsitzende deS Mar- bnrger Stenographenvereins und Herr Wilhelm Moll, der Vorsitzende der Wetzlarer Jünger GabelSdergerS. Die Rede des letzteren endete mit einem Hoch auf die fernere gedeih­liche Entwickelung der Kurzschrift. Herr Generalagent Hoch« reuther auS Gießen erfreute die Anwesenden mit einigen humoristischen Vorträgen. In bester Unterhaltung schwanden die Stunden dahin. AlS Ort der nächsten Zusammenkunft wurde wiederum Staufenberg gewählt.

Eine Tnrnfahrt mit dem Ausgangspunkte Gießen unternimmt am nächsten Sonntag die Marburger Turn­gemeinde. Der Weg führt über Fronhausen, die Schmelz, Kirchners, Krumbach und von dort nach dem DünSberg. Nach kurzer Rast daselbst geht es zum Betz- und Gleiberg und von dort nach Gießen.

UnglückSfall. Ein 11 jähriger Bub von Geilshausen versuchte gestern Mittag in der Marktstraße da» durchgehende Gespann seines Vater» zu halten, siel dabei und kam unter den Wagen zu liegen, dessen Räder über ihn weggingen. Ohnmächtig wurde der anscheinend nur leicht Verletzte vom Platze getragen. Der Gaul, welcher durch die Wetter- gaffe nach der Mäusburg weiter raste, wurde dort mit Mühe zum Stehen gebracht.

* Unfall. In der Rodheimerstraße wurde am Sonntag ein Kind von einem Radfahrer überfahren. Während das Kind mit dem Schreck davon kam, erlitt der Radfahrer bei dem Sturz Verletzungen am Knie und an der Hand.

Zum Gaudium der Schuljugend machte gestern ein bekannter, als geistesgestört erklärter Mann mit allerlei Bändern geschmückt wieder seine Touren durch die Stadt. ES wäre an der Zeit, daß der Mann in solchem Zustande von der Straße ferngehalten würde.

* » Kunst-Begeister1e". Die Postanstalt in Mainz war am Samstag früh It.Mainzer Anzeiger" in Verlegenheit, denn sie sollte folgende, in Lich aufgegebene Postkarte bestellen:

68, Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte.

Frankfurt a. M., 21. September 1896.

Der verein abstinenter Aerzte des deutschen Sprach« gebieteS hielt unter Vorsitz des Professor Forel-Zürich gestern Nachmittag eine drei Stunden währende Sitzung ab. Mediclnalrath Pfeiffer hieß die versammelten Namens der

genuß nach sich zieht und forderte dringend auf, die Sache der Abstinenten zu fördern. Hierauf werden folgende vier

Bedürfulffen in keiner Weise.

D.e im neuen bürgerlichen Gesetzbuch enthaltenen Bestimmungen, Trinker betreffend, müssen als practisch vollkommen unzulänglich bezeichnet werden.

der DiScnsston über These 1 wurde allseitig an­

4- Nidda, 21. September. Die ungünstige Witterung I nöthigt leider viele Landwlrthe unserer Gegend, ihr Grummet schon in halbdürrem Zustande elnpernten. ES ist indessen sehr gefährlich, feuchte» Futter aufzuschichten, weil der natur- gemäße GährungSproceß leicht zur Selbstentzündung führen kann. Also Vorsicht!

Lißberg, 20. September. Bei der am 18. d. M. statt« gefundenen Wiederwahl des Bürgermeister» wurde der Land- wilth Karl Seum abermals mit 34 Stimmen zum Bürger- I meister der Gemeinde Lißberg gewählt. Daraufhin wurde demselben noch am Nachmittag von seiner Partei ein stolzer I Maien gesetzt. Um 3 Uhr genannten Tages fuhren die Wähler mit Musik In den Wald, kehrten bei einbrechender Dunkelheit in schönem Festznge, an dessen Spitze zwei Ehren- rettet zurück, und pflanzten den Maien, welchem ein wäch- tiger Kranz angehängt wurde, vor dem Hause deS Wieder- gewählten auf. Am Abend versammelten sich die Wähler, wo bet Essen, Bier und Tanz die Wiederwahl gefeiert wurde.

§ AuS dem Ohmthal, 21. September. Daß da» Ge­treide, besonder- die Sommerfrucht, durch lang anhalten­de» Regenwetter nicht vom Felde heimgebracht werden konnte und dort zusammenwuchs, ist kein seltenes Vorkommen, wohl aber, daß die Frucht noch zu Filz zusammenwächst, nachdem sie zur Scheuer gebracht worden ist. Die- Auswachsen der Frucht aus den Gerüsten der Scheuer wird verursacht nicht nur durch die Feuchtigkeit, sondern auch durch die seitherige, für diese Zeit ungewöhnlich schwül«warme Temperatur. Dieser schlechte Zustand deö Getreide» erschwert seinen Ausdrusch ungemein, selbst bei den Dampsdreschmaschinen ist dieser er» schwerte Ausdrusch sehr bemerkbar. Die Folgen de- un­seligen Regenwetters, da» nun einmal gar kein Ende zu nehmen scheint, find noch unabsehbar, aber dem Landwirth bangt vor ihnen. Schon befinden wir nn» Au-gangS Sep« | tember und die Herbstbestellung ist kaum so weit, wie bei normalen Verhältnissen zu Ende August. Noch ist die Grummeternte kaum zur Hälste beendet, dezu da- meiste Korn noch zu säen. Ja, viele Landwlrthe haben überhaupt noch keinen Kern Korn gesäet. Dabei regnet eS fast jeden Tag, so daß der Ackerboden butterweich wird. Kein Wunder, wenn die Landwlrthe da- Jahr 1896 noch unter da» Noth« stand»jahr 1893 setzen. Sind doch auch in diesem Jahre die Viehpreise tief herabgegangen. Beim Obste, da- nun zu reifen beginnt, zeigen sich die meisten Früchte wurm­stichig. Dadurch find fie zum Ausbewahren unbrauchbar und müssen zu Honig (Latwerge) oder Dörrobst verwandt werden. Bei den Kartoffeln nimmt die Fäulniß mit der Dauer der Regenperiode zu.

Worm», 19. September. Am 28., 29. und 30. Sep­tember, wie am 1. October findet die 9. Generalversamm lung de- Evangelischen Bunde» zur Wahrung der deutsch-protestantischen Jntereffen in Darmstadt mit Schluß- feier (am 1. October) in Worrn- statt. ES werden her- vorragend begabte und weithin mit Ehren genannte Männer i bei dieser Gelegenheit über die wichtigsten Angelegenheiten der evangelischen Kirche reden, und aus allen Thellen Deutsch­lands werden die Hörer herzuströmen, wobei zu bemerken ist, daß auch die Frauen willkommen sind. Gewiß wird in Darmstadt auch mancher Wormser sich einfinden. Für die Feier in Worms ist da» folgende Programm vereinbart: Am 1. October, nach 4 Uhr Nachmittags Eintreffen des Extrazuges mit den Festgäften aus Darmstadt, kurze Be- grüßung am Bahnhof durch das vom evangelischen Gesammt- Kirchenvorstand WormS gewählte ComitL und Zug nach dem Lutherdenkmal. Vor demselben findet eine Feier statt mit Gesang deS LiedesEin' feste Burg ist unser Gott" unter Begleitung des Posaunenchors vom evangelischen JünglingS- verein, und Ansprache durch den Pfarrer Hackenberg von Hottenbach, der eingottbegnadeter Redner" genannt wird. Nach einer einftünbigen Erholungspause findet eine Feier in der DrelsaltlgkeitSklrche statt, wo unsere prächtige Orgel zur Andacht anregen, die Versammelten Kirchenlieder fingen werden und wo der Knabenchor Eingreifen wird. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorfitzenden deS Gesamwtkirchen- Vorstandes, Decan Llc. Wiener, wird Confistorialrath Dr. Lenschner, der Schriftführer deS Centralvorstandes, aut- Worten und eine Ansprache halten über da- ThemaEvang. Bekenntniß und evang. Protest". Man wird fich wohl nicht verrechnen, wenn man annimmt, daß die große Kirche von hiesigen und auswärtigen Besuchern und zwar nicht bloS von solchen männlichen Geschlechts bis in die letzten Räume ge­füllt fein wird. Das Ganze soll daselbst kein eigentlicher Gottesdienst, sondern eine vom Hauch de» Gotteshauses um« wehte brüderliche Begrüßung sein. Der Segen für die Lutherstadt, die mit ihrem Luther-Denkmal alle evangelischen Kreise mächtig anzieht, wird sicher nicht auSbleiben. Wir Wormser haben die anregende Einwirkung solcher Besuche schon manchesmal zu erfahren Gelegenheit gehabt. Später findet im Festhaus-Saal noch eine gesellige Bereinigung biß -um Abgang des Extrazuges nach Darmstadt (um 10 Uhr) statt. Dabei wird wohl noch manche- gute Wort geredet werden und die persönliche Begegnung ihren heilsamen Ein­fluß zu äußern vermögen.

der Anfang gemacht werden.

Gegen die scharfe Faffung der zweiten These wurde von verschiedenen Seiten protestirt. Aus die Au-sÜhrungen eine» NaturarzteS, man möge bei der Behandlung Kranker nicht nur den Alkohol sondern auch alle anderen chemischen Heil­mittel hinauSwersen, erwiderte ein junger Frankfurter Ar-t ziemlich heftig. Mit Rückficht auf die großen Entbeckungen der neuesten Zeit gehe baß doch zu weit. Auf die DlS- cusfion über These 4 wurde wegen der vorgerückten Zeit verzichtet.

Hierauf trat der Verein zur Constttuirung zusammen. Die erste Versammlung war nicht zahlreich und offenbar vor­wiegend nur von Freunden der Sache besucht.

Die Jmpsmänner hielten Mittag- ebenfalls eine mehr­stündige Versammlung ab. Die hauptsächlichsten Gegenstände der Berathung werden in den Abteilungen wiederholt, daher später erwähnt.

Die großen Räume de» SaalbaueS faßten kaum die zahlreichen Thellnehmer an der gestern Abend 8 Uhr be­gonnenen Begrüßungsfeier, welche durch vortreffliche Gesangsvorträge de» stattlichen SängerchorS deS Lehrerverein» durchwoben wurde. Ferner erfreute Herr Adolf Müller, Mitglied des SängerchorS, durch einige mit großem Beifall aufgenommene Solovorträge. Proseffor Dr. Walter König begrüßte Namen» de» Ortsausschusses die Gaste,die zur großen naturwissenschaftlichen Gedaukenmeffe in die alte Meß« und Handelsstadt gekommen find." Geh. Rath Proseffor v. Z l e m s s e n - München dankte den Sängern und dem Solisten. Um 10*/, Uhr war die Feier beendet.

Heute Morgen Punkt9 wurde die erste allgemeine Sitzung eröffnet. ES hatten fich 2« bi» 3000 Personen eingefunden, außerdem Vertreter der städtischen und staatlichen Behörden. In einer Loge hatte die Kaiserin Friedrich nebst Gefolge Platz genommen.

Geheimer Rath Professor Moritz Schmidt-Frank» furt a. M. hielt zuerst eine kurze Ansprache an die Kaiserin Friedrich und dankte für die hohe Ehre deS Besuche». Schließlich ersuchte er alle Anwesenden, fich -um Zeichen de» Danke» von den Sitzen zu erheben. AlSdann hieß Redner die Versammlung willkommen in Frankfurt! Willkommen in der altehrwürdigen Kaiserstadt am Main! Redner gab ein Bild über die Entwickelung der Stadt Frankfurt mit Bezug auf die Wissenschaften und erwähnte die großen Männer, welche in Frankfurt gewirkt haben und solche, die au» Frankfurt hervorgegangen find. Geh. Rath Schmidt schilderte die Entwicklung der medicinischen Wlffenschaften, seitdem vor 70 Jahren zum ersten Male der Aerzte-Congreß hier getagt habe. Redner dankte allen Behörden, Instituten und Privaten für die Mitarbeit zum Gelingen de»Tage»" und gedachte der Fürsorge des Kaiserhauses um die Entwicklung der Wlffenschaften. Nach einem Hoch auf den Kaiser erklärte er die Versammlung für eröffnet.

Oberpräfident Excellenz Magdeburg-Eassel drückte den Wunsch au», daß die Verhandlungen gesegnete sein mögen und brachte in diesem Sinne und Geiste die Grüße der Königlichen Staats-Regierung, wofür Geh. Rath Schmidt den Dank der Versammlung au-sprach.

Auf Antrag von Professor König wurde sodann an Steife r Wilhelm folgende» Telegramm abgefanbt:An Se. Majestät ben Kaiser, Jagbschloß Rominten bet Theer- bube. Die 68. Versammlung beutscher Naturforscher und Aerzte hat soeben Euer Majestät eine begeisterte Hulbigung dargebracht durch ein brausende» Hoch aus den Schirmherr» des Frieden» und Beschützer aller wissenschaftlichen Bestreb­ungen. Die Geschäst»führung. Unterzeichnet: Geh. Rath Schmidt. Prof. Weigert."

Oberbürgermeister Adicke» brachte ben Willkommen­gruß ber Stabt nicht nur selten» ber stäbtlschen Behörden, sondern auch Im Namen ber Einwohner, ber wissenschaftlich Gebildeten unb ber Laien bar. AlSbann begrüßte der Director ber Senkenbergischeu naturforschenben Gesellschaft, Dr. med. Knoblauch, bte versammelten im Namen der naturwiffenschaftlichen, technischen unb ärztlichen Gesellschaften Frankfurts. Au» vollstem Herzen kommt btefer Willkommen' grüß, sagte Rebner. Sinb boch bte Wege Ihre» Streben» die gleichen wie die der unserigen, die Wege exacter natnr wissenschaftlicher Forschung, auf denen un» in ber Ferne die

Thesen zur Dl»cnsfion gestellt:

1) Rein Staub ist in bem Maße verpflichtet, befähigt

Tage.

Die heutige Behanblung ber Trinker in anstalten entspricht nach vielen Richtungen hin be»

am Zellengefängniß zu Butzbach ist vollenbet unb werben in ben ersten Tagen be» October etwa 150 Sträs-

. baß ber Arzt befähigt unb berufen fei, gegen ben Alkohol zu kämpfen, nur müsse ber Arzt selbst Abstinent sein unb speciell auf ben Universitäten Seiten» ber Stubireuben

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