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September
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Heute Abend finden Festvorstellungen im Opern- und tzchxusptelhause state.
nadelfabrtk ist in Birmingham in England. Dieselbe fertigt 37 Millionen Stecknadeln in einem Tage. Die übrigen Stecknadelfobrikrn fertigen ungefähr 19 Millionen täglich, das gibt für England allein eine Summe von 56 Millionen. Ja Frankreich werden ungefähr 20 Millionen täglich, in Deutschland und anderen Ländern etwa 10 Millionen fertig, so daß fich die Stecknadelfabrikation in ganz Europa au ungefähr 86 Millionen Stück täglich stellt. Bei dem Ge- danken au diese ungeheure Summe steigt un- unwillkürlich die Frage auf: „Was wird aus all' den Stecknadeln?" Denn die wenigsten werden zerbrochen, verdorben oder ab« genutzt, sondern meist gehen fie verloren- ja, es gibt wohl
v. , Vormittags von i/i9 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, an Ort und Stelle ver
steigert werden.
Der Anfang ist am Gießener Weg.
Alteu-Buseck, 21. Sept. 1896.
Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.
und Bettzeug, Damen-. -... .
Neider, 2 Stühle, 1 Tisch, 1 ™,r.- schrank und allerlei Küchengeschirr.
Die Versteigerung findet b-
gebraucht und mit dem zugleich eine solche Verschwendung getrieben wird, wie gerade mit der Stecknadel. Eine Stecknadel ist so klein und unscheinbar, daß die wenigsten Menschen
Obstversteigerung.
Nächsten Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Bersrod gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetfchen, meistbietend versteigert werden.
Der Anfang ist im Ort.
Bersrod, 21. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Bersrod.
Profeffor Walter König-Frankfurt a. M. verlas tr Reihe von BegrüßungStelegrammeu und Schreiben und Ptt tLt die Ermächtigung, Namen» der Versammlung an Dr. Rfltjof Nausen, der leider in Folge angegriffener Gesundheit mit erscheinen kannte, ein Begrüßungstelegramm abzusendeo. Irrer soll am 23. September, am 50jährigen Gedenktage Ifat Entdeckung des Planeten Neptun, an den Astronomen Wie tu Breslau ein Glückwunsch, und BegrüßungStelegramm »iaadt werden. Nach einer kurzen Pause begann Profeffor > HanS Buchoer-München seinen Vortrag über Biologie nb Gesundheitslehre. Seinen Ausführungen entnehmen wir Zeigende»: Die Hygiene hat Großes geleistet, aber bisher fast a.r auf negativem Wege, durch Herabminderung der Gesammt- Erblichkeit uod Berhütuog sonstiger Gefahren. AIS Kehr- littt steht diesen Fortschritten die Gefahr eines durch Weg- stll der Auslese körperlich minderwerthiger BolkSelemente «mugteu allgemeinen DolkSdegeoeratioo gegenüber. AngefichtS teßm muß es aber eine pofitive Hygiene geben, welche jene Milchen Wirkungen compenfirt und die Berechtigung zu Mer Behauptung liegt in der Biologie, deren Ergebuiffe lihrtn, daß eine Ausgleichung der Schäden des Eulturlebens tvrch eine zielbewußte Uebung der Körperkräfte fich erreichen sttzt. Der Degeneration müffen wir eine Regeneration eut- zkgensetzen, wir müffen unbedingt auf Gleichberechtigung der | Mi gen und körperlichen Jugeoderziehung bestehen. Redner ihlitßt mit dem dringenden Vorschlag, daß die VormittagS- (liinben der geistigen Arbeit, wenigstens zwei NachmittagS- junbftn täglich aber regelmäßigen körperlichen Hebungen ge- udmet werden sollen.
Geh. Rath Professor Ne um eher-Hamburg gab einige Anregungen über die Durchforschung der Südpolar-Region. 8t habe vor Kurzem Gelegenheit gehabt, mit dem berühmten Karicher Mohr in Pari» zusammen zu treffen, der Nansens vpfermuth und Kühnheit bewundernswerth fände, wie bei ktnirm Menschen zuvor. Nansens Zuversicht sei eine außer- ndmtliche gewesen. Das eine habe uns Nansens Forschung ,elehrt, daß der Körper durch zweckdienliche Ernährung uu- jtahnt widerstandsfähig zu machen ist- da» andere aber sei, iofc wir durch Nansen eine ganz neue Methode der Polar- svrschung errungen haben. Es sei erkannt worden, daß die Slsc-rschung der südlichen EiSregionen tatsächlich möglich sei. vrit der Erstarkung der Macht zur See ginge Hand in Hand bte Erforschung des Erdballs. ES sei wtchttg, daß man er- Itnar, daß der deutschen Jugend ein Ziel gegeben werde, nach dem sie fich entwickeln könne, nach dem sie streben müsse. Dlei. Ziel sei die Südpolar-Erforschung. Die Natursorscher- kerlvmmlung habe ein großes Anrecht auf die Dankbarkeit lkS Vaterlandes von jeher- auch jetzt gälte es, zusammen- l^ollten, damit daS hohe Ziel erreicht werde im Jatereffe btl Vaterlandes.
Geh. Hofrath Prof. Dr. Richard LepsiuS-Darm- flabt sprach über „Cultur und Eiszeit".
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ich die Mühe geben, fich darnach zu heben. Und wenn in jedem Haushalt v verloren werden, kann man fich toof Summe dabei herauSkommt. V Europa» auf 240 Millionen schätzr, der dritte Mensch täglich eine Nadel zu Verbrauch von 83 Millionen Stecknadeln zu Verlust an Stecknadeln stellt einen Werth von 2d, täglich dar. Die Fabrikation der Stecknadeln geschieht , verständlich wett schneller, al» man zählen kann. Die daz. verwendeten Maschinen find staunenswerth vollkommen. Sie chneiden den Draht gleich in die erforderlichen Längen, geben jeder Nadel ihren Kopf, spitzen und poltreu fie, sortireu sie und stecken fie gleich reihenweise in Papier. Zu solcher Fertigkeit hat eS der menschliche Erfindungsgeist gebracht. Wenn man einer solchen Maschine zufieht, möchte man glauben, fie habe Leben.
• Die LeidenSgenoffen. Paulchen (beim Semestersckluß der unverheiratheten Tante ein Schulzeugniß bringend): „Na, Tante, heute können wir beide uns die Hand reichen. — Tante: „Weßhalb, »ein Kind?" — Paulchen: „Ich bin auch sitzen geblieben!"
96er Sommer bchnadahnpferl.
Gestern hat'» g'reguet Und heut regnrtS a Und morgen regnet» wird« Und übermorgen a!
| Versteigerungen, s |
Landwirthschaftliches Versuchsfeld.
Zwei Morgen Grünwtcken obigen Versuchsfeldes sollen, getrennt oder zusammen, meistbietend versteigert werden. — Schriftliche Angebote nimmt die unterzeichnete Behörde bis zum 25. ds. Mts., Abends 5 Uhr, entgegen.
Gießen, 22. September 1896.
Großh. Universität- Rentamt.
MARKNEUKIRCHEN/s.
Mustk-Iuürumrute XS
Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche Jane, und zwar von Mittwoch den 23. bis einschließlich Mittwoch den 80. September l. Js. auf dem Bürgermeisterer-Büreau - Zimmer Nr. 14 — zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb jener Dfft nlegungsfrist ist gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einfprache zu erheben.
Gießen, den 19. September 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff.__________
Qimmt statt
8415 Born, Gerichtsvollzieher.
Holzpflaster- Versteigerung.
Donnerstag den 24. September, Vormittags 9 Uhr, wird auf dem Güterbahnhof Main-Weser-Bahn eine Ladung Holzpflaster (auch als Brennholz verwend, bar) öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 21. September 1896. König! Güterabfertigung.
Räuber.8105
»t Schlachthaus.
Freibank. 8422
Heute und morgen:
SdjroeinefTeildj
nicht tabenrein, per Pfd. 46 Pfg.
Nachmittag» 3 Uhr wurden die medicinischen Abtheilungen ^bildet. Im Ganzen sind eS 30 Abtheilungen, welche in ,-trennten Localen ihre Sitzungen abhalten. Außerdem werden gemeinsame Sitzungen verschiedener Abtheilungen statt- (ini)t:n. DaS Arbeitspensum, welches gestern noch 466 au-
Bekanntmachung.
In unserer Bekanntmachung vom 15. September 1896 in Nr. 2H s.se» Blattes ist ein Druckfehler enthalten. Es muß richtig heißen iüer 1) der Bekanntmachung auf Zeile 7
„und hat feiner Ehefrau Johanna, geb. Scheffer, Procura ertheilt".
Gießen, den 22. September 1896.
Großherzogliches Amtsgericht.
Neuenhage n.
Die Herstellung der Ehanffirnngen und bekiefisn Flächen für die neuen Werkstätteanlagen soll vergeben werden. Plan sowie Arbetts- und Lieferuvgs- oerzeichniß nebst Bedingungen liegen auf dem Baubüreau am Riegelpfad zur Einsicht auf und können die AngebotSunter- l'gen gegen Erlegung von 40 H dort entnommen werden. Angebote sind bis Samstag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, daselbst einzureichen.
Zuschlagsfrist 8 Tage.
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• Innsbruck, 21. September. Der Münchener Tourist Josef Kirchbaur, ein Mann von 50 Jahren, wird seit dem 19. August vermißt. Damals wurde er noch in Innsbruck gesehen. Wahrscheinlich ist er bet einer Bergpartie in eine Schlucht gestürzt. — In Tob loch schneit e».
• Eine SchreckenSnacht. Der Gemüsehändler I. in W i en bewohnt ein Zimmer bei einer Wäscherin D. Der Gemüsehändler pflegt ziemlich oft im Kreise munterer Zecher ein Glaserl oder auch mehrere Vierteln Wein über den Durst zu trinken und erst spät bei Nacht in sein Bett zu schlüpfen - aber er thut dies stets in aller Stille, ohne die Quartier- frau und ihre Tochter im Schlafe zu stören. Um so mehr erschraken Mutter und Tochter in der Nacht zum Mittwoch der vergangenen Woche, als aus dem Cobinet lautes Stöhnen und Rufen herausdrang. Die beiden Frauen waren entsetzt, als fie deutlich die Stimme des Grünzeugmenschen erkannten und die Worte vernahmen: «Hilfe! Rettung . . AuSgraben! Den Deckel aufsprengen! . . ." Die beiden Lauscherinnen, die natürlich glauben mußten, daß ein Unglück geschehen oder ein blutiges Verbrechen an dem Zimmerherrn begangen worden sei, rafften sich auS der ersten Lähmung der Angst auf und holten, nachdem fie ihre Kleider rasch angezogen hatten, den Hausmeister. Dieser unternahm, gefolgt von den zwei au» dem Schlafe geriffenen Frauen, die Expedition in da» Cabinet. Die Thür war nicht gesperrt. AlS die drei Personen eintraten, sahen fie daS Bett des I. zerwühlt, aber leer. Ein Kopskiffen und die Bettdecke lagen auf der Erde. Die Hilferufe de»
Gemüsehändlers kamen — unter dem Bette hervor! Wieder i ertönte eS, wie in dumpfer Verzweiflung: „Macht'S den Sarg auf! I bin nöt tobt, aber i erstick'Der Hau»- besorget erwischte den unter dem Bette Liegenden bei einem Fuße und zog den Mann hrrvor! Erft nun erwachte der Gemüsehändler aus dem Halbschlafe und erzählte, daß er über sich und neben sich Widerstand gefunden habe und deshalb sein fürchter- licher Traum, daß er lebendig im geschloffeuen Sarge liege, auch im wachen Zustande eine Fortsetzung gefunden hatte! Gegen die Mauer zu wollte er hinaus, nur auf der freien Seite, von wo aus der noch vom genoffenen Wein Benebelte unters Bett gekrochen war, suchte er nicht die°Rettung! DaS Ent- setzen der „Retter" ging in ein Höllengelächter über und seit dieser SchreckenSnacht wird Herr I. im ganzen Hause nur der „Lebendig Begrabene" genannt.
♦ WaS wird au» den Stecknadeln? Die größte Steck-
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•Mttl, 22.September. Marktbericht. Auf dem heuttgeti Wochmmartt kostete: Butter pr. Pfd. X M0-4.20, Hühnereier pr. 6t 0 3, 2 St. 12—13 Enteneier 0 2 St. i i 4»
der pr. St. 00-00 Käse pr. St. 5-8 * Käsematte pr. St. 33, Erbsen pr. Liter 16 3, Linsen pr. Liter 28 3, ^»bm pr. Paar X 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bi» 1,00, Hahnen pr.Stück X 0^0-0,75, Enten pr. Stück X 1,60-130, Gänse pr. Pfund X 0,50-0,55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh-und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd- b6 bis 66 ^ Schweinefleisch, aesalzm, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Vfd. 60—00 Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 3, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 6i« 6^00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 3, Zwiebeln pr. Zentner X 5,00—6,00, Milch pr. Liter 16^, Zwetschen pr. Centner X 9—10.
WitternugSbericht vom 21. September.
Der größte Theil Europas steht noch unter dem Einfluß niederen Druckes, der außerdem eine sehr unregelmäßige Verthetlung zeigt. Depressions-Centra liegen südwestlich von Irland, vor der mtttlerm norwegischm Küste, über Polen und Galizien. Von letzterem zieht sich über Ungarn und die Ostalpm ein furchenarttger AuslSuser nach Ober- und Mittel-Italien. Im Südwesten zeigt der Luftdruck eine Zunahme und zieht sich von dort her relativ hoher Barometerflanv über Frankreich ketlsörmtg bis zu den Eentral-Alpen vor. Die Witterung ist über Süddeutschland unbeständig und fallen zeitweise noch immer Niederschläge. Die Temperaturen sind gegen gestern noch weiter zurückgegangen, zumal in den höher gelegenen Gegenden. Im Gebirge hat der Schneefall am Morgen noch angehalten.
»iitmmet
Im Allgemeinen noch unbeständig und zeitweise Niederschläge; vorübergehende Aufklärung nicht ausgeschlossen.
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